Die große Klima-Diskussion

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kaldini
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von kaldini »

den Kraftwerkspark kann man hier gut sehen: https://www.tiwag.at/unternehmen/unsere ... werkspark/
State buoni, se potete

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GIFWilli59
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von GIFWilli59 »

https://de.wikipedia.org/wiki/Tauernwindpark

Hier noch ein Beispiel, dass am Berg nicht immer weniger Wind weht. Anscheinend ist es so unwirtschaflich, dass man den Windpark schon mehrfach erweitert und verbessert hat. ;-)
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Spezialwidde
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Spezialwidde »

Ich würde jetzt mal, vorsichtig vermutet wohlgemerkt, sagen, dass es auf hohen Bergen über den Durchschnitt gesehen eher mehr Wind gibt. Aber die Art wie er weht ist das Problem. Für die Windkraft braucht man stabile langanhaltende Winde mäßiger Stärke. In den Bergen mit ihrem Mikroklima hat man stark wechselnde Winde, Verwirbelungen, Böhen und andere Spezialitäten. Bei starken Böhen und zu hohen Windgeschwindigkeiten müssen Windmühlen abgeschaltet werden. Bei zu niedrigen Windgeschwindigkeiten laufen sie logischerweise nicht, ständig wechselnde Windrichtungen mögen sie auch nicht weil das Nachführen der Gondel doch eher träge ist. Die goldene Mitte, die einen guten Betrieb erlaubt, hat man zu selten. Ich vermute die Unwirtschaftlichkeit in genau diesem Umstand.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von molotov »

Wooly hat geschrieben: 09.11.2023 - 20:08 Jedes Bundesland muss seine Stärken finden und ausbauen, der jeweilige Staat das intern koordinieren, die europäischen Staaten im gemeinsamen Stromnetz genauso … kein Land/ Bundesland kann alles bedienen, aber in der Kombination liegt die Stärke, funktioniert ja jetzt schon gut.

Und wenn es irgendwann auch in Richtung Afrika und anderer Kontinente geht, dann sollte es doch möglich sein die fossilen Energieträger bald los zu werden.
Obs gleich Afrika sein muss, weiß ich nicht, aber selbst in Südosteuropa liesen sich Freiflächen PV Anlagen ohne Nutzungskonflikte deutlich leichter erichten als in DACH.... Schade, dass bei der Förderung so ein Kirchturmdenken statt findet. Würde gleichzeitig die lokale Einnahmen nach oben bringen.... im Hinblick auf einen EU-Beitritt auch kein Fehler...
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Wooly
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

Spezialwidde hat geschrieben: 10.11.2023 - 06:50 Ich würde jetzt mal, vorsichtig vermutet wohlgemerkt, sagen, dass es auf hohen Bergen über den Durchschnitt gesehen eher mehr Wind gibt. Aber die Art wie er weht ist das Problem.
Ich würde mir noch mal den von Tyrolens geposteten Link ansehen, dann muss man sich nicht nur auf Vermutungen stützen. Da sieht man recht gut was geht und was nicht geht.

https://www.tirol.gv.at/fileadmin/buerg ... inal-b.pdf
biofleisch
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von biofleisch »

Tyrolens hat geschrieben: 09.11.2023 - 19:10 In der von mir verlinkten Studie wird von einem Potential von 1 bis 3 TWh/a ausgegangen.
Das ist nicht nichts. Die TIWAG produziert derzeit so um die 3,3 TWh Strom aus Wasserkraft.

Das PV Potential ist ungleich größer.

https://www.tirol.gv.at/fileadmin/theme ... cht-fi.pdf

Wenn die TIWAG Wasserkraftwerke bauen möchte, dann wohl hoffentlich um die Nacht- und Schlechtwetterlücke zu füllen. ;)
Danke für die Studie - die ist sehr aussagekräftig.

Zitat:
[...]Tirol über ein vergleichsweise geringes Windenergiepotenzial verfügt [...] Verfügbare Winddatensätze zeigen hohe Unsicherheiten Windenergiepotenzial von 0,8 bis
1,2 TWh/a [...]
Hier sollte man auf dieses kleine 'a' hinweisen. Dies sagt aus, dass dieses "Potential" per anno also auf das ganze Jahr gerechnet ist und dabei [...] 140-160 Windkraftanlagen [benötigt werden].

