Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

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DJDan
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von DJDan »

albe-fr hat geschrieben: 28.08.2022 - 00:11 das wird auch nicht möglich sein - Verzichten heisst das Stichwort.
Macht natürlich einen Unterschied, ob du darauf verzichtest, im Jahr ein 5. Mal in den Urlaub zu fahren bzw. bei der Italienreise ein Auto zu nehmen, was unter 10 l/100 km verbraucht oder ob eine finanziell nur mittelgut verdienende Familie die Wohnung nur noch auf 19 °C heizen kann und aufs warme Duschen verzichten muss.
NeusserGletscher hat geschrieben: 28.08.2022 - 09:24
F. Feser hat geschrieben: 27.08.2022 - 21:15 Hört auf ihn zu provozieren
Der war gut. YMMD
Hä, ist doch logisch?
Wenn ich als Frau mit kurzen Sachen durch die Gegend laufe, brauche ich mich auch nicht zu wundern, wenn ich vergewaltigt werde. Ich hoffe, dass in Deutschland auch noch die Einsicht kommt, dass dann die Frau bestraft werden muss - so wie es schon einige arabische Staaten praktizieren.
/sarkasmus
albe-fr hat geschrieben: 28.08.2022 - 09:34 bei den 1,5 hast du leider recht, auf Grund der langfristigen Folgen des CO2 Ausstosses werden wir den Wert wohl spätestens 2026 erreichen. 2 Grad liessen sich noch machen, man muesste halt mal ernsthaft an das Thema rangehen, sprich sofort alle Gas und Kohlekraftwerke abschalten, konsequente Tempolimits einführen (100/70/30) und nicht zuletzt auch auf unnötigen Energieverbrauch wie z.B. Beschneiung und Saunen fuer die naechsten 50 Jahre verzichten. Dann hätten wir die Möglichkeit unter den 2 Grad zu bleiben und langfristig auch wieder unter 1,5 bzw. besser sogar wieder Richtung 0 Grad zu kommen.
Dazu müsste man aber der Atmosphäre auch wieder CO2 entziehen, oder?
Zum unnötigen Energieverbrauch würde ich auch (beheizte) Schwimmbäder, Theater, Hotels usw. zählen - auch der Verzicht auf die Reisefreiheit dürfte einiges bringen.
Last but not least muss das natürlich nicht nur in Deutschland sondern möglichst weltweit durchgesetzt werden, wenn das nur in Deutschland gemacht wird, bringt es fast nichts.

schneesucher
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von schneesucher »

albe-fr hat geschrieben: 28.08.2022 - 09:34
Tyrolens hat geschrieben: 28.08.2022 - 08:55Das 1,5°C Ziel ist unerreichbar, das 2°C ebenso und mit viel Einsatz schaffen wir vielleicht noch das 2,5°C Ziel.
bei den 1,5 hast du leider recht, auf Grund der langfristigen Folgen des CO2 Ausstosses werden wir den Wert wohl spätestens 2026 erreichen. 2 Grad liessen sich noch machen, man muesste halt mal ernsthaft an das Thema rangehen, sprich sofort alle Gas und Kohlekraftwerke abschalten, konsequente Tempolimits einführen (100/70/30) und nicht zuletzt auch auf unnötigen Energieverbrauch wie z.B. Beschneiung und Saunen fuer die naechsten 50 Jahre verzichten. Dann hätten wir die Möglichkeit unter den 2 Grad zu bleiben und langfristig auch wieder unter 1,5 bzw. besser sogar wieder Richtung 0 Grad zu kommen.
Warum erwähnst Du ausgerechnet Sauna und Beschneiung als Einsparmöglichkeiten? Mir fällt da noch sehr viel mehr ein. Würde man etwa alle überregionalen Sportveranstaltungen verbieten, dürfte da wesentlich mehr einzusparen sein. Also wenn schon, dann bitte konsequent alle Sportarten unterbinden. Verstehe ich es ausserdem richtig, dass Du von nun an mit gutem Beispiel voran gehst und auf Tagesfahrten in die Alpen verzichtest?
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barmuc73
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von barmuc73 »

Solche Diskussionen sind dermaßen ermüdend, und gehören sie wirklich in dieses Forum? Verzicht zu Predigen ist Grünes Denken in Reinkultur - und aus meiner Sicht völliger Blödsinn. Stattdessen müssen wir neue Technologien vorantreiben, nur das kann die Lösung sein. Leider wird das, zumindest in Deutschland, politisch nicht gefördert, und an den Hochschulen beschäftigt man sich eher mit "Gender"-Pseudowissenschaft als mit wirklich nützlichen Dingen.

