Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus Österreich
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skifam
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von skifam »

snowotz hat geschrieben: 20.04.2022 - 22:56
Werna76 hat geschrieben: 19.04.2022 - 19:56
Die Bürgerinitiative Feldring übergibt der Landesregierung am Freitag fast 170.000 Unterschriften gegen den Zusammenschluss der Gletscherskigebiete Ötztal-Pitztal.
https://tirol.orf.at/stories/3152537/
...Skifahrer die gerne Abwechslung haben müssen nicht erst mit dem Auto vom einem Tal ins andere fahren.
Ist auch nicht gerade umweltfreundlich :wink:
Das zu unterbinden ist für Diese ein Leichtes.....
Wart es nur ab...das wär der nächste Schritt.
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von stephezapo »

j-d-s hat geschrieben: 20.04.2022 - 20:39 Solche Einmischungen gegen den Willen der Menschen vor Ort wenn man gar nicht im Geringsten betroffen ist, sind unanständig.
Umgekehrt: Warum dürfen dann rein lokale NIMBY-Bürgerinitiativen große Infrastrukturprojekte wie die 380kV-Salzburgleitung mit folglich massiven Mehrkosten um Jahre verzögern, obwohl das (nicht erst seit Putin) im starken Interesse der gesamten Republik steht?
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snowotz
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von snowotz »

skifam hat geschrieben: 20.04.2022 - 23:25
snowotz hat geschrieben: 20.04.2022 - 22:56
Werna76 hat geschrieben: 19.04.2022 - 19:56
https://tirol.orf.at/stories/3152537/
...Skifahrer die gerne Abwechslung haben müssen nicht erst mit dem Auto vom einem Tal ins andere fahren.
Ist auch nicht gerade umweltfreundlich :wink:
Das zu unterbinden ist für Diese ein Leichtes.....
Wart es nur ab...das wär der nächste Schritt.
Naja, ganz so leicht wird es auch nicht. Da müsste man ja vor jedem Taleingang eine Kontrollstelle hinbauen um nur noch die Touristen reinzulassen, welche einen Beherbergungsnachweis haben und man bräuchte dazu noch große Parkplätze mit Busterminal um dann die ganzen Tagestouristen in die einzelnen Skigebiete zu karren.

Um aber auf die Skiegebietszusammenschlüsse zurück zu kommen:
Vergleichen wir doch mal die im letzten Artikel beschriebenen geplanten Verbindungen miteinander um die es dieser Initiative hauptsächlich geht

Hochötz - Kühtai:
bestehende Busverbindung Ochsengarten-Kühtai (ca. 15 min), mit Seilbahnverbindung vielleicht 10 Minuten
Ob da eine Vebindung unbedingt sein muss überlasse ich mal jedem selbst. Aus meiner Sicht eher weniger.

Sölden - Pitztaler:
mit dem Auto rund 80 km und 1,5 Std. Fahrzeit, mit reiner Seilbahnverbindung dagegen nur 10 Minuten
Hier sieht es mit dem Verhältnis Nutzen / Umweltverträglichkeit schon ganz anders aus (v.a. wenn es nur um eine reine Seilbahnverbindung ohne Pistenneubau geht, was mir schon völlig ausreichen würde und ich auch als einen guten Kompromiss sehe)
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von stephezapo »

snowotz hat geschrieben: 21.04.2022 - 15:10
Hier sieht es mit dem Verhältnis Nutzen / Umweltverträglichkeit schon ganz anders aus (v.a. wenn es nur um eine reine Seilbahnverbindung ohne Pistenneubau geht, was mir schon völlig ausreichen würde und ich auch als einen guten Kompromiss sehe)
Selbst ohne Pistenneubau klotzt man dann eine 3S und zwei EUB dorthin. Da können die nächsten Jahre noch tausende PKWs von Sölden ins Pitztal fahren, bis sich die Bahnen emissionstechnisch amortisieren. Abgesehen vom gigantischen Bauaufwand werden die ja auch nicht mit Edelweißduft betrieben.

