Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

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Fab
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Fab »

Neusser Gletscher hat geschrieben:Das habe ich jetzt leider immer noch nicht verstanden.
Ach Godderle - hab mich halt verschrieben. Grün-Rot wär richtig gewesen. So schwer war das nicht zu verstehen.
von Florian86 » 20.12.2016 - 13:52
........Als Gegenbeispiel dazu, dass es eher "links orientierten" Ländern immer schlechter geht, ließe sich z.B. Dänemark nennen. Die Steuern sind dort deutlich höher als in Deutschland, aber auch die Löhne, die staatlichen Leistungen (und das Glück in der Bevölkerung).
Bin nicht sicher ob man D mit 82 Mio Einwohnern mit Kleinstaaten wie Dänemark (5,nochwas Mio) vergleichen kann.
Zudem hat Dänemark, anders als in D, ein rein steuerfinanziertes Sozial- u. Rentensystem. Bei staatl. Leistungen wie z. B. ALG ist das nicht so eindeutig.
Dänemark hat ein degressives System - ca. 90% vom letzen Netto anfangs der Arbeitslosigkeit, aber rasch absteigend einhergehend mit einem strengen Regime!

@Martin D
von Martin_D » 20.12.2016 - 11:09
Fab, deine Schlussfolgerung ist mir doch ein bisschen zu oberflächlich. ...........
Nur weil ich kurz schreibe ist der Inhalt nicht oberflächlich, sondern höchstens extrem komprimiert :D
Die Arbeitsbelastung der Detaulinformation überlasse ich dem Leser ;D
In unschöner Tradition hatte die grünrote Landesregierung das Schulsystem durcheinendergewirbeldereformiert - mit genannten Ergebnis.
Also nix Fehler vorher.

Wie sagte doch die niedersächsische SPD-Bildungsministerin mal so treffend:"Wenn ein bayrischer Gymnasiast nach Niedersachsen umzieht muss er, um das niedersächsische Niveau zu erreichen, ca. 1 1/2 Jahre im Bett liegen bleiben" :lach:

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Tiob
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Tiob »

