Anfahrt: Prevalje - (bereits zum 5. Mal hintereinender kein Beamter am Grablach der den freien Reiseverkehr innerhalb der EU hätte behindern wollen
Talabfahrt: es wurde bereits einiges an Maschinenschnee produziert (gestern wurde in der Nacht wohl auch beschneit, bis wir ankamen wurde die Beschneiung aber bereits eingestellt), der erste Hang von Gmanberg zu den Hotels wurde bereits angeschoben, im Mittelteil und im Zielhang fehlt da noch einiges. Aber falls es nun ein paar Nächte mit Inversion gibt und diese mindestens 200 HM hinaufreicht, könnte es sich evtl. sogar ausgehen
Standardblick von der Madritschen nach Norden:
Ein paar Raupenspuren konnte man auch vorfinden
Begonnen haben wir am sonnseitigen (= östichen) Trögl. Den ganzen Tag lang war ein interessantes Wetterphänomen zu beobachten: von Italien her schob sich Nebel über die Passhöhe, und auf der kärntner Seite zerfiel er nach 1 - 2 km. Die Madritschen war etwa bis zur Hälfte im Nebel, Trögl nur auf den untersten 100 HM, die anderen Lifte voll in der Sonne. Und während es auf der Madritschen milde +6 Grad gab, hatte es im Nebel leichten Frost!
Direkte Piste am Trögl; die zwei Haufen Schnee reichen noch nicht auf um sie zu öffnen:
Unter den Nebel (die Sicht blieb aber OK):
... und wieder hinauf in die Sonne:
Die einzige offene Piste am Trögl hat uns sehr gut gefallen: guter Maschinenschnee, gut gewalzt, kein einziger Stein, kaum Eisplatten und Knollen. Kein Vergleich mit der Petzen am Tag zuvor:
Die Mössernbahn hat bekanntlich auf diese Saison blaue Bubbles und neue Polsterung bekommen. Gut wegen den Bubbles, schade für die kultigen multicolur - Polster. Wenigstens wurden aber die Bügel mit den vollwertigen Fussrasten beibehalten:
Die linke (talwärts gesehen) Piste war ebenfalls ein Traum, sehr guter Schnee, unten lagen zwar 2 oder 3 Steinchen herum, sonst aber volle Breite, kein Eis, ab und zu ein paar kleine Knollen. Es geht also auch mit Lanzen:
Gegen 11 konnte ich es nicht mehr aushalten und wir mussten die neue Schönheit testen. Es ist eine nette Bahn geworden, Sitzheizung war gestern abgeschaltet und Bubbles brauchte auch keiner. Die Krüppelfussrasten sind auch nicht ganz so nervig wie ich befürchtet habe. Nur dieser Graben da unter der Bahn, ob wir jemals erfahren werden wer da den Bock geschossen hat?
Schöne neue Bahn, neue Piste und gelbe Turmkanonen ... like
Links unterhalb des Seils ist die alte Schlepplift - Trasse zu sehen. Einen Teil der alten Piste kann man über einen Ziehweg erreichen (zu sehen oberhalb der Sessel), der oberste Teil ist ohne Naturschnee unerreichbar (angeblich 'freier Skiraum'). Aber die neue Piste ist auch sympatischer, sonniger und breiter:
Die Bergstation liegt bekanntlich ein paar Meter unter dem Grenzkamm und sehr windgeschützt, gestern bei recht lebhaftem Südwind war es dort windstill. Allerdings lagen um die Bergstation ein paar kleinere Steinchen, da sollte man im kommenden Sommer noch an der Hangsicherung weiterarbeiten:
Die Piste war zwar stärker zerfahren als die restlichen am Nassfeld um die selbe Zeit (Neuigkeiten ziehen bekanntlich Leute an), aber in voller Breite beschneit, ohne Steine und mit insgesamt sehr gutem Schnee. Übrigens sieht es stark danach aus, dass im kommenden Jahr noch ein paar Erdarbeiten gemacht werden, im mittleren Teil sind noch Erdhaufen und grosse Feslbrocken am Pistenrand zu sehen (habe ich vergessen zu fotografieren):
Für dieses Foto ins italienische Nebelmeer war es wert die Madritschen auch einmal zu fahren ... :
... weil ein zweites mal gab es hier nicht: die Beschneiung ist auf der Madritschen einfach nicht mehr zeitgemäss, zu wenige und zu alte Kanonen = schmale Piste mit Eisplatten und etwas Gemüse dazwischen (richtige Steine habe ich allerdings nicht gesehen). Da ich gerade vorher auf der anderen Seite des Berges auf zwei tollen Pisten mit perfektem Schnee aus modernen Kanonen gefahren bin, konnte ich den Unterschied erst recht bemerken. Dazu lag die Piste noch tlw. im Nebel:
