Neues an der Graseckbahn – Garmisch-Partenkirchen
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ThomasK
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Das ist ein Luxushotel, das sehr hohe Preise hat.GIFWilli59 hat geschrieben: 18.07.2023 - 18:36 Am 18.09.2022 waren es 9 € Tal+Bergfahrt. 11 % Erhöhung, deutlich über Inflation![]()
Ich hatte mich, weil ich schon einmal vor Ort war, gleich auch noch erkundigt, was die Eintrittspreise in die Sauna kosten. Die Antwort war 55 € unter der Woche und 75 € am Wochenende. Der Witz ist, dass die Sauna bereits um 19.30 Uhr schließt. Für das Geld rennt ja halb Europa in die Therme Erding.
Bei so einem katastrophal schlechten Preis/Leistungsverhältnis habe ich gleich abgewunken.
Wenn so ein extrem hoher Preis verlangt wird, dann erwarte ich, dass die Sauna bis 23.00 Uhr auf hat. Wenn man nun eine Winterwanderung Mittenwald - Lautersee - Ferchensee - Elmau - Forsthaus Graseck - Garmisch-Partenkirchen macht und dann z.B. um 17 Uhr, wenn es dunkel ist, in die Sauna will, dann kann man es schon wieder vergessen.
Da die Seilbahn im Eigentum des Hotels ist, können die natürlich ihre Tarife frei festlegen, aber so hohe Preise gibt es selbst in der teuren Schweiz nur im absoluten Ausnahmefall.
Die Graseckseilbahn kann man ungefähr mit der doppelten Höhendifferenz des Schrägaufzuges Leisee - Sunnegga in Zermatt ansetzen. Würden die Bergbahnen Zermatt dem Beispiel des Forsthauses Graseck in Garmisch-Partenkirchen folgen, dann müssten sie für die Fahrt Sunnegga - Leisee ungefähr 5 Franken verlangen. Aber so eine Abzockerei gibt es noch nicht einmal in Zermatt.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Das Problem ist dann leider, dass sie nicht mehr gepflegt wird. Dann verwittert sie nur, die Seile verrosten und stellen m.E. irgendwann ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, oder die Stütze stürzt dann ein. Wenn, dann sollte man sie pflegen, und als Nostalgie- und Verstärkungsbahn (mit Wochenends- und Ferienbetrieb) weiterbetreiben. Meiner Meinung nach wären da aber Zuschüsse vom Staat notwendig, damit es sich für die Betreiber irgendwie lohnt.Bergfan hat geschrieben: 18.07.2023 - 22:42 Sie muss gar nicht fahren, ein Denkmal der Technik ist sie trotzdem.
(@Bergfan: Ich habe das Bild heruntergeladen und reinzitiert. Falls es für Dich nicht in Ordnung ist, nehme ich es wieder raus.)
Danke für das Bild. Vergleichsbild zum Oktober letzten Jahres:
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Bergfan
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Als wir irgendwann Mitte 2000 dort eine Woche verbrachten, war das Forsthaus ein (stinknormales) 3-Sterne-Hotel oder Gasthaus, aber halt mit einer einmaligen Lage. Die Fahrten mit der Bahn waren damals für Hausgäste kostenlos, man durfte mit dem Auto bis zur Talstation fahren.
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ThomasK
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Vor ein paar Jahren wurde das ganze Hotel geschlossen und dann mit komplett neuer Inneneinrichtung komplett neu aufgebaut. Da blieb kein Stein mehr auf dem anderen.Bergfan hat geschrieben: 18.07.2023 - 23:24Als wir irgendwann Mitte 2000 dort eine Woche verbrachten, war das Forsthaus ein (stinknormales) 3-Sterne-Hotel oder Gasthaus, aber halt mit einer einmaligen Lage. Die Fahrten mit der Bahn waren damals für Hausgäste kostenlos, man durfte mit dem Auto bis zur Talstation fahren.
Ich kenne mich zwar mit dem Bewertungssystem der Hotels nicht aus, aber ein 3*** Hotel ist das ganz sicher nicht mehr.
Ich bin erst vor ein paar Tagen durch das Hotel gegangen. Das hat mit dem Hotel von damals überhaupt nichts mehr zu tun. Mittlerweile kann man das Forsthaus Graseck durchaus mit dem Hotel Beau Site in Zermatt, in dem ich ein einziges Mal in meinem Leben 14 Tage Urlaub gemacht habe, vergleichen.
Auch haben die Preise gewaltig angezogen.
Der Begriff Forsthaus Graseck weckt völlig falsche Assoziationen. Da stellt man sich einen gemütlichen Bayerischen Biergarten vor und nicht so ein Luxushotel in der Natur.
Die Graseckbahn ist mehr oder weniger ein Anhängsel dieses Luxushotels. Die Eigentümer des Luxushotels haben ja auch die Eckbauerbahn neu bauen lassen, d.h. die Eckbauerbahn gehört auch zu diesem Hotelkomplex. Wenn man zu Fuß von der Bergstation der Graseckbahn am Forsthaus Graseck zur Bergstation der Eckbauerbahn geht, muss man aber doch für die meisten Wanderer etwa 45 Minuten Gehzeit rechnen, weswegen ich überrascht bin, dass das Hotel auf den kompletten Neubau der Eckbauerbahn absoluten Wert gelegt hat, denn verkehrstechnisch ist die Eckbauerbahn für das Erreichen des Forsthauses Graseck weder notwendig noch praktikabel. Kein Mensch geht mit Koffern vom Forsthaus Graseck zur Eckbauerbahn, um zum Skistadion zu fahren. Mit Koffern müsste man vom Forsthaus Graseck auf den Eckbauer mindestens 60 Minuten Gehzeit rechnen, eher noch länger. Da ist man ja völlig kaputt.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Also ist die auch für Nicht-Hotelgäste offen?ThomasK hat geschrieben: 18.07.2023 - 23:04 Ich hatte mich, weil ich schon einmal vor Ort war, gleich auch noch erkundigt, was die Eintrittspreise in die Sauna kosten. Die Antwort war 55 € unter der Woche und 75 € am Wochenende. Der Witz ist, dass die Sauna bereits um 19.30 Uhr schließt. Für das Geld rennt ja halb Europa in die Therme Erding.
Oder ist das der Aufpreis bei einer Übernachtung?
Naja, wenn man sich vorher schon ordentlich betätigt hat, sind doch 2,5 h ausreichend. Wenn man den Körper natürlich maximal fordern will, geht das nur, wenn man in der Zeit noch Aufgüsse macht oder oder 25 min in die 100er Sauna geht.dann z.B. um 17 Uhr, wenn es dunkel ist, in die Sauna will, dann kann man es schon wieder vergessen.
Man muss natürlich bedenken, dass überwundene Höhendifferenz und Fahrpreis nicht unbedingt korrelieren. Den Mitarbeitern, die die Anlage warten, muss genauso viel Geld gezahlt werden, egal ob die Anlage 40 hm oder 2000 hm hat.ThomasK hat geschrieben: 18.07.2023 - 23:04 Die Graseckseilbahn kann man ungefähr mit der doppelten Höhendifferenz des Schrägaufzuges Leisee - Sunnegga in Zermatt ansetzen. Würden die Bergbahnen Zermatt dem Beispiel des Forsthauses Graseck in Garmisch-Partenkirchen folgen, dann müssten sie für die Fahrt Sunnegga - Leisee ungefähr 5 Franken verlangen. Aber so eine Abzockerei gibt es noch nicht einmal in Zermatt.
Pro hm hast du in Zermatt auf jeden Fall weniger Geld zu zahlen, für knapp 4100 hm (x2) bis Cervinia sind das 5,8 Rappen/hm, am Graseck 6,8 ct/hm. Also bei €-CHF-Parität satte 17% mehr! Daher sollte es nicht ins Gewicht fallen, dass Zermatt für Berg- und Talfahrt mit 240 CHF etwas mehr als das Graseck (10 €) verlangt.
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Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Im Endeffekt ist das ja fast das gleiche Schicksal, was die Predigtstuhlbahn auch vor nicht allzu langer Zeit ereilt hat (mit der Ausnahme, dass die Bahn weiterbetrieben wird....und man nicht über fehlende Ersatzteile jammert, die es da höchst wahrscheinlich auch nicht mehr geben dürfte).ThomasK hat geschrieben: 18.07.2023 - 23:04Das ist ein Luxushotel, das sehr hohe Preise hat.GIFWilli59 hat geschrieben: 18.07.2023 - 18:36 Am 18.09.2022 waren es 9 € Tal+Bergfahrt. 11 % Erhöhung, deutlich über Inflation![]()
Ich hatte mich, weil ich schon einmal vor Ort war, gleich auch noch erkundigt, was die Eintrittspreise in die Sauna kosten. Die Antwort war 55 € unter der Woche und 75 € am Wochenende. Der Witz ist, dass die Sauna bereits um 19.30 Uhr schließt. Für das Geld rennt ja halb Europa in die Therme Erding.
Bei so einem katastrophal schlechten Preis/Leistungsverhältnis habe ich gleich abgewunken.
Wenn so ein extrem hoher Preis verlangt wird, dann erwarte ich, dass die Sauna bis 23.00 Uhr auf hat. Wenn man nun eine Winterwanderung Mittenwald - Lautersee - Ferchensee - Elmau - Forsthaus Graseck - Garmisch-Partenkirchen macht und dann z.B. um 17 Uhr, wenn es dunkel ist, in die Sauna will, dann kann man es schon wieder vergessen.
Da die Seilbahn im Eigentum des Hotels ist, können die natürlich ihre Tarife frei festlegen, aber so hohe Preise gibt es selbst in der teuren Schweiz nur im absoluten Ausnahmefall.
Die Graseckseilbahn kann man ungefähr mit der doppelten Höhendifferenz des Schrägaufzuges Leisee - Sunnegga in Zermatt ansetzen. Würden die Bergbahnen Zermatt dem Beispiel des Forsthauses Graseck in Garmisch-Partenkirchen folgen, dann müssten sie für die Fahrt Sunnegga - Leisee ungefähr 5 Franken verlangen. Aber so eine Abzockerei gibt es noch nicht einmal in Zermatt.