NeusserGletscher hat geschrieben: Zu Spitzensportlern: Es gibt immer mehrere Blickwinkel zu einem Sachverhalt. Der Spitzensportler sagt sich, warum soll ich an den Staat Millionen an Steuern zahlen, wenn ich in Monaco oder am Genfer See mit ein paar Hundertausend Franken oder Euro davon komme. Nun, weil den hohen Steuerforderung weitaus höhere Einkünfte gegenüber stehen. Und weil diese hohen Einnahmen nicht in Monaco und auch nicht am Genfer See erwirtschaftet werden. Sondern weil man dafür schon einen Werbemarkt wie Deutschland braucht. Mit all seinen Konsumenten, Zuschauern und Werbeempfängern. Den Menschen, die für ein relativ kleines Gehalt die Sendemasten bauen, die Sendestudios betreiben, die Sportereignisse übertragen, mit deren Hilfe der Spitzensportler überhaut erst seine Popularität erlangt. Menschen, die Tennisschläger- und Bälle produzieren, die Stadien und Rennstrecken bauen und unterhalten. Und die einen auch wieder bei Dr. Müller Wohlfahrt zusammenflicken, wenn es mal wieder im Knie zwackt.
Woher kommt nur diese Hass auf reiche Personen?
NeusserGletscher hat geschrieben: Der Blickwinkel der Mittelschicht ist in den letzten Jahrzehnten völlig aus dem Sichtfeld geraten. Die oberen 1% haben sich aus der Finanzierung des Staates weitgehend auch mit Hilfe der Politik verabschiedet, die unteren Schichten werden mit Subventionen und Transferleistungen davon abgehalten, auf die Straße zu gehen. Und wer zahlt die Zeche? Die Mitte. Wenn selbst ein Guido Westerwelle 2010 feststellt, dass die Mitte in Deutschland schrumpft, dann wird da wohl was dran sei. Westerwelle war übrigens nicht bei der SPD.
Jetzt wird hier wieder mit irgendwelchen Staistiken um sichgeworfen. Aber: Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast! Man kann die Daten so oder so lesen. Manchen Instituten geht es auch nur um Aufmerksamkeit um Gelder zu bekommen. Diese Aufmerksamkeit bekommt man halt eben eher wenn man reißerische Thesen veröffentlicht. Gerade in den Gesellschaftswissenschaften kann man viel verdrehen.
Ich kann keine breite Verarmung in der Gesellschaft feststellen. Das Gegenteil ist der Fall: Uns geht es verdammt gut!
--> https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... denkt.html
NeusserGletscher hat geschrieben:Skifahren ist eh schon eine Randsportart. Die genauen Zahlen habe ich gerade nicht parat. Aber in Europa sind es vielleicht gerade einmal 5% der Bürger und in Deutschland vielleicht 6%, die überhaupt regelmässig Skifahren. Tendenz fallend. Warum? Weil man selbst als Mittelschichtler mit Frau und zwei Kindern sich nicht mal eben zur Ferienzeit noch eine Woche Skiurlaub leisten kann. Weil eine Woche Karibik Pauschalurlaub halt dann doch deutlich günstiger ist. Skifreizeiten finden auch aus finanziellen Gründen immer weniger statt. Daran merkst Du die Spaltung der Gesellschaft. Trotz wirtschaftlichem Boom und obwohl es "Deutschland" so gut wie noch nie geht, können sich viele Bürger einen Urlaub und erst recht einen Skiurlaub nicht mehr leisten. Während wenige Begüterte an mehreren Orten der Welt Chalets besitzen, welche die meiste Zeit im Jahr leer stehen.
Skifahren war schon immer eine teure Angelegenheit. Was heute anders ist als vor 30 Jahren ist der massive Preisverfall den es bei Flugzeugtickets gegeben hat. Damit wurde eine Reise nach Thailand oder auf die Kanaren sehr viel billiger und damit konkurrenzfähig.
Und ja Skifahren ist auch keine Massenphänomen mehr wie es in den 60ern und 70ern war. Aber das ganze hat nichts mit einer um sich greifenden Armut zu tun.
Florian86 hat geschrieben:Als Gegenbeispiel dazu, dass es eher "links orientierten" Ländern immer schlechter geht, ließe sich z.B. Dänemark nennen. Die Steuern sind dort deutlich höher als in Deutschland, aber auch die Löhne, die staatlichen Leistungen (und das Glück in der Bevölkerung). Also die wenn links -> dann Wirtschaft schlecht Schlussfolgerung lässt sich auch nicht immer ziehen.
Mein Vergleich bezog sich auf deutsche Bundesländer. Skandinavien ist nur wenig mit DACH vergleichbar. Da herrscht eine ganz andere Kultur und wie auch richtig gesagt, sind die Länder viel kleiner.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Wurzelsepp »

Ob das nur wegen dem Klimawandel ist??
http://www.blick.ch/news/wirtschaft/sch ... 24371.html


Bzw. der Titel ist Blödsinn, der Inhalt längst nicht so reisserisch, wie es der Titel vermuten lässt... es hat einfach der Pächter gekündigt und ein neuer wird gesucht, ein völlig alltäglicher Prozess in der Gastronomie.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher »

Fab hat geschrieben:Ach Godderle - hab mich halt verschrieben. Grün-Rot wär richtig gewesen. So schwer war das nicht zu verstehen.
OK, ist BW war die SPD zwar zuletzt 1958 an der Regierung beteiligt, aber Du hast Recht: Die SPD ist an allem Schuld. Sogar, wenn es in Zermatt kein schönes Wetter hat. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Tiob hat geschrieben:Woher kommt nur diese Hass auf reiche Personen?
Erstens ist es Verachtung die sich zweitens nicht pauschal gegen Reiche richtet. Es gibt durchaus auch verantwortungsvolle Reiche, die sich ihren Wohlstand hart erarbeitet haben, trotzdem bodenständig geblieben sind und selbstverständlich wie jeder andere auch ihre Steuern zahlen. Meine Verachtung richtet sich gegen die Rosinenpicker, die einerseits hier alle Möglichkeiten nutzen, um Geld zu scheffeln, die lästige Pflicht zur Zahlung von Steuern aber lieber dem gemeinen Pöbel überlassen. Diese Einstellung hat leider in den letzten Jahrzehnten eine immer größere Verbreitung erfahren. Geld verdirbt halt oft den Charakter.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von eMGee »