Denkanstöße:
  • Saunen stillegen: Reinste Symbolpolitik. Wieviel Einsparung macht das aus? Stattdessen zum Beispiel viel sinnvoller: Straßenbeleuchtung flächendeckend auf LED umstellen (oha, "neue" Technologie). Hier in München zum Beispiel gibt es so gut wie gar keine LED Beleuchtung, alles noch schön alt mit überwiegend Leuchtstoffröhren. Da ist jede kleine Gemeinde in Italien weiter! (Vermutlich mit deutschem Steuergeld finanziert). Und was macht München stattdessen: Saunen abschalten (bereits passiert), Wassertemperatur in den städtischen Bädern runterregeln, aber weiter Energie mit uralter Straßenbeleuchtung verballern! Stadt macht ihre Hausaufgaben nicht, stattdessen muss der Bürger leiden. Typisch rot/grüne Politik.
  • Treibstoffe: Ja, natürlich müssen wir von fossilen Treibstoffen weg. Alleine schon deswegen, weil die Ressourcen endlich sind. Was im Horizont der Menschheit aber nicht endlich ist, ist das Sonnenlicht. Und hier gibt es technische Lösungen, die Alternativen bieten. Das Argument, dies sei zu teuer, ist ein Bullshit-Argument. Ist klar, wenn man nur die ach so saubere Batterie-Technologie fördert, und mit Windmühlen die Landschaft verschandelt, und die Artenvielfalt bedroht. Ein vielversprechendes Projekt, das es schon Jahre gibt, aber nicht politisch vorangetrieben wird, ist "Sund to Liquid" (https://www.sun-to-liquid.eu/). Hier wird durch Sonnenlicht direkt flüssiger Treibstoff erzeugt, ohne den Umweg über Strom (Solarzellen) zu gehen. Natürlich ist das in eine Demonstrationsanlage kostentechnisch nicht darstellbar. Aber solche Anlagen sind vor allem für sehr sonnenreiche Gebiete geeignet, z.B. in den nahe am Äquator liegenden Wüstenländern. Diese Länder sind heute vielfach Erdöl-Produzenten. Die Umstellung auf "Sun-to-Liquid" würde diesen Ländern, bzw. den dort lebenden Menschen auch nach Ende der Erdöl-Förderung eine Zukunft bieten. Und zum Transport der Treibstoffe kann die bestehende Infrastruktur (ganz im Sinne von Nachhaltigkeit!) weiter genutzt werden.
  • Strom: Ja, auch hier ist klar, dass wir von fossilen Energieträgern weg müssen, auch wieder alleine aus dem Grund schon, dass die Vorräte endlich sind. Aber nur Sonne und Wind können aus technologischen Gründen die konventionellen oder Atomkraftwerke nicht vollständig ersetzen. Es sei denn, Energiesicherheit ist uns egal (dann braucht man sich aber nur mal angucken, wie die Menschen in den Ländern leben, die keine Energiesicherheit haben - ich möchte so nicht leben). Vorübergehend können hier nur konventionelle (moderne) Atomkraftwerke eine Lösung bringen, die wir nicht nur weiter nutzen, sondern auch neu bauen sollten. Atommüll haben wir sowieso schon, ein Endlager wird sowieso benötigt. Lieber ein Atommüll-Endlager in Deutschland als Windkraftwerke überall in Deutschland, die trotzdem keine Energiesicherheit bieten (ich bin nicht grundsätzlich gegen Windkraft, da wo es Sinn macht, aber sie wird nicht unsere Energieprobleme alleine lösen). Und dann neue Technologien vorantreiben. Das Thema Fusionsreaktor ist lange Zeit vor sich hingedümpelt, ohne echte Erfolge. Aber seit ein paar Jahren gibt es eine neuen vielversprechenden Ansatz, der ein Abfallprodukt der militärischen Forschung ist: Statt in einem von großen Magneten gelenkten permanenten Plasma die Fusion anzuregen, wird ein millimetergroßes "Target" in einer sehr kurzen Zeit mit einem hochenergetischen Laser-Impuls beschossen, welcher dann zur Kernfusion der in dem Target vorhandenen Isotope führt. Das alleine funktioniert schon, und die Komponenten im Bereich Laser sind in den letzten Jahren schon immer billiger geworden, und werden noch weiter im Preis sinken auch für solche Groß-Laser. Nun muss man nur noch daran arbeiten, wie die bei der Fusion entstehende Energie bestmöglich nutzbar gemacht werden kann, und wie man das in einen industriellen Prozess packt.
  • Prozesswärme (u.a. für Fernwärme / Heizung) und auch Strom: Geothermie ließe sich viel mehr nutzen. Hier ist München zur Abwechslung mal Vorreiter, aber auch da würde noch viel mehr gehen.
  • CO2: Es gibt technische Möglichkeiten, die ebenfalls aktuell weiter entwickelt werden, um CO2 aus der Luft zu filtern und einzuspeichern. Gerade dazu heute (und zu anderen Ingenieurs-Themen im Umfeld Klima) ein interessanter Artikel in der Welt (nur für Abonnenten): https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/ ... etten.html
Ich kann diese ewige Verzichts-Laier, und die "es wird alles so schlimm werden!" Laier nicht mehr hören, die ein Großteil unserer Politiker predigt, die FFF unserer Welt, die "letzte Generation", und auch der ein oder andere hier im Forum! Wie kann man sein Denken nur dermaßen einschränken, und den Rückkehr ins Mittelalter oder zumindest in ein "Entwicklungsland" predigen? Oder was denkt Ihr, was passiert, wenn die Fabriken stillstehen, weil Strom und Gas viel zu teuer sind - und wir die Produkte, die wir sonst selbst produziert hätten, alle ewig teuer am Weltmarkt kaufen müssen, aus Ländern, die sich um sowas nicht Scheren? Dem Klima wird das auch nicht helfen, wenn die Produktion lediglich von Europa nach Hinterasien verlagert wird. Nur Technologie-Führerschaft ist in der Lage, unseren Wohlstand und unsere Freiheit zu sichern! Mal schauen, wie lange sich der Deutsche das Rumgelaber unserer derzeitigen Politiker noch anhören wird.
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Jan Tenner
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Jan Tenner »

