Christen Glauben Kirche

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
Forumsregeln
Bitte beachte unsere Forum Netiquette
Chlosterdörfler
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2410
Registriert: 05.12.2012 - 17:56
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: 8840 Einsiedeln
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 174 Mal

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von Chlosterdörfler »

Die eigne Auferstehung als Avatar, was spricht dafür, was dagegen :?:

Was Ärzte nicht schaffen, verspricht derzeit die Künstliche Intelligenz: Ewiges Leben, zumindest virtuelles Weiterleben in einer für die bisherigen Mitmenschen wahrnehmbaren Form, ist möglich :!: Man muss nur genügend digitale Spuren hinterlassen, um leicht rekonstruierbar zu sein. Und wer fleissig in sozialen Netzwerken unterwegs ist, der hat davon eine ganze Menge :!:

So einige Gedanken dazu von mir. Ethische Fragen: Die Idee, als Avatar wiedergeboren zu werden, wirft viele ethische Fragen auf. Zum Beispiel, hat der Avatar die gleichen Rechte wie ein Mensch?

Wie verhindere ich, dass nach meinem Ableben ein Avatar erschaffen wird, aus meinen Daten :?:

Legen Sie in Ihrem Testament fest, dass aus Ihren Daten keine Avatare erstellt werden sollen. Und beauftragen Sie eine Vertrauensperson oder Familienangehörige, im Falle Ihres Ablebens entsprechend zu handeln. Und wer noch kein Testament gemacht hat, kann dies zu Lebzeiten mitteilen.

Welche Daten werden für die Erstellung eines Avatars benötigt :?:

Auf der Grundlage der verfügbaren Quellen sind hier einige allgemeine Informationen über die benötigten Daten aufgeführt.

Für KI-Avatare: Bei der Erstellung von KI-Avataren werden in der Regel 15 bis 20 Bilder des Benutzers benötigt, um ein Modell zu trainieren und den Avatar zu generieren. Diese Bilder dienen der künstlichen Intelligenz als Vorlage, um einen individuellen Avatar zu erstellen. Insgesamt können die Daten, die zur Erstellung eines Avatars benötigt werden, je nach Plattform und Technologie variieren, beinhalten aber häufig Informationen über das äussere Erscheinungsbild wie Hautfarbe, Haarfarbe, Gesichtszüge und Kleidung. Es gibt KI-Avatare, die im Weiteren auch Tondaten benötigen. Um mit den Bildern und Töne ein Film daraus zu machen. Was er spricht, entnimmt er aus Texten, wo Sie in der Lebzeiten verfasst haben.

Was spricht dafür, nach meinem Tod einen Avatar zu erschaffen? Und sei es nur vorübergehend für die Zeit der Trauer.

In diesem Fall gibt es einige Argumente, die für die Erstellung eines Avatars nach dem Tod sprechen, insbesondere für einen begrenzten Zeitraum, um den Hinterbliebenen bei der Trauerarbeit zu helfen. Hier sind einige Gründe:

Emotionale Unterstützung: Ein Avatar könnte als eine Art digitales Vermächtnis dienen, das den Hinterbliebenen hilft, mit dem Verlust umzugehen. Durch die Interaktion mit dem Avatar können sie das Gefühl haben, mit Ihnen verbunden zu sein, und so Trost und Unterstützung finden.

Zugang zu Ihrem Wissen und Ihren Erinnerungen: Ein Avatar könnte so programmiert werden, dass er Ihre Persönlichkeit, Ihr Wissen und Ihre Erinnerungen widerspiegelt. So könnten Ihre Angehörigen auch nach Ihrem Tod von Ihrem Rat und Ihren Erfahrungen profitieren.

Übermittlung von Nachrichten und Abschiedsworten: Sie können vor Ihrem Tod Nachrichten, Ratschläge oder Erinnerungen hinterlassen, die der Avatar an Ihre Hinterbliebenen weiterleitet. Dies kann den Trauernden helfen, einen Abschluss zu finden und den Verlust besser zu verarbeiten.

Ethik und Datenschutz: Da der Avatar in diesem Fall nur für einen begrenzten Zeitraum und für einen bestimmten Zweck (Trauerarbeit) eingesetzt würde, könnten einige ethische und datenschutzrechtliche Bedenken ausgeräumt werden. Es ist wichtig, klare Richtlinien und Einverständniserklärungen für die Verwendung und Speicherung der Daten zu haben.

Info: https://de.euronews.com/next/2023/03/16 ... i-avataren
Studie: Generative Ghosts: Anticipating Benefits and Risks of AI Afterlives : https://arxiv.org/abs/2402.01662
abgerufen am 17.03.2024

Wie ist eure Einstellung zu Avataren nach dem Tod :?:
Wer Träume hat der lebt noch.

Benutzeravatar
Pancho
Matterhorn (4478m)
Beiträge: 4777
Registriert: 03.02.2013 - 13:21
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Nähe Heidelberg
Hat sich bedankt: 2829 Mal
Danksagung erhalten: 2626 Mal

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von Pancho »

Du meinst also, einige werden hier ewig weiterposten? Selbst nach dem Tod?👀😱
kaldini
Moderator a.D.
Beiträge: 6227
Registriert: 19.08.2002 - 22:17
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Wörgl
Hat sich bedankt: 1076 Mal
Danksagung erhalten: 2186 Mal

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von kaldini »

Pancho hat geschrieben: 17.03.2024 - 14:27 Du meinst also, einige werden hier ewig weiterposten? Selbst nach dem Tod?👀😱
Naja, dafür braucht man nicht mal eine KI ;-)
State buoni, se potete
Benutzeravatar
scratch
Wurmberg (971m)
Beiträge: 1081
Registriert: 17.12.2011 - 15:18
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: bei Neumarkt i.d.Opf.
Hat sich bedankt: 490 Mal
Danksagung erhalten: 465 Mal

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von scratch »

Pancho hat geschrieben: 17.03.2024 - 14:27 Du meinst also, einige werden hier ewig weiterposten? Selbst nach dem Tod?👀😱
Puhh...bitte bringt Putin, Trump und Co nicht auf dumme Gedanken...die schaffen auch noch Gesetze, dass sie auch als Avatar weiter regieren dürfen.
Chlosterdörfler
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2410
Registriert: 05.12.2012 - 17:56
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: 8840 Einsiedeln
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 174 Mal

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von Chlosterdörfler »

Pancho hat geschrieben: 17.03.2024 - 14:27 Du meinst also, einige werden hier ewig weiterposten? Selbst nach dem Tod?👀😱
Was spricht dafür, nach meinem Tod einen Avatar zu erschaffen? Und sei es nur vorübergehend für die Zeit der Trauer.