Ist Google eigentlich so schwer zu bedienen? Du verlinkst doch sonst so gern. In der letzten Legislaturperiode war ein gewisser Nils Schmid stellv. MP in BaWü. Sollte er nicht zwischenzeitlich die Partei gewechselt haben dann ist der von der SPD.
Soviel zum Thema Regierungsbeteiligung 1958...
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Lothar
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Lothar »

@ Neusser Gletscher

Deine Postings hier haben schon was von Klassenkampf, ist auf Dauer etwas ermüdend immer wieder die gleichen Inhalte lesen zu müssen. Manches hat sicherlich einen wahren Kern, die häufig provokante und verallgemeinernde Formulierung im Ich-weiss-aber-alles-besser-Die Linke-Stil muss man dann aber schon mögen.

Aber ob eine Änderung einiger steuerrechtlicher Themen dem schweizer Tourismus wirklich hilft? Ja, vielleicht, aber dazu gehört sicher noch einiges mehr.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher »

Lothar hat geschrieben:Deine Postings hier haben schon was von Klassenkampf, ist auf Dauer etwas ermüdend immer wieder die gleichen Inhalte lesen zu müssen. Manches hat sicherlich einen wahren Kern, die häufig provokante und verallgemeinernde Formulierung im Ich-weiss-aber-alles-besser-Die Linke-Stil muss man dann aber schon mögen.
Warren Buffet hat geschrieben:„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“
SRY, wenn ich Dich mit Fakten belästige ....
eMGee hat geschrieben:In der letzten Legislaturperiode war ein gewisser Nils Schmid stellv. MP in BaWü.
aber wie Du sieht, kann auch ich mich mal irren :mrgreen:

PS: Ich kann Deine Reaktion durchaus verstehen. Früher, als ich noch mehr der CDU zugeneigt war, habe ich mich auch immer über die blöden Linken mit ihren Argumenten geärgert. Ich wollte bestimmte Wahrheiten halt nicht hören und habe genau wie einige hier einfach nur auf Durchzug geschaltet und die üblichen Plattitüden von mir gegeben (wenn man fleißig ist, kann man es zu was bringen, jeder ist seines Glückes Schmied.....). Das wird einem ja auch schon von Kindesbeinen an beigebracht. Dummerweise hat sich dann durch Lebenserfahrung und nicht zuletzt auch durch ein breiteres Informationsspektrum herausgestellt, dass viele der Aussagen, die ich früher per se abgelehnt habe, nur deswegen, weil sie von "Links" kamen oder von "Linken" geäußert wurden, zumindest nicht ganz so unwahrscheinlich sind wie ich dachte. Tja, und wenn man erst mal anfängt, liebgewonnene Glaubenssätze zu hinterfragen, dann kann man seine Meinung auch schon mal ändern.

PPS: der dem zugrundeliegende psychologische Effekt heißt übrigens "Kognitive Dissonanz". Wenn sich Wahrnehmungen und eigene Vorstellungen nicht mehr in Einklang bringen lassen, also Realität auf Weltbild trifft, dann reagieren viele Leute gestresst. Viele machen dann das, was unter dem Punkt "Nichtwahrnehmen, Leugnen oder Abwerten von Informationen" beschrieben wird. Mist, noch so ein Satz im "Ich-weiss-aber-alles-besser-Die Linke-Stil". Mir fällt leider nicht ein, wie ich es besser formulieren könnte. War schon immer eine Schwäche von mir.

PPPS: "Kognitive Dissonanz" erklärt auch auf wunderbare Weise, wieso in Diskussionen manche Leute die wesentlichen Fakten beharrlich ignorieren und sich statt dessen an Nebensächlichkeiten hochziehen.

