Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

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Kerker
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Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Kerker »

Alpenüberquerung: Oberstdorf - Vinschgau | 23.-29.07.2023
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Heuer gibt es ein kleines Jubiläum... Vor 10 Jahren habe ich nach vielen vielen Jahren Pause wieder die erste mehrtägige Bergtour gemacht, auf dem "Klassiker" E 5. Seitdem ist die jährliche Tour zum Pflichtprogramm geworden - viele eindrucksvolle und bleibende Erlebnisse, Erfahrungen und Begegnungen haben sich in diesen Jahren angesammelt.

Ich habe eine riesige Diasammlung meiner Eltern und schaue mir hin und wieder an, wo ich als Kind und Jugendlicher schon so alles war (es ging immer in die Berge). An vieles kann ich mich noch erinnern, manche Erinnerung ist aber auch schon verblasst. Und nachdem ich auch nicht mehr jünger werde - ganz im Gegenteil, gefühlt vergehen die Jahre immer rasanter - sollte es in diesem Jahr noch einmal zurück in die Jugend gehen. Und damit kommt jetzt der Konjunktiv...

Eine Klettersteigtour in den Dolomiten sollte es werden, denn das gehört leider zu den schon etwas verblassten Erinnerungen. Der Rest unserer Truppe - wir sind ja nun schon einige Jahre zusammen unterwegs - hätte eine Hüttentour gemacht, das haben wir letztes Jahr schon so besprochen. Also alles so ausgemacht und (wie immer bei der Alpinschule Oberstdorf) gebucht. Aber dann... hätte hätte, Herrentoilette (Danke Arnd Peiffer für den Spruch!)

6 Wochen vor dem Start muss mein Klettersteig-Begleiter leider beruflich absagen. Fast zeitgleich fällt bei der Wandergruppe eine Kameradin aus. Und ich habe immer mehr mit Knieproblemen zu kämpfen, weil die Arthrose einfach so kommt. Eigentlich in meinem Alter noch nicht unbedingt typisch, aber es ist halt so. Und dann bin ich tatsächlich der einzige angemeldete Teilnehmer für die Klettersteige - Absage also recht wahrscheinlich. In der Summe fällt die Entscheidung dann vernünftigerweise ganz schnell: Nix mit Klettersteig. Ich übernehme den freigewordenen Platz und überquere mit den anderen (mal wieder ;) ) die Alpen - und zwar von Oberstdorf in den Vinschgau, also ein Stück westlich vom vielbegangenen E 5. Die Klettersteige verschiebe ich erstmal, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und irgendwann wird das schon noch...

So steigt dann die Vorfreude wieder von Tag zu Tag, der Rucksack wird gepackt und schließlich geht es wieder einmal quer durch das gelobte Land von Franken ganz oben nach Schwaben ganz unten. Und ich kann es vorweg nehmen: Alles richtig gemacht - es war wieder eine super schöne Woche.

Tag 1: Sonntag, 23.07.2023
Aufstieg ca. 1.100 hm, Strecke ca. 8 km, reine Gehzeit ca. 3:15 Stunden

