Die große Klima-Diskussion

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MarcB96
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MarcB96 »

Fab hat geschrieben: 22.07.2022 - 23:24
In der Corona-Krise ist der Tourismus weitflächig zusammengebrochen.
Bei uns hat der Staat Abermilliarden zum Ausgleich ausgegeben. Trotzdem sind Betriebe pleite gegangen.
In den überseeischen Touristenhochburgen in armen Staaten, ich nenn mal stellvertretend Kenia u. Sri Lanka, hat keine Regierung die Mittel. Das heißt konkret Existenzgefährdung - Hunger.

Die Dinge sind weltweit komplex vernetzt. Da muss man X-fach überlegen was man tut.
Ich bin der Ansicht, dass man Reisen niemals verbieten darf. Weil die Möglichkeit zu Reisen (grad auch Fernreisen) einen wahrscheinlich nicht kleinen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen oder Fremdenfeindlichkeit leisten.
Abgesehen davon, dass eben in vielen Ländern ein Großteil der Wirtschaft (mit allem was da noch mit dran hängt) auf den Tourismus unbedingt angewiesen ist....(was unsere Politik davon hält, konnte man während Corona zur Genüge sehen, wo Länder zu Risikogebieten erklärt wurden was diesen Ländern massiv geschadet hat (Südafrika war ein solches Beispiel)...(während man lustigerweise teilweise andere Länder bei gleichen Kriterien nicht zu Risikogebieten erklärt hatte :rolleyes: )

MarcB96
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MarcB96 »

GIFWilli59 hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:02 Ist denn Methan in der Atmosphäre stabil oder reagiert es mit Sauerstoff oder Ozon zu Wasser und CO2?
Dazu weiß ich nichts (müsste mal schauen), mir ist nur soweit bekannt, dass CO² verhältnismäßig leicht zu kontrollieren ist....im Gegensatz zu Methan (CO² wird bekanntermaßen ja in Pflanzen gespeichert, während Methan unter sehr niedrigen Temperaturen (Permafrost/Eis) oder hohem Druck (Tiefsee/Meeresboden) gespeichert wird).
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von albe-fr »

GIFWilli59 hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:02 Ist denn Methan in der Atmosphäre stabil oder reagiert es mit Sauerstoff oder Ozon zu Wasser und CO2?
relativ - am ehesten wird es durch OH + CH4 -> CH3 + H2O in der Troposphäre abgebaut - hält sich aber im Normalfall Jahre (und eben nicht Tage) in der Atmosphäre.
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albe-fr
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von albe-fr »

MarcB96 hat geschrieben: 25.07.2022 - 23:57 Wir bräuchten eigentlich zwingend Möglichkeiten, CO² aus der Atmosphäre zu filtern
Problem ist, soweit ich weiss, fehlen uns dafuer die technologischen Moeglichkeiten. So bleibt uns fürs erste nur CO_2 vermeiden. Und der einfachste Weg waere da in Deutschland ein Tempolimit. 100/70/30 wuerde ~30% Einsparung im KFZ-Verkehr bringen und das ohne den aus meiner Sicht dann zu erwartenden Verlagerungseffekt von der Strass auf die Schiene.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MarcB96 »

albe-fr hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:25
MarcB96 hat geschrieben: 25.07.2022 - 23:57 Wir bräuchten eigentlich zwingend Möglichkeiten, CO² aus der Atmosphäre zu filtern
Problem ist, soweit ich weiss, fehlen uns dafuer die technologischen Moeglichkeiten. So bleibt uns fürs erste nur CO_2 vermeiden. Und der einfachste Weg waere da in Deutschland ein Tempolimit. 100/70/30 wuerde ~30% Einsparung im KFZ-Verkehr bringen und das ohne den aus meiner Sicht dann zu erwartenden Verlagerungseffekt von der Strass auf die Schiene.
Dann sollen die Verantwortlichen mal alle Hebel in Bewegung setzen und Möglichkeiten suchen (und im Idealfall auch finden...) Ich glaube ehrlich gesagt nämlich nicht (sah vor 2-3 Jahren auch noch anders aus), dass uns, wenn man die letzten beiden Jahre betrachtet, allzu viel Zeit übrig bleibt, noch viel länger an der Stelle "bloß nichts mehr ausstoßen" zu bleiben (welche eh meiner Meinung nach illusorisch ist). :naja:
Eine nicht-technische Möglichkeit würde es übrigens sehr wahrscheinlich ja sogar geben... Wie sonst hätte die Natur es seit Bestehen der Erde (zumindest seit Bestehen von komplexerem Leben) geschafft, das zu kontrollieren...
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von albe-fr »