Edit: PPS und Rechtschreibung
Zuletzt geändert von NeusserGletscher am 21.12.2016 - 08:10, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von noisi »

Tiob hat geschrieben:
NeusserGletscher hat geschrieben: Zu Spitzensportlern: Es gibt immer mehrere Blickwinkel zu einem Sachverhalt. Der Spitzensportler sagt sich, warum soll ich an den Staat Millionen an Steuern zahlen, wenn ich in Monaco oder am Genfer See mit ein paar Hundertausend Franken oder Euro davon komme. Nun, weil den hohen Steuerforderung weitaus höhere Einkünfte gegenüber stehen. Und weil diese hohen Einnahmen nicht in Monaco und auch nicht am Genfer See erwirtschaftet werden. Sondern weil man dafür schon einen Werbemarkt wie Deutschland braucht. Mit all seinen Konsumenten, Zuschauern und Werbeempfängern. Den Menschen, die für ein relativ kleines Gehalt die Sendemasten bauen, die Sendestudios betreiben, die Sportereignisse übertragen, mit deren Hilfe der Spitzensportler überhaut erst seine Popularität erlangt. Menschen, die Tennisschläger- und Bälle produzieren, die Stadien und Rennstrecken bauen und unterhalten. Und die einen auch wieder bei Dr. Müller Wohlfahrt zusammenflicken, wenn es mal wieder im Knie zwackt.
Woher kommt nur diese Hass auf reiche Personen?
Äh welcher Hass? Ich stehe da ganz auf der Seite von "NeusserGletscher" und verstehe irgendwie nicht ganz was du meinst. Steuerflucht ist Steuerflucht.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von oberländer »

Erstens ist es Verachtung die sich zweitens nicht pauschal gegen Reiche richtet. Es gibt durchaus auch verantwortungsvolle Reiche, die sich ihren Wohlstand hart erarbeitet haben, trotzdem bodenständig geblieben sind und selbstverständlich wie jeder andere auch ihre Steuern zahlen. Meine Verachtung richtet sich gegen die Rosinenpicker, die einerseits hier alle Möglichkeiten nutzen, um Geld zu scheffeln, die lästige Pflicht zur Zahlung von Steuern aber lieber dem gemeinen Pöbel überlassen. Diese Einstellung hat leider in den letzten Jahrzehnten eine immer größere Verbreitung erfahren. Geld verdirbt halt oft den Charakter.
Genau dieser Pauschalismus ist aber das, was beim Leser ankommt. Ich habe gewisses Verständnis für deine Ansichten, aber es kommt leider so rüber, dass du ein Problem mit allen "Besserverdienenden" hast...
eMGee hat geschrieben:Eine immer größer werdende Anzahl an potentiellen Gästen sieht es halt einfach nicht ein, x% mehr wie in AT/IT/FR zu zahlen für dieselbe oder teils schlechtere Leistung. Und das ist auch bei den Vermögenden so. Da findet es ein Teil vielleicht chic in einem schweizer Nobelort zu residieren, nur wenn der Service nicht passt dann tragen sie ihr Geld woanders hin. Geld ist immer noch genug im Umlauf, man muss es halt verstehen wieder 'In' zu werden. Nur die Landschaft und das weiße Kreuz reichen da auf Dauer nicht.
Ich verstehe jeden, der sagt: "Sorry, aber eure Schweizer Skigebiete sind zu teuer, ich gehe woanders hin skifahren." Beim Geld ist jeder sich selbst der nächste...
Aber ich werde stinksauer, wenn dann ein oder zwei Sätze später Aussagen kommen nach dem Motto: "Ihr müsst halt einfach die Preise massiv senken, dann kommen wir wieder, so einfach ist das, warum kommt ihr blöden Schweizer nicht endlich selbst drauf?" Solche Aussagen haben mit der wirtschaftlichen Realität, in der sich die Schweiz befindet, nichts zu tun und lösen auch keine Probleme.

Wir können es lang und breit diskutieren, schlussendlich kommt es auf das selbe raus: Die Schweiz ist massiv teurer, und sie wird es heute und morgen bleiben und die Gebiete haben aufgrund der gleichbleibenden Kosten kaum Möglichkeiten, preislich das gleiche Niveau zu fahren wie die ausländische Konkurrenz.
Die Gäste müssen mit anderen Mitteln in die Schweizer Gebiete gelockt werden. Da ist Kreativität gefragt und wurde zum Teil (z. B. in Saas-Fee) auch schon aufgezeigt. Aber da geht noch mehr und muss noch mehr gehen...