Oh, Roland Tichy schreibt in diesem Forum unter Pseudonym? 8O
Wüsste ich gar nicht...
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albe-fr
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von albe-fr »

schneesucher hat geschrieben: 28.08.2022 - 10:04
albe-fr hat geschrieben: 28.08.2022 - 09:34
Tyrolens hat geschrieben: 28.08.2022 - 08:55Das 1,5°C Ziel ist unerreichbar, das 2°C ebenso und mit viel Einsatz schaffen wir vielleicht noch das 2,5°C Ziel.
bei den 1,5 hast du leider recht, auf Grund der langfristigen Folgen des CO2 Ausstosses werden wir den Wert wohl spätestens 2026 erreichen. 2 Grad liessen sich noch machen, man muesste halt mal ernsthaft an das Thema rangehen, sprich sofort alle Gas und Kohlekraftwerke abschalten, konsequente Tempolimits einführen (100/70/30) und nicht zuletzt auch auf unnötigen Energieverbrauch wie z.B. Beschneiung und Saunen fuer die naechsten 50 Jahre verzichten. Dann hätten wir die Möglichkeit unter den 2 Grad zu bleiben und langfristig auch wieder unter 1,5 bzw. besser sogar wieder Richtung 0 Grad zu kommen.
Warum erwähnst Du ausgerechnet Sauna und Beschneiung als Einsparmöglichkeiten?
weil es Thema dieses Threads ist? Weil es halt eine Möglichkeit ist, die sofort umzusetzen waere und uns nichts kostet?
schneesucher hat geschrieben: 28.08.2022 - 10:04Verstehe ich es ausserdem richtig, dass Du von nun an mit gutem Beispiel voran gehst und auf Tagesfahrten in die Alpen verzichtest?
Tagesfahrten in die Alpen habe ich eigentlich noch nie gemacht, und letztes Jahr war ich zu >90% mit OeVNP oder ausnahmsweise auch mit Car-Sharingbussen, die mit 9 Personen voll ausgelastet waren unterwegs.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von barmuc73 »

Jan Tenner hat geschrieben: 28.08.2022 - 12:19 Oh, Roland Tichy schreibt in diesem Forum unter Pseudonym? 8O
Wer ist Roland Tichy? Wer bist Du? Ich bin ich, und nicht irgend jemand Anderes.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von jens.f »

barmuc73 hat geschrieben: 28.08.2022 - 11:40 Solche Diskussionen sind dermaßen ermüdend, und gehören sie wirklich in dieses Forum? Verzicht zu Predigen ist Grünes Denken in Reinkultur - und aus meiner Sicht völliger Blödsinn. Stattdessen müssen wir neue Technologien vorantreiben, nur das kann die Lösung sein.
@barmuc7: Volle Zustimmung!

Eine Ergänzung:
Bevor wir weiter im großen Stil Solar- und Windenergie-Anlagen bauen, müssen wir auch erstmal die Netzprobleme lösen - bereits jetzt wird ein nicht unerheblicher Anteil von elektrischer Energie abgeriegelt, da die Netze nicht in der der Lage sind, den Strom zu verteilen.
Es ist keine Seltenheit, dass z.B: die Windkraftwerke im Norden Deutschlands aufgrund des Seewindes schön Strom produzieren, der aber dann ins Ausland verschenkt oder sogar abgeriegelt wird, während im Süden die Gasturbinen Strom produzieren.

Wir brauchen also ganz dringend die seit Jahren geplanten "Strom-Autobahnen" um den Ökologisch produzierten Strom auch verteilen zu können.
Und natürlich auch lokalen Ausbau der lokalen Netzte, die ja auch nicht auf eine Rückspeisung im größerem Maßstab ausgelegt sind.

Aber dagegen wird dann ja auch wieder protestiert und geklagt, so dass die Projekte dann auch wieder auf Eis liegen - aber dass ist leider unsere aktuelle Anti-Kultur: Es wird gegen alles und jeden protestiert und geklagt, ohne Lösungen zu benennen.
Und: Zurück ins Mittelalter ist keine Lösung!
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von barmuc73 »

jens.f hat geschrieben: 28.08.2022 - 12:57 Wir brauchen also ganz dringend die seit Jahren geplanten "Strom-Autobahnen" um den Ökologisch produzierten Strom auch verteilen zu können.
Genau, und da zeigt sich, dass das Problem nicht nur eine (politische) Farbe hat: Die CSU hat bei den Protesten gegen neue Stromtrassen fleißig mitgemacht! Inzwischen haben sie dies als "Fehler" eingestanden - hilft nun aber auch erstmal nicht. Genauso das Thema LKW Verkehr. Während Italien und Österreich fleißig am Brenner-Basistunnel bauen (vermutlich mit EU Geldern), um den Güterverkehr weg von der Straße auf die Schiene zu bekommen, läuft da bei uns: nix außer Protest hier und Protest da.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Buckelpistenfan »

