99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

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ski-chrigel
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von ski-chrigel »

valdebagnes hat geschrieben: 08.06.2022 - 20:03 @chrigel: ich habe bewusst von „angestellten Piloten“ gesprochen, hat das angestellt aber kurz danach noch hinzugefügt.
Die sind schon auch angestellt. Aber ohne Lohn.
MarcB96 hat geschrieben: 08.06.2022 - 19:49 Ich meine bei Piloten werden Anflüge (besonders anspruchsvollere) am Simulator trainiert, ich kenne mich mit der Thematik aber auch nicht so wirklich aus.
Ja, werden sie. Und zumindest der Airlinepilot wird den neuen Anflug erstmals auch nicht alleine machen.
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valdebagnes
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von valdebagnes »

ok, angestellt, ohne Kurzarbeit oder Freistellung und mit angemessenem Gehalt…
Und dieser trainiert auch im Simulator während der Arbeitszeit, der ihm auch unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird?
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von Skipapi »

Mit 100 bergungewohnten Jugendlichen eine Route zu gehen, die "Trittsicherheit und Schwindelfreiheit" erfordert, ist schon sehr fragwürdig. Am Schild "Kletterausrüstung erforderlich, für Wanderer gesperrt" vorbeizugehen, ist indiskutabel. Dass von 9 Lehrern keiner intervenierte, ist schockierend. T4 ist alpinwandern, das kann ein bergerfahrener Familienvater mit seinen Jugendlichen mit guter Kondition und Ausrüstung wagen, mit einer" Flachlandklasse" ist das wahrlich verantwortungslos.
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ski-chrigel
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von ski-chrigel »

@valdebagnes: Wie gesagt, ich verlange nicht, dass die Lehrerschaft dies unentgeltlich tut. Aber ich erwarte ein entsprechendes Verantwortungsbewusstsein, eine solche Tour nicht zu machen, wenn sie die Reko nicht bezahlt bekommen oder nicht unentgeltlich machen wollen. Und dieses schien hier offensichtlich zu fehlen. Ich bin weiss Gott keiner der Fraktion Vollkaskomentalität, aber hier wurde, zumindest wenn man den Medien glaubt, grob unverantwortlich gehandelt.
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von valdebagnes »

@chrigel: ich will hier auch nicht behaupten, dass hier keine Fehler gemacht wurde oder das Verhalten der Verantwortlichen gutzuheißen.

Mich regen nach solchen Ereignissen aber immer der Einwürfe von der sicheren Seitenlinie auf, die alles besser wussten und gute Tipps parat haben was man doch hätte alles machen müssen und die meisten davon nie jemals in der Verantwortung gestanden zu haben 100 Schüler während eines Ausflugs zu betreuen und zu entertainen.
Hier passieren Fehler, Gruppendynamik entsteht, Warnhinweise stehen meist an Stellen an denen der Grund der Warnung noch nicht plausibel ist, usw.
Warnschild Notweg Pitztaler Gletscher ist ein gutes Beispiel, wir sind ja da sicher alle umgekehrt und zurückgelaufen und uns daher verantwortungsbewusst verhalten, weil wir nicht drauf vertrauen durften, dass hier im Forum jemand den Weg als easy beschrieben hat.
Ich natürlich auch :wink:
Und natürlich weiß ich auch das das etwas ganz anderes ist und damit überhaupt nicht vergleichbar und immer in einer anderen Situation war. :wink:
Und wenn dort mal jemand verunglückt, dann war das ja klar…
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von schneesucher »

