Da Frankreich-Berichte diese Saison sehr rar sind und sich dieser Skitag, zu dem ich den Bericht nie fertig gestellt hatte, heute zum dritten Mal jährt…
Mitte März 2019 stand das traditionelle Skiwochenende mit meiner damals 10-jährigen Tochter auf dem Plan. 2017 hatten wir Pila und Cervinia/Valtournenche besucht und dieses Mal wollten wir eigentlich das Skigebiet Espace Diamant und ein weiteres Skigebiet in der Nähe besuchen. Da die Wettervorhersage während der Woche vor der Abfahrt immer schlechter wurde und schließlich Mitte der Woche noch zur Bewölkung und Niederschlag starker Wind dazu kam, habe ich nach Alternativen gesucht. Erst sah es in den Dolomiten noch gut aus, aber kurz vor der Abfahrt war klar, dass neben den gesamten Nordalpen auf für die Südalpen fast überall schlechtes Wetter vorausgesagt war. Fast überall….
Nur im Westen der Südalpen versprach der Wetterbericht noch ein freundliches Wochenende, sogar mit Sonne. Also habe ich einen Tag vor unserer Abreise zwei Flüge nach Nizza und einen Mietwagen gebucht, so dass wir keine 24 Stunden später im Flieger nach Nizza saßen. Isola 2000 war unser erstes Ziel, wo ich 2011 einen meiner besten Skitage ever verbracht habe. Am nächsten Tag sollte es nach Valberg gehen, das ich bisher nicht kannte, das mich aber durch seine südliche Lage und sein damit verbundenes mediteranes Ambiente schon früher immer im Skiatlas fasziniert hatte.
Vorabend in Nizza. Aussicht vom Hotel aus.

„Typischer“ Start in einen Skitag am Meer mit Palmen

2 SB Lombarde mit Bunker im Hintergrund. Eine der ganz alten Sesselbahnen aus der Gründungszeit von Isola. Seit meinem letzten Besuch hier (2011) hat man die Tropfensessel gegen dieses neuere Modell ausgetauscht.

Blick Richtung Merlier und Mene Sektor.

Weiter oben an der Lombarde 2SB ist schon tiefster Frühling.

Im oberen Flachstück.

Ausstieg mit Festungsbauten. Hinter dem nächsten Berg liegt der Combe Sektor.

Blick vom Lombarde in den winterlichen Süden.

Bunker am Lombarde mitten im Skigebiet, dahinter die 8EUB Mercantour.

Eine von vielen im Skigenbiet aufgestellten Figuren.

Auf der Lombarde-Abfahrt mit Blick auf den südlichen und östlichen Skigebietsteil.

Blick nach Süden.

Blick nach Westen in den St. Sauveuer Sektor: Sauveur, Merlier und Mene.

Ende der Lombarde/Combe Grosse Abfahrt, wo es schon früh sulzig wurde.

6KSB Combe Grosse durch die Häuser hindurch.

Weiter oben. Auch hier schon frühlingshaft dank Südausrichtung.

Kurven-KSSL Grande Combe. Die Stützen am rückführenden Seil sahen sehr neu aus. Erst später bemerkte ich, dass der Lift gekürzt wurde. Aktuell folgt er direkt auf die 6KSB, früher ging bereits 200m weiter unten bei einem Restaurant los.

KSSL Grande Combe im Zoom. Man erkennt links deutlich die neue Stütze.

Weiter oben im Lift.

Blick zurück nach der Kurve.

St. Sauveur Sektor mit gleichnamigen KSSL und Gifpel-2SB Sistron am anderen Ende des Skigebietes.

Tolle Landschaft am KSSL Grande Combe.

Blick zurück. Hier ging der KSSL früher noch weiter runter.

Östliche flache Piste Chapelle.

Vorbei an der Hochhauschlange.

