Ich würde gerne etwas zur aktuellen Schneesituation schreiben, aber wir kamen gestern (SA, 5.2.22) gar nicht so weit: 7.15 Uhr Abfahrt Nähe Autobahnkreuz München-Süd, Blick aufs Navi zeigt: Bereits jetzt Stau um Hofolding, Irschenberg, Rosenheimer Landstraße als Alternativroute wegen Baumfällarbeiten gesperrt, also großräumige Umfahrung über Glonn, Maxlrain nach Bad Aibling. Dort wieder Stau auf der A8 bis Kreuz Inntal. Danach gute Verkehrslage bis Reit im Winkl (kein Kolonnenverkehr o.ä., aber natürlich nicht allein auf der Straße). In Reit im Winkl waren wir kurz vor 9 Uhr. Dann begann aber der Rückstau von Seegatterl, in dem es über mehrere Kilometer nur sehr langsam voranging.

Stau von Reit im Winkl in Richtung Seegatterl. Aufgenommen als wir um 10.15 Uhr wieder wegfuhren.
Wir dachten: Hmm, vielleicht wird ja gleich am Parkplatz der Impfstatus o.ä. kontrolliert, so dass es dann danach an den Kassen und Liften schneller geht? Gegen 9.45 Uhr dann endlich Einfahrt in den Parkplatz (2 ½ Stunden nach Abfahrt! In dieser Zeit ist man von uns aus normalerweise gut in Hintertux o.ä.), von Ruhpolding kamen auch immer wieder Fahrzeuge, die aber irgendwie flüssiger in den Parkplatz einfuhren als von Reit im Winkl. Wir bekamen einen Parkplatz ziemlich weit hinten in Richtung Ruhpolding, zogen die Ausrüstung an und liefen in einer langen Menschenschlange zum Talstationskomplex. Dort dann folgendes Bild:

Blick zur Kasse.

Blick in Richtung Ende der Schlange.
Wir beratschlagten kurz und entschieden: für uns hat es keinen Sinn, wir schätzten, dass wir sicherlich eine weitere Stunde für Ticketkauf samt Impfstatuskontrolle, Warten auf die Bergfahrt und die Bergfahrt benötigen würden. Ich weiß nicht, wie realistisch diese Einschätzung war, aber ohne längere Wartezeiten wäre es im Skigebiet angesichts dieser Besuchermassen sicherlich auch nicht zugegangen. So zog sich der Fahrer die Skistiefel aus und wir verließen gegen 10.15 Uhr Seegatterl unverrichteter Dinge wieder, während weiterhin der Stau etwas kürzer anhielt.
Fazit: Kein Vorwurf an die Betreiber, wir sind ja selbst schuld, dass wir an einem Samstag einen Tagesausflug in ein beliebtes Skigebiet von München aus machen wollten (Samstag deswegen, weil die Wettervorhersage deutlich positiver war als für Sonntag), dass wir nicht (noch) früher losgefahren sind (bei normalem Verkehr hätten wir exakt 75 min Anfahrt zum Seegatterl), dass wir nicht angesichts der Verkehrslage auf der A8 Ziel gewechselt haben (z.B. auf Lenggries => aber ich wollte so gerne mal wieder auf die Winklmoos und mit der Tochter dort üben… => ja, das kann man in Lenggries auch sehr gut, und waren wir zuletzt schon zwei Mal) und dass wir nicht früher aus dem Stau herausgefahren sind, um vor Ort das Ziel zu wechseln. Ich denke, das war gestern ein „Großkampftag“, der sich auch hoffentlich finanziell für das Unternehmen gut gerechnet hat.
Was ich mich frage: ist das jeden Wochenend- und Ferientag bei schönem Wetter und guter Schneelage so? Oder haben wir „Corona-Sondereffekte“, also dass viele Gäste, die normalerweise nach Österreich gefahren wären in Deutschland bleiben wollen, aus welchen Gründen auch immer? (ungeimpfte Kinder, die wegen des Labels „Hochrisiko-Gebiet“ für Österreich nach Rückkehr (selbst nach einem Tagesausflug?) fünf 5-10 Tage in Quarantäne müssten?; Erwachsene müssten geboostert sein) Für uns vier wäre das kein Problem gewesen, wir wollten auf die Winklmoos weil wir das Gebiet mögen und für die Skifahren lernenden Töchter für gut geeignet halten, daher die gestrige Gebietspräferenz.
Wann muss man spätestens in Reit in Winkl sein, damit man „normal“ zum Parkplatz kommt? Woher kamen alle die Leute so plötzlich? Alles Übernachtungsgäste aus Reit im Winkl, Ruhpolding? Oder deutlich früher losgefahren, es vor den Stau auf der A8 geschafft? Oder aus Ostbayern kommend ohne A8? Ist es nach den Faschingsferien besser? Wäre es nicht gescheiter gleich nach Waidring zu fahren, oder ist es dort genauso überlaufen an der Talstation?
Was wir dann gestern noch gemacht haben, dazu dann in einem anderen Topic.