Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

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albe-fr
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von albe-fr »

Mt. Cervino hat geschrieben: 08.09.2023 - 13:50
albe-fr hat geschrieben: 08.09.2023 - 12:49
IronDome hat geschrieben: 08.09.2023 - 11:50oder mit klimafreundlicher Atomkraft.
dazu haben die Fischer rund um Fukushima eine andere Meinung...
Meinungen kann man immer haben, aber ob die dann etwas mit der Realität zu tun hat ist ein anderes Thema...

Zum Thema der letzten Tage bei denen die Fischer auch ihre eigene Meinung hatten:
Tests zeigen keine Radioaktivität im Meerwasser bei Fukushima
Am Kernkraftwerk Fukushima fließt gefiltertes Kühlwasser ins Meer – die Bedenken bei Nachbarländern sind groß. Nun veröffentlichte das Umweltministerium erste Proben.
https://www.zeit.de/wissen/2023-08/japa ... gle.com%2F
verkaufen lassen sich die Fische aus der Gegend trotzdem nicht...


...und wer Atomstrom und Umweltfreundlich im selben Zusammenhang erwaehnt, der ist einfach nur objektiv gesehen dumm - das sind aber vermutlich >75% der Menschen und hier im Forum möchte ich ueber die Quote nicht spekulieren. Ich habe beruflich fast nur mit Physikern zu tun - ich frage mich, warum ausgerechnet die alle gegen die Idee der Atomkraftnutzung sind? Vermutlich weil es sehr wenig dumme Physiker gibt... aber sehr viele sehr sehr dumme BWLer und Ingenieure... :mrgreen:
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Nocki »

albe-fr hat geschrieben: 08.09.2023 - 12:49
IronDome hat geschrieben: 08.09.2023 - 11:50oder mit klimafreundlicher Atomkraft.
dazu haben die Fischer rund um Fukushima eine andere Meinung...
Klimafrendlich ist Atomkraft schon. Nur umweltfreundlich eher nicht...
Ich bin, stand jetzt, kein Befürworter der Atomkraft durch Kernspaltung, im Gegenteil. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass sich die Kernfusionsenergie durchsetzt, da sie deutlich schwächer strahlenden Atommüll verursacht und ein Super-GAU quasi unmöglich ist. Zum Nachlesen:
https://www.google.com/amp/s/amp.dw.com ... /a-5837857
Der Artikel ist aber nicht mehr der Allerneuste, 2022 hat man schon eine gewinnbringende Kernfusion gegeben.
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Mt. Cervino
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Mt. Cervino »

albe-fr hat geschrieben: 08.09.2023 - 14:01 ...und wer Atomstrom und Umweltfreundlich im selben Zusammenhang erwaehnt, der ist einfach nur objektiv gesehen dumm - das sind aber vermutlich >75% der Menschen und hier im Forum möchte ich ueber die Quote nicht spekulieren. Ich habe beruflich fast nur mit Physikern zu tun - ich frage mich, warum ausgerechnet die alle gegen die Idee der Atomkraftnutzung sind? Vermutlich weil es sehr wenig dumme Physiker gibt... aber sehr viele sehr sehr dumme BWLer und Ingenieure... :mrgreen:
Typische deutsche Blase... Sprich mal mit Physikern aus FR, den USA oder jedwedem anderen Land in dem die Atomstrom Debatte nicht so ideologisch geführt wirst (eigentlich überall außer DE). Das wirst du viele andere Meinungen hören als in deiner deutsche Physiker Blase...
Zuletzt geändert von Mt. Cervino am 08.09.2023 - 14:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von albe-fr »

Mt. Cervino hat geschrieben: 08.09.2023 - 14:21
albe-fr hat geschrieben: 08.09.2023 - 14:01 ...und wer Atomstrom und Umweltfreundlich im selben Zusammenhang erwaehnt, der ist einfach nur objektiv gesehen dumm - das sind aber vermutlich >75% der Menschen und hier im Forum möchte ich ueber die Quote nicht spekulieren. Ich habe beruflich fast nur mit Physikern zu tun - ich frage mich, warum ausgerechnet die alle gegen die Idee der Atomkraftnutzung sind? Vermutlich weil es sehr wenig dumme Physiker gibt... aber sehr viele sehr sehr dumme BWLer und Ingenieure... :mrgreen:
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Franzen haben wir jetzt weniger in der Community, aber ein Grossteil stammt aus den USA (>50%), Spanien und Deutschland. Und die Ablehnung gegenüber der Atomkraft liegt bei >95%.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von albe-fr »