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Martin_D »

@Fab

Das Niveau der bayerischen Abiturienten ist auch längst nicht mehr auf dem Niveau, auf dem es sein sollte. So sind zumindest die Mathematikabituraufgaben in Baden-Würrtenberg anspruchsvoller als in Bayern. Das gleiche gilt für die Abituraufgaben einiger ostdeutscher Bundesländer.
2024/2025
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher »

oberländer hat geschrieben:aber es kommt leider so rüber, dass du ein Problem mit allen "Besserverdienenden" hast...
Wie könnte ich? Bin ja selber einer :mrgreen:
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von missyd »

Geht es hier eigentlich um Politik oder um die Schweizer Tourismusbranche .... ?
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher »

missyd hat geschrieben:Geht es hier eigentlich um Politik oder um die Schweizer Tourismusbranche .... ?
Was beides miteinander zu tun hat, steht alles in den vorherigen Beiträgen. Warum das nicht jeder hören will, habe ich in meinem vorletzten Beitrag erläutert.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Petz »

noisi hat geschrieben:Äh welcher Hass? Ich stehe da ganz auf der Seite von "NeusserGletscher" und verstehe irgendwie nicht ganz was du meinst. Steuerflucht ist Steuerflucht.
Bei mir hat sich der Hass schon längst in Handlungen und Vorsätzen manifestiert was z. B. dazu führt das ich jemanden der ein Luxusklasseauto fährt und mich nach dem Weg fragt mit voller Absicht in ne falsche Richtung schicke aber auch konsequent Firmen boykottiere die z. B. als "Steuervermeider" irgendwo aufscheinen denn wer sich nicht oder zuwenig an der Staatsfinanzierung beteiligen will der verdient auch meine Euros nicht. Und auch mit irgendeiner sonstigen Hilfeleistung brauchen die oberen Zehntausend bei mir sicher nicht zu rechnen denn die muß jemand zuerstmal wert sein.
oberländer hat geschrieben:Die Gäste müssen mit anderen Mitteln in die Schweizer Gebiete gelockt werden. Da ist Kreativität gefragt und wurde zum Teil (z. B. in Saas-Fee) auch schon aufgezeigt. Aber da geht noch mehr und muss noch mehr gehen...
Das sind meiner Ansicht nach mehr die Tropfen auf heiße Steine denn nachhaltig wirksame Ideen denn ich denke angesichts der Wettbewerbssituation können die den generellen Preisunterschied nicht annähernd kompensieren. Und da klarerweise die Betriebe selbst ihre Preise nicht mehr weiter senken können wird die schweizer Nationalbank längerfristig nicht drum rumkommen den Franken doch mal deutlich abzuwerten.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von eMGee »

Interessant was man anhand der Automarke für Rückschlüsse zur Steuerehrlichkeit schließen kann. Seid ihr dann bei Handwerkern auch so konsequent?

Wird Zeit für ordentlichen Schneefall...
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von tafaas »

matterhorn48 hat geschrieben:Ich war noch nie ein Freund von St.Moritz und würde dort auch nicht meine Ferien verbringen wollen- eben wegen diesen Bauten; Davos ist übrigens auch nicht viel besser.
Wollte halt damit nur sagen; daß das nicht nur in St.Moritz so ist. In Frankreich ist das ja fast schon die Regel und es sind ja z.T. gar keine Orte,sondern nur künstlich gebaute Stationen; gibt es zugegebenermassen vereinzelt in der Schweiz auch.
Wen das nicht stört; o.k., aber für mich käme das alles nicht infrage.
Dazu ein Zitat des Kunsthistorikers Erwin Poeschel aus dem Jahre 1930:
«Denen aber, die auch heute noch einen einfachen kubischen, flachgedeckten Bau als fremd in der Landschaft am liebsten verwerfen möchten, ist zu sagen, dass sie es an Konsequenz des Denkens ermangeln lassen. Man kann nicht in der alten Form bleiben, wenn man eine neue Sache will. Mit dem "Heimeligen" ist nicht durchzukommen, wenn man 100 Betten unterzubringen hat.»
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von matterhorn48 »

«Denen aber, die auch heute noch einen einfachen kubischen, flachgedeckten Bau als fremd in der Landschaft am liebsten verwerfen möchten, ist zu sagen, dass sie es an Konsequenz des Denkens ermangeln lassen. Man kann nicht in der alten Form bleiben, wenn man eine neue Sache will. Mit dem "Heimeligen" ist nicht durchzukommen, wenn man 100 Betten unterzubringen hat.»

