• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Neues in Sölden

ski-chrigel schrieb:
Angebot und Nachfrage… man muss ja nicht nach Sölden zum Skifahren. Das Angebot an Parkplätzen ist wohl auch in Zukunft an vielen Tagen kleiner als die Nachfrage.

Und anscheinend ist das ja gemäss des Links von Hiro nicht ein Gewinnmaximierungsprogramm der Bergbahnen, sondern ein Konzept des gesamten Tals.

Ich bin mal gespannt was mit den Parkplätzen auf Privatgrund alles gemeint ist, die bis Sommer 24 umgesetzt werden. Grad das man den Mehrtagespreis vom Vermieter erfährt macht mich da stutzig. Scheint so als müsste man auch zahlen wenn man in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus ist.
 
GIFWilli59 schrieb:
Bei den lächerlich niedrigen Skipasspreisen wäre es allerdings auch vermessen, zu glauben, dass die Parkplatzkosten mit eingepreist wären. /s


Wenn es denn mit Vorlauf, nicht kurz vor Beginn der Saison wo jeder schon gebucht hat angekündigt worden wäre, hätte es evtl. Eine Lenkungswirkung haben können. So riecht es nach abzocke, zumal die Mittel nicht zweckgebunden werden für die Aufstockung des ÖPNV.
 
Ich verstehe die Aufregung nicht...wir fahren ohnehin immer mit dem Bus zur Bahn.
Parken an den Talstationen ist in Sölden mit oder ohne Gebühr eine Katastophe.
Eine engere Taktung der Busse wäre allerdings schon wünschenswert. Aber das ist ja nicht zwingend ausgeschlossen.
 
jojo2 schrieb:
Wenn es denn mit Vorlauf, nicht kurz vor Beginn der Saison wo jeder schon gebucht hat angekündigt worden wäre, hätte es evtl. Eine Lenkungswirkung haben können. So riecht es nach abzocke, zumal die Mittel nicht zweckgebunden werden für die Aufstockung des ÖPNV.

Welche Lenkungswirkung soll das sein die man nur bei einer früheren Bekanntgabe erreicht hätte? Dass Gäste deswegen in andere Täler ausweichen ist sicher nicht im Sinne der Bergbahnen und für den Umstieg auf den Bus ist es ja noch mehr als rechtzeitig.
 
Lenkung?
Nun ja, gibt es denn sehr viele die jeden Tag in ihrem Skiurlaub nach Sölden mit dem Auto aus den umliegenden Hotels / Pensionen / Ferienwohnungen anstelle dem Skibus reinfahren? Für die könnte das ja funktionieren.
Als Tagesgast habe ich ja eigentlich keine Wahl, oder?
 
ski-chrigel schrieb:
Angebot und Nachfrage… man muss ja nicht nach Sölden zum Skifahren. Das Angebot an Parkplätzen ist wohl auch in Zukunft an vielen Tagen kleiner als die Nachfrage.

Und anscheinend ist das ja gemäss des Links von Hiro nicht ein Gewinnmaximierungsprogramm der Bergbahnen, sondern ein Konzept des gesamten Tals.

Dann ist es eben ein Gewinnmaximierungprogramm des ganzen Tales. :wink:
Gurgl wird ja auch kostenpflichtig.
Natürlich MUSS man nicht in Sölden oder im Ötztal skifahren - so gesehen muss man es eigentlich überhaupt nicht.
Gewinnmaximierung deshalb, weil sie eben genau wissen, dass die Leute doch das Auto nehmen werden anstatt von Umhausen, womöglich stehend, in einem miefigen
Skibus das ganze Tal hochzuzuckeln.
 
Ganz einfache Denkweise dazu. Entweder kostenlose Skibusse werden mit dem Skipass finanziert, dann funktioniert das auch mit dem Parkplatz. Oder sie werden über eine Kurtaxe oder ähnliches finanziert, dann funktioniert das aber auch mit dem Parkplatz. Oder man zahlt halt ein Busticket und dann halt auch für den Parkplatz.

Komisch wird das ganze für mich immer nur, weil es seit Jahrzehnten ohne Parkgebühr funktioniert hat, was unweigerlich bedeuten muss die Kosten waren bereits im Skipass oder sonstwo mit eingerechnet und dann auf einmal ist der Parkplatz angeblich nicht mehr finanzierbar.