Nocki hat geschrieben: 08.09.2023 - 14:162022 hat man schon eine gewinnbringende Kernfusion gegeben.
ohne den Artikel angesehen zu haben, dass ist fake news und ich habe keine Lust mir sowas anzusehen. Von Ggewinnbringender Kernfusion sind wir meinem Gefuehl nach mindestens 10 Jahre entfernt - und das ist optimistisch geschaetzt.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Nocki »

albe-fr hat geschrieben: 08.09.2023 - 14:29
Nocki hat geschrieben: 08.09.2023 - 14:162022 hat man schon eine gewinnbringende Kernfusion gegeben.
ohne den Artikel angesehen zu haben, dass ist fake news und ich habe keine Lust mir sowas anzusehen. Von Ggewinnbringender Kernfusion sind wir meinem Gefuehl nach mindestens 10 Jahre entfernt - und das ist optimistisch geschaetzt.
Woher weißt Du das? Hast Du irgendwelche Quellen?
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von albe-fr »

Nocki hat geschrieben: 08.09.2023 - 14:50
albe-fr hat geschrieben: 08.09.2023 - 14:29
Nocki hat geschrieben: 08.09.2023 - 14:162022 hat man schon eine gewinnbringende Kernfusion gegeben.
ohne den Artikel angesehen zu haben, dass ist fake news und ich habe keine Lust mir sowas anzusehen. Von Ggewinnbringender Kernfusion sind wir meinem Gefuehl nach mindestens 10 Jahre entfernt - und das ist optimistisch geschaetzt.
Woher weißt Du das? Hast Du irgendwelche Quellen?
ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema. Der Stand der Technik ist, dass im Minimum das 100-fache an Energie in das System gesteckt werden muss... und da hat man den Overhead des Grundbetriebs der Anlage noch nicht berücksichtigt.

Zylstra, A.B., Hurricane, O.A., Callahan, D.A. et al. Burning plasma achieved in inertial fusion. Nature 601, 542–548 (2022)

beschreibt den Stand der Forschung ganz gut.,
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von j-d-s »

Atomkraft ist nunmal die einzige Methode, um relativ standortunabhängig und unabhängig vom Wetter Strom zu erzeugen und die kein Co2 erzeugt. Für Wasserkraft benötigt man für einen größeren Maßstab Berge, Solar und Wind nützen nachts bei Flaute nichts und große Mengen Strom speichern kann man nicht (außer eben mit Pumpspeicherkraftwerken, die aber eben das gleiche Problem wie Wasserkraft haben).

Daher kann man so viel "dagegen" sein wie man will - die Alternative ist dann eben Kohle oder Gas, oder Stromausfälle.

Deutschland hat dank seiner Antiatomkrafthysterie bei dem Co2-Ausstoß für Stromerzeugung eben ein vielfaches der Werte der europäischen Länder mit Atomkraft.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Tri_Line »

j-d-s hat geschrieben: 09.09.2023 - 10:17 Atomkraft ist nunmal die einzige Methode, um relativ standortunabhängig und unabhängig vom Wetter Strom zu erzeugen und die kein Co2 erzeugt. Für Wasserkraft benötigt man für einen größeren Maßstab Berge, Solar und Wind nützen nachts bei Flaute nichts und große Mengen Strom speichern kann man nicht (außer eben mit Pumpspeicherkraftwerken, die aber eben das gleiche Problem wie Wasserkraft haben).

Daher kann man so viel "dagegen" sein wie man will - die Alternative ist dann eben Kohle oder Gas, oder Stromausfälle.

Deutschland hat dank seiner Antiatomkrafthysterie bei dem Co2-Ausstoß für Stromerzeugung eben ein vielfaches der Werte der europäischen Länder mit Atomkraft.
Da magst du recht haben, aber 1.) gefällt es sicher nicht jedem neben einem AKW zu wohnen und 2.) was willst du mit dem ganzen Atommüll machen?
:gruebel: :idea: :arrow:
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von NeusserGletscher »

Tri_Line hat geschrieben: 09.09.2023 - 11:19 Da magst du recht haben, aber 1.) gefällt es sicher nicht jedem neben einem AKW zu wohnen und 2.) was willst du mit dem ganzen Atommüll machen?
Ich kann den Hype um CO2 und Decarbonisierung zwar nach wie vor nicht nachvollziehen (übersteigt mein Vorstellungsvermögen), aber wenn man nun ganz fest daran glaubt, dass CO2 uns alle innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte umbringen wird, dann kann es einem doch auch egal sein, wo der Atommüll in 50 Jahren liegt, oder?
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Wurzelsepp »

Seit dem Putsch im Niger (und dem Krieg in der Ukraine) gibt es noch ein ganz anderes Problem: Uran!! Frankreich hat einen Grossteil seines Urans zu sehr guten Konditionen aus dem Niger bezogen, nun hat das neue Regime diese Lieferungen gekappt...

Und grundsätzlich ist der Uranabbau alles andere als klimafreundlich, ganz im Gegenteil.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von NeusserGletscher »

Wurzelsepp hat geschrieben: 09.09.2023 - 13:35 Seit dem Putsch im Niger (und dem Krieg in der Ukraine) gibt es noch ein ganz anderes Problem: Uran!! Frankreich hat einen Grossteil seines Urans zu sehr guten Konditionen aus dem Niger bezogen, nun hat das neue Regime diese Lieferungen gekappt...
Du vergisst, dass die DDR einmal viertgrößter Produzent von Uran war.
Wurzelsepp hat geschrieben: 09.09.2023 - 13:35 Und grundsätzlich ist der Uranabbau alles andere als klimafreundlich, ganz im Gegenteil.
Tötet der auch die gesamte Menschheit in den nächsten Jahrzehnten?
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam »

Der GRU und Wagner leisten eben ganze Arbeit um Europa zu destabilisieren.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von j-d-s »

Wobei selbst die schlimmsten Prognosen keine Ausrottung der Menschheit vorhersagen, auch nicht wenn der Klimawandel 200 Jahre unbegrenzt weitergeht.

Bzgl. des Uranbergbaus ist zu bedenken, dass hier die Mengen nur ein Bruchteil dessen sind, den man bei Kohle braucht, weil man das Uran zwar anreichern muss, aber trotzdem viel geringere Mengen Uranerz nötig sind, denn das Uran wird ja nicht verbrannt, sondern die Atomkerne gespalten und 1 Gramm Uran hat über 10^23 Atomkerne (das ist eine eins mit 23 Nullen), die werden zwar nicht alle gespalten und man nimmt meistens auch nur 3% Uran (der Rest ist Erz), aber alleine dadurch wird die Größenordnung klar.

Dass jemand nicht gerne neben einem Atomkraftwerk lebt ist einerseits nicht ganz richtig, denn oftmals sind das Mitarbeiter ebendieses Atomkraftwerks sowie deren Versorger. Auch sind die Gemeinden mit Atomkraftwerken oftmals äußerst wohlhabend, weil ein Atomkraftwerk natürlich hohe Steuern zahlt.

Davon abgesehen leben in Deutschland viele Menschen ungern neben irgendwas. Autobahn, Bahnlinie, Kohlekraftwerk (die erzeugen sogar Abgase!), Kohleveredelungswerk (noch mehr Abgase!), Bergwerke, Stromleitungen, Windräder, ist eigentlich egal was, sie wollen es nicht. Für den Braunkohletagebau hat man in D sogar schon über 100.000 Menschen umgesiedelt und deren ehemalige Wohnorte abgebaggert. Da ist Atomkraft doch eher harmlos.