MarcB96 hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:34Ich glaube ehrlich gesagt nämlich nicht (sah vor 2-3 Jahren auch noch anders aus), dass uns, wenn man die letzten beiden Jahre betrachtet, allzu viel Zeit übrig bleibt,
dann hast du offensichtlich dazugelernt, ich wuerde ja sagen, dass seit dem Kyoto Protokoll (das war 1997!!!) jedem klar sein musste, dass wir in eine Katastrophe rauschen.
MarcB96 hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:34IEine nicht-technische Möglichkeit würde es übrigens sehr wahrscheinlich ja sogar geben... Wie sonst hätte die Natur es seit Bestehen der Erde (zumindest seit Bestehen von komplexerem Leben) geschafft, das zu kontrollieren...
klar gibt es die, wir brauchen mehr Wälder als wir CO_2 ausstossen, und das hat Jahrhtausende gut funktioniert, bis wir halt angefangen haben fossile Brennstoffe im unkontrolliertem Rahmen zu nutzen.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MarcB96 »

albe-fr hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:53 dann hast du offensichtlich dazugelernt, ich wuerde ja sagen, dass seit dem Kyoto Protokoll (das war 1997!!!) jedem klar sein musste, dass wir in eine Katastrophe rauschen.
DASS wir in die Katastrophe rutschen, war mir schon lange klar ( seit 1997 zwar nicht....da ich dafür ein kleines bisschen zu jung bin), nur hatte ich bis 2020 noch einen minimalen Optimismus, dass die 40-50 Jahre (wenn ich mich richtig erinnere), von denen in der Wissenschaft gerne geredet wurde, bis wir drastische Auswirkungen spüren, ausreichend wären, sinnvolle Maßnahmen zu erarbeiten und zu ergreifen.

klar gibt es die, wir brauchen mehr Wälder als wir CO_2 ausstossen, und das hat Jahrhtausende gut funktioniert, bis wir halt angefangen haben fossile Brennstoffe im unkontrolliertem Rahmen zu nutzen.
Bäume sind meines Wissens eigentlich ein eher schlechter CO² Speicher, Gräser sind deutlich effizienter im Binden von CO² (und wachsen im Verhältnis auch deutlich schneller).
Ich verstehe nicht, warum man (mal als ein konkretes Beispiel) nicht einfach versucht, den Prozess des Förderns von fossilen Brennstoffen umzudrehen (zumindest die den ersten Schritt, dass sich fossile Brennstoffe überhaupt bilden konnten). Wir haben weltweit so viele alte Bergwerke, die wir mit gigantischen Mengen schnell wachsender Biomasse füllen könnten....um diese dann luftdicht zu verschließen. .. :nein:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von albe-fr »

MarcB96 hat geschrieben: 26.07.2022 - 01:07
albe-fr hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:53 dann hast du offensichtlich dazugelernt, ich wuerde ja sagen, dass seit dem Kyoto Protokoll (das war 1997!!!) jedem klar sein musste, dass wir in eine Katastrophe rauschen.
DASS wir in die Katastrophe rutschen, war mir schon lange klar ( seit 1997 zwar nicht....da ich dafür ein kleines bisschen zu jung bin), nur hatte ich bis 2020 noch einen minimalen Optimismus, dass die 40-50 Jahre (wenn ich mich richtig erinnere), von denen in der Wissenschaft gerne geredet wurde, bis wir drastische Auswirkungen spüren, ausreichend wären, sinnvolle Maßnahmen zu erarbeiten und zu ergreifen.
von diesen 40-50 Jahren wurde eher von der Wirtschaft und nicht von der Wissenschaft geredet. Und man hat nun halt seit Kyoto 25 Jahre verstreichen lassen in denen man nichts erreicht hat! Der CO_2 Ausstoss ist seit dem kontinuierlich angestiegen. Aus meiner Sicht muss man jetzt jede Möglichkeit ergreifen diesen zu senken. Sollte man eine Möglichkeit finden CO_2 technisch aus der Atmosphäre zu entfernen, schön waer's.
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Fab
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

MarcB96 hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:13 ..................................
Ich bin der Ansicht, dass man Reisen niemals verbieten darf. Weil die Möglichkeit zu Reisen (grad auch Fernreisen) einen wahrscheinlich nicht kleinen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen oder Fremdenfeindlichkeit leisten.

