
Da meine Frau und ich alle Weihnachtsvorbereitungen erledigt haben und unsere Arbeitgeber uns nicht dringend benötigen, nützen wir derzeit die Möglichkeit unseren Steiermark-Joker bei einem Kurzurlaub in Rohrmoos zu verwenden.
Die Vorzeichen für dieses Unternehmen standen schlecht. Als wir im Oktober den Joker erwarben, dachten wir, wir könnten zu den freien Tagen vor Weihnachten bei guten Schneeverhältnissen über alle vier Berge schaukeln. Dass das Wetter des heurigen schneearmen Winters nur einen Teilbetrieb möglich machte, stellte ja noch kein Problem dar. Dass aber zwei Tage vor unserer Anreise kräftiger Regen die wenigen vorhandenen Kunstschneebänder auch noch vereiste, war dann doch zu viel. Auf diese Problematik vorbereitet, wollte meine Frau den ersten Schitag auf dem einfachsten offenen Lift der 4-Berge-Schischaukel beginnen.
So ging es am Anreisetag von Wien bis zum Silver-Jet am Fuße der Reiteralm, wo mit dem Haseck-Lift ein netter Übungslift geöffnet ist. Wir erreichten die Reiteralm um 9:00 Uhr morgens. Der erste Blick fiel auf die Finale Grande, der geöffneten Talabfahrt.

Wenig später folgte die erste Abfahrt beim Haseck-Lift.

Meine Frau war mit dem Schneezustand leicht überfordert. Zu uneben und eisig war ihr die Piste. Wir haben den Hang dennoch vier Mal bewältigt, dann hat meine Frau w.o. gegeben und mich durchs Schigebiet geschickt, um zu erkunden ob die Schneeverhältnisse irgendwo anders besser wären. Ich begab mich also zur 6 KSB Gasselhöhe und blickte auf die Fis-Abfahrt, wo man die Schier der Wintersportler über das Eis kratzen hörte.

Oben angekommen blickte ich zur Bergstation des Seppn-Jets, meinem nächsten Ziel.

Tatsächlich war der Pistenzustand auf dieser Seehöhe sehr gut. Als am Donnerstag der Regen im unteren Teil die Pisten vereiste, dürfte hier die Schneefallgrenze gewesen sein. Ich fuhr über die Reiteralmabfahrt zum Seppn-Jet. Kurz nach der Eiskarhütte erreichte ich wieder den harten rumpeligen eisigen Teil.

Nach der Bergfahrt mit dem Seppn-Jet und der Abfahrt auf der Fis-Piste fuhr ich nochmals mit der 6KSB Gasselhöhe um auch die Muldenabfahrt zu testen. Es bot sich das gleiche Bild: Oben pulvrig griffig – unten hart-eisig.


Auch die Tellerlift-Schaukel Verbindungslift-Übungslift habe ich getestet: hart-eisig

Irgendwann war es dann 11:00 Uhr am Vormittag. Ich war vom Pistenzustand auf der Reiteralm enttäuscht, meine Frau war völlig frustriert, beendete den Schitag und fuhr mit der Gondel ins Tal. Ich nahm noch eine Bergfahrt auf die Gasslhöhe und fuhr über die Finale Grande ins Tal. Zunächst war ich noch beim Seppn-Jet.

Später führte mich mein Weg entlang der DSB Reiteralm 1.

Die selbe Piste in Höhe des Almhüttendorfes.