Ein logisch nachvollziehbarer und fairer Deal für alle der nicht das Gefühl von man will einfach nur zusätzlich Geld machen hervorruft, wäre eine Abschätzung wie viele der Skipasskäufer auch den Parkplatz nutzen gefolgt von einer prozentualen Preissenkung der Skipässe für alle und einer entsprechenden Einführung einer Parkgebühr.
Das wäre fair für den Busfahrer, da er nicht mehr für den Autofahrer mitzahlt was er vorher ja wie gesagt unweigerlich über den Skipass getan haben muss denn das Skigebiet hat das Geld für den Parkplatz ja nicht 50 Jahre lang aus dem Hut gezaubert, würde die Lenkungswirkung erhalten und gleichzeitig nicht die Logiklücke in der Argumentation aufkommen lassen wo das Geld für den Parkplatz denn früher her kam und warum es jetzt plötzlich nicht mehr ohne zusätzliche Gebühr gehen soll wo es doch so lange ging.

Verschärft wird das ganze noch dadurch was für Gebühren da dann meist gleich eingeführt werden. Bei 1-2€ würde ich nichts sagen, aber bei gleich 5€ oder sogar mehr. Und das dann für Schotterplätze oder Plätze mit miserablem Asphalt der seit über 10 Jahren nicht instandgehalten wurde. Da hat man die Kosten für den Platz für die nächsten 10 Jahre wohl in einer Wintersaison reingeholt.

Wenn man hier sparen will soll man lieber das oft völlig unnötige und doch schlecht bezahlte Parkplatzpersonal komplett weglassen. In den meisten Fällen wo ich irgendwo in ein Skigebiet komme behindert das nämlich eher, verweigert mir die Zufahrt zu Parkplätzen wo ich schon von der Straße aus sehe, dass noch Plätze frei sind und auf nem freien Platz brauch ich auch keinen der mich einweist, einmal mit Farbe Striche auf den Boden gesprüht ist billiger und und und

Ich habe kein Problem damit für die Kosten zu aufzukommen die ich verursache, aber das Gschmäckle dabei und die fragliche Argumentation macht es schwer mich hier mit neuen zusätzlichen Gebühren anzufreunden. Alternativ wäre es schön man würde einfach mal offen darlegen und damit argumentieren wie viele Parkende Autos pro Saison man tatsächlich hat und wie viel der Unterhalt des Parkplatzes tatsächlich kostet. Das wäre nämlich so leicht und transparent und dann hätte wirklich keiner mehr ein Argument um sich daran zu stören.

Da man genau das nicht macht, mit harten Zahlen argumentieren, sondern lieber mit allgemeinem Marketinggewäsch kommt wie kostensteigerungen in diversen Bereichen...hat das ganze erst recht ein Geschmäckle.
Parken in Sölden fand ich noch nie problematisch. Wenn man halt erst um 9 anreist ist man selbst Schuld.
 
Noch ein Argument das ich einfach mal einwerfe. Ok man führt jetzt Parkgebühren ein die angeblich nur eine Lenkungswirkung bewirken sollen.

Dann fände ich es nur fair die Parkgebühren in 5 Jahren gegebenenfalls auch wieder abzuschaffen wenn die Staus und vollen Parkplätze nicht verschwunden sind.

Ist doch nur fair oder? Ich halte mich damit ja nur an die Argumentation die mir hingehalten wurde. :wink:

Wenn ich mir diverse Orte so anschaue wo schon vor Jahren so argumentiert wurde und was die jetzt für Situationen haben, die würden ganz schön in die Röhre schauen wenn sie zu ihren eigenen Argumenten stehen würden und jetzt entsprechend einlenken müssten.
 
Ihr versteht das Problem nicht. Die Anwohner in den Tälern haben einfach langsam keinen Bock mehr auf immer noch längere Blechlawinen. Das hat einfach Ausmaße angenommen, die sind nicht mehr erträglich. Und man kann an dieser Diskussion hier ja sehen, wo das Problem liegt. Ihr seid alle Teil des Problems, aber freiwillig kommt kaum einer auf die Idee, dass man nicht mit dem Auto die Täler verstopfen muss. Manch ein Extremist (hat sich hier zum Glück noch nicht gemeldet) fordert dann gleich eine Autobahn in die Täler zu bauen, weil es ja nicht sein kann, dass er im Stau stehen muss wenn er dann zum Skifahren will, wenn alle das wollen.