Den zweiten Satz habe ich jetzt extra unterstrichen. Wenn, zum Beispiel ein Elternteil aufgrund einer schweren Krankheit viel zu früh stirbt. Dann haben die trauernden Angehörigen mit der neuen Technik die Möglichkeit, den Trauerprozess so zu gestalten. Aber eben auf Zeit, bis die Kinder alt genug sind.

Ethik, Recht und Sicherheit des digitalen Weiterlebens (Edilife /Digital Afterlife Industry (DAI))

Datenschutz: Digitales Weiterleben kann Angehörige nicht nur um Trauer bringen.
Der Rest steht hier: https://www.heise.de/news/Datenschutz-D ... 57345.html

Derzeit gilt die sogenannte Digital Afterlife Industry (DAI) als neuer Wachstumsmarkt für Start-ups und grosse kommerzielle Plattformbetreiber, der eine Interaktion mit Verstorbenen über Kommunikationsplattformen, Chatbots oder Avatare verspricht. Die Anwendungen werden bislang vor allem in den USA, Grossbritannien und Asien genutzt. So können Nutzer über den Dienst Gone Not Gone Sprachnachrichten aufnehmen, die nach dem Tod an die Hinterbliebenen versendet werden. Auch die App HereAfter bietet die Möglichkeit, Sprachdateien im Kontext vorgegebener Kategorien und Fragen aufzunehmen („A turning point in my life was....“); nach dem Tod können Hinterbliebene Fragen in der App posten, zu denen passende Geschichten abgespielt werden.

Wie weit die Heilsversprechen des digitalen Raums gehen können, zeigt der noch in der Entwicklung befindliche Dienst DDuplicata: Er wirbt mit einem digitalen ‚Zwilling‘ der Nutzer:innen, der zu Lebzeiten einfache Aufgaben wie den automatisierten Mailversand übernehmen kann, vor allem aber nach dem Tod in das Metaverse übergeht und dort für eine überdauernde Existenz der Nutzer:innen sorgt.

Zugleich gehen sie über individuelle Situationen hinaus, etwa wenn im Kontext von Erinnerungskulturen Avatare von Holocaust-Überlebenden in Museen Fragen von Schülergruppen beantworten oder wenn verstorbene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens digital repräsentiert werden (wie im Fall von John F. Kennedy oder Jesus). Welche Teile von Erinnerungskulturen sollen auf diese Weise bewahrt werden und welche nicht (Fragen der Repräsentativität und des Zugangs) :?: Welche Möglichkeiten der Manipulation und des Missbrauchs eröffnen sich :?:
Wer Träume hat der lebt noch.
Chlosterdörfler
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2410
Registriert: 05.12.2012 - 17:56
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: 8840 Einsiedeln
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 174 Mal

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von Chlosterdörfler »

Digitale Unsterblichkeit: Reflexionen über Vergänglichkeit und Solidarität.
Vor einiger Zeit brachte ein lieber Freund meinen Kindern zwei riesige Dinosaurier-Lebkuchen. Bevor mein Zehnjähriger einen Bissen nahm, fragte er: "Mama, machst du bitte ein Foto, damit ich mich für immer daran erinnern kann?" Erst nachdem ich ihm bestätigt hatte, dass ich den ganzen Keks auf das Foto bekommen hatte, nahm er einen grossen Bissen. Angesichts der Vergänglichkeit und der Tatsache, dass Dinge wie diese leckeren und ästhetisch ansprechenden Kekse bald für immer verschwunden sein werden, findet mein Sohn Trost darin, sie digital festzuhalten. Ein bestimmter Moment oder ein bestimmter Gegenstand mag verschwinden, aber er ist getröstet, ein Foto zu machen, das es ihm ermöglicht, sich für immer daran zu erinnern". Ich glaube, es sind Momente wie diese, in denen er ein Digital Native ist. Er hat nicht nur die Praxis des Dokumentierens des Alltäglichen verinnerlicht, sondern auch die Annahme, dass solche digitalen Aufzeichnungen von Dauer sind. Diese Annahme der digitalen Persistenz, d.h. dass digitale „Dinge“ für immer bestehen bleiben, liegt den zeitgenössischen Hoffnungen und Visionen der digitalen Unsterblichkeit zugrunde. Solche Hoffnungen und Visionen der digitalen Unsterblichkeit, die durch die Langlebigkeit digitaler Spuren ermöglicht wird, haben viele Quellen, darunter vor allem die Erfahrung der Begegnung mit den fortdauernden digitalen Spuren verstorbener Angehöriger. Solche Spuren liefern dem Einzelnen spezifische Bilder von digitaler Unsterblichkeit (die sich sowohl als technisch erschwinglich als auch als eingebettete, alltägliche Praktiken der Online-Kommunikation herausgebildet haben). Während digitale Spuren lange nach dem Tod fortbestehen können, sind digitale Medien zutiefst vergänglich und stellen eine grosse Herausforderung für die Möglichkeit der Unsterblichkeit dar.

