
Dass ich an diesem Wochenende am Samstag keine Zeit zum Schifahren hatte, war auf Grund meines Dienstplans klar. Dass dann auch tagsüber am Sonntag nichts möglich war, war dem Umstand geschuldet, dass eines unserer Haustiere (Kaninchen) erkrankte, und dringend zum Nottierarzt musste. Also blieben nur die drei Stunden Nachtschifahren über, die ich am Semmering verbrachte.
Wetter: Bei Temperaturen zwischen +6 und +9°C war es bewölkt. Zeitweise regnete es, zeitweise war Wind spürbar. Manchmal war es im Bergstationsbereich leicht neblig, dank Flutlicht war aber immer perfekte Bodensicht.
Lift- und Pistenstatus: Mit Ausnahme der Piste Südhang und der Verbindungspiste Kogel-Panorama war das gesamte Nachtangebot geöffnet. Wartezeiten gab es keine, es waren kaum Schifahrer unterwegs. Meist hatte ich das Gefühl in meinem eigenen privaten Schigebiet unterwegs zu sein.
Pistenzustand: Die Pisten waren weich und man konnte ohne Kanteneinsatz über die „Teppiche“ schmieren. Jene Schifahrer, die im Carving-Stil unterwegs waren, hinterließen tiefe Furchen. Wegen des geringen Besucherandrangs waren auf den Hängen auch noch zum Betriebsschluss stellenweise frische Raupenspuren zu sehen. Es kam auch zu keiner Hügelbildung. Mit einem Wort: Ausgezeichnet.
Kommen wir nun zu den Bildern. Noch bevor ich die Liftkarte kaufe, blicke ich auf die Panoramapiste.

An der Kassa war ich von der neuen Preispolitik am Hirschenkogel positiv überrascht. Eine Abendkarte kostet nur 17,- Euro. (Wenn nächstes Wochenende die Hauptsaison vorbei ist, wird es noch billiger)
Bergfahrt mit der 8EUB Magic Mountain Express. Blick zur Talstation.

Die Bergstation dieser Kabinenbahn.

Gleich daneben ist die Bergstation der 4SB Blauer Blitz.

Bergfahrt mit der 4SB.

Dass ich zu Beginn des Berichtes keine frische Piste zeige, hat zwei Gründe.
1.) Ich habe (abgesehen vom ersten Blick zur Piste) meinen Fotoapparat erst nach 45 Betriebsminuten ausgepackt, als der Regen aufhörte.
2.) Ich zeige die Bilder hier nicht chronologisch. Ich habe zuerst die beiden geöffneten Liftanlagen vorgestellt. Nun zeige ich die vier geöffneten Pisten her.
Beginnen wir mit der Weltcuppiste Panorama, wo im Zwei-Jahres-Intervall Slalom und Riesenslalom der Damen gefahren werden.



Blick aus der Kabinenbahn auf den Zielhang der Panoramaabfahrt.

Weiter geht es mit dem Westhang.


Es folgt die Kogelabfahrt.




Zuletzt noch einige Bilder von der Familienabfahrt.






Fazit: Obwohl der Besuch des Hirschenkogels nur eine Notlösung war, hatte ich einen extrem guten Schiabend. Billig, gute steinfreie Pisten, menschenleer. Dank meiner guten Schikleidung blieb ich auch trotz Regens trocken. Eigentlich müsste ich meinem Kaninchen für die Erkrankung dankbar sein, wer weiß, ob ein Schitag tagsüber auch so gut gewesen wäre.
P.S. Unserem Kaninchen geht es mittlerweile wieder deutlich besser.