Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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judyclt
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von judyclt »

oli hat geschrieben: 20.11.2022 - 17:33 Das Fazit ist eindeutig - für Familien wird es eng.
Kinder sind teuer.
Deutschland könnte ja die 500 Millionen Euro, die jährlich für ausländische Kinder gezahlt werden, in die Sportförderung stecken. Wobei ich den Skisport da ehrlicherweise nicht oben an stellen würde.

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ski-chrigel
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von ski-chrigel »

Also heute wäre ich froh gewesen, wenn 25% weniger gekommen wären…
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von loennermo »

Martin_D hat geschrieben: 20.11.2022 - 19:02 Ich hatte gestern die Gelegenheit, mit einigen zu sprechen, die in der Vergangenheit Schulskikurse für Schulen in Bayern organisiert haben. Einheitliche Meinung ist, die Schulskikurse stehen zunehmend zur Disposition, vor allem aus finanziellen Gründen, aber auch wegen dem negativen Umweltimage des alpinen Skisports.
Die Skigebiete müssen sich etwas einfallen lassen, wenn es weiteren ausreichend Nachwuchs für die Skigebiete geben soll. Da könnte ein Problem auf die Skigebiete zukommen, das nicht oder nur sehr in aktuellen Buchungszahlen abgebildet wird.
Das wundert mich ein wenig. Oder geht es generell um die Zukunft und nicht die aktuelle Saison?

Komme nicht aus Bayern, aber bei uns wurde die Skiwoche schon im Sommer angekündigt und musste bis zu den Herbstferien bereits bezahlt werden. Wobei ich den Preis wirklich günstig finde. Für 6 Tage zahlen wir inkl. Bus, Unterkunft, Vollverpflegung (auch Mittags), Skipass (5 Tage) und Skikurs 380€. Unterbringung in einem ehemaligen Hotel in 2-Bett-Zimmern.
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oli
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von oli »

loennermo hat geschrieben: 20.11.2022 - 22:20 Komme nicht aus Bayern, aber bei uns wurde die Skiwoche schon im Sommer angekündigt und musste bis zu den Herbstferien bereits bezahlt werden. Wobei ich den Preis wirklich günstig finde. Für 6 Tage zahlen wir inkl. Bus, Unterkunft, Vollverpflegung (auch Mittags), Skipass (5 Tage) und Skikurs 380€. Unterbringung in einem ehemaligen Hotel in 2-Bett-Zimmern.
Das ist richtig gut. Hier bin ich immer interessiert. Darf ich nachfragen:
1. Von wo aus reist ihr an (Region)?
2. Welches Skigebiet?
3. Bleibt der Bus vor Ort?
4. Termin?

Eigentlich geht das gar nicht. Wenn Du ein halbwegs abwechslungsreiches Skigebiet hast, dann kostet schon der Skipass für 5 Tage mindestens 150 Euro (Gruppenrabatt). Wenn man dann noch 50 Euro für den Platz im Bus rechnet, dann bleiben nur noch 160 Euro für 6 Nächte (26 Euro/Nacht). Das geht doch nicht, ohne dass der Preis subventioniert ist, oder?
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von loennermo »

Moin,

1. Osthessen
2. Seefeld
3. Keine Ahnung.
4. Anfang März

Das Skigebiet ist sicherlich nicht der Burner. Aber auf der anderen Seite müssen auch rund 150 Kids (kompletter Jahrgang fährt) bespasst und vor allem auch beaufsichtigt werden. Das ist sicherlich in einem kleineren Gebiet einfacher.

Wie das preislich geht - keine Ahnung. Habe mich auch sehr gewundert. Hotel Alpenkönig wenn ich es gerade recht im Kopf habe.

Edit:
Skipass regulär 147€. Als Gruppe schätze ich dann so 120€. Bleiben noch 260€ übrig. 60€ der Bus dann sind es noch 200€ für 5 Nächte - also 40€ pro Nacht. Inkl. 3 Mahlzeiten finde ich das noch immer sensationell... Und so abgeranzt sieht die Hütte bei HolidayCheck nicht aus. Ob der

Edit2: Wenn ich mir die Lage so anschaue, dann muss der Bus eigentlich bleiben. Kann mir kauf vorstellen, dass der evtl. vorhandene Skibus 150 Kids morgens Richtung Skigebiet befördert...

