Die große Klima-Diskussion

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Tyrolens
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Du willst also in keinem Rechtsstaat leben?

Es wird zwar jetzt ein riesen Fass aufgemacht, aber so schwierig wird es doch nicht sein, sein Budget verfassungsgemäß zu planen. Das hat mit der Schuldenbremse auch überhaupt nichts zu tun. Es gibt für die Budgeterstellung gewisse Regeln und die muss man einhalten.

GIFWilli59 hat geschrieben: 22.11.2023 - 11:17 Der Unterschied zur schwäbischen Hausfrau ist, dass die irgendwann in Rente geht (oder besser gesagt ihr Mann) und dann signifikant weniger Geld zur Verfügung steht. Daher sollten dann alle Kredite abbezahlt sein oder zumindest fast.
Der Staat geht nicht in Rente und bei Inflation nimmt er jedes Jahr mehr Geld ein.
Dem möchte ich doch widersprechen. Rentner sind oftmals diejenigen, die über die größten finanziellen Mittel verfügen.
Staaten können auch eine schrumpfende Wirtschaft haben. Dabei reicht es schon, wenn die Inflation über dem Wirtschaftswachstum liegt.
Wenn ich mir die Demographie Deutschlands ansehe, habt ihr eurer besten Zeiten bald hinter euch.
Trotz Migration fehlen euch pro Jahr 200.000 neue Arbeitnehmer, glaube ich.


Ganz im Gegenteil denke ich, dass wir gerade den Niedergang der MMT mit erleben.
Wobei da Deutschland eh noch brav ist, wenn ich das mit AT Vergleiche, wo die Neuverschuldung seit Corona von 70% auf 83% gestiegen ist.
Eigentlich sagt jeder, dass Deutschland zu viel spart bzw. an der falschen Ecke. Alleine die marode Infrastruktur wieder in Schuss zu bringen würde viele Mrd. kosten und natürlich auch viele neue Arbeitsplätze schaffen; für die ihr keine Menschen habt. ;)

Victorfoxi
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Victorfoxi »

Wir haben genug Menschen, nur können die im schlechtesten Fall nicht mal lesen und schreiben!
Tyrolens
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Ja eben. Die kannst du nicht zählen.
Genauso kannst du Kinder und Alte nicht zählen.
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GIFWilli59
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von GIFWilli59 »

Tyrolens hat geschrieben: 22.11.2023 - 20:16
GIFWilli59 hat geschrieben: 22.11.2023 - 11:17 Der Unterschied zur schwäbischen Hausfrau ist, dass die irgendwann in Rente geht (oder besser gesagt ihr Mann) und dann signifikant weniger Geld zur Verfügung steht. Daher sollten dann alle Kredite abbezahlt sein oder zumindest fast.
Der Staat geht nicht in Rente und bei Inflation nimmt er jedes Jahr mehr Geld ein.
Dem möchte ich doch widersprechen. Rentner sind oftmals diejenigen, die über die größten finanziellen Mittel verfügen.
Hm, aber zumindest die laufenden Einnahmen sinken bei Renteneintritt. Kann natürlich sein, dass das durch Vermögensverzehr verzerrt wird.
Tyrolens hat geschrieben: 22.11.2023 - 20:16 Wobei da Deutschland eh noch brav ist, wenn ich das mit AT Vergleiche, wo die Neuverschuldung seit Corona von 70% auf 83% gestiegen ist.
Kostet der BBT so viel? ;-)
Ich mag diese relative Kennzahl nicht so sehr, denn wenn die Wirtschaft leidet, schießt sie gleich doppelt hoch, einerseits durch Hilfsprogramme des Staates und die sinkende Wirtschaftsleistung auf der anderen Seite.
Tyrolens hat geschrieben: 22.11.2023 - 20:16 Eigentlich sagt jeder, dass Deutschland zu viel spart bzw. an der falschen Ecke. Alleine die marode Infrastruktur wieder in Schuss zu bringen würde viele Mrd. kosten und natürlich auch viele neue Arbeitsplätze schaffen; für die ihr keine Menschen habt. ;)
Das sage ich auch.
Da müsste man auch leichtere Voraussetzungen für gut ausgebildete machen und diejenigen, die ungefragt zu uns kommen, schneller dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Es gibt genug nicht besonders anspruchsvolle Jobs, die man denen zuteilen könnte.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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gernot
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gernot »

sehr lesenswert, aber achtung, keine yt academy!!!
KryoMon.AT - Kryosphären Monitoring Österreich

Dienstag, 05.12.2023
Kryosphärenbericht Nr. 1

Der aktuelle Bericht steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung:
Kryosphärenbericht Nr. 1 - Österreichs Kryosphäre im Klimawandel

Aus dem Vorwort:

Dieser Bericht stellt erstmals die klimabedingten
Veränderungen der Kryosphäre in Österreich in einer
Zusammenschau vor. Dafür war die umfangreiche
Kryosphärenforschung und das über viele Jahre
entwickelte Monitoring der Kryosphäre in Österreich,
also das Erfassen der Veränderungen über die Zeit, eine
wesentliche Grundlage. Bis ins neunzehnte Jahrhun-
dert zurück reicht in Österreich, und in den Alpen
generell, die Messung der Veränderungen der Glet-
scher, etwas kürzer sind die Messreihen zur Schneede-
cke oder zur Eisbedeckung der Seen, am kürzesten die
Zeitreihen des Permafrosts. Die aus den Messungen
belegten markanten Veränderungen der Kryosphäre
spiegeln die enorme Temperaturzunahme in den Alpen
seit ca. 1980 wider. Große Herausforderungen sind
daraus zum Beispiel für den Tourismus in Österreich
entstanden, gleichzeitig ist das Interesse am Kryosphä-
renmonitoring deutlich gestiegen. Anpassungsmaß-
nahmen wie die künstliche Beschneiung konnten
manche dieser Herausforderungen bis dato mindern,
aber die Prognosen für die Zukunft sprechen eine klare
Sprache - die Gletscher werden verschwinden und die
künstliche Beschneiung wird die Herausforderungen
für den Tourismus in Zukunft nicht mehr meistern
können.
https://geographie.uni-graz.at/de/neuig ... ryomon.at/

bzw.

https://cloud.uni-graz.at/s/Z3wGi6A3Eero7ix
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Kapi
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Kapi »

Alpenklima
Viele neue Temperaturrekorde und extreme Niederschlagsereignisse

München / Offenbach 12. Dezember 2023 – Hohe Temperaturen in allen Höhenstufen, neue Rekordhöhen bei der Nullgradgrenze und extreme Niederschlagsereignisse – das waren die besonderen Kennzeichen des Klimas im Sommerhalbjahr 2023 in den Alpen. Dies berichten der Deutsche Wetterdienst (DWD), die Geosphere Austria (ehemals ZAMG) und das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz in der neuesten Ausgabe ihrer gemeinsamen Publikationsreihe „Alpenklima“.

Extreme Niederschläge mit großen Schäden
Anfang August fielen in Südösterreich und den angrenzenden Gebieten in Italien und Slowenien Rekordniederschläge. Statistisch treten solche Niederschlagsmengen seltener als einmal in 100 Jahren auf und sie führten in den betroffenen Gebieten zu schweren Überschwemmungen. Ende August gab es in den Ländern der D-A-C-H Region Deutschland, Österreich und der Schweiz weitere Starkniederschläge. Vor allem in der Schweiz wurden zwischen dem 26. und 29. August 2023 auch Jährlichkeiten von über 100 Jahren erreicht. In allen drei Ländern gab es aufgrund der großen Niederschlagsmengen Überflutungen, Erdrutsche und umgestürzte Bäume. Lokal traten in diesem Zeitraum noch schwere Hagelereignisse mit bis zu Tennisball-großen Hagelkörnern auf, die zu großflächigen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur führten. Die Niederschlagssummen im gesamten August waren örtlich mehr als doppelt so hoch wie im vieljährigen Durchschnitt.

Viele neue Temperaturrekorde im Sommerhalbjahr 2023
Nach einem kühlen Start des Sommerhalbjahres gab es ab Juli viele neue Tages- und Monatsrekorde bei der Temperatur, vor allem in den hohen Lagen. Die erste Hitzewelle wurde im Juli verzeichnet. Die Temperaturen am 3109 Meter hohen Sonnblick Observatorium (AT) knackten zum fünften Mal seit Messbeginn 1986 die 15°C-Marke. Ende August folgte eine spätsommerliche Hitzewelle mit neuen Rekordtemperaturen, z.B. in Sion (CH) mit 37,6°C. Der September war mit Abstand der wärmste seit Aufzeichnungsbeginn, das Temperaturmittel an der Zugspitze lag 5°C über dem vieljährigen Septembermittel und 1,3°C über dem bisherigen Rekord aus dem Jahre 2006. Der Oktober rangierte lokal unter den Top 3. Die Hochdrucklage in der zweiten Augusthälfte führte sowohl bodennah, als auch in der mittleren und oberen Troposphäre zu ungewöhnlich hohen Temperaturen. In der Nacht vom 20. auf den 21. August 2023 erreichte die Nullgradgrenze in der freien Atmosphäre über der Schweiz die Rekordhöhe von 5298 m. Seit 1959 ist die Nullgradgrenze dort um gut 90 Meter pro Dekade gestiegen mit Auswirkungen unter anderem auf Wasserversorgung und Biodiversität.

Über die Publikationsreihe „Alpenklima“
Der Alpenraum ist von den Folgen des menschlichen Treibhausgasausstoßes stärker betroffen als andere Regionen oder Naturräume. In dieser hochsensiblen Region sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich sichtbar. Umso wichtiger sind Informationen und Analysen zum Klima in diesem einzigartigen Ökosystem. Mit der gemeinsamen Publikationsreihe „Alpenklima“ bieten der Deutsche Wetterdienst (DWD), die Geosphere Austria (ehemals ZAMG) und das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz grenzübergreifende Informationen zum Klimazustand der Alpen. Die Klimaentwicklung in den einzelnen Ländern wird so in einen größeren Kontext gestellt und genau beobachtet, um diesen wertvollen Natur-, Lebens- und Wirtschaftsraum vor den Auswirkungen des Klimawandels besser zu schützen.

Das Bulletin „Alpenklima“ ist online verfügbar.
https://www.dwd.de/DE/leistungen/alpenk ... letin.html

Quelle:
Deutscher Wetterdienst
Abteilung Klima- und Umweltberatung
Regionales Klimabüro München
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Reginleif »

gelöscht
Zuletzt geändert von Reginleif am 02.09.2025 - 18:00, insgesamt 1-mal geändert.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von noisi »

Die Jährlichkeit ist ein statistischer Wert.
Wikipedia hilft da weiter:
https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%A4hrlichkeit
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Reginleif »

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Zuletzt geändert von Reginleif am 02.09.2025 - 18:00, insgesamt 1-mal geändert.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

Julian96 hat geschrieben: 12.12.2023 - 17:06 ... aber wenn ich ausgerechnet von 100 Jahren ausgehe die nicht dem Mittel entsprechen ist die Extrapolation halt auch komplett daneben.
das stimmt im Prinzip, allerdings haben wir ja in Europa ca. seit 1850 valide Daten, mit denen gerechnet werden kann. Aufzeichnungen seit ca. 1750. Der Artikel ist auch finde ich nicht schwammig, sondern ein Ausflug in statistische Berechnungen. Und gerade in den letzten 50 Jahren ist die Datenmenge bestimmt schon so groß um SEHR wahrscheinliche Ereignisse abzuschätzen. Mal davon abgesehen, dass es ja vor allem die Klimaveränderungen sind, die untersucht werden / Sorgen bereiten.

Hier mal ein ganz interessanter Artikel mit mehr Zahlenwerk:

https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/klima ... _node.html
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albe-fr
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von albe-fr »

Julian96 hat geschrieben: 12.12.2023 - 17:06Ja für den Zeitraum für den man keine Daten hat wird extrapoliert, aber wenn ich ausgerechnet von 100 Jahren ausgehe die nicht dem Mittel entsprechen ist die Extrapolation halt auch komplett daneben.
wobei man halt gerade fuer Hochwasserereignisse teils Daten fuer groesser 300 Jahre hat - ich erinnere mich da nur an Meine Donauradtour, wo in Passau zumindest die Marken der Donau seit 16xx markiert waren.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

Ich halt mich lieber an konkrete Physik. Bei 1°C wärmerer Luft beinhaltet dieselbige 6% mehr Feuchtigkeit. Muss man Schlüsse draus ziehen.

Klar, die Hochwassermarken sind ein Hinweis. Aber die Verhältnisse haben sich im Lauf der Zeit so verändert, daß Vergleiche schwierig sind.
Extremereignisse werden dazu auch noch medial und politisch immer für politische Ziele missbraucht.

Das Wasser aus Starkniederschlägen + Schmelze der Alpennnordseite beispielsweise, kommt in den betonierten Kanälen heutzutage viel schneller nach Passau als früher.
Andererseits war Deutschland jahrhundertelang viel waldärmer, mit allen Folgen, als heutzutage (bezeichne die Fichtenplantagen mal als Wald).
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von stefan1893 »

Das, was wir gerade erleben, ist Klimawandel pur.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Du meinst wegen der enormen Niederschläge?
Ja, das sehe ich auch so und bei uns in Tirol kommt das IMHO von der sehr warmen Adria bzw. dem sehr warmen Ligurischen Meer.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

albe-fr hat geschrieben: 17.12.2023 - 15:16 wobei man halt gerade fuer Hochwasserereignisse teils Daten fuer groesser 300 Jahre hat - ich erinnere mich da nur an Meine Donauradtour, wo in Passau zumindest die Marken der Donau seit 16xx markiert waren.
Hochwassermarken sind nicht mit einander vergleichbar, weil sich in den meisten Fällen in den letzten 100~150 Jahren die Rahmenbedingungen geändert haben. Versiegelte Böden leiten die selbe Menge Niederschlag / Zeiteinheit schneller ins Tal und eingeängte Flussläufe stauen die selbe Menge Wasser / Zeiteinheit höher auf.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Kapi »

Erderwärmung lag erstmals zwölf Monate lang über 1,5 Grad
Alarmierende Zahlen von den EU-Klimabeobachtern: Laut Copernicus lag die globale Durchschnittstemperatur ein Jahr lang durchgehend anderthalb Grad über dem Referenzwert. Und auch der Januar 2024 war viel zu warm.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/nat ... 60d6b2732a
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tauernfreund23 »

Dennoch erdreisten sich manche uninformierte Menschen, den Klimawandel zu leugnen.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bocky »

Tauernfreund23 hat geschrieben: 08.02.2024 - 08:20 Dennoch erdreisten sich manche uninformierte Menschen, den Klimawandel zu leugnen.
Die meisten leugnen nur den menschengemachten Klimawandel.
Somit ist man weiterhin fein raus und kann sich zurücklehnen, zumindest was die Bekämpfung der Ursachen angeht.

Bei der Frage wie man die Folgen des Klimawandels bewältigt, sind diese Gruppen teilweise ähnlich blind und egoistisch.
Stichwort Festung Europa und Fond/Milliardenhilfen für betroffene Entwicklungsländer.

Im Grunde übertragt sich das momentan auf alle Themen die zur Folge hätten, dass man enormen persönlichen Aufwand und Investitionen betreiben müsste, ohne das man von den Auswirkungen unmittelbar bzw kurzfristig profitieren könnte.

Politik, Experten und Wissenschaft wird grundsätzlich angezweifelt. Man wittert in allem eine große Verschwörung. Langsam lässt auch die Aufmerksamkeit nach. Es gibt mittlerweile zu viele ungelöste Probleme und Branntherde auf der Welt. Ein Krisen-Burnout.

Man duckt sich lieber weg / geht den Weg des geringsten Widerstands.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tauernfreund23 »

Ich kann alle deine Worte unterschreiben.

Die Weigerung, Verantwortung für die von uns geschaffenen Probleme auf dieser Welt zu übernehmen, könnte zum Untergang der Gesellschaft führen, aber das ist ein anderes Thema.

Verblüffend ist, dass sogar manche "Wissenschaftler" den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel bestreiten. Meines Erachtens ist dieses Verhalten grob fahrlässig, zumal die Bevölkerung zu den Experten ja aufschaut.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Reginleif »

gelöscht
Zuletzt geändert von Reginleif am 02.09.2025 - 18:00, insgesamt 1-mal geändert.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

Julian96 hat geschrieben: 08.02.2024 - 10:46 ...................................................
Es hätte längst einen massiven Ausbau der Wasserversorgung, Hochwasserschutzmaßnahmen etc. im großen Stil geben müssen. Grade wo man ständig liest wie viele Milliarden uns der Klimawandel kosten wird ist es mir schleierhaft warum man nicht aktiv investiert um genau diese hohen Folgekosten zu minimieren...................................
Das ist nicht schleierhaft. Es ist eine Frage der Finanzierung.
Multimilliardeninvestitionen in CO2-Vermeidung fehlen bei der Vorsorge. Beides geht gleichzeitig nicht.

Umweltökonomen schreiben ja, dass bis uu einer Erwärmung von ca. 3,5°C Investitionen inn Vorsorge effektiver seien als in CO2-Vermeidung.

Überhaupt ist eure Tonlage zu pessimistisch. Aktuell hat im europäischen Strommix Windenergie Gas überholt. Der CO2-Ausstoß von D ist deutlich gesunken.
Die USA investieren mit Riesensummen in Erneuerbare, China auch.

Diese ganzen Ziele sind Kompromisse auf Konferenzen. Darf man mal einordnen.

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albe-fr
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von albe-fr »

Fab hat geschrieben: 08.02.2024 - 14:39 Für Verrücktheiten wird es keine Mehrheiten geben.
ach, wenn ich mir unsere Nachbarn (Italien, Niederlande, Frankreich, Ungarn, Slowakei, ...) so ansehe, dann bin ich mir da nicht sicher.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Fab hat geschrieben: 08.02.2024 - 14:39 Multimilliardeninvestitionen in CO2-Vermeidung fehlen bei der Vorsorge. Beides geht gleichzeitig nicht.
Mit Vorsorge meinst du den Schutz vor den Folgen des Klimawandels?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Firn77 »

Julian96 hat geschrieben: 08.02.2024 - 10:46 Mir gibt eher zu denken dass man immernoch darauf rumreitet das 1,5 Grad Ziel einzuhalten, obwohl es offensichtlich schon zu spät ist und man in meinen Augen viel zu wenig Maßnahmen gegen die uns unausweichlich zu erwartenden Folgen des Klimawandels setzt.

Es hätte längst einen massiven Ausbau der Wasserversorgung, Hochwasserschutzmaßnahmen etc. im großen Stil geben müssen. Grade wo man ständig liest wie viele Milliarden uns der Klimawandel kosten wird ist es mir schleierhaft warum man nicht aktiv investiert um genau diese hohen Folgekosten zu minimieren.
Bocky hat geschrieben: 08.02.2024 - 08:40Es gibt mittlerweile zu viele ungelöste Probleme und Branntherde auf der Welt. Ein Krisen-Burnout.

Man duckt sich lieber weg / geht den Weg des geringsten Widerstands.
Was in meinen Augen hauptsächlich daran liegt dass das Vertrauen in die Fähigkeiten der Leute die an den Positionen sind an denen die entsprechenden Entscheidungen mit Vernunft getroffen werden müssten, in weiten Teilen der Bevölkerung äußerst gering sind.
Was bleibt einem da noch groß übrig?

Niemand wirft freiwillig sein halbes Leben über den Haufen, wenn er gleichzeitig zu spüren kriegt dass anderswo grüne Politiker mit Privatflugzeugen rumfliegen, Superreiche mit Luxusjachten unterwegs sind oder sinnlose Kriege geführt werden und all das unantastbar bleibt. Wer sich dagegen kaum noch nen Handwerker leisten kann soll noch tausende Euro für eine Heizung etc. berappen.
Für mich ist ziemlich offensichtlich warum man sich da lieber wegduckt, da muss man kein Psychologe sein.

Viele haben das Gefühl einfach nur verarscht zu werden bei der ganzen Klimapolitik. Das liegt an 2 Sachen, erstens man wird tatsächlich verarscht und zweitens da wo man nicht verarscht wird kommuniziert man so unfähig dass man dennoch das Gefühl erweckt verarscht zu werden.
Gepaart mit dem durchschnittlichen Egoismus des Menschen ist dann klar was rauskommt.

Und dann kommt wie du sagst diese Müdigkeit auf, die Überdrüssigkeit. Es erscheint einem sinnlos und man konzentriert sich lieber auf andere Dinge als einen Kampf gegen Windmühlen zu führen.
Der Grundfehler in deiner Annahme besteht nur darin, dass du den Menschen unterstellst, Verantwortung abzugeben. Wenn jeder bei sich anfangen würde, dann wäre es auch einfacher Veränderungen zu akzeptieren. Und die Veränderungen müssen über eine Legislaturperiode hinausgehen. Politiker haben aber Angst, nicht mehr gewählt zu werden, darum ist sovieles so zögerlich.

Ich würd mir vielmehr Eigenverantwortung wünschen. Es ist so einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen. Verarschen tut man sich doch - wenn man nichts tut - am Ende nur selbst.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Greithner »

Firn77 hat geschrieben: 08.02.2024 - 17:52 Der Grundfehler in deiner Annahme besteht nur darin, dass du den Menschen unterstellst, Verantwortung abzugeben. Wenn jeder bei sich anfangen würde, dann wäre es auch einfacher Veränderungen zu akzeptieren. Und die Veränderungen müssen über eine Legislaturperiode hinausgehen. Politiker haben aber Angst, nicht mehr gewählt zu werden, darum ist sovieles so zögerlich.

Ich würd mir vielmehr Eigenverantwortung wünschen. Es ist so einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen. Verarschen tut man sich doch - wenn man nichts tut - am Ende nur selbst.
Absolut richtig.

Das gute an einer Demokratie ist, jeder kann sagen was er will.
Das schlechts an der Demokratie ist, jeder kann sagen was er will.

Die Kunst darin besteht, jede Seite glücklich zu machen was wie so oft nur mit einem Kompromiss lösbar ist, auch wenn er für beide Seiten nicht das Optimum darstellt. Alles andere hatten wir schon.
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Sartre: "to do is to be"
Sinatra: "do be do be do"
Wise One: "ja bu bu"
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