Bei der Atommüllendlagerung verstehe ich bis heute nicht, wieso hier offenbar die Meinung kursiert, jedes einzelne Land müsse ein eigenes Endlager bauen. Wäre es nicht klüger, hier international zusammenzuarbeiten?
Und auch "wir können Volk X nicht unseren Atommüll zumuten" ist halt Quatsch: Bei einem Endlager ist es relativ egal, wie viel man reinwirft. Zudem gibt es Länder, bspw. die USA und Kanada, wo es riesige Landstriche gibt, wo niemand wohnt. Bisweilen gibt es sogar Gebiete, die wegen früherer Atomwaffentests ohnehin verseucht sind, oder große Militärische Sperrgebiete (bspw. Area 51). Zudem ist der Atommüll von Atomwaffenproduktion um ein vielfaches radioaktiver als der von Atomkraftwerken, weil Atomwaffen normalerweise 90% angereichertes Uran brauchen, Atomkraftwerke nur zu 3% angereichertes Uran.
Insofern ist die Endlagerung ein Pseudoproblem, was eigentlich nur dadurch erzeugt wird, dass man es nicht exportieren will.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam »

j-d-s hat geschrieben: 09.09.2023 - 16:58

Davon abgesehen leben in Deutschland viele Menschen ungern neben irgendwas.....
Ganz besonders Nachbarn....

Wir sind eben im Schnitt als ganz besonders freundlich bekannt.
Insbesondere nehmen wir i.d.R. nichts zu ernst, haben ein hohes Mass an Selbstreflexion , Toleranz, viel Humor und Lebensfreude, kurzum gelten weltweit als besonders angenehm und ungefährlich.

Wenn man uns auf diese Eigenschaften anspricht, können manche D's allerdings ziemlich unangenehm werden:

viewtopic.php?p=5410453#p5410453

viewtopic.php?p=5410455#p5410455

viewtopic.php?p=5410456#p5410456

Wie gut das wir uns hier noch frei und nicht totalitär äußern dürfen.

Danke an die Mods
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Wurzelsepp »

NeusserGletscher hat geschrieben: 09.09.2023 - 14:28 Tötet der auch die gesamte Menschheit in den nächsten Jahrzehnten?
Wenn das das Kriterium ist, so dürfen wir uns ALLES (evtl. bis auf einen weltweiten Atomkrieg) erlauben...
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von IronDome »

albe-fr hat geschrieben: 08.09.2023 - 12:49
IronDome hat geschrieben: 08.09.2023 - 11:50oder mit klimafreundlicher Atomkraft.
dazu haben die Fischer rund um Fukushima eine andere Meinung...
Das kann ich nicht einschätzen, auf jeden Fall setzt Japan in Zukunft klar auf Atomkraft:
https://www.tagesschau.de/ausland/asien ... n-100.html

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von judyclt »

Schon erstaunlich, dass wir die Dinger abschalten, obwohl um uns herum fleißig gebaut und betrieben wird und gleichzeitig Japan nach Unglück und trotz geographisch schwieriger Lage mit Atomkraft weiter macht.
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scratch
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von scratch »

judyclt hat geschrieben: 11.09.2023 - 14:09 Schon erstaunlich, dass wir die Dinger abschalten, obwohl um uns herum fleißig gebaut und betrieben wird und gleichzeitig Japan nach Unglück und trotz geographisch schwieriger Lage mit Atomkraft weiter macht.
Wie viel wird denn tatsächlich gebaut? Die meisten Länder reden doch nur davon neue zu bauen (vor allem in Europa), die wenigstens bauen wirklich. Ist ja nicht so, dass so ein Ding auf 5 Jahre mit paar Mio hingestellt wird...da vergehen von der Planung bis zum Betrieb Jahrzehnte und kostet Milliarden. Schon deshalb wären vor allem neue AKW keine Option für die Energieprobleme in D.

