
Da gibt es über 7000 Österreich-Schneeberichte in diesem Forum, aber wenn ich die Suchmaschine nach der Rieseralm bemühe, findet man keinen einzigen.
Ich schreibe von der Rieseralm bei Obdach, bitte nicht verwechseln mit der Riesneralm bei Donnersbachwald.
Das Schigebiet liegt auf einer Höhe zwischen 1310 und 1620 Meter und besteht aus vier Schleppliften und einem Tellerlift. Die meisten Pisten sind familienfreundlich. Wenn sie im Pistenplan nicht blau sondern rot markiert sind, liegt das eher an geringer Breite, als an starkem Gefälle. Nur die kurzen schwarzen Pisten weisen ein entsprechend steiles Gefälle auf.
Da ich etwas Neues kennen lernen wollte, nahm ich also die lange Anreise aus Wien mit 2 Stunden und 20 Minuten in Kauf, obwohl mich nun nur dieses kleine Schigebiet erwarten würde.
Wetter:
Am Vormittag war es bewölkt, am Nachmittag gab es zahlreiche Sonnenfenster. Kein Niederschlag, kein Wind.
Lift- und Pistenstatus:
Außer dem Lift IV, der nur eine Parallelanlage zum Lift III ist, waren alle Lifte geöffnet.
Es waren auch alle Pisten geöffnet, wobei die schwarze 17 (Kanonenrohr) nur sehr wenig Schnee hatte, und daher auch nicht mehr präpariert wurde.
Wartezeiten:
Warte…Was???
Nix, gar nix. Mit ganz viel Pech sind manchmal ein oder zwei Personen unmittelbar vor mir zur Einstiegstelle. Aber im Normalfall bin ich zum Lift und hatte vor und hinter mir zahlreiche leere Bügel.
Pistenzustand:
Die perfekten hart-griffigen Pisten blieben bis zum Betriebsschluss perfekt. Wie hätten sie sich auch bei dem geringen Besucherandrang abnützen sollen? An den Pistenrändern gab es auch noch zum Betriebsschluss frische Raupenspuren.
Bilder:
Ankunft am Parkplatz vor dem Gasthof Rieseralm 10 Minuten vor Betriebsbeginn. Blick zu den Liften III und IV mit der schwarzen 12 (Sterngasse) unmittelbar daneben. Von rechts kommen die rote 9 (Zirbenpiste) und die schwarze 14 (Schanze).

Jetzt heißt es zuerst ein Ticket erwerben. 30.- Euro für den ganzen Tag. Es gibt hier Sichtkarten.

Punkt 9:00 Uhr. Die Lifte werden für eine dreiköpfige Familie und mich in Betrieb genommen. Ich visiere den Lift II an. Bergfahrt.

Im Lift II. Rechts die Bergstation von Lift V.

Meine erste Abfahrt findet auf der Piste 5 statt. (Buckelpiste 1) Dabei handelt es sich um eine schnurgerade schmale Wellenbahn durch den Wald.

Dann teste ich die Piste 1 (St Wolfgang Blick).

Anschließende Bergfahrt mit dem Schlepplift I.

Piste 6 (Teichpiste)

Blick über die schwarze 15 (Sterngasse) hinunter zur Rieseralm. Mittlerweile dürften doch tatsächlich schon 20 bis 30 Autos am Parkplatz stehen,

Die schwarze 17 (Kanonenrohr) war nicht präpariert.

Zwar habe ich am Vormittag noch mehr Bilder gemacht, da aber am Nachmittag das Wetter besser war, lasse ich sie weg.
Einen ganzen Tag lang ausschließlich Schlepplift fahren, bin ich gar nicht mehr gewöhnt. Daher gönne ich mir die Mittagspause bereits vor 12:00 Uhr.

Und nach dem Essen ist das Wetter deutlich besser. Bergfahrt am Lift III.

Zoom über die Sterngasse zu den Talstationen der Lifte III und IV. Wie man sieht, gibt es keine Wartezeiten. Der 2m-Abstand zu anderen Personen konnte immer eingehalten werden. FFP2-Masken waren somit nie nötig.

Schöne Bergfahrt durch den Wald am Lift I.

Ebenso am Lift II.

Kann mir eigentlich wer verraten, wer der Hersteller dieses Lifts ist? Ich kann mich nicht erinnern, jemals in Österreich solche Gitterportalstützen gesehen zu haben.

Nochmals eine Stütze von Lift II, dahinter die Bergstation von Lift V.

Und noch eine Stütze, diesmal gegen die Sonne.

Piste 2 (Familienabfahrt), links die Bergstation von Lift I.

Lift V mit dem Gasthof Rieseralm im Hintergrund.

Zugehörige Piste 18 (Schneepflug)

Talstation Lift V. Ihn bin ich am seltensten gefahren. Hier waren doch tatsächlich mal zwei Personen vor mir.

Dann lieber wieder zum menschenleeren Lift II.

Bergfahrt Lift II

In einem so kleinen Schigebiet gönne ich mir noch eine weitere Pause.

Von der Piste 10 habe ich noch keine Bilder gezeigt. Sie hat den Namen Fun-Park. Hier ist einer der Gründe für diesen Namen.

Nachmals die Talstationen der Lifte III und IV mit der schwarzen 14 (Schanze) dahinter und den Bügeln von Lift V davor.

Eine letzte Bergfahrt mit dem Lift II, ehe es nach Hause geht. Der Berggipfel, der zwischen berg- und talwärts führendem Seil zu erkennen ist, ist übrigens der Zirbitzkogel.

Fazit:
Auch wenn der Anspruch an schifahrerisches Können nicht sonderlich gefragt war, war es ein grandioser Tag. Wann hat man schon an einem Wochenende so ein leeres Schigebiet? Perfekte Pisten bis zum Schluss.