Edit3: Lese gerade, dass sogar noch eine "Umlage für zusätzliche Begleitlehrkräfte" mit enthalten ist...
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Stäntn
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von Stäntn »

Martin_D hat geschrieben: 20.11.2022 - 19:02 Ich hatte gestern die Gelegenheit, mit einigen zu sprechen, die in der Vergangenheit Schulskikurse für Schulen in Bayern organisiert haben. Einheitliche Meinung ist, die Schulskikurse stehen zunehmend zur Disposition, vor allem aus finanziellen Gründen, aber auch wegen dem negativen Umweltimage des alpinen Skisports.
Die Skigebiete müssen sich etwas einfallen lassen, wenn es weiteren ausreichend Nachwuchs für die Skigebiete geben soll. Da könnte ein Problem auf die Skigebiete zukommen, das nicht oder nur sehr in aktuellen Buchungszahlen abgebildet wird.
Warum wundert mich das nicht :(
Also ist der Schul Skikurs nicht über diverse Töpfe subventioniert, damit man eben auch sozial Schwächeren die Möglichkeit bieten kann? Ich denke mal finanziell lässt sich das sicher lösen oder sogar einen Sponsor finden. Schließlich ist der Nachwuchs ja, wer in 10-20 Jahren mal das Geld in die Skigebiete trägt.

Was das Umweltimage angeht: Ohne Worte. Wenn ich mir das Elterntaxi Chaos hier jeden Morgen ansehe obwohl ein Schulbus parallel fährt, und das in Relation zu EINER (1!) Busfahrt setze...
Wer bewertet denn ein "Image"? Eine Umfrage am Schulhof? Oder von infratest? Oder an der Talstation in Tux? Je nach gewünschtem Ergebnis ;)

Was für mich nicht dazu passt: Haben innerhalb von 15km zwei Skiclubs, die im Winter wöchentlich mit den Kids in die Berge fahren (St. Johann; Zillertal, Sölden, etc.). Diese werden total überrannt und die Busse sind regelmäßig schnell ausgebucht. Sind ja die gleichen Kinder, die auf die örtlichen Schulen gehen. Der Skiclub hat im Sinne der Förderung des Sports und des Angebots für Kinder ein SEHR GUTES Image. Wie passt das zusammen?

Ach wie schön war doch die Ideologie freie Jugend :D ich erinnere mich noch an Sommercamps wo wir mit Lehrern Indianer gespielt haben. Heute hat eine Schule wohl Image Bedenken, wenn ein Winnetou Kostüm auch nur aus dem Schrank lugt :lol:
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oli
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von oli »

@loennermo
Danke für die Rückmeldung.
Dann ist das aber eine Fahrt für Kinder und Jugendliche. Und damit der Preis für den Skipass erklärbar. Ich habe mit einer Gruppe in Bad Kleinkircheim (vielleicht mit Seefeld ein wenig zu vergleichen) ähnlich gute Konditionen bekommen.
Anfahrtsweg von uns aus (Ost-Westfalen) ist ein bisschen weiter.
Insgesamt ein tolles Angebot!

Wir liegen in Bad Kleinkirchheim (820 km Anreise) über Silvester für Kinder Jahrgang 2009 – 2016 bei 619,00 Euro. Allerdings 6 Nächte und 7 Skitage bei HP.
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von judyclt »

@Stäntn: Leider wahr.
Ich glaube auch, dass das Alltagsgegurke viel mehr ausmacht, als mal eine Fahrt in die Berge. Ich fahre min 30km täglich für die Arbeit mit dem Rad. Bekomme dann aber von Kollegen zu hören "der knallt schon wieder in Berge", obgleich die jährlich viel mehr Kilometer abreißen. Aber gut, dass man mit einem E-Kennzeichen Greenwashing betreiben kann :lol:

