Die große Klima-Diskussion

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hook
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von hook » 04.07.2019 - 08:46

Theo hat geschrieben:
03.07.2019 - 18:24
@Hook:
Ja, mir und wohl den allermeisten auf der Nordhalbkugel sagt das was. Blöd ist halt nur dass es genau dort wo das Bevölkerungswachstum am Grössten ist offenbar niemand wissen will was ein Gummi ist oder es ohne halt einfach besser finden.
Und genau die Schichten träumen halt eben auch von einem besseren Leben, von Flugreisen und Kreuzfahrten, eigentlich von allem wo CO2 erzeugt.
Und wenn du die jetzt fragst was ihnen lieber sei: Wohlstand verbunden mit Klimawandel oder arm bleiben? werden sich die allermeisten für den Wohlstand entscheiden.
Das bedeutet: Der Verbrauch wird zunehmen und soviel wie er in den ärmeren Ländern zunehmen wird können die reicheren niemals einsparen, bleiben also nur alternative oder sparsamere Technologien wo das Ding retten können.
Das Entwickeln solcher neuer Technologien wird aber hier bei uns viel zu stark verhindert weil aus den verschiedensten ( meist nicht der Umwelt förderlichen ) Gründen immer nur der Verzicht eine Lösung sein soll. So lange es aber Kreise gibt welche nur den "Verzicht über alles" wollen läuft das Ding in die falsche Richtung.

Ich hätte absolut nichts dagegen wenn in 50 Jahren 3 x so viel geflogen würde wie heute wenn die Dinger die da oben rum surren 5 x weniger verbrauchen als heute.
Ok, Du hast aber - zumindest bei mir - impliziert, dass die "Verzicht über alles" Fraktion nun auch allgemein den "Spaß miteinander" verbieten wolle. Da "Spaß miteinander" mit (minimal) "Hut" die Weltbevölkerung nur bei Unfällen steigert, will das doch wohl kaum einer verbieten (außer so Exzentrikern wie die katholische Kirche, die den "Spaß miteinander" ausdrücklich erlaubt aber bitte doch ohne "Hut"). ;-)
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von starli » 04.07.2019 - 12:29

Julian96 hat geschrieben:
03.07.2019 - 14:06
Was mich generell etwas wundert, warum hört man eigentlich kaum mehr was von der Möglichkeit der biologischen Kraftstoffherstellung z.B. aus Raps, Algen oder was auch immer es da gibt.
Naja, ein 5- bzw. 10%-iger (Bio?-) Ethanol-Anteil wurde ja eingeführt. Nur merkt man halt am E10, dass es eine schlechtere Leistung abgibt. In Schweden gibts ja E85, das soll aus 85% Bio-Kraftstoff sein.
Wobei, Erdöl ist ja wohl auch "Bio" :-)
Da kamen sie recht schnell und sagten, dass das nicht im großen Stil realisierbar wäre und zu zuviel Flächenverbrauch führen würde.
Rapsfelder wären fürs Klima aber vermutlich besser als zubetonierte Einkaufszentren. Aber wenn dafür wieder Urwälder gefällt werden (und den Wald am besten gleich vor Ort verbrennen, dass man nix davon hat), ist es kontraproduktiv.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Spezialwidde » 04.07.2019 - 12:44

