Nach einem erholsamen Schlaf (interessanterweise schlafe ich in solchen günstigen Privatpensionen in der ±30 Eur / Nacht Preisklasse meistens besser als in dreimal teureren Hotels) wieder mal die Webcam gecheckt: wohin soll es gehen? Katschberg war meine letzte Wahl, ich habe zwar absolut nichts gegen das Skigebiet, nur habe ich es in meinen 13 Jahren mit kärntner Saisonskipass wirklich oft genug besucht. Fanningberg ist mir noch unbekannt, das wäre schon ein guter Grund hizufahren, ist aber leider arg klein, vor allem ohne den Moserkopflift der als einziger nicht am selben Hang liegt wie alle anderen Lifte am Berg. Frage an Kenner: ist der Lift überhaupt jemals in Betrieb oder wird er nur so als 'Platzhalter' noch in den Pistenplänen eingezeichnet, damit das Skigebiet nicht ganz so klein erscheint, nachdem die Betreiber schon so kurzsichtig waren dass sie die Liftverbindung vom Tal aus schon vor Jahren aufgegeben haben? Klar, am Südhang ginge es nur mit massiver Beschneiung, aber ich kenne kaum eine andere Gegend in AT mit so guten Beschneiungsbedingungen wie Lungau (trocken + kalt). Also nein, evtl. ein anderes Mal für 3 Stunden am Abreisetag.
Und Grosseck/Speiereck? Ich war bisher auch nur einmal dort und ich weiss dass es mir gefallen hat, zum einen die lange Gipfel - 4KSB und zum Anderen die beiden langen Talabfahrten. Der Hochnebel sah dünner aus als noch am Vortag und auch die Prognose war besser, also habe ich es gewagt. Der einzige Fehler an diesem Tag: anstatt zur Sonnenbahn in St. Michael, bin ich auf dem kürzeren Weg zur Grosseckbahn in Mauterndorf/Hammer gefahren. Sowieso war ich zu früh dort, im Gegensatz zu OT läuft hier um halb neun nichts, ausser der Kassa. Bei eisigen -10 Grad waren die 15 Minuten Wartezeit fast schon zu viel, um 8:45 war ich in der zweiten besetzten Kabine und ein paar Minuten später (fast) im Himmel
Die Gipfelbahn fuhr noch nicht, also erste Bergfahrt mit der ziemlich lahmen 3SB Grosseck 2:
Ideale Piste, im Gegensatz zum Vortag in OT hat eine kalte Nacht Wunder bewirkt, der Schnee war wesentlich kompakter, Pistenfahrertraum:
Talabfahrt nach St. Margarethen, perfekt, wenngleich nur an wenigen Stellen sonnig:
Während die 'Masse' (nach der Erfahrung aus OT am Vortag ist der Ausdruck 'Masse' am Grosseck sehr relativ) sofort zur Gipfelbahn fährt ... :,
... geniesse ich die jungfräuliche rote an der Sonnenalmbahn:
Nun aber wirklich zur Gipfel-4KSB. Geniale Bahn, mit mehr als 500 HM, Ostlage, herrlichem Panorama, und gutem Schnee auf beiden Pisten. Es war auch der einzige Lift wo man manchmal 1 - 2 Min anstehen musste (manchmal aber gar nicht), besser geht es kaum noch:
Auch ohne Rillen perfekte Pisten:
Dreimal hintereinander bin ich die Kombination Speiereck Gipfel - St. Michael Tal gefahren, 1300 m HU, Ost/Südlage, einfach zum geniessen. Erinnert mich sehr an Sillian (Bergstation Thurntaler - Tal), selbe Hangausrichtung, vergleichbarer HU, und auch die Piste selbst ist eine Kombination aus ziehwegartigen Abschnitten zm Ausruhen und etwas steileren Hängen (OK, Sillian ist eine Spur steiler als St. Michael). Merkt jemand den Unterschied zu meinen ersten Fotos? Jawohl: der Nebel über dem Lungau lichtet sich
Entlang der Talabfahrt liefen in der Nacht wohl alle (20+) Kanonen und dazu noch ein paar Lanzen, und auch tagsüber waren ein paar Kanonen in Betrieb. Mich hat es nicht gross gestört, ich finde die kleinen Schneihaufen sogar spassig. Dort wo die Kanonen auch tagsüber liefen, bildeten sich ein paar Schneehaufen, kaum der Rede wert. Voilà:
Einmal zwischendurch im Übungslift Stockerboden, schon arg flach:
Zoom + (wenigstens mein) Handy vertragen sich zwar schlecht, trotzdem ein Versuch: von der Bergstation der Gipfelbahn sieht man sowohl zum Dachstein ... :
... als auch zu den Julischen Alpen, von Li nach Re u. A. Triglav, Jalovec und Mangart. Viel näher die Pisten am Katschberg:
Zum Abschied noch eine letzte Bergfahrt mit der Grosseck 2 ... :
... ein vorletztes mal die schattige, aber schneemässig perfekte Piste nach Mauterndorf:
Um 12:58 noch ein letztes Mal durch den Kartenleser, dann war der Vormittagsskipass zu Ende. Mit geschicker Planung viereinhalb Stunden Skifahren, nach dem Vortag in OT wo ich wirklich von 8:30 bis 16 Uhr (mit maximal 20 min Pause) auf der Piste war, hatte ich genug. Mit diesen 3 - (oder 4-) Stunden, oder auch Vormittagskarten, die ich in letzten Jahren immer öfter kaufe, fährt man wirklich intensiv; gegessen / getrunken / gepinkelt wird danach
Fazit: ganz ganz tolles Skigebiet, mit allem was ich brauche: ein paar schöne sonnige Pisten am Berg, zwei lange attraktive Talabfahrten, perfekte Präparation, wenig los. OK, irgendwann sollten sie eine der lahmen 3SBs durch was kuppelbares ersetzen, meinetwegen finden sie irgendwo in Tirol eine Occasion - 4KSB. Gefallen: viereinhalb Stunden Skifahren um 37,50 EUR, in der Zeit bin ich bestimmt mehr Km/HM gefahren als am Pohorje (wo der Tagesskipass wochentags 39, am WE 43 EUR kostet) den ganzen Tag. Ich komme bestimmt wieder, mit dem Unterschied dass ich das nächste Mal im sonnigen St. Michael einsteige.