An dem täglichen Gefahre kann man auch schön erkennen, wie gut es vielen geht oder wie dämlich viele sind, denn Autofahren ist nun mal teurer als gehen oder radeln.
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von Martin_D »

Stäntn hat geschrieben: 21.11.2022 - 06:51
Warum wundert mich das nicht :(
Also ist der Schul Skikurs nicht über diverse Töpfe subventioniert, damit man eben auch sozial Schwächeren die Möglichkeit bieten kann? Ich denke mal finanziell lässt sich das sicher lösen oder sogar einen Sponsor finden. Schließlich ist der Nachwuchs ja, wer in 10-20 Jahren mal das Geld in die Skigebiete trägt.
Ich denke auch, dass gerade große Skigebiete wie Ischgl oder Sölden darüber nachdenken sollten, ob sie Schulskikurse subventionieren könnten, um so Kunden für die kommenden Jahrzehnte zu gewinnen.

Stäntn hat geschrieben: 21.11.2022 - 06:51 Was das Umweltimage angeht: Ohne Worte. Wenn ich mir das Elterntaxi Chaos hier jeden Morgen ansehe obwohl ein Schulbus parallel fährt, und das in Relation zu EINER (1!) Busfahrt setze...
Wer bewertet denn ein "Image"? Eine Umfrage am Schulhof? Oder von infratest? Oder an der Talstation in Tux? Je nach gewünschtem Ergebnis ;)
Dass das nicht objektiv ist, brauchen wir hier im Alpinforum kaum diskutieren. Vor einigen Wochen wurde ich bei einer Familienfeier gefragt, ob ich nicht angesichts der Energiekrise auf Skifahren verzichte oder es wenigstens reduziere. Die Frage kam von jemanden, der regelmäßig ein- bis zweimal im Jahr zum Urlaub nach Amerika oder Mexiko fliegt. Ich habe aufgegeben, in solchen Situationen zu erklären, dass der Energieverbrauch bei einem einzigen Überseeflug hin und zurück vergleichbar ist mit dem Energieverbrauch von einigen Hundert Skitagen.
Oder um beim Thema Schule zu bleiben. Fliegt ein Schüler mit dem Flugzeug zum Schüleraustausch in Europa, dann verursacht er einen ähnlich hohen Energieverbrauch wie bei 10 Schulskikursteilnahmen. (Dass beim Flugzeug der Anteil an erneuerbaren Energien am Energieverbrauch bei 0 ist, während dieser beim Skifahren in den Alpen relativ hoch ist, kommt da noch dazu.) Aber das eine wird unkritisch hingenommen und das andere überkritisch gesehen. Ein Stück weit sind da die Skigebiete auch selber Schuld an dem schlechten Image.

Bei der Frage, ob eine Schule einen Schulskikurs anbietet oder nicht, ist die Meinung von folgenden Personengruppen wesentlich: Die Fachschaft der Sportlehrer, die Schulleitung und der Elternbeirat. Mindestens zwei dieser drei Gruppen müssen dafür sein, wenn nicht sogar alle drei.
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von albe-fr »

Martin_D hat geschrieben: 21.11.2022 - 14:52Ich habe aufgegeben, in solchen Situationen zu erklären, dass der Energieverbrauch bei einem einzigen Überseeflug hin und zurück vergleichbar ist mit dem Energieverbrauch von einigen Hundert Skitagen.
das hängt halt stark davon ab, wie weit, mit wieviel Personen und wie oft du zu deinen Skitagen faehrst... eine 747 liegt bei durchschnittlicher Auslastung von 80% bei 53kWh pro 100 Passagierkilometer, ein PKW dagegen gerne mal bei 100kWh...
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von ralleycorse »

Nur das Du mit Deinem PKW wohl kaum mal kurz in ein paar Stunden mehrere tausend Kilometer abreisst für eine Woche Urlaub, oder gar nur ein WE...
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von albe-fr »

um auf einige Hundert (ich interpretiere das mal als >200) zu kommen, kommen da schon einige zusammen, es sei denn ich fahre im November nach Zermatt und erst im Juni wieder zurück.
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von Ck83 »