Der zunehmende Straßenverkehr ist die größte Bedrohung für die Tourismusgesinnung in den Tälern, zusammen mit den immer horrenderen Preisen. Wenn die mal richtig kippt, dann werdet ihr euch noch wünschen, dass es nur Parkgebühren gäbe. Irgendwann sitzt nicht mehr nur die letzte Generation beim Weltcup auf der Straße. Der gemeine Talbewohner trägt zwar selbst gerne zur Belastung anderer mit Straßenverkehr bei (besonders gerne bei uns Städtern vor der Haustür), aber daheim möchte er sowas bittschön nicht haben. Einen Vorgeschmack darauf gibt es gerade an der Tauernautobahn, wo die Anwohner auch schon mit Straßensperren gedroht, und ich glaube auch bereits welche umgesetzt haben. Diese Leute sind aber nicht nur Anwohner, sie sind auch Wähler in Tirol. Und wenn die Politik Angst bekommt nicht mehr gewählt zu werden, dann wird sie schon Maßnahmen ergreifen. Bisher hat die starke Tourismuslobby das noch verhindert, aber das muss nicht so bleiben.

Jetzt werdet ihr natürlich gleich wieder damit kommen, dass ihr eure Euros dann wo anders hin tragt. Aber auch an anderen Orten stehen die wenigsten Menschen auf Blechlawinen. Die Schweiz und Deutschland wurden schon genannt, wo es auch Parkgebühren gibt. Auch Südtirol ist nicht mehr gewillt den ungezügelten MIV zu akzeptieren, dort sollen sogar Pässe im Sommer komplett gesperrt werden. Sperrungen für Motorradfahrer haben Anwohner in Nordtirol auch bereits durchgesetzt.
 
Wenn sie solche gebühren einführen wäre ein Parkplatz am Taleingang plus sinnvollem Bustransfer (Dierektverbindung) nach Sölden bzw. Gurgel angebracht.
Sonst hat man ja keine autofreie Alternative.
Auserdem ist es ein richtiger Witz dass der erste Gletscherbus am morgen um 9 uhr oben ist und nicht um 8 zu Betriebsbeginn.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Ihr versteht das Problem nicht. Die Anwohner in den Tälern haben einfach langsam keinen Bock mehr auf immer noch längere Blechlawinen. Das hat einfach Ausmaße angenommen, die sind nicht mehr erträglich.
Man schiebt die eine Gruppe vor (Anwohner), um die eigene Argumentation (mehr Einnahmen; auf dem Papier "klimaneutraler" werden) nicht auf den Tisch legen zu müssen.

Ist einfach unehrlich und durchschaubar.
 
Ein wenig OT, aber genau das ist das Problem.

Ich bin dieses Jahr anfang Dezember im Tuxertal. Dachte ich probiere mal die Anreise per ÖPNV ohne Auto aus Deutschland.

Kaum war der Zug gebucht, stellt man fest: Bus außerhalb des Tuxertals fährt nur selten als Postbus. Skibus zu der Zeit noch nicht in vollem Umfang.
Von Lanersbach mal rüber zur Zillertal Arena fast unmöglich, wenn man gerne von morgens bis Abends Ski fährt usw.

Zillertalbahn fährt auch nur einmal in der Stunde usw.

Ich denke bevor man Parkgebühren einführt, sollte man erstmal die restliche Infrakstrutktur schaffen. Dann käme der Rest von alleine.

Wieder OT:

Gerade nach Sölden fahre ich mit dem Auto immer um 3-4 Morgens in der Nähe von Köln los um gut über den Fernpaß und ins Ötztal zu kommen. Würde ich mir auch gerne sparen, aber nachdem ich mal von Sölden bis München im Februar 2010 10 Stunden gefahren bin lieber so.

Mit dem Zug auch keine wirklich gute Alternative, gerade wenn man mal noch spoantan verlängern will usw. Wäre die ÖPNV Infrastrktir da besser, bitte gerne. Gerne auch mit der Möglichkeit Ski, Skischuhe einzuchecken wie beim Flieger usw.
 
jojo2 schrieb:
Ein wenig OT, aber genau das ist das Problem.

Ich bin dieses Jahr anfang Dezember im Tuxertal. Dachte ich probiere mal die Anreise per ÖPNV ohne Auto aus Deutschland.

Kaum war der Zug gebucht, stellt man fest: Bus außerhalb des Tuxertals fährt nur selten als Postbus. Skibus zu der Zeit noch nicht in vollem Umfang.
Von Lanersbach mal rüber zur Zillertal Arena fast unmöglich, wenn man gerne von morgens bis Abends Ski fährt usw.

Zillertalbahn fährt auch nur einmal in der Stunde usw.

Ich denke bevor man Parkgebühren einführt, sollte man erstmal die restliche Infrakstrutktur schaffen. Dann käme der Rest von alleine.