Bin leztes Jahr spontan auf eine Wienreise per Flugzeug aufgesprungen. Zum Preis von 29,-- € - mehr muss ich nicht sagen.
Reisen ist zu billig geworden. Flugbenzin ist steuerfrei!

Das mit dem Abbau von Vorurteilen ist mir jetzt ein wenig zu romantisch ;D
Ich glaube daß das Gegenteil stimmt. Der Ferntourismus verzerrt die Wahrnehmung sowohl der Reisenden, wie die der Bereisten.

Bin ja schon ü70, Halböstereicher (Steirer) und kann mich an die Anfänge des Fremdenverkehrs erinnern. Das Gedächtnis funzt noch :D
Es gab in den österreichischen Touristengebieten so in den 80ern eine regelrechte Deutschenaversion, die naturgemäß weggeheuchelt wurde. Fan komödiantisch Ausdruck in dem Fernsehmehrteiler "Die Piefke-Saga".

Das ist in D, mit seiner "Der Kunde ist König"-Einstellung, auf komplettes Unverständnis gestoßen. Aber in Ö, mit seinem Privatvermietungs-Fremdenverkehr der Anfangszeit (ab Mitter der 50er), war es so, daß die Kinder im Sommer für die Fremden ihr Zimmer räumen mussten. Dazu hatten die Eltern auch keine Zeit mehr.
Diese "verdrängten" Kinder waren 30 Jahre später oftmals Touristiker. Der Verstand riet was anderes, als das Gefühl.
MarcB96 hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:13 Abgesehen davon, dass eben in vielen Ländern ein Großteil der Wirtschaft (mit allem was da noch mit dran hängt) auf den Tourismus unbedingt angewiesen ist................
Da möchte ich anmerken, daß natürlich in touristischen Schwerpunktländern die Wirtschaft stark davon abhängt.
Unsere aber auch. Wenn D seine Industriewaren verkaufen will, brauchts zahlungsfähige Kunden.
Das ist keine Einbahnstraße.

MarcB96
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MarcB96 »

albe-fr hat geschrieben: 26.07.2022 - 01:18
MarcB96 hat geschrieben: 26.07.2022 - 01:07
albe-fr hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:53 dann hast du offensichtlich dazugelernt, ich wuerde ja sagen, dass seit dem Kyoto Protokoll (das war 1997!!!) jedem klar sein musste, dass wir in eine Katastrophe rauschen.
DASS wir in die Katastrophe rutschen, war mir schon lange klar ( seit 1997 zwar nicht....da ich dafür ein kleines bisschen zu jung bin), nur hatte ich bis 2020 noch einen minimalen Optimismus, dass die 40-50 Jahre (wenn ich mich richtig erinnere), von denen in der Wissenschaft gerne geredet wurde, bis wir drastische Auswirkungen spüren, ausreichend wären, sinnvolle Maßnahmen zu erarbeiten und zu ergreifen.
von diesen 40-50 Jahren wurde eher von der Wirtschaft und nicht von der Wissenschaft geredet. Und man hat nun halt seit Kyoto 25 Jahre verstreichen lassen in denen man nichts erreicht hat! Der CO_2 Ausstoss ist seit dem kontinuierlich angestiegen. Aus meiner Sicht muss man jetzt jede Möglichkeit ergreifen diesen zu senken. Sollte man eine Möglichkeit finden CO_2 technisch aus der Atmosphäre zu entfernen, schön waer's.
Natürlich müssen Möglichkeiten genutzt werden, den Ausstoß zu reduzieren. Ihn völlig zu stoppen, wie gerne gefordert, ist aber völlig illusorisch, weil man es nur über massivste weltweite Verbote erreichen würde (da schlichtweg überall massenhaft Alternativen fehlen), was unweigerlich zu massiven gesellschaftlichen Problemen (besonders in ärmeren Ländern) führen wird.

Mir scheint es leider so, als wollen die Entscheidungsträger sich keine Mühe machen, sinnvolle Lösungen zu erarbeiten. Stattdessen ruht man sich auf dem 0-CO² - Kurs aus...und stürzt mit dieser Ignoranz scheinbar willentlich Milliarden Menschen in die Krise (die parallel zum Klimawandel kommen wird, wenn viele Millionen Menschen plötzlich nicht mehr wissen, wie sie überleben sollen, weil sie plötzlich arbeitslos sind).

Und wenn ich in solchen Artikeln: https://www.google.com/amp/s/efahrer.ch ... ayout=amp lese, man fürchte, CO² Speichermöglichkeiten würden dafür sorgen, dass man weiterhin CO² ausstoßen würde seien deshalb nicht erstrebenswert (sinnloses Verbieten ist schließlich deutlich einfacher...und zumindest kurzfristig billiger), dann habe ich nicht wirklich den Eindruck, dass es den Verantwortlichen wirklich um Klimaschutz oder vergleichbares geht. :sauer:

Denn...wenn wir Möglichkeiten finden würden, CO² effizient, schnell, ressourcenschonend, günstig und in großen Mengen aus der Atmosphäre zu bekommen, bräuchten wir nicht versuchen, mit allen Mitteln den CO²-Ausstoß komplett zu verhindern (was wie gesagt, besonders in den nächsten Jahrzehnten absolut illusorisch ist), sondern soweit zu reduzieren, dass es keinen Einfluss mehr hat, wenn da, wo es schlichtweg keine Alternativen gibt, noch CO² ausgestoßen wird.
Und wir würden Zeit gewinnen, Technologien zu finden, die besonders fossile Brennstoffe überflüssig machen.

Das Ziel müsste eigentlich sein, den CO² Ausstoß soweit zu kontrollieren, dass wir auf ein Niveau kommen, welches die Umwelt problemlos verkraften kann, ohne dass es Auswirkungen gibt (im Rahmen natürlicher Schwankungen des CO² Gehaltes) und wenn das erreicht ist, weitgehend CO² neutral zu sein/bleiben..... Und nicht, CO² um jeden Preis zu verhindern.

Abgesehen davon müsste es ein großes Maßnahmenpaket für den Bereich Wirtschaft (Nachhaltigkeit bei Produkten, etc) und viele andere Bereiche geben....was aber den Rahmen völlig sprengen würde (der Beitrag ist eh schon deutlich länger geworden als mir lieb ist 🙈🙈).
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Fab
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

albe-fr hat geschrieben: 26.07.2022 - 01:18 .......................
Sollte man eine Möglichkeit finden CO_2 technisch aus der Atmosphäre zu entfernen, schön waer's.
Technisch funktioniert das schon. Ist aber aktuell deutlich zu teuer.
Tatsächlich gibt es, glaub in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich, ein Projekt das dies in die bezahlbaren Regionen bringt.

Einen Schub wird auch die Preisexplosion bei den Fossilen auslösen. Die kommt auch ohne Krieg, wenn erst mal der Peak der Förderung überschritten ist.
Der Peak wurde vom Club of Rome Ende der 60er spätestens fürs Jahr 2000 vorhergesagt. War nich.
Drum hat man "der Wissenschaft", die es so nicht gibt, nicht alles abgenommen.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MarcB96 »

Fab hat geschrieben: 26.07.2022 - 01:24
MarcB96 hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:13 ..................................
Ich bin der Ansicht, dass man Reisen niemals verbieten darf. Weil die Möglichkeit zu Reisen (grad auch Fernreisen) einen wahrscheinlich nicht kleinen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen oder Fremdenfeindlichkeit leisten.

Bin leztes Jahr spontan auf eine Wienreise per Flugzeug aufgesprungen. Zum Preis von 29,-- € - mehr muss ich nicht sagen.
Reisen ist zu billig geworden. Flugbenzin ist steuerfrei!

Das mit dem Abbau von Vorurteilen ist mir jetzt ein wenig zu romantisch ;D
Ich glaube daß das Gegenteil stimmt. Der Ferntourismus verzerrt die Wahrnehmung sowohl der Reisenden, wie die der Bereisten.
Ich wäre dafür, Flüge auf Kurzstrecken (wo es Alternativen gibt) bis auf Ausnahmen komplett zu verbieten.
Ich meinte ja nur, dass jemand, der kulturell mehr gebildet ist (natürlich passen beispielsweise der typische Pauschaltourist, der möglichst sein Hotel nicht verlassen will, um nur unter seinen Landsleuten bleiben zu können oder der typische Mallorca-Promilletourist nicht in diese Beschreibung.... Ich frage mich eh, warum man in solchen Fällen überhaupt ins Ausland reist, wenn man mit dem Land scheinbar eh nichts zu tun haben will :rolleyes:), sehr wahrscheinlich deutlich weniger zu Vorurteilen oder teilweise daraus resultierendem Rassismus (der ja gerne mit der Angst vor Fremdem begründet wird) neigen wird, als derjenige, der nie aus seinem Dorf rauskommt.
Und das geht nunmal nur wenn man reisen kann (weil keine Dokumentation der Welt das ersetzen kann).
MarcB96 hat geschrieben: 26.07.2022 - 00:13 Abgesehen davon, dass eben in vielen Ländern ein Großteil der Wirtschaft (mit allem was da noch mit dran hängt) auf den Tourismus unbedingt angewiesen ist................
Da möchte ich anmerken, daß natürlich in touristischen Schwerpunktländern die Wirtschaft stark davon abhängt.
Unsere aber auch. Wenn D seine Industriewaren verkaufen will, brauchts zahlungsfähige Kunden.
Das ist keine Einbahnstraße.
Das ist mir auch bewusst....nur wird ja gerne oft Tourismus als schlecht dargestellt und dass es besser wäre, wenn es das nicht geben würde (weil schlecht für den Klimawandel, schlecht für die Verbreitung von Krankheiten, usw...).
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MarcB96 »

Fab hat geschrieben: 26.07.2022 - 01:42
albe-fr hat geschrieben: 26.07.2022 - 01:18 .......................
Sollte man eine Möglichkeit finden CO_2 technisch aus der Atmosphäre zu entfernen, schön waer's.
Technisch funktioniert das schon. Ist aber aktuell deutlich zu teuer.
Tatsächlich gibt es, glaub in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich, ein Projekt das dies in die bezahlbaren Regionen bringt.

Einen Schub wird auch die Preisexplosion bei den Fossilen auslösen. Die kommt auch ohne Krieg, wenn erst mal der Peak der Förderung überschritten ist.
Der Peak wurde vom Club of Rome Ende der 60er spätestens fürs Jahr 2000 vorhergesagt. War nich.
Drum hat man "der Wissenschaft", die es so nicht gibt, nicht alles abgenommen.
Wie gesagt.... Warum versucht man es nicht zur Abwechslung mal mit nicht-technischen Lösungen?... Den effektivsten CO²- Speicher hat (abgesehen von den Pfeifen, die ausschließlich Schottergärten haben) wahrscheinlich fast jeder vor seinem Haus stehen. Man müsste nur Möglichkeiten erarbeiten, dieses Potential nutzen zu können.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Theo »

klar gibt es die, wir brauchen mehr Wälder als wir CO_2 ausstossen, und das hat Jahrhtausende gut funktioniert, bis wir halt angefangen haben fossile Brennstoffe im unkontrolliertem Rahmen zu nutzen.
Der erste Teil der Aussage ist korrekt, der zweite Teil stimmt dann so halt wieder nicht denn ohne die fossilen Brennstoffe hätte es jetzt sicher noch weniger Wald.
Bleibt dann nur noch die Frage warum ständig behauptet wird dass Pellet- und Schnitzelheizungen gut seien?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Rennstier »

Theo hat geschrieben: 26.07.2022 - 08:31 Bleibt dann nur noch die Frage warum ständig behauptet wird dass Pellet- und Schnitzelheizungen gut seien?
Pellet- und Schnitzelheizungen sind nicht gut, das ist nur eine Greenwashing-Lüge die leider großen Schaden anrichtet (Luftverschmutzung und CO2-Ausstoß).
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Kannst du so pauschal nicht sagen, was den Feinstaub betrifft und bei CO2 wirst du kaum die Neutralität abstreiten können.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer »

Tyrolens hat geschrieben: 26.07.2022 - 09:44 Kannst du so pauschal nicht sagen, was den Feinstaub betrifft und bei CO2 wirst du kaum die Neutralität abstreiten können.
Zum Thema Pellets hier 2 Informationen: https://www.youtube.com/watch?v=VRbm2waXcbU https://www.depi.de/pelletproduktion

Und noch ein Hinweis:
schaut Euch mal die Wälder in Eurer Umgebung an. Überwiegend vertrocknete Fichtenbestände. Wendet Euch an das regionale Forstamt und fragt nach geplanten Aufforstungen durch Laubhölzer, an denen Ihr euch beteiligen könnt. Sozusagen Baumtag statt Skitag. :wink:
Die können hierfür jede Unterstützung gebrauchen bei den Aufgaben, die in Zukunft auf sie zukommen.
Ein weiterer Beitrag zu aktivem Klimaschutz vor der eigenen "Haustür", inmitten der Natur und ohne lange Anreise.

https://www.wald.de/waldwissen/wie-viel ... -ein-baum/

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

MarcB96 hat geschrieben: 26.07.2022 - 01:48 Ich wäre dafür, Flüge auf Kurzstrecken (wo es Alternativen gibt) bis auf Ausnahmen komplett zu verbieten.
Meiner Ansicht nach sollte im Verkehr Kostenwahrheit hergestellt werden.
Was ich nie verstehe, ist diese Sehnsucht nach einem Verbotsstaat.
MarcB96 hat geschrieben: 26.07.2022 - 01:48 Ich meinte ja nur, dass jemand, der kulturell mehr gebildet ist (natürlich passen beispielsweise der typische Pauschaltourist, der möglichst sein Hotel nicht verlassen will, um nur unter seinen Landsleuten bleiben zu können oder der typische Mallorca-Promilletourist nicht in diese Beschreibung.... Ich frage mich eh, warum man in solchen Fällen überhaupt ins Ausland reist, wenn man mit dem Land scheinbar eh nichts zu tun haben will :rolleyes:)
Du meinst so kulturell gebildet wie du selbst? Bei deiner kulturellen Bildung wundere ich mich über deine Pauschalurteile.
Ich sage dir, die Leute haben ihre Gründe, warum sie tun was sie tun.

Beispielsweise bin ich schon ins Flugzeug nach Afrika gestiegen und hab mich dann vor Ort selbst organisiert.
Hab aber auch pauschal gebucht. Hab ich es trotzdem einigermaßen nüchtern mal vor die Hoteltüre geschafft? ;D

Kenn Leute die brauchen 2 Wochen schönes Wetter, Strand u. gutes Essen - wurscht wo. Legitim?
Andere buchen pauschal um für alle Fälle einen Vertragspartner zu haben, der deutschem Recht unterliegt.
Wiederum andere erkunden interessiert ihr Reisezeil, buchten pauschal, weil es schlicht kostengünstiger war....etc
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Theo »

Kannst du so pauschal nicht sagen, was den Feinstaub betrifft und bei CO2 wirst du kaum die Neutralität abstreiten können.
Auch die Fossilien wurden irgendwann einmal in der Erde gebunden und somit der Atmosphäre CO2 entzogen. Klar ist das zu einer anderen Zeit geschehen und nicht dann als unsere heutigen Bäume gewachsen sind aber theoretisch war der Vorgang der gleiche. Von dem her sehe ich nicht was da an einer Quelle neutraler sein soll als an der anderen. Die Atmosphäre nimmt das CO2 auf, ob das vom Öl, Gas oder Holz kommt ist der schnuppe.

Bitte sachlich korrigieren wenn ich da falsch liegen sollte.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

Der Prozess der Einlagerung von CO2 durch Photosynthese im Boden u. am Meeresgrund dauerte viele, viele Millionen Jahre.
Dieses eingelagerte CO2 wird in sagen wir geschätzten maximal 200 Jahren wieder entnommen und in erheblichen Teilen schlicht verbrannt.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von wmenn »

https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... f-data.pdf
Kap. 3.2.5.4
Zitat:...ist die Biomasse-Verbrennung nicht grundsätzlich CO2-frei. Vielmehr entsteht bei der Verbrennung z.B. von Holz-Pellets genauso CO2 wie bei der Verfeuerung von Kohle oder Erdöl; Biogas unterscheidet sich diesbezüglich kaum von Erdgas. Dennoch unterscheidet sich Biomasse hinsichtlich ihrer Klima-Wirkung erheblich von den fossilen Energien: Wenn bei der Biomasse-Verbrennung CO2 freigesetzt wird, so handelt es sich dabei um Kohlenstoff, der wenige Monate bis Jahre zuvor von der Pflanze im Zuge ihres Wachstums mittels Photosynthese aus der Atmosphäre aufgenommen worden war. Dieser Kohlenstoff wird bei der Verbrennung wieder in die Atmosphäre zurückgeführt, so dass sich ein kurzfristiger Kreislauf schließt. Würde die Biomasse nicht verbrannt, so würde im Übrigen das CO2 in den meisten Fällen dennoch auf anderem Wege (Kompostierung, Verfaulen, Gärung) freigesetzt werden.
Anders im Falle der fossilen Energien: Zwar sind auch diese in erdgeschichtlicher Zeit aus Pflanzenresten entstanden, so dass auch ihr Kohlenstoff-Anteil ursprünglich aus der Atmosphäre stammt. Jedoch wurden diese Kohlenstoff-Mengen durch Ablagerung und Überdeckung mit Gesteinsschichten dauerhaft dem atmosphärischen Kreislauf entzogen. Erst durch die Kombination von Bergbau und Verfeuerung gelangen sie als CO2 wieder in die Atmosphäre. Die Nutzung von Kohle, Erdöl und Erdgas trägt daher dazu bei, den CO2-Gehalt der Atmosphäre dauerhaft (wieder) zu erhöhen, während die Biomasse-Verbrennung ihn kaum langfristig beeinflusst.
Jensibua
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Jensibua »

Fab hat geschrieben: 26.07.2022 - 12:28 Meiner Ansicht nach sollte im Verkehr Kostenwahrheit hergestellt werden.
So ist es, die Kosten sind falsch verteilt. Autos mit Verbrennungsmotor sind nur deswegen noch konkurrenzfähig weil man das dabei freiwerdende CO2 über den Auspuff in der Atmosphäre der anderen Menschen deponieren darf. Das ist natürlich überspitzt formuliert, aber wenn man den Gedanken weiterspinnt so müsste man eigentlich die Abgase des Autos an Bord verdichten, in Gasflaschen abfüllen und die Gasflaschen dann deponieren. Damit würden enorme Kosten entstehen, aber ich befürchte das sind letzten Endes die wahren Kosten.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Neandertaler »

Ordentlicher Schaden:
Rund sechs Millionen Euro Schaden nach Unwetter im Stubaital
https://www.derstandard.at/story/200013 ... d-kaernten
Betroffen aber auch Finkenberg und das Mölltal.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Florian86 »

MarcB96 hat geschrieben: 26.07.2022 - 01:07 Bäume sind meines Wissens eigentlich ein eher schlechter CO² Speicher, Gräser sind deutlich effizienter im Binden von CO² (und wachsen im Verhältnis auch deutlich schneller).
Das mag stimmen. Allerdings kann man ja Holz (von Bäumen) doch recht gut als CO2-Speicher nutzen, und zwar indem Holz vermehrt als Baumaterial verwendet wird, oder auch Einrichtungsgegenstände aus Holz sind. Im Zweifelsfall verrotet solches Holz natürlich auch irgendwann (und setzt dadurch CO2 frei), aber doch sehr sehr langsam. In diesem Fall würden die Bäume wohl eher schneller wachsen und insgesamt zu einer CO2-Verringerung in der Atmosphäre beitragen.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von ThomasK »

Fab hat geschrieben: 26.07.2022 - 12:28 Meiner Ansicht nach sollte im Verkehr Kostenwahrheit hergestellt werden.

Exakt so sehe ich das auch. Die Parkgebühren müssten drastisch erhöht werden und die Mineralölsteuer ebenfalls. Das Dienstwagenprivileg muss weg und die Pendlerpauschale, die als Zersieselungspauschale wirkt, ebenfalls. Die KFZ-Steuer sollte abgeschafft werden und auf die Mineralölsteuer umgelegt werden.

