Mammoth ist das höchstgelegene Skigebiet in Kalifornien, und von dem 26 Liften waren immerhin noch 10 in Betrieb: Lift 1, Lift 2, Lift 3, Lift 5, Lift 6, Lift 11, Lift 23 und die beiden Sektionen der Panorama Gondola. Bist auf Lift 23 sind alle noch geöffneten Lifte 4KSB, Lift 23 ist eine recht spezielle 3KSB. Lift 23 ist von Yan, Lift 1 ebenfalls wenn auch von Doppelmayr umgebaut, der ganze Rest ist von Doppelmayr. Den Plan gibt es hier.
Mammoth hat neben der Main-Base noch verschieden Einstiegsmöglichkeiten. Die meisten davon sind bereits geschlossen, nicht aber die "The Mill" Base, die von den Locals aber Stump Alley genannt wird, nach dem Namen von Lift 2 der dort startet, und seiner Hauptabfahrt. Bevor das "The Mill" Lokal gebaut wurde war der Name wohl auch offiziell. Hier treffen sich die Skibums, Hippies, und sonstige Dirtbags und die Stimmung am Parkplatz ist alleine schon die Anreise wert. Allerdings sollte man früh anreisen, denn der Parkplatz füllt sich schnell. Damit wir und gute Plätze besorgen konnten waren wir bei Liftstart um 7:30 schon kurz nach 6 dort. Ca 20 Minuten später wurde es schon recht voll:
Der Blick auf die Piste die zum Parkplatz führt ist vielversprechend:
Zuerst heisst er frühstücken. Ein Freund hat Biscuits and Gravy gekocht, eine eher spezielles Frühstück dass eigentlich vor allem in den Südstaaten üblich ist, und aus einer Fleischlastigen Mehlschwitze besteht, die über die Biscuits gegeben, die im Gegensatz zur englischen Version nicht süß sondern salzig sind.
Die Liftschlangen sind morgens recht ordentlich. Wenn man nicht ansteht kann man sich ruhig etwa Zeit lassen.
Mir bleibt dabei noch etwas Zeit die interessante Talstation von Lift 10 zu dokumentieren. Wie bei den meisten Liften in Mammoth ist sie höhenverstellbar ausgeführt, so dass die ganze Technik mal näher an den Boden oder weiter weg gefahren werden kann um mit den oft großen und sehr wechselhaften Schneemengen umgehen zu können ohne eine geschlossen Station zu bauen.
Endlich auf Ski entäuscht der Schnee nicht, er ist auch morgens schon nicht mehr überfroren, was bei meinen letzten beiden Juli-Besuchen anders war.
Neben den Pisten begeistert vor allem das Gelände, mal mehr mal weniger verbuckelt. Die steileren und interessanter hänge werden dabei von Lift 23..
.. und der oberen Gondelsektion bedient.
Nachdem die Lifte um 13:00 schliessen (oder auch mal dazwischen für Pausen) kann man endlich das Setup geniessen für das wir so früh geparkt haben. Mit 2 Campern, einem Schattierungszelt, Grill und Kühltruhen mit Bier lässt es sich hier aushalten. Andere Gruppen haben auch nette Dinge dabei, jetzt wird sich getroffen und gefachsimpelt und der Bekanntenkreis vermehrt sich exponentiell. Wenn ich mir nur die ganzen Namen merken könnte
Als Unterkunft dient eine Lichtung im Wald, die wie sehr viele Gelände rund um Mammoth zum Campen freigeben sind. Zwei (später) drei Bekannte sind mir ihren Campern, also Wohnmobilaufbauten auf Pickup Trucks unterwegs, manche schlafen im Auto, und andere Zelten - so wie ich dank dem Zelt auf der Rechten Seite, welches mir ein Bekannter in seinem Camper mitgebracht hat.
Die nächsten Tage laufen recht ähnlich, und ich bin generell recht wenig zum Photographieren gekommen. Ein paar Bilder sind wo sie passen schon oben gelandet.
Sehr schön war am zweiten Tag aber der Ausflug zu einem kleinen See wo wir uns bei wunderschönen Panorama etwas abgekühlt haben. Ich wollte eigentlich auch etwas schwimmen, aber da der See noch eiskalt war sind es nicht mehr als in paar dutzend Züge geworden:
Ein bisschen mehr Bilder gibt es vom 5. denn da waren meine engeren Bekannten alle schon wieder auf dem Heimweg. z.B. von der sehr interessanten Bergstation von Lift 23, die eine Art Tunnel für die Einfahrt hat:
Der Lift führt größtenteils über recht steiles und felsiges Gelände
Der Tunnel wirkt dann wie ein Schlund in den man hineinfährt.
Das Skispitzenheben (Tips up) sollte man sich wirklich zu herzen nehmen, ich möchte hier nicht aus dem Lift fallen (den fußstützenlosen Bügel benutzt eh niemand, wobei ich mir nicht mal sicher wäre ob der beim Einfädeln wirklich von Vorteil wäre.
Die Ausfahrten können mit Toren verschlossen werden. Nach Ankunft gibt es dann einen Ausblick zu den Bergstation von Chair 3 (links) Chair 5 (mitte) und der Gondel (rechts), sowie dem ordentlichen Spannfeld der Gondel im oberen Teil, und den für den Ort Mammoth Lakes namengebenden Seen.
Unter dem Lift hat es übrigens noch ordentlich Schnee:
Dann zur Abwechslung auch mal zur Main Base, hier gibt es auch einen ordentlichen Snowpark:
Der Hauptlift bei der Main Base ist eine Yan Lift aus 1988, der nach schweren Unfällen Aufgrund der mangelhaften Kuppeltechnik von Yan 1996 auf Dopplmayr-Technik umgebaut wurde. Mehr Details auf Englisch hat liftblog.com hier: https://liftblog.com/2016/03/15/yan-hig ... ars-later/
Einen weiterer Lift dieser Art wird diesen Sommer gerade durch eine D-Line 6KSB ersetzt, und vor Corona war das für Lift 1 auch schon mal geplant und dürfte bald dann wirklich passieren.
Besonders interessant finde ich die Yan-Typischen "Teardrop" Sessel.
Auf der glatten Piste fand übrigens bis ca 11 Renntraining statt, sonst wäre es mehr zerfahren:
Auch zum Anfängerlift 11 habe ich es einmal geschafft, aber die Pisten sind wirklich extrem Flach. Dafür hat es dort einen schönen Ausblick auf die Talabfahrt namens St. Anton, die mich irgendwie ein wenig an das Steißbachtal in St. Anton erinnert:
Am letzten Tag habe ich dann übrigens eine Bekannte aus Studienzeiten am Ausstieg von Chair 23 getroffen was mich sehr überrascht hat, denn das letzte mal als wir uns getroffen haben war sie noch Skiführerin in Lech, und jetzt lebt sie mit ihrem Amerikanischen Mann in San Diego. Klein ist die Welt!