Auch ein grösserer Wohn-/Hotel-Komplex muss nicht zwingend hässlich sein; mit z.B. geneigtem Dach, Balkone mit Holz u.a.m. kann man ihn verschönern.

Hier mal ein paar Beispiele:

https://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.M6a ... =0&p=0&r=0

https://www.bing.com/images/search?q=ze ... ajaxhist=0

https://www.bing.com/images/search?q=ze ... ajaxhist=0

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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von chatmonster »

:lol: :lol:
Der Walliser Hof ist mir auch als erstes eingefallen... (erstes verlinktes Bild)
WIE riesig das Teil ist, merkt man erst wenn man um den Block läuft und feststellt, daß der gesamte Block EIN Gebäude ist... Aber hübsch gemacht...
Schöne Grüße
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von danimaniac »

[quote="PetzBei mir hat sich der Hass schon längst in Handlungen und Vorsätzen manifestiert was z. B. dazu führt das ich jemanden der ein Luxusklasseauto fährt und mich nach dem Weg fragt mit voller Absicht in ne falsche Richtung schicke aber auch konsequent Firmen boykottiere die z. B. als "Steuervermeider" irgendwo aufscheinen denn wer sich nicht oder zuwenig an der Staatsfinanzierung beteiligen will der verdient auch meine Euros nicht. Und auch mit irgendeiner sonstigen Hilfeleistung brauchen die oberen Zehntausend bei mir sicher nicht zu rechnen denn die muß jemand zuerstmal wert sein.quote]

Ich habe selten so einen unsympathischen Mist gelesen. Leute extra in die falsche Richtung schicken? Man, das war mit 13/14 vielleicht noch lustig, aber nur weil einer einen Stern auf der Haube spazieren fährt? Steuervermeider zu boykottieren ist ja die eine (gute) Sache. Bewusst anderen Menschen Schaden zuzufügen, und wenn es nur Zeitraub ist, ist verachtenswert, dreckig und keines Menschen würdig.

Sonstige Hilfeleistung? Wenn da ein Mercedes im Straßengraben liegt hilfst du also lieber mal nicht? Schöne Welt sowas. Alle weiteren Worte würden die Forums Nettiquette sprengen.
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher »

Nachstehend noch ein Link zu einem Artikel aus diesem Jahr, der die Situation in St. Moritz zum Thema hat.

Hohe Mieten, leere Läden

Die Kommentare unter dem Artikel bringen es zum Teil auf den Punkt.

Von St. Moritz hat man zuweilen auch schnon mal solche Storys gehört, dass auf Wunsch betuchter Gesellschaft die übrige Kundschaft unvermittelt aus dem Geschäft hinauskomplimentiert wurde. Von Bekannten weiß ich, dass unverspurte Neuschneehänge auch schon mal exklusiv für einige bessergestellte Herrschaften gesperrt wurden. Sogar mit Bewachung. Was die Bekannten trotzdem nicht daran gehindert hat, in den Hang einzufahren. First come, first serve. Das mögen Einzelfälle sein, aber so was spricht sich halt rum. Und irgendwann festigt sich bei den Normalbürgern der Eindruck, dass man in St. Moritz nicht ganz so willkommen ist. Tja, jetzt, wo die reichen Russen und Engländer wegbleiben, wäre man um jeden Gast froh, den man vorher verprellt hat.