Wenn ich mich nicht irre, dann entsprechen 100kWh einem Verbrauch von 10,2l Diesel, bzw. 11,4l Benzin pro 100km. Das halte ich bei den aktuellen Autos für etwas zu hoch gegriffen.
Bei meinem letzten Skiurlaub habe ich, bei einer angestrebten Reisegeschwindigkeit von 130km/h, ungefähr 7,5l Benzin pro 100km verbraucht (Golf 7 Variant, 150PS). Das sollte dann einem Energieverbrauch von ca 66kWh pro 100km entsprechen, liegt also deutlich unter den angenommenen 100kWh.
Und selbst wenn das Auto nur mit 2 Personen besetzt ist, dann liegt der Energieverbrauch pro Person schon deutlich unter der zu 80% besetzten 747.
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von ralleycorse »

Also Ihr Vergleicht doch Äpfel mit Birnen.
Den Verbrauch eines Flugzeugs mit dem eines Autos zu vergleichen scheitert an den völlig anderen Randbedingungen (Entfernung, Geschwindigkeit,...).
Weder kann ich mit dem Flugzeug mal zum Einkaufen fliegen, noch kann ich mit dem Auto nach Australien fahren. Dann ist es irrelevant wer mehr pro 100km verbraucht...
Relevant ist eher wie viel C02 auf einer Reise verbraucht werden. Mal angenommen der C02 Verbrauch am Zielort ist gleich dann ist der relevante Vergleichswert natürlich Verbrauch pro km multipliziert mit der zurückgelegten Strecke.
Und dann wird offensichtlich warum Flugreisen zu vermeiden sind.
Zudem gilt der ach so niedrige Verbrauch eines Flugzeugs nur auf der Langstrecke! Auf einer Kurzstrecke sieht das schon ganz anders aus!

Mei ich würde auch gerne mal nach Asien, Australien, Neuseeland, Alaska...
Aber ich verkneife es mir. Mein Skirurlaub ist dann eher argumentierbar...
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von albe-fr »

ich wollte auch eher darauf hinaus, dass wenn ich meine "einige hundert" Skitage in 30 mal eine Woche aufteile, dann kommt dabei auch ein nennenswerter Energieverbrauch zustande, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob er wirklich unter dem einer einzigen Interkontinentalreise liegt.
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von judyclt »

albe-fr hat geschrieben: 21.11.2022 - 15:29 ...kommen da schon einige zusammen, es sei denn ich fahre im November nach Zermatt und erst im Juni wieder zurück.
Super Vorschlag zum Energie sparen. Ich opfere mich :mrgreen:
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von Downhill »

albe-fr hat geschrieben: 21.11.2022 - 15:08 eine 747 liegt bei durchschnittlicher Auslastung von 80% bei 53kWh pro 100 Passagierkilometer, ein PKW dagegen gerne mal bei 100kWh...
Mit einem zeitgemässen Pkw sind auch 15-20 kWh machbar :wink:
Und dann noch geteilt durch Anzahl Mitfahrer, hast ja bei dem Flieger auch angenommen => sieht nochmal besser aus
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von Martin_D »

albe-fr hat geschrieben: 21.11.2022 - 15:29 um auf einige Hundert (ich interpretiere das mal als >200) zu kommen, kommen da schon einige zusammen, es sei denn ich fahre im November nach Zermatt und erst im Juni wieder zurück.
Das stimmt natürlich. Es wurde ja hier schon oft genug diskutiert, dass der umweltschädlichste Teil unseres Hobbys die Anreise ist, sofern sie mit den PKW erfolgt und man nicht in den Alpen wohnt.
Ich selber habe mir deshalb angewöhnt, von meinem Wohnort nördlich von München zumindest bei Tages- und Wochenendausflügen in die Alpen den Zug zu nehmen. Und ich ziehe in Erwägung, auch in den Osterferien einen Wochenurlaub mit dem Zug nach Zermatt zu machen und so weitere Energie zu sparen. Trotzdem kannst du sehr oft mit dem Auto aus dem Raum München in die Alpen fahren, bevor man auch nur annähernd so viel CO2 verbraucht wie bei einem Überseeflug hin und zurück. Das kann sich ja jeder selber ungefähr ausrechnen.

