Wetterbedingt war heute ja eine „Flucht“ in den Süden angezeigt. Trotz langer Anreise entschied ich mich heute für die St. Moritzer Skigebiete. Mitten in der Nacht kam ich, wie erwartet, sehr gut durch und konnte so dann den Skitag um 07:45 Uhr an der Signalbahn wie geplant starten.
Das Engadin präsentierte sich bis zum Mittag wieder im Kaiserwetter. Später zogen ein paar hohe Wolken auf, die zunächst aber den sonnigen Eindruck nicht trübten. Erst gegen 15:00 Uhr wurde es dann wolkenbedingt stellenweise dunkler. Die Temperaturen bewegten sich i.d.R. leicht unter null (nur am Morgen war es zapfig) und der Wind blies nur unwesentlich.
Bis 12:40 Uhr fuhr ich auf der Corviglia-Seite, ab 13:00 Uhr auf der Corvatsch-Seite. Die Details zu den einzelnen Teilgebieten führe ich wieder an der jeweiligen Stelle aus.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher: trotz der leichten Kritikpunkte
Bilder:
Corviglia:
Die Signalbahn fuhr heute bereits um 07:47 Uhr erstmals voll den Berg hinauf. Normalerweise wäre die erste Fahrt „erst“ um 07:50 Uhr. Da war mir dann doch schon klar, dass es heute zumindest auf der Corviglia gut voll werden würde. Das Gebiet füllte sich dann auch schnell. Dank super funktionierender Single-Lines konnten nennenswerte Wartezeiten aber in aller Regel vermieden werden. Auf den neuralgischen Pistenabschnitten wurde es teilweise unangenehm voll, man fand aber auch stets ruhigere Ecken.
Die Schneequalität insgesamt war sehr gut. Ich habe keinen Stein und keine eisige Stelle angetroffen. Die Präparation selbst habe ich aber im Engadin schon besser erlebt. Insbesondere an Kuppen gab es doch regelmäßig Knollen, was man ansonsten aus diesem Premium-Skigebiet nicht so gewohnt ist.
Die rote Außenrum-Abfahrt am Furcula Grischa wurde grundpräpariert. Vielleicht geht es hier demnächst mal weiter.

Cool ist, dass die Corviglia-Bergbahnen immer vor 08:00 Uhr starten. Im Hochwinter kommt man so in der Morgendämmerung langsam nach oben, so wie hier z.B. an der Bergstation der Signalbahn

Sonnenaufgang am Salastrains

Die Piste konnte mich – wie sonst auch immer – nicht überzeugen. Zu wellig, zu unruhig.

Im Bergstationsbereich Salastrains kam dann auch bald die Sonne komplett hervor

Blick auf die Corviglia

Die Muntanella gefiel mir deutlich besser, als der Corviglia Run

Blick aus dem Plateau-Nair-Sessel auf die superbreite Piste dort

Ausblick Bergstation Plateau-Nair

Blick auf Marguns. Die Plateau-Nair-Piste war gewohnt hammermäßig

Auch die Schwarze am Trais Fluors war recht gut

Schlusshang der schwarzen Abfahrt am Trais Fluors mit Blick auf Marguns

Die rote Abfahrt am Trais Fluors zur Glüna-Sesselbahn überzeuge aber noch mehr.

Rund um die Glüna-Sesselbahn ergibt sich ein schönes, hochalpines Flair

Starthang der schwarzen Abfahrt am Glüna-Sessel. Diese Abfahrt überzeuge auch heute auf der gesamten Linie

„Auslauf“ der schwarzen Abfahrt am Glüna

Die neue DSB Suvretta wäre eigentlich gut gelungen, wenn die Liftler nicht bei der Annäherung von Fußgängern, Kindern, etc. den Lift fast bis zum Stillstand abbremsen würden.
Immerhin bekomme ich aber nun meine Füße auf die Fußrasten. Am Randolins und FIS versuche ich dies stets erfolglos – alter Leitner-Schrott halt…

Start der sehr schönen Paradiso-Abfahrt. Eigentlich war die Piste in einem guten Zustand, aber wegen dem Drecks-Lift mache ich hier eigentlich nie Wiederholungen.