Ginge sich eine reine Direktverbindung (Pendelbahn müsste kapazitätstechnisch ja reichen) überhaupt topologisch aus?
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von snowotz »

stephezapo hat geschrieben: 21.04.2022 - 17:29 Ginge sich eine reine Direktverbindung (Pendelbahn müsste kapazitätstechnisch ja reichen) überhaupt topologisch aus?
Also ich bin jetzt kein Seilbahnbauexperte, aber allein wie ich das aus meinen Besuchen beider Gebiete einschätze müsste es vom Rettenbachgletscher möglich sein, evtl. je nach Lage der Station am Pitztaler sogar Stützenlos per Pendelbahn. Das ist jetzt aber reine Spekulation.
Leider ist aber halt diese "kleine" Lösung nicht vorgesehen. Man will zusätzlich noch einen zweiten Zubringer auf den Pitztaler und auch noch neue Pisten am linken Fernerkogel. Diese große Lösung wäre natürlich zugegeben für uns Skifahrer die Interessantere, was in der heutigen Zeit aber wohl kaum noch (ob leider oder zum Glück lasse ich mal offen) durchzusetzten ist. Daher wäre ich schon mit der kleinen Lösung als Kompromiss sozusagen zufrieden.
Lieber jetzt die kleine Lösung, als vielleicht in 30 Jahren die Große oder überhaupt keine.
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von skifam »

stephezapo hat geschrieben: 21.04.2022 - 17:29
snowotz hat geschrieben: 21.04.2022 - 15:10
Hier sieht es mit dem Verhältnis Nutzen / Umweltverträglichkeit schon ganz anders aus (v.a. wenn es nur um eine reine Seilbahnverbindung ohne Pistenneubau geht, was mir schon völlig ausreichen würde und ich auch als einen guten Kompromiss sehe)
Selbst ohne Pistenneubau klotzt man dann eine 3S und zwei EUB dorthin. Da können die nächsten Jahre noch tausende PKWs von Sölden ins Pitztal fahren, bis sich die Bahnen emissionstechnisch amortisieren. Abgesehen vom gigantischen Bauaufwand werden die ja auch nicht mit Edelweißduft betrieben.

Ginge sich eine reine Direktverbindung (Pendelbahn müsste kapazitätstechnisch ja reichen) überhaupt topologisch aus?
Meine E Autos fahren aber auch mit Edelweissduft, zumindest wird das so propagiert und verkauft... stimmt das etwa nicht?
Dann ist das ja ein viel größerer Betrug als der Dieselskandal.
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von j-d-s »

Dass offenbar eine reine PB-Verbindung nichtmal überlegt wird, also seitens der Seilbahngesellschaften, ist in der Tat seltsam. Zumal es in den letzten Jahren ja einige äußerst erfolgreiche Nur-PB-Verbindungen gab, bspw. Arosa-Lenzerheide, Grimentz-Zinal, Wagrain G-Link.
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von snowotz »

stephezapo hat geschrieben: 21.04.2022 - 17:29 Da können die nächsten Jahre noch tausende PKWs von Sölden ins Pitztal fahren, bis sich die Bahnen emissionstechnisch amortisieren.
Emmission ist das eine Thema (noch hat nicht jeder ein E-Auto), Zeitersparnis das andere (2x 1 1/2h am Tag des Besuchs des jeweils im anderen Tal liegenden Gletscher-Skigebietes)
Ein weiteres Argument wäre dann noch, dass man quasi mit einer einzigen (Verbinduns-) Bahn die Skigebietsgröße und damit auch die Attraktivität deutlich erhöht (v.a. im Wettbewerb zu Tux u. Stubai)
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von snowotz »

j-d-s hat geschrieben: 21.04.2022 - 22:12 Dass offenbar eine reine PB-Verbindung nichtmal überlegt wird, also seitens der Seilbahngesellschaften, ist in der Tat seltsam. Zumal es in den letzten Jahren ja einige äußerst erfolgreiche Nur-PB-Verbindungen gab, bspw. Arosa-Lenzerheide, Grimentz-Zinal, Wagrain G-Link.
Das wundert mich allerdings auch. Aber vielleicht ist das ja schon der Plan B in der Schublade
Doch erstmal probiert man es halt ob man nicht noch die große Variante hin bekommt :wink:

La Plagne - Les Arcs ist auch noch ein gutes Beispiel für eine reine PB-Verbindung
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von j-d-s »

:ja:

Und zusätzlich gibts noch diverse Pistenlose EUB-Verbindungen wie den Panoramalink Wagrain-Kleinarl oder auch die Verbindungs-EUB in Obergurgl. Ist ja das gleiche Konzept und nur wegen des Terrains ne EUB und keine PB (sprich: weil das Terrain auch EUBs ermöglichte, während bei anderem Terrain nur eine PB sinnvoll ging... oder ne 3S wie in Kitzbühel, aber das ist halt wieder teuer).
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von kaldini »

snowotz hat geschrieben: 21.04.2022 - 22:27
stephezapo hat geschrieben: 21.04.2022 - 17:29 Da können die nächsten Jahre noch tausende PKWs von Sölden ins Pitztal fahren, bis sich die Bahnen emissionstechnisch amortisieren.
Emmission ist das eine Thema (noch hat nicht jeder ein E-Auto), Zeitersparnis das andere (2x 1 1/2h am Tag des Besuchs des jeweils im anderen Tal liegenden Gletscher-Skigebietes)
Ein weiteres Argument wäre dann noch, dass man quasi mit einer einzigen (Verbinduns-) Bahn die Skigebietsgröße und damit auch die Attraktivität deutlich erhöht (v.a. im Wettbewerb zu Tux u. Stubai)
diese Argumente finde ich aber schon sehr an den Haaren herbei gezogen! Sölden bietet 144km Pisten, das reicht für die meisten Skifahrer sogar für eine ganze Woche (sonst würden wohl nicht so viele dort hinfahren). Und wenn jemand Abwechslung will: nicht weit entfernt ist Vent und Gurgl! Und etwas weiter Hochoetz / Kühtai. Also in der Wintersaison gibt es genügend Alternativen, da muss man nicht bis ins hintere Pitztal fahren.
Im Gletscherherbst wäre es schon eine Erweiterung, aber nur für diesen kurzen Zeitraum so viel zu verbauen, wäre dann meiner Meinung nach übertrieben.

Was passt denn von der Attraktivität her mit Sölden nicht? Sobald im Spätherbst Giggijoch aufmacht, hat man doch recht viele Möglichkeiten (sonst bitte es auch nur mit den oberen Teilen in Tux vergleichen). Bisher meide ich im Herbst die Gletscher am Wochenende, da dort so viel los ist - so schlecht kann es da also nicht laufen.
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von j-d-s »

Ein Skigebiet kann nie groß genug sein. In dem verlinkten Artikel die Behauptung, dass "zu große" Skigebiete unbeliebt seien, ist eindeutig falsch, da in nahezu allen Skigebieten nach Verbindungen mehr Gäste kamen als vorher (und zwar bezogen auf die einzelnen Skiorte). Ich erinnere mich an Zahlen von Saalbach/Fieberbrunn, wo ersteres ca. +10% hatte, letzteres +20%. Tendenziell profitiert also das zuvor kleinere Gebiet stärker, jedenfalls in relativen Zahlen.

Es gibt bis heute kein einziges Skigebiet, welches so groß wäre, dass man es nicht innerhalb von 8 Stunden von einem Ende bis zum anderen und zurück schaffen könnte.
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von kaldini »

j-d-s hat geschrieben: 22.04.2022 - 08:17 Ein Skigebiet kann nie groß genug sein. In dem verlinkten Artikel die Behauptung, dass "zu große" Skigebiete unbeliebt seien, ist eindeutig falsch, da in nahezu allen Skigebieten nach Verbindungen mehr Gäste kamen als vorher (und zwar bezogen auf die einzelnen Skiorte). Ich erinnere mich an Zahlen von Saalbach/Fieberbrunn, wo ersteres ca. +10% hatte, letzteres +20%. Tendenziell profitiert also das zuvor kleinere Gebiet stärker, jedenfalls in relativen Zahlen.