Und auch die Geldgeber haben inzwischen gemerkt, wohin die Reise geht.
"2022 sind 472 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien investiert worden, dazu 337 Milliarden in Speicher und Netze, die nötig sind, um die schwankende Erzeugung auszugleichen. In Kernenergie flossen dagegen 49 Milliarden." https://www.zeit.de/politik/2023-04/akw ... -atomkraft
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von judyclt »

Gott sei Dank. Ist auch richtig so. Ich würde mir nur in einem so verhältnismäßig kleinem Umfeld wie in Mitteleuropa
eine gemeinsame Vorgehensweise wünschen.
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skifam
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam »

Für uns in D hat es sich mit der Atomkraft z.Zt. erledigt
Ganz interessant jedoch was sich in der Schweiz tut:

Die ETH zählt vielleicht nur bei den ganz harten Klebern zu Mordor....

https://amp-20min-ch.cdn.ampproject.org ... 8513891299
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2017/18 Stubaital, Klinovec,Klinovec,Klinovec (skiline 15957hm pro Tag alltimerecord)
2016/17 Stubaital, Klinovec, Zermatt, Klinovec, Othal, Klinovec, Sierra Nevada,
2015/2016 Zermatt, Kandel(ohneSchwarzmoos)

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Mt. Cervino
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Mt. Cervino »

Bei diesem Thema sind die Schweizer viel weitsichtiger als wir. Realitätssinn und Pragmatismus statt Ideologie...

Wir lassen lieber unsere Physiker einen Dual Fluid Demonstrationsreaktor in Ruanda bauen :gruebel::
Deutsche Physiker bauen Kernreaktor in Ruanda
Wenn das Konzept funktioniert, wofür vieles spricht, wird auch das Endlagerthema in Zukunft weniger relevant sein:
Physiker haben ein Konzept für Kernreaktoren entwickelt, das einen sicheren Betrieb und das „Verbrennen“ von Atommüll ermöglichen soll.
https://www.welt.de/wissenschaft/plus24 ... sitesearch
Aber auch für das Endlagerproblem haben die Schweizer ja mittlerweile zumindest ein Konzept...
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von albe-fr »

albe-fr hat geschrieben: 08.09.2023 - 14:53Der Stand der Technik ist, dass im Minimum das 100-fache an Energie in das System gesteckt werden muss...
es sind wohl aktuell so ca. ein Faktor 200 --> Brennpunkte der Kernfusion:
Beim jüngsten und bisher besten Versuch der laserbasierten Trägheitsfusion in der NIF wurden 150 Prozent der Laserenergie durch Kernfusion wieder frei. Doch für die Erzeugung der Laserenergie war etwa 150-mal mehr Energie notwendig, als in der Reaktorkammer ankam. Somit setzte die Kernfusion etwa ein Prozent der eingesetzten Energie als Wärme frei. Davon könnten allenfalls etwa 50 Prozent in Strom umgewandelt werden.
Der Artikel ist von Januar 2023.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

2021 Energieflussbild Deutschland der AG Energiebilanzen e.V.

QUELLEN: https://ag-energiebilanzen.de/daten-und ... ussbilder/
AG Energiebilanzen e.V. / Unterseite mit Energieflussbildern (im Video wurden die PJ-Varianten verwendet)

Film dazu mit Erklärung für die welche solche Diagramme nicht lesen können: https://youtu.be/j5B7KD569KY?si=rUH8x2gUBT3z73vw Zeitbedarf: 27:02 Minuten
Inhalt:
00:00 START
00:38 THEMEN/GLIEDERUNG ENERGIEWENDEENTSCHEIDERGRUNDNAHRUNG
01:30 ENERGIEFLUSSBILDER kurz ERKLÄRT
04:45 ENERGIEFLUSSBILD eines KOHLEKRAFTWERKS
07:13 ENERGIEFLUSSBILD Deutschland (2022) EINFACH
10:03 ENERGIEFLUSSBILD Deutschland (2021) DETAILLIERT
17:00 BLINDER FLECK NUTZENERGIE - ENERGIENUTZEN
19:48 ENERGIEFLUSSBILD D 2000 ENDENERGIE - NUTZENERGIE
21:20 GLOBALGALAKTISCHER ENERGIEFLUSS
26:18 ABSCHLUSS
2022 Energieflussbild Österreich

