Werna76 hat geschrieben: 22.04.2022 - 22:19
Fröhliches Weiterdiskutieren über ein seit vielenvielen Monaten nicht mehr existierendes Projekt
Warum soll das Projekt seit vielen Monaten nicht mehr existieren? Warum reicht man dann eine Petition ein, wenn es sich bereits erledigt haben soll? Macht in meinen Augen wenig Sinn.
Es ist unwahrscheinlich, dass es realisiert wird, aber die Pläne sind schon noch da.
ski-chrigel hat geschrieben: 22.04.2022 - 14:39
Ich frage mich einfach, was man denn da verbaut. Was soll denn an diesen Restgletschern und Steinwüsten überhaupt schützenswert sein? Jedenfalls aus der Luft ist dieser Anblick kein schöner mehr.
Genau. Was Chrigel aus der Luft betrachtet nicht gefällt, kann weg. Das beste Argument bisher…
Julian96 hat geschrieben: 23.04.2022 - 06:34Warum soll das Projekt seit vielen Monaten nicht mehr existieren?
Werna76 hat geschrieben: 12.11.2020 - 22:38LSAP, falls man diese Bezeichnung für ein Projekt verwenden kann.
Ich hab das damals nicht aus Langeweile geschrieben und in fast 18 Jahren Alpinforum hat jede Info die ich bezüglich Neubauten gebracht habe gestimmt... ein klein wenig Vertrauen könntest du mir also entgegenbringen Julian
Warum Hr. Falkner dieses tote Pferd noch reitet ist mir nicht klar. Ich vermute er wird einen Haken schlagen nach dem Motto: ok dieses Projekt nicht, aber dafür neue Lifte auf Berg xy oder die Umfahrung Sölden, ihr könnt uns nicht alles ablehnen.
Übrigens wäre man mit den aktuellen Baukosten bei GIK von Daumen mal Pi 200 Mio.
Ich habe gefragt wo der Sinn einer Petition sein soll, wenn das Projekt schon erledigt ist. Da fehlt mir der Zusammenhang.
Wenn die Pläne entgültig verworfen wären ist eine Petition ja hinfällig.
Ein Ausbaustopp wird aber mittel- bis langfristig zu weniger Skigebieten führen. Die Zukunft liegt wohl eher in +2500m, der xste Neubau auf 1000m wird ja langfristig gesehen auch nicht helfen.
kaldini hat geschrieben: 22.04.2022 - 21:37
dann frag ich mich schon, warum du nun 1+1 Tage in Ischgl und 3 Tage in Hintertux gewesen bist - 200km Piste vs. 60. Oder gibt es noch andere Gründe ausser der Größe?
Ich mache ja nicht die Masse aus. Wie in diesen fünf Tagen gesehen, gibt es durchaus auch andere Gründe als die Grösse (Ischgl war heute schneetechnisch etwas enttäuschend). Aber die Masse zieht es halt doch in die grossen Gebiete. Und mit der schlichten Masse verdient man halt viel Geld. Du willst den überwältigenden Erfolg der grossen Destinationen wohl nicht wirklich in Frage stellen? Während viele kleine so vor sich hinvegetieren und jede Ersatzinvestition grosse Kraftakte erfordern. Natürlich braucht es auch Nischen. Das stellt niemand in Abrede. Aber in diesem Fall ist es für das Pitztal einfach die Flucht nach vorne. Nicht nur dem Herbstskilauf wegen, sondern wegen einem schlagartigen Aufstieg von einem kleinen Gebiet in die Klasse der Grossen.
OT: Und ja, Hauptgrund war unser Lieblingshotel in Tux, das wir 2020 und 2021 gebucht hatten, als in dieser Nach-Oster-Woche die Zillertalarena (gross!) und Rastkogel-Penken noch geöffnet gewesen wären. Mein Sohn fand es nur in Hintertux schon etwas langweilig und fuhr jeweils etwas früher als ich alleine mit dem Bus zurück ins Hotel. Nachdem wir coronabedingt im 2021 in der Nach-Osterwoche in Zermatt (gross!) so viel Pistenspass hatten, überlegen wir, nächstes Jahr trotz weniger tollem Hotel, wieder nach Zermatt zu fahren. Dann sogar mit Italien. Der Grösse wegen!