Der "Frankenexpress" startet frühzeitig, wir kommen gut durch und erreichen entspannt unseren Ausgangspunkt Oberstdorf.
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Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Alpinschule. Wir haben noch reichlich Zeit... Also machen wir einen kleinen Frühschoppen am Bahnhof, wo dann nach und nach auch der Rest der Truppe mit großem "Hallo" eintrifft.
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Mit dem Linienbus fahren wir ins Rappenalptal bis Birgsau, wo es dann endlich richtig losgeht.
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Nach einer halben Stunde erreichen wir Einödsbach und oben zeigt sich das Allgäuer Dreigestirn: Trettachspitze, Mädelegabel, Hochfrottspitze. Rechts der Bockkarkopf, über den uns letztes Jahr der Heilbronner Weg geführt hat.
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Nachdem wir gerade erst gestartet sind, verzichten wir natürlich noch auf eine Einkehr.
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Eine Stunde später erreichen wir die Petersalpe. Nachdem es sehr schwülwarm ist und wir noch einiges vor uns haben, machen wir auch hier nur eine kurze Pause ohne Einkehr.
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Auf der anderen Talseite sehen wir die Schafalpenköpfe. Oben drüber führt der Mindelheimer Klettersteig, unten vorbei der Krumbacher Höhenweg, den wir im letzten Jahr gewandert sind.
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Ab der Petersalpe wird es steiler und es geht konstant nach oben. Durch das Rappenalptal hat man einen schönen Blick zurück.
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Nochmal Blick zum Vorjahr: Über das Fiderejoch in der Bildmitte sind wir letzten Sommer von der Fiderepasshütte zur Mindelheimer Hütte gewandert.
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Nach 3 Stunden erreichen wir die Enzianhütte auf 1.804 m. Und hier wird dann auch Einkehrpause gemacht.
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Und was erwartet uns da? Der Wirt hat doch tatsächlich in einem Nebengebäude eine Brauerei eingerichtet!!! Selbstverständlich werden beide Sorten verkostet und für sehr gut befunden :)
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Nach der Pause erwarten uns noch knapp 300 hm zu unserem Tagesziel. In einem kleinen Tobel hält sich ein dicker Lawinenrest, der aber problemlos zu queren ist.
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Blick zurück vor dem Schlussanstieg auf die Allgäuer Alpen: Grünten, Nebelhorn, Großer Daumen und Höfats (v.l.). Es trübt sich schon etwas ein - ab morgen ist schlechteres Wetter gemeldet.
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Der letzte Anstieg vor dem Ziel. Gegenüber wieder die Schafalpenköpfe.
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Schließlich sind wir wieder einmal da... Hier verbrachten wir im letzten Jahr die vorletzte Nacht, heuer ist es unsere erste Hütte.
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Trotz der Größe ist die Hütte sehr gemütlich und der Hüttenwirt und sein Team verbreiten eine tolle gute Laune und Herzlichkeit.
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Das Essen schmeckt - nicht nur hier, wir wurden auf allen Hütten wieder bestens verpflegt.
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Abends noch mal ein Blick nach draußen - der Wetterumschwung lässt sich schon erahnen.
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Aber auf der Hütte ist es noch schön und wir genießen unseren ersten Hüttenabend.
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Tag 2: Montag, 24.07.2023
Aufstieg ca. 900 hm, Abstieg ca. 650 hm, Strecke ca. 14 km, reine Gehzeit ca. 5 Stunden

Wir starten früh am Morgen, unser erstes Tagesziel heißt Lechleiten.
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Letzter Rückblick zur Rappenseehütte - schön war es wieder hier. Das Wetter schaut noch gut aus, aber es weht ein scharfer, kalter Wind.
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Über dem Rappensee wachen der Rappenseekopf und der Hochrappenkopf.
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Und etwas weiter links die Rotgundspitze und die Hochgundspitze, dazwischen die große Steinscharte, durch die es hoch zum Heilbronner Weg geht.
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Aber für uns geht es ja in die andere Richtung.
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Auf dem schmalen Weg in den Mutzentobel muss man etwas aufpassen. Als wir unten sind, beginnt es zu regnen.
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Über die Hochfläche geht es in Richtung Österreich - hinten zeigt sich das Karhorn, rechts lugt der Widderstein hervor. Dieses Wegstück kennen wir schon vom Vorjahr, allerdings in der Gegenrichtung.
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Letzter Blick zurück auf die Allgäuer Alpen...
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... und die Schafalpenköpfe (rechts) und das Geisshorn (links).
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Dann zweigen wir ab und es geht über Almwiesen Richtung Lechleiten.
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Erster Talblick nach Warth mit seinem Skigebiet. Leider zieht es immer mehr zu und regnet auch meistens.
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Hinten rechts liegt Lech. Der Abstieg über den Wiesenweg nach Lechleiten ist etwas rutschig, aber wir kommen gut runter. Hier holt uns dann ein Taxi ab, das uns ein Stück durch das Lechtal hinab nach Steeg und dann hoch ins Seitental bis Kaisers bringt.
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Hier geht es dann los zur zweiten Etappe des heutigen Tages.
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Es geht hinein ins Kaiserbachtal.
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Gemächlich ansteigend geht es auf einem Fahrweg hinein in das Tal, immer mit Blick auf den Wiesskopf.
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Auch der Blick zurück ist recht schön. Der Regen hat auch aufgehört.
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Nach einer knappen Stunde erreichen wir die Kaiseralpe, wo wir unsere Mittagspause einlegen.
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Nach der Alm wird es dann zunehmend steiler und wir gewinnen stetig an Höhe.
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Blick zurück ins Kaiserbachtal und auf die Lechtaler Alpen.
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Leider zieht es wieder etwas zu und auch der Regen kommt zurück.
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Den Abschluss des Kaiserbachtales bilden die Feuerspitze (links) und die Vorderseespitze (rechts).
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Weiter oben wird das Gelände wieder flacher und wir sehen hinten schon unser Tagesziel...
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... das kleine, gemütliche Kaiserjochhaus.
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Im Lauf des Abends und der Nacht regnet es sich dann ziemlich ein, so dass wir uns in der Hütte einigeln...
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Tag 3: Dienstag, 25.07.2023
Aufstieg ca. 650 hm, Abstieg ca. 1.050 hm, Strecke ca. 8,5 km, reine Gehzeit ca. 4 Stunden