Es handelte sich um ein Gymnasium aus Ludwigsburg. Auch ohne eine explizite Ausbildung könnte man erwarten, dass ein (Gymnasial-)Lehrer so etwas einschätzen kann. Ich denke der Vorfall könnte den Beamtenstatus zumindest der verantwortlichen Lehrperson gefährden.
Der Hinweis dürfte sich wohl auf folgenden Beitrag beziehen: https://www.hikr.org/tour/post110309.html
Dort steht:
Nach kurzer Zeit trifft man auf ein Hinweis-Schild, welches den Weiterweg nur mit Kletterausrüstung begehbar ausweist.
[Edit: Link berichtigt]
Zuletzt geändert von schneesucher am 08.06.2022 - 21:13, insgesamt 1-mal geändert.
MarcB96
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von MarcB96 »

schneesucher hat geschrieben: 08.06.2022 - 21:04 Es handelte sich um ein Gymnasium aus Ludwigsburg. Auch ohne eine explizite Ausbildung könnte man erwarten, dass ein (Gymnasial-)Lehrer so etwas einschätzen kann. Ich denke der Vorfall könnte den Beamtenstatus zumindest der verantwortlichen Lehrperson gefährden.
Der Hinweis dürfte sich wohl auf folgenden Beitrag beziehen: https://www.hikr.org/gallery/photo22787 ... d=110309#1
Dort steht:
Nach kurzer Zeit trifft man auf ein Hinweis-Schild, welches den Weiterweg nur mit Kletterausrüstung begehbar ausweist.
Kurze Korrektur: die Schule ist ein Gymnasium einige km westlich von Ludwigshafen (genaugenommen in Maxdorf in der Vorderpfalz)
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von Ralf321 »

Na ich kenne beides, Softwareingenieure die eigene Lizenzen kaufen da sie für bestimmte Tools ylizenzen nicht zu Verfügung gestellt werden und die Arbeit einfach schneller und einfacher zu machen ist. bzw am we daheim machen da da die entsprechenden Sachen vorhanden sind..
Genauso wie Lehrer die vorab einen Woche nach Italien fahren um da die geplante Gardasee Klassenfahrt zu planen.

Da kommt doch ziemlich auf den Einzeln an wie er das handhabt.

Fix nach der Anreise eine Tour zu googeln und die mit 100 Leute in unbekannten Gebiet zu machen finde ich schon sehr mutig.
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jens.f
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von jens.f »

Nur eine kleine Anmerkung:
Das wird ja kaum ein Tagesausflug gewesen sein - die werden ja irgendwo übernachtet haben.
Somit wäre doch eigentlich der Vermieter/Herbegrsvater schon mal ein Ansprechpartner gewesen.

Wenn ich irgendwo in einem mir unbekannten Ort in den Alpen Urlaub mache und hier Wanderungen machen will, ist es doch das einfachste, einmal kurz beim Vermieter nachzufragen - normalerweise kennen die sich wenigstens halbwegs aus oder verweisen einen notfalls weiter....
Einfach so ein Tour, die über normale Wanderwege hinausgeht zu machen, und das ohne jegliche Rücksprache ist schon sehr fahrlässig.
Zumal es sich auch jemand ohne Ortskenntnis erschließen sollte, das eine feuchte Witterung in den Bergen den Schwierigkeitsgrad nochmal steigert.

Spannend wäre für mich aber auch die Frage, in wie weit hier ein Organisationsversagen der Schule vorliegt - wenn jetzt mal als Beispiel 8 Lehrer ohne jegliche Bergerfahrung mit 100 Schülern in die Berge geschickt werden, und dann NICHT die klare Anweisung gegeben wurde, Bergtouren nur mit Wanderführen/Bergführern durchzuführen, liegt hier aber auch ein Teil der Verantwortung bei der Schulleitung, denn:
Wie sollten Lehrer, die noch nie in der Bergen waren, jetzt die Gefahren in den Bergen richtig einschätzen?

Das ist jetzt natürlich alles nur Spekulation, man müsste halt erstmal wissen, wie sich die Gruppe zusammengesetzt hat und was die für Vorgaben hatten....

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Ralf321
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von Ralf321 »

MarcB96 hat geschrieben: 08.06.2022 - 21:07
schneesucher hat geschrieben: 08.06.2022 - 21:04 Es handelte sich um ein Gymnasium aus Ludwigsburg. Auch ohne eine explizite Ausbildung könnte man erwarten, dass ein (Gymnasial-)Lehrer so etwas einschätzen kann. Ich denke der Vorfall könnte den Beamtenstatus zumindest der verantwortlichen Lehrperson gefährden.
Der Hinweis dürfte sich wohl auf folgenden Beitrag beziehen: https://www.hikr.org/gallery/photo22787 ... d=110309#1
Dort steht:
Nach kurzer Zeit trifft man auf ein Hinweis-Schild, welches den Weiterweg nur mit Kletterausrüstung begehbar ausweist.
Kurze Korrektur: die Schule ist ein Gymnasium einige km westlich von Ludwigshafen (genaugenommen in Maxdorf in der Vorderpfalz)
Ja ist bei ausführlich beim swr zu finden.. . https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... t-100.html
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GIFWilli59
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von GIFWilli59 »

valdebagnes hat geschrieben: 08.06.2022 - 20:03 Bei Software kommt niemand ernsthaft zu Schaden?
Sieht das Krankenhaus oder das Stellwerk der Bahn etwas anders, wenn ihre Systeme nach einem Update nicht richtig funktionieren.
Ja, genauso, wie man Updates grundsätzlich im Produktivsystem testet, geht man auch unbekannte Bergtouren direkt mit 100 unerfahrenen Jugendlichen...

Selbst wenn man keine Zeit oder Möglichkeit hat, solche Touren vorher schon mal zu testen, ist es vielleicht ratsam, wenn 2 Lehrer die Strecke am Vortag schon mal ablaufen, um zu sehen, ob das machbar ist oder eher nicht.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
↓ Mehr anzeigen... ↓
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von Ralf321 »

jens.f hat geschrieben: 08.06.2022 - 21:20 Nur eine kleine Anmerkung:
Das wird ja kaum ein Tagesausflug gewesen sein - die werden ja irgendwo übernachtet haben.
Somit wäre doch eigentlich der Vermieter/Herbegrsvater schon mal ein Ansprechpartner gewesen.

Wenn ich irgendwo in einem mir unbekannten Ort in den Alpen Urlaub mache und hier Wanderungen machen will, ist es doch das einfachste, einmal kurz beim Vermieter nachzufragen - normalerweise kennen die sich wenigstens halbwegs aus oder verweisen einen notfalls weiter....
Einfach so ein Tour, die über normale Wanderwege hinausgeht zu machen, und das ohne jegliche Rücksprache ist schon sehr fahrlässig.
Zumal es sich auch jemand ohne Ortskenntnis erschließen sollte, das eine feuchte Witterung in den Bergen den Schwierigkeitsgrad nochmal steigert.

Spannend wäre für mich aber auch die Frage, in wie weit hier ein Organisationsversagen der Schule vorliegt - wenn jetzt mal als Beispiel 8 Lehrer ohne jegliche Bergerfahrung mit 100 Schülern in die Berge geschickt werden, und dann NICHT die klare Anweisung gegeben wurde, Bergtouren nur mit Wanderführen/Bergführern durchzuführen, liegt hier aber auch ein Teil der Verantwortung bei der Schulleitung, denn:
Wie sollten Lehrer, die noch nie in der Bergen waren, jetzt die Gefahren in den Bergen richtig einschätzen?

Das ist jetzt natürlich alles nur Spekulation, man müsste halt erstmal wissen, wie sich die Gruppe zusammengesetzt hat und was die für Vorgaben hatten....
Laut swr heute wohl angereist und bleiben bis Freitag. Komplette 7 Jahrgangsstufe soweit ich das im Radio mitbekommen habe.
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von valdebagnes »

Im Beitrag: 1min23s: „der Bürgermeister von Mittelberg macht den Lehrern keinen Vorwurf für die schiefgegangene Wanderung“
Und viele andere mit weniger Ortskenntnis und wohl auch Informationen tun dies.
Hat der Bürgermeister etwa auch keine Ahnung? :wink:
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von valdebagnes »

GIFWilli59 hat geschrieben: 08.06.2022 - 21:31
valdebagnes hat geschrieben: 08.06.2022 - 20:03 Bei Software kommt niemand ernsthaft zu Schaden?
Sieht das Krankenhaus oder das Stellwerk der Bahn etwas anders, wenn ihre Systeme nach einem Update nicht richtig funktionieren.
Ja, genauso, wie man Updates grundsätzlich im Produktivsystem testet, geht man auch unbekannte Bergtouren direkt mit 100 unerfahrenen Jugendlichen...

Selbst wenn man keine Zeit oder Möglichkeit hat, solche Touren vorher schon mal zu testen, ist es vielleicht ratsam, wenn 2 Lehrer die Strecke am Vortag schon mal ablaufen, um zu sehen, ob das machbar ist oder eher nicht.
ich habe nur behauptet das man den Test nicht in der Freizeit und auf Kosten des Arbeitnehmers macht.
Und die 2 Lehrer fehlen dann am Vortag für die geplanten Aktivitäten, die notwendige Betreuungsquote ist nicht mehr erfüllt und die Gruppe bleibt im Haus Papierflieger basteln.
Oder einfach mehr Lehrer mitnehmen, ging ja genug und keinen Mangel.
Ein guter Rat muss nicht teuer, sollte aber überlegt sein…
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von gfm49 »

schneesucher hat geschrieben: 08.06.2022 - 21:04 ...
Der Hinweis dürfte sich wohl auf folgenden Beitrag beziehen: https://www.hikr.org/tour/post110309.html
Dort steht:
Nach kurzer Zeit trifft man auf ein Hinweis-Schild, welches den Weiterweg nur mit Kletterausrüstung begehbar ausweist.
Nach kompletter Lektüre der Beschreibung im verlinkten Beitrag ist "die kurze Zeit" aber erst ab dem Heuberggipfel gemessen, wo man schon mindestens die Hälfte der gesamten Tour hinter sich hat, wie auf verschiedenen Karten bei Outdooractive zu sehen ist.
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jens.f
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von jens.f »

valdebagnes hat geschrieben: 08.06.2022 - 21:40 Und die 2 Lehrer fehlen dann am Vortag für die geplanten Aktivitäten, die notwendige Betreuungsquote ist nicht mehr erfüllt und die Gruppe bleibt im Haus Papierflieger basteln.
Oder einfach mehr Lehrer mitnehmen, ging ja genug und keinen Mangel.
Ein guter Rat muss nicht teuer, sollte aber überlegt sein…
Also, es wäre sicher kein Problem gewesen, einmal beim Vermieter/Tourismusbüro/Bergbahnen/Bergrettung nachzufragen, was sie von dem Vorhaben halten - das kostet nur ein paar Minuten und wäre auch ohne Verletzung der Betreuungsquote und innerhalb der bezahlten Arbeitszeit möglich gewesen.

Eine gewisse Sorgfalt wird von JEDEM Arbeitnehmer erwartet - je nach Position und Stellung natürlich mehr oder weniger.
Aber gerade von Lehrern erwarte ich natürlich eine erhöhte Sorgfalt - wenn Sie es es selbst nicht wissen - was man von keinem Lehrer verlangen kann - erwarte ich aber wenigstens, dass sich dann entsprechend erkundigen.
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von MarcB96 »

valdebagnes hat geschrieben: 08.06.2022 - 21:35 Im Beitrag: 1min23s: „der Bürgermeister von Mittelberg macht den Lehrern keinen Vorwurf für die schiefgegangene Wanderung“
Und viele andere mit weniger Ortskenntnis und wohl auch Informationen tun dies.
Hat der Bürgermeister etwa auch keine Ahnung? :wink:
Ich denk eher, dass das eine mehr oder weniger diplomatische Formulierung war.....man macht den Vorwurf wahrscheinlich lieber der Internetseite, die von den Lehrern als (wahrscheinlich ja als einzige) Quelle benutzt haben.

Im Endeffekt haben die Lehrer grob fahrlässig gegen die Fürsorge- und die Aufsichtspflicht verstoßen (letztere, da es meiner Meinung nach unmöglich ist, auf so einem engen Weg eine so große Gruppe mit nur 8 Lehrern überblicken zu können).

Lustigerweise ist man extrem schnell damit, Leuten Vorwürfe zu machen, wenn sie alleine in Bergnot geraten, weil sie sich zb. verschätzt hatten oder es einen Wettersturz gab....und hier, wo es eigentlich mehr als offensichtlich ist (und man noch dazu fast 100 Kinder gefährdet hat....und es wahrscheinlich nur durch großes Glück keinen wirklichen Unfall gegeben hat), macht man demonstrativ den in Bergnot geratenen keine Vorwürfe?? :nein: Die Logik muss ich glaub ich nicht verstehen.

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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von easyrider »

valdebagnes hat geschrieben: 08.06.2022 - 21:40
GIFWilli59 hat geschrieben: 08.06.2022 - 21:31 Ja, genauso, wie man Updates grundsätzlich im Produktivsystem testet, geht man auch unbekannte Bergtouren direkt mit 100 unerfahrenen Jugendlichen...

Selbst wenn man keine Zeit oder Möglichkeit hat, solche Touren vorher schon mal zu testen, ist es vielleicht ratsam, wenn 2 Lehrer die Strecke am Vortag schon mal ablaufen, um zu sehen, ob das machbar ist oder eher nicht.
ich habe nur behauptet das man den Test nicht in der Freizeit und auf Kosten des Arbeitnehmers macht.
Und die 2 Lehrer fehlen dann am Vortag für die geplanten Aktivitäten, die notwendige Betreuungsquote ist nicht mehr erfüllt und die Gruppe bleibt im Haus Papierflieger basteln.
Oder einfach mehr Lehrer mitnehmen, ging ja genug und keinen Mangel.
Ein guter Rat muss nicht teuer, sollte aber überlegt sein…
Da Thema scheint dich zu beschäftigen :wink:

Grundsätzlich ist für ausserschulische Aktivitäten eine Betreuungsquote von acht Begleitpersonen auf 100 Kinder ziemlich entspannt. Vor allem, wenn die Schülerinnen und Schüler wie in diesem Fall bereits im Gymnasium sind (auf das Alter bezogen, nicht auf das Gymnasium). Von Vorteil wäre natürlich, wenn man die 100 Kids in Gruppen aufteilen würde, wie hier auch bereits erwähnt wurde.

Wenn nun, wie von GIFWilli59 vorgeschlagen, als "Notfallszenario" zwei Begleitpersonen am Vortag die geplante Wanderung auskundschaften würden, verblieben noch immer sechs Erwachsene, um die Truppe zu betreuen. Mit sechs Personen kann man 100 Kinder beschäftigen. Eher herausfordernd, aber möglich. Zum Beispiel in Form eines Sporttages auf dem örtlichen Sportplatz. Voraussetzung: Dieses Szenario hätte geplant werden müssen, niemand der Betreuenden dürfte ausfallen und im Idealfall verletzt sich niemand (das bindet auch viele Ressourcen).

Ich bleibe dabei: Mit einer anderen Planung wäre so etwas mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht passiert.

