




Bislang hatte mich der Pitztaler Gletscher irgendwie nicht so gereizt, aber der Ausblick von der Bergstation der Wildspitzbahn, die Lage irgendwo ganz hinten am Talende irgendwo hoch droben, die Zufahrt über eine Tunnelbahn....zwar hatte ich zunächst vor, dort einmal im Frühjahr aufzuschlagen, doch der alljährliche vorweihnachtliche Schneemangel ließ mich dann bereits an jenem 16. Dezember 2016 dorthin fahren.
In den Tagen und Wochen davor war der Hunger nach Skifahren immer größer geworden, ab Adventsbeginn plagten mich schon Entzugserscheinungen nach Fahrten in die Berge. So fiel an jenem Freitag das frühe Aufstehen sehr leicht - trotz Weihnachtsfeier am Vortag. Aber ich hatte auf spätabendliche Getränke extra noch verzichtet - dem Skiausflug zuliebe...so ging es im Nebel los und ich konnte es nicht erwarten, nun endlich auf Skiern zu stehen.

Ankunft nach einer langen Anfahrt, die etwa 2 h und 45 min gedauert hatte – ab Eintritt ins Pitztal zieht es sich endlos hin und man denkt zwischenzeitlich schon, bald die Adria erreich zu haben. Immer wieder meint man bei der Erstbefahrung jener Strecke, endlich angekommen zu sein, aber dann wieder doch nicht und weiter geht es südwärts den leuchtend weißen Hängen des Alpenhauptkamms entgegen.
Die Straßen waren – das ist das schöne am Adventsski - fast leer und im Gebiet oben sollte dann dementprechend auch einigermaßen wenig los sein. Einmal musste ich am Schlepper anstehen, ansonsten nirgends.
Bei der langen Fahrt passiert man bis auf den Hochzeiger keine weiteren Skigebiete und erst am Talende stößt man wieder auf Liftanlagen. In einem alten Skiatlas sind zwar etliche Dorflifte eingezeichnet, aber da scheint nur der eine gegenüber der Rifflsee-Bahn überlebt zu haben.

Noch ein weiterer Parkplatz-Schnappschuss, ehe es zum Gletscherexpreß ging, bei dem erst einmal Warten auf die nächste Fahrt angesagt war.

In der Bahn....endlose Minuten durch den Stollen. Ich war überrascht, dass es in den Fahrerkabinen immernoch Heizlüfter gibt. Aber gut, was soll auch schon passieren?

Am Ende des über drei Kilometer langen, steilen Tunnelstollens, der das Pitztal mit dem Gletscher oben verbindet – plötzlich ist man oben in diesem Kessel angelangt, ohne zu sehen, woher man gekommen ist, ohne Blick zurück aufs Tal...das hat schon einen gewissen Reiz.


Als erstes ging es gleich mal zum langen Leitnerschlepper...

Endlich wieder Schlepper fahren...






Wegen dieser Aussicht habe ich den Pitztaler Gletscher ins Programm genommen und an der Bergstation der Wildspitzbahn sollte es noch besser kommen.

Alte Talstation des langen Mittelbergjochlifts I?

Nach zweimal schleppern ging es zur Mittelbergbahn...

Irgendwie ergab es sich an jenem Freitag fast immer so, dass ich eine Kabine allein erwischte.

Rechts unterhalb stiefelte welche herum – ob die nach Resten des Vorgängerschleppers suchten, der da irgendwo verlaufen sein musste? Bei dem wenigen Schnee war sogar die Trasse noch zu erahnen, aber ich hatte vergessen, ein entsprechendes Foto zu machen.





Oben angekommen war ich sogleich total positiv überrascht von der landschaftlichen Lage. Definitiv, so stand zum damaligen Zeitpunkt fest, hatte sich die lange Fahrt gelohnt. Das kleine, aber feine Skigebiet hat einfach was.

Hier kam früher die 2. Schlepper-Sektion herauf. Erst daheim fiel mir auf, dass man im Hintergrund am Fels wohl Reste der Bergstation der alten 1. Schleppersektion sehen kann.

Felseindrücke am Pistenrand...