starli hat geschrieben:
04.07.2019 - 12:29

Rapsfelder wären fürs Klima aber vermutlich besser als zubetonierte Einkaufszentren.
Schade dass ich den Artikel gerade nicht mehr finde...Ich hab noch ein Textfragment dass ich mir mal rauskopiert hatte. Aber die neusten Nachrichten besagen dass Raps angeblich die Ozonschicht zerstören soll weil er bromierte Verbindungen ähnlich Halonen freisetzt.
"Pflanzen liefern dagegen einen messbaren Beitrag an ozonschädigenden Verbindungen. Kreuzblütengewächse produzieren Methylbromid. Allein der Raps produziert 6600 Tonnen im Jahr, dies ist ein Anteil von 15% dessen, was immer noch industriell hergestellt wird. Immergrüne Bäume und Kartoffeln synthetisieren dagegen Methylchlorid"
Aber was Ethanol angeht: Das ist als Kraftstoff gar nicht mal so verkehrt. Man bekommts in Luxenburg als E96, alo quasi Brennspiritus. Das Blöde ist nur dass die Feld Wald Wiesenottomotoren darauf nicht ausgelegt sind. Schon gar nicht in einer Mischung mit Benzin, dann kann man es gleich vergessen. Weil man dann die Vorzüge dieses Sprits nicht ausnutzen kann und nur seine Nachteile zum Tragen kommen. Das ist aber das was der Verbraucher sieht und deshalb sagt: Ähhh, so ein Rotz...
Ein echter Ethanolmotor nutzt erstens die im Vergleich zum Benzin vielfach höhere Verdampfungswärme aus um das Gemisch vorzukühlen. Das bedeutet mehr Zylinderfüllung. Also schonmal ein Leistungsplus. Dazu kann er höher verdichten weil Ethanol klopffester ist. Also nochmal mehr Leistung. Und schon haben wir eine akzeptable Performance. Nicht umsonst nutzt man im Rennsport die Vorzüge von alkoholischen Kraftstoffen (da eben eher Methanol weil das bei hohen Drehzahlen besser verbrennt, braucht man auf der Straße aber eher weniger). Klar, der spezifische Verbrauch ist natürlich etwas höher da der Heizwert von Ethanol kleiner als der von Benzin ist, das lässt sich nicht vermeiden. Warum gibt es nun kaum reine Ethanolmotoren? Tja, da muss man mal wieder die Lobby fragen. Für Direkteinspritzer die ja gerade zimlich in Mode sind ist Ethanol eher ungeeignet, es muss schon ein eher großvolumiger Saugrohreinspritzer sein. Geht also eher entgegen dem Downsizingtrend. Ein mir bekannter Bauer hat ein Modell von Mercedes, bin ich selber schon gefahren. Geht einem Benzinsportwagen nicht aus dem Weg. Es gibt nur einen Nachteil: Beim Kaltstart bei niedrigen Außentemperaturen brauchts eine Flammstarteinrichtung.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab » 04.07.2019 - 17:25

Da Boden, wie wir alle wissen, nicht beliebig vermehrbar ist, möcht ich dran erinnern, dass derselbige eiiiiiiiiiiiiiigentlich demnächst 2 - 3 Milliarden Menschen zusätzlich ernähren muss.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 04.07.2019 - 19:49

Fab hat geschrieben:
04.07.2019 - 17:25
Da Boden, wie wir alle wissen, nicht beliebig vermehrbar ist, möcht ich dran erinnern, dass derselbige eiiiiiiiiiiiiiigentlich demnächst 2 - 3 Milliarden Menschen zusätzlich ernähren muss.
Mit Genttechnik und künstlicher Bewässerung kriegen wir das schon hin. Man muss nur an die Heilsversprechen der Industrie glauben. So wie viele einmal daran geglaubt haben, dass die zivile Nutzung der Kernenergie völlig risikofrei unsere Energieprobleme lösen und uns aus der Abhängigkeit vom Öl befreien wird.
Lieber Frei statt Bayern :wink:

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab » 04.07.2019 - 21:29

Eigentlich ist die Eingrenzung des CO2-Anstiegs gar nicht so schwierig. Guten Willen vorausgesetzt.

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt ... andel.html

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 04.07.2019 - 22:22

Fab hat geschrieben:
04.07.2019 - 21:29
Eigentlich ist die Eingrenzung des CO2-Anstiegs gar nicht so schwierig. Guten Willen vorausgesetzt.