Edit: Mit "ziemlich entspannt" meine ich Folgendes: 100/8=12.5. Pro Klasse ergibt das dann in etwa zwei Begleitpersonen. Mit zwei Begleitpersonen kann Ausflüge unternehmen. Beispielsweise in den Zoo, im Stadtpark spielen, ins Theater oder Kino gehen. Für einen Ausflug ins Gebirge ist es wieder eher wenig und nicht ratsam. Vor allem, wenn man die Gegebenheiten nicht richtig kennt.
Annahmen: 25 Kinder pro Klasse, was zumindest in der Schweiz nicht wenig ist, mindestens eine der betreuenden Begleitperson pro Klasse ist den Kindern bekannt, es handelt sich um eine sozial nicht weiter auffällige Klasse und die Kinder sind mindesten in der vierten Klasse.
Zuletzt geändert von easyrider am 09.06.2022 - 07:13, insgesamt 2-mal geändert.
Latesn
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von Latesn »

Ich habe mir jetzt hier nicht alles durchgelesen aber gebe trotzdem meinen Senf dazu ... Sorry aber die Kinder musste man rausholen die Lehrer sollte man wegen vorsätzlicher Blödheit auf dem Berg lassen.

In der fraglichen Tourbeschreibung steht zwar etwas von "Feierabendtour" genauso ist aber klar ersichtlich, dass diese Tour von jemandem gepostet wurde, der über viel Bergerfahrung verfügt. Drüber steht auch noch der Schwierigkeitsgrad T4 (= Alpinwandern), und UIAA-Skala 1 (= leichte Kletterei). Sowas geht man natürlich mit Bergunerfahrenen Kindern sofort ... Dazu steht im Text noch etwa von Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ... Deutschlehrer waren das wohl keine, denn das Textverständnis war mangelhaft.

Um dann doch noch vom Sarkasmus wegzukommen muss man sagen, dass man froh sein konnte, dass es doch so glimpflich abgegangen ist ... ich fühlte mich frappiert an das Krippensteinunglück damals mit wesentlich schlimmerem Ausgang erinnert.
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von MarcB96 »

Latesn hat geschrieben: 08.06.2022 - 22:11 Ich habe mir jetzt hier nicht alles durchgelesen aber gebe trotzdem meinen Senf dazu ... Sorry aber die Kinder musste man rausholen die Lehrer sollte man wegen vorsätzlicher Blödheit auf dem Berg lassen.

In der fraglichen Tourbeschreibung steht zwar etwas von "Feierabendtour" genauso ist aber klar ersichtlich, dass diese Tour von jemandem gepostet wurde, der über viel Bergerfahrung verfügt. Drüber steht auch noch der Schwierigkeitsgrad T4 (= Alpinwandern), und UIAA-Skala 1 (= leichte Kletterei). Sowas geht man natürlich mit Bergunerfahrenen Kindern sofort ... Dazu steht im Text noch etwa von Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ... Deutschlehrer waren das wohl keine, denn das Textverständnis war mangelhaft.
Einen Teil der Kosten in Rechnung stellen verbunden mit einer vorübergehenden Suspendierung sollten ausreichen (sofern die betreffenden Lehrer eine solche Glanzleistung das erste Mal gemacht haben)....ich könnte mir vorstellen, dass über 60 Rettungskräfte und 2 Hubschrauber (ich weiß zwar nicht wie viele Personen gleichzeitig in so nen Eurocopter reinpassen, mehr als 5 kann ich mir aber schwer vorstellen) für einige Stunden schon ganz ordentlich kosten dürften.....
Um dann doch noch vom Sarkasmus wegzukommen muss man sagen, dass man froh sein konnte, dass es doch so glimpflich abgegangen ist ... ich fühlte mich frappiert an das Krippensteinunglück damals mit wesentlich schlimmerem Ausgang erinnert.
Den Gedanken hatte ich auch (man stelle sich vor, bei der Gruppengröße und einem wahrscheinlich oft nicht weit einsehbaren Weg wäre eines der Kinder abgestürzt...sofern nicht in regelmäßigen Abständen Lehrer gewesen wären, hätte das womöglich ewig gedauert, das einem der Lehrer zu melden). :nein:
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von GIFWilli59 »

