Anfahrt: Ettlingen - A5 - Freiburg - Notschreipass - Todtnau - Schönau - Fröhnd 1:50 h wegen schneebedeckter Straßen
Wetter: Bedeckt, leichter Schneefall, nachmittags teils gefrierender Nebel
Schnee: 30-40 cm Pulverschnee, leider unsensibel präpariert, dadurch Steine und Dreck in der Piste.
Anlagen in Betrieb: Hornlift, 1000 m Länge, 310 Höhenmeter - es gibt nur den einen
Wartezeit: keine
Pisten: Beide Pisten und Waldabfahrt (Forststraße) geöffnet, Freeride-Powdern möglich
Gefallen: Alpine Abfahrten im Schwarzwald, kein Andrang
Nicht gefallen: Auch wenn es nur 30-40 cm Pulverschnee ohne Untergrund waren - das kann man besser präparieren
Wie so oft in den Weihnachtsferien begab sich Familie Harzwinter für einen Tagesausflug in den Südschwarzwald, diesmal allerdings unter anderen Bedingungen als in den Vorjahren. Während Ende Dezember 2013 und 2012 weniger Schnee lag, aber das Wetter schön war, gab es in den letzten Dezembertagen 2014 einen Wintereinbruch, aber keinen Sonnenstrahl. Damit konnte man statt etablierter Standardziele (Muggenbrunn, Todtnauberg, Menzenschwand - der Feldberg ist zu Ferienzeiten zu meiden) mal wieder ein tiefer gelegenes Südschwarzwald-Skigebiet ansteuern. Wieden vermeldete am Vorabend nur einen geöffneten Lift, Aftersteg und Todtmoos blieben geschlossen. Da bot sich der Hornlift Fröhnd oberhalb von Schönau im Wiesental mit seiner Höhenlage zwischen 700 und 1000 Metern an, der laut Homepage erst am Vortag aufgemacht hatte. Sollte noch ausreichend Zeit verbleiben, bot sich als Ergänzung Rodeln am Todtnauer Hasenhorn an.
Trotz frühen Aufstehens kamen wir erst um 9 Uhr in Ettlingen weg; irgendwie waren wir arg langsam. Die A5 war bis Appenweier mit Schneematsch und Schnee bedeckt, was die Reisegeschwindigkeit etwas beeinträchtigte (auf der schneebedeckten linken, leeren von drei Spuren mag ich zwar nicht Vollgas geben, aber ich nutze sie konsequent
Trotz gut gefüllten Parkplatzes war der Andrang sehr überschaubar. Die Fahrt mit dem 1000 m langen Heuss-Schlepplift aus den 1960er Jahren tat gut, wenn man zuvor die kurzen Schlepper an der Schwarzwaldhochstraße gefahren ist. Der Hornlift Fröhnd bietet zwei alpine Abfahrten von 1 und 1,5 km Länge (angeblich manchmal auch mehr Abfahrten) und eine Forststraßen-Waldabfahrt. Anders als bei meinem Erstbesuch 2008 waren die beiden Pisten diesmal arg lieblos präpariert worden. Besonders die Hauptabfahrt entlang des Lifts war immer wieder mit Dreck und Steinen garniert, der Zustand der Außenrum-Abfahrt war etwas besser. Beide Abfahrten waren schon um 11 Uhr ziemlich zerfahren. Die Familie nahm Lift und Skihänge trotz des Zustands und des mäßigen Wetters gut an, der Skitag war gerettet. Aussicht gab es wetterbedingt leider keine. Nach der Einkehr zu Wurst und Cola im überfüllten Liftstüble begann das Wetter mit gefrierendem Nebel zu nerven, weshalb wir es nach viereinhalb Stunden am Hang mit dem Skifahren bewenden ließen und noch für eine halbe Stunde Rodeln zum Notschrei fuhren, bevor der wintersportliche Teil dort im Gasthaus mit heißem Kakao ausklang.
24 Fotos vom Tag am Hornlift Fröhnd:
Vorfreude.
Kasse und Talstation.
Lift und Skihang unterer Teil. Für den ersten Flutlichtabend der Saison wurde die Lichtanlage vormittags getestet.
Bergfahrt im Schneefall.
Direktabfahrt unterer Teil.
Rechts vom Skihang gibt's einige Freeridemöglichkeiten. Flutlichtbetrieb an Neujahr könnte noch klappen, aber für den Folgedienstag sehe ich aufgrund der Wetterprognosen schwarz.
Umlenkung in der Talstation, im Gegensatz zu früher inzwischen gepflegt.
Talstationskomplex im Schneefall.
Lifttrasse. Pistenmarkierungen gibt's keine - fürs Fahren im Nebel wären sie nützlich.
Portalstützenparade. In der vorletzten wird das Seil bergwärts merkwürdigerweise nicht über eine Rolle geführt.
Direktabfahrt am Lift mit dem Fröhnder Weiler Hof.
Lifttrasse und Skihang.
Impression an der Direktabfahrt.
Die Direktabfahrt quert den Lift zweimal.
Neben der Lifttrasse konnte man noch powdern, wenn auch schon ziemlich zerfahren.
Nebenfahrt, eine wunderbare, alpin-rote Piste mit Blick auf Südschwarzwälder Weidehänge.
Nebenabfahrt im Schneefall.
Die Nebenabfahrt führt flach, aber abwechslungsreich zur Liftstation zurück.
Auslauf.
Direktabfahrt am Lift nachmittags. Wolkenbildung führte zu nervigem gefrierendem Nebel und ständigem Enteisen der Skibrille.
Knapp unterhalb der Bergstation kann man diese Forststraße als Waldabfahrt nutzen.
Waldabfahrt.
Schlussimpression von der Waldabfahrt.