OT
Wenn Italien dan auf hat... ist das keine Idee eines Einzelnen... aber wer kann das garantieren..
Aus 750km Entfernung traue ich mir keine Prognose zu...
Es ist ja nur eine Umfrage im Pitztal, wie diese vermutlich aus geht, kann ich jetzt schon sagen... über 90% Zustimmung..
Ich bin seit über 30 Jahren mindestens einmal im Winter im Pitztal, und habe dann auch oft mit den Einheimischen über dieses Thema gesprochen...
die Einheimischen stehen voll hinter diesem Projekt....
Mehr Einfluss auf dieses Projekt hat vermutlich die Landtagswahl in 2023, sollten die Grünen dort mehr als die aktuellen 4 Mandate bekommen,
dann dürfte dieses Projekt wohl endgültig Geschichte sein....
da man die Berichte in den Links der vorherigen Beiträge nur in TT plus Mitgliedschaft lesen kann, nachfolgend noch ein link dazu aus der ORF mediathek..
Es wäre aber schon verheerend, wenn man in einer Demokratie eine Volksabstimmung missachtet. Normalerweise ist sowas eher in anderen Gegenden der Welt üblich, dass Regierungen meinen, über dem Volk zu stehen.
j-d-s hat geschrieben: 18.06.2022 - 18:33
Es wäre aber schon verheerend, wenn man in einer Demokratie eine Volksabstimmung missachtet. Normalerweise ist sowas eher in anderen Gegenden der Welt üblich, dass Regierungen meinen, über dem Volk zu stehen.
Das ist die Zukunft.
Für die Sache ist alles recht...
Dejavu?
Ja.
...manch einer würde sagen das gabs u.a. vor 100Jahren auch schon ... auch ziemlich genau in Mitteleuropa.
Bildung ist bei manchen mehr als Einbildung, bei vielen jedoch nicht.
j-d-s hat geschrieben: 18.06.2022 - 18:33
Es wäre aber schon verheerend, wenn man in einer Demokratie eine Volksabstimmung missachtet. Normalerweise ist sowas eher in anderen Gegenden der Welt üblich, dass Regierungen meinen, über dem Volk zu stehen.
1.) Wenn sie es selbst zahlen, ohne Geld der nicht an der Volksabstimmung beteiligtennin Tirol lebenden, können sie es machen.
2.) gibt es ja noch ein übergeordnetes Wohl, welches auf Bezirks-, Landes- oder Bundesebene gilt
3.) Arzel könnte auch eine Abstimmung machen, ob noch Verkehr durch ihren Ort Rollen soll, ohne dass die was davon haben.
"Verkehr durch den Ort rollen" war noch nie ein Argument. Sonst gäbs heute nirgends ausgebaute Straßen, weil jeder Ort gesagt hätte, die Autobahn oder Bundesstraße wäre im Nachbarort viel besser aufgehoben als im Eigenen. Sowas ist dann übergeordnetes Wohl - aber doch nicht ein paar Seilbahnen oder deren Nichtbau in einer Gerölllandschaft in einem Alpental. Oder kannst du mir erklären, welche Auswirkung das auch nur in Innsbruck oder gar in Wien hätte? ("Ein ungutes Gefühl" oder "Verletzung des Selbstverständnisses als Umweltschutznation" zählen nicht.)
Die Söldener Bergbahngesellschaft müsste doch einiges an Geld haben? Die werden sicher auch was bezahlen.
Österreich hat es sich als Ziel gesetzt, den Flächenverbrauchbauf auf 2,5 Hektar pro Tag zu reduzieren (und ist aktuell davon weit entfernt). Also muss man auf Bundesebene abwägen, wo man das am Besten einsetzt.
Auch Tirol hat solche Vorgaben einzuhalten.
Und beide müssen auch an die gesamte Bevölkerung denken. Ein größeres Skigebiet im hinteren Pitztal zieht mehr Verkehr auf der Fernpassstrecke und im vorderen Pitztal mit sich.