Diejenigen, die meinen, in der Schweiz sei das Vermögen besser verteilt als anderswo, müssen jetzt ganz stark sein. Oder besser erst gar nicht weiter lesen:

So verprassen die Zürcher Rich Kids Papas Geld
Tillate hat geschrieben:Eine Handvoll Zürcher habe zum Beispiel mal in einem Club Champagnerflaschen für rund 50'000 Franken gekauft. «Sie haben nur zwei davon getrunken und den Rest auf der Tanzfläche ausgeleert», will Jeremy wissen. Um das kurz ins Verhältnis zu setzen: Ein gewisser Teil der Schweizer verdient auch mit harter Arbeit keine 50'000 Franken im Jahr
PS: auch hier haben es die Kommentare in sich :mrgreen:
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Petz »

@NeusserGletscher, das aufgrund meiner Ansichten dann auch harsche Kommentare folgen ist nur logisch und ich bin da auch keinem böse der nicht meine radikale Meinung teilt. Deine Anmerkungen bez. St. Moritz teile ich aber bin nach wie vor davon überzeugt das nur eine Abwertung des Schweizer Frankens letztlich die Wettbewerbssituation landesweit wirksam verbessern könnte

@danimaniac; mein Verhalten hängt auch nicht von der Marke sondern von der generellen Größe eines Autos ab (es gibt bekanntlich ja auch kleine "Sterne") und ein Interesse "Gutmensch" zu sein oder in den "Himmel" zu kommen hab ich sowieso nicht. Aber ich stufe jeden Superreichen für mich persönlich als Volksschädling ein weil er seinen Reichtum nicht mit eigener Hände Arbeit schaffen konnte und handle eben dementsprechend.
Das ich konsequenterweise andererseits aber ein Herz für "kleine Leute" habe wissen unter anderem auch viele AF - ler weil ich aufgrund meiner Preisgestaltung mit den Modelliftdingen jedes Jahr Miese mache, das sollte dann in dem Zusammenhang auch nicht unerwähnt bleiben und auch nicht das das letzte Hemd bekanntlich keine Taschen hat...
matterhorn48 hat geschrieben: Auch ein grösserer Wohn-/Hotel-Komplex muss nicht zwingend hässlich sein; mit z.B. geneigtem Dach, Balkone mit Holz u.a.m. kann man ihn verschönern.
Deine verlinkten Seiten zeigen meiner Meinung nach auch nichts architektonisch negativ auffälliges aber leider schaffen es Architekten sei es durch Überredungskunst, geschickt den optischen Eindruck verfälschende Modelle oder schlicht Uninteressiertheit der Baubehörden immer wieder, irgendein Projekt durch die Verfahren zu bringen das es dann letztlich schafft das ganze Ortsbild auszuhebeln. Allerdings ist das generell verbreitet und nur wenige Orte wie das bereits erwähnte Cortina d´ Ampezzo schaffen es meiner Ansicht wirklich, eine ansprechendes Nebeneinander von Altbestand und dazupassend neuer Architektur zu erhalten.
Und meiner Ansicht nach ist Sölden so ein Negativbeispiel denn trotzdem der Ort schon vorher sicher keine Augenweide war haben ihm die beiden neuen völlig phantasielosen Bergbahnstationsglaskästen dann noch den letzten Rest gegeben.
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matterhorn48
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von matterhorn48 »

"Von St. Moritz hat man zuweilen auch schnon mal solche Storys gehört, dass auf Wunsch betuchter Gesellschaft die übrige Kundschaft unvermittelt aus dem Geschäft hinauskomplimentiert wurde."

Ähnliches gibt es in den Touristenzentren in Deutschland (z.B. Garmisch) inzwischen auch.

Da werden Hotels fast komplett von arabischen Clans gemietet und alles auf deren Bedürfnisse ausgerichtet;gesperrter Wellnessbereich für andere Gäste,spezielles Essen, us.w.

hier einige Kommentare von Leuten, die im Sommer dort waren:

...extra Führungen und rücksichtsvoller Umgang gegenüber den Frauen in den Geschäften (z.B. eigene Räumlichkeiten).

...Straßen mit rein arabischen Geschäften, deutsch-arabische Beschriftungen sind normal (neulich gab es mal Streit darüber, ob auch eine deutsche Kennzeichnung des Ladens sein müsse), ein großer Rewe hat die Regalreihen arabisch beschriftet, es gibt den dunkel verhängten Friseur, in den nur Frauen eintreten dürfen, dutzende Shisha-Bars und sonstige Lokale, die an Ramadan erst nach Sonnenuntergang öffnen...