Morgendlicher Blick vor der Hütte. Immerhin hat der Regen aufgehört. Unten im Tal hängen die Wolken.
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Heute geht es zunächst hinab nach Pettneu. Über dem Stanzertal wacht der markante Hohe Riffler (3.168 m).
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Blick zurück zum Kaiserjochhaus.
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Schon nach kurzer Zeit kommen wir in die Wolken und es beginnt zu regnen. Nach gut 2 Stunden erreichen wir dann Pettneu am Arlberg, wo wir uns in einem Café etwas aufwärmen.
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Danach holt uns wieder ein Taxi ab und bringt uns ins Malfontal zur Malfonalm. Hier machen wir erst einmal Mittagspause.
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Dann geht es weiter ins Malfontal hinein.
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Wir können heute unsere Rucksäcke mit der Materialseilbahn hochschicken und machen uns mit leichtem Gepäck an den Aufstieg.
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Auch hier gewinnen wir wieder schnell an Höhe. Meistens bleibt es trocken, aber der Wind pfeift ziemlich kalt.
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Blick zurück - in der Senke in der Mitte steht das Kaiserjochhaus, wo wir heute morgen gestartet sind.
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Rückblick ins Malfontal. Schön ruhig und einsam ist es hier. Hoffentlich bleibt es auch so - eine Ski-Erschließung brauche ich hier nicht.
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Schließlich taucht auch unser Tagesziel auf.
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Die Edmund-Graf-Hütte. Dank leichtem Gepäck haben wir nur rd. 1,5 Stunden von der MSB aus gebraucht.
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Außer uns sind nicht viele Gäste da und wir haben wieder einen schönen Hüttenabend mit einem sehr netten jungen Hüttenwirt.
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Tag 4: Mittwoch, 26.07.2023
Aufstieg ca. 650 hm, Abstieg ca. 800 hm, Strecke ca. 12,5 km, reine Gehzeit ca. 4 Stunden

Am Morgen erwartet uns das, was am Vorabend schon angekündigt war: Es hat bis unter 2.000 Meter geschneit.
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Nachtrag von gestern: Auf dem Kaiserjochhaus gab es keine Dusche. Aber die Edmund-Graf-Hütte hat eine. Und zwar 50 Meter neben der Hütte. Gespeist von klarem Bachwasser :) Gestern Abend hatten wir 6 Grad Außentemperatur und das Wasser dürfte ähnlich kalt gewesen sein. Aber wir haben geduscht! Und dabei ordentlich das Jodeln gelernt... :biggrin:
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Die erste Etappe führt uns heute über die Schmalzgrubenscharte ins Skigebiet von Kappl.
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Zunächst geht es hoch zu einer ersten Scharte.
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Die Gipfel verstecken sich zwar in Wolken, aber durch den Schnee und die Nebelfetzen herrscht eine tolle Stimmung. Zeitweise schneit es auch etwas.
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Durch Blockgelände und Felsen geht es hoch - der Schnee ist kein Problem.
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Nach einer Stunde erreichen wir den ersten Übergang und haben einen letzten Tiefblick auf die Edmund-Graf-Hütte. Darüber wäre der Hohe Riffler zu sehen - der Gipfel hüllt sich aber in Wolken.
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Einmal umdrehen, und schon ist der Schmalzgrubensee im Bild. Hinten rechts ist schon die nächste Scharte zu sehen.
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Nach und nach geht es über Blockgelände immer höher. Der Schnee wird auch mehr und teilweise ist es etwas rutschig.
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Aber nach einer weiteren Stunde erreichen wir die Schmalzgrubenscharte auf 2.697 Metern - der höchste Punkt unserer diesjährigen Tour.
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Von nun an geht es bergab... Der Weg aus der Scharte ist zunächst steil und glitschig, wird dann aber zunehmend flacher.
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Etwas heller wird es auch wieder.
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Die Wolken lichten sich, der Schnee wird weniger und wir können die ersten Blicke ins Paznauntal werfen.
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Wir erreichen das Skigebiet von Kappl.
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Soeben haben wir die Lattenabfahrt überquert. Ich war hier erst ein Mal zum Skifahren, das ist aber schon über 20 Jahre her.
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Blick zurück - von irgendwo da oben in den Wolken kommen wir.
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Wir steigen ab zum Alpengasthof Dias, wo wir unsere Mittagspause verbringen.
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Den Abstieg nach Kappl nimmt uns die Diasbahn ab, an der Talstation erwartet uns dann wieder ein Taxi.
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Durch den Rummelplatz Ischgl werden wir ins Fimbatal bis zur Gampenbahn gebracht.
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Blick zurück in die Ski-Zivilisation.
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Durch das breite Hochtal geht es gemächlich aufwärts. Wenn es kurz aufreißt, sehen wir hinten den Piz Tasna, die breite Krone und die Zahnspitze.
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Leider ziehen auch immer wieder Schauer durch.
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Blick zurück ins Fimbatal.
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Schließlich erblicken wir unser Tagesziel...
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... die Heidelberger Hütte.
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Auch die Heidelberger Hütte gehört zu den sehr großen Hütten, aber außer uns sind gar nicht viele Übernachtungsgäste da. Ich vermute, dass hier im Winter mehr los sein könnte als im Sommer.
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Tag 5: Donnerstag, 27.07.2023
Aufstieg ca. 350 hm, Abstieg ca. 1.120 hm, Strecke ca. 14 km, reine Gehzeit ca. 4:30 Stunden

