Neues im Berchtesgadener Land

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus Deutschland
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bazi1234
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von bazi1234 »

Ich denke die Preise sind auch ein riesen Problem. 49€ ist für die paar Pisten ist schon heftig, die ganzen Traunsteiner fahren halt dann lieber nach Reit im Winkel
und die Salzburger nach Flachauwinkl.
Obwohl ich die Saison Karte für ganz BGD für 411€ wiederum ganz fair finde. Gerade für die Reichenhaller und Salzburger wäre die eigentlich intersannt.
Für die Salzburger ist ja auch der Zinken drin falls man mal schnell Skifahren will.
Da wäre sogar Bob fahren am Hochschwarzeck inklusive.

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bazi1234
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von bazi1234 »

Dede hat geschrieben: 16.06.2023 - 14:12
judyclt hat geschrieben: 16.06.2023 - 11:36 So sehe ich das auch. Anscheinend macht man am Jenner lieber dicht, als über Stellschrauben nachzudenken.
"man fokussiert sich auf die Kernkompetenz"
sehe hier aber auch die Politik in der Pflicht. Man kann ja nicht 20% Subventionen verteilen und dann die Lifte stillstehen lassen bzw. ggf sogar wieder weiterverkaufen.
Der Gemeinderat hat eh schon angekündigt das falls es so kommt es ein riesen Vertrauensbruch ist und man sich was überlegen wird.
Bei der Planung der neuen Bahn war eine Voraussetzung das der Skibetrieb erhalten bleibt.
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GIFWilli59
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von GIFWilli59 »

Bliebe er ja. Aber deutlich eingeschränkt.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Skifreak_1 »

Die Abfahrt von der Bergstation bis Tal hat einen ordentlichen Höhenunterschied von 1.170 Meter. In Deutschland gibt es nicht viele Gebiete mit einer so großen Distanz.
Die Abfahrt ist von Berg bis Tal beschneit. Sollte die Beschneiung jetzt nicht mehr durchgeführt werden, reduziert sich die Attraktivität des Berges nochmal.
Der Jenner hat als Skiberg in Bayern Potential. Im Bereich des Krautwasserliftes könnte eine weitere attraktive Piste im Bereich des Dr. Hugo Beck Hauses präpariert werden. Das Pistenangebot könnte durch diesen einfachen Schritt erweitert werden ohne großen finanziellen Aufwand. Dieser Bereich ist zur Zeit freier Skiraum. Der Berg hat einer besten Infrastrukturen in Bayern. Eine weitere Idee wäre es z.B. mit einer Bordercrossstrecke, einem Kinderland, einem Fun Park an der Jennerwiesenbahn (Habe ich bereits in einem Beitrag erwähnt) Die Preispolitik sollte überarbeitet werden z.B. günstigere Karten, damit sie mehr Gästeins Gebiet bekommen., welche auchdie Gastromie besser auslaten..Der Jenner sollte als Skiberg inklusive Beschneiung von Berg bis Tal erhalten bleiben. Die Beschneiung ist die Grundlage für einen Skibetrieb. Jetzt sollten die Betreiber zeigen, dass sie mit den staatlichen Subventionen umgehen können. Ein weiteres Problem sind die Parkplatzgebühren. Auch diese sollten im Skipass enthalten sein.
Zuletzt geändert von Skifreak_1 am 18.06.2023 - 22:26, insgesamt 1-mal geändert.
MaFl
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von MaFl »

:D
So ist es. Das Fehlmanagement darf nicht zum Ende eines netten Skibergs führen.
ThomasK
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von ThomasK »

Ich muss sagen, dass die Entscheidung der Jennerbahn, den Skibetrieb mehr oder weniger aufzugeben, richtig war.

Ich war mit dem Deutschlandticket in Berchtesgaden und bin zu Fuß auf den Jenner gegangen. An der Talstation war sehr viel los. Etliche Fahrgäste kauften die Berg- und Talfahrt zusammen, die 42 € kostet. Da muss ich sagen, dass das Nutzen/Kosten-Verhältnis für die Jennerbahneigentümer bei weitem besser ist, als bei den Skifahrern.

Die meckern dann schon herum, wenn der Skipass mehr als 50 € kostet, obwohl die Bergbahn ein Vielfaches an Personalaufwand und Materialaufwand hat. Pistenraupen, Beschneiung, viel mehr Lifte haben auf, ein Vielfaches an Personalaufwand.

