icedtea hat geschrieben: 01.12.2022 - 22:13
Also bei uns ist es dunkel und es hat 5 Grad Celsius, also nicht gerade warm
Wohnst du neuerdings in Patagonien?
Auch du hast den Artikel nicht gelesen die Frage ist doch einfach warum postet man ihn denn dann oder kommentiert ihn? Und warum sollen wir ihn genießen? Weil Stadtwerke sich auf europäische Stromengpässe und Netzschwankungen vorbereiten? Und das tun bestimmt alle Stadtwerke, egal ob in Deutschland, Frankreich, Österreich oder der Schweiz. Aber danke, ich habe ihn gelesen, interessant und gut recherchiert.
Spezialwidde hat geschrieben: 01.12.2022 - 22:10
In Frankreich wird das halt offen kommuniziert. In Deutschland ist man ja Weltmeister darin wichtige Informationen hinterm Berg zu halten bis das Kind im Brunnen liegt.
Deswegen hat skifam ja den Beitrag der Tagesschau ja gepostet, weil die verdammten Staatsmedien ja nicht darüber berichten !!! Oder halt so ähnlich ...
@Wooly: Du antwortest mit "kalt und dunkel ist es nicht" für mich ähnlich inhaltslos, wie die alte Fossillobby; das stört mich halt.
Und ich glaube, wir sollten akut kein Stromproblem haben, wenn wir nicht (selbst situationsbedingt) ideologisch CO2-freie Möglichkeiten für eine Restzeit in DE ausschließen würden. Stattdessen ggf. Strom aus solchen Quellen oder noch schlechteren importieren
Ich muss zugestehen, dass ich nicht glaube die Thematik komplett zu durchdringen, aber dass, was die Regierung gerade veranstaltet überzeugt mich nicht; und es gibt genügend Menschen in unserem Land, die es wahrscheinlich noch weniger verstehen und unter den (akuten) Folgen mehr leiden, da sie nicht die finanziellen Resourcen haben. Um das ja berechtigte Ziel einer deutlichen Emmissionsreduzierung zu erreichen, muss man u.a. die Masse der Bevölkerung mitnehmen, sonst wird das ein Rohrkrepierer.
Wie geschrieben: Das Thema ist für eine differenzierte Diskussion hier aus meiner Sicht zu komplex; da würde man im persönlichen Gespräch wohl eher näher zusammenkommen.
Grüße aus einer Familie, die ihre Fahrkilometer mit dem Auto (bewusst und als zufällige Gelegenheit) im Moment um 70% reduziert
icedtea hat geschrieben: 01.12.2022 - 23:19
@Wooly: Du antwortest mit "kalt und dunkel ist es nicht" für mich ähnlich inhaltslos, wie die alte Fossillobby; das stört mich halt.
Vielleicht habe ich dich falsch verstanden, aber du mich wahrscheinlich auch. Es geht halt in dem Artikel hauptsächlich um Probleme im europäischen Stromnetz, wenn große Versorger ausfallen, wie zur Zeit die französischen Atomkraftwerke. Und andere dann einspringen müssen um das Netz zu stabilisieren.
icedtea hat geschrieben: 01.12.2022 - 23:19Und ich glaube, wir sollten akut kein Stromproblem haben, wenn wir nicht (selbst situationsbedingt) ideologisch CO2-freie Möglichkeiten für eine Restzeit in DE ausschließen würden. Stattdessen ggf. Strom aus solchen Quellen oder noch schlechteren importieren
Wir exportieren im Augenblick eher Strom. Und unser Problem ist eher, das die komplexen europäischen Stromnetze für große partielle Ausfälle nicht gemacht sind. Ideologisch wären vielleicht Atomkraftwerke, von denen aber die meisten schon weg sind, und wenn man sieht wie super die anderen europäischen gerade funktionieren auch nicht wirklich DIE Lösung. Das Problem das wir haben sind die STROMPREISE, die wiederum hängen an vielen Faktoren, die jetzt auch nicht gerade ideologisch und ausserdem nicht auf Deutschland beschränkt sind.
icedtea hat geschrieben: 01.12.2022 - 23:19Ich muss zugestehen, dass ich nicht glaube die Thematik komplett zu durchdringen, aber dass, was die Regierung gerade veranstaltet überzeugt mich nicht; und es gibt genügend Menschen in unserem Land, die es wahrscheinlich noch weniger verstehen und unter den (akuten) Folgen mehr leiden, da sie nicht die finanziellen Resourcen haben. Um das ja berechtigte Ziel einer deutlichen Emmissionsreduzierung zu erreichen, muss man u.a. die Masse der Bevölkerung mitnehmen, sonst wird das ein Rohrkrepierer.
Naja, die Regierung kann nichts für Corona & Ukraine-Krieg, ich finde, bei aller Kritik die ich auch habe, das sie versuchen, eben nicht nur Emissionen zu reduzieren, sondern wirklich mal endlich in Richtung regenerative Energien zu gehen. Auch wenn das vielleicht zur Zeit nicht die bequemste Variante ist, aber bestimmt auf Dauer die nachhaltigste. Hätte uns viel Stress gespart, diese Erkenntnis früher zu haben. Es haben sich ja auch längst nicht alle Länder so massiv an Russland verscheuert wie Deutschland ... aber man kann ja draus lernen.
Und ich denke, wenn ich mir die letzten Wahlen so ansehe, scheinen die Deutschen ja nicht total unzufrieden zu sein. Auch wenn das Manche ganz gerne hätten. Und irgendwann muss man sich auch mal entscheiden, ob der Herr Wirtschaftsminister jetzt ein Versager ist, weil er nicht genug für die Versorgungssicherheit tut oder weil er aus der Not heraus vor den Kataris buckelt .. im Zweifelsfall einfach beides. Ich bin aktuell auch nicht gerade restlos begeistert, aber doch einigermaßen überzeugt, das weder SPD, Grüne noch FDP Deutschland in den kommunistischen Untergang treiben wollen ... und genau da sind wir inzwischen diskussionsniveautechnisch ...
icedtea hat geschrieben: 01.12.2022 - 23:19Wie geschrieben: Das Thema ist für eine differenzierte Diskussion hier aus meiner Sicht zu komplex; da würde man im persönlichen Gespräch wohl eher näher zusammenkommen.
Da bin ich ganz deiner Meinung. Wie wohl viele Themen der letzten Jahre. Wie eigentlich die meisten Themen der wenn ich so drüber nachdenke. Diskutieren finde ich trotzdem gut, aber mit ein wenig Realitätssinn ... dann sollte das auch hier gehen, und funktioniert bis auf die Beiträge weniger Protagonisten ja auch einigermaßen.
Wooly hat geschrieben: 02.12.2022 - 01:14
Naja, die Regierung kann nichts für Corona & Ukraine-Krieg,
für das, was die Regierung daraus macht, ist sie sehr wohl verantwortlich.
Wooly hat geschrieben: 02.12.2022 - 01:14
ich finde, bei aller Kritik die ich auch habe, das sie versuchen, eben nicht nur Emissionen zu reduzieren, sondern wirklich mal endlich in Richtung regenerative Energien zu gehen.
Momentan sind sie damit nicht wirklich erfolgreich. Deutschland nimmt mit 680g CO2 pro erzeugter kWh in Europa einen Spitzenplatz ein.
Wooly hat geschrieben: 02.12.2022 - 01:14
Auch wenn das vielleicht zur Zeit nicht die bequemste Variante ist, aber bestimmt auf Dauer die nachhaltigste. Hätte uns viel Stress gespart, diese Erkenntnis früher zu haben. Es haben sich ja auch längst nicht alle Länder so massiv an Russland verscheuert wie Deutschland ... aber man kann ja draus lernen.
Nachdem Frau Merkel über Nacht den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen hat, blieb am Ende nur Kohle, Gas und Öl. Denn auch, wenn es manche gerne verdrängen, Deutschland könnte sich auch mit 1000x mehr Windrädern und Solarzellen derzeit nicht autark mit Energie versorgen.
Und selbst, wenn es theoretisch möglich wäre, Deutschand mit Windrädern, Solarparks und Speichern zuzupflastern, um solche Situationen wie aktuell ohne Blackout zu überstehe, stellt sich die nächste Frage, ob dies wirtschaftlich ist. Denn wenn am Ende andere Länder Strom aus EE zum halben Preis anbieten können, weil die natürlichen Bedingungen dort einfach besser sind, dann werden Betriebe dorthin abwandern. Es sei denn, es gelingt uns, diese Energie auf welchem Weg auch immer zu importieren.
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 08:35
Denn auch, wenn es manche gerne verdrängen, Deutschland könnte sich auch mit 1000x mehr Windrädern und Solarzellen derzeit nicht autark mit Energie versorgen.
Wo steht das denn in deiner angegebenen Quelle? Das liest du alleine aus den Charts des Strommixes der Vergangenheit? Diese sagen NICHTS darüber aus, ob Deutschland in Zukunft anders versorgt werden könnte!
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 08:35
Denn auch, wenn es manche gerne verdrängen, Deutschland könnte sich auch mit 1000x mehr Windrädern und Solarzellen derzeit nicht autark mit Energie versorgen.
Wo steht das denn in deiner angegebenen Quelle? Das liest du alleine aus den Charts des Strommixes der Vergangenheit? Diese sagen NICHTS darüber aus, ob Deutschland in Zukunft anders versorgt werden könnte!
Deswegen habe ich "derzeit" geschrieben. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass wir auch in Zukunft Wettersituationen wie diese haben werden: Eine trübe Wetterlage ohne nennenswerten Wind.
Siehe auch:
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 08:35
Und selbst, wenn es theoretisch möglich wäre, Deutschand mit Windrädern, Solarparks und Speichern zuzupflastern, um solche Situationen wie aktuell ohne Blackout zu überstehe, stellt sich die nächste Frage, ob dies wirtschaftlich ist. Denn wenn am Ende andere Länder Strom aus EE zum halben Preis anbieten können, weil die natürlichen Bedingungen dort einfach besser sind, dann werden Betriebe dorthin abwandern. Es sei denn, es gelingt uns, diese Energie auf welchem Weg auch immer zu importieren.
In Äuatornähe scheint die Sonne nicht nur doppelt so intensiv wie bei uns, sondern an vielen Orten auch beständiger. Windkraftanlagen in Küstennähe liefern übers Jahr im Mittel 30% ihrer Nennleistung.
Man muss kein Experte sein um zu erahnen, dass die Kosten für EE aus Wind und Sonne an anderen Standorten günstiger sind, wenn die Sonne intensiver und beständiger scheint und der Wind beständiger weht. Das minimiert die Kosten für Installation und Wartung und reduziert die Kosten für notwendige Energiespeicher.
Am Ende ist es nicht einmal ökologischer, Deutschland mit der Brechstange autark mit Energie zu versorgen, wenn an anderen Standorten mit weniger Ressourceneinsatz Strom aus EE produziert werden kann.
Das müsste halt mal alles durchgerechnet werden. Nur, auch wir es jetzt nicht tun, werden die Großabnehmer bei Strom dies auf jeden Fall tun.
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 08:35
Und selbst, wenn es theoretisch möglich wäre, Deutschand mit Windrädern, Solarparks und Speichern zuzupflastern, um solche Situationen wie aktuell ohne Blackout zu überstehe, stellt sich die nächste Frage, ob dies wirtschaftlich ist. Denn wenn am Ende andere Länder Strom aus EE zum halben Preis anbieten können, weil die natürlichen Bedingungen dort einfach besser sind, dann werden Betriebe dorthin abwandern. Es sei denn, es gelingt uns, diese Energie auf welchem Weg auch immer zu importieren.
sowohl der Preis für ölbasierte Produkte als auch für Energie ist in Saudi-Arabien seit Jahrzehnten extrem viel günstiger als bei uns. Und trotzdem ist nur wenig dahin abgewandert.
Wie viele Milliarden werden aktuell jedes Jahr für den Einkauf von Energie an andere Länder überwiesen? Was könnte man mit diesem Geld alles machen? Da sehe ich den großen Vorteil der EE, salopp ausgedrückt mal 1 Milliarde in neue Windräder investiert, dann kann man 20 Jahre die Energie kostengünstig nutzen. Wenn man für 1 Milliarde Euro Öl oder Gas kauft und es dann verbrennt, ist es weg.
kaldini hat geschrieben: 02.12.2022 - 10:21
sowohl der Preis für ölbasierte Produkte als auch für Energie ist in Saudi-Arabien seit Jahrzehnten extrem viel günstiger als bei uns. Und trotzdem ist nur wenig dahin abgewandert.
.... weil wir dieses Öl zu verhältnismässig geringen Transportkosten importieren konnten.
Die Frage der heimischen Produktion von Ökostrom ist eher mit der Förderung heimischer Steinkohle vergleichbar. Nach dem Krieg waren die Förderkosten niedrig, weil die Kohlevorkommen praktisch nur weniger Meter unter der Oberfläche lagen. Im Lauf der Jahrzehnte aber wanderten die Zechen immer weiter nach Norden, die Kosten stiegen und unsere Zechen konnten sich nur durch massive Subventionen über Wasser bzw. unter der Erde halten. Am Ende aber musste die Politik die Notbremse ziehen, weil wir uns es nicht auf Dauer leisten konnten, unsere Kohle soweit zu subventionieren, dass sie mit Importkohle konkurrenzfähig blieb.
Im Prinzip sind die Subventionen für Windräder und Solarparks von heute mit den damaligen Subventionen für heimische Steinkohle vergleichbar. Rückwirkend betrachtet war das ein sehr teurer Irrweg.
kaldini hat geschrieben: 02.12.2022 - 10:21
Wie viele Milliarden werden aktuell jedes Jahr für den Einkauf von Energie an andere Länder überwiesen? Was könnte man mit diesem Geld alles machen? Da sehe ich den großen Vorteil der EE, salopp ausgedrückt mal 1 Milliarde in neue Windräder investiert, dann kann man 20 Jahre die Energie kostengünstig nutzen. Wenn man für 1 Milliarde Euro Öl oder Gas kauft und es dann verbrennt, ist es weg.
Wenn Du eine Milliarde in Windräder investierst, die nur im niedrigen zweistelligen Prozent-Bereich ihrer Nennleistung arbeiten, ist das Geld auch weg.
Am Ende ist es eine Mischung aus Überlegungen zu Unabhängigkeit, Versorgungssicherheit und Kosten.
Zuletzt geändert von NeusserGletscher am 02.12.2022 - 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
kaldini hat geschrieben: 02.12.2022 - 10:21Wie viele Milliarden werden aktuell jedes Jahr für den Einkauf von Energie an andere Länder überwiesen? Was könnte man mit diesem Geld alles machen?
Zumal die Unsummen an Geld ja meistens in politisch eher fragwürdige Länder fließen. Rußland (ok, seit dem Doppelwumms in der Nordsee nicht mehr ) oder der aktuelle Katar-Deal sind ja nur mal zwei Beispiele.
Bitte bei allen Rechnungen an Unterhalt, Wartung, und inzwischen auch wieder an Kapitaldienstkosten denken... das im Verhältniss zum Ertrag macht den Preis. Nicht allein die Errichtungskosten.
Da lacht sich der Scheich oder der Autokrat oder beides nämlich bei allen Posten ins Fäustchen.
Das wird im Vergleich, weil man selten alles berücksichtigt, schnell eine Milchmädchenrechnung...
Auch da die Folgeschäden selten berücksichtigt werden.
Persönlich finde ich autonom immer besser, aber im Zweifel auch teurer.
Das mag demokratisch entschieden die Bevölkerung mglws so wollen,
aber bestimmte Wirtschaftsbereiche wandern dorthin ab, wo sie es günstiger, da Folgeschäden auch nicht berechnet werden, kriegen.
(U.a. der Erfolg der BASF seit den 90igern auch im Vergleich zu den globalen Konkurennten lag am Kostenvorteil durch das günstigen russischen Gas. Die katastrophalen Umweltschäden dort - zahlen die nicht mit, wie so oft bei Rohstoffgewinnung und Energieerzeugung.)
Das muss man eben immer auch kommunizieren.
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 10:50
Im Prinzip sind die Subventionen für Windräder und Solarparks von heute mit den damaligen Subventionen für heimische Steinkohle vergleichbar. Rückwirkend betrachtet war das ein sehr teurer Irrweg.
Ich würde gerne einmal mehr kurz mit ein paar Fakten dazu verstören wollen:
Die Technologieentwicklungen bei der Photovoltaik führen zu starken Kostensenkungen, so dass sie unter allen Kraftwerkstypen im Mittel die kostengünstigste Technologie in Deutschland ist. Aktuell erzielen PV-Anlagen je nach Anlagentyp und Globalstrahlung – sie liegt in Deutschland zwischen 950 und 1300 kWh/(m²a) – Stromgestehungskosten zwischen 3,71 und 11,54 €Cent/kWh. Die spezifischen Anlagenkosten liegen je nach Anlagentyp bei 600 bis 1400 Euro/kWp.
Beim Windstrom führten sinkende Anlagekosten und steigende Volllaststunden zu den niedrigen Gestehungskosten von 3,99 bis 8,23 €Cent/kWh, was sie zur zweitgünstigsten Erzeugungstechnologie macht.
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 10:50
Im Prinzip sind die Subventionen für Windräder und Solarparks von heute mit den damaligen Subventionen für heimische Steinkohle vergleichbar. Rückwirkend betrachtet war das ein sehr teurer Irrweg.
Ich würde gerne einmal mehr kurz mit ein paar Fakten dazu verstören wollen:
Die Technologieentwicklungen bei der Photovoltaik führen zu starken Kostensenkungen, so dass sie unter allen Kraftwerkstypen im Mittel die kostengünstigste Technologie in Deutschland ist. Aktuell erzielen PV-Anlagen je nach Anlagentyp und Globalstrahlung – sie liegt in Deutschland zwischen 950 und 1300 kWh/(m²a) – Stromgestehungskosten zwischen 3,71 und 11,54 €Cent/kWh. Die spezifischen Anlagenkosten liegen je nach Anlagentyp bei 600 bis 1400 Euro/kWp.
Beim Windstrom führten sinkende Anlagekosten und steigende Volllaststunden zu den niedrigen Gestehungskosten von 3,99 bis 8,23 €Cent/kWh, was sie zur zweitgünstigsten Erzeugungstechnologie macht.
Ein klassisches Beispiel für einen Äpfel mit Birnen Vergleich.
Auf der einen Seite die Kosten für Strom aus konventionellen Kraftwerken, die im Gegensatz zu Wind und Sonne, abgesehen von Reparaturen und Wartung, mit einem hohen Grad an Verfügbarkeit und Anpassungsfähigkeit an die aktuelle Lastsituation im Netz bedarfsgesteuert (!) Strom liefern. Aber durch die Subventionierung von Windrädern und Solarzellen mit einer immer geringeren Auslastung arbeiten.
Auf der anderen Seite Wind und Solar, die nur nach jetzigem Ausbaustand der Speicherkapazitäten nur dann Strom liefern, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Also praktisch keine garantierte Nennleistung haben und vom Prinzip eher angebotsorientiert (!) arbeiten.
Wenn Du "Stabil" mit "Volatil" vergleichst, dann schneiden EE nach heutigem Stand bei den Kosten besser ab.
"Containern" ist auch billiger als ein Einkauf im Supermarkt. Du weisst halt nur nicht, ob und was Du auf diese Weise abends was auf dem Tisch hast.
Das selbst ein Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts die Frage nach der Verfügbarkeit, Versorgungssicherheit und Bedarfssteuerung mit keiner Silbe erwähnt, macht es nicht besser.
Pancho hat geschrieben: 02.12.2022 - 11:17
So jetzt gerne wieder weiter Märchenstunde...
War ja klar, dass sobald man etwas gegen die heiligen Kühe der Energiewende sagt und auf technisch ungelöste Fragen hinweist, dass dann sachliche Argumente durch billige Polemik ersetzt werden.
Ganzheitlicher Ansatz, ich zitiere mal wmenn aus dem anderen Thread. Extrem lesenswerter Link.
wmenn hat geschrieben: 22.11.2022 - 11:50
Einfach mal nach "100 Prozent erneuerbare Energien" googeln. Da findet man einiges zum Thema. Z. B. den Bericht vom Fraunhofer Institut: https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroef ... ystem.html
Da sieht man, wie es funktionieren könnte. Es existieren dazu auch Simulationen, wo für jede Wetterlage berechnet wird, wie viel Strom dann woher kommen muss.
Aus fachlicher Sicht haben wir mMn die wenigsten Probleme, es hängt viel mehr an der Politik oder der gesellschaftlichen Akzeptanz, worauf in der Fraunhofer -Analyse auch eingegangen wird.
Lieber Gletscher, du darfst annehmen, dass auch andere komplexe Probleme ganzheitlich zu betrachten in der Lage sind.
Pancho hat geschrieben: 02.12.2022 - 11:51
Lieber Gletscher, du darfst annehmen, dass auch andere komplexe Probleme ganzheitlich zu betrachten in der Lage sind.
Liest sich halt etwas trocken. Fakten halt....
Ah, das Strohmann-Argument darf natürlich auch nicht fehlen. Ich habe zwar mit keiner Silbe behauptet, dass andere dazu nicht in der Lage wären. Meine Anmerkungen bezogen sich ja ausdrücklich auf den zuvor von Dir verlinkten Artikel. Macht aber nix. Wird sicherlich trotzdem bei den üblichen Verdächtigen auf Zustimmung stoßen.
Und der Trick funktioniert halt immer noch. Anstatt dass wir uns über technische Lösungen der Frage von Verfügbarkeit, Bedarfssteuerung und Ausfallsicherheit unterhalten, wird der Fokus auf unwesentliche Randaspekte gelenkt.
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 12:03
Ah, das Strohmann-Argument darf natürlich auch nicht fehlen. Ich habe zwar mit keiner Silbe behauptet, dass andere dazu nicht in der Lage wären. Meine Anmerkungen bezogen sich ja ausdrücklich auf den zuvor von Dir verlinkten Artikel. Macht aber nix. Wird sicherlich trotzdem bei den üblichen Verdächtigen auf Zustimmung stoßen.
Das liest sich halt für mich (mal wieder) sehr weit ausgeholt:
Das selbst ein Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts die Frage nach der Verfügbarkeit, Versorgungssicherheit und Bedarfssteuerung mit keiner Silbe erwähnt, macht es nicht besser.
Natürlich gilt es noch große Anstrengungen im Hinblick auf Speichertechnik zu unternehmen. Bestreitet niemand...
Was ich sagen will:
Es gibt genügend hinreichende Anfangsverdachts-Momente, die weitere Anstrengungen in diese Richtung auf jeden Fall lohnenswert erscheinen lassen.
Mit Technologieführerschaft auf diesem Sektor lässt sich auch Wohlstand sichern. Wenn wir es nicht wieder so versauen, wie die Vorgängerregierung und die schon mal florierende Industrie (PV & Windanlagen) nach teurem Anschub durch Steuergelder pünktlich dann vergraulen, wenn man die Früchte ernten könnte und anderen den Ertrag überlässt.
So, jetzt les ich wieder still mit. Das wird wie erwartet wieder ganz schnell sehr anstrengend....
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 11:38
Ein klassisches Beispiel für einen Äpfel mit Birnen Vergleich.
Auf der einen Seite die Kosten für Strom aus konventionellen Kraftwerken, die im Gegensatz zu Wind und Sonne, abgesehen von Reparaturen und Wartung, mit einem hohen Grad an Verfügbarkeit und Anpassungsfähigkeit an die aktuelle Lastsituation im Netz bedarfsgesteuert (!) Strom liefern. Aber durch die Subventionierung von Windrädern und Solarzellen mit einer immer geringeren Auslastung arbeiten.
Auf der anderen Seite Wind und Solar, die nur nach jetzigem Ausbaustand der Speicherkapazitäten nur dann Strom liefern, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Also praktisch keine garantierte Nennleistung haben und vom Prinzip eher angebotsorientiert (!) arbeiten.
Wenn Du "Stabil" mit "Volatil" vergleichst, dann schneiden EE nach heutigem Stand bei den Kosten besser ab
Ein klassisches Beispiel dafür, dass @NeusserGletscher die verschiedenen Ebenen nicht auseinanderhalten kann oder will.
Die Erzeugungskosten bleiben die Erzeugungskosten und die sind bei den EE unschlagbar günstig. Was es dazu braucht, ist ein passendes Geschäftsmodell.
95% der Herausforderungen der Energiewende entstehen nicht durch technische Probleme, wie NeusserGletscher immer wieder suggeriert, sondern durch Festhalten und Klammern an bestehende Geschäftsmodelle in der Energiewirtschaft.
Konventionelle Kraftwerke arbeiten auch kein Stück bedarfsgesteuert, allerhöchstens verbrauchsgesteuert und das ist ein Riesenunterschied.
Das was Industrie und private Haushalte derzeit verbrauchen, ist nicht der Bedarf sondern der Verbrauch, den man halt verfeuert hat, weil man es (bisher) rund um die Uhr im Überfluss hingestellt bekommen hat. Die bisherigen Geschäftsmodelle sind angesichts von Ressourcen- und Umweltproblemen genauso bescheuert wie als wenn man wertvolle Nahrung in einer All-You-Can-Eat-Aktion verscherbelt, bei der sich alle den Wanst möglichst vollschlagen, weil man nun mal bezahlt hat.
Das was bei All-You-Can-Eat konsumiert wird, ist nicht der Bedarf sondern der Verbrauch. Und bei der jetzige Energiemix gibt auch in keinster Weise den Bedarf wieder, sondern ist das Resultat der verschwenderischen Geschäftsmodelle.
Die zitierte heilige Kuh sind nicht die EE, sondern die Energiegeschäftsmodelle, die zB EIKE und Heartland und Putin mit Zähnen und Klauen verteidigen.
Zuletzt geändert von Jan Tenner am 02.12.2022 - 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
Pancho hat geschrieben: 02.12.2022 - 12:14
Das liest sich halt für mich (mal wieder) sehr weit ausgeholt:
Das selbst ein Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts die Frage nach der Verfügbarkeit, Versorgungssicherheit und Bedarfssteuerung mit keiner Silbe erwähnt, macht es nicht besser.
Lies doch bitte noch mal den ganzen Beitrag. Meine Anmerkung bezog sich einzig auf diesen Beitrag dieses Mitarbeiters.
Pancho hat geschrieben: 02.12.2022 - 12:14
Es gibt genügend hinreichende Anfangsverdachts-Momente, die weitere Anstrengungen in diese Richtung auf jeden Fall lohnenswert erscheinen lassen.
Mit Technologieführerschaft auf diesem Sektor lässt sich auch Wohlstand sichern. Wenn wir es nicht wieder so versauen, wie die Vorgängerregierung und die schon mal florierende Industrie (PV & Windanlagen) nach teurem Anschub durch Steuergelder pünktlich dann vergraulen, wenn man die Früchte ernten könnte und anderen den Ertrag überlässt.
Einverstanden. Ich kann ja auch nur vermuten, dass es auch mittelfristig in Deutschland zu teuer sein wird, uns autark mit EE zu versorgen. Deswegen habe ich ja auch gesagt
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 10:50
Das müsste halt mal alles durchgerechnet werden. Nur, auch wir es jetzt nicht tun, werden die Großabnehmer bei Strom dies auf jeden Fall tun.
......
Am Ende ist es eine Mischung aus Überlegungen zu Unabhängigkeit, Versorgungssicherheit und Kosten.
Falls natürlich jemand den Energiespeicher erfindet, dessen Produktion und Unterhalt praktisch nichts kostet, dann sieht wie Welt gleich ganz anders aus.
Jan Tenner hat geschrieben: 02.12.2022 - 12:21
Konventionelle Kraftwerke arbeiten auch kein Stück bedarfsgesteuert, allerhöchstens verbrauchsgesteuert und das ist ein Riesenunterschied.
Wo siehst Du den Unterschied zwischen Bedarf und Verbrauch?
Konventionelle Kraftwerke arbeiten da auch nicht alle gleich. Kohlekraftwerke sind eher träge und wurden daher bisher für die Grundlast eingesetzt. Gaskraftwerke und bestimmte Atommeiler können sich schneller auf die Änderungen im Netz einstellen.
Zuletzt geändert von NeusserGletscher am 02.12.2022 - 13:48, insgesamt 1-mal geändert.
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 12:36
Falls natürlich jemand den Energiespeicher erfindet, dessen Produktion und Unterhalt praktisch nichts kostet, dann sieht wie Welt gleich ganz anders aus.
Ein Killer-Argument. Es ist natürlich nicht zu erwarten, dass so etwas plötzlich vom Himmel fällt. Man wird sich zunächst sicher anstrengen müssen. Vor dem ernten kommt das säen. Nur muss man es halt angehen und nicht weiter in Sackgassen rasen...
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 12:36
Wo siehst Du den Unterschied zwischen Bedarf und Verbrauch?
Autsch
Bedarf = halt Bedarf, was die Menschen so wirklich brauchen (würden)
Verbrauch = Bedarf + Verschwendung, weil bin zu faul noch mal zum Schalter zu laufen und kostet ja nix... (Lichtschalter hier nur als Beispiel)...
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 12:36
Falls natürlich jemand den Energiespeicher erfindet, dessen Produktion und Unterhalt praktisch nichts kostet, dann sieht wie Welt gleich ganz anders aus.
Ein Killer-Argument. Es ist natürlich nicht zu erwarten, dass so etwas plötzlich vom Himmel fällt. Man wird sich zunächst sicher anstrengen müssen. Vor dem ernten kommt das säen. Nur muss man es halt angehen und nicht weiter in Sackgassen rasen...
Nein, überhaupt nicht. Man müsste halt nur einmal mit dem Forschen anfangen oder bestehende Forschungen auf ihr Potential hin untersuchen. Da ist bislang meiner Ansicht nach viel zu wenig passiert.
Prinzipiell habe ich überhaupt nichts gegen EE. Ich habe nur etwas gegen planloses Vorgehen und dagegen, dass bestimmte technische Lösungen von vorne herein ausgeschlossen werden, obwohl sie vielleicht am Ende günstiger wären.
Und im übrigen habe ich genau so etwas gegen übermächtige Stromkonzerne wie vermutlich die meisten hier. Noch weniger aber möchte ich auf ein gewisses Maß an Komfort zu bezahlbaren Preisen verzichten.
Und für alles gibt es sicherlich eine technische Lösung.
NeusserGletscher hat geschrieben: 02.12.2022 - 12:36
Wo siehst Du den Unterschied zwischen Bedarf und Verbrauch?
Autsch
Bedarf = halt Bedarf, was die Menschen so wirklich brauchen (würden)
Verbrauch = Bedarf + Verschwendung, weil bin zu faul noch mal zum Schalter zu laufen und kostet ja nix... (Lichtschalter hier nur als Beispiel)...
Es ist für mich neu, dass diese sozialwissenschaftliche Unterscheidung neuerdings auch beim Energieverbrauch Anwendung findet. Zumal in dem Begriff "Verschwendung" ja bereits eine Wertung innewohnt, bei der natürlich Dritte darüber befinden, was in ihren Augen "Bedarf" und was "Verschwendung" ist.