In der Entwicklung einer psychosozialen und historischen Theorie der symbolischen Unsterblichkeit beschreiben Lifton und Olson (1975) in Living and Dying, wie Individuen von der Kindheit an und im Laufe ihres Lebens allmählich ein Verständnis des Todes entwickeln. Sie argumentieren, dass dieses Bewusstsein des Todes in einer Dialektik des alten Todes konstruiert wird. In einem allmählichen Prozess entwickeln Individuen ein ineinander verwobenes Verständnis von Tod und Kontinuität nebeneinander; das Bewusstsein des Todes wird untrennbar mit Vorstellungen vom gegenwärtigen Leben konstruiert (Lifton & Olson, 1975, S. 35). Die weit verbreiteten Konzepte der digitalen Unsterblichkeit ignorieren jedoch häufig die einzigartigen Herausforderungen, die digitale Technologien, Infrastrukturen, Nutzungspraktiken und Märkte an die Kontinuität stellen. Viele Wissenschaftler sind bereits dabei, einige dieser Herausforderungen abzuschwächen, darunter auch einige der früheren Mitwirkenden an diesem Blog. Um diese Diskussion voranzutreiben, möchte ich kurz einige weitere Gedanken zu den Herausforderungen und Kosten der digitalen Unsterblichkeit und ihrer Bedrohung für die Kontinuität darlegen.
Zugang und Kontrolle
Wie das Bild des Lebkuchendinosauriers habe ich auch andere zufällige Bilder in meinem Fotokonto. Unter den lächelnden Gesichtern meiner Familie finde ich diese zufälligen, verschwommenen Bilder, von denen ich in den meisten Fällen keine Ahnung habe, was sie dokumentieren sollen. Der Dinosaurier-Keks ist längst passé. Genauso wie der Pfannkuchen in Arizona-Form, die Lego-Ente und das schwarze Loch aus geschmolzenem Schokoladeneis. Ihre digitalen Überreste sind willkürlich über mein digitales Fotokonto verstreut, abhängig von der anhaltenden Lesbarkeit des Dateiformats, in dem sie gespeichert sind, und der wohlhabenden Ausdauer des privaten Unternehmens, das meine Sammlung von Tausenden von Fotos aufbewahrt und speichert. Beide Themen - die Gewährleistung der Lesbarkeit von Dateien und die Regulierung privater Unternehmen, die ihre eigenen digitalen Überreste kontrollieren - machen einige der Herausforderungen deutlich, die mit unseren Hoffnungen auf digitale Unsterblichkeit verbunden sind.

Und wenn mein Sohn eines Tages darum bitten würde, eines dieser Bilder zu sehen (was er glücklicherweise noch nicht getan hat), wüsste ich nicht einmal, wie ich anfangen sollte, danach zu suchen. Während sie also vielleicht noch auf meinem Konto existieren, sind sie praktisch verschwunden. Es würde zusätzliche Arbeit für mich bedeuten, diese spezifischen Spuren in irgendeiner Weise zu kuratieren, um sie jetzt und in Zukunft effektiv zugänglich zu machen.

Die unbegrenzte Dauer dieser digitalen Aufzeichnungen ist nicht garantiert. Sie hängt von der Aufrechterhaltung der Zugänglichkeit ab, die viele Formen und Aspekte hat: technologische, praktische, regulatorische, kommerzielle und ethische. Ich werde hier nicht auf alle eingehen, aber ich möchte vorschlagen, dass alle diese Herausforderungen gemeinsam sind, einschliesslich der Notwendigkeit einer kollektiven Anstrengung und, so könnte man argumentieren, einer Solidarität.
Digitale Unsterblichkeit und Solidarität
Alte und neue Medien sind vergänglich. Selbst der Grabstein, der eine aussergewöhnliche Haltbarkeit aufweist, muss gepflegt werden, um das Andenken an die Verstorbenen zu bewahren. Auch die digitalen Medien bedürfen der Pflege: Anpassung der Dateiformate, Sicherstellung der Lesbarkeit in der Zukunft, Pflege der notwendigen Infrastruktur (Strom, Internetverbindung). Diese Aspekte der Pflege sind sehr beschäftigt, ebenso wie die Unternehmen, die die Plattformen besitzen, gestalten und kontrollieren, auf denen diese digitalen Spuren erstellt, verbreitet und gespeichert werden. All dies macht deutlich, wie sehr die digitale Nachhaltigkeit von der Arbeit anderer abhängt. Wir sind auf andere angewiesen, um unsere Spuren zu bewahren, und wir sind im Wesentlichen auf andere angewiesen, um sinnvoll erinnert zu werden.

Ein weiteres Nachdenken über die Materialität der digitalen Überreste wirft zusätzliche Fragen über die Arbeit anderer und die Frage der Solidarität auf. Digitale Unsterblichkeit, das ist uns bewusst, hat materielle Kosten. Tausende Liter Frischwasser werden für den regelmäßigen Betrieb von Serverfarmen benötigt; die Herstellung von Geräten, die für die Erzeugung, Nutzung und Speicherung unserer digitalen Spuren notwendig sind, erfordert die kontinuierliche Gewinnung von Mineralien, Lieferketten und die Nutzung menschlicher und natürlicher Ressourcen. All dies wirft zusätzliche Fragen nach Unsterblichkeit und Solidarität auf, nicht nur zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden und dem geopolitischen Machtgefälle in diesen Produktions- und Ausbeutungsprozessen, sondern auch zwischen unserer Gegenwart und unserer zukünftigen Gesellschaft, von der wir abhängig sind, um unser Gedächtnis zu bewahren, und die unsere Solidarität in Bezug auf Nachhaltigkeit erfordert. Mit anderen Worten, die Aussicht auf symbolische Unsterblichkeit, wie sie von Lifton und Olson vorgeschlagen wird, ist tief mit den imaginären Zukünften einer bestimmten Gesellschaft verwoben (ich untersuche diese Idee in meiner Dissertation). Neben anderen Herausforderungen, die das Potenzial der posthumen digitalen Persistenz von Individuen aufwirft, erfordert die Erforschung der digitalen Unsterblichkeit auch die Berücksichtigung der möglichen ökologischen und sozialen Kosten der tatsächlichen Bewahrung des eigenen Gedächtnisses in der Zukunft.
Quelle: https://www.helsinki.fi/en/researchgrou ... solidarity

Weitere Infos:

Map Anatomy of an AI System: https://anatomyof.ai/img/ai-anatomy-map.pdf
The Amazon Echo as an anatomical map of human labor, data and planetary resources: https://anatomyof.ai/
Wer Träume hat der lebt noch.
Benutzeravatar
Wooly
Feldberg (1493m)
Beiträge: 1538
Registriert: 13.12.2011 - 01:14
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Ort: 76530 Baden-Baden
Hat sich bedankt: 97 Mal
Danksagung erhalten: 851 Mal
Kontaktdaten:

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von Wooly »

Wenn man stirbt fressen einen die Würmer ... und egal wie sehr man imaginäre Freunde und Heilsversprechen glaubt, egal wie viele Avatare man sich baut, egal wie viele Denkmäler man sich selber setzt ... die Welt vergisst schnell. Für mich haben solche Ausführungen immer etwas sehr Kindliches und Unsicheres, ein (relativ plumper) Versuch mir selber ein wenig Selbstbewusstsein anzueignen, wenn ich sonst nicht klarkomme. geht halt meistens, wie auch bei allen Religionen, meistens auf Kosten anderer ... was ich dann wieder um oft als sehr "unchristlich" empfinde, obwohl sich da keine Religion etwas gibt ... diese simplen Konstrukte sind doch im Kern doch sehr einfach geschnitzt ...
Chlosterdörfler
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2410
Registriert: 05.12.2012 - 17:56
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: 8840 Einsiedeln
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 174 Mal

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von Chlosterdörfler »

Die vollständige Christianisierung der Germanen war erst im Hochmittelalter abgeschlossen. Davor waren andre "Waldgötter" massgebend, dabei gab es Abweichungen in den Stämmen.