Würde jds ein bisschen Mehr Schweizer Zeitungen lesen dann wüsste er dass sein Argument bei gefühlt jeder zweiten Abstimmung in irgend einer Form ein Thema ist und das leider viel zu oft auch zurecht. Ist also nichts neues.
Die Argumentation von kaldini kann man grösstenteils nachvollziehen, würde aber immer und überall genau so argumentiert würden wir uns schon längst gegenseitig die Birne einschlagen weil jeder glaubt seine Position sei von höherem Interesse und der andere solle zurück stecken.
Zur Verbindung selber, nachdem ich letzten Herbst im beiden Gebieten war. 3S von der SSB Berg rüber zur EUB Mitte, alles andere ist Illusion.
Theo hat geschrieben: 19.06.2022 - 08:40
Zur Verbindung selber, nachdem ich letzten Herbst im beiden Gebieten war. 3S von der SSB Berg rüber zur EUB Mitte, alles andere ist Illusion.
Was meinst du jetzt mit SSB? Schwarze Schneid Bahn oder Schrägstollenbahn? Ich kann mir darunter jetzt sowohl ne Bahn von der Schwarzen Schneid Mitte zur Bergstation Gletscherexpress als auch ne Bahn von der Schwarzen Schneid Berg irgendwie zur Mittelbergbahn rüber vorstellen. Wobei ich denke zu meinst erstere Variante.
kaldini hat geschrieben: 19.06.2022 - 07:27. Ein größeres Skigebiet im hinteren Pitztal zieht mehr Verkehr auf der Fernpassstrecke und im vorderen Pitztal mit sich.
Zweites ja
Zweites nein...
Warum?
Deshalb fahren nicht mehr Kunden in Österreich Ski. Der Markt schrumpft in Mittel und Westeuropa.. die Kunden verteilen sich nur etwas anders...langfristig würden dort dann überhaupt noch welche bleiben weil der Winterskitourismus im Pitztal bleibt.
Es bringt in beide Richtungen nichts argumentativ draufzuhauen. Beides endet dann in katastrophalen Szenarien
A überkapazitative Monsterskigebiete mit Autobahnanschluss Bettenburgen und Dumpingpreisen in
Mondlandschaften ala Ballermann ( s.oben am Bedarf vorbei)
Oder
B
Leere Täler mit massiver Abwanderung in wunderbarer Natur aber ohne Erschliessung oder ausreichende Einkommensmöglichkeiten für die ursprüngliche Bevölkerung.(vernichtete nicht mehr steuerzahlende Wirtschaftsstrukturen)
Ausgewogenheit wäre das Stichwort.
M.E. sind die ursprünglich geplanten zu erschliessenden Pistenflächen mässig attraktiv und nur mit sehr hohen Bau/Liftaufwand machbar.
Warum nicht über eine " einfache" Verbindung ala ÖtzPitzlink nachdenken.
Kostet auch viel Geld.. aber weniger... erst recht im Betrieb.
Man hat extrem geländeschonend gearbeitet und der Marketingeffekt ist für beide Täler da. Dann holt man sich noch 100% erneuerbare Energien in Herbst und Frühjahr und die Sache passt.
Theo hat geschrieben: 19.06.2022 - 08:40
Zur Verbindung selber, nachdem ich letzten Herbst im beiden Gebieten war. 3S von der SSB Berg rüber zur EUB Mitte, alles andere ist Illusion.
Was meinst du jetzt mit SSB? Schwarze Schneid Bahn oder Schrägstollenbahn? Ich kann mir darunter jetzt sowohl ne Bahn von der Schwarzen Schneid Mitte zur Bergstation Gletscherexpress als auch ne Bahn von der Schwarzen Schneid Berg irgendwie zur Mittelbergbahn rüber vorstellen. Wobei ich denke zu meinst erstere Variante.
Ich meine vom Gletscher Express Berg zur Schwarzen Schneid Mitte.
Theo hat geschrieben: 19.06.2022 - 08:40
Zur Verbindung selber, nachdem ich letzten Herbst im beiden Gebieten war. 3S von der SSB Berg rüber zur EUB Mitte, alles andere ist Illusion.