Energiekrise: Oedberg-Chef blickt mit Sorge auf Wintersportsaison
Dass angesichts der Energiekrise auch die Skigebiete sparen müssen, steht bereits fest. Wie kleinere Liftbetreiber das meistern können, ist offen. Georg Reisberger zeichnet für den Betrieb am Oedberg ein düsteres Bild.

https://www.merkur.de/lokales/region-te ... 49544.html

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von turms »

schneesucher hat geschrieben: 28.08.2022 - 10:04
albe-fr hat geschrieben: 28.08.2022 - 09:34
Tyrolens hat geschrieben: 28.08.2022 - 08:55Das 1,5°C Ziel ist unerreichbar, das 2°C ebenso und mit viel Einsatz schaffen wir vielleicht noch das 2,5°C Ziel.
bei den 1,5 hast du leider recht, auf Grund der langfristigen Folgen des CO2 Ausstosses werden wir den Wert wohl spätestens 2026 erreichen. 2 Grad liessen sich noch machen, man muesste halt mal ernsthaft an das Thema rangehen, sprich sofort alle Gas und Kohlekraftwerke abschalten, konsequente Tempolimits einführen (100/70/30) und nicht zuletzt auch auf unnötigen Energieverbrauch wie z.B. Beschneiung und Saunen fuer die naechsten 50 Jahre verzichten. Dann hätten wir die Möglichkeit unter den 2 Grad zu bleiben und langfristig auch wieder unter 1,5 bzw. besser sogar wieder Richtung 0 Grad zu kommen.
Warum erwähnst Du ausgerechnet Sauna und Beschneiung als Einsparmöglichkeiten? Mir fällt da noch sehr viel mehr ein. Würde man etwa alle überregionalen Sportveranstaltungen verbieten, dürfte da wesentlich mehr einzusparen sein. Also wenn schon, dann bitte konsequent alle Sportarten unterbinden. Verstehe ich es ausserdem richtig, dass Du von nun an mit gutem Beispiel voran gehst und auf Tagesfahrten in die Alpen verzichtest?

Genau...nicht nur Sportveranstaltungen...auch Oktoberfest etc...oder viel besser....etwas wie eine Lotterie wie in "die Inseln,
D.h. jedes Jahr zb 10.000 Leute oder mehr / weniger k.a. müssen sie auf alles verzichten....aber alles...auch atmen
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Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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molotov
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von molotov »

F. Feser hat geschrieben: 27.08.2022 - 21:15
Hört auf ihn zu provozieren
sehr lustig ist auch wie Ursache und Wirkung mal wieder vertauscht werden 😂
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Pistencruiser
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Pistencruiser »

barmuc73 hat geschrieben: 28.08.2022 - 13:25
jens.f hat geschrieben: 28.08.2022 - 12:57 Wir brauchen also ganz dringend die seit Jahren geplanten "Strom-Autobahnen" um den Ökologisch produzierten Strom auch verteilen zu können.
Genau, und da zeigt sich, dass das Problem nicht nur eine (politische) Farbe hat: Die CSU hat bei den Protesten gegen neue Stromtrassen fleißig mitgemacht! Inzwischen haben sie dies als "Fehler" eingestanden - hilft nun aber auch erstmal nicht.
Eigentlich hat es nichts mit dem Thema zu tun, aber mal so am Rande bemerkt:
Ich habe mir heute das Sommerinterview im ZDF von Söder gegeben (zumimdest bis es vollkommen unterträglich wurde)
"Fehler eingestanden" hat er dort nicht einen Einzigen. In der Meisterschaft, mit dem Finger auf den politischen Gegner zu zeigen und sein Fähnchen je nach Gusto in den Wind zu hängen ist dieser Mensch auf unerträgliche Art unübertroffen.

Ansonsten stimme ich deinem obenstehenden längerem Beitrag zu 90% zu. Die ein oder andere Bemerkung hat mich aber dann doch zögern lassen den Like-Button zu klicken.
Diese ganze Thematik ist viel zu komlpex und facettenreich, als dass Sie sich auf irgendwelche Parteifarben und parteiidiodeologisches Geplänkel reduzieren ließe.

Recht hast du natürlich was den Punkt der Symbolpolitik anbelangt. Hier geben sich die unterschiedlichen politischen Richtugen aber nichts da jeder die scheinbar für seine Agenda nützlichen Symboliken verwendet.

Was meiner Meinung nach in der Debatte völlig ausser acht gelassen wird ist ein ganz anderer Punkt.
Egal welches Klimaziel in Prozentzahlen ausgedrückt angestrebt wird: Es wird alles nicht funktionieren ohne globalen Konsens - und zwar in allen Bereichen - egal ob nun Ernährung, Energiegewinnung, Ressourcenverbrauch, Transformation des Verkehrs, nachhaltigerer Konsum, weniger ressourcenintensive Industrieproduktion, etc,...
Da ich der Menscheit diese Konsensfähigkeit völlig abspreche, sehe ich nicht eines der Ziele auch nur in annähernd greifbarer Nähe.
Und der tägliche Blick auf die weltpolitischen Entwicklungen geben mir da leider recht...
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von icedtea »

Vorsicht; extremer Sarkasmus 🙈

Eigentlich ist doch die einzige Lösung der gemeinschaftliche Suizid; wir schaffen uns ab, weil wir dem Untergang des globalen ökologischen Systems nicht mehr zuschauen wollen 🤔

Ist das die Lösung?