In der Schweiz blieb ein Teil christlich (z.B. Chur), nach dem das römische Reich zusammen brach. Der andre Teil ging wieder zurück zu den alten "Waldgöttern". Diese Feststellung machten die Irische Missionare bei ihrer Wanderung in der Schweiz. Auch Ausgrabungen bestätigen den damaligen Glauben.

Direktlink
Zeitbedarf: 6:25 Minuten
Die Christianisierung der Germanen in der Spätantike und im Frühmittelalter war ein komplexer und langwieriger Prozess, der sich über mehrere Jahrhunderte erstreckte und in unterschiedlichen Regionen Europas verschieden verlaufen ist. Dieser Prozess war geprägt von politischer, sozialer und kultureller Veränderung und wurde von verschiedenen Akteuren und Umständen beeinflusst.

Frühe Kontakte und Missionierung

1. Erste Kontakte mit dem Christentum: Bereits im 3. Jahrhundert gab es erste Berührungen germanischer Stämme mit dem Christentum, vor allem durch den Kontakt mit dem Römischen Reich. Germanische Söldner in der römischen Armee oder Gefangene, die im Römischen Reich lebten, kamen frühzeitig mit der neuen Religion in Kontakt.

2. Goten und der Arianismus: Einer der ersten germanischen Stämme, die sich dem Christentum zuwandten, waren die Goten. Der gotische Häuptling Fritigern nahm im 4. Jahrhundert das Christentum an, wobei er sich für die arianische Ausprägung der Lehre entschied, die damals als Häresie vom orthodoxen Christentum angesehen wurde. Der Bischof Wulfila spielte eine entscheidende Rolle, indem er die Bibel in die gotische Sprache übersetzte.

Missionierung im Frühmittelalter

1. Franken und die Taufe Chlodwigs: Ein entscheidender Wendepunkt war die Taufe des fränkischen Königs Chlodwig I. um 500. Anders als viele germanische Herrscher vor ihm konvertierte Chlodwig zum katholischen Christentum und nicht zum Arianismus. Seine Konversion hatte weitreichende Folgen, da sie die Grundlage für die Christianisierung des gesamten Frankenreichs legte und die Verbindung zwischen dem Papsttum und den germanischen Königreichen stärkte.

2. Deutschland und Skandinavien: Die Missionierung des heutigen Deutschlands wurde massgeblich durch Missionare wie Bonifatius im 8. Jahrhundert vorangetrieben, der als "Apostel der Deutschen" bekannt ist. Die Bekehrung Skandinaviens erfolgte später, vor allem im 9. und 10. Jahrhundert, und verlief oft langsamer und schwieriger, mit einer Mischung aus friedlicher Missionierung und militärischen Auseinandersetzungen.

Kulturelle und politische Auswirkungen

1. Kirchliche Organisation: Mit der Christianisierung ging die Errichtung kirchlicher Strukturen einher, darunter Bistümer und Klöster, die zu Zentren der Bildung und Kultur wurden. Klöster wie Fulda oder St. Gallen spielten eine zentrale Rolle bei der Verbreitung des Christentums und der kulturellen Erneuerung.

2. Integration und Synkretismus: In vielen Regionen vermischten sich christliche und heidnische Bräuche, was zu einer einzigartigen kulturellen Synthese führte. Alte heidnische Stätten wurden häufig in christliche Kirchen umgewandelt, und viele heidnische Feste wurden christianisiert, wie das Weihnachtsfest, das in seiner zeitlichen Nähe zu den germanischen Julfesten stand.

3. Politische Stabilisierung: Die Annahme des Christentums durch germanische Herrscherhäuser trug zur politischen Stabilisierung und Zentralisierung bei. Die Kirche wurde ein wichtiger Partner der Könige und spielte eine bedeutende Rolle in der Verwaltung und der Vermittlung von Schriftkultur und Gesetzgebung.

Insgesamt war die Christianisierung der Germanen ein vielschichtiger Prozess, der nicht nur religiöse, sondern auch tiefgreifende soziale, kulturelle und politische Veränderungen mit sich brachte. Die Verbindung zwischen dem Christentum und den entstehenden europäischen Königreichen prägte die Entwicklung Europas nachhaltig.
Die Text über die Christianisierung der Germanen in der Spätantike und im Frühmittelalter basiert auf einer Vielzahl von historischen Quellen. Zu den wichtigsten Quellen und Referenzen gehören:

https://de.wikipedia.org/wiki/Germanenmission
https://en.wikipedia.org/wiki/Early_Germanic_culture
https://www.die-bibel.de/ressourcen/wir ... r-germanen
https://www.cambridge.org/core/books/ab ... 40031AC07B
https://scholarworks.iu.edu/journals/in ... 4237/20355

Bücher:
- Peter Brown, "The Rise of Western Christendom": Ein umfassendes Werk, das die Ausbreitung des Christentums im Westen und die Transformation der römischen Welt beschreibt.
- Richard Fletcher, "The Barbarian Conversion: From Paganism to Christianity": Ein Buch, das sich intensiv mit der Bekehrung der barbarischen Völker Europas auseinandersetzt.
- Ian Wood, "The Missionary Life: Saints and the Evangelisation of Europe, 400-1050": Eine detaillierte Analyse der Rolle der Missionare und der Evangelisierung in Europa.
- James Campbell, "The Anglo-Saxons": Eine Sammlung von Essays über die angelsächsische Zeit, die auch die Christianisierung behandelt.
- Thomas F. X. Noble, "The Republic of St. Peter: The Birth of the Papal State, 680-825": Ein Werk über die Entwicklung des Papsttums und dessen Rolle in der Christianisierung Europas.

