Anfahrt: Ettlingen - A5 - Freiburg - Titisee - Feldberg in 1:40 h. Feldberg - Muggenbrunn 0:20 h; Muggenbrunn - Todtnauberg 0:08 h
Wetter: Bluebird / Kaiserwetter
Schnee: Pulver auf hartem Grund, insg. 30-50 cm
Anlagen in Betrieb: Feldberg: KSB Seebuck, SCHL Resilift, KSB Zeiger, SCHLe Zeller I & II, SCHL Grafenmatt I, KSB Herzogenhorn. Muggenbrunn: SCHL Franzosenberg, SCHL Winkel I. Todtnauberg: SCHL Stübenwasen, SCHL Kapellenlift.
Wartezeit: Feldberg: 0,5-5 min, Muggenbrunn 0-2 min, Todtnauberg 0 min
Gefallen: Winterwonderland, weniger Andrang als befürchtet, Goldene Stunde in Todtnauberg
Nicht gefallen: Schwächste jemals erlebte Performance und Service am Feldberg
Bewertung: Feldberg 3 von 6, Muggenbrunn 4 von 6, Todtnauberg 5 von 6 Punkten
Mitten in das in Südwestdeutschland wettermäßig bislang bescheidene Trio Oktober - November - Dezember 2023 sollte nach Frost und Schneefall im Hochschwarzwald ein Zwischenhoch am Sonntag, 3. Dezember 2023, einen Tag Kaiserwetter platzieren. Kaum zu glauben, man hatte sich ja bereits an das Wetterelend gewöhnt. Die Skigebiete im Hochschwarzwald begingen am 1. oder 2. Dezember ihren Saisonstart mit eingeschränktem Angebot. Das Allgäu ersoff zeitgleich in Schnee und Lawinengefahr, schied als Skiziel somit aus. Die Vogesenskigebiete zu checken, hatte ich keine Zeit. Also Skitag #2 der Saison am Feldberg, wo am meisten Anlagen geöffnet waren. Schnee war zum Saisonstart ja erfreulicherweise genug da.
Feldberg
Wie gewohnt an einem Bluebird-Tag traf ich kurz nach 8 Uhr am Seebuck-Parkhaus ein, das ich preisbedingt eigentlich nicht mehr nutzen wollte. Alternativen zu prüfen fiel zeitmangelbedingt aus, also verwarf ich meinen Vorsatz. Ich freute mich auf Seebuck-Carven spätestens ab 8:30 Uhr in der Morgensonne und auf Pulverschnee in Fahl. Ungewohnterweise drehte sich um 8:30 Uhr an der KSB Seebuck noch kein Rad. Also stapfte ich zum SCHL Resilift, der bereits in Betrieb war. Sein Drehkreuz blieb trotzdem gesperrt. Ich wartete zunächst geduldig mit einer Gruppe Einheimischer. Als sich nichts tat, fuhr ich zur KSB Seebuck. Hier wollten um 8:40 Uhr geschätzt 150 zahlende Feldbergfans die beste Skistunde des Tages mitnehmen. Der Liftverbund Feldberg ließ sie bei -10°C in der Kälte warten. Das Personal erklärte, der Geschäftsführer des Liftverbunds Feldberg habe persönlich angeordnet, dass vor 9 Uhr keine Skigäste befördert werden sollen - trotz Präsenz des Personals. Unmutsäußerungen kamen bei allen Gästen auf. Um 9:05 Uhr setzte sich die KSB Seebuck in Bewegung. Die Wartetraube war mittlerweile mächtig gewachsen. Eine Dreiviertelstunde später als gewünscht auf dem Seebuck angekommen, nutzte ich die Gelegenheit, dass niemand am Denkmal stand, zunächst für ausgiebiges Fotografieren. Dann wollte ich den Seebuck abfahren ... und bemerkte, dass keine Skifahrer mehr mit der KSB hochfuhren. Technisches Problem um 9:20 Uhr zum Saisonbeginn bei Kaiserwetter, klasse. An der Pistenverzweigung Seebuck - Zeiger prüfte ich die Warteschlange an der KSB Seebuck. Die blieb mächtig. Also nichts wie weg vom Seebuck ... schwache Performance
Pisten und Lifte Zeiger und Zeller waren recht gut zu fahren. Nach ein paar Runden checkte ich die Liftschlange am SCHL Grafenmatt. Es gab keine, also fuhr ich hier gleich dreimal. Wahrscheinlich war noch kein Skischulbetrieb. Dann ging es über die spürbar beschneite und gut frequentierte Wiesenquellen-/Rothausabfahrt weiter zur KSB Herzogenhorn / Rothaus / Ahornbühl. Keine Wartezeit an der KSB! Das wollte genutzt werden, und ich freute mich auf die Fahler Abfahrten, auch wenn sie im Dezember komplett schattig sein würden. Oben dann Stirnrunzeln: FIS, Klusenwald und Fahler Loch gesperrt. Also Alles, wofür man herkommt.
Folglich nahm ich die gesperrte FIS-Abfahrt unpräpariert unter die Kanten. Die Tourenfahrer der Vortage hatten den Pulverschnee weitgehend zerfahren; übrig blieb ein Acker aus Haufen und abgefahrenen Flächen, anstrengend zu fahren. Bei der ebenfalls gesperrten, unpräparierten Klusenwald-Abfahrt waren die Verhältnisse etwas besser. Um 11:30 Uhr gab ich das Skifahren in Fahl auf und besuchte lieber den günstigen Imbiss an der Talstation der Herzogenhornbahn.
Nach dem Mittagessen arbeitete ich mich zurück in Richtung Seebuck, um dort den üblicherweise geringeren Andrang zur Mittagszeit zum Skifahren zu nutzen. Eine Zwischenfahrt an den Zellerliften verwarf ich angesichts der Liftschlangen. Diesmal blieb die Warteschlange an der KSB Seebuck auch mittags groß. Was war da los? Vor Ort war festzustellen, dass die Sesselbahn wohl wegen des technischen Problems vom Morgen nur mit halber Geschwindigkeit, 2 m/sec, fuhr. Das tat ich mir nur zweimal an, dann hatte ich keine Lust mehr. Den Feldberg an einem Bluebird-Tag kaputtgespart, verkorkst, vergeigt. Das braucht kein Mensch.
Der Feldberg-Skipass gilt auch in mehreren benachbarten Skigebieten des Verbunds, so in Muggenbrunn und Todtnauberg. Nachdem beide Kleinskigebiete am Vortag die Saison mit nur einem Hauptlift begonnen hatten, wurden am 3. Dezember mehr Anlagen und Pisten geöffnet. Also brach ich den Besuch am Feldberg genervt ungeplant um 13 Uhr ab und fuhr weiter nach Muggenbrunn.
52 Fotos vom Winterwonderland am Feldberg, das ein wenig für die ungewohnt schwache Performance beim Skibetrieb entschädigte:
Bluebird am Seebuck um 8:20 Uhr. Anklicken zum Vergrößern.
Lange Gesichter bei rund 150 wartenden Skigästen, die für die beste Skistunde des Tages am Seebuck ab ca. 8:30 Uhr gekommen waren (und ab 8:00 Uhr das Parkhaus bezahlten). Die Drehkreuze von KSB und Resilift blieben trotz Anwesenheit des Personals gesperrt.
Die KSB Seebuck ging entgegen der gewohnten Serviceorientierung erst um 9:05 Uhr in Betrieb. Anklicken zum Vergrößern.
Pistenautobahn am Seebuck.
Kein Mensch am Seebuck-Denkmal. Also legte ich dort eine Fotosession ein.
Raureifgebilde.
Nochmals.
Zoom übers Rheintal zum Hohneck ...
... und zum Großen Belchen in den Vogesen.
Die Alpenzooms waren etwas durch Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt. Zoom vom Seebuck zum Säntis im Alpstein, ...
... zum Tödi in den Glarner Alpen, ...
... zum Chamliberg, Gross Schärhorn und Gross Düssi in den Glarner Alpen, ...
... zum Finsteraarhorn, Fiescherhorn und Eiger in den Berner Alpen, ...
... übers benachbarte Herzogenhorn auf Lauterbrunner Breithorn, Bietschhorn, Tschingelhorn, Gspaltenhorn und Blümlisalp in den Berner Alpen ...
... und schließlich zum Montblanc. Den hat die Kamera besser gesehen als ich selbst.
Da sich nach temporärem technischem Problem der KSB Seebuck an deren Talstation eine mächtige Wartetraube gebildet hatte, verzichtete ich auf eine Abfahrt und fuhr gleich weiter zur Zeigerbahn.
Abfahrt Zeiger.
Mit der KSB Zeiger ...
... ohne Wartezeit durchs Winterwonderland.
Viel Schnee am SCHL Zeller II.
Und seine Abfahrt konnte ich nach langer Zeit mal in gutem Zustand befahren.
SCHL Zeller I vormittags ohne Wartezeit. Die meisten Skigäste standen und ärgerten sich an der KSB Seebuck.
Auch SCHL Grafenmatt recht leer, so wie beim meinem Februarbesuch am Feldberg. Wahrscheinlich gab es noch keine Skischulkurse.
Winterwonderland auch an der Grafenmatt.
Abfahrt Grafenmatt mit Pulverschnee.
Rothaus-Abfahrt vom Grafenmattlift.
Rothaus-Abfahrt zur KSB Herzogenhorn. Hier spürte man den Maschinenschnee.
KSB Herzogenhorn am Vormittag leer. Warum ist eigentlich die Abfahrt noch nach dem Brauereisponsor benannt, aber die KSB nicht mehr?
Mit der KSB Herzogenhorn in den Hochwinter.
Genervt stellte ich fest, dass alle Abfahrten in Fahl mangels Präparation geschlossen blieben. Also befuhr ich die ...
... FIS-Abfahrt unpräpariert.
Die FIS-Abfahrt war im oberen Bereich ein zerfahrener Acker, ...
... weiter unten dank Buckelbildung aber besser zu fahren.
Zoom von der FIS-Abfahrt zum Belchengipfel mit Belchenhaus und Seilbahn.
Schlusshang FIS-Abfahrt.
Nochmal zum SCHL Grafenmatt.
Rothaus-Abfahrt mit etwas Dezembersonne.
Wieder hoch mit der KSB Herzogenhorn ...
... zwecks Befahrung der unpräparierten Abfahrt Klusenwald.
KSB Herzogenhorn mit Feldberg und Seebuck.
Die unpräparierte Klusenwald-Abfahrt ...
... war besser zu befahren als die FIS-Abfahrt.
Irgenwie landete ich wieder auf dem FIS-Schlusshang.
Ich arbeitete mich zurück in Richtung Seebuck. Grafenmattabfahrt.
Blick aus der KSB Zeiger auf die gefürchtete Skibrücke, mittags mit mehr Gewusel als morgens, aber diesmal ohne Dramen.
KSB Zeiger.
Zurück auf dem Seebuck. Wenigstens ein-, zweimal wollte ich hier doch noch abfahren.
Wegen des technischen Problems vom Morgen fuhr die KSB Seebuck nur mit halber Geschwindigkeit, ca. 2 m/sec.
Nochmal der Blick übers Rheintal in die Vogesen mit Hohneck und Nachbargipfeln, für mich der schönste Teil des Gebirges.
Noch ein Blick übers Herzogenhorn in die Berner Alpen.
Nach zwei Fahrten mit der auch mittags vollen, heruntergedrosselten KSB Seebuck mochte ich nicht mehr und fuhr zum Parkhaus zurück.
Weiterfahrt nach Muggenbrunn. KSB Herzogenhorn und FIS-Abfahrt in Fahl von der Feldberg-Passstraße nach Todtnau gesehen.
Muggenbrunn
In Muggenbrunn waren die SCHL Franzosenberg und Winkel, also die Hauptanlagen, geöffnet, außerdem der nicht angebundene SCHL Wasen, ein Übungshang für Kinder - dort fahre ich nicht. Der steile Franzosenberg wurde im Dezember am Frühnachmittag bereits teilweise schattig, also befuhr ich ihn gleich mehrfach, solange der halbe Hang noch sonnig war. Er war besser zu fahren als üblicherweise nach den ersten Schneefällen. Der höher gelegene Skihang Winkel war ein Genuss, auch wenn nur ein SCHL der Doppelanlage in Betrieb war - Lift II war noch nicht aufgebügelt. Die Zeit bis 15 Uhr verging wie im Flug. Dann fuhr ich weiter nach Todtnauberg.
13 Fotos aus Muggenbrunn:
SCHL Franzosenberg, sozusagen die untere Hälfte des Skigebiets. Kein Andrang. So wollte ich das.
Abfahrt Franzosenberg, schön steil.
Oberer Hangteil Franzosenberg nachmittags schon im Schatten. Es ist halt Dezember.
Andere Abfahrt Franzosenberg.
Zoom vom Franzosenberg zum Hasenhorn-Hang in Todtnau. Damit man dort mal Ski fahren kann, muss aber ein halber Meter Schnee mehr liegen.
Querung zum SCHL Winkel.
SCHL Winkel. Der rechte Lift war noch nicht aufgebügelt.
Bergstation SCHL Winkel. Winterparadies mit Südschwarzwald und Alpenblick. Anklicken zum Vergrößern.
Zoom vom Skihang Winkel auf Fleckistock, Titlis und Sustenhorn in der Zentralschweiz.
Blümlisalp, Doldenhorn und Balmhorn in den Berner Alpen.
Zoom vom Skihang Winkel auf Eiger, Mönch und Jungfrau in den Berner Alpen.
Abfahrt Winkel, bei Pulverschnee ein Genuss.
Über den schattigen Franzosenberg zurück zum Parkplatz und weiter nach Todtnauberg.
Todtnauberg
In Todtnauberg waren die SCHL Stübenwasen und Kapellenlift in Betrieb. Ich wollte nur am Stübenwasen fahren, auch wenn sein Gipfellift außer Betrieb blieb und damit die schöne Stübenwasen-Panoramaabfahrt den Tourengängern vorbehalten war. Warum? Im Dezember und Januar gibt es am nach Westen ausgerichteten Stübenwasen-Hang die "Goldene Stunde" bis zum Sonnenuntergang. Man fährt auf Ski in die tiefstehende Sonne mit Orangefärbung der Schneelandschaft hinein bis zum Sonnenuntergang. Das kenne ich so intensiv nur dort. Das Skifahren am Stübenwasen machte viel Freude. Und mit tieferstehender Sonne nahmen natürlich die Fotopausen zu. Der SCHL Stübenwasen soll im Sommer 2024 einer Sesselbahn weichen, insofern bin ich froh, ihn in der Saison 2023/24 gefahren zu sein.
Um 16:33 Uhr durfte ich als letzter Skifahrer des Tages noch einmal zum Stübenwasen hinauffahren. Das war dann wirklich die Abfahrt mit Sonnenuntergang hinterm Belchen - schön! Mit etwas Stau in Freiburg war ich nach 1:50 h Fahrt wieder daheim.
Danke an die Liftbetriebe in Muggenbrunn und Todtnauberg, dass Ihr meinen enttäuschenden Feldberg-Skitag gerettet habt! Hier hat David in Form der Kleinskigebiete Goliath, den Feldberg, geschlagen.
16 Fotos aus Todtnauberg:
Gähnende Leere am SCHL Stübenwasen um 15:30 Uhr. Und das, obwohl hier jetzt die schönste Skistunde des Tages beginnt.
SCHL Stübenwasen. Er soll 2024 einer Sesselbahn weichen. Ich werde den Lift vermissen. Angeblich soll er auf der Trasse des Stübenwasen-Panoramalifts wiedererrichtet werden, der bislang ein Seillift ist. Das glaube ich aber erst, wenn ich es sehe.
Da Panoramalift und Panoramaabfahrt noch geschlossen waren und ich den Kapellenlift samt Abfahrt uninteressant finde, fuhr ich nur am SCHL Stübenwasen.
Trasse und Abfahrten SCHL Stübenwasen. Anklicken zum Vergrößern.
Start der Familienabfahrt Stübenwasen.
Von dort hat man ebenfalls ein Stück Alpenblick.
Familienabfahrt Stübenwasen.
Waldtrasse SCHL Stübenwasen. Die "Goldene Stunde" beginnt.
FIS-Abfahrt Stübenwasen bei sinkendem Sonnenstand.
Goldene Stunde am Schlepplift.
Querblick über den Stübenwasen-Hang.
Ganz allein auf der Stübenwasen-FIS-Abfahrt zur schönsten Tageszeit - kaum zu glauben.
Goldene Stunde.
Nach meiner letzten Liftfahrt wurde die Anlage abgeschaltet, und der Bergstationsmitarbeiter freute sich über den Feierabend.
FIS-Abfahrt mit letzten Sonnenstrahlen ...
... und ohne. Ende des Skitages im Südschwarzwald.