Info: https://www.bmk.gv.at/themen/energie/pu ... ahlen.html

Dazu Wirtschaftskammer Österreich: Mitglieder-Umfrage der Bundessparte Industrie (BSI)
Ein Jahr Ukraine-Konflikt: Bestandsaufnahme in der
heimischen Industrie (Februar 2023) ab Seite 16 hier: https://www.wko.at/branchen/t/industrie ... sl_end.pdf

Jeder politischer Entscheidungsträger hat in seinem Land seine eigene Voraussetzung für das Ziel: Energie sicher, bezahlbar und mit geringer Umweltbelastung verfügbar zu machen für seine Bewohner. Wer CO₂ reduzieren möchte, sollte sich am ganzen Energiemix orientieren und wer was davon braucht. Erst danach anhand von technischen und Gesellschaft ökonomischen Studien entscheiden, was für seine Bürger am besten ist. Politische Ideologie denken war noch nie ein guter Ratgeber.
Wer Träume hat der lebt noch.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Was kostet mehr Menschenleben in Deutschland, Kohlekraftwerke oder AKWs.
„Ohne Kernenergie werden wir unsere Ziele hinsichtlich der Erderwärmung nicht erreichen können“, erklärte die junge Angela Merkel 1995. 2010 kündigte sie nach ihrer ersten Wiederwahl die Verlängerung der bestehenden Reaktoren bis 2036 an.

Doch im folgenden Jahr änderte sich die Position der Kanzlerin: Deutschland würde tatsächlich aus dem Atom hervorgehen. Im Jahr 2011 schloss das Land acht Kernkraftwerke und verlor damit 5 % seiner Stromproduktionskapazität (mehr als 8 Gigawatt in wenigen Monaten).

Mit dem Unfall von Fukushima am 11. März 2011 in Japan hat sich die Situation für Angela Merkel inzwischen verändert. „Der japanische Unfall erinnert uns daran, dass Prävention Katastrophen nicht verhindern kann. Die Möglichkeit nuklearer Unfälle spielte in Deutschland eine wichtigere Rolle bei öffentlichen Entscheidungen als in Frankreich“, bemerkt Valerie Arnhold, Professorin für Soziologie an der Emlyon Business School, assoziierte Forscherin am Centre for Sociology of Organizations und Mitglied des Nuclear Knowledges-Programms Sciences Po. In Deutschland konzentriert sich diese Debatte eher auf die möglichen Folgen eines Unfalls auf dem Territorium. Sind sie politisch und wirtschaftlich akzeptabel oder nicht? Diese Problematik spiegelt sich direkt in der Risikobewertung der Experten wider.

Die Katastrophe in Japan bestätigt nur die breite Ablehnung der Atomkraft in der deutschen öffentlichen Meinung (mehr als 81 % befürworten den Ausstieg) und Angela Merkel wird Teil des politischen und gesellschaftlichen Konsenses der Zeit sein.

Politisch ist die Entscheidung der Kanzlerin ein Geniestreich. „Die Bundeskanzlerin nutzte die Gelegenheit, die die Anti-Atom-Hysterie der deutschen öffentlichen Meinung nach ‚Fukushima‘ bot, um einen nationalen Konsens über das zu einem gesellschaftlichen Thema gewordene Thema zusammenzubringen und zu schaffen“, schrieb die damalige Deutschland - Expertin Isabelle Bourgeois.

Angela Merkel überraschte die aufstrebenden Grünen und gewann die darauffolgende Bundestagswahl 2013 mit ihrem höchsten Ergebnis.

Klimatisch gesehen ist die Entscheidung deutlich umstrittener. Um die Schliessung der ersten Reaktoren nach dem Fukushima-Unfall zu kompensieren, wird Deutschland seine Kohleproduktion bis 2013 steigern und auf den Aufstieg der erneuerbaren Energien warten.
Die schwierige Einschätzung des nuklearen Risikos.
Laut Stefan Ambec und Claude Crampes, den Ökonomen der Toulouse School of Economics, ist die Entscheidung, vorzeitig zu schliessen, in keiner Weise durch die Verringerung der Risiken durch Unfälle und Verschwendung zu rechtfertigen.

