Dieser Bericht ist Bestandteil meiner Berichtsserie über eine Woche Faschings-Skiurlaub in Gröden und Umgebung vom 18.-25. Februar 2023:
Gröden / Col Raiser 18. Februar 2023
Gröden & Alta Badia / Dantercepies und Edelweiß 19. Februar 2023
Fassatal / Alpe Lusia 20. Februar 2023
Fassatal / Passo San Pellegrino / Falcade 20. Februar 2023
Gröden / Sella Ronda 21. Februar 2023
Vigo di Fassa / Ciampedié 22. Februar 2023
Karerpass 22. Februar 2023
Gröden / Sellajoch & Monta Pana 23. Februar 2023
Alta Badia / Blaues Meer 24. Februar 2023
Gröden / Seiseralm 25. Februar 2023
Anfahrt: Moena / Ronchi - Passo San Pellegrino in 0:10 h
Wetter: Mittags durchzug dichter Wolken, nachmittags sonnig, um +5°C
Anlagen in Betrieb: Alle
Wartezeiten: 0-2 min
Gefallen: Skigebiet Falcade / Col Margherita, Wetter nachmittags, Panorama
Nicht gefallen: Am San Pellegrino-Südhang selbst vorwiegend wenig interessante, typisch italienische Passstraßen-Skihänge
Bewertung: 5 von 6 Punkten
Zum San Pellegrino-Pass fuhr ich in 10 Autominuten von der Talstation Alpe Lusia bei Moena, wo ich den Ski-Vormittag verbracht hatte. Die Parkplätze auf dem San Pellegrino-Pass waren recht voll, also nahm ich die erstbeste sichtbare Lücke, leider auf einer mit ekelhaft klebrigem Matsch bedeckten Fläche. Das Wetter hatte vorübergehend eingetrübt, ein großes, dunkles Wolkenfeld zog durch. Die Pendelbahn am Nordhang der Passhöhe führt auf den Col Margherita und damit ins Verbundskigebiet mit Falcade. Die Pendelbahn fährt alle paar Minuten, so dass es keine Wartezeit gibt. Oben erwartet einen ein wirklich schönes, weitläufiges Höhenskigebiet mit zwei langen Sesselbahnen und einer kurzen Verbindungsbahn, stets dominiert von der felsigen Dolomitengruppe der Pale di San Martino. Außerdem gibt es die beschneite Talabfahrt nach Falcade auf nur 1150 m Höhe, bei Frühlingstemperaturen eine weiche, kraftraubende Angelegenheit, aber immerhin überhaupt vorhanden. Meine Favoriten waren die roten Abfahrten der beiden Höhensesselbahnen, besonders als die Sonne wieder herauskam. Die schwarze Abfahrt aus dem Gebiet zur Passhöhe ist schön sportlich, wegen der Schattenlage aber konturarm. Die Südhänge des Skigebiets auf der Passhöhe sind vorwiegend typisch italienische Absperrzaun-Exzesse. Ausnahme ist die alte DSB auf die Cima dell' Uomo mit schwarzer Abfahrt, die in der schönen Nachmittagssonne wiederholt wurde. Auch eine Fahrt mit dem DoppelSCHL Chiesetta wohl aus den 1960er Jahren erhöhte den Erlebnisfaktor. So verging mein Skinachmittag am San Pellegrino-Pass wie im Flug - zusammen mit der Alpe Lusia am Vormittag ein toller Skitag.
37 Fotos:
Pistenplan San Pellegrino-Pass / Falcade.
Talstation Funivia Col Margherita vom San Pellegrino-Pass ins Skigebiet von Falcade.
Trasse der Pendelbahn Col Margherita, die alle paar Minuten fährt.
Auf dem Col Margherita. KSB Lago di Cavia - Col Margherita mit Blick auf die Hänge in Richtung Falcade mit dem prägenden Panorama der Pala-Gruppe. Hinten links die Civetta über Cortina d'Ampezzo. Ein lästiges, dunkles Wolkenfeld zieht auf, um mich eine Dreiviertelstunde lang zu ärgern.
