Aber ich fange mal von vorne an. Obersaxen ist für mich mit vielen Erinnerungen verbunden, von 2002 bis 2008 war ich jährlich dort (immerhin 7 von damals 13 Jahren meiner Kindheit) . Da ich aktuell eh in der Nähe wohne (naja, 1:30 Anfahrt ist nicht grad um die Ecke, aber besser als knappe 5 Stunden
Kurz noch was zum Gebiet, trotz 120 Pistenkilometer ist es nicht unbedingt bekannt. Hat wohl zwei Gründe, einerseits stand das Gebiet bis Mitte der 2000er nicht in diversen Skiatlanten, andererseits sind die meisten Lifte schon lange nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik.
So jetzt geht’s aber los. Da ich natürlich den ganzen Tag nutzen wollte war ich schon um 8 da (Lifte machen offiziell erst um 9 auf). Aber siehe da, der 3er Sessel nach Coulm Sura lief schon, etwas zu voreilig zog ich schon die Skischuhe an, um dann feststellen zu müssen, dass jetzt erst das Personal hochgebracht wird und ich noch eine knappe Stunde warten muss. Immerhin, ich konnte direkt vor dem Lift parken
Der gute alte 3er Sessel von Valata nach Coulm Sura.
In der Stunde Wartezeit entdeckte ich an der Kasse auch einen ganz tollen Pistenplan. Soll wohl die aktuell geöffneten Lifte und Pisten darstellen. Hab ich so auch noch nicht gesehen, passt aber auf jeden Fall zum Rest von Gebiet
Nachdem der Lift dann endlich aufmachte ging es direkt hoch auf den Mundaun. Die schwarze 21 war zwar weder offiziell geöffnet noch gesteckt, aber präpariert, wenn auch nur auf halber Breite. Hier fehlt noch ordentlich Schnee. Trotzdem war sie ganz gut zu fahren, sehr uneben, aber hier brauchts nunmal mehr als 30cm Schnee um eine glatte Piste hinzulegen. Nächstes Ziel war Sasolas, mMn das schönste Teilgebiet und der Betrieb über 2017 hinaus scheint ja endlich gesichert zu sein.
Da die Direktabfahrt vom Piz Mundaun leider noch geschlossen ist, musste ich den Weg via Plitchès Schlepper nehmen.
Kurze Frage meinerseits: Früher gab es ja mal eine Route/Schwarze Piste vom Mundaun über Bündnerrigi nach Sasolas. Ist das, zumindest Teilweise, die gleiche Piste wie jetzt die 34? Eine kurze Zeit lang (Mitte der 2000er) gab es ja mal gar keine direkte Abfahrt.
Blick vom Plitchès-SL auf den Piz Mundaun.
Piste Nr. 31 vom Plitchès Richtung Sasolas
Blick in die andere Richtung. Ein Traum
Da ist der Traum schon wieder vorbei
Anschließend bin ich noch die rote 33 links des Schleppers gefahren, eine der vielen nicht kupierten Pisten hier, macht einfach Spaß und ist nicht ganz so einfach. Den Schlepper musste ich dann natürlich auch nochmal fahren. Danach ging‘s wieder auf den Mundaun um dann die Talabfahrt Richtung Valata zu nehmen – keine Bilder davon. Anschließend wollte ich Richtung Stein, also wieder hoch auf den Mundaun und runter zum Gischniga Schlepper, mit knapp 2km wohl einer der längsten der Alpen.
Der Schlepper. Hier musste ich sogar kurz anstehen, war aber nicht der Rede wert. Ich will nicht wissen was an dem Tag im Montafon los fahr
Nach der langen Schlepperfahrt ging es via Piste 4 und 8 runter zum Misanenga – Untermatt SL. Die 8 war eine der schönsten Pisten heute (wobei das nicht heißt, dass heute irgendeine Piste schlecht war)
Von Untermatt aus fuhr ich Richtung Meierhof .Viel mehr bleib ja auch nicht übrg, wollte ich den Gischniga – Stein Schlepper nicht nochmal fahren.
4-KSB Meierhof – Kartitscha auf Höhe der ehemaligen Mittelstation (die kenne ich sogar noch in Betrieb, ist mir im Kopf geblieben, weil ich dort mal einen Stock unfreiwillig kaltverformt hab
Danach bin ich insgesamt 4 mal den 3er CLF Kartitscha – Stein gefahren (knappe Stunde Liftfahren für nicht mal 15 Minuten auf der Piste
Blick über den Wali – Stein Lift mit den Pisten Nr. 10 und 11 rechts davon.