Mehr pragmatisches Denken, weniger Dogmatisus würde vielleicht helfen.
Wo ich schon war:
Hochzeiger (1989), Ski-Zillertal 3000 außer Gletscher (viele Jahre ab 1993 :wink:), Kronplatz (2006), Söllereck (2008), Hauser Kaibling (2009 und 2014), Wildkogel (2010 - 2012), Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe (2013), Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch (2016 - 2019), Alpendorf/Wagrain/Flachau (2015 und 2018), Damüls/Mellau (2017), Planai/Hochwurzen (2019), Willingen (2019), Schnalstaler Gletscher (2019), Laax, Silvretta-Montafon, Brandnertal, Golm (2020), Hundseck (2021), Winterberg (2021), Arosa-Lenzerheide (2022), St. Moritz (2022), Ortisei, Seiser Alm und Sella Ronda (2023)
Als nächstes: 🤷‍♂️
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DJDan
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von DJDan »

icedtea hat geschrieben: 28.08.2022 - 23:21 Eigentlich ist doch die einzige Lösung der gemeinschaftliche Suizid; wir schaffen uns ab, weil wir dem Untergang des globalen ökologischen Systems nicht mehr zuschauen wollen 🤔

Ist das die Lösung?
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- "JAAAA!"
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Tyrolens »

Gut jedenfalls, dass Wien im Skisport keine so große Rolle spielt:

https://kurier.at/wirtschaft/energiegip ... /402126476
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Mt. Cervino
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Mt. Cervino »

Habe gerade auch ein wenig in die Richtung von iced-tea gedacht als ich die Diskussion der letzten Tage hier gelesen habe...

Wenn ich die Weltuntergangsprophezeihungen und vollständige Verzichtsaufrufe hier lese, habe ich das Gefühl, wir müssten uns alle in Höhlen zurückziehen und warten bis wir verhungert sind.
Eines der größten und wichtigsten Themen wird hier und in der Politik aber leider nicht angesprochen. Wir können soviel verzichten und einsparen wie wir wollen, wenn wir nicht zusätzlich zum generellen Konsum und Energieeinsparungen, sowie der Nutzung neuer Technologien und Energieerzeugungsmodellen ein weiteres Thema in den Griff bekommen, wird der Welt und uns nicht viel geholfen sein: Wir müssen die Überbevölkerung und das nach wie vor massive Wachstum der Bevölkerung auf der Erde in den Griff bekommen.
Lebten z. B. 1950 noch 2,7Mrd Menschen auf der Erde, waren es 1985 bereits 4,9Mrd und in den nächsten Monaten werden wir die 8Mrd Marke übertreffen.
Prognosen für 2100 sehen im günstigsten Falle eine Stagnation bei 7-8 Mio Menschen voraus (nach einem weiteren Anstieg und einer dann folgenden leichten Abnahme der Bevölkerung), die meisten Modelle rechnen aber mit einem Anstieg auf ca. 11Mrd, und ungünstige Modelle sogar mit einem Anstieg auf bis zu 16 Mrd Menschen. Letzteres hieße noch einmal eine Verdoppelung der aktuell auf der Erde lebenden Menschen in den nächsten knapp 80Jahren!
Wer sich diese Zahlen vor Augen hält wird schnell merken, dass wir, wenn wir uns dieses Themas nicht annehmen, unser Energie- Konsum- und Ressourcenverbrauchsproblem global nicht in den Griff bekommen werden.
Zuletzt geändert von Mt. Cervino am 29.08.2022 - 12:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Tyrolens »


Jan Tenner
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Jan Tenner »

Mt. Cervino hat geschrieben: 29.08.2022 - 11:20 Wer sich diese Zahlen vor Augen hält wird schnell merken...
... dass er sich entweder nur sehr wenig mit dem Thema beschäftigt hat oder aber Scharlatanen aufgesessen ist, die mit Desinformationskampagnen weiter für den ungehemmten Verbrauch von fossilen Energieträgern werden :D

Mal im Ernst: Die Wachstumsrate bei der Bevölkerungsentwicklung geht seit dem Scheitelpunkt Anfang der 60er Jahre (des 20. Jahrhunderts) konstant und monoton zurück, zuverlässig wie ein Uhrwerk. Der sehr sehr vorsichtig ausgefallene Bericht der UNO zur Demografie sieht in einem Model noch in diesem Jahrhundert auch bei der Weltbevölkerung im absoluten Zahlen den Scheitelpunkt erreicht, so dass Ende des Jahrhunderts gut 10 Mrd Menschen auf der Erde leben und danach die Weltbevölkerung schrumpft. Neuere Forschungen gehen hingegen angesichts der weltweit rückläufigen Fertilität davon aus, dass die Welt ihren Bevölkerungshöhepunkt schon Mitte der 60er Jahre (dieses Jahrhundert) erreicht und dann bis Ende des Jahrhunderts von 9,7 auf 8,8 Mrd schrumpft. Von einem "massive Wachstum der Bevölkerung auf der Erde" kann bei beiden Szenarien absolut nicht die Rede sein