Im Sommer ist es völlig ausreichend, wenn die beiden Sektionen der EUB offen haben. Das ist alles.

Für viele ist ein Höhenunterschied von 1170 m zu wandern, sowieso schon wieder zu viel - erst recht bei der aktuellen Hitzewelle.

Als ich an der Bergstation durch das Restaurant ging, sah ich, wie an einem Tisch ein Paar 85 € bezahlte. Ich weiß jetzt nicht, was die vorher bestellt haben, aber auch das Restaurant läuft offenbar sehr gut. Etwa 80 % der Tische waren belegt.

Warum soll sich da die Jennerbahn den Stress mit den Skifahrern antun?

Die Sommerfahrgäste sind bei weitem genügsamer als die Skifahrer und den Sommerfahrgästen ist es auch egal, wenn die EUB nur 4 m/s fährt. Und wenn die Jennerbahn im Sommer viel mehr Geld mit einer viel unkomplizierteren Kundschaft verdient, dann würde ich mir den Stress mit den Skifahrern auch nicht antun.

Es wird genauso kommen, wie ich schon vor einiger Zeit vorhergesagt habe:

Die österreichischen Eigentümer werden viel Freude an ihrem Investment in die Jennerbahn haben. Der Großausbau der Bergstation, die perfekt auf die Bedürfnisse der Sommerfahrgäste ausgerichtet wurde, wird sich ebenso auszahlen wie der Neubau der 10-EUB.

Lediglich die Investition in die Sessellifte war eine Fehlinvestition. Die Sessellife braucht kein Mensch.

Meiner Ansicht nach sollte man darüber nachdenken, alle Skifahreranlagen am Jenner abzubauen und eher darüber nachdenken eine 3. Sektion vom Jenner auf den Schneibstein zu errichten, denn dann könnte man durchaus einen Fahrpreis von 60 € in Erwägung ziehen. Den Natur- und Umweltschutzverbänden würde ich einen Deal anbieten. Die ganzen Skifahreranlagen und Pisten werden renaturiert und die Flächen dem Nationalpark zugeschlagen. Als Ausgleich dafür bekommt die Jennerbahn ein kleines Stück Gebiet aus dem Nationalpark, um eine 3. Sektion der Jennerbahn auf den Schneibstein zu errichten.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von basti.ethal »

Im Grundsatz gebe ich dir Recht.
Die eigentliche Sauerei finde ich, dass man dort mit dem Bau der Sesselbahnen übertriebenerweise auf die Kacke gehauen hat und nur ein paar Jahre später alles hinschmeißen will.
Hier im AF haben damals alle den Bau der SB in dieser Dimension hinterfragt.
Das hat mitunvorhersehbaren Entwicklungen nichts zutun.
Wenn man auf den Winter verzichten möchte, dann sollten auch die entsprechenden Förderungen zurückgezahlt werden.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von judyclt »

ThomasK hat geschrieben: 19.06.2023 - 23:41 Warum soll sich da die Jennerbahn den Stress mit den Skifahrern antun?
Weil gerade erst für die Skifahrer gebaut wurde und ordentliche Fördersummen kassiert wurden.

Ansonsten stimme ich dir voll und ganz zu.
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Tiob
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Tiob »

ThomasK hat geschrieben: 19.06.2023 - 23:41 Meiner Ansicht nach sollte man darüber nachdenken, alle Skifahreranlagen am Jenner abzubauen und eher darüber nachdenken eine 3. Sektion vom Jenner auf den Schneibstein zu errichten, denn dann könnte man durchaus einen Fahrpreis von 60 € in Erwägung ziehen. Den Natur- und Umweltschutzverbänden würde ich einen Deal anbieten. Die ganzen Skifahreranlagen und Pisten werden renaturiert und die Flächen dem Nationalpark zugeschlagen. Als Ausgleich dafür bekommt die Jennerbahn ein kleines Stück Gebiet aus dem Nationalpark, um eine 3. Sektion der Jennerbahn auf den Schneibstein zu errichten.
Das würde niemals funktionieren. Ich sehe schon die Schlagzeilen vor mir (die Seilbahn als Ausgeburt der Hölle befleckt "heiligen" Nationalparkboden)

Was etwas zu kurz kommt in der Diskussion: Lokale Skigebiete sind nicht nur wichtig für den Tourismus, sondern dienen auch als Naherholungsgebiet für Einheimische und Maßnahme um den Nachwuchs für das Skifahren zu begeistern. Wenn in Deutschland keine Kleinstskigebiete mehr hat, werden wir auch keine erfolgreichen Wintersportler mehr hervorbringen. Wintersport wird dann mehr und mehr zum "Reichensport" den sich nur noch Familien leisten werden können die eine ganze Woche Skiurlaub bezahlen können.

