Angesichts des weiter verbreiteten Hochnebels entschied ich mich auch heute wieder für das Engadin. Heute stand auf dem Plan, zunächst etwas auf Corviglia zu fahren und später nach Zuoz zu wechseln. Eigentlich hatte ich ursprünglich vor, später wieder zurück zur Corviglia zu wechseln. Ich entschied mich aber spontan dazu, noch zur Diavolezza zu fahren, was sich aber später als grober Fehler herausstellen sollte. Dazu später mehr.
Der Andrang war heute natürlich größer, als gestern. Es war aber weit weniger voller, als ich das befürchtet hatte. Auf Corviglia blieb der Andrang bis zum meinem Wechsel nach Zuoz sogar recht moderat. In Zuoz und an der Diavolezza später war dann nicht wirklich was los.
Das Wetter war auch heute wieder sehr gut. Tatsächlich gab es teilweise bis auf Höhe Marguns Hochnebel auch im Engadin, der sich aber im Tagesverlauf verflüchtigte. Die Temperaturen lagen wieder deutlich unter dem Gefrierpunkt. Der Wind war kaum spürbar.
Mehr Details zu den einzelnen Teilgebieten dann wieder später an der entsprechenden Stelle.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Corviglia:
Los ging es auch heute wieder mit der Signalbahn um 07:50 Uhr, die heute aber quasi voll fuhr. Gestern war da noch massig Platz in der Kabine. Im Corviglia-Skigebiet konzentrierte ich mich heute dann auf den Plateau-Nair, Trais-Fluors und Piz Nair. Randolins fuhr ich heute nicht.
Der Pistenzustand war, wie eigentlich immer, nahezu perfekt. Diese Perfektion ist einfach unbeschreiblich.
Der Andrang hielt sich am Morgen noch in Grenzen. Erst relativ spät nutze ich dann regelmäßig die Singlelines, die hier einfach super funktionieren.
Um 10:52 Uhr nahm ich dann den Zug ab Celerina nach Zuoz.

Blick auf Corviglia am Morgen

Muntanella am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Blick aus dem Salastrains-Sessel

Und weiter oben

Toller Ausblick von der Plateau-Nair-Bergstation

Blick aus dem FIS-Sessel, den ich noch einschieben „musste“, um pünktlich für die 09:00 Uhr Gondel zum Piz Nair zu sein, die hier – im Gegensatz zum Corvatsch – dann natürlich auch pünktlich fährt.

Blick auf Corviglia. Aus Richtung Maloja zogen zeitweise ein paar mehr Nebelwolken herein

Blick aus der Piz-Nair-Gondel aufs Salastrains-Skigebiet

Ausblick Piz Nair

Trassenblick der Piz-Nair-Pendelbahn


Blick zum Lej da la Pesch-Sessel, der noch im Schatten lag

Von dessen Bergstation aber diese wunderbare Aussicht bewundert werden kann

Nun ging es noch an den Glüna-Sessel, wo die Aussicht nicht weniger schön ist

Pizzin-Abfahrt am Glüna-Sessel

Die Schwarze am Fuorcla Grischa ist soweit auch grundpräpariert und sieht, soweit ich das aus dem Lift beurteilen konnte, auch steinfrei aus.

Lej da la Pesch

Blick aus dem überraschend leeren Trais-Fluors-Sessel auf die dortige schwarze Abfahrt

Die Selin im oberen Teil

In Richtung Marguns hielt sich dann ein ganz leichtes Nebelfeld

Auch die Mezzauna war heute wieder toll

Nochmal ein Blick auf Marguns

Da ich in Celerina heute ja zum Bahnhof wollte nahm ich erstmals die blaue Abfahrt außen herum, die quasi noch jungfräulich war. Irgendwie erschließt sich mir die 4SB dort als Anfängeranlage nicht, denn die Piste dort ist im oberen Teil viel zu schmal für Anfängergruppen.
Um 10:52 Uhr erwischte ich dann pünktlich die RhB nach Zuoz.
Zuoz:
Nach einer rund 15-minütigen Zugfahrt und einem anschließenden circa 5-minütigen Fußmarsch erreichte ich die Talstation der 4SB Chastlatsch, von der ich dann ins Skigebiet einstieg.
Im Skigebiet Zuoz war es sehr ruhig. Es waren ein paar Einheimische unterwegs und am Pizzet gab es am Vormittag noch ein Skirennen. Die Pistenqualität war auch gut, auch wenn die Pisten teilweise härter waren, als auf der Corviglia. Man musste daher bei den Schwüngen etwas mehr aufpassen. Ansonsten ist die Naturschneelage in Zuoz extrem gering. Glücklicherweise haben sie alles, was sie konnten, sehr gut beschneit.

Mit der lahmen 4SB ohne Fußrasten ging es in Richtung Pizzet. Die im im Blick liegenden Pizzet-Abfahrten machten aber schon Lust auf mehr.

Auf der roten am Pizzet. Ganz zu Beginn meines Besuchs hingen hier noch ein paar Nebelausläufer

Weiter unten auf der gleichen Piste. Einfach ein toller Hang

Die schwarze Abfahrt am Pizzet empfand ich aber einen Ticken besser

Blick auf Zuoz mit dem Übungsgelände

Der Albanas-Sessel mit seinen sehr weit entfernten 4er-Sesseln und einer Förderleistung von nur 800p/h ist schon etwas komisch, auch wenn ansonsten alles andere eine 0815-Doppelmayr/Garventa-Anlage ist

Die schwarze Fopps schien mir nicht frisch präpariert gewesen zu sein

Die rote Cotschna war aber super!