Hinzu kommt, dass >95% des Überkonsums und Überverbrauch von fossilen Energieträgern von Ländern verursacht wurden und werden, deren Fertilitätsraten seit Jahrzehnten rückläufig sind. Alle Länder, die über hohe Geburtenraten überhaupt noch dafür sorgen, dass die Weltbevölkerung wächst, tragen über nichts zum Ressourcen Problem bei: Das haben sie in der Vergangenheit nicht, das tun sie derzeit nicht und das werden sie auch in der Zukunft nicht tun (Mit Fragezeichen vielleicht bei der Zukunft für Indien).

Ich kann ja verstehen, dass der Hoax der angeblichen Bevölkerungsexplosion so attraktiv ist. Man kann dann ja so schön die Verantwortung für die Ressourcenprobleme an Dritte Welt abgeben, die sich ja vermeintlich so unkontrolliert vermehrt. Aber um die Probleme zB mit dem Klimawandel in den Griff zu bekommen, müssen die Industrienationen heute verzichten und nicht die Länder die hoher Geburtenrate zukünftig (es sei denn jemand sieht ernsthafte Hinweise, dass in den nächsten Jahrzehnten Länder wie der Kongo, Tansania oder Pakistan zu führenden Wirtschaftsmächten aufsteigen).
Die Energie- und Ressorucenkrise wird von den OECD-Staaten verursacht und verantwortet und nicht von den Dritte-Welt-Ländern. Das gilt auch für die Zukunft!

https://www.spiegel.de/ausland/bevoelke ... 55499eb3c2
Mt. Cervino hat geschrieben: 29.08.2022 - 11:20 ungünstige Modelle sogar mit einem Anstieg auf bis zu 16 Mrd Menschen. Letzteres hieße noch einmal eine Verdoppelung der aktuell auf der Erde lebenden Menschen in den nächsten knapp 80Jahren!
DAS ist eine "Weltuntergangsprophezeihung"!
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von NeusserGletscher »

Jan Tenner hat geschrieben: 29.08.2022 - 13:02 Die Wachstumsrate bei der Bevölkerungsentwicklung geht seit dem Scheitelpunkt Anfang der 60er Jahre (des 20. Jahrhunderts) konstant und monoton zurück, zuverlässig wie ein Uhrwerk.
nichts desto trotz leben immer mehr Menschen auf dem Planeten. Ich nehme an, der Unterschied zwischen der ersten und zweiten Ableitung ist Dir bekannt?
Jan Tenner hat geschrieben: 29.08.2022 - 13:02 Von einem "massive Wachstum der Bevölkerung auf der Erde" kann bei beiden Szenarien absolut nicht die Rede sein
Seit dem der Club of Rome seine Thesen zum Grenzen des Wachstums vor 50 Jahren veröffentlicht hat, hat sich die Erdbevölkerung praktisch verdoppelt. Ist das für Dich kein "massives Wachstum"?
Jan Tenner hat geschrieben: 29.08.2022 - 13:02 Ich kann ja verstehen, dass der Hoax der angeblichen Bevölkerungsexplosion so attraktiv ist. Man kann dann ja so schön die Verantwortung für die Ressourcenprobleme an Dritte Welt abgeben
Wer hat von Verantwortung abgeben gesprochen? Seit 1972 hat sich auch in Deutschland die Bevökerung um noch einmal 10 Millionen Menschen erhöht. Also trifft dies auch hier zu.

Im übrigen brauchen mehr Menschen nun einmal mehr Fläche. Entweder verdichten wir die Städte, dann wird es erst recht unterträglich heiss. Oder die Besiedelung dehnt sich in der Fläche aus. Zusammen mit der benötigten Ackerfläche geht dies automatisch zu Lasten von Waldflächen. Was dies für das Klima bedeutet, weisst Du vermutlich. Ganz abgesehen davon, dass selbst in vermeintlich dünn besiedelten Gebieten die Menschheit vermehrt Widltieren auf die Pelle rückt.

Und diejenigen Kreise, die nun Konsumverzicht predigen, erzählen sonst immer, wir hätten Platz. Das passt nicht zusammen. Auch in dem Spiegel-Artikel wird eine schrumpfende Bevölkerung mit schrumpfender Wirtschaft gleichgesetzt. Was aufgrund Automatisierung und Produktivitätssteigerung Quatsch ist.

Wenn Konsumverzicht heisst, dass wir nur noch alle 5 Jahre ein neues Smartphone kaufen, dann bin ich dabei. Ich nutze meine technischen Geräte erheblich läger und versuche sich auch, erst einmal zu reparieren, bevor ich was neues kaufe. Daher habe ich bis heute kein privates Smartphone. Ich war übrigens schon immer ein Fan langlebiger Produkte und ärgere mich kolossal über Bekleidung, die schon nach wenigen Monaten ein Fall für die Tonne ist.

Wenn Konsumverzicht aber heisst, dass wenige Wasser predigen aber selbst Wein trinken, dann nicht mit mir. Und so konzeptlos wie derzeit schon mal gar nicht.