ThomasK
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von ThomasK »

judyclt hat geschrieben: 20.06.2023 - 15:19
ThomasK hat geschrieben: 19.06.2023 - 23:41 Warum soll sich da die Jennerbahn den Stress mit den Skifahrern antun?
Weil gerade erst für die Skifahrer gebaut wurde und ordentliche Fördersummen kassiert wurden.

Ansonsten stimme ich dir voll und ganz zu.
Ich gehe nicht davon aus, dass der Freistaat Bayern die Fördergelder zurückverlangen wird, wenn die Jennerbahn den Skibetrieb zunächst teilweise und später dann vollständig einstellen wird.

Grund ist, dass der Hubsi - wie der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern genannt wird - ein Herz hat für die Unternehmer und die Einheimischen (die Österreicher zählen selbstverständlich auch als Einheimische) und froh ist, dass die Jennerbahn im Berchtesgadener Land zukunftsorientiert investiert hat.

Niemals wird er da Fördergelder zurückverlangen.

Feindbild Nummer 1 für den Hubsi ist die Ampel in Berlin und dabei insbesondere die Grünen. Erst kürzlich hat er auf einer riesigen Demonstration in Erding (Oberbayern) erklärt, dass die Ampel in Berlin den A... offen hat.

https://www.youtube.com/watch?v=e4MwQ1tXi4Q bzw. https://youtu.be/e4MwQ1tXi4Q?t=609 :lach:

Hubsi wurde zwar heftig für diesen Auftritt als Vizeministerpräsident in der Bayerischen Staatsregierung kritisiert, aber im Prinzip ist das der normale Umgangston in einer Bayerischen Gastwirtschaft oder auf dem Oktoberfest. :lach:

Ich gehe jede Wette ein: Die Jennerbahn darf auch bei einer kompletten Einstellung des Skibetriebs den Investitionszuschuss der Bayerischen Staatsregierung in jedem Fall behalten.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von David93 »

ThomasK hat geschrieben: 21.06.2023 - 14:40 Ich gehe jede Wette ein: Die Jennerbahn darf auch bei einer kompletten Einstellung des Skibetriebs den Investitionszuschuss der Bayerischen Staatsregierung in jedem Fall behalten.
Davon gehe ich auch aus. Ganz unabhängig von Aiwangers Stammtischparolen.

Und nebenbei gesagt würde ich erstmal abwarten ob das wirklich so kommt dass man den Skibetrieb in der genannten Form einstellt.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Lord-of-Ski »

Vielleicht sind Hubbsi und Maggus aber ab Herbst nicht mehr im Amt und die Nachfolger sehen das mit einer Rückforderung etwas anderes?
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von judyclt »

Meine Meinung: Unabhängig von den Marionetten werden die keinen Cent zurückzahlen, aber den Skibetrieb trotzdem einschränken.
Wie es wirklich kommt? Warten wir es ab.
ThomasK
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von ThomasK »

Ich wundere mich ohnehin, dass nach Meinung vieler Foristen hier der Weiterbetrieb des Skibetriebs Voraussetzung für den Investitionszuschuss des Freistaat Bayerns sein soll.

Für diese abenteuerliche These gibt es nicht den geringsten Anhaltspunkt.

Der Investitionszuschuss von 25 - 35 % beim Neubau von Seilbahnen ist für die Förderung des Tourismus ALLGEMEIN gedacht. Solange die Anlage fährt und öffentlich zugänglich ist, ist der Tourismuszweck erfüllt.

Beispielsweise hat die Bayerische Staatsregierung für den Neubau der Kampenwandbahn ebenfalls einen Investitionszuschuss von einem Drittel zugesagt, OBWOHL die Bergbahnbetreiber EXPLIZIT gesagt haben, dass sie keinen Wert auf Skifahrer legen. Eine Beschneiung wird es - völlig zu Recht - mit Sicherheit an der Kampenwand nicht geben. Auch hier wird das Geld im Sommer verdient.