Dass die Fahrpreise seit der Übernahme durch einen Investor (zeitgleich damit, dass man das ehemalige Hotel wieder zum Luxushotel gemacht hat) plötzlich (unverhältnismäßig) stark angestiegen sind....Wenn ich darüber nachdenke, dass vor nicht allzu langer Zeit Berg- und Talfahrt knapp über 20€ gekostet haben und man dafür jetzt bald nicht mal mehr eine einzelne Fahrt machen kann
Bayern scheint sich aber eh langsam in der Hinsicht in eine völlig überteuerte Schweiz zu entwickeln ("normale" Tagestouristen will man scheinbar ja in den Tourismusverbänden auch nicht mehr...)
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Tatsächlich, 2015 kostete eine Berg-/Talfahrt noch 22 €: https://web.archive.org/web/20150906055 ... de/preise/MarcB96 hat geschrieben: 19.07.2023 - 12:01 Im Endeffekt ist das ja fast das gleiche Schicksal, was die Predigtstuhlbahn auch vor nicht allzu langer Zeit ereilt hat (mit der Ausnahme, dass die Bahn weiterbetrieben wird....und man nicht über fehlende Ersatzteile jammert, die es da höchst wahrscheinlich auch nicht mehr geben dürfte).
Dass die Fahrpreise seit der Übernahme durch einen Investor (zeitgleich damit, dass man das ehemalige Hotel wieder zum Luxushotel gemacht hat) plötzlich (unverhältnismäßig) stark angestiegen sind....Wenn ich darüber nachdenke, dass vor nicht allzu langer Zeit Berg- und Talfahrt knapp über 20€ gekostet haben und man dafür jetzt bald nicht mal mehr eine einzelne Fahrt machen kann![]()
Bayern scheint sich aber eh langsam in der Hinsicht in eine völlig überteuerte Schweiz zu entwickeln ("normale" Tagestouristen will man scheinbar ja in den Tourismusverbänden auch nicht mehr...)
2016 auch 22 €
01/2018: 24 € https://web.archive.org/web/20180122204 ... nfo/preise
2020 39 €, 44 € mit Reservierung: https://web.archive.org/web/20201205023 ... nfo/preise
2022 dann schon 49 €
Rd. 100 % in 5 Jahren muss wohl schon stark margengetrieben sein.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Von den beiden Sesselliften hört/liest man irgendwie komischerweise auch nichts mehr (das Letzte, woran ich mich erinnere war, dass der untere Lift irgendwas über 10€ pro Fahrt kosten sollteGIFWilli59 hat geschrieben: 20.07.2023 - 01:45Tatsächlich, 2015 kostete eine Berg-/Talfahrt noch 22 €: https://web.archive.org/web/20150906055 ... de/preise/MarcB96 hat geschrieben: 19.07.2023 - 12:01 Im Endeffekt ist das ja fast das gleiche Schicksal, was die Predigtstuhlbahn auch vor nicht allzu langer Zeit ereilt hat (mit der Ausnahme, dass die Bahn weiterbetrieben wird....und man nicht über fehlende Ersatzteile jammert, die es da höchst wahrscheinlich auch nicht mehr geben dürfte).
Dass die Fahrpreise seit der Übernahme durch einen Investor (zeitgleich damit, dass man das ehemalige Hotel wieder zum Luxushotel gemacht hat) plötzlich (unverhältnismäßig) stark angestiegen sind....Wenn ich darüber nachdenke, dass vor nicht allzu langer Zeit Berg- und Talfahrt knapp über 20€ gekostet haben und man dafür jetzt bald nicht mal mehr eine einzelne Fahrt machen kann![]()
Bayern scheint sich aber eh langsam in der Hinsicht in eine völlig überteuerte Schweiz zu entwickeln ("normale" Tagestouristen will man scheinbar ja in den Tourismusverbänden auch nicht mehr...)
2016 auch 22 €
01/2018: 24 € https://web.archive.org/web/20180122204 ... nfo/preise
2020 39 €, 44 € mit Reservierung: https://web.archive.org/web/20201205023 ... nfo/preise
2022 dann schon 49 €
Rd. 100 % in 5 Jahren muss wohl schon stark margengetrieben sein.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Das finde ich ehrlich gesagt auf jeden Fall zu teuer. Ich glaube, so viel hat man früher für eine Fahrt zur Zugspitze bezahlt, wenn mich recht erinnere.
Immerhin schreiben sie was von Abendfahrten ab 15:30, die man für "preiswerte" 29 Euro.
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ThomasK
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Ja.GIFWilli59 hat geschrieben: 19.07.2023 - 00:36Also ist die auch für Nicht-Hotelgäste offen?ThomasK hat geschrieben: 18.07.2023 - 23:04 Ich hatte mich, weil ich schon einmal vor Ort war, gleich auch noch erkundigt, was die Eintrittspreise in die Sauna kosten. Die Antwort war 55 € unter der Woche und 75 € am Wochenende. Der Witz ist, dass die Sauna bereits um 19.30 Uhr schließt. Für das Geld rennt ja halb Europa in die Therme Erding.
Nein, da im Übernachtungspreis inbegriffen.