So lange aber aus Kapital eine Rendite gezogen wird, muss die Geldmenge exponentiell wachsen. Entweder wächst auch die Wirtschaft entsprechend mit, dann bleibt der Geldwert stabil und damit Löhne und Renten. Was aber mehr Konsum bedeutet. Oder die Expansion der Geldmenge führt geradewegs dazu, dass an Waren, Rohstoffe und Energie immer neue Preisschilder mit neuen Mondpreisen geklebt werden. Dann erleben wir halt wie aktuell eine Umverteilung von der Masse zu den Profiteuren des Systems. So lange die Welt weiter auf Wachstum setzt, sei es bei Bevölkerung oder bei der Wirtschaft, heisst dies automatisch, dass wir auch mehr Ressourcen verbrauchen. Es sei denn, wir beschäftigen einem Großteil der Menschen mit Bullshit-Jobs wie dem Malen von Gendersternchen. Da die aber niemand wirklich braucht, heisst dies wiederum, dass die breite Masse sich weniger leisten kann. Also lautet hier aus wirtschaftlicher Sicht der Ausweg, wieder mehr teure aber dafür langlebigere und reparierbare Waren herzustellen. Mit Reparaturen kann man auch Menschen sinnvoll beschäftigen. Nur haben wir in den letzten Jahrzehnten das genaue Gegenteil erlebt. Nicht, weil die Mehrheit der Menschen unbedingt nur noch Schrott kaufen wollte, sondern weil dies halt der einzige Weg in einem stagnierendem Umfeld ist, Marktanteile zu gewinnen.

Weiter unbegrenztes Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum vertragen sich nicht mit dem Schutz von Ressourcen.

Die aktuellen Preissteigerungen haben aber absolut nichts mit Umwelt- oder Klimaschutz zu tun. Die aktuelle Energiepolitik schon einmal gar nicht. Falls es vielleicht in Vergessenheit geraten ist: derzeit steigen wir aus dem nicht ganz so umweltschädlichen Erdgas aus und setzen mangels Alternativen vermehrt wieder auf Kohle und Fracking. Das freut die Umwelt, gell? Und gleichzeitig explodieren die Gewinne weniger Konzerne und Spekulanten. Auch dies wird der Umwelt nicht viel nutzen. Das Geld, was damit aus Deutschland und Europa abgezogen wird, wird dann halt wo anders auf dem Planeten in CO2-belasteten Konsum umgesetzt. Und hier fehlt demnächst dann das Geld für eine bezahlbare, durchdachte und geplante Energiewende.

Übrigens sind die Tagespreise für Erdgas schon vor dem Krieg durch die Decke gegangen, praktisch zeitgleich mit der Gründung des neuen Handelsplatzes Trading Hub Europe am 01.10.2021. Und ich weiß von einem Fall, bei dem der Erdgaslieferant bereits für 2021 die Preise gegenüber 2020 verdoppelt hat. Wobei man einmal mehr die Frage stellen muss, warum erstens Preise für Energie nicht gedeckelt sind und zweitens überhaupt mit Energie spekuliert werden muss. Bzw. warum überhaupt mit Produkten spekuliert werden muss, die andere Bürger zum Leben brauchen. Der Preis für Erdgas an dem US-Äquivalent zu Trading Hub Europe, dem Henry Hub, liegt, nur am Rande bemerkt, bei weniger als einem Zehntel des euroäischen Nieveaus.

Insgesamt eine super Bilanz nach 10 Monaten.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von jens.f »

Jan Tenner hat geschrieben: 29.08.2022 - 13:02 Hinzu kommt, dass >95% des Überkonsums und Überverbrauch von fossilen Energieträgern von Ländern verursacht wurden und werden, deren Fertilitätsraten seit Jahrzehnten rückläufig sind. Alle Länder, die über hohe Geburtenraten überhaupt noch dafür sorgen, dass die Weltbevölkerung wächst, tragen über nichts zum Ressourcen Problem be
Das ist so aber jetzt nicht richtig.
Laut z.B:
https://de.statista.com/statistik/daten ... -weltweit/

Hat China 30% des weltweiten CO2-Ausstoßes im Jahre 2020.
Indien 7%
Und Deutschland ganze 1,85%

Natürlich: Pro Kopf gesehen sieht das wieder ganz anders aus - aber trotzdem bleibt es dabei:
Wir können uns in Deutschland auf den Kopf stellen - wir können den globalen CO2 Ausstoß und damit den Klimawandel nicht im Alleingang aufhalten.
Das geht nur in weltweit koordinierten Aktionen, wo insbesondere China, die USA und Indien gefragt wären.

Natürlich heißt das nicht, das wir untätig sein sollten - auch wir müssen unseren Beitrag leisten. Aber wir dafür dabei uns nicht selbst erwürgen.

Eine gute Messlette für die "Schlechtigkeit" eines Landes wäre hier der CO2 Ausstoß pro Kopf.
Hier haben ich z.B. gefunden:
https://de.statista.com/statistik/daten ... pro%20Kopf.

