
Dieses Jahr entschieden wir erst kurz vor Weihnachten, dass es in den Skiurlaub gehen sollte. Bei der fieberhaften Suche nach einem geeigneten und noch nicht vollen Quartier stießen wir auf ein Hotel in Gaschurn. 9 Tage Skiurlaub im Montafon dieses Jahr also.
An- und Abreise per Zug (Hinweg Husum – Kiel – Zürich – Bludenz; Rückweg Bludenz – Lindau – Ulm – Köln – Arnhem – Zwolle – Groningen).
Besucht habe ich alle (großen) Skigebiete im Montafon: Nova, Hochjoch, Gargellen, Golm.
Wetter/Temperatur:
Alles dabei, aber zu warm.
Schnee:
Genug aber zu wenig (Kunstschneeparadoxon).
In der Nova sehr viele Steine und Gras, am Hochjoch und am Golm sehr hart (aber kaum Steine), in Gargellen am besten, aber auch dort äußerst knapp.
Gefahren bin ich mit allen Liften mit Ausnahme der vielen kleinen Tellerschlepper und der geschlossenen Außergolmbahn. Nahezu alle Routen und schwarzen Pisten waren zu, die eine oder andere rote zu Beginn auch. Müsste eigentlich alle offenen Pisten befahren haben.
Der Füllgrad der Skigebiete war hoch. Insbesondere in der Nova hatte man wenig Platz auf den Pisten – es fehlten viele Quadratmeter Piste und Off-Piste. Viele Niederländer, sehr viele Schweizer und sehr sehr sehr viele Baden-Württemberger (komisch
Gefallen:
Neues Skigebiet kennengelernt
Gargellen
Viele gute Restaurants
Viel Abwechslung
Tolles Panorama
Essen im Hotel
Nicht gefallen:
Steine auf der Piste
Volle Pisten
Busfahrpläne
Kaum gute Talabfahrten
Am Bahnhof in Zürich:

Das Plakat stammt von der Sydbank (bei mir zu Hause um die Ecke). Ich lasse noch die eine oder andere weitere Anekdote im Bericht einfließen.
28.12.

Was für ein Traumtag zum Einfahren

An der 6-CLD/B Rinderhütte

Zoom nach Gargellen

An der Sonnenbahn. In der anschließenden Schlange:
Mädchen: „Anton, das darf man nicht“
Anton: „Was?“
Mädchen: „Das daaaarf man niiiicht!“
Vater: „Was denn?“
Mädchen: „ANTON, das darf man nicht!!“
(weiterer) Bruder: „Ja WAS denn?“
Mädchen: „DAS. DAS DARF MAN NICHT!“
Anton: „Ich mach doch gar nichts?!“
Mädchen: „DAS DARF MAN NICHT!!“

Müsste in der Nähe der Jöchleschlepper entstanden sein. Habe übrigens im Montafon die Schlepplifte schätzen gelernt, denn hier gilt fast immer Schlepper=leere Piste.

Die Gegenrichtung bestätigt meine Standortvermutung
29.12.

Schnee

Valiserabahn - gegen Mittag verschwand innerhalb weniger Minuten die Nebel- und Schneesuppe.

3-CLF Älpi

Sieht schon winterlicher aus als vorher
30.12.

Früh hoch mit der Grasjochbahn. Bester Tag des Urlaubs, was das Wetter und die Fernsicht anging.

Schlaue Entscheidung sich erstmal in der Fredabahn den Arsch abzufrieren

Aber die Aussicht ist wirklich nett hier

Höchster Punkt des Skigebiets

Nova

Blick nach Norden

Und ins Rheintal

Irgendein ziemlich hoher Berg. Und die Gipfel dahinter erst. Bernina?

Rätikon

Die Pisten am Grasjoch – die Auflage war wirklich nur minimal ausreichend, ab Mittag schauten viele Grasbüschel heraus. Zudem macht diese extrem schmale Piste in überfülltem Spaß einfach keinen Spaß.

Langes Spannfeld der Hochalpilabahn

Bergstation Seebliga gegen grünes Tal – Schneefallgrenze bei ca. 1000-1100m.

Säntis

Sulzfluh (?)

Drei Türme und Drusenfluh (?)

Golm mit der Schesplana dahinter (?)

In der laaaangen DSB Kropfen, die mit der Hausdurchfahrt

Lechquellgebirge, markant die Rote Wand

Wer findet die DSB vom Arlberg?

Rote Abfahrt vom Kapell – Kunstschnee-Parcours. Die Skifahrer stehen nicht umsonst etwas ratlos dort. Die Piste war schon eisig genug.

Überlebt. Letzten 300 Höhenmeter der Talabfahrt nach Schruns befanden sich unter der Schneefallgrenze – eine einzige Eisplatte. Ich habe dort zwei Skikurse überholt, wo die Kleinen größtenteils auf dem Hosenboden oder auf der Wiese links daneben oder am Arm des Skilehrers heruntergekommen sind.

Wie gesagt, wettertechnisch der beste Tag

Blick ins Gargellner Tal

Zurück über die Nova. Bergstation Madrisella (Uni mit Ecken)


Zoom zum Grasjoch

Rinderhütte schon eingefahren – 16:05
31.12.