Wenn ich in die Sauna gehe, dann geht da unter 8 Stunden gar nichts. Oft bin ich auch 10 - 12 Stunden in der Anlage; netto Schwitzzeit bei ca. 6 Saunagängen ist dann ungefähr 2,5 - 3,5 Stunden; mein Rekord liegt bei 67 Minuten nonstop auf der obersten Ebene bei 96 Grad.GIFWilli59 hat geschrieben: 19.07.2023 - 00:36 Naja, wenn man sich vorher schon ordentlich betätigt hat, sind doch 2,5 h ausreichend. Wenn man den Körper natürlich maximal fordern will, geht das nur, wenn man in der Zeit noch Aufgüsse macht oder oder 25 min in die 100er Sauna geht.
Nein, bei den Saunaweltmeisterschaften in Finnland mache ich nicht mit, zumal es da auch schon Tote gab.
ThomasK hat geschrieben: 18.07.2023 - 23:04 Die Graseckseilbahn kann man ungefähr mit der doppelten Höhendifferenz des Schrägaufzuges Leisee - Sunnegga in Zermatt ansetzen. Würden die Bergbahnen Zermatt dem Beispiel des Forsthauses Graseck in Garmisch-Partenkirchen folgen, dann müssten sie für die Fahrt Sunnegga - Leisee ungefähr 5 Franken verlangen. Aber so eine Abzockerei gibt es noch nicht einmal in Zermatt.
GIFWilli59 hat geschrieben: 19.07.2023 - 00:36 Man muss natürlich bedenken, dass überwundene Höhendifferenz und Fahrpreis nicht unbedingt korrelieren. Den Mitarbeitern, die die Anlage warten, muss genauso viel Geld gezahlt werden, egal ob die Anlage 40 hm oder 2000 hm hat.
Pro hm hast du in Zermatt auf jeden Fall weniger Geld zu zahlen, für knapp 4100 hm (x2) bis Cervinia sind das 5,8 Rappen/hm, am Graseck 6,8 ct/hm. Also bei €-CHF-Parität satte 17% mehr! Daher sollte es nicht ins Gewicht fallen, dass Zermatt für Berg- und Talfahrt mit 240 CHF etwas mehr als das Graseck (10 €) verlangt.
Die Graseckbahn liegt mitten in der Zivilisation, wohingegen die Kleinmatterhornbahn im Hochgebirge liegt.
Sowohl die Talstation als auch die Bergstation der Graseckbahn sind sogar mit dem LKW erreichbar. Die Straße ist ganzjährig mit dem LKW befahrbar.
Hinzu kommt der minimale Personalaufwand. Von 1953 bis 2000 fuhr die Bahn komplett ohne Personal und von 2000 - 2023 sitzt genau eine einzige Person in der Talstation; die Bergstation ist unbesetzt. Die Fahrgäste gehen auf den Bahnsteig und schließen selbstständig die Tür. Danach beginn vollautomatisch die Fahrt.
Der Preis von 9 € ist völlig überteuert. Direkt neben der Seilbahn verläuft die asphaltierte Straße. Die Gehzeit beträgt ca. 10 - 12 Minuten.
Wenn das Denkmalschutzamt die Finger im Spiel hat, dann wird es teuer.MarcB96 hat geschrieben: 19.07.2023 - 12:01 Bayern scheint sich aber eh langsam in der Hinsicht in eine völlig überteuerte Schweiz zu entwickeln ("normale" Tagestouristen will man scheinbar ja in den Tourismusverbänden auch nicht mehr...)
Maximale Ineffizienz, maximales staatliches Sesselfurzertum und maximale Bevormundung und der Versuch die völlig kirren Forderungen den Eigentümer bezahlen zu lassen.
Im Prinzip ist das Denkmalschutzamt eine sozialistische Bevormundungseinrichtung.
Doppelmayr wurde vor einigen Jahren mal angefragt, die Predigtstuhlbahn zu restaurieren. Doch die Vorgaben des Denkmalschutzamtes waren so kirre, dass Doppelmayr völlig zu Recht abgewunken hat. Völlig zu Recht hat Doppelmayr - etwas diplomatischer ausgedrückt - im Prinzip gesagt, dass, wenn Leute, die keine Ahnung von Seilbahnen haben, uns versuchen das Leben schwer zu machen, dann macht doch euren Dreck alleine. Wir brauchen den Auftrag nicht.
Völlig richtig die Reaktion von Doppelmayr.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Ich bin froh, dass in DT einige Seilbahnen denkmalgeschützt sind. So werden einige der besonderen Nostalgie-Seilbahnen erhalten, und nicht alles abgebaut, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Die Anfänge bzw. Entwicklung der Seilbahnen werden durch solche Seilbahnen erst greifbar.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Ja, aber in D-Markosorno hat geschrieben: 20.07.2023 - 13:13 Ich glaube, so viel hat man früher für eine Fahrt zur Zugspitze bezahlt, wenn mich recht erinnere.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
So richtig neben der Seilbahn? Oder beginnt sie nur in der Nähe der Talstation?ThomasK hat geschrieben: 20.07.2023 - 16:58 Direkt neben der Seilbahn verläuft die asphaltierte Straße.