Es gibt bis heute kein einziges Skigebiet, welches so groß wäre, dass man es nicht innerhalb von 8 Stunden von einem Ende bis zum anderen und zurück schaffen könnte.
wohin uns das "immer größer, schneller, weiter" bringt, kann man ja im IPCC Bericht lesen... eine reine Verbindung wäre ja noch ok, aber die ganzen Pistenflächen sind halt doch schon fraglich dort oben.

wenn man Skiwelt/Kitzbühel zusammen sieht: von Going bis Resterhöhe und zurück könnte knapp werden! Habs mir schon ein paar Mal überlegt zu machen, aber irgendwie hab ich dann auf den Stress und die schönsten Ziehwege der Kitzbühler Alpen keinen Bock.
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von Pancho »

j-d-s hat geschrieben: 22.04.2022 - 08:17 Ein Skigebiet kann nie groß genug sein. In dem verlinkten Artikel die Behauptung, dass "zu große" Skigebiete unbeliebt seien, ist eindeutig falsch, (…)
Was mich angeht stimmt diese Behauptung immer mehr…
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von snowotz »

kaldini hat geschrieben: 22.04.2022 - 07:38
diese Argumente finde ich aber schon sehr an den Haaren herbei gezogen! Sölden bietet 144km Pisten, das reicht für die meisten Skifahrer sogar für eine ganze Woche (sonst würden wohl nicht so viele dort hinfahren). Und wenn jemand Abwechslung will: nicht weit entfernt ist Vent und Gurgl! Und etwas weiter Hochoetz / Kühtai. Also in der Wintersaison gibt es genügend Alternativen, da muss man nicht bis ins hintere Pitztal fahren.
Im Gletscherherbst wäre es schon eine Erweiterung, aber nur für diesen kurzen Zeitraum so viel zu verbauen, wäre dann meiner Meinung nach übertrieben.
Wenn man es aus der Ötztaler Winterbrille her betrachtet, dann gebe ich Dir vollkommen recht.
Es gibt ja aber noch die Pitztaler und wie Du schon geschrieben hast die Gletschersaison, auch wenn sie immer kürzer wird.
Ich würde nie eine ganze Woche zum Skifahren im Pitztal verbringen. Entweder dann Bettenwechsel in der Halbzeit oder Unterkunft z.b. in Imst.
Natürlich ist das nicht repräsentativ für alle. Es gibt auch genügend Leute die eine Woche an 3 Liften verbringen.
Für den Gletscherherbst oder die Nachsaison wäre mir jetzt der Söldner Gletscher zu unattraktiv und der Pitztaler alleine zu klein. Als Tages- oder Wochenendtourist aus Süd-Bayern oder Österreich spielt das sicher keine so große Rolle, aber wenn man 600 km Anreise hat schon eher.
Von "für den kurzen Zeitraum so viel zu verbauen" kann bei einer reinen Verbindungsbahn (möglichst mit nur einer oder ganz ohne Stützen) um die es mir hauptsächlich geht, keine Rede sein. Das sind 2 zusätzliche Stationen an bestehenden Stationen (Mittelstation Rettenbach u. Talstation Gletschersee, wenn möglich)
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von kaldini »