Heute sieht das Wetter endlich wieder gut aus :) Es ist zwar morgens noch frisch, soll aber im Tagesverlauf wärmer werden. Die Gipfel um die Hütte (Heidelberger Spitze, Hoher Kogel, Gamspleisspitze) sind noch angezuckert.
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Aber leider gibt es noch Nachwehen des kleinen Wintereinbruchs: Eigentlich wäre heute der Übergang über die Fuorcla Davo Dieu und Fuorcla Champatsch nach Motta Naluns (Scuol) geplant gewesen. Der alpine Weg führt einige Zeit in größerer Höhe entlang und wir müssen mit vereisten Felsen rechnen. Daher wird "Plan B" ausgepackt: Der leichte und kürzere Weg über den Fimberpass.
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Vor der Hütte der erste Blick hoch zum Fluchthorn: Der "neue" Gipfel (links) sieht nach dem gewaltigen Bergsturz ganz schön zerklüftet aus, auch wenn der Abbruch auf der anderen Seite erfolgte.
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Wir starten also unseren Aufstieg, bis zum Joch sind es nur 350 Höhenmeter. Immer wieder lockt der Blick ins Fimbatal mit den umgebenden Dreitausendern: Fluchthorn, Piz Larain und Heidelberger Spitze wachen über die Heidelberger Hütte.
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Den Talabschluss bilden Piz Davo Leis, Piz Tasna und die Breite Krone.
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Das Panorama ist überwältigend.
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Die aufgehende Sonne beschert uns dann sogar ein Gruppenbild :lol:
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Immer wieder lockt der Blick zurück auf den Rest vom Fluchthorn und seine Nachbarn.
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Nach einer Stunde erreichen wir den Fimberpass - von nun an geht es nur noch abwärts...
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Ein letzter Blick zurück...
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... und dann umdrehen und den Blick in Richtung Engadin richten. Hier scheint es nicht geschneit zu haben - Die Stammerspitz (Piz Tschütta) rechts mit ihren 3.254 Metern ist nicht weiß.
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Nun geht es auf den langen, aber landschaftlich reizvollen Abstieg nach Griosch.
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Wir sind auch heute wieder ganz allein unterwegs - außer einem Almhirten treffen wir niemanden.
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Das Tal ist komplett grün und wird bis in die Hochlagen als Almweide genutzt.
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Nach unten wird das Hochtal immer breiter.
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Schließlich erreichen wir Griosch mit einem wirklich urigen Berg-Kiosk, an dem wir natürlich einen Einkehrschwung machen.
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Danach geht es weiter in Richtung Hof Zuort.
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Hier legen wir dann die etwas ausgedehntere Mittagspause ein, bevor es an den letzten Abstieg geht.
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Das Tal verengt sich hier noch einmal zu einer Schlucht, die zweimal mittels Hängebrücken überquert wird.
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Irgendwo im Nirgendwo taucht dann dieses Bauwerk auf:
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Das Hotel Val Sinestra, ein früheres Kurhotel mitten in der Pampa. Es sieht schon etwas marode aus, im Nachgang der Tour habe ich allerdings festgestellt, dass es tatsächlich noch geöffnet ist. Hier endet unsere heutige Etappe und ein Kleinbus bringt uns über Sent nach Scuol, wo wir unser heutiges Nachtquartier in der klobigen, aber durchaus angenehmen Jugendherberge beziehen.
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Blick aus dem Zimmerfenster.
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Tag 6: Freitag, 28.07.2023
Aufstieg ca. 1.250 hm, Abstieg ca. 650 hm, Strecke ca. 21 km, reine Gehzeit ca. 05:30 Stunden