In die Station integriert startet die alte 4EUB. Eine EUB aus den Isola Gründungszeiten mit nachgerüsteten Kabinen, die früher im Monts Jura Skigebiet (Col de la Faucille) liefen. Die Station wurde seit meinem letzten Besuch hier ein wenig aufgemotzt.

Spannstütze oben an der 4EUB.

Oben an der 4UEB Richtung Westen.

Combe Grosse im Norden, mit dem KSSL und der 6KSB unten, wo ich gerade herkam.

In der Marmottes 4SB die ein paar schöne Pisten und einen Funpark erschließt.

Lombarde und Combe Grosse Sektor im Norden, wo ich gestartet bin. Komplett unterschiedliche Schneelage an den Nord- und den Südhängen im Skigebiet.

Verbindung zum St. Sauveur Sektor.

Blick zurück zur 8EUB die ich heute gar nicht gefahren bin.

St. Saveur Sektor. Hinten mittig links der Gipfel mit der Sistron 2SB wo es jetzt hingeht.

2SB Sistron im Zoom.

Zentraler Bereich an der Valette 6KSB. In der Mitte startet der St. Sauveur KSSL.

St. Sauveur KSSL mit steilem Waldstück. Erste KSSL Fahrt für meine Tochter überhaupt

Weiter oben im mittleren Streckenteil.

Und am Ende des Tals dann diese geniale 2SB ganz auf den Berg rauf mit toller Aussicht inkl. Meerblick. Das sind die i-Tüpfelchen-Anlagen die in vielen Skigebieten leider fehlen.

2SB Sistron mit Mont St. Sauveur im Hintergrund. Da hätte man gut noch einen weiteren Lift bauen können.

Combe Grosse mittig. Hier sieht man die ganze West-Ost-Ausdehnung des Skigebietes. Der Bereich rechts der Come Grosse sollte ursprünglich auch mal mit 2 Liften erschlossen werden, das Projekt wurde jedoch nie realisiert.

Aussichtsplattform an der Cime de Sistron. Die gab es bei meinem letzten Besuch 2011 hier noch nicht.

Blick in den Merlier Sektor mit gleichnamiger 2SB. Links am Grat entlang gab es mal eine extrem steile Abfahrt zur Merlier 2SB. Die Piste war noch lange in den Pistenplänen (aber immer geschlossen), aber nach einem tödlichen Lawinenunfall wurde sie dann vor einigen Jahren auch aus dem Pistenplan rausgenommen.

Am Start war die Piste noch ok und einigermaßen flach. Danach wurde es heftig. Einige Eisenstangen deuten heute noch auf die Piste hin.

Merlier 2 SB im Zoom. Erschließt wieder eine ganz eigene Geländekammer.

Monte Visio im Norden. Die Spitze ist leider in den Wolken.

Skigebiete im Südwesten: Links ganz hinten Greyolieres, mittig Rubion und rechts Valberg/Beuil.

Greyolieres im Zoom mit sehr wenig Schnee. Da waren Anfang März nur noch die beiden Kuntschneepisten offen. Mitte März war dann alles zu.

Roubion mit noch guter Schneelage

Valberg/Beuil wo wir am nächsten Tag Skigefahren sind.

Auron im Nordwesten wo ich 2011 schon einmal war. Die südlichen Pisten und der Ort schon alle ohne Schnee.

Noch mal Roubion (links) und Valberg/Beuil (rechts).

Dann ging es wieder ins Skigebiet zurück über die einzige Piste am Sistron, die aber immerhin Meerblick hat und oben als Gratpiste verläuft.

Weg zurück ins Skigebiet.

Tolle Firnverhältnisse am KSSL Sistron. Piste war auch nach 14:00 Uhr noch perfekt zu fahren.

Alte 2SB Merlier.

Auf dem Weg zur Mene 4SB. Hier war die einzige schlechte Piste an diesem Tag: Eisig und abgerutscht, dank Lanzenbeschneiung.

4SB Mene eine gebrauchte Anlage aus Isola. Bei meinem letzten Besuch stand hier noch eine alte 2SB.