...gerade in GAP können normale Durchschnittsmenschen kaum noch wohnen ; da nur noch für diese Klientel gebaut wird und alles viel zu teuer ist...
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Petz
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Petz »

Das Problem mit Ferienwohnsitzen stellt sich trotz teilweise in AT sehr restriktiven Regelungen seitens der Gemeinden leider auch in manchen Teilen Österreichs und wenn ich dann verfolge, welchen zeitlichen und juristischen Aufwand ein Bürgermeister treiben muß um z. B. nur einen einzigen illegalen Zweitwohnsitz wieder rückzuführen kann ich nachvollziehen das dann manche Bürgermeister schlicht das Handtuch werfen. Aber natürlich stehen diese Immobilien dann leider nicht dem allgemeinen Wohnungsmarkt zur Verfügung was auch das Preisniveau künstlich hochhält.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von NeusserGletscher »

@Petz: Ich meinte die Kommentare unter dem zweiten Artikel, nicht in diesem Forum.

In irgendeinem Forum hat jemand mal geschrieben, dass der SNB die vielen Kleinanleger wie ein Klotz am Bein hängen. Wenn ein verhältnismäßig kleiner Wirtschaftsraum als Fluchtwährung genutzt wird, dann geht der Franken halt durch die Decke. Umgekehrt geht es übriges dann genau so schnell. Derzeit versuchen die Schweizer Banken ja mit allen Tricks, die plötzlich unbeliebt gewordene ausländische Kundschaft wieder loszuwerden. Da werden Erklärungen zur Steuerehrlichkeit verlangt oder die Gebühren steigen für Auslandskunden "wegen des erhöhten Bearbeitungsaufwands" :wink: drastisch an. Ob eine Abwertung was bringt?

In Z kostet mich ein Tag im 4* Hotel mit allen Nebenkosten in der mittleren Saison ca. 350 Franken. 200 Franken fürs Hotel mit HP, 75 für Skipass, 15 fürs Parken, 60 für sonstige Verpflegung und was sonst noch so anfällt.
Ob das in Euro nun 330 Euro oder 230 Euro sind, wenn Du mit einer ganzen Familie reist, kommt es darauf auch nicht mehr wirklich an. Für eine normale Familie aus der Mittelschicht ist das so oder so unbezahlbar, auch, wenn einige Posten bei mehreren Personen geringer ausfallen. Auf der Bettmeralp kostet mich der Urlaub wenigstens ein Drittel weniger. Und dort fahre ich auf Ski aus dem Hotel und bin spätestens nach 15 Minuten auf der Piste.

In St. Moritz hatte ich bislang schon häufiger das Problem, etwas vergleichbares zu einem akzeptablen Preis zu finden. Und dabei reise ich nicht einmal zur Ferienzeit. Irgendwo in diesem Thread ist ein Interview mit dem Chef der Bergbahnen verlinkt, in dem er den Abbau der Hotelbetten in den letzten Jahren beschreibt. Kann ich bestätigen.

Die Hotels sind aber offenbar verschwunden, weil u.a. auch die Gäste ausgeblieben sind. Wenn sich da etwas ändern soll, muss man an mehreren Stellschrauben drehen. Die aberwitzige Belastung der (deutschen) Mittelschicht mit Steuern und Abgaben muß abgebaut werden. Die deutschen Löhne müssen steigen. Der Wechselkurs des Franken muß um den spekulativen Anteil befreit werden. Und das Angebot muß verbessert werden. Das Potential ist vorhanden. Was fehlt, ist zum Teil der politische Wille und schlicht und einfach auch das Geld für Investitionen.
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Re: Prognose: Schweizer Tourismus geht weiter bergab

Beitrag von Wurzelsepp »

Die Frage ist halt: Brauchst du mit der Familie wirklich ein 4*Hotel?? Aber die musst du dir selber beantworten... ich ziehe günstige Unterkünfte vor, denn den ganzen Tag bin ich unterwegs, darum verbringe ich sehr wenig Zeit im Hotelzimmer, da darf das ruhig etwas günstiger sein.

Aber 4* verlangen und über die Preise herziehen, passt für mich nicht zusammen... ich kaufe mir auch keinen Hummer und moffle über den Spritpreis.

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