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MarcB96
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Komisch nur, dass die Predigtstuhlbahn nicht erst seit gestern unter Denkmalschutz steht....und früher waren die Preise seltsamerweise ja trotz Denkmalschutz in einem fairen Preisrahmen....bis halt dann ein Investor kam und meinte, er könne das zur Gelddruckmaschine umwandeln.ThomasK hat geschrieben: 20.07.2023 - 16:58
Wenn das Denkmalschutzamt die Finger im Spiel hat, dann wird es teuer.
Maximale Ineffizienz, maximales staatliches Sesselfurzertum und maximale Bevormundung und der Versuch die völlig kirren Forderungen den Eigentümer bezahlen zu lassen.
Im Prinzip ist das Denkmalschutzamt eine sozialistische Bevormundungseinrichtung.
Doppelmayr wurde vor einigen Jahren mal angefragt, die Predigtstuhlbahn zu restaurieren. Doch die Vorgaben des Denkmalschutzamtes waren so kirre, dass Doppelmayr völlig zu Recht abgewunken hat. Völlig zu Recht hat Doppelmayr - etwas diplomatischer ausgedrückt - im Prinzip gesagt, dass, wenn Leute, die keine Ahnung von Seilbahnen haben, uns versuchen das Leben schwer zu machen, dann macht doch euren Dreck alleine. Wir brauchen den Auftrag nicht.
Völlig richtig die Reaktion von Doppelmayr.
Auf der Facebook-Seite der Bahn könnte man meinen, es ginge nur noch um ein 5 Sterne Luxusrestaurant....und die Bahn sei nur ein Nebengeschäft.
Die Investoren sind das deutlich größere Problem als der Denkmalschutz (der wahrlich nicht optimal ausgeführt ist, weil er den Eigentümern kaum Unterstützung anbietet)...
Sieht man perfekt an der Jennerbahn oder (hoffentlich nicht) an der Seelände oder in Berchtesgaden...wo ein größenwahnsinniger Investor ankommt und meint, er müsse jetzt unbedingt mit Gewalt der Region seinen Stempel aufzwingen
Oder am Zwölferhorn, wo man einfach mal eine Anlage (aus der Pionierzeit des Seilbahnbaus, was definitiv schützenswert wäre...., die ohne jegliche größeren Zwischenfälle Jahrzehnte im Einsatz war wegreißt......bzw noch besseres Beispiel am Patscherkofel (welches ja der Gipfel von sinnlosem Größenwahn und Korruption war)
Woran man übrigens auch wunderbar sieht, wie wichtig der Denkmalschutz auch in Österreich ist, wenn er den privaten Interessen einiger weniger zur Selbstbereicherung im Weg steht
Mir würden da spontan in Deutschland mindestens 3 Bahnen einfallen, die geschützt werden müssten (oder hätten)...Jennerbahn, Kampenwandbahn und Rauschbergbahn (voraussichtlich wird es ja leider auch den beiden noch bestehenden Bahnen bald an den Kragen gehenNocki hat geschrieben: 20.07.2023 - 17:39 Ich bin froh, dass in DT einige Seilbahnen denkmalgeschützt sind. So werden einige der besonderen Nostalgie-Seilbahnen erhalten, und nicht alles abgebaut, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Die Anfänge bzw. Entwicklung der Seilbahnen werden durch solche Seilbahnen erst greifbar.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Das liegt nicht unbedingt am Denkmalschutz, sondern eher daran, dass du Seilbahnen in Deutschland ohne große Änderungen viele Jahrzehnte betreiben kannst. Die Predigtstuhlbahn steht seit 2006 unter Denkmalschutz, da war sie aber schon 78 Jahre alt.Nocki hat geschrieben: 20.07.2023 - 17:39 Ich bin froh, dass in DT einige Seilbahnen denkmalgeschützt sind. So werden einige der besonderen Nostalgie-Seilbahnen erhalten, und nicht alles abgebaut, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Die Anfänge bzw. Entwicklung der Seilbahnen werden durch solche Seilbahnen erst greifbar.
Dank entsprechender Modernisierungsvorschriften erreicht dieses Alter in Österreich oder Italien keine Bahn oder wenn dann nur stark modifiziert.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Es kommt drauf an. In IT gab es ja die "Technische Lebensdauer", die für viele Abrisse gesorgt hat. Vellau hat ja eine Sondergenehmigung bekommen, weswegen die Bahnen dort weitgehend im Originalzustand sind. In Österreich gibt es zwar auch solche Vorschriften, welche in der Praxis aber leider nur selten zum Einsatz kommt (außer Garfreschabahn 2 in 2025 fällt mir nichts aktuelles nichts ein...), da 99% der Bahnen eh wegmodernisiert werden. Daher ist das Gesetz in Ö m.E. völlig sinnlos, da es nur die gut gepflegten Nostalgie-Bahnen (z.B. Aflenzer Bürgeralm, an der es ja sogar einen kostenlosen Abschiedstag für die alten Sessel gab), nicht aber die maroden Bahnen trifft, da letztere garnicht erst entstehen.GIFWilli59 hat geschrieben: 20.07.2023 - 18:29Das liegt nicht unbedingt am Denkmalschutz, sondern eher daran, dass du Seilbahnen in Deutschland ohne große Änderungen viele Jahrzehnte betreiben kannst. Die Predigtstuhlbahn steht seit 2006 unter Denkmalschutz, da war sie aber schon 78 Jahre alt.Nocki hat geschrieben: 20.07.2023 - 17:39 Ich bin froh, dass in DT einige Seilbahnen denkmalgeschützt sind. So werden einige der besonderen Nostalgie-Seilbahnen erhalten, und nicht alles abgebaut, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Die Anfänge bzw. Entwicklung der Seilbahnen werden durch solche Seilbahnen erst greifbar.