snowotz hat geschrieben: 22.04.2022 - 09:42
kaldini hat geschrieben: 22.04.2022 - 07:38
diese Argumente finde ich aber schon sehr an den Haaren herbei gezogen! Sölden bietet 144km Pisten, das reicht für die meisten Skifahrer sogar für eine ganze Woche (sonst würden wohl nicht so viele dort hinfahren). Und wenn jemand Abwechslung will: nicht weit entfernt ist Vent und Gurgl! Und etwas weiter Hochoetz / Kühtai. Also in der Wintersaison gibt es genügend Alternativen, da muss man nicht bis ins hintere Pitztal fahren.
Im Gletscherherbst wäre es schon eine Erweiterung, aber nur für diesen kurzen Zeitraum so viel zu verbauen, wäre dann meiner Meinung nach übertrieben.
Wenn man es aus der Ötztaler Winterbrille her betrachtet, dann gebe ich Dir vollkommen recht.
Es gibt ja aber noch die Pitztaler und wie Du schon geschrieben hast die Gletschersaison, auch wenn sie immer kürzer wird.
Ich würde nie eine ganze Woche zum Skifahren im Pitztal verbringen. Entweder dann Bettenwechsel in der Halbzeit oder Unterkunft z.b. in Imst.
Natürlich ist das nicht repräsentativ für alle. Es gibt auch genügend Leute die eine Woche an 3 Liften verbringen.
Für den Gletscherherbst oder die Nachsaison wäre mir jetzt der Söldner Gletscher zu unattraktiv und der Pitztaler alleine zu klein. Als Tages- oder Wochenendtourist aus Süd-Bayern oder Österreich spielt das sicher keine so große Rolle, aber wenn man 600 km Anreise hat schon eher.
Von "für den kurzen Zeitraum so viel zu verbauen" kann bei einer reinen Verbindungsbahn (möglichst mit nur einer oder ganz ohne Stützen) um die es mir hauptsächlich geht, keine Rede sein. Das sind 2 zusätzliche Stationen an bestehenden Stationen (Mittelstation Rettenbach u. Talstation Gletschersee, wenn möglich)
für mich wäre auch ein Gletscherskigebiet Sölden-Pitztal für mehr als ein Wochenende zu langweilig. Aber ich und hier das Forum sind glaub ich auch nicht die Referenz. Was ich mich immer wieder frage, ob es innerhalb der Skigebietsgrenzen nicht noch möglich wäre, ein paar Pisten zu bauen. Fand das am Kaunertaler Gletscher wieder überraschend gut, da gibts ja auch nicht so viele Bahnen, aber alle haben 2 bis 3 Pisten - so ist man den ganzen Tag immer wieder mit neuen Pisten beschäftigt.
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von molotov »

Für wirkliche Hochgebirgsskigebiete werden wir den Bedarf schon noch bekommen...
Daher Verbindung von mir aus ja, aber nur mit Pisten ansonsten kann das weg...
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von ski-chrigel »

kaldini hat geschrieben: 22.04.2022 - 07:38 Im Gletscherherbst wäre es schon eine Erweiterung, aber nur für diesen kurzen Zeitraum so viel zu verbauen, wäre dann meiner Meinung nach übertrieben.
Ich frage mich einfach, was man denn da verbaut. Was soll denn an diesen Restgletschern und Steinwüsten überhaupt schützenswert sein? Jedenfalls aus der Luft ist dieser Anblick kein schöner mehr. Also Lifte und Pisten bauen tut hier niemandem weh.
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Die Bilder sind übrigens schon 6 Jahre alt. Es sieht somit mittlerweile noch schlechter aus.

Touristiker und Tourismusforscher sind sich einig, dass die Skigebietsgrösse im internationalen Markt matchentscheidend ist. Und das sehen ja auch wir Laien überall. Grosse Skigebiete haben die besten Karten. Kleine, so auch das Pitztal, haben es deutlich schwerer. Wer das nicht einsehen will, verschliesst die Augen vor den Facts.
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von Reginleif »

molotov hat geschrieben: 22.04.2022 - 13:59 Für wirkliche Hochgebirgsskigebiete werden wir den Bedarf schon noch bekommen...
Daher Verbindung von mir aus ja, aber nur mit Pisten ansonsten kann das weg...
So sehe ich das auch, die Zukunft muss ja klar Richtung Erschließen von Hochlagen und Renaturieren von tiefen Lagen gehen. Alles andere außer nicht Skifahren macht energetisch wenig Sinn. Und da ich es auch nicht für sinnvoll erachte Millionen Menschen ein Hobby und einen Arbeitsplatz zu nehmen, sehe ich schon einen Sinn in einer Bebauung des Gebiets zwischen den aktuellen Gebieten.
Die Pistenfläche in den Alpen nimmt ja generell seit Jahren ab.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von snowotz »