Paradiso-Abfahrt mit Blick in Richtung Corvatsch

Blick auf den Talstationsbereich in Celerina. Um kurz vor 12:00 Uhr gab es hier keine Wartezeiten mehr.
Etwas kurios: Ich ging ganz normal zum Drehkreuz, hielt mein Ärmel an den Leser und das Drehkreuz öffnete. Promt kam aber der Liftler gesprungen und sprach mich wild fuchtelnd auf italienisch an. Ich versuchte ihm in allen mir möglichen Sprachen klar zu machen, dass ich kein italienisch spreche, was ihn aber nicht davon abhielt, weiter auf italienisch mit mir zu reden. Nach dem Wort „carta“ und einem Fingerzeig auf mein Kartenfach war mir dann klar, dass er meinen Skipass wollte. Den gab ich ihn, er hielt ihn nochmal ans Drehkreuz, laberte wieder was auf italienisch und lies mich fahren. Keine Ahnung, was das sollte…

Blick über die Corviglia in Richtung Pontresina

Start der Talabfahrt zur Signalbahn, die um kurz nach 12:30 Uhr noch in einem Top-Zustand war

Weiter unten auf der Talabfahrt

Wie auch in Celerina war der Parkplatz an der Signalbahn faktisch voll.
Ich erreichte die Talstation um 12:40 Uhr und strebte den Bus um 12:46 Uhr zum Corvatsch an. Gerade als ich abschnallte, kam aber der verspätete 12:36-Uhr-Bus, sodass ich etwas mehr Zeitpuffer für den Wechsel hatte. Die Corvatschbahn fuhr zu dieser Zeit aber leider schon wieder im 20er-Takt
Corvatsch:
Nachdem ich erst an der Talstation der Corvatschbahn mal ins Forum schaute, erkannte ich, dass stäntn heute auch im Engadin unterwegs ist. Cool, dass sich das Treffen dann doch noch ausging.
Am Corvatsch war es dann spürbar leerer, als auf der Corviglia. Liftwartezeiten waren völlige Fehlanzeige und auch auf den Pisten gab es mehr Platz. Der Pistenzustand war damit noch besser, als auf der Corviglia. Gerade an der Surlej-KSB machte es sehr viel Spaß. Gipfel geht weiterhin gut und hat nur im Bereich Dürrenast einige wenige Steine.

Nach meiner Ankunft ging es dann erstmal direkt hoch auf den Gipfel. Hier der Blick von der Panoramaterrasse in Richtung Maloja

Und in Richtung St. Moritz

Und natürlich auch in die Bernina-Gruppe

Nette Gipfel-Abfahrt

Teilweise war es am Corvatsch schon wieder etwas schattig

Die Abfahrt an der Surlej-KSB war, wie so oft, richtig cool

Blick auf die Alp Surlej

Seitenblick zur 6KSB

Blick aus der 4KSB auf die Surlej-Abfahrt

Die Crap Nair wurde nach einem Renntraining gerade frisch geöffnet und war dementsprechend traumhaft

Blick aus der Curtinella-Bahn

Und kurz vor deren Bergstation

Curtinella-Abfahrt

Und der Rückblick zur Bergstation

Blick auf Rabigousa. Leider wurde es nun doch immer mal wieder wolkenbedingt recht dunkel

(Sehr gute) Piste kurz oberhalb der Furtschellas-Mittelstation

Auch die Talabfahrt nach Sils war heute sehr gut

Abendstimmung auf der Surlej-Piste

Auf der finalen Talabfahrt nach Surlej
Fazit:
Das war heute ein cooler Tag. Sehr gute Piste mit moderatem (Corviglia) oder gar keinem (Corvatsch) Andrang sorgten heute viel Spaß und auch das Wetter hielt, von ein paar dichteren Wolken abgesehen, gut durch. Das Engadin ist halt immer noch der absolute Benchmark in Graubünden zur Zeit.