Weniger Verkehr schaffe ich nur wenn ich Skigebiete zusammenschließe.
z. B: Lifte: Mayrhofen - Schlegeis - Tuxer Ferner entlastet Tuxertal.
Lannersbach - Mayrhofen - Kaltenbach - Hochfügen - Fügen - Kellerjoch - Schwaz entlastet Zillertal.
Verbindung Stubaier Gletscher - Sölden - Rettenbachgletscher entlastet Ötztal
Skiwelt- Kitzbühel - Wildkogel - Königsleiten entlastet Inntal und Zillertal.
Verbindung Lechtal - Arlberg- Kappl - Ischgl verkürzt die Anreise der nördlichen Nachbarn nach Ischgl um viele Kilometer.
Je mehr in Tirol Zusammengeschlossen ist, je weniger Verkehr in den Tälern.

Mit öffentlichen Bussen die ja auf den gleichen Straßen wie die Autos fahren oder mit einem Eisenbahnnetz wo dann Züge durch die Täler klappern entlaste ich die Talbewohner viel zu wenig.
Weniger Verkehr und Entlastung für die Bewohner ob Sommer oder Winter in den Alpentälern schaffe ich nur wenn ich ein zusammenhängendes Netz aus Liften über die Berge in den Alpen baue.
 
Ein wichtiger Punkt wurde noch vergessen mit dem man Steuern könnte.

Aber würde dieser umgesetzt gebe es ein Aufschrei.

Ich sag Mal: Begrenzung der Betten und Beherbergungen.
Kontingent Tageskarten.

Anreise auf mehrere Tage verteilen. Soll man eine Samstagssteuer einführen als Lenkungsmaßnahme.


Diese Lenkungen über Geld treffen meist die die schon weniger Geld haben. Dem Porsche Fahrer sind doch 6 Euro egal.
 
Die wenigsten von euch leben in Tirol und bekommen mit was hier so abgeht. Das Thema Tourismusgesinnung ist ein ganz großes. Immer mehr verbreitet sich die Stimmung, dass man alles dem Gast opfert. Der bekommt alles gratis und die Einheimischen müssen blechen. Das stimmt so natürlich nicht, aber das ist eben vermehrt die Wahrnehmung. Was stimmt, ist das exorbintante Preisniveau. Vieles orientiert sich an der Zahlungsbereitschaft von Touristen, die ein oder zwei Wochen mal da sind und sich sagen da kommt es jetzt nicht drauf an. Für uns ist das aber die normale Freizeitgestaltung, und dann geht das ins Geld.

Es ist auch längst nicht mehr so, dass das halbe Land im Tourismus arbeitet. Viele Jobs machen auswertige Gastarbeiter, vor allem in der Gastronomie und Hotellerie, aber auch an den Liften. Das merkt man auch daran, dass immer mehr Seilbahnen, aber auch schon Hotels, Mitarbeiterhäuser bauen. Ein dauerhaftes Leben kann man sich von den Gehältern in Tirol nämlich nicht leisten.

Das könnt ihr einfach ignorieren, aber gegen die Bevölkerung vor Ort gibt's auf Dauer auch keinen Skibetrieb wie ihr euch den vorstellt. Meint ihr die "Gletscherehe" ist wirklich daran gescheitert, dass die Pitztaler Bevölkerung so grün ist? Die Grünen hatten bei der letzten Landtagswahl in St. Leonhard 0,8 %. Das wurde abgelehnt, weil die keinen Bock auf noch mehr Verkehr hatten.

jojo2 schrieb:
Ein wenig OT, aber genau das ist das Problem.

Ich bin dieses Jahr anfang Dezember im Tuxertal. Dachte ich probiere mal die Anreise per ÖPNV ohne Auto aus Deutschland.

Kaum war der Zug gebucht, stellt man fest: Bus außerhalb des Tuxertals fährt nur selten als Postbus. Skibus zu der Zeit noch nicht in vollem Umfang.
Von Lanersbach mal rüber zur Zillertal Arena fast unmöglich, wenn man gerne von morgens bis Abends Ski fährt usw.

Zillertalbahn fährt auch nur einmal in der Stunde usw.

Ich weiß echt nicht wo du dich informierst, aber die Zillertalbahn fährt ganzjährig und täglich im Halbstundentakt. Der Bus ins Tuxertal fährt auch mindestens stündlich.
Und ja, optimal ist es noch nicht. Das wird aber in den nächsten Jahren noch verbessert. Die Zillertalbahn wird so verlegt, dass man einen Bahnhof an der Karspitzbahn bauen kann. Der Bus ins Tuxertal fährt bald ganzjährig im Halbstundentakt, so wie im Ötztal und im Paznauntal.

jojo2 schrieb:
Ich denke bevor man Parkgebühren einführt, sollte man erstmal die restliche Infrakstrutktur schaffen. Dann käme der Rest von alleine.

Das ist ein Trugschluss, viele steigen ohne Zwang nicht aus ihrem Auto aus.

jojo2 schrieb:
Wieder OT:

Gerade nach Sölden fahre ich mit dem Auto immer um 3-4 Morgens in der Nähe von Köln los um gut über den Fernpaß und ins Ötztal zu kommen. Würde ich mir auch gerne sparen, aber nachdem ich mal von Sölden bis München im Februar 2010 10 Stunden gefahren bin lieber so.

Daa ist für mich kein Urlaub und ungefährlich ist es auch nicht. Aber wenn du es für eine gute Idee hältst, dann kannst du das ja weitehin ma, musst nur für die Parkgebühr zahlen. Dadurch findest du vielleicht sogar leichter einen Parkplatz, ist doch super.

jojo2 schrieb:
Mit dem Zug auch keine wirklich gute Alternative, gerade wenn man mal noch spoantan verlängern will usw. Wäre die ÖPNV Infrastrktir da besser, bitte gerne. Gerne auch mit der Möglichkeit Ski, Skischuhe einzuchecken wie beim Flieger usw.

Wenn man sucht findet man immer Gründe wardas nicht geht. Ich fahr seit Jahren nur mehr mit dem Zug zum Skifahren, und das war nicht immer so einfach wie jetzt.
 
Man muss sich auch selbst nicht zum Teil des Problems machen und trotzdem nicht aufs Auto verzichten wenn man einfach die Flexibilität die ja grade das Auto bietet auch etwas nutzt.

Wenn eine Straße an 3h am Tag überlastet ist, dann ist sie an 21h halt auch frei befahrbar. Mit nur 30min Flexibilität bei der An und Abreise kann man 90% der Staus umgehen. Ich wüsste mal nicht wann in den letzten 5 Jahren ich beim Skifahren mal nennenswert in einem Stau gestanden wäre.

Angesichts tendenziell rückläufiger Skifahrerzahlen seit Jahren und der Bewegung weg vom Tagesgast hin zum Urlauber kann ich mir auch fast nicht vorstellen dass die Staus die letzten 10 Jahre wirklich nochmal signifikant schlimmer geworden sind.

Als nicht Anwohner Tirols kommt bei mir eher das Gefühl auf dass über Missstände die vor 10 Jahren schon genauso da waren heute einfach überproportional mehr gejammert und gemäckert wird. Und der Diesel mit dem man vor 10 Jahren selbst im Stau stand ist bei vielen heute auch kein Auto mehr, sondern ein Symbol von Protzigkeit und eine laute, dreckige die Luft auf ein nicht atembares und gesundheitsschädliches Level verpestende Höllenmaschine.
Wenn ich manchmal schon von Ausagen lese wie das ganze Tal würde nach Abgasen stinken, schenke ich dem halt wenig Glaubhaftigkeit wenn ich selbst hin fahre und beim Aussteigen aus dem Auto sofort die frische Bergluft wahrnehme. Gestunken hat es vor der Einführung des Katalysators vielleicht mal, aber in den letzten 10 Jahren ist das nicht schlimmer geworden. Ich bin ja selbst oft an Großkampftagen vor Ort und kann mir live das Bild machen und nehme das überhaupt nicht so war.

Ich lebe auch selbst direkt in der Einflugschneise vom Flughafen und stehe auch nicht täglich beim Bürgermeister vor der Tür und bemängle irgewas in der Gemeinde. Ich würde stattdessen eher in schalldichte Fenster investieren, akzeptieren dass ich nicht allein bin und die Öffentlichkeit mit meinen Anliegen in Ruhe lassen. Es müssen nicht immer alle anderen etwas in ihrem Leben ändern nur weil es einige wenige ein Anliegen haben. So funktioniert nunmal auch eine soziale Gesellschaft. Das man akzeptiert dass man mal profitiert und mal schlucken muss.
 
Julian96 schrieb:
Angesichts tendenziell rückläufiger Skifahrerzahlen seit Jahren und der Bewegung weg vom Tagesgast hin zum Urlauber kann ich mir auch fast nicht vorstellen dass die Staus die letzten 10 Jahre wirklich nochmal signifikant schlimmer geworden sind.

Um, in den großen Tourismusdestination nehmen die Skifahrerzahlen zu, nicht ab, und die Aufenthalte werden kürzer aber mehr. Weniger werden die Besucherzahlen bei den Wohnortnahen Kleinliften. Und jetzt bitte kurz nachdenken was das für den Verkehr bedeutet.

Das restliche unreflektierte Carsplaining lasse ich einfach mal unkommentiert.
 
Zurück
Oben