Zum Vergleich (ihr Profies!):
der durchschnittliche Stromverbrauch in Österreich PRO MONAT (!) beträgt: rund 5000 GWh
Quelle: statista



Schon lustig, wie selektiv unsere Pse
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von biofleisch »

Spezialwidde hat geschrieben: 10.11.2023 - 06:50 Ich würde jetzt mal, vorsichtig vermutet wohlgemerkt, sagen, dass es auf hohen Bergen über den Durchschnitt gesehen eher mehr Wind gibt. Aber die Art wie er weht ist das Problem. Für die Windkraft braucht man stabile langanhaltende Winde mäßiger Stärke. In den Bergen mit ihrem Mikroklima hat man stark wechselnde Winde, Verwirbelungen, Böhen und andere Spezialitäten. Bei starken Böhen und zu hohen Windgeschwindigkeiten müssen Windmühlen abgeschaltet werden. Bei zu niedrigen Windgeschwindigkeiten laufen sie logischerweise nicht, ständig wechselnde Windrichtungen mögen sie auch nicht weil das Nachführen der Gondel doch eher träge ist. Die goldene Mitte, die einen guten Betrieb erlaubt, hat man zu selten. Ich vermute die Unwirtschaftlichkeit in genau diesem Umstand.
Sehr richtig!
und nicht zu vergessen: Niemand hat die Absicht auf dem GIPFEL eines Berges ein Windrad zu bauen!
AUF den Gipfeln gibt es mehr Wind (ist ja auch höher - ebenfalls GUT sichtbar in Windy, wenn man sich auskennt!), aber da kannste nicht bauen - lediglich so Foren-Gutmenschen meinen, das ginge. Ich möchte einen Gernot oder albe, oder wie sie alle heissen sehen, wenn in ihrem geliebten Gasteiner Tal oben am Gipfel in Sportgastein auch ein "nur" 50meter hohes Windrad aufgebaut würde, was sie dann sagen?!?

Hirnriss und Doppelmoral ist das alles. Und genau aus diesem Grund gibt es BISLANG fast keine Windkraft in den Alpen.
Würde es sich wirtschaftlich lohnen, stünden da schon zig Windkraftanlagen. Das tut es aber nicht und darum gibt es eben nur ganz vereinzelt Anlagen (Chur).
Zuletzt geändert von biofleisch am 10.11.2023 - 11:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Ich glaube bei dir wär's besser mal eine Forumspause zu nehmen.

molotov hat geschrieben: 10.11.2023 - 08:21 Obs gleich Afrika sein muss, weiß ich nicht, aber selbst in Südosteuropa
Die Ukraine. ;)

Nein, also an den Flächen scheitert es keinesfalls. Schon heute nicht. Italien ist südlich ab ca. Rimini hauptsächlich Ödland. Das könnte man alles nutzen.
Spanien wird durch den Klimawandel schon in den nächsten 20 Jahren nur mehr sehr eingeschränkt Landwirtschaft betreiben können. Auch dort gibt es reichlich Platz.
Das sind ja nicht so wahnsinnig große Flächen, die benötigt werden. Ca. 1,5% der EU Gesamtfläche wären dafür nötig. Das wären 63.000 km². Spanien hat eine Gesamtfläche von 500.000 km².
Wenn man das mit dem Impact der (intensiven) Landwirtschaft vergleicht, ist das wirklich nicht sehr viel.

Hier wird das mal genauer erläutert
https://www.sciencedirect.com/science/a ... 7X19300720

Windenergie benötigt übrigens mehr Fläche. Punkten kann die wahrscheinlich vor allem dort, wo auch in der Nacht Wind weht. ;)
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Wooly
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

biofleisch hat geschrieben: 10.11.2023 - 11:04 Hirnriss und Doppelmoral ist das alles. Und genau aus diesem Grund gibt es BISLANG fast keine Windkraft in den Alpen.
Würde es sich wirtschaftlich lohnen, stünden da schon zig Windkraftanlagen. Das tut es aber nicht und darum gibt es eben nur ganz vereinzelt Anlagen (Chur).
Nein ist es nicht. Wir sind nur in der Lage, Windkraft als Ergänzung zu sehen, und nicht als politische "Propaganda".

Wenn man sich mal die Projekte anschaut, gibt es schon einiges an fertigen oder projektierten Windparkprojekten in den Alpen, egal ob Schweiz oder Österreich. Und die Knackpunkte sind meistens nicht der Standort wg Wind, sondern eher das es in den Alpen viele andere Faktoren gibt, die gegen Windparks sprechen, Umweltzonen, Bedenken von Seiten der Touristik etc.

Von daher gebe ich dir durchaus recht, das die Alpen nicht der perfekte Ort sind, um alles mit Windkraft vollzupflastern ... aber woher diese seltsame sklavische Ablehnung und die herbeikonstruierten Fakten kommen, erschließt sich mir irgendwie nicht, ist ja auch bei anderen Themen so. Da wo es geht geht es und gut ... und der Plan zeigt durchaus das es an vielen Stellen geht.

molotov
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von molotov »

Tyrolens hat geschrieben: 10.11.2023 - 11:16 Ich glaube bei dir wär's besser mal eine Forumspause zu nehmen.

molotov hat geschrieben: 10.11.2023 - 08:21 Obs gleich Afrika sein muss, weiß ich nicht, aber selbst in Südosteuropa
Die Ukraine. ;)

Nein, also an den Flächen scheitert es keinesfalls. Schon heute nicht. Italien ist südlich ab ca. Rimini hauptsächlich Ödland. Das könnte man alles nutzen.
Spanien wird durch den Klimawandel schon in den nächsten 20 Jahren nur mehr sehr eingeschränkt Landwirtschaft betreiben können. Auch dort gibt es reichlich Platz.
Das sind ja nicht so wahnsinnig große Flächen, die benötigt werden. Ca. 1,5% der EU Gesamtfläche wären dafür nötig. Das wären 63.000 km². Spanien hat eine Gesamtfläche von 500.000 km².
Wenn man das mit dem Impact der (intensiven) Landwirtschaft vergleicht, ist das wirklich nicht sehr viel.

Hier wird das mal genauer erläutert
https://www.sciencedirect.com/science/a ... 7X19300720

Windenergie benötigt übrigens mehr Fläche. Punkten kann die wahrscheinlich vor allem dort, wo auch in der Nacht Wind weht. ;)
Noch ein paar Pumpspeicher dazu und fertig. Höhenunterschied wäre auch da... Da ist so Zeug wie Agri-PV hier zu Lande echt Ressourcenverschwendung. Ansonsten endlich PV Pflicht für Gebäude.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gernot »

Spezialwidde hat geschrieben: 10.11.2023 - 06:50 Ich würde jetzt mal, vorsichtig vermutet wohlgemerkt, sagen, dass es auf hohen Bergen über den Durchschnitt gesehen eher mehr Wind gibt. Aber die Art wie er weht ist das Problem. Für die Windkraft braucht man stabile langanhaltende Winde mäßiger Stärke. In den Bergen mit ihrem Mikroklima hat man stark wechselnde Winde, Verwirbelungen, Böhen und andere Spezialitäten. Bei starken Böhen und zu hohen Windgeschwindigkeiten müssen Windmühlen abgeschaltet werden. Bei zu niedrigen Windgeschwindigkeiten laufen sie logischerweise nicht, ständig wechselnde Windrichtungen mögen sie auch nicht weil das Nachführen der Gondel doch eher träge ist. Die goldene Mitte, die einen guten Betrieb erlaubt, hat man zu selten. Ich vermute die Unwirtschaftlichkeit in genau diesem Umstand.
siehe hier

https://www.klimafonds.gv.at/wp-content ... uWiPot.pdf

bzw.

https://www.windatlas.at/downloads/Foll ... t_2014.pdf
1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
Insbesondere aufgrund der Vielschichtigkeit der Orographie sind die österreichischen
Windressourcen gekennzeichnet durch eine Vielzahl von lokalen Winden, ‚Low Level Jets’
und überregionalen Windströmungen. Da diese unterschiedlichen Windsysteme sich
gegenseitig sehr stark überlagern, ist eine exakte Berechnung der Windverhältnisse weder
durch Stand-alone Anwendung dynamischer Modelle noch geo-statistischer Verfahren
möglich.
Die Ergebnisse bisheriger Abschätzungen des realisierbaren jährlichen Windkraftpotenzials
in Österreich weisen eine große Bandbreite von 3 TWh bis 20 TWh [1] auf. Bei diesen
Studien wurden in den meisten Fällen nur Kriterien der Raumordnung berücksichtigt, aber
andere wesentliche Kriterien wie technische Realisierbarkeit und wirtschaftliche Rentabilität
sind vernachlässigt worden. Des Weiteren wurden die Parameter (wie Anlagengröße oder
einzuhaltende Bauabstände) vorab festgelegt, wodurch die Simulationen auf einzelne
Szenarien limitiert waren. Dieser stark vereinfachte Ansatz in Kombination mit Windkarten
unbekannter Qualität führte zu hohen Ungenauigkeiten und geringer Aussagekraft der
Ergebnisse.
Um diese Mängel zu überwinden wurde das Projekt "Windatlas und Windpotenzialstudie
Österreich" (www.windatlas.at), gefördert durch den Österreichischen "Klima- und
Energiefonds", initiiert. Ziel dieser Studie war einerseits die Berechnung einer möglichst
detaillierten Windkarte (Auflösung 100 m × 100 m) bekannter Fehlercharakteristik mittels
eines neu entwickelten, kombinierten Modellierungsansatzes und andererseits sollte darauf
aufbauend eine Möglichkeit zur umfassenden und dynamischen Abschätzung von
Windkraftpotenzialen geschaffen werden.
2.1 Aufbereitung der Winddaten (AP2)
Aufgrund der Verfügbarkeit von Antriebsdaten zur dynamischen Modellierung aus dem
Projekt reclip:more umfasste die dynamische Modellierung die Zeiträume 1981 bis 1990,
sowie das Jahr 1999 (siehe AP3). Dementsprechend mussten die Daten für diese beiden
Zeiträume aufbereitet werden.
Modellierungsphase 1999:
Für die erste Phase der Modellierung, das Jahr 1999, wurden die Messdaten von den
folgenden Quellen angefordert und aufbereitet: Zentralanstalt für Meteorologie und
Geodynamik (ZAMG), Messstellen der Landesregierungen, Messdaten aus geförderten
Windmessprogrammen, privat finanzierte Windmessungen und Energieertragsdaten von
bestehenden Windkraftanlagen. Zusätzlich wurden vom Deutschen Wetterdienst (DWD)
Messdaten angekauft sowie vom Südtiroler Wetterdienst und von MeteoSwiss Daten zur
Verfügung gestellt.
Aus dem dichten Stationsmessnetz der ZAMG wurden zunächst jene Stationen, die sich für
die Arbeitsschritte zur Generierung und Validierung der Windmodellierung eignen (möglichst
unbeeinflusste Anströmung), vorselektiert. Die Vorselektion wurde mittels hoch aufgelöstem
(~100 m x ~100 m Gitterweite) digitalen Höhenmodell SRTM [9], CORINE Landcover, sowie
Luftbildaufnahmen (in Einzelfällen) durchgeführt. Etwaige Inkonsistenzen in den Metadaten
zur Georeferenzierung der Stationen wurden dabei korrigiert. Jene Stationen, bei denen in
Umkreisen bis zu 500 m zu starke Variabilitäten in den Geländehöhen und/oder zu viele
Änderungen der Landnutzungsklassen festgestellt wurden, wurden ausgeschieden. Durch
den direkten Zugriff des Wegener Zentrums auf die Datenbank der ZAMG konnten durch das
Wegener Zentrum weitere Stationen aufgrund einer Analyse der Messdaten (mittlere
Windgeschwindigkeit, Anzahl valider Daten) ausselektiert werden. Eine verfeinerte Selektion
der Stationen wurde je nach Anwendung in AP3 (dynamische Modellierung, geo-statistische
Modellierung) im Anschluss durchgeführt. Zusätzlich wurden von 65 TAWES Stationen
statistische Größen (Mittelwerte, Form- und Lageparameter der Weilbullverteilung) für das
Jahr 1999 und von 11 Klimastationen für die Periode 1981-1990 von der ZAMG käuflich
erworben.
Da die Winddaten der Landesregierungen nicht zentral archiviert werden, wurde mit den
zuständigen Stellen in den Ländern Kontakt aufgenommen um den Datenumfang,
Verfügbarkeit und die Positionen der Messstellen in Erfahrung zu bringen. Nach Klärung der
Details konnten von allen Ländern Windmessdaten in einer zur weiteren Verarbeitung
geeigneten Form bereitgestellt werden.
Der Großteil der privaten Windmessungen war nicht für das Jahr 1999 vorhanden. Deshalb
wurden verschiedene Methoden geprüft und Ansätze entwickelt, um diese von Messtechnik
und Messhöhe sehr wertvollen Daten für den benötigten Zeitraum verwendbar zu machen.
Auch weil sich die dafür nötigen Vergleichsdaten meist in mehr als 10km Entfernung
befinden, wurde das beste Resultat mittels linearer Korrelation von Monatsmittelwerten
erzielt. Des Weiteren wurden für die privaten Windmessungen, Windgeschwindigkeiten und
Weibullverteilungen in 100 m Höhe hochgerechnet und für Vergleichszwecke mit den
Modellergebnissen weitergegeben. Als Basis dieser Hochrechnungen wurden Ertragsdaten
von bestehenden Windkraftanlagen mit größeren Nabenhöhen, Windprofilmessungen und
Ergebnissen aus mikroscaligen Modellberechnungen herangezogen. Hierbei hat sich
besonders die Berücksichtigung des k-Parameters als wesentlicher Einflussfaktor dargestellt,
dem große Aufmerksamkeit in der Validierung zugesprochen werden musste. Gleichzeitig
wurde festgestellt, dass auch im internationalen Kontext hinsichtlich der Veränderung des k-
Parameters über die Höhe noch kaum Erfahrungen vorhanden sind.
Insgesamt wurden im Zuge der Bearbeitung des AP2 folgende Daten für das erste
Modellierungsjahr (1999) zur Verfügung gestellt:
• Private Windmessung 124 Stationen
• ZAMG 65 Stationen
• Landesregierungen 36 Stationen
• Deutscher Wetterdienst 8 Stationen
• Südtiroler Wetterdienst 6 Stationen
• Universität Innsbruck 2 Stationen
• MeteoSchweiz 13 Stationen
aus der Studie
Bild

bzw. für Tirol (Tirolens
https://www.tirol.gv.at/fileadmin/buerg ... inal-b.pdf

Bild
biofleisch hat geschrieben: 10.11.2023 - 11:04 und nicht zu vergessen: Niemand hat die Absicht auf dem GIPFEL eines Berges ein Windrad zu bauen!
AUF den Gipfeln gibt es mehr Wind (ist ja auch höher - ebenfalls GUT sichtbar in Windy, wenn man sich auskennt!), aber da kannste nicht bauen - lediglich so Foren-Gutmenschen meinen, das ginge. Ich möchte einen Gernot oder albe, oder wie sie alle heissen sehen, wenn in ihrem geliebten Gasteiner Tal oben am Gipfel in Sportgastein auch ein "nur" 50meter hohes Windrad aufgebaut würde, was sie dann sagen?!?

Hirnriss und Doppelmoral ist das alles. Und genau aus diesem Grund gibt es BISLANG fast keine Windkraft in den Alpen.
Würde es sich wirtschaftlich lohnen, stünden da schon zig Windkraftanlagen. Das tut es aber nicht und darum gibt es eben nur ganz vereinzelt Anlagen (Chur).
und wieder mal einfach herumbrüllen ohne Substanz!

Windparks in den Alpen (die es deiner Meinung nach nur vereinzelt gibt), die mir auf die Schnelle einfallen:

Fischbacher Alpen, Koralpe, Wölzer Tauern und da stehen die Räder sehr wohl am Gipfel

und ich würde sehr begrüßen wenn massiv ausgebaut werden würde, Windräder kann man auch wieder abbauen, wenn's in Zukunft entsprechende Alternativen gibt.
Das Geld dass wir jetzt so einer Drecks... wie Putin oder den Wahnsinnigen im Iran in den Rachen werfen ist für immer weg.

Sieht man ja gut am Bsp. Ö in welchem Dilemma wir jetzt stecken wenn's Gas mal wieder knapp wird. Hätten die Verantwortlichen hier verantwortungsvoll gehandelt wär's nie zu diesem Dilemma gekommen.

Warum ich dir (noch) antworte, obwohl sinnlos, das Alpinforum hat sich in der Vergangenheit fast immer durch hohe Fachkompetenz ausgezeichnet. Die meisten Beiträge hatten Hand und Fuß.
Seit so Typen wie du hier vermehrt herumtrollen ist das Niveau leider massiv gesunken und das finde ich sehr sehr schade.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Tyrolens hat geschrieben: 09.11.2023 - 17:08 Wegen der Höhenlage und Sonnenscheintage wäre Tirol für PV prädestiniert.

Aber es gibt auch einiges an Windkraftpotential:

https://www.tirol.gv.at/fileadmin/buerg ... inal-b.pdf
Täusche ich mich oder ist auf Seite 23 die Größe der Flächen, die als Windkraftpotential ausgewiesen sind, erheblich kleiner als die für Wintersport? Angegeben sind dort 68 km² = 0,54% der Landesfläche, für Skigebiete in Tirol finde ich eine Angabe von 515,27 km² = 4,07% der Landesfläche. [Evaluierungsbericht 2018, Seite 65]

Liegt ggf. auch an den Ausschlußkriterien, u.a. nicht höher als 2.300 Meter Seehöhe, Hangneigung nicht größer 30%, Vogel- und Naturschutzgebiete.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

NeusserGletscher hat geschrieben: 10.11.2023 - 14:48 Liegt ggf. auch an den Ausschlußkriterien, u.a. nicht höher als 2.300 Meter Seehöhe, Hangneigung nicht größer 30%, Vogel- und Naturschutzgebiete.
Nicht nur gegebenfalls sondern steht genau so drin. Das Fazit der sehr mächtigen Studie:

"Unter Berücksichtigung dieser modellimmanenten Unsicherheiten und der vergleichsweisen hohen Sen- sitivität der Ergebnisse bei einer Variation der Eingangsdaten und Randbedingungen kann als technisch-wirt- schaftliches Windenergiepotenzial eine Bandbreite von 0,8 bis 1,2 TWh/a abgeleitet werden. Zur Um- setzung dieses Potenzials wären bei einem unterstellten Flächenbedarf von 5,2 ha/MW rd. 410 bis 480 MW an Windkraftleistung zu installieren, was bei einer beispielhaften Anlagengröße von 3 MW etwa 140 bis 160 Windkraftanlagen entsprechen würde.
Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass frühere Abschätzungen des Windenergiepotenzials in Tirol zum Teil deutlich geringere Potenziale ausweisen. Dies liegt zum einen daran, dass sich in den vergangenen Jahren der Trend zu immer höheren und leistungsstärkeren Windkraftanlagen fortgesetzt hat und damit heute mit deut- lich größeren Anlagen und höheren Nabenhöhen signifikant höhere Energieerträge auf Windpotenzialflächen er- zielt werden können, als dies bspw. vor 10 Jahren noch möglich war. Zum anderen sind heute neben dem Windat- las Österreich weitere Winddatensätze verfügbar, die bei einer Bewertung der Windenergiepotenziale berücksich- tigt werden können. In Abhängigkeit von der Weiterentwicklung der Windkrafttechnologie sowie der Qualität der für Tirol verfügbaren Winddatensätze können die Ergebnisse einer möglichen zukünftigen Neubewertung der Wind- energiepotenziale daher von den hier ausgewiesenen Potenzialen auch abweichen"


Was Windkraftanlagen in Skigebieten angeht:
"Als technisch-wirtschaftliches Windenergiepotenzial in Tiroler Schigebieten kann daher eine Bandbreite von 150 bis 180 GWh/a12 abgeleitet werden. Dieses Potenzial entspricht bei einem unterstellten Flächenbedarf von 5,2 ha/MW etwa 60 bis 70 MW an Windkraftleistung bzw. bei einer beispielhaften Anlagengröße von 3 MW 20 bis 23 Windkraftanlagen."
Schlußfolgerung:

Mit einer Bandbreite von 0,8 bis 1,2 TWh/a liegt das technisch-wirtschaftliche Windenergiepotenzial in Tirol bei etwa 15 bis 22 % der Stromabgabe an Endkunden, die 2021 rd. 5,5 TWh verbraucht haben [36]. Nicht zuletzt auf Grund der Weiterentwicklung der Windkrafttechnologie in den vergangenen Jahren hin zu immer leistungsstärkeren und höheren Windkraftanlagen kann die Windkraft damit auch im alpinen Tiroler Raum einen deutlich grö- ßeren Beitrag zu dem übergeordneten energiepolitischen Ziel Tirol 2050 energieautonom [4] leisten, als bisher im Energie-Zielszenario Tirol 2050 und 2040 mit Zwischenziel 2030 [6] (200 bis 300 GWh/a) unterstellt wurde. Dies ist insbesondere auch aus energiewirtschaftlicher Sicht von Relevanz, da die Windkraft im Gegensatz zur Photo- voltaik und Laufwasserkraft ihren Erzeugungsschwerpunkt im Winterhalbjahr hat und damit aus Portfoliosicht bzw. aus Sicht der Versorgungssicherheit der Ausbau der Windkraft Vorteile gegenüber einem Ausbau der Photo- voltaik und Laufwasserkraft haben kann. Insofern sollte die mögliche zukünftige Rolle der Windkraft im Tiroler Stromerzeugungssystem neu bewertet und bei der Weiterentwicklung des Energie-Zielszenarios entsprechend berücksichtigt werden.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

biofleisch hat geschrieben: 10.11.2023 - 10:57 Danke für die Studie - die ist sehr aussagekräftig.

Zitat:
[...]Tirol über ein vergleichsweise geringes Windenergiepotenzial verfügt [...] Verfügbare Winddatensätze zeigen hohe Unsicherheiten Windenergiepotenzial von 0,8 bis
1,2 TWh/a [...]
Hier sollte man auf dieses kleine 'a' hinweisen. Dies sagt aus, dass dieses "Potential" per anno also auf das ganze Jahr gerechnet ist und dabei [...] 140-160 Windkraftanlagen [benötigt werden].

Zum Vergleich (ihr Profies!):
der durchschnittliche Stromverbrauch in Österreich PRO MONAT (!) beträgt: rund 5000 GWh
Quelle: statista
Der durchschnittliche Stromverbrauch in Österreich insgesamt pro Monat liegt bei rund 4,3 TWh, die Windkraft hält mit ca. 10% den drittgrößten Anteil am österreichischen Stromerzeugungsmix.

der Stromverbrauch von Tirol liegt jährlich bei ca. 5,5 TWh, der potentielle Windkraftanteil 0,8 - 1,2 TWh von so liegt laut Studie:

" .. bei etwa 15 bis 22 % der Stromabgabe an Endkunden..."

das finde ich für ein Bundesland mit relativ wenig Potential für Windkraft doch schon ganz ordentlich. Die Studie schreibt ja auch:

" kann die Windkraft damit auch im alpinen Tiroler Raum einen deutlich größeren Beitrag zu dem übergeordneten energiepolitischen Ziel Tirol 2050 energieautonom leisten"
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von don pipone »

Die Diskussion bzw. der Streit um Windkraft / Solar und den zukünftigen Ausbau ist derzeit ein sehr deutscher oder deutschsprachiger.

Weltweit sind 400 Atomkraftwerke in Betrieb, 60 im Bau, 110 in Planung und über weitere 300+ werden Diskussionen zur Planung geführt.

Die Börse hat den beliebten global clean energy Index ( mit seinen vielen Solar und Windkraftfirmen - und in den natürlich auch ich investiert bin.....) innerhalb des letzten Jahres um 50% runtergeprügelt. Allzuviel scheinen die Welt und der Markt der Branche derzeit nicht zuzutrauen.

Zumal auch durch die großen Öl- und Gasfirmen massiv in CCS Technologien investiert wird und die Scheichs riesige Wasserstoffanlagen in der Wüste ( obgleich mit Solar) aufbauen.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von wmenn »

Hmm, ich sehe eigentlich vielmehr, dass Kernkraft langfristig nur ein Nischendasein führen wird, die Zukunft gehört Wind und Solar.
Siehe z. B. China:
https://x.com/GunterErfurt/status/16979 ... 49845?s=20
Der globale Ausblick ist ähnlich:
https://renewablesnow.com/news/renewabl ... 50-582235/
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von don pipone »

wmenn hat geschrieben: 11.11.2023 - 11:46 Hmm, ich sehe eigentlich vielmehr, dass Kernkraft langfristig nur ein Nischendasein führen wird, die Zukunft gehört Wind und Solar.
Siehe z. B. China:
https://x.com/GunterErfurt/status/16979 ... 49845?s=20
Der globale Ausblick ist ähnlich:
https://renewablesnow.com/news/renewabl ... 50-582235/
Beide Quellen sind aber dahingehend auch alles andere als neutral. Die Märkte sehen das derzeit auf jeden Fall anders.

Und den Firmen in der Branche geht es auch nicht gut. Siemens Energy kämpft mit Qualitätsproblemen in der Windturbinensparte (gamesa), kann gar keine Angebote mehr machen und benötigt Staatshilfe um wenigstens das Gasturbinengeschäft noch betreiben zu können. Plug Power steht kurz vor der Inso. Orstedt hat allein im letzten Quartal 2,7 Mrd Verlust gemacht. Die ganze Branche leidet massiv unter den hohen Zinsen, hohen Rohstoffpreisen und gestörten Lieferketten.

Auf der "Gegenseite" gibt es Player die allein im letzten Jahr 50 Mrd Dollar Gewinn gemacht haben ( exxon). Und dieses Geld dann in F+E stecken können ( z.B. CCS)

Sicher wird Solar und Wind in Zukunft, auch weltweit, eine immer wichtigere Rolle spielen. Aber daraus einen dogmatischen Kampf um Windräder auf Bergen zu machen überhöht das Thema im globalen Kontext m.E.völlig.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer »

Die Meyer Burger Technology AG ist ein gutes Beispiel, übrigens ein Schweizer Unternehmen ... :wink:
Vormals Ausrüster für die Solarindustrie hat man vor einigen Jahren die ehemaligen Produktionsstätten der Solarworld AG übernommen und produziert dort nun eigene Solarzellen und Solarmodule.
Im Rahmen der Reindustrialisierung der USA investiert man jedoch zukünftig dort - geringere Produktionskosten, geringere Energiekosten und staatliche Förderungen im Rahmen des Inflation Reduction Act https://www.whitehouse.gov/cleanenergy/ ... guidebook/

Mal schaun ob es dem Aktienkurs hilft. Wenn man beim Chart auf Max. klickt, kann es nur besser werden:
https://www.google.com/search?q=meyer+b ... e&ie=UTF-8
Auch ist dieses Unternehmen ein weiteres Beispiel für die langsame Deindustrialisierung Deutschlands. Woran das nur liegt ...? :wink:
https://www.iwkoeln.de/presse/pressemit ... e-nie.html
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von wmenn »

Das die Aktienkurse fallen, ist mir nicht entgangen, ich bin selber investiert :(
Kann schlimmstenfalls daraus hinauslaufen, dass dann alles in China hergestellt wird. Siehe diesen Tweet von Gunter Erfurt (Meyer Burger), chinesische Solarmodule werden zu Dumpingpreisen verkauft...
https://x.com/GunterErfurt/status/17182 ... 36917?s=20
Und Windkraftanlagen können die auch bauen...
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer »

wmenn hat geschrieben: 11.11.2023 - 13:49 Das die Aktienkurse fallen, ist mir nicht entgangen, ich bin selber investiert :(
Kann schlimmstenfalls daraus hinauslaufen, dass dann alles in China hergestellt wird. Siehe diesen Tweet von Gunter Erfurt (Meyer Burger), chinesische Solarmodule werden zu Dumpingpreisen verkauft...
https://x.com/GunterErfurt/status/17182 ... 36917?s=20
Und Windkraftanlagen können die auch bauen...
Hier noch was - am Rande - zu Meyer Burger und der Solarindustrie: https://www.youtube.com/watch?v=e6oivm41SDo
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer »

Der aktuelle Energiemix in Deutschland: https://www.iwd.de/artikel/erdgas-die-b ... lt-587736/
Woher wir unser LNG bekommen: https://de.statista.com/infografik/3078 ... unftsland/
Und wie "klimaverträglich" ist LNG: https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... -sein.html
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Man muss sich ja fragen, ob wir nichts aus Russland und Putin gelernt haben.
Jetzt kriselt es im Nahen Osten und Gnade uns, das eskaliert genauso, dann ist die nächste LNG Quelle weg.

In Summe also eine sau blöde Situation.

Ich bin wirklich der letzte, der gegen freien Handel ist, aber wenn Partner so unzuverlässig sind, wird es sehr schwierig und wer Risiko avers denkt, dem muss klar sein, dass man in einigen Bereichen einen hohen Selbstversorgungsgrad haben sollte.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer »

Tyrolens hat geschrieben: 14.11.2023 - 15:54 Man muss sich ja fragen, ob wir nichts aus Russland und Putin gelernt haben.
Jetzt kriselt es im Nahen Osten und Gnade uns, das eskaliert genauso, dann ist die nächste LNG Quelle weg.

In Summe also eine sau blöde Situation.

Ich bin wirklich der letzte, der gegen freien Handel ist, aber wenn Partner so unzuverlässig sind, wird es sehr schwierig und wer Risiko avers denkt, dem muss klar sein, dass man in einigen Bereichen einen hohen Selbstversorgungsgrad haben sollte.
Meinst Du mit Selbstversorgungsgrad auch deutsches Fracking-Gas? Das wäre möglich.
https://www.ingenieur.de/technik/fachbe ... d-risiken/
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

Tyrolens hat geschrieben: 14.11.2023 - 15:54 Man muss sich ja fragen, ob wir nichts aus Russland und Putin gelernt haben.
Jetzt kriselt es im Nahen Osten und Gnade uns, das eskaliert genauso, dann ist die nächste LNG Quelle weg.
In Summe also eine sau blöde Situation.
Ich bin wirklich der letzte, der gegen freien Handel ist, aber wenn Partner so unzuverlässig sind, wird es sehr schwierig und wer Risiko avers denkt, dem muss klar sein, dass man in einigen Bereichen einen hohen Selbstversorgungsgrad haben sollte.
Naja, wer trommelt denn jetzt schon seit vielen Jahren, das wir endlich energieautarker werden sollen ... aber wir haben uns halt erst mal in dem billigen russischen Gas kuschelig gemacht. Und jetzt, bei allen Steigerungen im Ausbau der Erneuerbaren, müssen wir wohl noch ein paar Jahre nehmen was wir kriegen können, egal von wem.

Und, das hatten wir hier ja auch schon ein paar Mal in der Diskussion, müssen wir das vor allem europaweit hinbekommen, incl. dem Ausbau der Leitungen, national wie in der EU, dann müssen wir uns wenigstens mittelfristig nicht mehr auf einen Haufen Despoten verlassen ... aber die gefestigten Demokratien ausserhalb der EU, die fossile Brennstoffe im Überfluss zum Vorzugspreis anbieten, sind halt gerade SEHR rar gesät ... :mrgreen:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Ich bin Pessimist.
Insofern kannst du dir ja vorstellen, wie ich das sehe. ;)

Ich werde die Energiewende jedenfalls nicht mehr erleben.

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