Julian96 hat geschrieben: 22.04.2022 - 17:10 die Zukunft muss ja klar Richtung Erschließen von Hochlagen und Renaturieren von tiefen Lagen gehen. Alles andere außer nicht Skifahren macht energetisch wenig Sinn. Und da ich es auch nicht für sinnvoll erachte Millionen Menschen ein Hobby und einen Arbeitsplatz zu nehmen, sehe ich schon einen Sinn in einer Bebauung des Gebiets zwischen den aktuellen Gebieten.
Das stimmt natürlich alles. Oftmals wird hinter dem Hobby Skifahren nur die böse Naturzerstörung gesehen, nicht aber dass am Skifahren hunderttausende von Arbeitsplätzen dran hängen und auch dass man in diesen Steinwüsten nicht soviel Natur zerstören kann wie in den niedrigeren Lagen mit Vegetation. Ich dachte halt nur, dass es immer noch besser ist wenigstens eine einfache Verbindung beider Gletscherskigebiete hinzubekommen als gar kein Zusammenschluss. Natürlich wäre mir die große Lösung hier auch lieber.
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von bastian-m »

j-d-s hat geschrieben: 20.04.2022 - 03:15 Wahrscheinlich sind das zu 80% Leute aus Wien. Und deren Meinung dazu, was hunderte Kilometer entfernt gebaut wird oder nicht sollte nun wirklich keine Rolle spielen.
Sehr gute Argumentation! Übrigens auch, warum deine Befürwortermeinung ebenfalls belanglos ist.
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kaldini
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von kaldini »

ski-chrigel hat geschrieben: 22.04.2022 - 14:39
kaldini hat geschrieben: 22.04.2022 - 07:38 Im Gletscherherbst wäre es schon eine Erweiterung, aber nur für diesen kurzen Zeitraum so viel zu verbauen, wäre dann meiner Meinung nach übertrieben.
Ich frage mich einfach, was man denn da verbaut. Was soll denn an diesen Restgletschern und Steinwüsten überhaupt schützenswert sein? Jedenfalls aus der Luft ist dieser Anblick kein schöner mehr. Also Lifte und Pisten bauen tut hier niemandem weh.
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Die Bilder sind übrigens schon 6 Jahre alt. Es sieht somit mittlerweile noch schlechter aus.

Touristiker und Tourismusforscher sind sich einig, dass die Skigebietsgrösse im internationalen Markt matchentscheidend ist. Und das sehen ja auch wir Laien überall. Grosse Skigebiete haben die besten Karten. Kleine, so auch das Pitztal, haben es deutlich schwerer. Wer das nicht einsehen will, verschliesst die Augen vor den Facts.
dann frag ich mich schon, warum du nun 1+1 Tage in Ischgl und 3 Tage in Hintertux gewesen bist - 200km Piste vs. 60. Oder gibt es noch andere Gründe ausser der Größe?

Klar macht die Größe viel aus. Aber sicherlich auch die Aktivität und Nischensuchfähigkeit - wenn ich als kleines Gebiet nur die gleiche Masche wie das Großgebiet mache, kann ich nicht gewinnen. Aber mit anderen Angeboten kann man vielleicht auch andere Kunden anlocken (z.B. Bergsteiger). Und auch die Machtstrukturen im Tal bzw. den Gebieten macht viel aus (Erfolg Ischgl: Geld bleibt in der Seilbahngesellschaft und wird investiert).
Was mir bei meinen bisherigen Besuchen im Pitztal aufgefallen ist: eng und dunkel ist es im Tal! die Geographie einfach zu wild und zu eng, um es dort fein zu haben - da ist das sonnigere Sölden oder das Zillertal viel angenehmer. Und dann hat sich Sölden über Jahre einen Ruf erarbeitet - da hat das Pitztal viel verschlafen. Natürlich kann man da nun mit einer Verbindung viel kompensieren, kostet aber Geld und Naturraum.
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von Werna76 »