Dass sich ein Teil der Menschen vom christlichen Glauben abwendet, ist kein neues Phänomen. Die kirchlichen Strukturen und das Verhalten der Amtsträger haben dazu beigetragen. Der Glaube wird den Kindern nicht nur von den Eltern, sondern auch von ihrem direkten Umfeld weitergegeben, wenn sie die Werte des Glaubens vorleben.
Wer Träume hat der lebt noch.
Benutzeravatar
Seilbahnjunkie
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8467
Registriert: 11.07.2004 - 12:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Innsbruck
Hat sich bedankt: 851 Mal
Danksagung erhalten: 920 Mal

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Postest du jetzt hier ernsthaft Abhandlungen die Chat GPT für dich verfasst hat? Ich hab verstanden, dass du KI ganz toll findest, aber das bereichert das Forum nicht wirklich.

Chlosterdörfler
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2410
Registriert: 05.12.2012 - 17:56
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: 8840 Einsiedeln
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 174 Mal

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von Chlosterdörfler »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 28.05.2024 - 23:49 Postest du jetzt hier ernsthaft Abhandlungen die Chat GPT für dich verfasst hat? Ich hab verstanden, dass du KI ganz toll findest, aber das bereichert das Forum nicht wirklich.
Das mit der Schweizer Christianisierung habe ich aus dem Kopf geschrieben. Weil es mich interessiert hat, was zwischen Römerzeit und Frühmittelalter passiert ist. In der Bodenseeschrift fand ich sogar eine Einladung zu einem Ritterturnier in Zürich. So wurde ich nebenbei mit der Geschichte Süddeutschlands und Vorarlbergs ein wenig vertraut.

Die Buchquellen habe ich aus dem neuen Modell von CHAT-GPT 4o entlockt. Indem ich zuerst eine andere Frage gestellt habe. Und dann nach der Quelle gefragt habe bezüglich der Germanen Stämme. Mich nahm es wunder, ob das Sprachmodell auch die von Google eingescannte Schriften vom Bodensee-Geschichtsvereins benutzte. Um nicht zu viel zu schreiben fragte ich https://mistral.ai/ wie ich eine Abhandlung aufstellen muss.

Neben den angegebenen Quellen habe ich damals auch das Historische Lexikon der Schweiz (HLS) und die Schriften des Bodensee-Geschichtsvereins benutzt.
Links: https://hls-dhs-dss.ch/de/
Ein wichtiges Medium des Vereins sind die alljährlich erscheinenden „Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung“. In diesem Jahrbuch werden die unterschiedlichsten Facetten der Historie und Naturkunde des Bodenseeraumes dokumentiert. Dort findet man die neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen ebenso wie mannigfache Hinweise auf Forschungsergebnisse über den See und die ihn umgebende Landschaft. Aufsätze über Klima, Flora und Fauna sowie zur Geschichte der Länder, Städte und Dörfer, Beiträge über ihre Wirtschaft, Kultur und Kunst sind darin enthalten.
http://bodensee-geschichtsverein.eu/
Zum Archiv: https://de.wikisource.org/wiki/Schrifte ... r_Umgebung


Gustav Reinwald: Referat über die Verhandlungen des Vereins am Abend des 29. Septembers 1872 in St. Gallen (I. Auf welcher Insel des Bodensee’s landete 15 v. Chr. Tiberius? II. An welcher Stelle wurde die Schlacht geliefert, in welcher die lentiensischen Alemannen von den Römern besiegt worden? III. Wo liegt das ad Rhenum der Peutinger’schen Tafel? IV. An welchem Orte des Bodensee’s ist die römische Flottenstation Confluentes zu suchen?
Viel Spass beim Lesen in einem alten Schreibstil und Schrift: https://www.digishelf.de/objekt/bsz014854767_1873/60/

Das ist nicht von mir, sondern von Mistral.ai und Chat-GPT4o geschrieben, mit dem Prompt: Deutsche Christianisierung in der Form einer kurzen Abhandlung.
Die Christianisierung Deutschlands war ein jahrhundertelanger Prozess, der von verschiedenen Faktoren beeinflusst wurde. Hier ist eine kurze Abhandlung über diesen Prozess:

1. Spätantike und Völkerwanderung (4. bis 6. Jahrhundert): In der Spätantike breitete sich das Christentum im Römischen Reich aus, das auch Teile des heutigen Deutschlands umfasste. Mit der Völkerwanderung kamen germanische Stämme wie die Franken, Alemannen und Bayern nach Deutschland, die größtenteils noch heidnisch waren.

2. Frühmittelalter (6. bis 10. Jahrhundert): Die Christianisierung Deutschlands begann im Frühmittelalter mit der Missionstätigkeit irischer und angelsächsischer Mönche wie Kolumban, Bonifatius und Willibrord. Sie gründeten Klöster und Kirchen und bekehrten die germanischen Stämme zum Christentum. Die fränkischen Könige unterstützten die Christianisierung, da sie das Christentum als ein Mittel zur politischen Einigung und Stabilisierung ihres Reiches sahen.

3. Hochmittelalter (11. bis 13. Jahrhundert): Im Hochmittelalter setzte sich die Christianisierung fort. Die Kirche etablierte sich als eine wichtige Institution im gesellschaftlichen und politischen Leben. Es entstanden Bistümer und Erzbistümer, die die kirchliche Verwaltung und die religiöse Praxis organisierten. In dieser Zeit entstanden auch viele Kirchenbauten, wie z.B. die romanischen und gotischen Kathedralen.

4. Spätmittelalter und Reformation (14. bis 17. Jahrhundert): Im Spätmittelalter kam es zu einer Vertiefung der religiösen Praxis und Frömmigkeit. Es entstanden neue Formen der Spiritualität, wie z.B. die Mystik und die Verehrung der Heiligen. Die Kirche wurde jedoch auch zunehmend kritisiert, insbesondere wegen ihrer weltlichen Macht und ihres Reichtums. Die Reformation im 16. Jahrhundert brachte eine tiefgreifende Veränderung der religiösen Landschaft in Deutschland. Unter der Führung von Martin Luther und anderen Reformatoren entstanden protestantische Kirchen, die sich von der römisch-katholischen Kirche abspalteten. Die Reformation führte zu Konflikten und Kriegen zwischen den konfessionellen Lagern, die schließlich durch den Westfälischen Frieden von 1648 beendet wurden.

Insgesamt war die Christianisierung Deutschlands ein langwieriger und komplexer Prozess, der von verschiedenen Faktoren beeinflusst wurde. Die Ausbreitung des Christentums erfolgte schrittweise und wurde von der Missionstätigkeit, der Klostergründung und der Etablierung der Kirche als Institution vorangetrieben. Die Reformation brachte schließlich eine tiefgreifende Veränderung der religiösen Landschaft in Deutschland.

Prompt: Welche Quellen wurden hier benutzt.

In dieser kurzen Abhandlung zur Christianisierung der Schweiz und Deutschlands wurden keine spezifischen Quellen angegeben. Stattdessen basiert die Darstellung auf dem allgemeinen Wissensstand und der Forschungsliteratur zur Geschichte der Christianisierung in Europa.

Zu den wichtigsten Quellen für die Erforschung der Christianisierung gehören schriftliche Zeugnisse wie Chroniken, Heiligenviten, Kirchen- und Klosterurkunden, theologische Schriften und liturgische Texte. Archäologische Funde wie Kirchenbauten, Grabbeigaben und Kunstwerke liefern weitere wichtige Hinweise auf die Ausbreitung und die Praxis des Christentums.

In der Forschungsliteratur zur Christianisierung Europas werden diese Quellen kritisch ausgewertet und interpretiert. Dabei werden auch regionale und zeitliche Unterschiede berücksichtigt, um ein möglichst genaues und differenziertes Bild der Christianisierung zu gewinnen.

Einige bekannte Werke zur Christianisierung Europas sind beispielsweise "Die Germanen" von Tacitus, "Die Kirchengeschichte" von Eusebius von Caesarea, "Die Bekehrung der Angelsachsen" von Beda Venerabilis, "Die Geschichte der Franken" von Gregor von Tours, "Die Christianisierung Europas im Mittelalter" von Ian Wood und "Die Reformation" von Diarmaid MacCulloch.
CHAT-GPT 4o Prompt: Deutsche Christianisierung in der Form einer kurzen Abhandlung.
Die Christianisierung Deutschlands war ein komplexer und langwieriger Prozess, der sich über mehrere Jahrhunderte erstreckte und tiefgreifende Veränderungen in der Gesellschaft, Kultur und Politik des mittelalterlichen Europas zur Folge hatte. Dieser Prozess begann im frühen Mittelalter und wurde maßgeblich durch Missionstätigkeiten, politische Entscheidungen und militärische Aktionen geprägt.

### Frühe Missionstätigkeiten

Die Christianisierung Deutschlands begann im 4. und 5. Jahrhundert, als das Römische Reich unter dem Einfluss des Christentums stand. Erste missionarische Aktivitäten gingen von Rom und irisch-schottischen Mönchen aus. Der heilige Severin (†482) und der heilige Columban (543-615) gehören zu den frühen Missionaren, die das Christentum in den germanischen Stammesgebieten verbreiteten.

Im 8. Jahrhundert spielte der angelsächsische Mönch Bonifatius (ca. 675-754), bekannt als der „Apostel der Deutschen“, eine zentrale Rolle bei der Christianisierung des heutigen Deutschlands. Er gründete zahlreiche Klöster und Bistümer, darunter Fulda, das zu einem wichtigen Zentrum der christlichen Kultur und Bildung wurde. Bonifatius’ Missionstätigkeiten wurden von der fränkischen Monarchie unterstützt, was die Verbreitung des Christentums wesentlich förderte.

### Politische Unterstützung und Zwangschristianisierung

Die Christianisierung Deutschlands war eng mit der Politik der fränkischen Könige verbunden. Karl der Große (747-814) nutzte das Christentum als Instrument zur Stabilisierung und Erweiterung seines Reiches. Seine militärischen Feldzüge gegen die heidnischen Sachsen waren auch religiös motiviert. Die Sachsenkriege (772-804) führten schließlich zur gewaltsamen Bekehrung der Sachsen, die durch Massentaufen und die Errichtung von Kirchen und Klöstern ins christliche Reich eingegliedert wurden.

### Einfluss der Klöster und Bildungseinrichtungen

Klöster spielten eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung und Festigung des Christentums in Deutschland. Sie waren Zentren der Bildung, Kultur und wirtschaftlichen Entwicklung. Benediktinerklöster, die den strengen Regeln des Heiligen Benedikt folgten, förderten das monastische Leben und die christliche Bildung. Berühmte Klöster wie Fulda, Reichenau und St. Gallen waren nicht nur religiöse, sondern auch kulturelle Zentren, die zur Weitergabe antiken Wissens und zur Entwicklung der mittelalterlichen Scholastik beitrugen.

### Missionstätigkeiten im Osten

Die Christianisierung setzte sich im 10. und 11. Jahrhundert in den östlichen Gebieten des Heiligen Römischen Reiches fort. Der Heilige Adalbert von Prag (956-997) und der Heilige Otto von Bamberg (1060-1139) missionierten in den slawischen Gebieten und trugen zur Ausbreitung des Christentums in Pommern und Polen bei. Diese Missionstätigkeiten wurden oft von den deutschen Königen und Kaisern unterstützt, die in den neu christianisierten Gebieten ihren politischen Einfluss ausweiteten.

### Fazit

Die Christianisierung Deutschlands war ein vielschichtiger Prozess, der mehrere Jahrhunderte dauerte und von einer Kombination aus missionarischen Aktivitäten, politischer Unterstützung und militärischer Gewalt geprägt war. Sie führte zu einer tiefgreifenden Transformation der Gesellschaft, wobei das Christentum eine zentrale Rolle in der kulturellen und politischen Entwicklung des mittelalterlichen Deutschlands einnahm. Die Errichtung von Kirchen, Klöstern und Bildungseinrichtungen förderte nicht nur die religiöse, sondern auch die kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung des Landes, was die Grundlage für das spätere Europa bildete.

Prompt: Welche Quellen wurden Benutzt

Die Informationen in der Abhandlung basieren auf einer Zusammenfassung historischer Kenntnisse über die Christianisierung Deutschlands, die in zahlreichen wissenschaftlichen Werken und historischen Quellen dokumentiert sind. Hier sind einige der zentralen Quellen und Literatur, die typischerweise verwendet werden, um dieses Thema zu erforschen:

1. **Primärquellen**:
- **Einhards „Vita Karoli Magni“**: Ein bedeutendes Werk, das das Leben und die Taten Karls des Großen beschreibt, einschließlich seiner Rolle bei der Christianisierung der Sachsen.
- **Briefe und Schriften des Bonifatius**: Diese bieten Einblicke in die Missionstätigkeit und die religiöse Landschaft des frühen Mittelalters.
- **Annalen des Reiches** (zum Beispiel die „Annales Regni Francorum“): Diese bieten chronologische Berichte über die Ereignisse während der Herrschaft der Karolinger und ihrer Nachfolger.

2. **Sekundärquellen**:
- **„Die Deutschen und das Christentum“ von Heinz Schilling**: Eine umfassende Analyse der Christianisierung Deutschlands und ihrer Auswirkungen auf die deutsche Kultur und Gesellschaft.
- **„Christianization and the Rise of Christian Monarchy: Scandinavia, Central Europe and Rus' c.900–1200“ von Nora Berend**: Ein Buch, das die Christianisierungsprozesse in Mitteleuropa und ihre politischen Implikationen untersucht.
- **„Die Christianisierung Europas im Mittelalter“ von Richard Fletcher**: Dieses Buch bietet einen Überblick über die Christianisierung in verschiedenen Teilen Europas, einschließlich Deutschlands.

3. **Fachartikel und Aufsätze**:
- Wissenschaftliche Artikel in historischen Zeitschriften wie „Zeitschrift für Kirchengeschichte“ oder „Frühmittelalterliche Studien“, die spezifische Aspekte der Christianisierung Deutschlands behandeln.

4. **Lexika und Enzyklopädien**:
- Einträge in enzyklopädischen Werken wie „The Oxford Dictionary of the Christian Church“ oder „Lexikon des Mittelalters“, die fundierte und detaillierte Informationen über Personen und Ereignisse der Christianisierung bieten.

Diese Quellen bieten eine solide Grundlage für das Verständnis der komplexen Prozesse und Ereignisse, die zur Christianisierung Deutschlands führten.
Diese Quellenangaben habe ich nicht überprüft. Es wurde auch nicht dasselbe geschrieben, mich ärgert nur, dass ich vergessen habe, das Kloster Reichenau am Bodensee zu erwähnen.
Wer Träume hat der lebt noch.
Chlosterdörfler
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2410
Registriert: 05.12.2012 - 17:56
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: 8840 Einsiedeln
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 174 Mal

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von Chlosterdörfler »

Wer heute in der modernen Welt glaubt, sucht nach einem sinnvollen Inhalt für sein Leben. Oder eine persönliche Lebenskrise führt ihn zurück zum Glauben. Auch suchen Menschen einen Weg, mit dem eigenen Tod oder dem eines nahen Angehörigen umzugehen.
Der Neo-Hellenismus ist offen für Gläubige jeden Alters, jeden Geschlechts und jeder Sexualität. Kristin Kieltsch macht in ihrem Vortrag auch darauf aufmerksam, dass wir niemals über die Religion der anderen lachen, sondern immer gemeinsam staunen sollten, wie vielfältig Glaube gelebt werden kann. Die Religionswissenschaftlerin und Kulturanthropologin Kristin Kieltsch stellt dir in ihrem Science-Slam-Vortrag diese brandneue Religion vor. Gerade mal 50 Jahre ist der Neo-Hellenismus alt, inklusiv und modern in seiner Glaubenspraxis.
So beten manche Gläubige an tragbaren Altären oder sogar an virtuellen Orten des Glaubens, etwa in Computerspielen wie Animal Crossing.

Vortrag: https://youtu.be/iTGhxp5Ubtc?si=pQRcsR2F7l-E82hI
Zeitbedarf: 9:24 Minuten

Bezüglich des Vortrags von Kristin Kieltsch über den Neo-Hellenismus ist anzumerken. Es ist wichtig zu betonen, dass Theologie und Wissenschaft keine Gegensätze sind. Wir können über Religionen diskutieren und sogar streiten, jedoch sollten wir den Menschen, die einer bestimmten Religion folgen, mit Toleranz begegnen. Wie überall gibt es auch innerhalb jeder Religion extreme und problematische Vertreter, die nicht toleriert werden sollten. Wer schweigt, der fördert solche Strömungen, sodass sie sich verstärken.

Ein vermehrtes Miteinander und ein grösseres Verständnis füreinander können dazu beitragen, Hass und Hetze zu verringern. Es ist ebenso wichtig, nicht vorschnell zu verallgemeinern, wie es einige machen. Dies ist lediglich meine persönliche Meinung.


Warum ist die Kirche leer? Ein Lied geschrieben und gesungen von Pater Sandesh Manuel vor einem Jahr. Zeitbedarf: 3:27 Minuten

Direktlink

Ein Kommentar von einem User @xantiy.5068 zum Liedtext.
Lieber Sandesh, ich schätze Sie und Ihr Engagement sehr. Und ich danke Ihnen für diese wichtige Frage: Warum ist die Kirche leer?
Ich bin katholisch getauft und erzogen und musste (!) jeden Sonntag in die Kirche. Dort hat es mir aber nur an Weihnachten und am Ostermontag einigermaßen gefallen, sonst eher nicht. Da war keine wirkliche Liebe - und vor allem waren dort keine wirklichen hilfreichen Antworten - weder für mich als wissbegieriges Kind damals noch für die Erwachsenen um mich herum. Die meisten gingen aus Pflichtgefühl in die Kirche und aus Angst vor der Meinung der Nachbarn - und: aus Angst vor Gott! Das ist wohl das Schlimmste, was viele unfähige Priester angerichtet haben: Sie haben den Menschen Angst gemacht und sie dadurch beherrscht. Später habe ich mich von der Kirche abgewandt, bin ausgetreten und lebte lange Zeit ganz gut ohne diesen Gott, wie ich ihn bis dahin kannte. In einer Lebenskrise mit Ende 20 habe ich wieder angefangen zu suchen - und bin Jahre später schließlich beim sogenannten Urchristentum gelandet und habe dort erfahren, dass all die kirchlichen Dogmen gar nichts mit der Lehre Jesu zu tun haben. Das hat mich echt erleichtert. Rückwirkend konnte ich meine unguten Gefühle viel besser verstehen. Und ich habe Jahrzehnte (!) immer weiter geforscht - und auch wieder zum Glauben gefunden, zum Glauben an einen liebenden Gott! . Die Amtskirche hat die Botschaft Jesu sehr verzerrt und in den oberen Rängen wurde sie sogar ins Gegenteil verkehrt!! Wenn Sie unvoreingenommen nachforschen, werden Sie auch zu dieser schrecklichen Erkenntnis kommen. Das könnte dann bei Ihnen und Ihren Mitbrüdern eine Krise auslösen. Aber es wäre eine heilsame Krise!
Lieber Pater Sandesh, Ihre Liebe zu Gott und zu den Menschen scheint mir echt zu sein.
Und nun kommt etwas sehr Provokantes: Verschwenden Sie nicht Ihre Kräfte mit dem Versuch, die Kirchen wieder zu füllen.
Machen Sie sich selbst frei von der Bindung an die Kirche und wirken Sie nur noch für Gott - ganz frei, wie es Franziskus in seinen besten Zeiten war.
Verzichten Sie auf Ihre braune Kutte, lösen Sie sich von den Gelöbnissen, die nur den Mächtigen im Hintergrund dienen und ziehen Sie als wirklich freier Geist durch die Welt und singen und tanzen Sie nach Herzenslust! DAS wird viele Menschen ansprechen, das wird ihnen wieder Mut und Kraft und Zuversicht geben. Ja, führen Sie die Menschen zu Gott, aber nicht zur Institution Kirche!
Antwort von Pater Manuel: Bzw Ich mag auch die Institution nicht aber weil meine Mutter etwas falsches tut , verlasse ich Sie nicht. Aber ich verstehe genau Ihre Argumente und bin froh das wir über solche Dinge reden
@xantiy.5068
Lieber Sandesh, ich bin auch froh, dass wir über "solche" Dinge reden. Ich will Sie auch bestimmt nicht kritisieren oder gar missionieren :-), aber ich möchte diese Gelegenheit nützen, um mein Anliegen zum Ausdruck zu bringen.
So bin ich z.B. der Meinung, dass Ihre leibliche Mutter tatsächlich Ihre Mutter ist und dafür Respekt, Liebe, Dankbarkeit... verdient. Aber die Kirche ist nicht Ihre Mutter! Sie hat sich diesen positiv besetzten Titel nur übergestülpt, quasi zur Tarnung bzw. zur Irreführung der Gutmütigen. ( Mit "Vater Staat" sieht es ähnlich aus. Vielleicht kennen Sie die Unterhaltung von "Vater" Staat und "Mutter "Kirche? In einem literarischen Werk - von Dostojewski (?) sagt die Kirche zum Staat: "Halte DU sie arm, ICH halte sie dumm! " ) Als erwachsene Menschen dürfen - und sollten - wir regelmäßig alles auf den Prüfstand stellen, um immer klarer zu sehen, um auszusortieren, um die Weichen neu zu stellen und - natürlich - , um das Gute in allem zu behalten, zu bewahren, aber nicht kindlich unbewusst, sondern nun voll bewusst. Jeder Mensch reift in Etappen. Ich z.B. habe mir schon oft eingebildet, ich wäre nach all den schmerzhaften Prozessen (ja, sie waren unbequem und schmerzhaft!) nun endlich am Ziel angekommen. Nur um dann feststellen zu müssen, dass lediglich die nächste Runde eingeläutet wurde und (scheinbar) alles wieder von vorne beginnt. Aber zum Glück handelt es sich nicht um eine Kreisbewegung, sondern um eine Spirale...

@xantiy.5068
Dagegen gibt es kein Argument! :-) Wir sollten immer unserem Herzen folgen. Das bedeutet aber nicht, dass uns unser Herz nicht später einmal einen anderen, einen neuen Weg zeigt.

@noraterfani2613
Liebe Xanti Y. ! Ich muss mich vor Ihnen verneigen! Ich danke Ihnen von ganzen Herzen für Ihre Zeilen. ️️️️ ️‍️‍️‍️‍️‍
Ich glaube auch an Gott! Nur kann ich keine Menschenmassen mehr ertragen, oder bestimmte Energien die ich dort spüre. Deswegen muss ich es so frei mit anderen leben. Was nicht bedeutet zusammenzuhalten in einer Gemeinschaft in der man sich verstanden, angenommen und geborgen fühlt! Aber da diese Religionen/Institutionen anscheinend alle für Männer gemacht worden sind, habe ich da eh nichts verloren…
Wer Träume hat der lebt noch.
Chlosterdörfler
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2410
Registriert: 05.12.2012 - 17:56
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: 8840 Einsiedeln
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 174 Mal

Re: Christen Glauben Kirche

Beitrag von Chlosterdörfler »

Eine aktuelle Studie untersucht die tiefgreifenden und anhaltenden Veränderungen, die Menschen nach einer Nahtoderfahrung (NTE) erleben. Hier die wichtigsten Erkenntnisse.

Langfristige transformative Auswirkungen von Nahtoderfahrungen

Studienmethodik:
- 834 Personen mit Nahtoderfahrungen wurden befragt
- Vergleichsgruppe: 42 Personen, die lebensbedrohliche Situationen ohne NTE erlebten
- Analyse mittels Fragebögen und thematischer Auswertung von Erfahrungsberichten

Hauptergebnisse:
1. Signifikante Werteverschiebung und spirituelle Veränderungen bei NTE-Erfahrenen im Vergleich zur Kontrollgruppe
2. Wichtigste Transformationen:
- Verstärkter Glaube an eine göttliche Kraft und ein Leben nach dem Tod
- Verringerte Angst vor dem Tod
- Gesteigerte Empathie und Mitgefühl
- Stärkeres Gefühl für den Sinn des Lebens
- Neuausrichtung von Lebensprioritäten und -werten
- Höherer Stellenwert von Spiritualität und Religion im Alltag

Umfang der Veränderungen
- 88,5% der Befragten berichteten von Lebensveränderungen nach ihrer NTE
- 54,8% beschrieben diese als gross, 22,4% als moderat, 11,3% als klein
- Nur 5,9% nahmen keine Veränderungen wahr

Schlussfolgerung:
Die Studie legt nahe, dass Nahtoderfahrungen zu einem tiefgreifenden spirituellen Erwachen und einer Neuorientierung im Leben führen, die sich deutlich von Veränderungen nach lebensbedrohlichen Situationen ohne NTE unterscheiden. Diese Transformationen scheinen langfristig anzuhalten und das Leben der Betroffenen nachhaltig zu beeinflussen.
Infoquelle: https://www.sciencedirect.com/science/a ... via%3Dihub
abgerufen am 13.10.2024

Wer sich dafür vertieft interessiert, kann sich auf dieser Webseite weiter umsehen.: https://www.nderf.org/German/index.htm
Wer Träume hat der lebt noch.
Antworten

Zurück zu „Off Topic“