Heute steht die eigentliche "Königsetappe" an: Durch die berühmte Uina-Schlucht geht es hinauf zur Sesvennahütte und damit nach Südtirol, wo unsere Tour dann im oberen Vischgau enden wird.
Wir starten Bahnhof, wo wir einen schönen Morgenblick ins Engadin haben.
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Zunächst bringt und der Linienbus nach Sur En zum Eingang des Uina-Tales.
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Auf dem Fahrweg geht es entlang des Baches mal mehr, mal weniger steil in das Tal hinein.
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Etwas weiter oben weitet sich das Tal dann wieder.
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Nach knapp 2 Stunden erreichen wir die Dadaint Alm, die wir zur Einkehr für das "Elfa-Seidla" nutzen.
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Und hinter der Alm sehen wir schon den Weg, der in den Felsen durch die Schlucht führt.
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Da hinten geht es gleich hinein.
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Aber vorher müssen wir erst noch ein ganzes Stück hoch. Teilweise benötigt es etwas erhöhte Aufmerksamkeit und konzentrierte Gehweise.
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Und dann geht es auch schon hinein in die Uina-Schlucht.
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Der Weg ist komplett in den Fels gesprengt und steigt konstant an.
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Ein eindrucksvolles Erlebnis. Die Uina-Schlucht ist mit einer klassischen Klamm nicht ganz vergleichbar: Sie ist einiges breiter und vor allem viel steiler als die üblichen Klammen.
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Auch der Blick zurück lohnt sich immer wieder.
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Der Weg durch die Schlucht ist bestens gesichert, teilweise sind die Drahtseile nagelneu.
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Immer wieder treffen wir unterwegs auch auf Biker. Klar, der Weg unter- und oberhalb der Schlucht mag ja ganz nett sein. Aber warum man ein Mountainbike durch so eine Schlucht schieben und teilweise tragen muss, erschließt sich mir nicht wirklich.
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In der Summe legt man auf dem Weg durch die Schlucht doch einige Höhenmeter zurück.
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Nach einer Stunde erreichen wir den oberen Ausgang der Schlucht.
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Und dann ist alles wieder grün und das Tal öffnet sich weit.
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Da kommt fast Tibet-Hochtal-Feeling auf...
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Auch hier lohnt sich wieder der Blick zurück.
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Gemächlich ansteigend durchqueren wir das Hochtal. Hinten erwartet uns schon der Föllakopf, der Hausberg der Sesvennahütte.
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Im Bereich der "Passhöhe" des Hochtals haben wir bereits die Grenze zu Südtirol überquert und befinden uns schon auf den letzten Metern vor der Hütte.
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Einmal ums Eck, und schon grüßt der König Ortler zu uns herüber. Davor die Alte Pforzheimer Hütte, die wohl seit 2015 als Museum genutzt wird, aber offensichtlich wegen Bauarbeiten aktuell geschlossen ist.
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Und nochmal ums Eck steht schon unser Einkehrziel: Die Sesvennahütte.
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Ortlerblick von der Terrasse.
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Auf der Hüttenterrasse lassen wir es uns gut gehen und rasten ausgiebig. Aber irgendwann müssen wir dann halt doch den Abstieg antreten.
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Nach einer steilen Felsstufe geht es hinab in das nächste Hochtal Richtung Schlinig.
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Der Schwarzwand-Wasserfall. Der Name ist wohl selbsterklärend...
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Wir steigen durch das Hochtal ab.
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Die Schliniger Alm lassen wir ausfallen, dafür waren wir oben auf der Hütte lange gesessen.
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Und dann erreichen wir Schlinig. Im Prinzip endet hier unsere Tour - mit dem Linienbus geht es nun noch hinunter nach Mals.
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Vinschgaublick vom Bus aus.
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Wir kommen im schönen Städtchen Mals an.
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Unser Gasthof hat zwar schon bessere Zeiten gesehen, liegt aber dafür mitten im Ort. Und dazu ist heute auch noch Dorffest :) Das letzte gemeinsame Abendessen verbringen wir in einer Pizzeria und leider zieht ein Gewitter auf, so dass wir länger sitzen bleiben und dann nur noch einen Absacker beim Dorffest nehmen, während schon abgebaut wird.
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Tag 7: Samstag, 29.07.2023
Guten Morgen... um 07.30 holt und ein Kleinbus in Mals ab und geht über den Reschen- und Fernpass zurück nach Oberstdorf. Schön war es wieder. Und viel zu schnell vorbei.
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Das alljährliche Fazit
Das Wetter hat uns diesmal so ziemlich alles geboten was es kann... Auf dem Weg zur Schmalzgrubenscharte ist dann auch mal der Satz "Nächstes Jahr gehen wir im Sommer" gefallen :mrgreen: Aber unterm Strich war gerade das ein eindrucks- und stimmungsvolles Erlebnis. Und auch der zeitweilige Regen war erträglich und hat uns irgendwie nicht mal so recht gestört.
Landschaftlich ist die Tour sehr schön und abwechslungsreich, es geht natürlich immer wieder hoch und runter, weil ja zahlreiche Täler gequert werden müssen. Die Unterstützung durch Taxitransfers ist dabei gut und passend eingebaut.
Was mir am meisten gefallen hat: Die Ruhe und fast völlige Einsamkeit auf den begangenen Wegen. Nur selten sind uns andere Wanderer begegnet und auch auf den Hütten war überwiegend wenig Betriebsamkeit. Alles in allem einfach eine rundum gelungene Tour!