Vallüla

Gargellen – an dem Tag in dem Gebiet waren die besten Pisten – nicht zu voll und herrlich zu fahren

Jedes Skigebiet mit eigener Bergwelt drumherum – sieht wieder anders aus hier

Schöne, endlich mal breite Carvinghänge hier

Den Gegenzoom habe ich ganz am Anfang gemacht

Passt wie die Sonne in die Bergstation

Einzig der erste Hang an der Kristallbahn (hier links) war extrem glatt.

Ischgl?
Ist schon witzig völlig alleine in der DSB (Radio-Lift

Was für eine grandiose Piste – hätte es doch nur mehr Schnee – ohne Steine und Anfänger ist diese Piste sicher der Oberhammer

Man erkennt die Steine

Ritzenspitzen

Die andere blaue Talabfahrt – ich liebe solche abgelegenen Pisten

Wirklich Snowboard-freundlich war hier so einiges nicht im Montafon – Schiebestück

Andere Richtung

Majestätisch

Wieder oben
01.01.
Heute sollte eigentlich ein Treffen mit einem AF-Mitglied stattfinden. Seine Selbstbeschreibung (grüne Skijacke) war sehr hilfreich, insbesondere nachdem ich feststellte das die recht aktive Skischule Golm grüne Skijacken fährt und auch sonst die grüne Schöffeljacke äußerst beliebt ist. Am Abend erfuhr ich, dass er eine Stunde, nachdem ich oben war, schon wieder abfuhr, da es ihm zu voll war. So "jagte" die restliche Zeit vergeblich grüne Skijacken, was vom dann doch irgendwann langweilign werdenen Skigebiet ablenkte und den Tag interessant machte. Ich fand es leer im Vergleich zur Nova – Neujahr halt.

Bergstation Golm – hatte in der ersten Sektion einen Mitfahrer, dann saß ich alleine in der Gondel

Auf dem Weg zur Rätikonbahn

Jetzt weiß ich auch, warum die so heißt

Dieses Grün zerstört die ganzen Panoramen

Vorarlberg – Doppelmayrland (Die Leitnerbahn in Gargellen fällt schon unfassbar auf)

Pisten waren ziemlich hart, aber noch super zu fahren

Schöne Panoramapiste hier

Die Schrunser Eisbahn

Klasse Piste – leere Bahn

Zoom nach Damüls

Fluchthorn

Talstation Rätikonbahn

02.01.

Endlich hat der Burglift aufgemacht – kein Lift für Anfänger oder Boarder – die Liftspur war recht widerspenstig – für mich aber kein Problem. Schöne, urige Bergstation. Mal kein 0815

Novabahn

Die Hintenrumabfahrt von der Rinderhüttebahn war dann auch endlich mal auf – wieder ein anderer Blickwinkel

Noch eine Piste, die ich an dem Tag zum ersten Mal fahren konnte – eine meiner Lieblingspisten!

Ein Eimer Pommes (stand so auf der Rechnung) – Garfrescha scheint im Sommer als Sandstrand genutzt zu werden, und das Spielzeug wird im Winter umfunktioniert

Noch so eine herrliche alte Bahn – und auch mal keine von DM

Oben zog es richtig zu – dafür wurden die Pisten schön leer. In der Bahn in herrlichem Schwäbisch noch ein paar Kasper:
„So sicher sind diese Helme gar nicht, gel. Man hat doch mal eine Pudelmütz und einen Helm aus dem Hochhaus geworfen. Ratet mal, was unten heil war, hihihi?“ „Die Pudelmütz“ „Hihi“

Windows
An dem Tag hat meine Kamera einige Partikel in (!, nicht vor) die Linse bekommen – zum Glück nicht zentral, sondern oben links. Keine Ahnung wie die da reingekommen sind. Alle folgenden Bilder sind deshalb geschnitten, da ich die nicht wieder rausbekommen habe.
03.01.

Noch ein Tag in Gargellen – morgens eine perfekte Piste, dann wurde es knüppelvoll und ich machte keine Fotos mehr.
04.01.

Ein viel zu warmer, trüber Tag in der Nova.

Pisten pappig und braun – den obligatorischen Frühjahrsvergleich spare ich mir mal

Jetzt weiß ich warum das Grasjoch heißt...

Zudem hatte es heftigen Föhn an dem Tag – hier die DSB Kreuzjoch

Hab dann noch die fehlenden Bahnen abgehakt und bin einmal die Kapell-DSB runter und wieder rauf gefahren, Talabfahrt natürlich geschlossen.

Abgefahrenes Teil – Bügel und Haube sind eins

Eine weitere geniale DSB, allerdings mehr durch ihre Trassierung und weniger durch ihr Design.

Die Zamangbahn fehlte auch noch
05.01.
Am letzten Tag noch einmal nach Gargellen, da im Schneegestöber die dortigen Talabfahrten noch am besten gingen.

„Papa, ist eine Lawine so hoch wie die Gondel hier?“

Rückweg als Abschluss noch durch die Nova, Sicht wurde noch einmal deutlich besser.

Am Nachmittag gab der Himmel einen letzten Blick frei – tschüss Nova.

„Wie isches denn so im Gelände?“ „Man musch aufpassen. Immer wieder Schumi-Gedächtnissteine.“
Fazit:
9 Tage Skifahren! Mir waren die Bedingungen relativ egal, ich fand es super, wieder auf den Brettern zu stehen. Hoffentlich bald wieder.