Zwischen Mittag und eins sind wir auf der Sonnleitn gefahren, weil nur um die Zeit diese Nordpiste in der Sonne liegt. Zustand: der obere Steilhang (bis zur 2. Zwischenstation des Millenium - Express) sowie das folgende Flachstück gut, tlw. etwas knollig, der letzte Hang zur Talstation ein wenig mit Brechstange geöffnet: schmal, eisig, an beiden Rändern auch Gemüse und Erdklumpen, steinig ist die Wiese dort zum Glück nicht:
Nordzoom, für eine Kompaktkamera IMO ganz gut geworden. Rechts sollte die Hochalmspitze und links der Ankogel sein:
Zweite Mittelstation auf der Tressdorfer Alm und Nebel der weiterhin von Süden her übers Nassfeld zieht:
Sieht von oben sehr schön aus ... :
... aber wenn man drinnnen steckt ist es nicht mehr ganz so toll. Dazu stieg die Nebelobergrenze im Laufe des Tages noch um mindestens 150 HM:
Interessanterweise war die Gartnerkofel - Seite frei, also nichts wie hinauf:
Neue bzw. wieder gewachsenen Hotelsiedlung neben der Bahn, so langsam reichts mir hier mit der Bebauung:
Die 1 ist noch ... etwas schneearm
... und die kurze rote unter der 4SB FIS auch. Generell habe ich (wieder) feststellen können, dass die Beschneiung auf der ganzen Gartnekofel - Seite wesentlich schwächer ist wie auf der gegenüberliegenden Seite: weniger Kanonen, ältere Modelle, weniger Wasser = weniger Angebot und schmalere Pisten. M. E. ist hier Handlungsbedarf, neue Lifte können ruhig noch ein paar Jahre warten:
Piste an der Garnitzen 1: oben sonnig, firnig, gut:
Unten dann schmal, schattig, eisig - abgefahren (die ist unten dank Querneigung eh immer abgefahren), einmal war genug:
Nochmals die 4SB FIS, die ist als einzige der Sesselbahnen am Nassfeld noch im Sommerschlaf (logisch, da auf ihren beiden Pisten nicht einmal mit der Beschneiung begonnen wurde):
Zum Abschluss dann noch ein paar Fahrten am Gartnerkofel, nicht perfekt, aber OK. Oben firnig mit ein paar braunen Stellen, unten raus dann tlw. eisig.
Damit wir das SCHL - Fahren nicht vergessen
Fazit: den Umständen entsprechend wurde es ein guter Skitag (und ein paar schöne Fotos), immerhin gibt es genug Angebot dass es nicht langweilig wird und ein paar Pisten sind wirklich in Topzustand (Trögl, Mössern, Rudnigsattel), die restlichen 'as expected', immerhin nicht steinig. Kann gut sein dass wir an einem der kommenden WE wieder kommen. Mittelfristig sollte man aber (wieder) in Beschneiung auf den Pisten der 1. Priorität investieren, meine Kandidaten wären da die Garnitzen - Abfahrt, die Sonnleiten und mindestens 1 Piste an der Gartnerkofelbahn, jede von denen sollte man mit je 20 - 30 modernsten (Turm)kanonen bestücken damit man sie in 50 Stunden in voller Breite beschneien kann. Einfach nach dem Vorbild Mössern und Rudnigbahn. Die Schneeanlage am Nassfeld war nach den Masstäben der späten 90er topmodern, nun ist sie aber (mit Ausnahme der vorher genannten Pisten) nicht mehr. Auf den Pisten der 2. Priorität können sie meinetwegen weiterhin die alten Lenkos und Arecos rauf- und runterschleppen
EDIT: die Pisten an den noch geschlossenen EUBs Trogkofel und Gartnerkofel wurden auch schon massiv beschneit, sie machen den Eindruck als da nicht mehr fehlt (evtl. ist bereits genug Schnee produziert worden, nur wollte man noch nicht walzen da man keinen grossen Andrang erwartete?). Der Ziehweg am Beginn der Talabfahrt ist hingegen noch aper, es wurde da noch nichts beschneit (der restliche Verlauf der Talabfahrt bis zur Mittelstation ist ja nicht einsehbar). Falls jetzt wirklich ein paar Tage mit starker Inversion kommen, könnte ich es mir vorstellen dass der unterste Abschnitt der Talabfahrt von Gmanberg ins Tal früher offen ist als vom Zweikofel bis Gmanberg
Am Zweikofel sieht es bereits schön weiss aus ... :
... dito am Gartnerkofel mit riesigen Beschneiungshaufen: