Mich beeindruckt natürlich die Qualität der Pisten, die hier am 08. Dezember geboten wird. Auch das große Angebot am Anfang der Saison ist überragend. Dazu mit strahlend blauen Himmel und dieser einzigartigen Landschaft - da fällt es echt schwer in den nächsten Jahren ein anderes Gebiet zu Beginn auszusuchen.
Wir haben uns diesmal die Sella Ronda in grün vorgenommen. Letztes Jahr bin ich jedes Mal in andere Richtung gefahren. So war die Abwechslung dieses Jahr gleich mal gegeben. Im Endeffekt, finde ich die orange Variante doch besser, weil mir so vor allem Piz Boe, Porto Vescovo und auch die Fahrt durch Alta Badia besser gefällt. Die Liftelei im Bereich Langkofel und auch von Corvara auf das Grödnerjoch ist relativ langwierig. Aber ja - alles in allem hat es mir trotzdem auch gut gefallen. Vor allem, weil wir es dieses Mal auch mit Genuss verbunden hatten. Die Zeiten ändern sich...
Aber jetzt mal los mit den Bildern:
^^ Nachdem wir den Kaltstart am Sasslong hinter uns gelassen hatten, begrüßte uns die Sonne am Campinoi und dieser grandiose Ausblick Richtung Sellajoch.
Zum Start an der Sasslong muss ich aber auch nochmal ein Wort loswerden: Die Absperrung zum 6er Socher-Ciampinoi und der damit erwungene Umweg mit dem 4er Sochers, NUR UM EINE WEITERE LIFTFAHRT IN DEM GEBIET ZU ERHALTEN, unglaublich. Was für ein geldgieriger Trott..., der Kollege vom Hotel Sochers...
^^ Aber jetzt nochmal ohne Groll, die fantastische Aussicht Richtung Sellajoch.
^^ Im kalten Kessel von Plan de Gralba ist uns das Gesicht wirklich eingeforen und wir freuen uns über die Möglichkeit in der schnicken EUB Piz Seteur aufzuwärmen zu können.
^^ Die zwar flachen, aber eben mit Sonne gefluteten Pisten unterhalb des Langkofels konnten wir nicht rechts liegen lassen...
^^ Auch die beiden Comici Lifte nahmen wir mit. Dort oben trainierte übrigens das ÖSV-Damen Team Slalom...
^^ Auf gehts in Richtung Sella Ronda grün!
^^ Dieses Bergmassiv - einfach unglaublich schön. Gehört sicher zu den schönsten Bergen der Alpen!
^^ Wenn man mal in der anderen Richtung unterwegs ist, fährt man Lifte, die man bisher nicht kannte. Die 8KSB Gran Paradiso ist auf Grund der Verbindungsfunktion sicher nicht überdimensioniert.
^^ Endlich angekommen am Sellajoch. Gefühlt, ist das Liftgewirr in diesem Bereich der Sella Ronda am größten.
^^ Die Abfahrt Richtung Pian Frataces ist ok, aber auf Grund der Alternativlosigkeit auch gut gefüllt.
^^ Die weißen Gondeln der Gherdecia EUB sind einfach fotogen.
^^ Natürlich haben wir auch in diesem Sektor ein paar Abfahrten gemacht. Landschaftlich für mich der schönste Abschnitt der Sella Ronda, wenngleich auch der vollste...Kann daran liegen, dass hier noch nicht alle Varianten offen sind, aber ich hab es auch vom letzten Winter so in Erinnerung.
^^ Den Sektor um den Pordoi lassen wir diesmal "links" liegen. Da ist nur die eine Piste geöffnet und die Schneekanonen laufen durch - also heiter weiter.
^^ Jetzt gings ins Schattenloch unterhalb von Porto Vescovo. Die 6KSB Carpaza ist extrem wichtig, wie man hier sieht. Das liegt natürlich daran, dass die direkten Abfahrten Richtung Arabba noch nicht geöffnet sind.
^^ Aber auch sonst, ist die Sesselbahn ziemlich genial trassiert. Generell dürften die steilen Abfahrten rund um Porto Vescovo und Arabba der interessanteste Abschnitt der Sella Ronda sein.
^^ Natürlich ist hier auf den Nordhängen alles im Schatten und für viele Gäste zu schwer. Wenn alle Pisten offen sind, dürfte es hier echt genial sein, ein paar Höhenmeter zu fressen.
^^ Leider war die schöne schwarze Piste 21 am Burz noch nicht geöffnet. Also sind wir nach einer kurzen Aufwärmpause im gleichnamigen Restaurant dort weiter gezogen Richtung Corvara.
^^ Die Boe-Abfahrt war neu für mich und leider auch recht voll. Ja, wir hätten auch über die ruhigeren Pisten der Pralongia fahren könne, wollten aber den Umweg nicht in Kauf nehmen. Corvara und Kolfuschg sind auffallend schattig zu der Jahreszeit...
^^ Also wieder raus aus dem Schatten und rein in das sonnige Edelweisstal. Für mich auch neu. Aussicht Top!
^^ Blick Richtung Grödnerjoch. Achja, der Sellastock ist einfach unglaublich beeindruckend!
^^ Der Sassonger als Hausberg von Corvara darf natürlich auch nicht fehlen. Gut, war ich da schon 2x oben.
^^ Anschließend muss man nochmal in den Schatten und die flache 8er KSB Sodlisa zu nehmen. Mal wieder fällt mir auf, wie nervig das hier eigentlich ist in der grünen Richtung...
^^ Zum Glück gibts mittlerweile die farbenfrohe Plans/Frara EUB.
^^ Oben angekommen - eine traumhafte, winterliche Aussicht Richtung Grödnerjoch!
^^ Ab sofort herrscht Genuss: Die Jimmy`s Hütte habe ich im Sommer kennengelernt und mir gemerkt. Sie ist längst keine Geheimtipp mehr und sie müssen dort aufpassen, dass der Service nicht die Qualität der Hütte schwächt. Ansonsten natürlich - the place to be. Selbst im Dezember gibt`s hier Sonne satt!
^^ Ein Lagrein aus der Kelterei Kurtatsch - sehr empfehlenswert!
^^ Natürlich darf das Beef Tartar zum Beginn der Saison nicht fehlen. Meine Skiberichte verändern sich aber mit zunehmenden Alter zusehends...
^^ Erinnert mich nicht umsonst an die Geldscheinbar aus Zermatt hier...
^^ Am Ende des Tages hat man diesen grandiosen Sonnenuntergang von Jimmy`s Hütte.
^^ Auch bei der notwendigen 4KSB CIR herrscht eine fantastische Stimmung.
^^ Am Ende des Tages wartet nochmal der grandiose Blick Richtung Sas Rigais auf uns. Diese Berge - ich liebe sie..
^^ Ende gut, alles gut. Wir befinden uns mittlerweile in unserem Hotelzimmer, das mit seiner Lage gutes Geld macht. Nächste Woche schwingt hier Kilde, Odermatt und Co. ab. Gut, dass sie nicht meinen Trainingslauf gesehen haben. Ich wäre 3 Sekunden schneller gewesen.
Fazit:
Die Sella Ronda überzeugt auch am Anfang der Saison. Die Südtiroler/Italiener haben es verstanden, das Kernprodukt von vorne bis hinten durchzustylen. Neben der (Kunst-)Schneesicherheit kommt die fantastische Landschaft, die gemütlichen Hütten und das entspannte Ambiente. Ich bin Fan geworden. Sie dürfen hier unten nur nicht einen Fehler machen: Mehr Betten bauen. Auch am 8. Dezember waren die Hot Spots schon gut besucht. Das darf nicht mehr werden, ansonsten wirds ungemütlich. Besser: Niveau halten, Qualität weiter ausbauen und einfach so sympathisch bleiben, wie sie es sind. Alto Adige - grandios!