Ein herzliches Dankeschön geht an unseren Wanderführer Thomas, der uns super sicher, kompetent, hilfsbereit und kameradschaftlich über die Berge geführt und auch gerne die Hüttenabende mit uns verbracht hat. Ein ebenso großes Dankeschön natürlich wieder an meine Mitwanderer - wie immer war es eine tolle Truppe, zu der auch die beiden "Neulinge" super gepasst haben. Wir sehen uns nächstes Jahr :)

Apropos nächstes Jahr: Wie immer haben wir schon die nächste Tour geplant. Nächstes Jahr wird es dann für Stefan und mich eine "Wiederholung" geben: Vom Königssee zu den Drei Zinnen. Der Rest der Gruppe kennt die Tour noch nicht und wir haben noch eine Rechnung aus 2015 offen: Drei Tage sind wir um den Großglockner herumgestiefelt, ohne ihn ein einziges Mal zu sehen. Aber nächstes Jahr gehen wir ja im Sommer :biggrin:

Wenn euch der Bericht gefallen hat, freue ich mich natürlich über Kommentare oder ein Dankeschön :)

Die Touren der letzten Jahre:
"Steinbocktour": Allgäuer Hauptkamm - Heilbronner Weg 21.-26.08.2022
Meraner Höhenweg rund um die Texelgruppe 01.-07.08.2021
Dolomitenhöhenweg Nr. 1 26.07.-01.08.2020
Von der Zugspitze nach Meran 28.07.-03.08.2019
Walserweg von Oberstdorf nach Chur 22.-27.07.2018
Von den Geislerspitzen zum Rosengarten 23.-29.07.2017
Von Mittenwald nach Brixen 17.-23.07.2016
Vom Königssee zu den Drei Zinnen 26.07.-01.08.2015
Höhepunkte der Dolomiten 27.07.-01.08.2014
E5 Oberstdorf-Meran 22.-28.07.2013
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Stäntn »

Klasse, danke wie immer für deinen Sommerbericht, der noch in der Zukunft stattfindet :lach:

Ich warte jetzt drauf dass der Junior das packt. Dann gehts auch wieder auf längere Touren mit der Familie.

Weiter so!
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Kerker »

Stäntn hat geschrieben: 15.08.2023 - 16:46 ... der noch in der Zukunft stattfindet
Au weia... :lol:
Jetzt nicht mehr :mrgreen:
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Wurzelsepp »

Wie immer: Danke für die Eindrücke und tollen Bilder!! Mir persönlich wäre es zu viel Taxi und zu wenig wirklich wandern, rund die Hälfte der Distanz dürftet ihr im Taxi gemacht haben. Ich kann es verstehen, wenn man 6 Tage zur Verfügung hat und sich die eher öderen Talabschnitte sparen will... ich möchte es nicht.

Noch ein Vorschlag für die Zukunft: Macht mal den Karnischen Höhenweg an der Grenze Österreich-Italien!! Ich habe ihn auf meiner Via Alpina 2009 gemacht und er hat mich begeistert! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von Thörl bis Sexten (oder Silian) braucht man wohl 8 oder 9 Tage, kann aber zu Beginn auch am Nassfeld (-2 Tage) oder sogar am Plöckenpass (noch einmal -2 Tage) starten respektive aufhören. Die meisten gingen es damals ostwärts ab Sexten, ich ging westwärts und würde es wieder so machen: So geht es jeden Tag etwas höher hinauf, die Höhepunkte kommen eher gegen Schluss und nicht schon zu Beginn.
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von basti.ethal »

Vielen Dank für deinen Bericht. Wie immer sehr ausführlich.