easyrider hat geschrieben: 08.06.2022 - 22:02
valdebagnes hat geschrieben: 08.06.2022 - 21:40
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Selbst wenn man keine Zeit oder Möglichkeit hat, solche Touren vorher schon mal zu testen, ist es vielleicht ratsam, wenn 2 Lehrer die Strecke am Vortag schon mal ablaufen, um zu sehen, ob das machbar ist oder eher nicht.
ich habe nur behauptet das man den Test nicht in der Freizeit und auf Kosten des Arbeitnehmers macht.
Und die 2 Lehrer fehlen dann am Vortag für die geplanten Aktivitäten, die notwendige Betreuungsquote ist nicht mehr erfüllt und die Gruppe bleibt im Haus Papierflieger basteln.
Oder einfach mehr Lehrer mitnehmen, ging ja genug und keinen Mangel.
Ein guter Rat muss nicht teuer, sollte aber überlegt sein…
Da Thema scheint dich zu beschäftigen :wink:

Grundsätzlich ist für ausserschulische Aktivitäten eine Betreuungsquote von acht Begleitpersonen auf 100 Kinder ziemlich entspannt. Vor allem, wenn die Schülerinnen und Schüler wie in diesem Fall bereits im Gymnasium sind (auf das Alter bezogen, nicht auf das Gymnasium). Von Vorteil wäre natürlich, wenn man die 100 Kids in Gruppen aufteilen würde, wie hier auch bereits erwähnt wurde.

Wenn nun, wie von GIFWilli59 vorgeschlagen, als "Notfallszenario" zwei Begleitpersonen am Vortag die geplante Wanderung auskundschaften würden, verblieben noch immer sechs Erwachsene, um die Truppe zu betreuen. Mit sechs Personen kann man 100 Kinder beschäftigen. Eher herausfordernd, aber möglich. Zum Beispiel in Form eines Sporttages auf dem örtlichen Sportplatz. Voraussetzung: Auch dieses Szenario hätte geplant werden müssen, niemand der Betreuenden dürfte ausfallen und im Idealfall verletzt sich niemand (das bindet auch viele Ressourcen).

Ich bleibe dabei: Mit einer anderen Planung wäre so etwas mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht passiert.

Edit: Mit "ziemlich entspannt" meine ich Folgendes: 100/8=12.5. Pro Klasse ergibt das dann in etwa zwei Begleitpersonen. Mit zwei Begleitpersonen kann gut Ausflüge unternehmen, beispielsweise in den Zoo, im Stadtpark spielen, ins Theater oder Kino gehen. Für einen Ausflug ins Gebirge ist es wieder eher wenig und nicht ratsam. Vor allem, wenn man die Gegebenheiten nicht richtig kennt.
Annahmen: 25 Kinder pro Klasse, was zumindest in der Schweiz nicht wenig ist, mindestens eine der betreuenden Begleitperson pro Klasse ist den Kindern bekannt, es handelt sich um sozial nicht weiter auffällige Klasse und die Kinder sind mindesten in der vierten Klasse.
Genau, ich habe angenommen, dass an einem halben oder ganzen Tag personalextensivere Aktionen geplant sind. Das könnte z. B. der Nachmittag am Anreisetag sein oder am folgenden Tag der Vormittag, wenn man die Schüler erst ausschlafen lässt und dann im Tal oder nahe der Unterkunft noch einer Aktivität nachgeht.
Ich bin aber auch weder Pädagoge noch Bergsteiger, von daher möge man es mir nachsehen, wenn da die Fantasie mit mir durchgegangen ist.
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von duhit »

Heute bei SWR3 im Radio.

Schule soll Hubschrauberflüge bezahlen. Über 30 Flüge.
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von Pistencruiser »

Das Ereignis ist natürlich extrem - schon im Hinblick auf die Anzahl der involvierten Personen.