„ Die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen eines Kernkraftwerks abzuschätzen ist nicht einfach. Dies erfordert fragwürdige Näherungsannahmen. Aber selbst wenn wir davon ausgehen können, dass die Kosten von den Autoren der Berkeley-Studie überschätzt und die Gewinne unterschätzt werden, ist die Kluft zwischen beiden so gross, dass es schwer zu erkennen ist, wie die Entscheidung zur Schliessung gerechtfertigt werden könnte -wirtschaftliches Niveau."

Eine Analyse, die von der Risikosoziologin Valérie Arnhold abgelehnt wurde, für die es unmöglich ist, die Kosten eines nuklearen Unfalls in einem Wirtschaftsmodell korrekt zu quantifizieren.

„Im Fall von Fukushima hätte der Unfall viel schwerwiegender sein können. An einem Punkt des Krisenmanagements herrschte echte Angst vor einer Kernschmelze in den Schwimmbecken, die viel weniger geschützt sind als der Atomkern. Wenn das der Fall gewesen wäre, hätten wir eine Evakuierung aus Tokio durchführen können. In diesem Szenario ist für ein Land und eine Gesellschaft ein Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr gibt, mit schwerwiegenden menschlichen und wirtschaftlichen Folgen.

Die Frage, ob es akzeptabel ist, in der Kernenergie zu bleiben, wenn man weiss, dass ein Unfall möglich ist, kann nicht nur eine Frage der Risikobewertung oder der Kosten-Nutzen-Rechnung sein. Es handelt sich um eine Entscheidung der Bürger, die diskutiert werden muss und nicht auf eine Frage von Experten reduziert werden kann.

Für Olivier Deschenes und seine Co-Autoren ist genau das der Grund für ihre Wirtschaftsstudie zum deutschen Atomausstieg.

„Politische Entscheidungsträger auf der ganzen Welt stehen daher vor einem schwierigen Kompromiss. Viele Wähler sind bereit, erhebliche Kosten auf sich zu nehmen, um das Risiko des Klimawandels zu verringern. Viele dieser Wähler zögern jedoch auch, die Kernenergie zu unterstützen, weil sie Angst vor nuklearen Unfällen und der Entsorgung nuklearer Abfälle haben.

Dies unterstreicht, dass es für politische Entscheidungsträger und Wissenschaftler von wesentlicher Bedeutung ist, der Öffentlichkeit die relativen Kosten des Klimawandels und der Luftverschmutzung im Vergleich zum Risiko eines nuklearen Unfalls und der Abfallentsorgung zu vermitteln."
Kohlekraftwerke verursachen Gesundheitskosten und töten auch Menschenleben, das wird gerne ausgeblendet bei der Diskussionen oben.
Beim Verbrennen entweichen gesundheitsschädliche Stoffe in die Umwelt. Schwefeldioxid, Quecksilber, Stickoxide, Arsen gelangen aus den Schornsteinen von Kohlekraftwerken in grossen Mengen in unsere Atemluft. Als gefährlich gilt auch Feinstaub – mikroskopisch kleine Partikel, die über die Lunge bis in den Blutkreislauf gelangen. Eine erhöhte Feinstaubbelastung kann nachweisbar zu Lungenkrebs, Schlaganfälle, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen führen. Zusammen mit anderen Quellen der Luftverschmutzung führen die Emissionen aus Kohlekraftwerken zu einer erhöhten Sterblichkeit in der Bevölkerung.
Eine an der Universität Berkeley durchgeführte Studie hat die Kosten und externen Effekte eines Atomausstiegs in Deutschland ermittelt, wenn die Kernreaktoren nicht im Jahr 2011 abgeschaltet worden wären.

Dazu kombinierte es Daten über stundenweise und Anlagenweise Betriebsmengen und -kosten zwischen 2010 und 2017 mit Informationen über Stromnachfrage und -preise sowie lokale Wetterbedingungen. Die Schlussfolgerungen sind eindeutig: Die sozialen Kosten dieses Übergangs von der Atomkraft zur Kohle beliefen sich auf 12 Milliarden Dollar pro Jahr.