Piste vom Col Margherita zur kurzen Zubringer-Sesselbahn Lago di Cavia - Laresei in Richtung Falcade.
Abfahrt an der KSB Le Buse - Laresei mit Bergstation der EUB von Falcade. Hinten Monte Pelmo und Civetta in den Ampezzaner Dolomiten.
Talabfahrt Falcade oben ...
... und unten. Ohne das graue Wolkenfeld wären die Fotos ansehnlicher, ich weiß. Falcade im Valle del Biois ist kein Reiseziel des teutonischen Skitourismus, der hinterm Fassatal endet.
Bergfahrt in der EUB Falcade - Le Buse. Eindrucksvoller Schneelageunterschied zwischen Nord- und Südhängen wie in Gröden.
Bergstation Le Buse der EUB von Falcade.
Gottseidank kommt bei der nächsten Abfahrt an der KSB Le Buse - Laresei die Sonne wieder heraus und setzt der Stunde trister Farben ein Ende.
Im Sonnenschein und mit blauem Himmel sehen die Ampezzaner Dolomiten hinten links und die Gruppo delle Pale rechts gleich wieder viel netter aus!
Querung zur KSB Saline - Laresei auf den Monte Pradazzo ...
... mit Talstation an der Straße zum Passo Valles.
KSB und Piste Saline - Laresei.
Rifugio Laresei am Monte Pradazzo, schön gelegen. Die graue Mauer hinter den weiß dekorierten Bergspitzen von Sasso Vernale, Cima Ombretta und Sasso di Valfredda gegenüber ist übrigens die Südwand der Marmolada.
Die Piste der KSB Saline - Laresei macht Spaß und wird umgehend wiederholt.
Die Zufahrt zur KSB Lago di Cavia - Col Margherita liegt arg unglücklich in einem Tunnel, über den eine Skiabfahrt verläuft.
KSB Lago di Cavia - Col Margherita.
Schöne Impression auf dem Col Margherita.
Die KSB Lago di Cavia - Col Margherita hat eine meist leere Nebenabfahrt, auf der man es schön rauschen lassen kann. Hinten wieder die Pale di San Martino.
Hauptabfahrt KSB Lago di Cavia - Col Margherita, nachmittags aufgefahren.
Dann geht es über die schwarzen Abfahrten am steilen Nordhang des Col Margherita zurück zum San Pellegrino-Pass.
Rückblick zur Pendelbahn Col Margherita.
Die kurze 4SB Del Passo hilft dabei, die Passhöhe zu erreichen.
Dann kommt endlich der uralte DoppelSCHL Chiesetta ...
... auf dem San Pellegrino-Pass zu seinem Recht. Seine zierlichen Stützenschäfte wurden vermutlich in den 1960er Jahren gebaut.
Schleppliftabfahrt gegen den Col Margherita.
Weiter mit der KSB Gigante. Italienisches Passhöhen-Skigebiets-Einerlei.
Aber ein Highlight gibt es dort doch noch: Die alte, steile DSB Cima Uomo mit schön steiler, schwarzer Direktabfahrt!
Rückblick aus der DSB Cima Uomo gegen Pala-Gruppe und Col Margherita.
Doppelstütze an der Bergstation der DSB Cima Uomo.
So sieht die schöne, schwarze Direktabfahrt im Hochformat aus ...
... und so im Panoramaformat. Man muss zugeben: Es gibt schlechtere Impressionen con Skiabfahrten.
Direktabfahrt Cima Uomo von unten gesehen.
Anschließend geht es noch über die Abfahrten auf dem San Pellegrino-Pass zur KSB Costabella ...
... und wieder zurück zum Auto. Ende eines erlebnisreichen Skitages auf der Alpe Lusia und im Gebiet San Pellegrino-Pass / Falcade.