8 Lehrer (!!!) - sorry, aber soviel geballte Dämlichkeit auf einem Haufen ist schwer zu ertragen.
Hier wurde einfach alles falsch gemacht - und das hat nichts mit mangelnder Bergerfahrung zu tun sondern ist einfach nur einfältig und lässt jeglichen gesunden Menschenverstand vermissen. Punkt!
Wiederholt konnte ich Ähnliches selbst schon beobachten: In Oberammergau gibt es eine Jugendherberge/Hostel in unmittelbarer Nähe von zwei der örtlichen Hausberge.
Der Kofel und etwas weiter weg die Notkarspitze. Beides für geübte Bergänger keine Herausforderung jedoch durchaus mit Tücken - je nach Routenwahl.
Sieht man jedoch die Jugendgruppen - von denen viele dem äusseren Anschein vorher noch nie einen Berg aus der Nähe gesehen haben - wie die sich da keuchend hochschleppen, schon auf den ersten paar hundert Höhenmetern konditionell überfordert, bin ich eigentlich erstaunt, dass da nicht mehr passiert.
Durchgelatschte Turnschuhe gehören da tw. noch zum besseren Equipment,...teilweise latschen die in "Chucks" da hoch! 8O
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von ralleycorse »

Au weh.
Genau wie ich es befürchtet habe. Alle wollen die Lehrer als Idioten sehen und am besten suspendiert.
Was passiert als nächstes? Kein Lehrer macht eine Wanderung mit den Schülern mehr. Wobei gewisse Erlebnisse (ich meine natürlich vernünftige Wanderungen etc.) sehr wichtig und förderlich für die Schüler sind!!
Das ist eine generelle Entwicklung in letzter Zeit, es muss immer einen Schuldigen geben und der muss bestraft werden. Da bleibt die Erziehung zu selbstständigen übernehmen von Verantwortung auf der Strecke und Vollkaskomentalität wird gefördert!!

Nicht falsch verstehen, hier wurden definitiv Fehler gemacht! Aber wem bringt es was jetzt nach Konsequenzen zu schreien??
- Die Lehrer hatten ihren Fehler bemerkt (wenn wohl auch zu spät) und waren schon umgekehrt!
- Die betroffenen Lehrer werden auch ohne "Bestrafung" ihre Lehren daraus ziehen
- Die Schüler haben extrem viel gelernt!! Und auch etwas erlebt :wink:

Zum Glück ist nichts ernstes Passiert. Und vielleicht könnte man auch mal in so einer Situation darüber hinwegsehen.
Wenn Ausflüge gemacht werden können auch Fehler passieren, wo gehobelt wird fallen Späne...
Überspitzt Ausgedrückt: Wenn man so etwas nicht auch einfach mal gut sein lassen kann werden wir irgendwann alle nicht mehr in die Berge dürfen weil die halt gefährlich sind. Dann wird ein Betreten der Berge verboten da es nicht ausgeschlossen werden kann das sich jemand überschätzt und in Not gerät oder gar verletzt.

Wollen wir das?
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)

Beitrag von valdebagnes »

Pistencruiser hat geschrieben: 09.06.2022 - 08:54
8 Lehrer (!!!) - sorry, aber soviel geballte Dämlichkeit auf einem Haufen ist schwer zu ertragen.
Kein unbekannter Effekt, je mehr Personen in gleicher Hierarchie zusammen kommen, desto mehr Verantwortungsdiffusion entsteht und desto schwieriger wird es für den einzelnen, sich gegen die gemeinsam getroffene Entscheidung zu stellen.
Gibts übrigens nicht nur bei Lehrern sondern auch bei erfahrenen Alpinisten
https://de.wikipedia.org/wiki/Skitour-U ... lis_(2018)

Übrigens hat sich letzend ein lokaler Konzertveranstalter hier über die „Idioten“ vom Wetterdienst beschwert weil er die Bühne umbauen musste und es am Ende doch kein Unwetter gab.
Das muss man doch von den Experten erwarten können… (sagt der Kritiker hinterher…)
Zuletzt geändert von valdebagnes am 09.06.2022 - 11:00, insgesamt 1-mal geändert.

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