Der Plan bestand darin Nachmittags nach Hause zu fahren und zum Flutlichtski auf den Kandel. Dummerweise war der Schwarzmoos-Lift wegen eines Defekts an der Bremse außer Betrieb. Der obere Lift ist zu wenig und so ging es von vorneherein nach Hinterzarten. Aber von einem spontan ausfallenden Schlepplift blieb ich auch dort nicht verschont. Sowohl am Kandel als auch in Hinterzwarten war ich davor noch nicht zum Skifahren.
Fakten
Wetter:
Sonne, etwas Wind und leichte Minusgrade bis ins Tal
Nachts unter klarem Himmel bis -10°C
Schneehöhe:
80 cm oben
~5-10 cm unten
Geöffnet:
Alles
Pistenzustand:
Top bis in den Nachmittag
Nachtski ebenfalls super präpariert
Wartezeiten:
In Hofsgrund keine
Schauinslandbahn 5 min
Hinterzarten 0-5 min
Gefallen:
Alles bis auf:
Nicht gefallen:
Windeckkopflift zeitweise defekt
Pistenplan:
http://www.skilifte-hofsgrund.de/Skigeb ... ebiet.html
Hinterzarten hat auf der Homepage keinen brauchbaren
Bilder und Bericht
Um kurz nach 9 Uhr in der früh stand ich also in Hofsgrund. Tagesticket gekauft und direkt auf die frisch präparierten Pisten am kurzen Rosshang-Lift. Der Poche-Lift wurde erst um 10 geöffnet.
Nach 3 Runden folgte die Querung hinüber zum längeren und deutlich abwechslungsreicheren Rotlache-Lift. Die Pisten dort waren ebenfalls super präpariert und bis auf den Steilhang oben komplett frei von Dreck oder Gestrüpp. Rechts neben dem Lift konnte man auch gut durchs Gelände fahren.
Wartezeiten gab es über den Tag hinweg keine, was doch etwas verwundert. Besser kann es schließlich kaum werden. Vermutlich türmen sich die Leute aber wie üblich am Feldberg, Belchen und in anderen bekannteren Skigebieten. Einen schönen Blick auf den Feldberg hat man von hier jedenfalls.
Andere Form sich fortzubewegen:
Nun zum eigentlichen Highlight des Tages: Die Kaltwasserabfahrt. Es ist mein erstes mal und ich habe den Einstiegspunkt komplett übersehen und bin etwas weiter unten los. Konnte zwar anfangs schön fahren, musste dann aber einen Winterwanderweg für mehrere 100 m nutzen. Zum Glück ging es nicht bergauf...
Egal wo man anfängt, man trifft dann auf die Straße bzw. den Abzweig nach Münstertal und muss einen Waldweg durch das eigentliche Kaltwasser hinunter in Richtung Eduardshöhe nehmen. Der Einstieg war hinter einer Schneewand versteckt, dann folgte aber ein schöner und recht steiler Waldweg. Einziges Hindernis stellte ein umgefallener Baum dar.
Kommt man aus dem Wald öffnet sich die Landschaft und man hat einen schönen Blick auf Freiburg.
Darauf folgt der anstrengende Teil, nämlich der Weg bis zum nächsten Abfahrtshang. Es geht leicht bergauf, was aber noch mit normalen Ski zu bewältigen ist. Tourenski mit entsprechenden Bindungen sind natürlich von Vorteil. Alternative kann man an der Straße entlangrutschen, was aber nicht so schön ist. Hat man das hinter sich...
...kann man zum Buckhof abfahren....
...und für ein Mittagessen einkehren. Mein Hunger hielt sich allerdings in Grenzen
Gestärkt folgt man einem horizontalen Stück neben der Straße, überquert diese und fährt durch den Garten des nächsten Hofes. Bis zum Mittagessen sah es so aus, als ob ich der erste Skifahrer des Tages auf der Route bin. Nach dem Essen waren dann vereinzelt weitere Skifahrer unterwegs.
Man fährt einen weiteren schönen Hang hinunter zur nächsten Straße und überquert sie.
Ab jetzt geht es flach aber ohne schieben weiter zur Talstation der Schauinslandbahn. Hier war nicht mehr viel Schnee, es reichte aber um ohne Bodenkontakt durchzukommen.
Mit der Schauinslandbahn fährt man wieder nach oben. Hatten die früher nicht Skiköcher an den Gondeln? Ohne etwas Wartezeit ging es nicht, da zu viel schweres Gerät (Kinderwagen, Schlitten etc.) nach oben transportiert werden musste.
Blick auf die Schlussstrecke und den letzten Hang.
Bergstation in Sicht!
Talblick
Zurück zum Rotlache-Lift kann man eine der Varianten nehmen. Hier kam vereinzelt auch etwas Gemüse heraus. Auf den präparierten Pisten ließ es sich aber immer noch Top fahren.
Schnitt zu ungefähr 5 Stunden später (~20:30) in Hinterzarten. Man wirbt damit, dass größte Flutlichtgebiet im Schwarzwald zu sein. Zugegeben, da sonst außer am Kandel immer nur kurze Einzellifte Flutlicht anbieten, ist das nicht schwer. Der Parkplatz war entsprechend voll. Die Beiden Kurzbügler Georg-Thoma-Lift und Familienlift beginnen direkt am Parkplatz.
Am schönsten ist natürlich der steilere und längere Windeckkopflift mit seinen zwei roten Abfahrten durch den Wald. Einige Minuten Wartezeit ließen sich nicht vermeiden.
Leider machte der Lift aus irgendeinem Grund kurz nach 21 Uhr schlapp. Die ersten 15 min wusste der Angestellte im Häuschen auch nicht weiter. Dann hieß es, dass er wohl nicht so schnell wieder fährt. Inzwischen hatten sich gefühlte 70% aller Skigäste am Lift aufgestaut und mussten wieder zurück. Das heißt zu Fuß einen doch recht steilen Hang hinauf. Vielen war das zu blöd und sie sich gleich unten herum in Richtung Dorf oder zum Parkplatz. Aus meinen 90 min Skifahren wurden dadurch gerade 60...
Der Liftschluss wurde kurz danach als Ausgleich auf 22:30 verlängert und gegen 22 Uhr lief der Windeckkopflift wieder. Also sofort rüber und bis zum Ende ganz ohne Wartezeit dort gefahren.
Bis auf die technischen Probleme in Hinterzwarten war das ein perfekter Skitag, wie er wohl so schnell nicht wieder vorkommen wird. Meine Beine und Arme (vom Schieben) hab ich gut gemerkt, aber es blieb aber nur eine kurze Nacht zum Ausruhen, da für den Sonntag noch ein Tagestrip zur Klewenalp eingeplant war.