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt ... andel.html
Dann forste mal Deinen Garten wieder auf :wink:
Lieber Frei statt Bayern :wink:


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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab » 05.07.2019 - 01:34

NeusserGletscher hat geschrieben:
04.07.2019 - 22:22
..................Dann forste mal Deinen Garten wieder auf :wink:
Ein Garten ist kein Wald, Schrumpfköpfchen.
Mein Projekt ist die Artenvielfalt.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 05.07.2019 - 08:48

Fab hat geschrieben:
05.07.2019 - 01:34
NeusserGletscher hat geschrieben:
04.07.2019 - 22:22
..................Dann forste mal Deinen Garten wieder auf :wink:
Ein Garten ist kein Wald, Schrumpfköpfchen.
Mein Projekt ist die Artenvielfalt.
Die Pflanze kenne ich noch gar nicht. Wie lautet der botanische Name?
Lieber Frei statt Bayern :wink:

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von noisi » 05.07.2019 - 09:28

Was hat man eigentlich davon jeden Satz ins lächerliche zu ziehen?
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 05.07.2019 - 13:52

noisi hat geschrieben:
05.07.2019 - 09:28
Was hat man eigentlich davon jeden Satz ins lächerliche zu ziehen?
Was soll daran lächerlich sein? Wenn jeder Deutsche im wahlfähigen Alter ein Bäumchen pflanzt, dann haben wir schon mal einen Anfang, um CO2 zu reduzieren. Mein Einwand war durchaus ernst gemeint. In der Tat habe ich aber wie Fab vor Jahrzehnten auf meinem Grundstück mehrere Bäume entfernt, weil sie weite Teile meines Gartens verschattet haben.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Julian96 » 05.07.2019 - 13:54

noisi hat geschrieben:
05.07.2019 - 09:28
Was hat man eigentlich davon jeden Satz ins lächerliche zu ziehen?
Spaß im Leben? Humor? Was zu lachen? :wink:
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von noisi » 05.07.2019 - 17:04

NeusserGletscher hat geschrieben:
05.07.2019 - 13:52
Fab hat geschrieben:
05.07.2019 - 01:34
NeusserGletscher hat geschrieben:
04.07.2019 - 22:22
..................Dann forste mal Deinen Garten wieder auf :wink:
Ein Garten ist kein Wald [...]
Julian96 hat geschrieben:
05.07.2019 - 13:54
noisi hat geschrieben:
05.07.2019 - 09:28
Was hat man eigentlich davon jeden Satz ins lächerliche zu ziehen?
Was zu lachen? :wink:
Seitdem du hier schreibst, mehr.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.


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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Julian96 » 05.07.2019 - 19:03

noisi hat geschrieben:
05.07.2019 - 17:04
Julian96 hat geschrieben:
05.07.2019 - 13:54
noisi hat geschrieben:
05.07.2019 - 09:28
Was hat man eigentlich davon jeden Satz ins lächerliche zu ziehen?
Was zu lachen? :wink:
Seitdem du hier schreibst, mehr.
Siehste, dann hat sichs ja schon gelohnt, wenn ich einem weiteren Menschen etwas Fröhlichkeit in das sonst so ernste Leben bringen konnte :wink:
Gibt einem doch auch ein gutes Gefühl :lol:
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 05.07.2019 - 22:35

Für diejenigen, welche heutige Dürresommer als Zeichen des Klimawandels halten, sollten mal nach "Dürresommer 1540" und "Magdalenenhochwasser" googlen. Die Folgen des Magdalenenhochwassers kann man heute noch an den mehrere Meter tiefen Gräben in den betroffenen Regionen sehen, welche durch sinnflutartige Regenfälle nach einer Dürreperiode über abgeholzten Gebieten entstanden.

Der Mensch hat ja bekanntlich früh damit begonnen, Wälder abzuholzen. Holz war vor der Entdeckung von Öl und Kohle nicht nur der Haupt-Energieträger sondern auch Baustoff der Menschen vor der industriellen Revolution. Manche Länder haben für ihre Seestreit- und Handelsmacht ganze Landstriche entwaldet.