Welche Klettersteige wären in den Dolomiten geplant gewesen?
Wir haben in im Juli eine Klettersteig-Woche in den Dolos eingelegt. Evtl. schreibe ich hierzu auch noch einen Bericht.
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1x HTX, 1x Pitztaler, 1x Gurgl, 1x Sölden, 4x Dolomiti Superski, 2xIschgl, 16x Skiarena Silbersattel, 5x Skating, 3x Skitour
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Kerker »

Die Klettersteig-Tour wäre gewesen: Oskar-Schuster-Steig (Plattkofel), Rosszähne, Kesselkogel, Rotwand und Santnerpass.
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Jay »

Was für ein toller Bericht, danke dir. Darf ich fragen, was der Trip mit dem Wanderführer gekostet hat?
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von old17 »

Kerker hat geschrieben: 08.08.2023 - 22:28
Und was erwartet uns da? Der Wirt hat doch tatsächlich in einem Nebengebäude eine Brauerei eingerichtet!!! Selbstverständlich werden beide Sorten verkostet und für sehr gut befunden :)
IMG_20230723_143721.jpg
Das mit Europas höchstgelegener Brauerei scheint ein veraltetes Werbeversprechen zu sein

--> https://lavarella.it/de/microbrauerei
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Meru »

Auch heuer wieder ein sehr schöner Bericht von Dir. Merci.

Ja die Uina-Schlucht ist auch für MTBler ein sehr gern genommener Weg beim Alpencross. Ich bin sie noch nicht gefahren, wäre aber tatsächlich mal was für mich.

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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Kerker »

Jay hat geschrieben: 16.08.2023 - 23:36 Was für ein toller Bericht, danke dir. Darf ich fragen, was der Trip mit dem Wanderführer gekostet hat?
1125 Euronen. Inkl. aller Transfers und Rücktransport. Zuzüglich eine Woche Auto abstellen in Oberstdorf. Und natürlich zuzüglich persönlichem Verbrauch :bia: :bia: :bia: :bia: :lol:
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Stäntn »

….den man lieber nicht öffentlich macht :lol:

Glaub auf der HP der Alpinschule steht als Empfehlung 40€ pro Tag für Verpflegung außerhalb der HP. Das Budget könnte daher beim Frühschoppen („Elfa Seidla“) schon weg sein… ich erinner mich auch an 1-2 längere Abende auf dem E5, wo die Hüttenruhe zugunsten des Umsatzes der Hütte ausgesetzt wurde :lach:
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von snowflat »

Danke für den jährlichen Wanderbericht, welchen ich wieder sehr gerne gelesen habe und welcher direkt alte Erinnerungen geweckt hat an meine Tagestour auf den Hochrappenkopf: viewtopic.php?t=36379
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Kerker »

snowflat hat geschrieben: 29.08.2023 - 09:48 Danke für den jährlichen Wanderbericht, welchen ich wieder sehr gerne gelesen habe und welcher direkt alte Erinnerungen geweckt hat an meine Tagestour auf den Hochrappenkopf: viewtopic.php?t=36379
Sehr schön - da sind ja teilweise fast die gleichen Bilder dabei :lol:
Leider sind in auch schon einige über den Speicherjordan gegangen... Meinst du, die könntest du nochmal hochladen?
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von snowflat »

Kerker hat geschrieben: 31.08.2023 - 09:08
snowflat hat geschrieben: 29.08.2023 - 09:48 Danke für den jährlichen Wanderbericht, welchen ich wieder sehr gerne gelesen habe und welcher direkt alte Erinnerungen geweckt hat an meine Tagestour auf den Hochrappenkopf: viewtopic.php?t=36379
Sehr schön - da sind ja teilweise fast die gleichen Bilder dabei :lol:
Leider sind in auch schon einige über den Speicherjordan gegangen... Meinst du, die könntest du nochmal hochladen?
Ich schau mal heute Abend nach
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von scratch »

Immer wieder treffen wir unterwegs auch auf Biker. Klar, der Weg unter- und oberhalb der Schlucht mag ja ganz nett sein. Aber warum man ein Mountainbike durch so eine Schlucht schieben und teilweise tragen muss, erschließt sich mir nicht wirklich.
Das ist ganz einfach...weil man es kann und darf ;)

Die Schlucht ist eben für jeden beeindruckend und die Strecke bietet sich für verschiedene Touren eben an. Genauso wie Wanderer haben dort (zum Glück) auch Radfahrer das Recht, diese Wege zu benutzen und wird vor allem für Rad-AX auch gerne genommen, weil es um einiges einfacher ist als z.B. über die Fuorcla Sesvenna.
Vor 2 Jahren sind wir mit dem Rad von S-Charl über die Fuorcla Sesvenna und sind dann über die Schlucht wieder runter und nach Scuol zurück (siehe auch das Thema dazu: viewtopic.php?t=65685). War einer super schöne und beeindruckende Tour für uns. Natürlich war auch einiges an schieben/tragen dabei, aber das gehört bei unseren Touren eben dazu. Beim Aufstieg ist man schön langsam und kann die Aussicht genießen, der Abstieg aufm Rad ist dann gut für meine Knie und es macht uns einfach Spaß.