Da fällt mir gerade ein: Auch für den Neubau der Rauschbergbahn wird es vom Freistaat Bayern einen Zuschuss geben, obwohl es dort auch keine Beschneiungsanlage gibt.

Es ist völlig absurd die Rückzahlung des Investitionszuschusses zu fordern, für den Fall, dass der Skibetrieb am Jenner komplett eingestellt würde.
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Mt. Cervino
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Mt. Cervino »

ThomasK hat geschrieben: 22.06.2023 - 12:07 Der Investitionszuschuss von 25 - 35 % beim Neubau von Seilbahnen ist für die Förderung des Tourismus ALLGEMEIN gedacht. Solange die Anlage fährt und öffentlich zugänglich ist, ist der Tourismuszweck erfüllt.
Ich bin nicht komplett auf dem laufenden bei dem Thema aber geht es nicht genau darum, dass man u. a. bemängelt, dass die neuen mit Zuschüssen gebauten KSBs jetzt nicht mehr in (Ski-)Betrieb gehen sollen. Dann hätte man ja, was du oben geschrieben hast. Die Anlagen fahren nicht mehr und sind nicht mehr öffentlich zugänglich.
Die EUB ist eine andere Geschichte, die bleibt ja erhalten, ob mit oder ohne Skibetrieb.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Nocki »

Kostentechnisch wird es wohl auch nichts bringen, die (redundanten) Anlagen im Sommer weiterzubetreiben. Och könnte mir vorstellen, dass man im Winter auf Wochenends-und Ferienbetrieb umsteigt, und nur gerade so öffnet, wie es nötig ist. Ansonsten wäre es schon komisch, wenn man den (Ski-)Betrieb einstellen würde, und das Geld trotzdem behalten dürfte.
Viele Grüße vom DM-und Girak-fan :ja: :wink:
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von ThomasK »

Mt. Cervino hat geschrieben: 22.06.2023 - 12:51
ThomasK hat geschrieben: 22.06.2023 - 12:07 Der Investitionszuschuss von 25 - 35 % beim Neubau von Seilbahnen ist für die Förderung des Tourismus ALLGEMEIN gedacht. Solange die Anlage fährt und öffentlich zugänglich ist, ist der Tourismuszweck erfüllt.
Ich bin nicht komplett auf dem laufenden bei dem Thema aber geht es nicht genau darum, dass man u. a. bemängelt, dass die neuen mit Zuschüssen gebauten KSBs jetzt nicht mehr in (Ski-)Betrieb gehen sollen. Dann hätte man ja, was du oben geschrieben hast. Die Anlagen fahren nicht mehr und sind nicht mehr öffentlich zugänglich.
Die EUB ist eine andere Geschichte, die bleibt ja erhalten, ob mit oder ohne Skibetrieb.

Schauen wir einmal auf die Drucksache 18/26237 Seilbahnförderung und Förderung künstlicher Beschneiung in Bayern – Stand 2023 vom 07. April 2023:

https://www1.bayern.landtag.de/www/Elan ... 026237.pdf

Liest man die Drucksache 18/26237 des Bayerischen Landtags durch, dann sieht man, dass Gesamtpakete der Seilbahnbetreiber gefördert werden.

In den Tabellen stehen zwar die einzelnen Anlagen in Bayern und auch die beschneiten Flächen, aber der Freistaat Bayern überlässt es den Unternehmern in ihrer eigenen unternehmerischen Entscheidung den Investitionszuschuss zu verwenden.

Am Jenner ist die öffentliche Zugänglichkeit ganzjährig durch den Betrieb der EUB sichergestellt. Die Jennerbahn kann also den Zuschuss betreffend des Gesamtpakets ausschließlich für die EUB verwenden, da die Erreichbarkeit gegeben ist. Die Jennerbahn Mittelstation und die Jennerbahn Bergstation erfassen die Gebiete der Sessellifte mit.

Wenn die Jennerbahn davon absieht zu beschneien, dann ist das eine rein unternehmerische Entscheidung, in die sich der Freistaat Bayern nicht einmischt.

In der Antwort auf die Frage 4.1 im oben verlinkten Dokument schreibt die Bayerische Staatsregierung ausdrücklich:

Zitat:

"Alle Seilbahnen, die im Rahmen der Seilbahnrichtlinie gefördert werden, können ganzjährig betrieben werden. Hinsichtlich der im Rahmen der BRF und Sportförderung geförderten Seilbahnprojekte kann keine Aussage getroffen werden, da diese spezifischen Informationen nicht vorgehalten werden."

(Ende des Zitats)

Hervorhebungen im Text von mir.

Im Klartext: Eine Verpflichtung zur expliziten Sportförderung (in diesem Thread: Skisport am Jenner) gibt es nicht. Deshalb werden dazu auch keine Statistiken erstellt.

Wie oft also die Jennerbahn im Winter die Skipisten öffnet, mag zwar für das Alpinforum vom überragenden Interesse sein und bei Nichtöffnung ein Aufreger sein, aber für die Bayerische Staatsregierung ist das völlig irrelevant.

Es bleibt dabei: Alle Aufregungen im Alpinforum bezüglich der Reduzierung des Skibetriebs am Jenner sind allgemein völlig irrelevant.

Richtig ist aber, dass es - das sehe ich exakt genau so - betriebswirtschaftlich eine Fehlentscheidung war, die Sessellifte zu bauen. Richtig wäre gewesen, sich auf den Neubau der Jennerbahn zu konzentrieren und alle übrigen Lifte ersatzlos abzureißen. Für das Geld hätte man locker einen Alpincoaster bauen können, der von der Bergstation zur Mittelstation geführt hätte.

Da ich aber den Jenner als wirtschaftlich sehr gesunde Sommerdestination ansehe, gehe ich davon aus, dass die EUB genügend Gewinn erwirtschaftet, um die Jennerbahn in die Lage zu versetzen in ein paar Jahren einen Alpincoaster zu errichten.

Aus dem Dokument geht auch klar hervor, dass selbst hochkarätige Skifahrerdestinationen wie Garmisch-Partenkirchen bei weitem mehr Übernachtungen im Sommer verzeichnen und selbst bei den Übernachtungszahlen im Winter nur ein Bruchteil auf den Skisport zurückzuführen ist.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Skisport in Deutschland ist eine absolute Randerscheinung und spielt wirtschaftlich keine Rolle.

Maßgebend ist der Sommer.

Eine Korrektur noch, die sich aus dem Dokument ergibt: Entgegen meiner vorherigen Annahme wurde beim Freistaat Bayern noch kein Förderantrag zum Neubau der Rauschbergbahn gestellt (Stand 07. April 2023).

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Theo
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Theo »

Werter Kollege ThomasK, du bringst da was durcheinander. Hätte man die 2 6er Sessel nicht gebaut hätte man eine viel niedrigere Investitionssumme gehabt woraus sich ergeben hätte dass man in absoluten Zahlen gerechnet eben auch viel weniger Förderung bekommen hätte.
Ich glaube auch nicht dass hier irgend jemand verlangt dass die komplette Förderung zurück gezahlt werden soll, es geht nur um den Anteil und dass der zurück gezahlt werden muss ist ja wohl klar. Ein Gesamtpaket hat man ja mit dem ganzen drumherum an allen Stationen immer noch.

Des weiteren geht es auch darum dass nicht wegen eines Unternehmens wo die Geschäftsleitung wahrscheinlich ein paar Mafiafilme zuviel geschaut hat ganze Entwicklungsprogramme komplett eingestellt werden und andere weitaus seriösere Unternehmungen nichts mehr bekommen.

Es ist doch im Grunde das selbe wie wenn ein ÖV-Unternehmen ( da kannst du dich ja aus ) dank Subventionen 10 Zugskompositionen kaufen kann und 5 davon immer im Depot bleiben.
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Mt. Cervino
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Mt. Cervino »

Theo: Völlige Zustimmung.
Und das Szenario von ThomasK weitergesponnen würde dann ja in 2 Richtungen weiter gehen können:
1.) Man lässt die zwei fast nagelneue 6KSBs einfach stehen und vergammeln und schreibt sie bilanziell ab.
2.) Oder andersrum und noch absurder. Die beiden KSB werden abgebaut und man erlöst noch die ein oder andere Million für die fast noch neuen 6KSBs und bucht das als Sondererlös uns saniert sich auf Jahre... Und warum? Weil man zuvor vom Steuerzahler Förderungen für ein Projekt bekommen hat, dass man nun nach wenigen Jahren zu den Akten legt.
Das kann es doch nicht ernsthaft sein...
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von GIFWilli59 »

