Inzwischen wurde die 15km-Begrenzung in vielen Landkreisen aufgehoben, damit gibt es wieder die legale Möglichkeit seinem Lieblingswintersport im Erzgebirge nachzugehen. Leider taut es ja bis in die höchsten Lagen, darum die Frage in welchem Zustand die Pisten am Fichtelberg zuletzt gewesen sind: ist da alles zerfahren und verbuckelt oder haben FSB / LGO mal eine Runde mit der Pistenraupe gedreht um Schäden durch zu lange Standzeiten vorzubeugen? Mit dem schweren Schnee sind Touren nicht mehr so attraktiv wie die letzten Wochen, aber bevor noch mehr taut würde ich es dennoch ins Auge fassen.
Die Verlängerung des Notstand in CZ (einschl. Schließung der Skigebiete) wurde doch durch die Länderchefs / Gouverneure gefordert und die Regierung ist diesem Wunsch nachgekommen, oder habe ich das falsch verstanden? Wurden die Lift-Betreiber von ihren Landesfürsten wirklich verraten wie manche Medien berichten? Oder haben sie sich schlicht falsche Hoffnungen gemacht und alles präpariert? Bei den aktuell ansteigenden Zahlen ist das schon sehr optimistisch IMHO (im Vergleich z.B. zur Schweiz mit Skibetrieb):
@ Spenden Klinovec: bei allem Verständnis für den betriebswirtschaftlichen Schaden durch eine (sehr kurzfristig) verordnete Schließung, nach neuesten Meldungen geht man von bis zu 200 Mio CZK für die gesamte Saison aus, das ist schon erheblich. Aber eine Spendenaktion finde ich seltsam - gern sollen sie Tickets für kommende Saison verkaufen um Geld in die Kassen zu spülen, auch weitere Aktionen a la 3 Tagestickets zum Preis für 2 oder andere Boni zusätzlich auflegen. Das würden wohl viele Gäste dankend annehmen (mich eingeschlossen) und dann hätten die Betreiber sofort Geld zur Verfügung statt auf Unterstützung zu hoffen. Als privater Betreiber trägt man doch aber so oder ein unternehmerisches Risiko, wenn das Wetter schlecht ist gibt es keine Saison, oder eben nur mit viel Aufwand eine kurze. Und bei viel Schnee und schönem Wetter macht man mehr Gewinn. Natürlich ist es um mögliche Investitionen schade, aber in den letzten Jahren wurde so viel modernisiert und erweitert dass der reale Bedarf aktuell nicht so riesig ist wenn man ehrlich ist. Eher sind doch die kleinen Gebiete existenzbedroht, und dort bringen die Entschädigungen dann mglw. auch den gewünschten Effekt.
Und weil es draußen gerade taut noch ein paar winterliche Bilder: wir haben die letzte Woche intensiv genutzt und waren (außerhalb des Erzgebirge weil 15km Radius) mit den Snowboards auf einer ehemaligen Mülldeponie in Leipzig, immerhin 30hm und verschiedene Abfahrten mit "Pisten"längen bis zu 300m
Besucht haben wir auch den Markkleeberger See, dort ist das Profil steiler bei einer ähnlichen Höhendifferenz, und jede Fahrt endet direkt am Strand. Wann kann man das schon mal erleben
Insgesamt waren wir doch überrascht wie viel man auch im Flachland anstellen kann, das tröstet ein wenig über die "verlorene" Saison im Erzgebirge hinweg.