Beeindruckend: Die Wildspitzbahn

Zu dieser ging sogleich...Seitenzoom in jenen Bereich, wo früher wohl der Mittelbergjochlift I verlaufen ist...





Danach kam eigentlich das Highlight jenes Tages – der eingehende Genuss der phänomenalen Aussicht von der Bergstation bzw. der noch einige Meter höher liegenden Aussichtsplattform.

Nur von hier oben kann man ein bisserl was vom Pitztal sehen, das ansonsten von den Felswänden abgeschirmt ist. Eine oberirdische Seilbahn direkt kam/ kommt wohl nicht in Frage und wäre vermutlich nur über das östliche Seitental realisierbar (wo der Notweg verläuft).





Zoom zur Piste...



Unterhalb der Wildspitze...





Weiter südlich befindet sich – zumindest sah es danach aus – noch ein weitläufiger Gletscher...

Zoom ins Nachbargebiet von Sölden


Die Abfahrten hier oben verdienen höchstes Lob – an jenem 16.12.16 herrschten perfekte Bedingungen sowohl schneemäßig als auch in Bezug auf die Anzahl der anderen Skifahrer.





Wieder mal ein Fotografierhalt...



Eine Schlepperbergstation im Söldener-Gebiet...


Die kurzen Fahrten mit der Gletscherseebahn entlang den Felsen mitten in der Sonne gefiehlen mir auch...

Seitenblick zur Wildspitzbahn...zu diesem Zeitpunkt gegen 14 h wechselte ich dann nach unten ins zum Skipass gehörende Rifflsee-Gebiet.

Wieder in der Tunnelbahn....wieder im untersen Waggon. Die Leute neben mir wurden schlagartig ruhig, als die Fahrt begann...


Da die Pistenverbindung wegen Schneemangel noch geschlossen war, zog ich flugs die Skischuhe aus und fuhr mit dem Bus zur Talstation der Rifflseebahn. Das war leider für die Katz, denn mit dem Bus wäre es einfacher gewesen, da man den Weg zurück mit den Skiern hätte machen können. Aber ich kannte mich nicht so aus und hinterher ist man immer klüger.
Nochmals der Blick zurück...durch diesen Berg geht die Stollenbahn hinauf zum Gletschergebiet hindurch, das von unten aus überhaupt nicht zu sehen ist.

Schnell parkte ich den Wagen und sah zu, wieder in die Skischuhe zu gelangen. Die Rifflseebahn zieht recht steil hinauf und außer mir fuhren um diese Zeit keine Leute mehr hinauf.

Von Bergidylle im Ort selbst keine Spur.

Fast so scheußlich wie in Kaltenbach...


Bis 1994 schwebte man hier noch im Wopfner-ESL hinauf...


Zoom zur 4KSB Grubenkopf, die leider außer Betrieb war. Aber dennoch sollte sich der Ausflug hierher lohnen...





Zuerst ging es zur völlig allein vor sich hin bergauf und bergabfahrenden SunnaAlmbahn. Bis 2009 verlief hier etwas weiter rechts ein Schlepper. Nun schwebt man über die Felsen drüber.

Es herrschte eine angenehme Stimmung – die Sonne spendete noch ihr abendliches Licht, das von den Gegenhängen reflektiert wurde.

Von welchem Lift dies wohl ist? Hatten die Schlepper hier oben Portalmasten?

Zoom zum Übungslift im Ort unten – gegenüber der Rifflseebahn.

Zoom zum Nachbarskigebiet Sölden...

Die Braunschweiger Hütte in der Abendsonne

Bis hier herauf kam früher noch ein weiterer Schlepper, der an anderer Stelle von einer 4SB ersetzt wurde.



Dank Kunstschnee konnte man hier gut fahren. Auf dieser Piste waren noch einige wenige anderen Leute unterwegs.






Bei der letzten Abfahrt legte sich nun auch hier der Schatten über die Piste und die Kälte nahm zu.


Am Grubenkopf schwebten einzelne Sessel umher und die Pistenfahrzeuge bereiteten die Piste für die Hochsaison vor.

Auch am Rifflsee wurde es nun immer dunkler und ich begab mich auf die Talfahrt mit der Seilbahn.