Wie bescheuert die deutsche Politik ist, erkennt man doch alleine schon am Tankrabatt.

Erst erklärt die Bundesregierung, dass man Öl einsparen muss, um Russland wegen des Ukrainekrieges zu schaden und dann beschließt sie einen Tankrabatt. Dann hätte doch die Bundesregierung die Mineralölsteuer ERHÖHEN müssen, wenn Öl eingespart werden soll! Noch nicht einmal die einfachsten marktwirtschaftlichen Überlegungen, die man in der Mittelstufe der Schulen lernt, klappen bei dieser unfähigen Bundesregierung nicht.

Hätte man einen Benzinpreis von ca. 4 € / Liter und 5 € / Stunde Parkgebühren auf öffentlichem Grund, dann würde die Autofahrerei schon drastisch eingeschränkt werden.

Bekanntlich steht ein Auto am Tag durchschnittlich 23 Stunden sinnlos herum und bekanntlich benötigt ein Auto durchschnittlich drei Parkplätze - Zuhause, am Arbeitsplatz und bei Aktivitäten (Supermarkt, Besuche bei Bekannten/Freunden, Besuche von Touristenattraktionen usw.). Man kann sehr gut mit Satellitenbildern auswerten, dass ein Auto im Schnitt 3 Parkplätze, also 30 m², benötigt.

_______________________________

Da die Schiene ein Allmendegut ist, sollten die Fixkosten vom Steuerzahler und die Grenzkosten vom Fahrgast bezahlt werden. Üblicherweise sind im Eisenbahnbetrieb ca. 70 % Fixkosten und ca. 30 % Grenzkosten. Dem Stellwerk, dem Fahrdienstleiter bzw. der Leit- und Sicherungstechnik ist es völlig egal, ob ein Zug oder 1000 Züge fahren.

Wichtig wäre z.B. dass die Bergbahnen pro Stunde Parken 5 € verlangen und diese Parkgebühren nicht vom Fahrpreis der Seilbahn abgezogen werden.
Wer andererseits mit dem ÖPNV zur Seilbahn fährt, sollte pauschal 25 % Ermäßigung auf die Fahrpreise bekommen.

Die Leute packt man nur am Geldbeutel. Anders geht es nicht.

Grundsätzlich läßt sich sagen, dass der Straßenverkehr die Umwelt kaputtmacht und nicht die Seilbahnen.

Ein Beispiel: Umwelttechnisch wäre es völlig unproblematisch von Randa aus in zwei Sektionen eine 3S-Bahn nach Saas Fee zu bauen mit einer Zwischenstation (Durchlaufbetrieb) auf dem Gipfel des Doms. Abgesehen davon, dass so eine großartige Anlage mit einer Fahrzeit Randa - Saas Fee von 30 Minuten (schneller als über Stalden-Saas im Tal) konkurrenzlos schnell wäre und ein gigantisches Touristenspektakel wäre, würde sie umwelttechnisch fast keine Auswirkungen haben. Sie ist extrem leise und auf dem Gipfel des Doms sind - von ein paar Gletscherflöhen und Krähen abgesehen - sowieso fast keine Tiere. Da würde eine Aussichtsplattform gar nicht stören.

Das Wallis schwimmt geradezu im Ökostrom aus Wasserkraft. Die 3S-Bahn Randa - Dom - Saas Fee wäre fast vollständig klimaneutral.

Trotzdem wäre bei den so genannten "Naturschützern" der Teufel los, würde jemand versuchen, so eine Anlage zu bauen.

Wäre ich beim BAV, dann würde ich - wenn die übliche 5-Fache Sicherheit gegeben ist - so eine Anlage bedenkenlos durchwinken. :ja:

Andererseits: Es werden Straßenprojekte, die extrem umweltschädlich sind und bei weitem negativere Auswirkungen haben, als eine 3S-Bahn Randa - Dom - Saas Fee, genehmigt.

Das stimmt einfach der Maßstab nicht.

Fab hat geschrieben: 26.07.2022 - 12:28 Was ich nie verstehe, ist diese Sehnsucht nach einem Verbotsstaat.

Auch das unterschreibe ich dir sofort.

Durch die entsprechende Preispolitik steuert man das Verhalten.

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