Bis 2017 gab es 1.100 zusätzliche Todesfälle pro Jahr durch lokale Luftverschmutzung durch Kohlekraftwerke, die anstelle stillgelegter Kernkraftwerke betrieben wurden. Dies entspricht 70 % der gesellschaftlichen Kosten der Umstellung von Atomkraft auf Kohle.

Olivier Deschenes, Co-Autor der Studie, amerikanischer Ökonom und Professor an der Universität Santa Barbara in Kalifornien, befragt von Pour l'Éco, bestätigt die hauptsächlich politische Motivation des Projekts, das auf wirtschaftlicher und ökologischer Ebene weitaus weniger rational ist. „Die Anti-Atomkraft-Stimmung in Deutschland ist stark und gewählte politische Entscheidungsträger entscheiden sich oft für die politische Option, die der ‚Median‘-Wähler bevorzugt. Es gibt jedoch starke Hinweise darauf, dass der erwartete Nutzen der Schliessungen geringer war als die erwarteten Kosten. Und bei der Entscheidung – sofern es überhaupt eine Kosten-Nutzen-Analyse gab – wurden die mit der Luftverschmutzung und der menschlichen Gesundheit verbundenen Kosten ausser Acht gelassen."

Für den Forscher ist dies teilweise auf die hohe Sichtbarkeit von Kernkraftwerken zurückzuführen, die mit einem lokalen Katastrophenrisiko verbunden sind, wie Tschernobyl und Fukushima gezeigt haben, während die Sterblichkeitsrisiken von umweltschädlichen Emissionen aus Kohlekraftwerken ausgehen. Kraftwerke sind nicht „sichtbar“ und werden daher oft vernachlässigt.
Sehr teure Rechnung

Über die Kosten an Menschenleben hinaus identifizieren die Autoren weitere negative externe Effekte der vorzeitigen Schliessung dieser Kernreaktoren: eine Steigerung der Produktion von Wärmekraftwerken (+15 %), Stromimporte (+37 %). , und Grosshandelspreise (+4 %).

Die Schliessung bestehender Kraftwerke bedeutet auch, auf eine kostengünstige Lösung zu verzichten. „Von allen Möglichkeiten zur Stromerzeugung ist die Erweiterung der bestehenden Atomflotte die günstigste“, versichert Pierre-Yves Lager und zitiert einen Bericht der Internationalen Energieagentur. Es ist fast halb so teuer wie erneuerbare Energien."

„Wenn der Anstieg des Atomausstiegs sanfter gewesen wäre, wäre der Kohleausstieg zweifellos schneller zurückgegangen," räumt Neil Makaroff ein, Leiter der europäischen Politik bei Climate Action Networks. Aber das ist nicht sicher. Wir dürfen nicht vergessen, dass der Konsens über den Kohleausstieg bereits im Jahr 2018 besteht. Vor zehn Jahren hatten Klimawandel und CO₂-Emissionen noch nicht den gleichen Stellenwert in der öffentlichen Debatte und die politische Dynamik war sehr unterschiedlich."
Quelle: https://www.pourleco.com/monde/angela-m ... ontestable
Studie: https://www.nber.org/papers/w26598#:~:t ... er%20year.
Meldung: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/un ... e-101.html
Quelle: https://www.greenpeace.de/klimaschutz/e ... leausstieg
abgerufen am 15.09.2023

Meinung: Es gibt auch bei Kernkraftwerke ein Restrisiko bei der Stromproduktion, das auch Menschenleben kosten kann. Aber das grösste Gesundheitsrisiko wird bei einem unsachgemässen Uranabbau und Aufbereitung von Kernbrennstäben verursacht. Im Gensatz verursachen alte Kohlekraftwerke jährlich Gesundheitskosten. Wo natürlich nicht vom Verursacher getragen wird noch von deren Betreiber Versicherung. Klar ist das ein zynischer Vergleich von Gesundheitsrisikos von zwei verschiedenen Stromproduktionsanlagen.
Wer Träume hat der lebt noch.

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