@ThomasK: Besser wäre es m. E. gewesen, die alten Skilifte zu behalten und bei Bedarf einzuschalten. Die waren ja eh abgeschrieben und verursachten auch weniger Kosten. Nach 10 Jahren hätte man dann immer noch einen Schlusstrich ziehen können und sie ggf. abbauen können.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Skifreak_1 »

Vielen Dank für die interessanten Informationen.
Nach den Beiträgen hier im Forum glauben viele, dass der Skibetrieb am Jenner eingestellt wird.
Wie könnte Eurer Meinung ein Konzept aussehen, welches den Skibetrieb inklusive der Beschneiungsanlage erhält? Es wäre schade, wenn wieder ein Skiberg in Oberbayern aufgegeben wird. Noch dazu einer welcher eine sehr gute ud moderne Infrastruktur besitzt und Abfahrten für Familien bis ins Tal anbietet.
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basti.ethal
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von basti.ethal »

ThomasK hat geschrieben: 22.06.2023 - 15:29
Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Skisport in Deutschland ist eine absolute Randerscheinung und spielt wirtschaftlich keine Rolle.

Maßgebend ist der Sommer.
Das sehen die Kollegen in Winterberg sicherlich anders :wink:
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von ThomasK »

Theo hat geschrieben: 22.06.2023 - 16:12 Werter Kollege ThomasK, du bringst da was durcheinander. Hätte man die 2 6er Sessel nicht gebaut hätte man eine viel niedrigere Investitionssumme gehabt woraus sich ergeben hätte dass man in absoluten Zahlen gerechnet eben auch viel weniger Förderung bekommen hätte.
Juristisch spielt das überhaupt keine Rolle.

Relevant ist lediglich, dass der Nachweis über die Investitionssumme über das Gesamtprojekt erbracht wird. Nachdem die EUB und die beiden Sessellifte fertiggestellt worden sind und nach der Abnahme durch den TÜV die Betriebsbewilligung bekommen haben, war der Nachweis über die Investitionssumme erbracht.

Wenn jetzt die beiden Sessellifte außer Betrieb bleiben und nur die EUB fährt, dann ändert das nichts, da alle Pisten durch die EUB mit erfasst werden.

Da ich nicht weiß, ob die die Situation am Jenner kennst (ich bin da schon x - Mal hochgelaufen) übersetze ich die Situation mal auf Zermatter Verhältnisse.

Würde man die Verhältnisse des Jenners auf Zermatt übertragen, dann wäre das - grob vereinfacht - damit vergleichbar, wie wenn die Bergbahnen Zermatt vom Kanton Wallis einen Zuschuss von 35 % für den Neubau des Matterhornexpress 2 und 3 und den Neubau der Pendelbahn Furi - Trockener Steg bekommen hätten und danach den Matterhornexpress 2 und 3 gar nicht laufen lassen würden, sondern nur die Pendelbahn Furi - Trockener Steg. (Das ist jetzt fiktiv, da ich keine Ahnung habe, ob der Kanton Wallis den Bergbahnen Zermatt überhaupt 35 % der Investitionssumme für die Seilbahnen bezahlen würde.)

An der Erschließung des Gebiets ändert sich gar nichts. Die Skifahrer würden lediglich die EUB benutzen statt der Sechsersessel. Lediglich die Mitterkaseralm am Jenner, die - auf Zermatt übertragen - Furgg entspräche, müsste zu Fuß erreicht werden. Das ist aber überhaupt kein Problem zumal der Wanderweg Mitterkaseralm - Jenner sehr großzügig ausgebaut ist. Im Vergleich zum Wanderweg Furgg - Trockener Steg muss man zwischen Mitterkaser und Jenner noch nicht einmal durch Felsen hindurchgehen. Wenn man auf den Jenner geht, dann bräuchte man theoretisch nicht ein einziges Mal die Hände aus den Hosentaschen zu nehmen, so simpel ist dort das Gelände.

Falls du mal in Oberbayern bist, können wir gerne zusammen von Berchtesgaden - oder von Schönau - auf den Jenner gehen. Die Weglänge und die Höhendifferenz Berchtesgaden - Jenner ist ungefähr vergleichbar mit dem Weg Zermatt - Trockener Steg. Berchtesgaden Hbf = 540 m, Jenner = 1874 m, also Höhendifferenz = 1344 m, Zermatt-Winkelmatten = 1638 m, Trockener Steg 2929 m, also Höhendifferenz 1291 m.