Nebenbei bemerkt: Seit ich mir das mit dem Zugfahren angewöhnt habe, fahre ich wieder viel öfter für einen oder zwei Tage in die Alpen, weil es einfach entspannter ist als einen Großkampftag auf der Autobahn zu erleben.
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von barmuc73 »

Martin_D hat geschrieben: 20.11.2022 - 19:02 Ich hatte gestern die Gelegenheit, mit einigen zu sprechen, die in der Vergangenheit Schulskikurse für Schulen in Bayern organisiert haben. Einheitliche Meinung ist, die Schulskikurse stehen zunehmend zur Disposition, vor allem aus finanziellen Gründen, aber auch wegen dem negativen Umweltimage des alpinen Skisports.
Das kann ich so momentan aus meinem eigenen Umfeld (noch?) nicht bestätigen. Weder betreffs der Skifreizeit im Gymnasium von Sohn (hat die bereits hinter sich) und Tochter (noch vor ihr). Steht bislang meines Wissens nicht zur Disposition. War natürlich durch Corona auch erstmal, wie alle Schulfahrten, durcheinander geraten. Noch in Bezug auf das Skikursangebot für organisierte mehrtägige Kurse südlich von München. Hier kann ich keine Angebotseinschränkungen feststellen. Einblick in die Teilnehmerzahlen habe ich natürlich nicht. Vor zwei Jahren ist das Angebot komplett ausgefallen wegen Corona. Letztes mal ist man ausschließlich in Garmisch gefahren, aber die Nachfrage war dennoch da. Dieses mal wird es wieder in verschiedene Gebiete auch in AT gehen. Meine Tochter freut sich schon. Und auch was den Ausrüster des Vertrauens, der Equipment für die Kids als Saisonmiete verleiht, angeht, läuft das Geschäft für ihn besser denn je. Gut, vielleicht hat er sich dank Mundpropaganda inzwischen auch weit über seinen eigentlichen Einzugsbereich hinaus einen Namen gemacht - aber jedenfalls deutet das auch nicht auf Einschränkungen hin. Viel mehr sieht man immer mehr Familien, die nicht nur Alpin für die Kids mieten, sondern Langlauf Ausrüstung gleich noch dazu. Und inzwischen gibt es sogar Tourenski für Kids zum mieten.

Zum Umweltaspekt liest man immer mal wieder was in der Presse oder sieht es im (ÖR) Fernsehen. Aber ernsthafte Diskussionen, dass man deswegen nicht fährt, sind mir auch nicht zu Ohr gekommen. Wer so diskutiert, wird auch schon vorher kein Alpinski betrieben haben - oder halt nur Tourenski, weil das ja ach so umweltfreundlich ist. Die Anreise der Kids für den Skikurs mit dem Bus ist jedenfalls weit umweltfreundlicher als die individuelle Anreise mit dem PKW.

Also alles kein "Gegenbeweis", aber auch keine eindeutigen Anzeichen für das kommende Ende des Alpinskisports.
Wer nicht auf Kante fährt, hat seine Ski nicht im Griff.
Lieber auf Kante gefahren als auf Kante genäht.

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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von basti.ethal »

Nachdem nun 4 Skitage auf versch. Gletschern im Vorwinter diesen Jahres bei noch nicht wirklich winterlichen Bedingungen hinter mir liegen, kann ich absolut keinen Rückgang erkennen.
Im Gegenteil...vor Corona waren die Kneipen und Clubs in Sölden um diese Jahreszeit m.M.n. nicht derart voll. Im Skigebiet kann man das nicht direkt vergleichen, da es sich in den Vorjahren durch mehr geöffnete Anlagen mehr verlaufen konnte.
Skisaison 23/24: 28 Skitage
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Skisaison 22/23: 34 Skitage
1x HTX, 1x Pitztaler, 1x Gurgl, 1x Sölden, 4x Dolomiti Superski, 2xIschgl, 16x Skiarena Silbersattel, 5x Skating, 3x Skitour
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von sheridan »

Ich habe bisher auch nur gut besuchte Gebiete gesehen. Aber in der Vorsaison kommen natürlich auch eher die, die es unbedingt wollen (wie wir alle hier), und diese Kundengruppe ist sicher weniger preisssensitiv.
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von loennermo »

Ich war noch nicht unterwegs diesen Herbst, gucke aber recht häufig auf die Webcams. Von den Bildern her kommt es mir auch ein wenig voller vor. Kann natürlich auch an der reduzierten Anzahl geöffneter Anlage liegen.