Die Finale Grande selbst war keine rumpelig-eisige Piste, sondern viel mehr eine Mischung aus von Hügeln unterbrochener glatten Piste. Sie hat also den Spaßfaktor auch nicht erhöht.
Wir beschlossen nach Schladming zu fahren. Ich wollte mir die Pisten auf der Planai und am Kaibling ansehen, meine Frau wollte lieber durch Schladming bummeln. Die Planai-Bergbahn hat sie als Fußgänger verwendet, um mit mir gemeinsam auf der Schafalm zu Mittag zu essen.
Auf der Burgstallalm habe ich jedenfalls die schönsten Abfahrten des Tages gemacht. Halbwegs griffige Piste von der Berg- bis zur Talstation. Auch die Varianten auf der Märchenwiese gingen recht gut. Man merkt, dass diese Talstationen höher sind, als jene auf der Reiteralm. Da das Schifahren dort wieder Spaß gemacht hat, habe ich ganz darauf vergessen Fotos zu machen. Das wird in den nächsten Tagen nachgeholt.
Katastrophal war hingegen der Pistenzustand am Kaibling. Habe ich zuvor geschrieben, dass die Pisten auf der Reiteralm eisig waren? Da kannte ich jene am Kaibling noch nicht. Zwischen Mitterhausbahn und Höfi-Express habe ich keine Abfahrt gefunden, die mir eine Wiederholung wert gewesen wäre. Zur Ehrenrettung des Kaiblings muss ich aber noch erwähnen, dass ich erst um 13:49 Uhr in die Senderbahn eingestiegen bin, und nur von den letzten Betriebsstunden berichten kann. Vielleicht war der Pistenzustand in der Früh ja ohnehin super.
Einige Bilder vom Kaibling: Blick vom Gipfel in die grüne Ramsau.

Blick ins Ennstal in die andere Richtung.

Und abschließend noch ein Bild von der Gipfelbahn.

2. Tag: Hochwurzen 21. 12. 2014
Als wir am Morgen aus dem Fenster blickten trauten wir unseren Augen nicht: Rohrmoos war in ein kleines Winter-Wunderland verwandelt. Ich musste vor der Fahrt zur Planai-Seilbahn mein Auto von mehr als 10cm Schnee befreien. Auf der Planai waren die Schneekanonen bis unterhalb der Mittelstation aktiv und verstärkten Frau Holles Arbeit. Mit dem Pulverschnee auf der Planai konnte meine Frau deutlich mehr anfangen, als mit dem Eis auf der Reiteralm am Vortag. So verbrachten wir den Vormittag auf der 8KSB Märchenwiese (Das dauert, bis man dort alle Pistenvarianten abgeklappert hat, bei mehreren Minuten Wartezeit) und der WM-Damenabfahrt zur Mittelstation. Obwohl dieses Terrain deutlich anspruchsvoller ist, als die Hasecklifte auf der Reiteralm, kam meine Frau auf Grund des griffigeren Schnees viel besser zurecht.
Als gegen Mittag plötzlich ein gewaltiger Sturm über den Planai-Gipfel fegte, war es mit der Schifahr-Lust meiner Frau wieder vorbei. Da ich auf Grund des Wetterberichts, der Auflockerungen im Tagesverlauf versprach, mit dem Fotografieren zuwartete, fehlen nun Bilder vom Vormittag.
Wir fuhren zurück nach Rohrmoos, wo meine Frau die Sauna in unserer Frühstückspension besuchte, während ich die Gipfelbahn Hochwurzen testet. Eine sehr gute Entscheidung. Der Besucherandrang auf der Hochwurzen war sehr gering (war meist alleine in der 10er-Kabine)Die Pisten waren im oberen Bereich perfekt, nur unten waren sie rumpelig hart, aber deutlich besser als am Tag davor Reiteralm oder Planai.

Auf geht’s. Dieser Berg wartet auf mich.

Nach jeder Bergfahrt, geht es mit einer Rolltreppe eine Etage höher hinauf, wo die Pisten beginnen und man ein herrliches Panorama genießen kann.

Nach den ersten Höhenmetern ein Blick zurück zum Hochwurzen-Berghaus.

Weiter geht’s hier.

Und wieder ein Blick zurück.

An der Seiterhütte vorbei kommt man auf diesen Pistenabschnitt.

Vorbei geht es an der Obertal-Bahn, die früher einmal auch irgend ein Jet war.

Hochwurzen-Gipfelbahn vor dem Dachstein-Massiv.

Und die letzten Meter vor der nächsten Bergfahrt.

Zum Schluss noch einige Zooms:
Weitmooslifte und Märchenwiese auf der Planai

Reiteralm

Bergstation der Dachstein-Gletscherbahn

Ganz zuletzt noch ein Blick aufs frisch verschneite Rohrmoos vor dem grünen Schladming.

Morgen möchte ich dann auch endlich Bilder von der Planai posten.

























