Fab ist mir mit der Verlinkung des Studie zur Wirkung von Aufforstung ein paar Minuten zuvorgekommen. Wie wir ja wissen, folgt das Weltklima auf bestimmte Einflüsse mit einer zeitlichen Verzögerung, oft von mehreren Jahren. Was wäre nun, wenn der beobachtete Anstieg der globalen Temperatur weniger mit der Verbrennung von Kohle und Öl als mit der Abholzung der Wälder zu tun hätte? Wenn eine Aufforstung entsprechend der Studie den Temperaturanstieg begrenzen kann, dann liegt der Umkehrschluss nahe, oder?

Dann wären wir mit CO2-Steuer und allen anderen Maßnahmen ganz schön auf dem Holzweg. Dann wäre der beste Weg, erst einmal die Rodung des Regenwaldes sofort zu stoppen und landwirtschaftlich nicht mehr genutzte Fläche wieder aufzuforsten. Dann müsste auch Fab seinen englischen Zierrasen nicht mit Bäumchen und Schrumpfköpchen verschandeln :mrgreen:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von noisi » 05.07.2019 - 22:47

Ja genau, zwischen Wäldern als CO2 Senken und CO2 besteht natürlich überhaupt kein Zusammenhang. :rolleyes:
Da bist du wirklich wieder etwas ganz großem auf der Spur.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor noisi für den Beitrag:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 06.07.2019 - 00:49

noisi hat geschrieben:
05.07.2019 - 22:47
Ja genau, zwischen Wäldern als CO2 Senken und CO2 besteht natürlich überhaupt kein Zusammenhang. :rolleyes:
Da bist du wirklich wieder etwas ganz großem auf der Spur.
Was hast Du eigentlich davon, jeden konstruktiven Beitrag ins lächerliche zu ziehen?
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor NeusserGletscher für den Beitrag:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Julian96 » 06.07.2019 - 07:07

NeusserGletscher hat geschrieben:
05.07.2019 - 22:35
Für diejenigen, welche heutige Dürresommer als Zeichen des Klimawandels halten, sollten mal nach "Dürresommer 1540" und "Magdalenenhochwasser" googlen. Die Folgen des Magdalenenhochwassers kann man heute noch an den mehrere Meter tiefen Gräben in den betroffenen Regionen sehen, welche durch sinnflutartige Regenfälle nach einer Dürreperiode über abgeholzten Gebieten entstanden.
Das Problem ist, dass jeder mediale Bericht, der heutzutage eine Stufe unter Apokalypse ist nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit generiert.
Es wird schon was dran sein, dass z.B.durch den schwächeren Jetstream solche festgefahrenen Wetterlagen wie letzten Sommer zu nehmen, aber dieses Jahr zeigt schon mal, dass es direkt im Jahr darauf wieder anders sein kann.

Hitzemonate oder extreme Winter gab es doch schon immer, und hier in der Bodensee Region waren die Ernten die letzten Jahre beispielsweise immer recht passabel(bis auf frostschäden mal vor ein zwei Jahren), was gabs da früher schon alles an Hagelunwettern, Frösten im Mai usw.... Die genauso alles zunichte gemacht haben. Ich wüsste bei uns mal nicht, dass es in den letzten 20 Jahren mal so gehagelt hätte, dass es die Erde von den Kartoffeldämmen geschlagen hat, das kam früher schon vor...

Das ist Extremwetter, aber keinesfalls unnormal und neu. Der Unterschied ist nur, dass die Apfelernte früher wegen den Eisheiligen ausgefallen ist und heute ists der Klimawandel, das Ereignis ist gleich, nur anders betitelt, welche Zeitung würde schon über ein normales Wetterphänomen berichten. Heute wird bei einem Ereignis wie letztes Jahr in Deutschland nur direkt nach Hilfsgeldern geschrien, wodurch viel mehr öffentliche Bekanntheit entsteht. Wenn man vor 40 Jahren keine Ernte hatte, hatte man eben keine und das hat auch nicht das ganze Land, geschweige denn den Staat interessiert.
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab » 06.07.2019 - 09:39

NeusserGletscher hat geschrieben:
05.07.2019 - 22:35
...........Dann müsste auch Fab seinen englischen Zierrasen nicht mit Bäumchen und Schrumpfköpchen verschandeln :mrgreen:
An dem Satz stimmt aber auch rein gar nix. Mein Zierrasen ist aktuell eine Steppe - und das Schrumpfköpfchen bist du ;D

.

Hab übrigens tatsächlich vor geraumer Zeit schon über die Klimawirkung der großflächigen Abholzung gelesen.
Meine damit nicht die mittelalterliche Entwaldung in Teilen Europas, sondern die nomadische Entwaldung in der Antike und davor.
Da wurde Mittelasien und Australien weitgehend abgefackelt.
Wenn CO2-Eintrag in der nteren Atmosphäre so wirksam ist wie behauptet, dann muss die Entwaldung Auswirkungen gehabt haben.

Eine großflächige Aufforstung würde berechenbar CO2 binden.


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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von L&S » 06.07.2019 - 10:04

Fab hat geschrieben:
06.07.2019 - 09:39
Eine großflächige Aufforstung würde berechenbar CO2 binden.
Das stimmt natürlich und es bleibt zu hoffen, dass die Wälder in Asien und N-Amerika soweit nach Norden Wandern, dass sie zumindest den Effekt des Methans aus den auftauenden Boden abpuffern können.

Allerdings zweifle ich da an Russland, denn Putin hat sicher schon andere Pläne für den sich erwärmenden Norden...
Denn Russland gewinnt mit jedem Grad Erwärmung Millionen Hektar potenzielles Ackerland dazu, daher haben sie ( im Gegensatz zu den Kanadiern welche in ähnlicher Lage sind) kaum Interesse an der Bekämpfung des Klimawandels...
Andererseits werden wir diese Ackerflächen auf jeden Fall gut brauchen können


Ich möchte dabei auch noch auf ein sich abzeichnendes geopolitisches Problem der näheren Zukunft hinweisen:

Wenn man sich die Bevölkerungsdichte in China und Sibirien anschaut, kann man sich vorstellen, dass sich China und Russland einigen werden müssen, um Nordasien urbar zu machen.
Denn China hat die Menschen und seine industriellen Möglichkeiten was Russland fehlt, dafür hat Russland das Land und das KnowHow über das Leben im Norden.
Bleibt nur zu hoffen das die friedlich von statten geht..
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 06.07.2019 - 10:14

Fab hat geschrieben:
06.07.2019 - 09:39
Wenn CO2-Eintrag in der nteren Atmosphäre so wirksam ist wie behauptet, dann muss die Entwaldung Auswirkungen gehabt haben.
Wenn Du im Flieger nach Malle einen Blick auf das Spanische Festland wirfst, dann stellst Du sehr schnell fest, welche Auswirkung eine großflächige Abholzung haben kann. Klimatisch gesehen ist es in Spanien daher im Sommer oft unerträglich heiß und die Flüsse fallen trocken, weil ein Großteil der Böden durch Erosion verloren gegangen ist.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab » 06.07.2019 - 23:49

L&S hat geschrieben:
06.07.2019 - 10:04
...........................................
Ich möchte dabei auch noch auf ein sich abzeichnendes geopolitisches Problem der näheren Zukunft hinweisen:

Wenn man sich die Bevölkerungsdichte in China und Sibirien anschaut, kann man sich vorstellen, dass sich China und Russland einigen werden müssen, um Nordasien urbar zu machen. .........
Da ist kein "geopolitisches Problem" - und China u. Russland "müssen" sich über nix einigen, den China hat keinerlei Anrechte und erhebt auch keine Forderungen.
Nebenbei: China hat ein stärkeres demografisches Problem als D.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gernot » 07.07.2019 - 02:02

Julian96 hat geschrieben:
06.07.2019 - 07:07
NeusserGletscher hat geschrieben:
05.07.2019 - 22:35
Für diejenigen, welche heutige Dürresommer als Zeichen des Klimawandels halten, sollten mal nach "Dürresommer 1540" und "Magdalenenhochwasser" googlen. Die Folgen des Magdalenenhochwassers kann man heute noch an den mehrere Meter tiefen Gräben in den betroffenen Regionen sehen, welche durch sinnflutartige Regenfälle nach einer Dürreperiode über abgeholzten Gebieten entstanden.
Das Problem ist, dass jeder mediale Bericht, der heutzutage eine Stufe unter Apokalypse ist nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit generiert.
Es wird schon was dran sein, dass z.B.durch den schwächeren Jetstream solche festgefahrenen Wetterlagen wie letzten Sommer zu nehmen, aber dieses Jahr zeigt schon mal, dass es direkt im Jahr darauf wieder anders sein kann.

Hitzemonate oder extreme Winter gab es doch schon immer, und hier in der Bodensee Region waren die Ernten die letzten Jahre beispielsweise immer recht passabel(bis auf frostschäden mal vor ein zwei Jahren), was gabs da früher schon alles an Hagelunwettern, Frösten im Mai usw.... Die genauso alles zunichte gemacht haben. Ich wüsste bei uns mal nicht, dass es in den letzten 20 Jahren mal so gehagelt hätte, dass es die Erde von den Kartoffeldämmen geschlagen hat, das kam früher schon vor...

Das ist Extremwetter, aber keinesfalls unnormal und neu. Der Unterschied ist nur, dass die Apfelernte früher wegen den Eisheiligen ausgefallen ist und heute ists der Klimawandel, das Ereignis ist gleich, nur anders betitelt, welche Zeitung würde schon über ein normales Wetterphänomen berichten. Heute wird bei einem Ereignis wie letztes Jahr in Deutschland nur direkt nach Hilfsgeldern geschrien, wodurch viel mehr öffentliche Bekanntheit entsteht. Wenn man vor 40 Jahren keine Ernte hatte, hatte man eben keine und das hat auch nicht das ganze Land, geschweige denn den Staat interessiert.
schau mal was die histalp daten für bregenz zeigen /w gab es eh schon immer usw.

http://www.zamg.ac.at/histalp/dataset/s ... c=AT&s=_23


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bzw sommer

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hier noch wien mit beginn ab 1770

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Julian96 » 07.07.2019 - 08:05

gernot hat geschrieben:
07.07.2019 - 02:02
Julian96 hat geschrieben:
06.07.2019 - 07:07
Es wird schon was dran sein, dass z.B.durch den schwächeren Jetstream solche festgefahrenen Wetterlagen wie letzten Sommer zu nehmen
schau mal was die histalp daten für bregenz zeigen /w gab es eh schon immer usw.
Leugne ich doch gar nicht, mir ging es nur darum, dass nicht jedes Unwetter, jeder Schneefall oder jeder Hitzemonat am Klimawandel liegen muss. Oder wie erklärst du dir den bisherigen Hitzerekord der im Jahr 1947 lag. Ausreißer gabs schon immer. Und such mal Klimadaten die bis um das Jahr 0 zurückgehen, da gabs Perioden die ziemlich nah an unsere heutige Temperatur herankommen.
Natürlich beschleunigen wir das extrem und es gab bisher wirklich keinen so rasanten Temperaturanstieg, das brauchst du mir nicht zeigen, die Diagramme kenn ich alle zu Genüge :wink: . Dass das Folgen hat ist wohl sicher. Es wird heute nur jede Temperaturabweichung egal ob 2°C nach oben oder unten direkt als extrem dargestellt. Bei zu warm ists der Klimawandel, bei zu kalt sinds die Extremwetterphänomene die durch den Klimawandel zunehmen, dazwischen gibts ja heut nichtsmehr.

Aber du liest doch selbst, kaum gibts nach 3 Wintern mit wenig Schnee mal wieder einen mit viel liest man sofort Dinge wie "droht uns eine neue Eiszeit)" usw. das ist doch alles Humbug der bei den Leuten nur Verwirrung stiftet, zumal es immer genug gibt die mediale Aussagen ja nichtmal ansatzweise hinterfragen. Aber jemandem der dem Navi in einen Fluss folgt kann man halt auch alles erzählen, sieht man ja in Amerika, wo inzwischen auch viele wieder davon überzeugt sind, dass es den Klimawandel nicht gibt, nur weil das ein gewisser Herr ja mal behauptet hat... :nein:

Diese hyperbolischen Darstellungen auf der einen Seite und die übertriebene oft auch total unsachliche Gegenargumentation auf der anderen Seite ist genau das, warum die Debatte ums Thema Klima vielen (darunter teilweise auch ich) extrem auf die Nerven geht und man auch so viel aneinander vorbei redet. Die einen erfinden was und die anderen wiederlegens mit was erfundenem, was soll man da machen. Und etwas kritisch Hinterfragen geht eh schon gar nicht, das gilt aber für beide Seiten.
Wenn im Schwarzwald ein Museumsdampfzug im Winter nicht mehr fahren darf, weil in einem Tunnel seltene Fledermäuse leben, dann kann ich mich doch auch ohne vom Thema Ahnung zu haben mal fragen, warum die Fledermäuse denn während der Zug noch gefahren ist ausgerechnet in den Tunnel sind und nicht in die nächste Höhle. Wegen irgendwas müssen sie ja den Tunnel gewählt haben und wenn der Zug so störend wäre, wären die Fledermäuse ja gar nicht erst da rein. Stattdessen kommt die Gegenseite aber direkt mit Argumenten wie "die grünen Spinner wollen uns doch bloß alles kaputt machen" anstatt man beide Seiten mal vernünftig an einen Tisch holen würde.
Drum sind auch alle Grünen voll komische Leute quasi wie Hexen im Mittelalter, dies ja wie wir alle wissen wirklich gab und alle nicht grün denkenden sind der Teufel in Person, Schubladendenken halt. Wie im Club wo alle Frauen Schlampen sind und alle Kerle nur das eine wollen, das ist ja auch ein Fakt :wink:
Zu behaupten, ich hätte noch nie in Schubladen gedacht wäre allerdings auch arrogant, das muss ich erhlicherwiese einräumen :biggrin:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher » 07.07.2019 - 08:53

Julian96 hat geschrieben:
07.07.2019 - 08:05
schau mal was die histalp daten für bregenz zeigen /w gab es eh schon immer usw.
In Europa hat man ungefähr um 1780 mit der Aufzeichnung von Wetterdaten begonnen. Das ist selbst im Vergleich zu dem Zeitraum, seit dem der Mensch damit begonnen hat, in das Klima durch Rodung und Brandlegung einzugreifen, ein Witz. Der Dürresommer von 1540 und das Magdalenenhochwasser von 1342 übertreffen alles, was man uns heute als Jahrhundertkatastrophe in den Medien verkauft. Wenn heute irgendwo eine Mure ein Dorf verwüstet, dann ist das tragisch für die Betroffnenen aber ein vergleichsweie geringes Ereingnis gemessen an den großflächigen Erosion des Magdalenenhochwassers.

Die Aussage "seit Beginn der Wetteraufzeichnungen" ist daher nichts anderes als ein versteckter Hinweis zu verstehen, dass frühere Ereingnisse schon viel apokalyptischere Ausmaße hatten.
spektrum.de hat geschrieben:Das Ergebnis: Elf Monate fiel damals so gut wie kein Regen, die Temperatur lag fünf bis sieben Grad über den Normalwerten des 20. Jahrhunderts, verbreitet muss die Temperatur im Hochsommer über 40 Grad geklettert sein. Unzählige Waldgebiete in Europa gingen in Flammen auf, beißender Rauch trübte das Sonnenlicht, im ganzen Sommer 1540 wurde kein einziges Gewitter registriert
Das ist jetzt weder ein Beleg für noch einer gegen den menschlichen Einfluss auf das Klima. Zu denken sollte uns aber geben, dass der Mensch durch Rodung der Wälder und Umwandlung zu Ackerflächen viel früher damit begonnen hat, in den Ökokreislauf einzugreifen, als heute in den Debatten überwiegend disktutiert wird. Mein Eindruck ist, dass die heutige Debatte sich nur noch darum dreht, möglichst schnell eine CO2 Steuer einzuführen, möglichst viele Elektroautos zu verkaufen und möglichst viele Solarzellen und Windräder zu bauen. Themenbereiche wie Brandrodung und Aufforstung kommen wenn überhaupt nur am Rande vor. Die ETH Studie wird zwar der vollständigkeit halber mal erwähnt, damit niemand behaupten kann, man habe sie unterdrückt. Aber danach dreht sich die Debatte vor allem wieder um das Lieblingsthema "wie ziehen wir dem Bürger noch mehr Geld aus der Tasche" AKA CO2 Steuer.

Ich bin der letzte, der etwas gegen Maßnahmen hat, die sinnlose Verschwendung von Ressourcen zu bekämpfen. Aber ich lasse mich auch nicht gerne für dumm verkaufen und bevormunden. Und wenn alle bisherigen steuerpolitischen Maßnahmen wie Ökosteuer, CO2-Zertifikate und EEG-Umlage es offenbar nicht geschafft haben, den CO2-Austoß in nennenswertem Umfang zu senken, wieso soll das jetzt eine euphemistisch als "CO2-Bepreisung" gepriesene Steuer auf CO2 leisten können?

Zumal, wenn man es mal konsequent zu ende denkt, dadurch auch die heißgeliebten Elektroautos erst einmal in der Anschaffung teuerer werden müssten. Denn die Hesrtellung deren Batterien setzt besonders viel CO2 frei. Ein Eletroauto hat ja erst nach mehreren 10.000 km eine positive CO2 Bilanz. Aber nur, wenn der Strom nicht aus Kohlekraftwerken kommt.

Ein anderes populitsisches Thema ist derzeit, dass Städte den Klimanotstand ausrufen. Gehts auch eine Nummer kleiner? Nein! Aber was bedeutet dies in der Praxis? Sarkastisch könnte ich jetzt sagen, viele Gemeinden haben sich schon in der Vergangenheit umweltpolitisch vorbildlich verhalten, in dem sie auf Spargründen öffentliche Bäder und Bibliotheken geschlossen haben. :twisted: Aber im Ernst: Wie sollen Städte, auf deren Schultoiletten man oft nicht einmal seinen Hund schicken würde, weil ihnen das Geld für eine Sanierung fehlt, nun zusätzliche Maßnahmen beispielsweise die energetische Sanierung ihrer eigenen Gebäude finanzieren? Seit dem unter Schröder die Körperschaftssteuer gesenkt wurde, mit Hartz-4 und Massenmigration die Haushalte zusätzlich beastet wurden, gehen viele Städte wirtschaftlich auf dem Zahnfleisch. So eine Stadt wie Duisburg ist eigentlich jetzt schon pleite, die hat für irgendwelche klimapopulitischen Maßnahmen schlichtweg kein Geld.

Und zum Konsens in der Wissenschaft habe ich heute morgen noch ein schönes Zitat vernommen:
Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.
Dies hat einmal kein geringerer als Max Planck gesagt. Das war zu einer Zeit, als Deutschland noch als das Land der Dichter und Denker galt.
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