Der einzige Unterschied ist der, dass auf dem Jenner im Sommer bei weitem mehr los ist als am Trockenen Steg. Ich war ja schon sehr oft im Sommer auf dem Trockenen Steg und meistens sitzen im Sommer im Restaurant am Trockenen Steg vielleicht 20 Personen und der Rest ist leer, wohingegen auf dem Jenner fast alle Tische besetzt sind und Hunderte im Restaurant und auf der Terrasse sitzen.

Dieses Jahr kann ich leider nicht nach Zermatt kommen, da ich im Untersuchungsausschuss Zweite Stammstrecke arbeite.
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Mt. Cervino »

ThomasK:
Ich glaube du hast überhaupt nicht verstanden was oben thematisiert wurde.
Es hat doch gar niemand behauptet, dass man nur mit EUB und ohne KSBs nicht mehr auf den Jenner kommt bzw., dass durch den Wegfall der KSBs viele zusätzliche Pisten nicht mehr erschlossen sind. Es geht auch nicht darum ob im Sommer oder im Winter mehr Gäste mit der Jennerbahn fahren.
Es geht um den Umgang mit öffentlichen Fördergeldern, die man unter Bewilligung eines Gesamtpaketes (bei denen die 6KSBs durchaus eine signifikante Rolle bei der Höhe der Förderung gespielt haben) gerne mitnimmt, und sich dann kurz danach aber entschließt (aus welchen Gründen auch immer) nur die Hälfte der geförderten Anlagen weiter zu betreiben. Von der Rückgabe der Fördergelder der nicht mehr genutzten Anlage war bisher keine Rede.
Und ob das juristisch alles wasserdicht ist mögen andere beurteilen. Wenn es so kommt und die Fördergelder nicht zurückgezahlt werden, ist es sicherlich eines: Eine Verschwendung von öffentlichen Fördergeldern die wir alle aufbringen müssen und damit letztlich eine Sauerei ;).
Wie man sowas noch gutheißen und verteidigen kann ist mir ein Rätsel...
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Re: Neues im Berchtesgadener Land

Beitrag von Skiphips »

Gemeinde finanziert mit 300 000 Euro Beschneiung der Talabfahrt
Großteil des Artikels hinter Bezahlschranke, aber die Überschrift sagt schon einiges. Die Gemeinde beteiligt sich mit 300.000€ an der Beschneiung der Talabfahrt.
Saison 23/24
2x Sölden, 1x Dav-Klo Parsenn, 1x Ehrwalder Alm, 1x Fellhorn/Kanzelwand
22/23
Arosa/Lenzerheide, Dav-Klo Parsenn, S. Montafon, Samnaun-Ischgl

21/22 2x Gerlos ZA, 1x Damüls-Mellau; 19/20 Dav-Klo Parsenn, Nauders, Samnaun-Ischgl, Warth-Lech; 18/19 1x Axamer Lizum, 1x Dav-Klo Parsenn, 1x Galtür, 1x Garmisch-Classic, 1x Hochzeiger, 1x Ober-Hochgurgl, 1x Oberstdorf Fellhorn/Kanzelwand, 1x S. Montafon, 0,5x Hoch-Imst, 0,5x Venet; 17/18 Dav-Klo Parsenn, Kitzbühel, S. Montafon; 16/17 3x Ischgl-Samnaun, 1x Dav-Klo Parsenn, 1x See im Paznauntal; 15/16 1x Axamer Lizum, 1x Karwendel-Dammkar Mittenwald, 1x Kühtai, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Silvretta Montafon; 14/15 Dav-Klo Parsenn, Ischgl-Samnaun, Sölden; 13/14 2x Skicircus SHLF, 2x Sölden, 1x Dav-Klo Parsenn, 1x Ischgl-Samnaun; 12/13 Davos-Klosters Parsenn, SFL, Skicircus Saalbach-Hinterglemm/Leogang/Fieberbrunn; 11/12 2x SFL, 1x Kitzbühel; 10/11 Hochzillertal, Serfaus-Fiss-Ladis, Skiwelt Wilder Kaiser
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