Dank entsprechender Modernisierungsvorschriften erreicht dieses Alter in Österreich oder Italien keine Bahn oder wenn dann nur stark modifiziert.
Letzten Endes würde es aber auch in Ö und IT kaum Nostalgiebahnen geben, da die meisten eh wegmodernisiert würden. In IT fallen mir gerade die 1-CLF Monte Moro und die 1-CLF Algund-Vellau sowie der Korblift Vellau-Leiteralm als recht alte Seilbahnen ein.
Viele Grüße vom DM-und Girak-fan
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Seit wann wird an der Graseckbahn eigentlich schon gebaut (fiel mir gerade beim zufälligen Betrachten der (neuen?) Homepage auf)?
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Es gibt die HP der Bahn: http://www.graseckbahn.de/MarcB96 hat geschrieben: 03.10.2023 - 20:49 Seit wann wird an der Graseckbahn eigentlich schon gebaut (fiel mir gerade beim zufälligen Betrachten der (neuen?) Homepage auf)?![]()
Und die vom Hotel: https://www.das-graseck.de/hotel-garmis ... ahn-neubau
Da steht auch, dass seit Anfang Juli gebaut wird (einfach runterscrollen).
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Erstens heißt das Hotel nicht mehr Forsthaus Graseck, sondern "Das Graseck" und spricht damit ganz eindeutig ein 4**** oder ein 4 ****S Publikum. Mit diesem "Das" vorneweg versucht man die (vermeintliche) Einzigartikeit herauszustellen. Das Graseck hat sich dem Bewertungssystem aber entzogen. Das machen gar nicht so wenige Hotels. Die Klassifizierung kostet Geld und wenn die Hotels das Gefühl haben, dass sie ihre Kunden auch ohne klassische Klassifizierung bekommen, sparen sie sich das oft gern. Ich würde das Graseck auf ca. 4 **** Qualität einordnen, für Superior fehlt noch so manches. Diese Positionierung ist tatsächlich vom nachen Österreich getrieben, die hier eine neue Qualität die letzten 20 Jahre erschaffen haben. Deutschland hat viel zu wenig Häuser für diese Zielgruppe, die fahren fast alle weiter nach Österreich. Deswegen kann ich die Entscheidungen dahingehend schon nachvollziehen.ThomasK hat geschrieben: 19.07.2023 - 00:23
Ich kenne mich zwar mit dem Bewertungssystem der Hotels nicht aus, aber ein 3*** Hotel ist das ganz sicher nicht mehr.
Der Begriff Forsthaus Graseck weckt völlig falsche Assoziationen. Da stellt man sich einen gemütlichen Bayerischen Biergarten vor und nicht so ein Luxushotel in der Natur.
Und was für dich immer alles gleich sozialistisch ist - da musste ich gerade sehr schmunzeln. Denkmalschutz ist essentiell. Sonst wären einfach sehr sehr viele Kulturgüter verloren. Und es ist nicht nur eine Einbahnstraße. Man kann mit dem Denkmalschutz auch ordentlich Afa abschreiben und Zuschüsse gibt es auch. Also mal bisschen abrüsten und Fenster kippen.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Also für Historische Technik hat ThomasK nichts übrig, egal ob es um Achenseebahn, Predigtstuhl oder Kampenwand geht. Modern ist immer besser für ihn.Firn77 hat geschrieben: 06.10.2023 - 16:47 Und was für dich immer alles gleich sozialistisch ist - da musste ich gerade sehr schmunzeln. Denkmalschutz ist essentiell. Sonst wären einfach sehr sehr viele Kulturgüter verloren. Und es ist nicht nur eine Einbahnstraße. Man kann mit dem Denkmalschutz auch ordentlich Afa abschreiben und Zuschüsse gibt es auch. Also mal bisschen abrüsten und Fenster kippen.![]()
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Heute bin ich kurzentschlossen nach Garmisch-Partenkirchen gefahren, um mir den Baufortschritt der Graseckbahn anzugucken.
Die Bahnsteige in der Talstation sind fast fertig; auch die Seilschuhe sind bereits montiert. Der Baufortschritt in der Talstation entspricht ungefähr dem Richtfest. Der Bahnsteig der neuen Graseckbahn liegt 5 m höher als der Bahnsteig der alten Graseckbahn.
Da die Talstation der neuen Graseckbahn etwa 25 m näher an Garmisch-Partenkirchen heranrückt, wird die neue Graseckbahn ein kleines Stück über der alten Graseckbahn fahren.
