Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus der Schweiz: Aktuelle Informationen zu neuen Seilbahnen, Pistenbauten und Modernisierungen in Schweizer Skigebieten.
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Bergfreak99
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Bergfreak99 »

Im Gegenteil. Das wäre das einzige Vernünftige gewesen. Die neue Bahn für 35 Mio. ist einfach viel zu teuer und unnötig. Ein Unternehmen, das sowieso immer unterfinanziert ist, sollte sich so einen Luxus nicht leisten. Dem Stimmbürger hätte man besser einen günstigen 1:1-Ersatz vorgelegt und mit dem restlichen Geld eine sommertaugliche Bahn zum Furggabüel (Dreibündenstein) hoch finanziert.

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Basalt
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Basalt »

Der Gemeinderat hat den erwarteten vernünftigen Entscheid gefällt und das "Halbläbige" ist damit vom Tisch. Gut so! :top:
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fabile
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von fabile »

Hat das Gebiet ohne Anschluss an die Lenzerheide überhaupt eine Chance? Sollte man sich auch mal überlegen.
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GMD
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von GMD »

Gute Frage! Aber gar nicht so einfach zu beantworten. Auf den ersten Blick scheint die Antwort klar nein zu sein. Aber man darf auch nicht die Gefahren ausblenden. Brambrüesch könnte zum reinen Zubringer verkommen. Der aufgrund seiner guten verkerhstechnischen Lage einen grossen Teil der Tagesgäste bewältigen muss, der aber wenig Liftfahrten (=kleiner Anteil aus dem Einnahmentopf) hat, weil viele gleich rüber queren.
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Bergfreak99 »

Basalt hat geschrieben: 11.03.2024 - 07:39 Der Gemeinderat hat den erwarteten vernünftigen Entscheid gefällt und das "Halbläbige" ist damit vom Tisch. Gut so! :top:
Ob das wirklich gut so war, werden wir in ein paar Jahren sehen, wenn sie dann mit erneuten Geldsorgen zur Stadt Chur rennen und um Geld betteln. Aber jetzt heisst es erstmal die zusätzlichen 5 Mio aufzutreiben oder das Projekt zu redimensionieren.
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Weisshorn »

GMD hat geschrieben: 12.03.2024 - 09:31 Gute Frage! Aber gar nicht so einfach zu beantworten. Auf den ersten Blick scheint die Antwort klar nein zu sein. Aber man darf auch nicht die Gefahren ausblenden. Brambrüesch könnte zum reinen Zubringer verkommen. Der aufgrund seiner guten verkerhstechnischen Lage einen grossen Teil der Tagesgäste bewältigen muss, der aber wenig Liftfahrten (=kleiner Anteil aus dem Einnahmentopf) hat, weil viele gleich rüber queren.
Auch wenn ich persönlich eine Verbindung nach Churwalden begrüssen würde, wäre Chur als AL-Einstiegsportal eher unattraktiv: Zu lange der Zeitbedarf, bis man im AL-Hauptgebiet ist, zu unattraktiv die seilbahntechnische Gesamtsituation ab Brambrüesch. Vielleicht nimmt man den Anschluss-Gedanken nach der Eröffnung der neuen Umlaufbahn, die viele betriebliche Vorteile mit sich bringen wird, nochmals auf. Da aber das Wintergeschäft auf Brambrüesch voraussichtlich weiter an Bedeutung verlieren wird, wird man kaum weitere Millionen in Beschneiung und umfassende Lifterneuerungen investieren wollen, sondern froh sein, wenn man den status quo als kostengünstiges, stadtnahes Familienskigebiet halten kann, was ja gerade eines der erklärten Ziele der neuen Brambrüeschbahn ist.
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Basalt
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Basalt »

Aufgrund diverser Verzögerungen und offenen Finanzierungsfragen wird die neue Brambrüeschbahn frühestens im Dezember 2027 eröffnet. Dafür müsste der Baustart der neuen Talstation spätestens im Frühling 2027 erfolgen, die Mittelstation im Frühling 2026. Eine weitere Unwägbarkeit: Die Konzession der alten Gondelbahn im oberen Teil läuft im Jahr 2026 ab. Im schlimmsten Fall müsste der Bahnbetrieb im oberen Teil also vorübergehend eingestellt werden, sofern keine Konzessionsverlängerung vonseiten des BAV bewilligt wird.