Danach ging’s zum Sezner, dort einmal alle Pisten abfahren (4 an der Zahl). Dank einer der wenigen Kuppelbaren Anlagen auch nicht ganz so zeitaufwändig, wie beim Stein
Blick aus der Sezner KSB auf die Carving Autobahn.
Um kurz vor zwei gab’s dann endlich was zu essen.
Bündner Gerstensuppe, schmeckt immer wieder gut. Was ich auch toll fand, war das Bier in einer 0,58l Flasche. Da reicht ein Bier zum Essen. Bier 6 und Suppe waren glaub ich 9 Franken. Ist in Ordnung und auch in Österreich nicht unbedingt billiger.
Die Waschrüt. Der Anbau ist ein echter Gewinn gewesen. In meinem ersten Jahren in Obersaxen gab es den noch nicht. Bei den sehr beengten Verhältnissen im „Haupthaus“ war es immer sehr schwer einen Platz im Inneren zu finden.
Da die Piste vom Sezner nach Vella leider noch geschlossen ist, musste ich via Stein dorthin fahren. Die Piste war in überraschend gutem Zustand für einen Südhang. Allerdings war die andere Piste vom Hitzeggen nach Triel sehr ausgeapert, somit bleib es bei einer Fahrt mit den beiden Bahnen.
Blick von der Vella – Triel Bahn auf die Talabfahrt, dort gab es keine aperen Stellen, was mich doch ziemlich verwundert hat.
Das Bergrestaurant Triel. Architektonisch ja ganz nett, will aber einfach nicht in so ein verschlafenes, eher gemütliches Gebiet passen.
Vom Hitzeggen ging es dann wieder Richtung Coulm Sura, leider hatte ich nicht dran gedacht die rote 43 zu fahren, die zwar genau wie die schwarze am Mundaun noch nicht geöffnet, aber ebenfalls schon präpariert war.
Vorbei an der Meinrad Hütte. Hier gab es früher die Möglichkeit (genau wie bei der Waschrüt), Abends Käsefoundue zu essen und dann, ganz legal, nach Pistenschluss mit Fackeln in der Hand abzufahren. Als Kind immer ein absolutes Highlight. Außerdem eine echt urige Hütte.
Ex-SL Tegia Dado. Der lief in meinen ersten Jahren hier noch. Ist auf jeden Fall ein Verlust für das Gebiet gewesen, sowohl als Lift für Wiederholungsfahrten, als auch für Skischulen, für die das eine Abwechslung zum Plitchès Schlepper war.
Da noch etwas Zeit übrig war ging es, nach kurzer Fahrt auf den Mundaun, nochmal nach Sasolas, die heute Morgen liegengelassene Piste 32 fahren.
Nochmal der Sasolas SL.
Zwei Mal musste ich den am Nachmittag also noch fahren. Vier Mal insgesamt… reicht für einen Tag. Also die verbliebenen 20 Minuten noch für ein paar Abfahrten am Mundaun nutzen.
Blick von der 6-KSB Mundaun auf den Mundaun
Blick in die andere Richtung mit Coulm Sura und Montania Bar. Die Bar kannte ich auch noch nicht. Ist ganz nett, hier gab’s zum Abschluss noch nen Glühwein. Die Bar ist nur leider genauso schlecht zu erreichen wie das Restaurant. Entweder man hat genug Schwung oder muss schieben.
Blick von der KSB Richtung Plitchès SL. Der Standart Lift für die Skischulen. Samstags gibt’s die ja Gott sei Dank nicht.
Nochmal ein Blick über den Mundaun mit Lift, diesmal von der Montania Bar aus. Anschließend ging’s ins Tal
Blick auf das letzte Stück der Talabfahrt, welche auch am Ende des Tages noch in überraschend gutem Zustand war.
GPS-Track
SkiTrack von Samstag. Für ein Gebiet mit so vielen alten Liften glaube ich ganz ordentlich.
Alles in allem ein geiler Tag. Pisten den ganzen Tag über in gutem bis sehr gutem Zustand, lediglich in Vella/Triel (also auf der Südseite) war es etwas sulzig. Buckel gab es nirgends. Andrang hielt sich auch in Grenzen, lediglich kurze Wartezeiten am CLF Kartitscha, SL Gischniga und KSB Sezner.