Was meinst du jetzt mit SSB? Schwarze Schneid Bahn oder Schrägstollenbahn? Ich kann mir darunter jetzt sowohl ne Bahn von der Schwarzen Schneid Mitte zur Bergstation Gletscherexpress als auch ne Bahn von der Schwarzen Schneid Berg irgendwie zur Mittelbergbahn rüber vorstellen. Wobei ich denke zu meinst erstere Variante.
Ich meine vom Gletscher Express Berg zur Schwarzen Schneid Mitte.
Theo hat geschrieben: 19.06.2022 - 08:40
Zur Verbindung selber, nachdem ich letzten Herbst im beiden Gebieten war. 3S von der SSB Berg rüber zur EUB Mitte, alles andere ist Illusion.
Was meinst du jetzt mit SSB? Schwarze Schneid Bahn oder Schrägstollenbahn? Ich kann mir darunter jetzt sowohl ne Bahn von der Schwarzen Schneid Mitte zur Bergstation Gletscherexpress als auch ne Bahn von der Schwarzen Schneid Berg irgendwie zur Mittelbergbahn rüber vorstellen. Wobei ich denke zu meinst erstere Variante.
Ich meine vom Gletscher Express Berg zur Schwarzen Schneid Mitte.
Ich glaube nicht, daß du in beiden Gebieten warst. Sonst würdest du nicht so eine Variante bauen wollen.
Im Pitztal ist das größte Problem die Zubringerbahn auf den Gletscher.
Daher muß eine zusätzliche Zubringerbahn gebaut werden und nicht ein Verbindungslift von der Bergstation der zu leistungsschwachen Standseilbahn.
Im Ötztal apert die Mittelstation der Gondelbahn aus. Sie wird von Jahr zu Jahr schwieriger erreichbar und in einigen Jahren gar nicht mehr erreichbar sein.
Daher ist auch dieser Standort der Verbindungsbahn falsch.
Die von den Gletscherbahnen vor 2 Jahren eingereichten Variante ist richtig.
Sie bringt den Pitztalern die wichtige zweite Zubringerbahn und uns Skifahrern die Verbindung mit Liften und Pisten.
Es entsteht für uns ein attraktives Gletscherskigebiet oder Dank Gletscherschmelze ein zukunftsfähiges Höhenskigebiet zwischen 2400m bis 3400m Seehöhe mit langer Skisaison von Oktober bis Mai.
Lifte in 1000m Seehöhe zu bauen bringt nichts mehr.
Da muß die Politik in den Alpenländern rasch umdenken.
Neue Lifte braucht es in Lagen oberhalb von 2000m Seehöhe und die sollten in Österreich bis über 3000m Seehöhe und in der Schweiz bis über 4000m Seehöhe gebaut werden.
Werter Kollege, ich war an beiden orten. Bei bedarf kann ich dir gerne Bilder und Kreditkartenabrechnungen mailen.
Die Zubringerbahn selber ist kein Problem, die Kapazität hoch genug. Die Probleme wo es da wohl öfters gibt sind betrieblicher Natur und es ist nicht gesagt dass dass bei einer Umlaufbahn anders wäre.
Ob die Mittelstation der Gondel in Sölden per Ski von oben her erreichbar ist ist kein Kriterium für meinen Variante, zumindest nicht so lange wie man mit den Ski von dieser gut auf die Pisten kommt.
Beim Rest gebe ich dir in vielen Dingen recht, mit der derzeitigen Politik geht dass aber nicht. Dass von dir geforderte Umdenken findet ganz sicher nicht statt, im Gegensatz es geht sehr stark in die gegengesetzte Richtung und das wissen wir im Grunde auch alle, nur dass wir es nicht glauben wollen.
Da muss ich wiedersprechen, selbst unter optimalen Bedingungen hat der Gletscherexpress eine Förderleistung von 1600 Personen/h, was für heutige Verhältnisse wirklich sehr wenig ist. Und 1600 entspricht 8 Fahrten pro Stunde, da muss in den Stationen schon alles reibungslos laufen um das zu erreichen.
Dass man die Bahn aktuell oft suboptimal betreibt stimmt aber sicherlich.