Gstemmerspitze, 23.2.21: Flugzeugblick auf die Planneralm

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gerrit
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Gstemmerspitze, 23.2.21: Flugzeugblick auf die Planneralm

Beitrag von gerrit »

Das Donnersbachtal südlich des steirischen Ennstals bietet neben den zwei Schigebieten Planneralm und Riesneralm unzählige Tourenmöglichkeiten verschiedensten Schwierigkeitsgrats. Gerade der die Planneralm bietet links und rechts sowie in nächsten Tal hinter dem durch Lifte erschlossenen Kessel zahlreiche eher leichte Tourenmöglichkeiten mit – vor allem in schneearmen Wintern von großer Bedeutung – einem Ausgangspunkt auf einer Höhe von 1600 Metern Seehöhe. Weniger oft bestiegen als die klassischen Ziele Jochspitze, Karlspitze, Schreinl, Hintergullingspitz oder Plannerknot ist der nördlich des Hochtals gelegene Kamm mit den drei Gspemmerspitzen (Vordere, Mittlere und Hintere), da deren südseitigen und ziemlich steilen Abfahrten oft noch oder schon aper sind, während hingegen die nordseitigen Hänge noch guten Schnee bereithalten. Bei Firnverhältnissen sind die südlich exponierten Hänge der Hinteren Gstemmerspitze jedoch ein Genuss.
Der von mir gerne zitierte Wiener Schi-Papst Hans Schwanda schreibt in seinem Buch "Skiglück vom Wienerwald bis zum Dachstein": Für ausgepichte Steilhangfanatiker ist die Abfahrt von der Gstemmerspitze, 2103m, gerade das richtig: bei gutem Firn wird der steile Südhang zum berauschenden Erlebnis.
Hier ein am 1.1.23 von der Gläserbodenabfahrt aufgenommenes Übersichtsbild, wo dieser Gipfelkamm in voller Pracht zu sehen ist. Von links nach rechts die felsige Vorder und Mittlere Gstemmerspitze, dann - die sanfteste und auch auf diesem Bild schneebedeckte Hintere Gstemmerspitze und die Plannerseekarspitze.

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Wir gehen aber zurück in die 4. Februarwoche des Corona-Winters 2021, in dem wir bei frühlingshaften Verhältnissen ausgehend von Altaussee einige Gipfel in den Niederen Tauern ansteuerten, am 23. Februar wählten wir eben jene Hintere Gstemmerspitze als Ziel aus.
Es ist ca. 10 Uhr 15, wir haben das erschlossene Schigebiet bereits verlassen und blicken zurück auf zwar in Betrieb befindliche, aber durch Lockdown und Wochentag (Freitag) praktisch leere Lifte.
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Wir schreiten stetig bergan.
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Neuerlicher Rückblick ins Schigebiet: ziemlich mittig zwischen Gläserboden-Bergstation und Rotbühelbahn-Bergstation der markante Große Rotbühel, links dahinter der Hintergullingspitz mit tollen Abfahrten in nahezu alle Himmelsrichtungen, darunter erkennt man den Speicherteich, rechts vom Gläserboden die Gläserkoppe.
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Direkt oberhalb von Sabine die Schoberspitze
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Es liegt ein wenig Saharastaub in der Luft.
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Und kurz geht uns die weiße Unterlage aus.
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Auch Kammwanderungen sind äußerst fotogen!
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Dieses lange und einsame Nebental führt hinaus nach Aigen im Ennstal.
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Und schließlich erreichen wir das Ziel.
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Flugzeugblicke auf die Planneralm!
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Das ganze Schigebiet im Überblick
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Und nun folgt der Firngenuss!
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Der zufriedene Rückblick auf unsere Abfahrtsroute.
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Allen, die das Tourengehen einmal ausprobieren möchten und auch für allen anderen Anhängern dieser Sportart kann ich das Gebiet um die Planneralm wärmstens empfehlen, es gibt für jeden Geschmack Touren, die unter Einbeziehung der Nebentäler hinter dem Kessel – wenn auch durch Zwischenabfahrten bzw. –aufstiege unterbrochen – viele Tageshöhenmeter ermöglichen.

Die Tour auf die Gstemmerspitze war ja lediglich eine Halbtagsbeschäftigung, legendär war dann der Nachmittag im komplett geöffneten aber von vielleicht lediglich 20 bis 30 Gästen frequentierten Schigebiet mit Powercarving auf perfekt präparierten Pisten.
Zuletzt geändert von gerrit am 03.04.2023 - 10:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Gletscherfloh
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Re: Gstemmerspitze, 23.2.21: Flugzeugblick auf die Planneralm

Beitrag von Gletscherfloh »

"Die Tour auf die Gstemmerspitze war ja lediglich eine Halbtagsbeschäftigung, legendär war dann der Nachmittag im komplett geöffneten aber von vielleicht lediglich 20 bis 30 Gästen frequentierten Schigebiet mit Powercarving auf perfekt präparierten Pisten."

Das ist fast zu bescheiden. So viel Spaß gemacht hat mir ein Pistennachmittag schon ewig nicht mehr. Zugegeben ich bin schon sehr tourenlastig mittlerweile, aber die Erfahrung im damals de facto leeren Pistengelände der Planneralm hat mir gezeigt, dass es vielfach nicht auf die Länge, Höhe, Breite etc. der Pisten ankommt, sondern auf deren Füllungsgrad. Da ist mir dann wieder bewusst geworden, was mich seit mittlerweile schon etlichen Jahren, am Pistenskilauf so stört, v.a. in den großen, bekannten Skigebieten mit ihren Hochleistungsanlagen, die die Pisten viel zu schnell "befüllen".

Die Vormittagstour hatte jedenfalls Pepp. Immer steil, aber nie extrem steil, kaum Hindernisse (trotz der geringen Schneelage) und wir hatten das Gefühl den Häusern der Planneralm gleichsam entgegen zu schweben.

Anbei ein paar Fotos von mir als Ergänzung.

Beim Aufstieg
Gstemmerspitze-Aufstieg-Sabine-Gerrit.jpg
Gstemmerspitze-Aufstieg-Grat.jpg
Planneralmblicke
Gstemmerspitze-Aufstieg-Planneralm-Blick.jpg
Gstemmerspitze-Planneralm-Tiefblick.jpg
Abfahrt:
Gstemmerspitze-Abfahrt-Gerrit-2.jpg
Gstemmerspitze-Abfahrt-Gerrit-Firnhang.jpg
Gstemmerspitze-Abfahrt-Sabine.jpg
Gstemmerspitze-Abfahrt-Planneralmblick.jpg
Übersicht:
Gstemmerspitze-Übersicht.jpg
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Re: Gstemmerspitze, 23.2.21: Flugzeugblick auf die Planneralm

Beitrag von Gleitweggleiter »

gerrit hat geschrieben: 31.03.2023 - 10:54 (...)

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Das sind genau die Bilder, die ich hier im Frühjahr sehen will.
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2024/25: 18 Tage - 11x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron, Warth/Lech, St. Anton, Zugspitze, See, Hintertux
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2022/23: 17 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 1x Venet, Kampenwand, See, Hintertux
2021/22: 24 Tage - 19x Kleinwalsertal, 1x Bödele, 1x Kranzberg, 2x Kitzbühel, 1x See
2020/21: 5 Tage - 2x Samnaun, 3x Kleinwalsertal Spezial
2019/20: 8 Tage - 6x Kleinwalsertal, 1x Fendels, 1x Skijuwel
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