Hier ist Deutschland auf Platz 11.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Jan Tenner »

jens.f hat geschrieben: 29.08.2022 - 18:41 Das ist so aber jetzt nicht richtig.
Laut z.B:
https://de.statista.com/statistik/daten ... -weltweit/

Hat China 30% des weltweiten CO2-Ausstoßes im Jahre 2020.
Indien 7%
Und Deutschland ganze 1,85%
Das ist sehr wohl richtig!
Denn China hat eine noch stärker zurückgehende Fertilitätsrate als Deutschland.
Selbst in Indien stagniert die Fertilität bzw sinkt sogar leicht, allerdings auf weit höherem Niveau.
Das steht auch in überhaupt keinem Widerspruch dazu, dass Indien und China viel CO2 ausstoßen und Ressourcen verbrauchen.
Nur liegt der Schlüssel zur Lösung eben NICHT darin, China und Indien dazu bringen zu wollen, weniger Inder und weniger Chinesen zu produzieren. Man müsste sie stattdessen dazu bringen, weniger Ressourcen zu verbrauchen, pro Kopf und absolut. Genau darum ging es bei meinem Beitrag!
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von NeusserGletscher »

jens.f hat geschrieben: 29.08.2022 - 18:41 Eine gute Messlette für die "Schlechtigkeit" eines Landes wäre hier der CO2 Ausstoß pro Kopf.
Warum nicht pro Fläche? Ein Pro-Kopf Maßstab lässt Länder besser dastehen, bei denen Armut breiter Bevölkerungsschichten mit insgesamt hohem CO2 Ausstoß zusammen fallen. Bei dieser Aufbereitung liegt China sogar noch hinter Deutschland, obwohl es in absoluten Zahlen mit Abstand weit vor Deutschland liegt.

Und für die CO2 Bilanz des Planeten ist es eh schnuppe, ob sich der CO2 Ausstoß pro forma auf eine Milliarde oder "nur" 100 Millionen Chinesen verteilt. Vieles davon geht in den Export.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam »

Guckt mal hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/eu ... t-101.html

Und hier

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/li ... t-101.html

Irgendwie hab ich das Gefühl wir im alpinforum sind der Seismograf für das was in 2 bis 4 Wochen später in den mainstreammedien und damit in der Politik Thema sein wird. :grinsevil:

Alpinforum lesen dabeigewesen... nein vorausgeschaut....
Vielleicht holen die sich Ihre Agenda hier ab? :telefon:

Also in Zukunft aufgepasst Feind hört mit....😂🙃😉
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Theo »

Ich kann ja verstehen, dass der Hoax der angeblichen Bevölkerungsexplosion so attraktiv ist. Man kann dann ja so schön die Verantwortung für die Ressourcenprobleme an Dritte Welt abgeben, die sich ja vermeintlich so unkontrolliert vermehrt. Aber um die Probleme zB mit dem Klimawandel in den Griff zu bekommen, müssen die Industrienationen heute verzichten und nicht die Länder die hoher Geburtenrate zukünftig (es sei denn jemand sieht ernsthafte Hinweise, dass in den nächsten Jahrzehnten Länder wie der Kongo, Tansania oder Pakistan zu führenden Wirtschaftsmächten aufsteigen).
Die Energie- und Ressorucenkrise wird von den OECD-Staaten verursacht und verantwortet und nicht von den Dritte-Welt-Ländern. Das gilt auch für die Zukunft!
Du wirfst da gerade zu viele Sachen in einen Topf und daher kommst du zum Resultat "Einschränkungen". Damit kann man in D ja bekanntlich jedes Problem lösen, hat in der DDR ja auch wunderbar geklappt. Verzicht ( sofern dieser massvoll ist und idealerweise so geschieht dass man es quasi nicht merkt ) kann und wird Teil der Lösung sein. Verzicht ( in der Form wie er in D und hier im Forum von einigen Exponenten gefordert wird ) kann und wird nie eine Lösung sein sondern die Probleme vergrössern.
Klar können wir nicht die Ressourcenprobleme an die Dritte Welt abgeben, wir müssen Vorbild sein und sie dabei unterstützen die Dinge richtig zu machen. Das darf uns auch was kosten und kommt in Zukunft in irgend einer Form auch wieder rein. Gegenwärtig schaut unsere Politik aber so aus:
Alle andern dürfen alles, und zum Ausgleich zerstören wir uns selber.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von jens.f »

Jan Tenner hat geschrieben: 29.08.2022 - 19:39 Nur liegt der Schlüssel zur Lösung eben NICHT darin, China und Indien dazu bringen zu wollen, weniger Inder und weniger Chinesen zu produzieren. Man müsste sie stattdessen dazu bringen, weniger Ressourcen zu verbrauchen, pro Kopf und absolut. Genau darum ging es bei meinem Beitrag!
Ja, aber genau das tun wir eben nicht, indem wir über Tempolimits, Heiz-Beschränkungen, Ausschalten von Sauna und Ski-Liften etc. diskutieren - damit bringen wir keinen ausserhalb Deutschlands dazu, weniger Ressourcen zu verbrauchen
Wir müssten, anstatt uns selbst zu kasteien, wieder dazu übergehen, innovativ zu sein und neue Techniken entwickeln, die Wohlstand und Klima-Schutz kombinieren und so der Welt beweisen, das Klima-Schutz und Wohlstand sich nicht ausschließen.

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