Geht man die asphaltierte Straße zum Graseck hoch, dann kann man von der Serpentine 4 aus, wenn man die Straße verlässt, nach etwa 20 Metern den Stützenfuß der Stütze 1 erreichen. Der Grund, warum man auf eine 15-PB verzichtet, liegt darin, dass eine 15-PB eine Y-Stütze erfordert hätte, was im Hinblick auf das Gelände mit einigem Mehraufwand verbunden gewesen wäre.
Auch an der Bergstation sollte in Kürze das Richtfest gefeiert werden. Die Seilschuhe sind bereits montiert; das Tragseil (Durchmesser 30 mm) wird viermal umwickelt werden, was mich für so eine kleine Bahn dann doch überrascht, denn üblich sind normalerweise nur drei Umwicklungen. Das Zugseil (Durchmesser 20 mm) wird eine gespleißte Seilschlaufe sein, wie sie bei Umlaufbahnen üblich sind. Hier, bei der Pendelbahn, entfällt dadurch die Tragseilbremse.
Vom Zugseil und den beiden Tragseilen, die alle drei von Fatzer geliefert werden, war noch nichts zu sehen. Der Seilzug ist für Ende Oktober terminiert.
Vor der Bergstation wurden bereits 8 Bäume gefällt; auch wenn die Seilbahn aufgrund der hohen Stütze über etliche Bäume hinwegfahren wird, werden noch weitere Bäume gefällt werden müssen, da etliche über 15 m hoch sind. Heute Nachmittag hatte man einen weiteren 15 m hohen Baum, der kurz vor der Fällung stand, mit einer Seilwinde gesichert.
Grund für die vielen Fällungen ist, dass heute von keinem einzigen Seilbahnhersteller Seitwärtsstützen mehr angeboten werden. Da die alte Firma längst nicht mehr existiert, konnte auf die Seitwärtsstützenlösung, wie sie 1953 realisiert worden ist, nicht mehr zurückgegriffen werden.
Um wesentlich mehr Bäume zu schützen, hätte man die Rohrstütze etwa 45 m hoch ausführen müssen, was aber zu einem unzumutbaren Mehraufwand geführt hätte, zumal die Trassierung dann auch ungünstiger gewesen wäre.
Die Baustelle war fest in Schweizer Hand. Zwar hat die Firma ihren Sitz im Kanton Glarus, aber da die Dienstfahrzeuge im Kanton Schwyz zugelassen sind, fuhren über die asphaltierte Forststraße die Dienstfahrzeuge mit dem KFZ-Kennzeichen des Kantons Schwyz.
Gearbeitet wird normalerweise Montag - Donnerstag von 7.00 Uhr - 20.00 Uhr und Freitag bis Mittag. Am Wochenende fahren die Schweizer nach Hause in die Schweiz und unter der Woche sind sie im Hotel in Garmisch-Partenkirchen untergebracht. Ab 18.00 Uhr wird mit Scheinwerferlicht gearbeitet.
Grundsätzlich kann nach der Inbetriebnahme der neuen Seilbahn die alte Anlage in Betrieb bleiben. Ob die alte Anlage finanziell so ausgestattet wird, dass sie auch im betriebsfähigen Zustand bleibt und jederzeit weiterfahren kann, hat das Denkmalschutzamt noch nicht entschieden.
Vorgesehen ist, dass die neue Bahn vollautomatisch betrieben wird. Ich gehe davon aus, dass jemand, der bar bezahlt, nach der Bezahlung am Automaten eine Chipkarte erhält, die er in den Scanner schiebt. Nach der letzten gültigen Fahrt wird dann die Chipkarte eingezogen.
Aktuell kostet bei der alten Bahn die einfache Fahrt 5,50 € und die Rückfahrt 10 €.
Da die Bergstation der neuen Bahn wesentlich näher an den Hauptwanderweg heranrückt, ist sie im Gegensatz zur alten Bergstation, die schon extrem versteckt liegt, bestens einsehbar. Vermutlich wird sich dann der eine oder andere spontan noch für die Talfahrt entscheiden, wenn er sich den etwa 10 Minuten langen Weg über die 5 Serpentinen der asphaltierten Fortstraße sparen will. Die neue Bergstation wird unmittelbar an der Nordseite des Hotel situiert werden.
Hinweis: Wer sich diese Bahn ebenfalls angucken will und die Besichtigung mit einer kleinen Bergwanderung verbinden will, sollte bedenken, dass bis vsl. 27. Oktober sowohl der Weg über die Eiserne Brücke (Weg Graseck - Partnachalm) als auch der Weg Graseck - Eckbauer gesperrt ist. Theoretisch kann man sich zwar um den Bauzaun herumhangeln und über die Eiserne Brücke gehen; allerdings geht man dann ohne jegliche Sicherung auf einem ca. 50 cm breiten Stahlträger, bei dem weder an der linken noch an der rechten Seite ein Geländer vorhanden ist. Stützt man, dann knallt man nach 70 m freien Fall in die Partnachklamm.
Die Bahnsteige in der Talstation sind fast fertig; auch die Seilschuhe sind bereits montiert. Der Baufortschritt in der Talstation entspricht ungefähr dem Richtfest. Der Bahnsteig der neuen Graseckbahn liegt 5 m höher als der Bahnsteig der alten Graseckbahn.
