Der Blick am Morgen aus dem Fenster war verheißungsvoll: blauer Himmel und viel besser als vorhergesagt. Für heute auf dem Programm standen die beiden kleinen, aber feinen Skigebiete in Kappl und See, die sich super kombinieren lassen.
Den Anfang des Tages war ich in Kappl unterwegs. Insbesondere die erste Betriebsstunde war klasse, da hier noch nix los war und die Pisten kompakt und griffig waren. Die Präparation war aber spürbar schlechter, als gestern in Galtür. Die Pisten waren generell recht knollig und teilweise unruhig zu fahren. Das ist aber Gemecker auf hohem Niveau. Leider füllte sich das Skigebiet schnell. Ab ca. 10:30 Uhr gab es an den kuppelbaren Anlagen am Berg sehr lange Wartezeiten (ca. 3-4 Minuten). Die fix geklemmten Anlagen waren dahingegen Menschenleer, sodass ich mich dann dort mehr aufhielt. Da v.a. die SL in Kappl mindestens so schnell wie die KSBen fahren, war das auch kein Problem. Die Pisten hielten am Vormittag dem Andrang aber an sich gut stand, auch wenn ab und an einige Stellen etwas abgerutscht wurden und einige, auch größere Steine, zum Vorschein kamen. Insgesamt war das Skigebiet im Vollbetrieb.
Mit dem Bus um 12:46 Uhr wechselte ich ins Skigebiet See. Dort war es spürbar ruhiger, wenn auch für See untypisch „voll“ (das heißt, man muss auch mal 2 Sessel oder so an der Zeinisbahn warten). „Voll“ war es aber nur an der Zeinisbahn, die übrigen Liftanlagen waren kaum nachgefragt. Die Pisten waren auch in See bis zum Betriebsschluss noch in gutem Zustand. Die steileren Hauptpisten waren aber teilweise abgerutscht und eisig, was aber insgesamt nicht tragisch war. Steine gab es im gesamten Gebiet, außer direkt am Ausstieg von der Versingbahn, keine.
Das Wetter blieb bis zum Mittag sehr freundlich. Danach zog es langsam zu und die Bewölkung setzte sich durch. Gegen 15:30 Uhr gab es am Berg auch ein paar leichte Schneeschauer. Der Wind war kein Thema.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:

Morgendlicher, erster Blick auf die Pisten. Im Bild vorne sieht man übrigens die 4. Stütze der Ablittbahn, wo letztens eine Frau aus dem Sessel gestützt ist. Bei aller Tragik hatte die Frau wohl Glück, da die Stelle hier ja sehr gut für die Rettungskräfte erreichbar war. Seltsam ist die ganze Sache aber dennoch.

Blick auf die Abfahrt am Mardinalift

Blick von der Bergstation der Alblittbahn auf die schwarze Abfahrt an der Alblittkopfbahn

Blick ins hintere Paznauntal

Auf der schwarzen Abfahrt an der Alblittbahn, die am Morgen gut ging.

Blick auf die Bergstation der Diasbahn am Morgen

Blick auf die Talstation der Alblittkopfbahn, die auch schöne Pisten erschließt, die aber alle ein längeres Flachstück haben.

Blick aus der Alblittkopfbahn

Trassenblick aus der Alblittkopfbahn. Links unten liegt die Piste 8, die noch sehr unruhig war.

Toller Ausblick von der Bergstation der Alblittkopfbahn. Die Stimmung war durch das Gefunkel wunderschön

Blick ins Skigebiet von der direkten schwarzen Abfahrt an der Alblittkopfbahn. Man sieht auch die komplette Trasse des Alblittlifts, der wie auch der Mardinalift sehr schnell läuft. So muss das bei SL sein.

Start in die schwarze Abfahrt 8 ab der Alblittkopfbahn. Wie bereits beschrieben, hat mir diese Abfahrt nicht zugesagt, da sie noch recht unruhig war.

Schwarze 8

Auch die Lattenabfahrt habe ich gleich am Morgen gefahren, ehe die Massen den Weg in den hintersten Teil des Skigebiets gefunden haben.

Lattenabfahrt. Die Abfahrt hier war heute mit die Beste im Skigebiet. Übertroffen wurde sie aber, wie immer, von den Abfahrten am Mardinalift, inkl. der Varianten zur Gongallbahn.