Muss nicht jeder verstehen, aber wäre schön, wenn es einfach akzeptiert werden würde :)
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von snowflat »

Kerker hat geschrieben: 31.08.2023 - 09:08
snowflat hat geschrieben: 29.08.2023 - 09:48 Danke für den jährlichen Wanderbericht, welchen ich wieder sehr gerne gelesen habe und welcher direkt alte Erinnerungen geweckt hat an meine Tagestour auf den Hochrappenkopf: viewtopic.php?t=36379
Sehr schön - da sind ja teilweise fast die gleichen Bilder dabei :lol:
Leider sind in auch schon einige über den Speicherjordan gegangen... Meinst du, die könntest du nochmal hochladen?
Sodala, alle Links erneuert :)
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Kerker »

scratch hat geschrieben: 31.08.2023 - 11:27
Immer wieder treffen wir unterwegs auch auf Biker. Klar, der Weg unter- und oberhalb der Schlucht mag ja ganz nett sein. Aber warum man ein Mountainbike durch so eine Schlucht schieben und teilweise tragen muss, erschließt sich mir nicht wirklich.
Das ist ganz einfach...weil man es kann und darf ;)

Die Schlucht ist eben für jeden beeindruckend und die Strecke bietet sich für verschiedene Touren eben an. Genauso wie Wanderer haben dort (zum Glück) auch Radfahrer das Recht, diese Wege zu benutzen und wird vor allem für Rad-AX auch gerne genommen, weil es um einiges einfacher ist als z.B. über die Fuorcla Sesvenna.
Vor 2 Jahren sind wir mit dem Rad von S-Charl über die Fuorcla Sesvenna und sind dann über die Schlucht wieder runter und nach Scuol zurück (siehe auch das Thema dazu: viewtopic.php?t=65685). War einer super schöne und beeindruckende Tour für uns. Natürlich war auch einiges an schieben/tragen dabei, aber das gehört bei unseren Touren eben dazu. Beim Aufstieg ist man schön langsam und kann die Aussicht genießen, der Abstieg aufm Rad ist dann gut für meine Knie und es macht uns einfach Spaß.

Muss nicht jeder verstehen, aber wäre schön, wenn es einfach akzeptiert werden würde :)
Zur Klarstellung - und nicht dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe: Ich habe überhaupt kein Problem mit Bikern in den Bergen, ganz im Gegenteil, bisher gab es für mich nur positive und Erfahrungen/Begegnungen mit viel gegenseitigem Verständnis und Rücksichtnahme. Und ein Recht zur Nutzung von Wegen spreche ich selbstverständlich auch niemandem ab (das steht mir auch nicht zu).
Mit anderen Worten, meinerseits ist die Akzeptanz definitiv gegeben. Nur der Sinn, ein Fahrrad durch eine Schlucht zu tragen, erschließt sich mir persönlich halt nicht - aber natürlich: jede/r wie er/sie mag :)
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von Tyrolens »

Die Unia Schlucht gilt doch als fahrbar? :?:
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von scratch »

Tyrolens hat geschrieben: 05.09.2023 - 17:33 Die Unia Schlucht gilt doch als fahrbar? :?:
Sie wäre größtenteils zumindest von oben her fahrbar, aber es steht dort ein Schild, dass das Rad nur gestoßen werden darf. Und jeder, der etwas Anstand und Respekt vor anderen hat wird dies auch so befolgen und das Rad schieben. Hier kann ich das Fahrverbot vollkommen verstehen und auch akzeptieren, da sehr gefährliche Situationen entstehen können. Ist eh schon eng genug. Aber wie geschrieben, gibt es einige km davor und danach, die man problemlos fahren darf und kann und deshalb wird die relativ kurze Schiebestrecke, die man eh genießen sollte, von vielen gerne in Kauf genommen.

@Kerker: Danke für die Klarstellung, kam bei mir tatsächlich etwas anders an. Ich hoffe und wünsche dir, dass du auch weiterhin auf deinen schönen Wanderungen nur positive Begegnungen mit Radlern haben wirst (wobei die Anzahl der Idioten leider immer höher wird).
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von kaldini »

hab auch schon 3x mein Rad durch die Uina Schlucht geschoben. Fahren wollte ich da noch nie, da genieße ich beim Schieben lieber die Eindrücke. Vorher und nachher freu ich mich dann aber immer auf mein Fahrrad.
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Re: Alpenüberquerung: Oberstdorf-Vinschgau | 23.-29.07.2023

Beitrag von TiPi »

Servus zusammen

Ich fahre mit einem Kumpel Mitte August diese Tour: https://joko-bikereisen.de/transalp-mtb ... IA-Vario-2

Kennt die jemand, oder ist mit denen schon mal jemand gefahren?
Glück Auf!

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