Nachdem im Westerwald ab dem 27.12. der Schneefall eingesetzt hat, ging ein Lift nach dem anderen in Betrieb. Das winterliche Wetter hielt jedoch nicht so lange und nach einigen Tagen schlossen die Lifte bereits wieder. Gestern gab es aber nochmal eine erneute Portion Schnee und der Skilift in Kirburg nahm heute den Betrieb wieder auf. Ich nutzte die Gelegenheit und fuhr von 11:00 bis 14:00 Uhr.
Wetter:
Die ganze Zeit über war es bewölkt, um 12:00 Uhr wurde es ein bisschen heller und ich hatte die Hoffnung, die Sonne wagt einen Blick durch die Wolken aber bereits um 12:10 war diese Hoffnung wieder vorüber.
Die Temperatur bewegte sich die ganze Zeit im Plus-Bereich: Morgens 0,5°C, am Mittag 1°C.
Schneehöhen:
Ungefähr 10 Zentimeter, auf der Piste komprimiert, daher nur ca. 6 Zentimeter
Pisten/Schneequalität:
Zuerst einmal sei gesagt, dass es sehr schwer ist, bei dieser sehr geringen Menge an Schnee eine gute Piste zu präparieren. Trotzdem hätte man noch ein bisschen mehr herausholen können: Es waren zwar Raupenspuren zu sehen, doch die Übergänge waren sehr knollig und im unteren Teil gab es einen Bereich, der anscheinend übersehen wurde, sodass ca. 10 Quadratmeter nicht präpariert wurden. Im Laufe des Tages war dies dann aber egal, da die Piste eh zerfahren war. An einigen Stellen kam schon der Untergrund durch, zum Glück gibt es hier nur Gras und keine Steine, sodass die Ski alles heil überstanden haben. Ab 12:00 Uhr waren auch erste Eisplatten zu sehen, aufgrund der Temperaturen ließen sich diese trotzdem gut befahren. Mit der Zeit wurde der Schnee dann pappiger und die Piste zerfahrener. Mal schauen, wie viele Tage die noch hält.
Offen/Geschlossen:
Es herrschte Vollbetrieb
Lifte: 1/1
Pisten: 1/1
Gefahrene Lifte:
Skilift Höllental (58x)
Wartezeiten:
Die erste halbe Stunde fuhr ich mit einer einzigen weiteren Person, dann wurde es voller. Die längste Zeit betrug 3,5 Minuten, weil man immer warten muss, während sich ein neuer Gast die Karte kauft, da es nur eine Schlange gibt. Außerdem waren viele Anfänger unterwegs, für die der Schlepplift relativ schnell fuhr
GPS-Daten:
Sie sind sehr abwechslungsreich:
Höhenunterschied Pisten: 604 m
Höhenunterschied Lifte: 581 m
Höhenunterschied gesamt: 1185 m
Strecke Pisten: 10,6 km
Strecke Lifte: 9,1 km
Strecke gesamt: 19,7 km
minimale Höhe: 420 m
maximale Höhe: 467 m
maximale Geschwindigkeit: 43,4 km/h
Höhenmeterdiagramm
GE-Track
Gefallen:
- nachdem letzte Saison nichts ging, konnte man in Kirburg dieses Jahr wieder fahren
- relativ wenig Andrang, dadurch kam man auch auf dem kurzen Hang viel zum Fahren
- das Wetter war in Ordnung, es hätte ein bisschen kälter sein können, aber immerhin gab es keinen Regen
- günstige Tageskarte
Nicht gefallen:
- Zustand der Piste
- die Bügel wurden nach dem Loslassen mangels Schnee über die Wiese fallen gelassen und waren dadurch etwas dreckig
^^Menschenleer am Morgen
^^Schöne Winterlandschaft neben der Piste
^^Auf halber Strecke liegt die Skihütte, die im Jahr 2003 neu erbaut wurde. Ab Mittag wurde dort auch gegrillt und es roch nach Bratwurst.
^^Im Jahr 1970 wurde der SC Kirburg gegründet und baute den ersten Skilift aus einem umgebauten Traktor.
^^Nach einiger Zeit wurde ein modernerer Schlepplift sowie ein kleiner Übungslift gebaut, von dem allerdings nichts mehr zu sehen ist.
^^Die Piste
^^Sträucher links der Trasse
^^Der Antrieb in der Talstation
^^Anschluss für die Schneekanone. Seit dem Jahr 2000 gibt es in Kirburg auch eine Schneekanone, die letzte Woche in Betrieb genommen wurde. Heute war es dafür allerdings zu warm.
^^Wie es scheint hat man vom benachbarten Feld noch ein bisschen Schnee herbeigeschafft
^^Am größten war der Andrang gegen 12:00 Uhr, danach kehrten die Ersten schon ein, bzw. die Punktekarten waren abgelaufen (was bei dem kurzen Lift schnell geht). Laut Homepage ist die Piste 250 Meter lang und bietet eine durchschnittliche Neigung von 11%.
^^Panorama vom Ende der Piste mit Blick auf das benachbarte Feld
^^Später war die Piste etwas zerfahrener
^^Ich wählte eher den linken Teil des Bügels. Meiner Meinung nach hätte man auch noch mit einer Schaufel ein bisschen Schnee aus dem Teil links des Schlepplifts holen können, um die Situation zu verbessern. Letzt Jahr am Salzburger Kopf ging auch ein Mitarbeiter den ganzen Lift mit einer Schaufel ab und besserte die Trasse aus.
^^Die Kurve, die jeder drehen musste, um sich anzustellen. Zum Glück war alles nur Wiese und wenn man die letzten Meter Schuss fuhr kam man auch oberhalb vorbei.
^^Der Grund, weshalb die Bügel teilweise etwas schlammig waren
^^Die Umlenkung am Berg
Fazit: Man hätte schon noch ein bisschen mehr geben können, um die Situation zu verbessern, aber alles in allem hat es trotzdem eine Menge Spaß bereitet und das ist schließlich die Hauptsache. Wenn noch etwas mehr Schnee liegt, lohnt es sich auf jeden Fall, nochmal vorbei zu schauen.
EDIT: Link zum GE-Track korrigiert.