Lattenabfahrt

Nun wieder der Sprung ins Hauptgebiet. Hier auf der roten Abfahrt am Alblittlift

Auf einer der tollen Varianten an der Gongallbahn. Der Klassenunterschied zwischen den Abfahrten an kuppelbaren Anlagen und fixen Anlagen war eklatant. Die Pisten an den fixen Liften waren tausend Mal besser und da Kappl seine fixen Lifte auch recht fix laufen lässt, passt das schon

Auf der tollen roten Abfahrt am Mardinalift

Auch die blaue Abfahrt am Mardinalift war schön zu fahren, auch wenn die Abfahrt ziemlich zur Seite hängt.

Dito

Auf der Talabfahrt war es dann gegen Mittag unangenehm voll. Wie gut, dass ich die Abfahrt bereits gleich als erstes einmal wiederholt habe.

Blick auf die Talstation der Diasbahn mit vollen Parkplätzen. Glücklicherweise war ich heute mit dem Bus unterwegs.

Blick auf den Talstationskomplex von der Bushaltestelle aus, ehe es um 12:46 Uhr nach See ging.

Und in See angekommen gab es hier nun den ersten Blick auf den Steilhang an der Zeinisbahn. Generell ist es in See deutlich dunkler, als in Kappl, was an der Hangausrichtung liegt.

Ausblick von der Bergstation der Zeinisbahn, wo diese im obersten Teil von einem Übungs-SL gedoppelt wird.

Mittlerer Abfahrtsteil der schwarzen Abfahrt an der Zeinisbahn. Der parallele Rauhkopflift läuft nur noch beim Nachtski.

Blick auf die Mittelstation vom Start des Steilhangs der schwarzen Abfahrt. Die schwarze Abfahrt ist wirklich eine tolle Abfahrt, auch wenn sie heute ab und an schon etwas arg abgerutscht war.

Auf der Abfahrt am Übungslift. Das Wetter zog leider langsam zu.

Die Abfahrt an der Rossmoosbahn ist eigentlich echt super, aber die zugehörige 4SB ist halt leider mega langsam.

Rückblick auf die Abfahrt an der Rossmoosbahn. Wie man erkennen kann, war es abseits der Zeinisbahn deutlich ruhiger.

Blick auf die Talstation der 4SB

Von der Rossmoosbahn ging es dann zur Versingbahn. Hier war es auch ziemlich ruhig.

Abfahrtsstart an der Versingbahn

Schlusshang zur Versingbahn, der noch wirklich gut ging, auch wenn es zum kompromisslosen Carven zu glatt war.

Zum Schluss des Tages ging es dann von der Rossmoosbahn über die Waldabfahrt zuerst über die Waldabfahrt zur Mittelstation und dann weiter ins Tal.

Auf der Talabfahrt, wo es erstaunlich ruhig war.

Blick ins hintere Paznauntal von der Talabfahrt nach See aus.

Abschließender Blick auf den Talort See. Wie man erkennen kann, waren auch hier die Parkplätze sehr stark belegt. Eigentlich ziemlich untypisch für See.
Fazit:
Auch heute war wieder ein ganz guter Tag, wobei es in Kappl besser war, als in See. An sich ist die Kombination der beiden Skigebiete jedoch sehr empfehlenswert. Verwundert war ich heute etwas über den doch sehr großen Andrang. Gerade in Kappl ist aber erkennbar, dass hier der Geheimtipp-Status bereits seit einiger Zeit abhanden gekommen ist. Für Kappl war der große Andrang aber eher unproblematisch, da sich Hinz und Kunz nur an den kuppelbaren Anlagen aufgehalten hat und die wirklich guten Abfahrten ausgelassen hat. Generell war auch hier das Publikum wieder etwas grenzwertig, sodass es eigentlich nicht wundert, wenn Leute wahrscheinlich wegen eigener Unfähigkeit aus dem Lift fallen (eigene Spekulation und soll die Tragik des Unfalls in keinster Weise herunterspielen, aber ein anderes Szenario fällt mir nicht ein, wie so etwas passieren kann).
Auch in See war es heute ganz nett, aber so richtig überzeugen konnte das Skigebiet heute nicht. Dazu trug aber bestimmt auch das etwas verschlechterte Wetter bei.