Da die Talstation der neuen Graseckbahn etwa 25 m näher an Garmisch-Partenkirchen heranrückt, wird die neue Graseckbahn ein kleines Stück über der alten Graseckbahn fahren.
Geht man die asphaltierte Straße zum Graseck hoch, dann kann man von der Serpentine 4 aus, wenn man die Straße verlässt, nach etwa 20 Metern den Stützenfuß der Stütze 1 erreichen. Der Grund, warum man auf eine 15-PB verzichtet, liegt darin, dass eine 15-PB eine Y-Stütze erfordert hätte, was im Hinblick auf das Gelände mit einigem Mehraufwand verbunden gewesen wäre.
Auch an der Bergstation sollte in Kürze das Richtfest gefeiert werden. Die Seilschuhe sind bereits montiert; das Tragseil (Durchmesser 30 mm) wird viermal umwickelt werden, was mich für so eine kleine Bahn dann doch überrascht, denn üblich sind normalerweise nur drei Umwicklungen. Das Zugseil (Durchmesser 20 mm) wird eine gespleißte Seilschlaufe sein, wie sie bei Umlaufbahnen üblich sind. Hier, bei der Pendelbahn, entfällt dadurch die Tragseilbremse.
Vom Zugseil und den beiden Tragseilen, die alle drei von Fatzer geliefert werden, war noch nichts zu sehen. Der Seilzug ist für Ende Oktober terminiert.
Vor der Bergstation wurden bereits 8 Bäume gefällt; auch wenn die Seilbahn aufgrund der hohen Stütze über etliche Bäume hinwegfahren wird, werden noch weitere Bäume gefällt werden müssen, da etliche über 15 m hoch sind. Heute Nachmittag hatte man einen weiteren 15 m hohen Baum, der kurz vor der Fällung stand, mit einer Seilwinde gesichert.
Grund für die vielen Fällungen ist, dass heute von keinem einzigen Seilbahnhersteller Seitwärtsstützen mehr angeboten werden. Da die alte Firma längst nicht mehr existiert, konnte auf die Seitwärtsstützenlösung, wie sie 1953 realisiert worden ist, nicht mehr zurückgegriffen werden.
Um wesentlich mehr Bäume zu schützen, hätte man die Rohrstütze etwa 45 m hoch ausführen müssen, was aber zu einem unzumutbaren Mehraufwand geführt hätte, zumal die Trassierung dann auch ungünstiger gewesen wäre.
Die Baustelle war fest in Schweizer Hand. Zwar hat die Firma ihren Sitz im Kanton Glarus, aber da die Dienstfahrzeuge im Kanton Schwyz zugelassen sind, fuhren über die asphaltierte Forststraße die Dienstfahrzeuge mit dem KFZ-Kennzeichen des Kantons Schwyz.
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Grundsätzlich kann nach der Inbetriebnahme der neuen Seilbahn die alte Anlage in Betrieb bleiben. Ob die alte Anlage finanziell so ausgestattet wird, dass sie auch im betriebsfähigen Zustand bleibt und jederzeit weiterfahren kann, hat das Denkmalschutzamt noch nicht entschieden.
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Da die Bergstation der neuen Bahn wesentlich näher an den Hauptwanderweg heranrückt, ist sie im Gegensatz zur alten Bergstation, die schon extrem versteckt liegt, bestens einsehbar. Vermutlich wird sich dann der eine oder andere spontan noch für die Talfahrt entscheiden, wenn er sich den etwa 10 Minuten langen Weg über die 5 Serpentinen der asphaltierten Fortstraße sparen will. Die neue Bergstation wird unmittelbar an der Nordseite des Hotel situiert werden.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Was mich persönlich wundert, ist, dass man die Talstation nicht auf das Niveau der Straße bringt. Immerhin sollte ja angeblich auch ein Teil des Zulieferverkehrs mithilfe der neuen Bahn abgewickelt werden.
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Re: Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen
Gibt es eigentlich Bilder, wie die neue Bahn fertig aussehen soll? Und wenn ich das richtig verstehe, wird das so eine langweilige Doppelmayr Mini-PB mit den klassischen EUB-Kabinen oder (ähnlich wie zb die Bahn zum Schneefernerhaus)ThomasK hat geschrieben: 11.10.2023 - 21:20 Heute bin ich kurzentschlossen nach Garmisch-Partenkirchen gefahren, um mir den Baufortschritt der Graseckbahn anzugucken.
Die Bahnsteige in der Talstation sind fast fertig; auch die Seilschuhe sind bereits montiert. Der Baufortschritt in der Talstation entspricht ungefähr dem Richtfest. Der Bahnsteig der neuen Graseckbahn liegt 5 m höher als der Bahnsteig der alten Graseckbahn.
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Da die Bergstation der neuen Bahn wesentlich näher an den Hauptwanderweg heranrückt, ist sie im Gegensatz zur alten Bergstation, die schon extrem versteckt liegt, bestens einsehbar. Vermutlich wird sich dann der eine oder andere spontan noch für die Talfahrt entscheiden, wenn er sich den etwa 10 Minuten langen Weg über die 5 Serpentinen der asphaltierten Fortstraße sparen will. Die neue Bergstation wird unmittelbar an der Nordseite des Hotel situiert werden.
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