Und: Die Abonnentinnen und Abonnenten der Bahn haben entschieden, dass der Neubau ganz einfach «Brambrüeschbahn» heissen soll. Dieser Name hat sich - wenig überraschend - gegen «Pizokelbahn», «Brambusexpress», «Uffabahn» und «Bahnbrüesch» durchgesetzt.

https://www.suedostschweiz.ch/sendungen ... 7-17-09-24
https://www.suedostschweiz.ch/graubuend ... inter-2027
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Weisshorn »

In der Südostschweiz von heute:

Brambrüesch
Hier werden im laufenden Jahr entscheidende Weichen gestellt. Das Churer Stimmvolk hat für eine Direktverbindung nach Brambrüesch einen Betrag von maximal 30,5 Millionen Franken genehmigt. Die Teuerung hat den Verantwortlichen der Bergbahnen aber einen Strich durch die Rechnung gemacht – neu ist von Kosten von 35 Millionen Franken die Rede. Der Gemeinderat wird sich in einer der nächsten Sitzungen mit dem weiteren Vorgehen und einem externen Bericht beschäftigen, in dem unter anderem die Finanzplanung für dieses Projekt unter die Lupe genommen wurde. Eine erneute Volksabstimmung über die zusätzlichen Kosten scheint wahrscheinlich – auch diese würde wohl noch im Jahr 2025 stattfinden. Bei einer Ablehnung müssten die Bergbahnen die Mittel wohl selbst beschaffen. So oder so würde die neue Bahn frühestens im Dezember 2027 eingeweiht – ein Jahr später als ursprünglich vorgesehen. Für eine Fertigstellung per Ende 2027 wäre ein Baustart der neuen Talstation spätestens im Frühling 2027 erforderlich, die Bauarbeiten bei der Mittelstation müssten im Frühling 2026 starten.
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Nocki »

Bis wann kann/darf die jetzige EUB fahren? Habe ich tatsächlich bis Ende der Saison 2026/27 Zeit, sie zu fahren?
Viele Grüße vom DM-und Girak-fan :ja: :wink:

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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Weisshorn »

Konzession läuft 2026 ab und müsste dann um ein Jahr verlängert werden.
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Weisshorn »

In der Südostschweiz von heute:

Aktueller Zeitplan für den Neubau Brambrüeschbahn
Im vergangenen September wurde bekannt, dass der frühestmögliche Termin für die Eröffnung der Bahn im Dezember 2027 und nicht mehr wie ursprünglich vorgesehen Dezember 2026 ist. Dafür müsste der Baustart der neuen Talstation spätestens im Frühling 2027 erfolgen, jener der Mittelstation im Frühling 2026. Bei den BCD Verantwortlichen will man noch nicht von einer möglichen weiteren Verzögerung sprechen. Auch wenn BCD-Geschäftsführer Patrick Arnet den Zeitplan der Churer Politik als «sportlich» bezeichnet. So oder so sind die Verantwortlichen nun auf die Stadt angewiesen. Einerseits, weil die Überfahrtsberechtigung für das Areal Winterberg gegeben sein muss. Andererseits stehen noch archäologische Grabungen an. Diese dauern – abhängig davon, was gefunden wird – bis zu 15 Monate, erst dann kann der Bau der Talstation starten. Und nicht zuletzt brauchen die BCD einen positiven Volksentscheid, da ansonsten sehr viel Geld für den Bau fehlen würde. Zu den neuen Kosten, die der Churer Stadtrat in der Botschaft aufführt,meint Arnet: «Es herrscht volle Kostentransparenz und es gibt keine versteckten Kosten. Wichtig ist, dass den Bürgerinnen und Bürgern klar vermittelt wird, dass die Kosten rund um das Stadthallenareal so oder so anfallen würden und nur deshalb jetzt anfallen, weil die Talstation der Bergbahnen als erstes Gebäude auf dem Areal stehen wird.» Da der politische Prozess noch läuft, nehmen die BCD-Verantwortlichen zu weiteren Themen aktuell öffentlich keine Stellung.
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Basalt
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Basalt »

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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Weisshorn »

Es dauert nochmals ein Jahr länger. Eröffnung nun frühestens Herbst 2028.
https://www.suedostschweiz.ch/sendungen ... t-18-06-25
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Basalt »

Neue Brambrüeschbahn: Millionenprojekt wartet auf zweites Ja

https://www.suedostschweiz.ch/sendungen ... a-17-09-25
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Weisshorn »

Notizen aus der gestrigen Generalversammlung der Bergbahnen Chur (BCD):

Die BCD blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024/25 zurück. Trotz wechselhaftem Sommerwetter und ungewöhnlich warmen Wintermonaten konnte der Transportumsatz erneut gesteigert werden, während die Kosten stabil blieben. Insgesamt wurden knapp 107’000 Ersteintritte und fast 500’000 Fahrten verzeichnet, womit sich Brambrüesch als beliebtes Ganzjahresziel bestätigt. Besonders hervorgehoben wurde die Einführung eines geländegängigen Elektro-Rollstuhls, der Menschen mit Gehbehinderung ein selbstständiges Naturerlebnis ermöglicht und einen wichtigen Schritt in Richtung Inklusion darstellt.

Das geplante Bahnprojekt, das eine direkte Verbindung von Chur über Fülian nach Brambrüesch vorsieht, ist inzwischen ausgereift und wurde vom Bundesamt für Verkehr positiv vorgeprüft. Die Kostengenauigkeit liegt bei ±10 %, und die Stadt Chur bereitet derzeit die Finanzierungsbotschaft vor, die im November 2025 in den Gemeinderat kommt. Eine Volksabstimmung ist für Frühjahr 2026 geplant. An der Generalversammlung wurde zudem ein Erklärfilm vorgestellt, der das Projekt, die Arealentwicklung bei der Talstation sowie den politischen Prozess anschaulich erläutert. => Erklärfilm: https://uffa-projekt.ch/wp-content/uplo ... 022_VO.mp4

Neben dem Bahnprojekt präsentierte die BCD auch die neunte Runde des beliebten „uffa“-Abos, das weiterhin zum Aktionspreis erhältlich ist. Für den kommenden Winter sind zudem wieder besondere Erlebnisse wie der Samstagabend mit Fackelweg, Apéro, Schlittelfahrt und Fondueplausch geplant. Insgesamt zeigt sich Brambrüesch bestens gerüstet für die Zukunft und setzt auf Nachhaltigkeit, Inklusion und attraktive Angebote für Einheimische A wie Gäste.
https://www.grheute.ch/brambrueesch-ist ... ahnprojekt
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Weisshorn »

Die erste politische Hürde für die neue Brambrüeschbahn ist geschafft: Im Jahr 2019 hatte die Churer Bevölkerung einem Kredit von höchstens 30,5 Millionen Franken zugestimmt. Da die Kosten für das Bauvorhaben – unter anderem aufgrund der gestiegenen Preise – höher ausfallen, musste sich das Stadtparlament (Gemeinderat) am Donnerstagnachmittag erneut mit dem Projekt befassen. Der Stadtrat (Regierung von Chur) rechnete diesmal zusätzlich die Ausgaben für die Erschliessung des Stadthallenareals in die Gesamtkosten ein, was bei der Abstimmung von 2019 noch nicht berücksichtigt worden war. Der Gemeinderat bewilligte den neuen Kredit über 40,6 Millionen Franken mit 12 zu 8 Stimmen bei einer Enthaltung. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stimmvolk.
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Basalt
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Basalt »

Wie stark schätzt du den Widerstand der SVP ein? Kann das an der Urne noch kippen?

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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Weisshorn »

Kaum. SVP wie zuvor, also nichts neues von den notorischen Neinsagern. Neu auch Widerstand von einzelnen Linken, die um ihre Verteilungspfründe fürchten. Das Stimmvolk hat aber schon einmal ja gesagt und sieht dieses Generationenprojekt m.M.n. überwiegend pragmatisch bis positiv. Gerade auch Familien und die Jungen sind heute grossmehrheitlich begeistert vom vielfältigen Angebot auf Brambrüesch und wollen, dass das mühsame Schlange stehen mit den Bikes an der kleinen Pendelbahn ein Ende hat. Nur eine angemessen dimensionierte Direktverbindung kann das ganzjährig sicherstellen. Es wird denke ich wegen den Verzögerungen und der Teuerung ein paar nein Stimmen mehr geben als 2019, aber ich teile den Optimismus des neuen Stadtpräsidenten weiterhin absolut.
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Richie »

Basalt hat geschrieben: 16.11.2025 - 17:56 Wie stark schätzt du den Widerstand der SVP ein? Kann das an der Urne noch kippen?

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Noch ein Bericht dazu: Brambrüesch Projekt kommt voran
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Weisshorn »

Die Stadt Chur stimmt am 8. März 2026 erneut über die Zukunft der Brambrüeschbahn ab. Zur Diskussion stehen eine neue Direktverbindung vom Stadtgebiet nach Brambrüesch sowie ein von den Gegnern bevorzugter Teilersatz der bestehenden Anlage.

Beide Seiten betonen den grundsätzlichen Willen, die Verbindung nach Brambrüesch zu erhalten. Für Peter Engler, Delegierter der Stadt im Verwaltungsrat der Bergbahnen Chur-Dreibündenstein (BCD), ist die Bahn ein zentrales Alleinstellungsmerkmal der Stadt und entscheidend für die touristische Entwicklung, insbesondere im Sommer. Er argumentiert, die geplante 10er-Gondel sei nicht überdimensioniert, sondern aufgrund der erforderlichen Förderleistung von 1200 bis 1400 Personen pro Stunde betriebswirtschaftlich notwendig. Die höhere Kapazität solle vor allem dem stark wachsenden Sommertourismus dienen, der bereits mehr als die Hälfte der Eintritte ausmache, und die Bahn mittelfristig selbsttragend machen.

Engler verweist zudem auf die Kostenstruktur des Projekts. Die eigentliche Bahn beziffert er auf 33,7 Millionen Franken und widerspricht der Darstellung, es sei von «über 40 Millionen» allein für die Bahn auszugehen. Zusätzliche Ausgaben, etwa für die Erschliessung des Stadthallenareals, seien in dieser höheren Summe enthalten und könnten der Stadt langfristig neue Einnahmemöglichkeiten eröffnen. Aus seiner Sicht wäre ein Teilersatz heute deutlich teurer als die früher diskutierten 14 Millionen Franken, da mit höheren Investitionskosten, Anpassungen an das Behindertengleichstellungsgesetz sowie dem Wegfall bereits getätigter Projektierungskosten zu rechnen sei. Hinzu käme bei einem Teilersatz der weitere Bedarf an städtischen Betriebsbeiträgen. Engler warnt ausserdem vor technischen Risiken der alten Anlage und betont, dass die neue Direktverbindung mit einem deutlich kürzeren Betriebsunterbruch realisiert werden könne.

Mario Cortesi, alt Gemeinderat und SVP-Grossrat, stellt sich mit dem Nein-Komitee gegen die Direktverbindung und plädiert für einen Teilersatz der oberen Sektion. Er bezeichnet die geplante 10er-Gondel für das relativ kleine Naherholungs- und Skigebiet als überdimensioniert und sowohl ökologisch wie wirtschaftlich nicht angemessen. Die starke Erhöhung der Förderkapazität stehe in keinem Verhältnis zum bestehenden Angebot auf Brambrüesch, das aus seiner Sicht bereits ausreichend sei. Cortesi kritisiert zudem die Kostenentwicklung scharf: Ausgehend von den 2019 kommunizierten 24,4 Millionen Franken mit einem damals eingeräumten Spielraum sei man heute bei einem Gesamtbetrag von über 40 Millionen Franken. In der aktuellen Finanzlage der Stadt sieht er darin eine erhebliche Belastung, die nur mit neuen Schulden oder Steuererhöhungen bewältigt werden könne.

Cortesi zeigt sich skeptisch gegenüber der angenommenen Rentabilität der Direktverbindung. Er verweist auf Beispiele anderer kleiner Bergbahnen, die trotz Investitionen keine nachhaltigen schwarzen Zahlen geschrieben hätten, und befürchtet, dass die Stadt langfristig dennoch erneut finanziell einspringen müsste. Zweifel äussert er auch daran, dass die BCD zusätzliche Angebote wie Restaurant, Rutschbahnweg oder Spielplatz aus eigener Kraft finanzieren könne, zumal bereits die geforderte Reservenbildung reduziert werden musste. Kritisch beurteilt er schliesslich den notwendigen Grundstückstausch für die Linienführung der Bahn: Die Stadt gebe eine Parzelle an guter Lage ab, was seiner Einschätzung nach zu einem unausgewogenen Tausch zu Gunsten des privaten Grundeigentümers führe.

Engler hält dem entgegen, dass die Talstationsverlegung ein Anliegen der Stadt gewesen sei, um das Areal vor der Stadthalle für eine zukünftige Überbauung freizuspielen. Bleibe die bestehende Linienführung, würde ein wesentlicher Teil dieses Gebietes für eine Entwicklung blockiert. Er betont den strategischen Charakter des Projekts für Chur und warnt davor, dass ein Nein die derzeit nach seiner Darstellung kostengünstigste Lösung verbauen würde, da spätere Varianten kaum günstiger zu realisieren seien. Cortesi wiederum argumentiert, ein Nein würde die Politik zwingen, rasch einen Teilersatz der oberen Sektion auszuarbeiten, und ermögliche eine seiner Ansicht nach vernünftigere Lösung ohne zusätzliche Steuerbelastung.
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von GMD »

Über den Wegfall der PB wundere ich mich auch. Die wurde doch, wenn ich mich recht erinnere, in den 90er neu gebaut. Das ist für eine Bahn dieses Typs noch nicht wirklich alt. Bin zwar überhaupt kein Wähler der SVP, aber hier stelle ich zumindest die gleichen Fragen. Dass die gebrauchte 4EUB am Ende ist, müssen wir hingegen nicht diskutieren.
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von ATV »

Die Pendelbahn ist von 2006 also genau 20 Jahre alt.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Weisshorn »

GMD hat geschrieben: 17.02.2026 - 11:22 Über den Wegfall der PB wundere ich mich auch.
Die Pendelbahn war damals ein etwas grösserer 1:1-Ersatz für die Vorgängeranlage und wurde nicht für Mountainbiker ausgelegt. Daher ist sie heute im Sommer chronisch überlastet. Dass die Anlage erst 20 Jahre alt und technisch gut im Schuss ist hilft, denn so findet man sicher noch jemanden, der bereit ist, sie gegen Bezahlung eines angemessenen Preises zu übernehmen.
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von Basalt »

Dass die Anlage erst 20 Jahre alt und technisch gut im Schuss ist hilft, denn so findet man sicher noch jemanden, der bereit ist, sie gegen Bezahlung eines angemessenen Preises zu übernehmen.
Das wäre doch DIE Gelegenheit für Tschiertschen um relativ günstig zu einer passenden Verbindungsbahn nach Arosa zu kommen. ;-)
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Re: Neues in Brambrüesch/​Dreibündenstein – Chur

Beitrag von GMD »

Mit zwanzig Jahren könnte es gut sein, dass diese Bahn in den Büchern sogar noch nicht vollständig abgeschrieben ist. Da bei ohnehin knappen Mitteln einen Ersatz zu planen, halte aus wirtschaftlicher Sicht für etwas fahrlässig. Es rächt sich nun, dass man damals für den Ersatz der zweiten Sektion, ebenfalls aus finanziellen Gründen, auf eine äusserst sparsame, aber wenig zukunftsfähige, Lösung in Form einer gebrauchten Anlage gesetzt hat.

Zur Verbindung mit Tschiertschen: Vergesst es, da laufen die Naturschützer Sturm! Zudem, war es nicht Teil eines Abkommens, auf diesen Teil zu verzichten um die Verbindung nach Arosa durch zu bekommen? Persönlich habe ich noch die Befürchtung, dass Tschiertschen aufgrund seiner Nähe zu Chur (und der Autobahn) zum bevorzugten Anreiseort der Tagesgäste werden könnte. Parkplätze haben sie dort aber nur wenige, und der Bau von Neuen aufgrund der Topographie (Hanglage) sehr aufwändig und teuer. Zudem wird Tschiertschen wohl kaum Interesse haben, mehr oder weniger nur als Parkplatz für das grosse Gebiet zu dienen.
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