Was mich jedoch wundert, ist dass ich gerade von einem Hotel aus Sölden, bei dem ich letzten Herbst Zimmer angefragt habe, einen Newsletter bekommen habe. Dort wird zum einen ein Weihnachtsspecial für 99€ pro Person und Nacht angeboten als auch eine freie Nacht - und das Anfang Januar noch in der Ferienzeit:
Bei einem Aufenthalt von mindestens 5 Tagen schenken wir Ihnen
eine Nacht kostenlos dazu. Dieses spezielle Angebot gilt für den Zeitraum
vom 02. bis zum 14. Jänner 2023.

Sie urlauben 7 Tage und bezahlen nur 6 Tage!
Sie urlauben 6 Tage und bezahlen nur 5 Tage!
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Für mich lässt dies auf eine ziemlich niedrige Buchungslage (zumindest in diesem Haus) schließen...
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Re: Umfrage: 25 Prozent der Winterurlauber wollen verzichten

Beitrag von turms »

Martin_D hat geschrieben: 21.11.2022 - 14:52
Stäntn hat geschrieben: 21.11.2022 - 06:51
Warum wundert mich das nicht :(
Also ist der Schul Skikurs nicht über diverse Töpfe subventioniert, damit man eben auch sozial Schwächeren die Möglichkeit bieten kann? Ich denke mal finanziell lässt sich das sicher lösen oder sogar einen Sponsor finden. Schließlich ist der Nachwuchs ja, wer in 10-20 Jahren mal das Geld in die Skigebiete trägt.
Ich denke auch, dass gerade große Skigebiete wie Ischgl oder Sölden darüber nachdenken sollten, ob sie Schulskikurse subventionieren könnten, um so Kunden für die kommenden Jahrzehnte zu gewinnen.

Stäntn hat geschrieben: 21.11.2022 - 06:51 Was das Umweltimage angeht: Ohne Worte. Wenn ich mir das Elterntaxi Chaos hier jeden Morgen ansehe obwohl ein Schulbus parallel fährt, und das in Relation zu EINER (1!) Busfahrt setze...
Wer bewertet denn ein "Image"? Eine Umfrage am Schulhof? Oder von infratest? Oder an der Talstation in Tux? Je nach gewünschtem Ergebnis ;)
Dass das nicht objektiv ist, brauchen wir hier im Alpinforum kaum diskutieren. Vor einigen Wochen wurde ich bei einer Familienfeier gefragt, ob ich nicht angesichts der Energiekrise auf Skifahren verzichte oder es wenigstens reduziere. Die Frage kam von jemanden, der regelmäßig ein- bis zweimal im Jahr zum Urlaub nach Amerika oder Mexiko fliegt. Ich habe aufgegeben, in solchen Situationen zu erklären, dass der Energieverbrauch bei einem einzigen Überseeflug hin und zurück vergleichbar ist mit dem Energieverbrauch von einigen Hundert Skitagen.
ich hatte die gleiche Erfahrung mit einer Stuttgart21 Demonstrantin...allerdings in 2012. Ich war mit einem Mitschüler (Deutschesprache Kurs) auf die Königstraße und sie wollte uns überzeugen an die Demonstration teilzunehmen....
Danach hat sie gefragt "woher kommt ihr?"
"GR und Indien (der Mitschüler)"
und die Antwort "a Indien...ich fliege zweimal pro Jahr nach Indien für meine Yoga Ausbildung".

8O 8O
Heimat ist wo das Herz ist

Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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