Ist leicht zu erklären: Bis 2013 gab es in diesem Gebiet (in dem notabene der zweite Skilift der Schweiz stand) eine unglaubliche Artenvielfalt von Kurven-, Bügel-, Teller- undsoweiter-Liften aller Art. Es gab den steilen Skilift durch den Wald, Städeli-Kurzbügler, eine antike WSO-Sesselbahn, ja gar einen Poma-Stangenschepper.
Danach... kam die Kombibahn von zuunterst bis zuoberst - und vieles für Liftfreunde Interessante fiel weg: Die WSO-Sesselbahn, der Poma-Lift, der steile Küpfer-Kurenschlepper auf den Vorgipfel. (Der Stangenschlepper steht interessanterweise noch - ohne Seil.)
Darum sei erinnert an:
- Den ausführlichen Bericht von Felix, der auch auf die wahnsinnige Geschichte eingeht (z.B. Gurtenskilift-Ära 1935-1972)
- Meinen Blogbeitrag mit Video und Bericht von 2013
- Bericht von Harzwinter 2013
Für letzten Dienstag war im Westen länger schönes Wetter angesagt - von Osten her kam eine Schneefront herangepirscht, und aus Bern ist La Berra nicht mal eine Stunde weit weg per Auto. Also fand ich: Schauen wir uns doch diese Bartholet-Kombibahn einmal an und geniessen halt einfach die Pisten statt die Lifte. Und das war nicht mal schlecht! Das Wetter blieb länger OK als geahnt, blind wurde es erst um 15 Uhr. Die 37 Franken für die Tageskarte (passt auf Swisspass) sind in Ordnung. Die Pisten waren anfangs etwas gar hart, ab 11 Uhr aber schön griffig (Sulz/nass, wenig Pulver), und alle offen.
Ausser der Kombibahn aus Flums ("Télémixte" heisst die schöne französische Bezeichnung) liefen nur der Anfängerlift bei der Talstation und der WSO-Kurzbügler Allières (neu leider keine WSO-SL7-Gehänge mehr, sondern DM). Der Baco-Skilift Gormanda (Beginn ganz unten, samt Kurve) bis in den Wald steht noch; zwei Stützen hat BMF mit denjenigen der Télémixte zusammengelegt. Der SL Joux d'Allière aus Oetwil am See wurde inzwischen mit Röhrs-Gehängen (Teller, statt WSO mit Tellern) ausgerüstet bzw. am Dienstag soeben wieder von denselben befreit.
Die Waldschneise der Kombibahn ist markant und von weitherum sichtbar. Die Bahn selbst ist beste BMF-Kunst, da gibt's nichts auszusetzen (ausser dass sie am Dienstag mit kaum halber Kraft fuhr und die Fahrt so zur Geduldsprobe wurde - das Tempo erinnerte an die fixgeklemmte WSO-SB von früher... und die Fussstützen der BMF-Sessel sind mühsam: zu kurz, zu rutschig, Kindersicherungs-Stab unbequem - da muss sich Bartholet dringend etwas einfallen lassen).
Angesichts der mässigen Usability der 4er-Sessel sowie der Kälte nahm ich sehr gerne die 8er-Kabinen (es fahren derzeit drei Sessel hintereinander, dann kommt eine Kabine). Bei der Talstation hat's einen neuen grossen Parkplatz (neu kostenpflichtig, 5 CHF für >3h), das Service-/ Mehrzweckgebäude ist noch im Bau. Leute hatte es nur wenig, man hatte stets eine ganze Gondel für sich.
Auf der Heimfahrt deckte ich mich wie immer, wenn ich in der Gegend bin, mit Double Crème, Meringues, Gruyère salé und Fondue moitié-moitié ein. Mampf!
Alle Bilder am Ende dieses Albums und auf Seite 2 des Albums, hier das Best Of: