Wetter: Der Wetterbericht vom Vorabend hatte nur wenig mit dem tatsächlichen Wettergeschehen gemeinsam. Zunächst gab es in der Nacht nicht den angesagten Frost und somit von der Früh weg weiche Pisten. Dann konnte ich den ganzen Tag nichts davon bemerken, dass sich die Wolkenfelder vom Morgen rasch auflösen würden. Sie blieben nämlich den ganzen Tag hartnäckig bestehen. Die Tagestemperatur erreichte anstelle der angesagten +5°C sogar +10°C, dafür blieb der mit 40km/h vorhergesagte Wind völlig aus und es war nur an exponierten Stellen ein leichtes Lüftchen zu spüren. Wenigstens hatte der Wetterbericht damit recht, dass es niederschlagsfrei blieb.
Lift- und Pistenstatus: Lifte waren alle geöffnet, Wartezeiten gab es keine (max. 2 FBM). Pisten waren fast alle geöffnet. Nur bei der Talabfahrt nach St. Corona musste man im oberen Bereich jene Variante nehmen, die an der Talstation von Hannesen 2 vorbeiführt. Auch beim Hannesen 1 musste man, wie so oft üblich, die Variante mit zweimaliger Liftkreuzung wählen. Vormittags konnte man beim Hannesen 2 die talseitig gesehene rechte Piste wegen eines Rennens nicht befahren. Dabei waren auf der Homepage alle Pisten als geöffnet angegeben.
Pistenzustand: Das war die größte Enttäuschung des Tages. Üblicherweise findet man in Sankt Corona vor Betriebsbeginn frisch präparierte Pisten vor. Diesmal leider nicht. Der Herr, den wir an der Kassa im Laufe des Tages darauf ansprachen, meinte, wenn wir in der Früh da gewesen wären, dann hätten wir frisch präparierte Pisten gehabt. Als meine Frau erwiderte, dass wir schon vor Betriebsbeginn angekommen sind, meinte er, dass dann in der Nacht wohl ein paar Tourengeher abgefahren sind. (Da muss wohl die Tourengeher-Maffia mit 200 Mann ausgerückt sein.
Sonstiges: Unter den Rennläufern, für die am Vormittag die eine Piste beim Hannesen 2 gesperrt wurde, waren ein paar besonders ehrgeizige Exemplare dabei. Einige haben sich auch auf den anderen Pisten so verhalten, als wären sie auf einer gesperrten Rennstrecke und sind mit einem Affenzahn an Pflugbogen fahrenden Ungarn vorbeigerast, als wären sie Kippstangen. Der junge Hr. A. mit der Startnummer 38 hat leider meine Frau gerammt, und dabei hat sie sich beim Sturz am Knie verletzt. Sie konnte den Schitag zwar fortsetzen, aber wie wir jetzt am Abend beim Ablegen der Schibekleidung feststellen mussten, ist das Knie doch ganz schön geschwollen, und einige Bewegungen schmerzen.
Fazit: Wenn etwas schiefgeht, dann geht Alles schief. Bei diesen aktuellen Erinnerungen an Sankt Corona ist es leichter zu verschmerzen, wenn das Schigebiet für immer zusperrt.