Mene 4SB weiter oben.

Zentraler Bereich St. Sauveur mit der Valette KSB.

4SB Meine ganz oben. Auch hier wieder wenig Schnee.

Tolle Dairière Abfahrt die auch nachmittags noch perfekt ist.

Mene Sektor.

Valette 6KSB, die schon vor 10 Jahren 3 andere Sesselbahnen ersetz hat und tolle Pisten und Gelände erschließt.

Wieder zurück im zentralen Bereich Pelevos südlich der Station Isola.

Station in Sicht. Alles ist noch original aus der ursprünglichen Erschließung Mitte der 70er Jahre:
Die Skibrücke über die Schlucht, der KSSL mit der Brücke, die Hochhausschlange etc. Nur die Häuser oben am Hang kamen später dazu.

Nun geht es in 3 Sektionen KSSL entlang der Station den Hang dem Tal entlang folgend wieder hinauf. Hier die 2. Sektion (KKSL Front de Neige).

Nostalgisch: 4EUB, KSSL und alte Skibrücke.

Im langen KSSL Roubines mit Blick auf den KSSL Belvedere.

Weiter oben im östlichen Teil des Skigebietes.

Hintenrum-Piste Lac mit toller Landschaft. Schade, dass man den mittigen Bereich oben nicht auch noch wie ursprünglich geplant erschlossen hat.

Lac Piste weiter unten. Hier doch arg flach und modelliert aber gut zum Heizen. Auch die Pistenqualität ist noch top um 16 Uhr an einem heißen Frühlingstag im März.

Auch der steile KSSL Parcs muss noch gefahren werden. Allerdings hat eine Skifahrerin bei einem Katapultstartsturz den Lift außer Betrieb gesetzt, so dass erst der Liftmann von der Bergstation kommen musste um den Lift wieder in Gang zu setzen.

Die Bergstation des Parcs KSSL liegt um 16:50 bereits im Schatten.

Kurzer KSSL Plateau, den man benötigt um auf die östliche Grand Tour-Abfahrt zu kommen.

Grand Tour. Oben sehr flach aber tolles Panorama. Rechts der Tete Merciere, den man auch noch gut mit einem Lift erschließen könnte. Irgendwo hier hätte die Verbindung zur geplanten Schwesterstation von Isola 2000 verlaufen müssen. Das Skigebiet hätte Azure 2000 heißen sollen und war südöstlich von Isola geplant, wurde aber leider nie verwirklicht.

Blick zurück zur Station. U. a. wegen diesen Panoramen und den lichten Lärchenwäldern mag ich die Südalpen so sehr.

Vollgas zur Station zurück um noch einmal vor 17:00 Uhr die 6KSB Combe Grosse zu erreichen.

Geschafft.

In der 6KSB: Im Hintergrund noch mal der Tete de Merciere, wo die Verbindung nach Azure 2000 geplant war.

Letze Abfahrt am Belvedere KSSL. Ein großartiger Skitag geht zu Ende.

Auch dieser Skitag in Isola war wieder einmal großartig. Die Mischung aus mediteranem Ambiente, genialem Gelände, Pisten und Landschaft, Frühlingssonne pur und tollen Liften (viele KSSL, Poma Oeuf etc.) hat mich mal wieder rundum begeistert. Weiterhin war dies der erste Skitag mit meiner Tochter, an dem sie ein Niveau erreicht hatte, an wir praktisch alle Pisten zusammen fahren konnten und sie den ganzen Tag bei recht hohem Tempo durchgehalten hat. Das hat viel Spaß gemacht und steigert die Vorfreude auf weitere gemeinsame Skitage in der Zukunft.
Isola ist nach diesem Besuch so ein Skigebiet, dass ich sofort jederzeit wieder gerne besuchen möchte, aber mich fast nicht mehr getraue. Die bisherigen Besuche waren ausnahmslos so gut, dass ich Angst habe auch mal einen schlechten Tag dort zu erwischen…