Noch einmal ein Trassenbild aus dem Albanas-Sessel

Und auch die blaue Spih gab keinen Anlass zur Klage. Im Gegenteil.

Blick zum Pizzet-Sessel mit seinen beiden Paradehängen

Blick zur Albanas-Talstation

Chastlastsch-Talstation
Um 13:21 Uhr fuhr ich dann (leider) zunächst mit dem Bus zum Zuozer Bahnhof. Von dort ging es dann mit der RhB nach Punt Muragl und von dort dann mit dem Bus, der schneller ist, als der Zug, zur Diavolezza-Talstation. Hätte ich diesen Wechsel doch mal nicht gemacht…
Diabolezza:
Daran, dass Bus und Pendelbahn null Komma null aufeinander abgestimmt sind, habe ich mich leider am Corvatsch (selbe Betreibergesellschaft) schon gewohnt. Natürlich erreicht man mit dem pünktlich um 14:19 Uhr angekommenen Bus nicht die Gondel um 14:20 Uhr. Die nächste Bahn fährt dann im Takt um 14:40 Uhr. Wie gesagt, an diese Kundenunfreundlichkeit bei den Corvatschbahnen habe ich mich ja schon gewöhnt…
Die Piste an der Diavolezza war zwar schon etwas schattig, aber noch kaum zerfahren und cool zu fahren. Eigentlich ja super, da man ja im 20er-Takt immer gut auf die nächste Bahn kommt. Eigentlich…
Um 15:00 Uhr klappte dies dann auch super. Als ich um 15:16 Uhr dann aber wieder an der Talstation ankam und bei der Einfahrt zur Station die recht leere Gondel in der Station sah, ahnte ich noch nicht, dass die Bahn aus völlig unerfindlichen Gründen plötzlich außer Takt gefahren ist. Am „Andrang“, wie vom Bähnler behauptet konnte es nicht liegen, es waren bestenfalls 30 Leute zu sehen. Entsetzt über die Vorplanfahrt erhielt ich die Antwort, dass die nächste Bahn dennoch erst um 15:40 Uhr fahren würde. Ich sah zufällig per App, dass ich ggf. noch einen verspäteten Bus zur Lagalbbahn erreichen konnte, was aber misslang. Nach einer Toilettenpause war ich dann um 15:35 Uhr wieder am Perron nur um dann erneut Festzustellen, dass die Bahn schon wieder völlig hanebüchen außer Takt abgefahren ist. Da ich mit dem Bus um 16:03 Uhr ab der Talstation zurück musste war der Skitag dann damit gelaufen. Danke für nichts, ihr Bähnler an der Diavolezza-Bahn.
Wozu habe ich denn einen Fahrplan, wenn ich mir damit offensichtlich nur den Allerwertesten abwische? Es ist völlig außer Frage, dass ich bei größerem Andrang zunächst die Taktzeit halbiere oder bei Großandrang durchgängig fahre (was bei der Diavolezza aufs gleiche rauskommt), aber es ist völlig indiskutabel, bei null Betrieb nach gut Dünken abzufahren. Leider passt dies zur Servicewüste Corvatsch. Es wäre echt mal angebracht, den Bähnlern dort eine Uhr zu schenken und, falls nötig, mal näher zu erläutern, was diese beiden Zeiger bedeuten sollen.
Das Engadin ist eine super Skidestination, aber die Corvatschbahnen sind bei jedem Besuch ein Anlass zum Ärger. Eine Schande, dass diese seltsame Bande diese Unfreundlichkeit immer weiter durchziehen kann…

Die just verpasste Abfahrt der Diavolezza-Bahn um 14:20 Uhr. Auch dies wäre so einfach mit einer leichten Taktverschiebung besser zu lösen. Auch mit der RhB verpasst man oft die Bahnabfahrt.

Blick aus der Gondel zum Berninapass

Blick aus der Gondel auf den Diavolezzafirn

Imposante Bergwelt an der Bergstation

Rückblick zur Bergstation der 4KSB

Und der Blick zur Talstation.
Mehr Bilder habe ich leider nicht, da man je Abfahrt im (eigentlich) zu fahrenden 20er Takt nur eine begrenzte Anzahl an Fotostopps frei hat. Die späteren Fahrten fielen ja aufgrund der völlig unbegründeten Willkür der Bähnler zum Opfer. Schade, denn die Abfahrt war noch sehr gut.
Fazit:
Corviglia und Zuoz waren sehr gut. Hier gab es absolut nichts zu meckern. Hätte ich doch nur meinen ursprünglichen Plan Corviglia – Zuoz – Corviglia weiterverfolgt und hätte mir das Drama an der Diavolezza gespart. Diese unnötige Kapputmachung des Skitags durch die beiden Diavolezza-Bähnler zieht den eigentlich guten Skitag enorm herunter. Bitte, bitte, bitte „liebe“ Corvatschbahnen: Schenkt euren Mitarbeitern endlich eine Uhr und vor allem bringt ihnen bei, damit umzugehen!