Es ist schon sehr lange her, dass die Projektunterlagen eingereicht worden sind. Die Verhältnisse haben sich seither grundlegend verändert. Dort wo früher Pisten auf Gletschereis eingezeichnet waren, ist heute blanker Fels
Nicht nur die Gletscherehe, sondern auch die zunehmende Bodenversiegelung und Chaletdörfer waren den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Dorn im Auge
Im Mai-Landtag steht dann zur Diskussion, ob in Tirol für fünf Jahre ein vorläufiger Stopp für Skigebietserweiterungen verhängt werden soll
https://tirol.orf.at/stories/3153120/

Fröhliches Weiterdiskutieren über ein seit vielenvielen Monaten nicht mehr existierendes Projekt
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von Gleitweggleiter »

Ich sehe auf den Luftbildern eine schöne Hochgebirgslandschaft, nur gestört durch den massiven Speichersee, der sich überhaupt nicht gut in die Landschaft einfügt. Das hätte man besser machen müssen. Die sonstige Infrastruktur und die Modellierungen (gesprengte und planierte Felsstruktuten) stören auch etwas den Eindruck, aber weniger.
2025/25: 6 Tage - 4x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron
2024/25: 18 Tage - 11x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron, Warth/Lech, St. Anton, Zugspitze, See, Hintertux
2023/24: 24 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 2x Zugspitze,Kappl/See, Fendels, Spitzingsee, je 1x Adelharz/Buron, Balderschwang, Hintertux
2022/23: 17 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 1x Venet, Kampenwand, See, Hintertux
2021/22: 24 Tage - 19x Kleinwalsertal, 1x Bödele, 1x Kranzberg, 2x Kitzbühel, 1x See
2020/21: 5 Tage - 2x Samnaun, 3x Kleinwalsertal Spezial
2019/20: 8 Tage - 6x Kleinwalsertal, 1x Fendels, 1x Skijuwel
2018/19: 8 Tage - 4x Kleinwalsertal, 2x Hündle, 1x Venet, 1x Kitzbühel
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Re: Neues zur Verbindung Pitztaler Gletscher - Sölden

Beitrag von ski-chrigel »

kaldini hat geschrieben: 22.04.2022 - 21:37 dann frag ich mich schon, warum du nun 1+1 Tage in Ischgl und 3 Tage in Hintertux gewesen bist - 200km Piste vs. 60. Oder gibt es noch andere Gründe ausser der Größe?
Ich mache ja nicht die Masse aus. Wie in diesen fünf Tagen gesehen, gibt es durchaus auch andere Gründe als die Grösse (Ischgl war heute schneetechnisch etwas enttäuschend). Aber die Masse zieht es halt doch in die grossen Gebiete. Und mit der schlichten Masse verdient man halt viel Geld. Du willst den überwältigenden Erfolg der grossen Destinationen wohl nicht wirklich in Frage stellen? Während viele kleine so vor sich hinvegetieren und jede Ersatzinvestition grosse Kraftakte erfordern. Natürlich braucht es auch Nischen. Das stellt niemand in Abrede. Aber in diesem Fall ist es für das Pitztal einfach die Flucht nach vorne. Nicht nur dem Herbstskilauf wegen, sondern wegen einem schlagartigen Aufstieg von einem kleinen Gebiet in die Klasse der Grossen.

OT: Und ja, Hauptgrund war unser Lieblingshotel in Tux, das wir 2020 und 2021 gebucht hatten, als in dieser Nach-Oster-Woche die Zillertalarena (gross!) und Rastkogel-Penken noch geöffnet gewesen wären. Mein Sohn fand es nur in Hintertux schon etwas langweilig und fuhr jeweils etwas früher als ich alleine mit dem Bus zurück ins Hotel. Nachdem wir coronabedingt im 2021 in der Nach-Osterwoche in Zermatt (gross!) so viel Pistenspass hatten, überlegen wir, nächstes Jahr trotz weniger tollem Hotel, wieder nach Zermatt zu fahren. Dann sogar mit Italien. Der Grösse wegen!
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