Der von mir gerne zitierte Wiener Schi-Papst Hans Schwanda schreibt in seinem Buch "Skiglück vom Wienerwald bis zum Dachstein": Für ausgepichte Steilhangfanatiker ist die Abfahrt von der Gstemmerspitze, 2103m, gerade das richtig: bei gutem Firn wird der steile Südhang zum berauschenden Erlebnis.
Hier ein am 1.1.23 von der Gläserbodenabfahrt aufgenommenes Übersichtsbild, wo dieser Gipfelkamm in voller Pracht zu sehen ist. Von links nach rechts die felsige Vorder und Mittlere Gstemmerspitze, dann - die sanfteste und auch auf diesem Bild schneebedeckte Hintere Gstemmerspitze und die Plannerseekarspitze.
Wir gehen aber zurück in die 4. Februarwoche des Corona-Winters 2021, in dem wir bei frühlingshaften Verhältnissen ausgehend von Altaussee einige Gipfel in den Niederen Tauern ansteuerten, am 23. Februar wählten wir eben jene Hintere Gstemmerspitze als Ziel aus.
Es ist ca. 10 Uhr 15, wir haben das erschlossene Schigebiet bereits verlassen und blicken zurück auf zwar in Betrieb befindliche, aber durch Lockdown und Wochentag (Freitag) praktisch leere Lifte.
Wir schreiten stetig bergan.
Neuerlicher Rückblick ins Schigebiet: ziemlich mittig zwischen Gläserboden-Bergstation und Rotbühelbahn-Bergstation der markante Große Rotbühel, links dahinter der Hintergullingspitz mit tollen Abfahrten in nahezu alle Himmelsrichtungen, darunter erkennt man den Speicherteich, rechts vom Gläserboden die Gläserkoppe.
Direkt oberhalb von Sabine die Schoberspitze
Es liegt ein wenig Saharastaub in der Luft.
Und kurz geht uns die weiße Unterlage aus.
Auch Kammwanderungen sind äußerst fotogen!
Dieses lange und einsame Nebental führt hinaus nach Aigen im Ennstal.
Und schließlich erreichen wir das Ziel.
Flugzeugblicke auf die Planneralm!
Das ganze Schigebiet im Überblick
Und nun folgt der Firngenuss!
Der zufriedene Rückblick auf unsere Abfahrtsroute.
Allen, die das Tourengehen einmal ausprobieren möchten und auch für allen anderen Anhängern dieser Sportart kann ich das Gebiet um die Planneralm wärmstens empfehlen, es gibt für jeden Geschmack Touren, die unter Einbeziehung der Nebentäler hinter dem Kessel – wenn auch durch Zwischenabfahrten bzw. –aufstiege unterbrochen – viele Tageshöhenmeter ermöglichen.
Die Tour auf die Gstemmerspitze war ja lediglich eine Halbtagsbeschäftigung, legendär war dann der Nachmittag im komplett geöffneten aber von vielleicht lediglich 20 bis 30 Gästen frequentierten Schigebiet mit Powercarving auf perfekt präparierten Pisten.