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Eine französisch-schweizerische Investorengruppe möchte gleich zwei Walliser Bergbahnen übernehmen. Die Belalp Bahnen und jene in Grächen stecken in grossen finanziellen Schwierigkeiten.
Eine französisch-schweizerische Investorengruppe möchte gleich zwei Walliser Bergbahnen übernehmen. Die Belalp Bahnen und jene in Grächen stecken in grossen finanziellen Schwierigkeiten.
Quelle: Was hat der mögliche Retter der Belalp Bahnen vor?Christian Mars, potenzieller Investor für die Walliser Belalp Bahnen und jene in Grächen, spielt auf Zeit. Kurios: Die Gesellschaft, mit der er die Schweizer Skigebiete retten will, taucht nicht im Handelsregister auf.
Das neue Aussichtsrestaurant auf dem Eggishorn hätte zusammen mit der neuen Seilbahn zum Aushängeschild eines der grössten Skigebiete im Oberwallis werden sollen. Viele Jahre lang mussten sich die Aletsch Bahnen anhören, viel zu wenig aus der sensationellen Aussichtsplattform auf den Aletschgletscher zu machen. Dann nahm das Prestigeprojekt für 35 Millionen endlich Gestalt an. Zumindest, bis gegen ein involviertes Architekturbüro heftige Vorwürfe erhoben wurden.
Absender war der Geschäftsführer des Seilbahnunternehmens Obereggen Latemar im Südtirol, Italien. Das geplante Aussichtsrestaurant auf dem Eggishorn glich der Berghütte Oberholz, die den Bahnen gehört, wie ein eineiiger Zwilling. Der gleiche dreiteilige, geschwungene Grundriss, die Terrasse, die dreieckige Fensterform: Die Ähnlichkeiten waren derart frappant, dass ein Zufall mehr als abwegig scheint.
Quelle: Architekturbüro klaut im Südtirol Idee für BergrestaurantDie Suche nach einem neuen Projekt setzt die Bahnen auch mit Blick auf den Zeitplan unter Druck. Man versuche, am Baubeginn im Jahre 2025 festzuhalten, heisst es in der Mitteilung. Doch allein der Architekturwettbewerb wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Und das anschliessende Bewilligungsverfahren dürfte erfahrungsgemäss ebenfalls reichlich Zeit beanspruchen. Wegen des Kopier-Skandals haben die Aletsch Bahnen die geplante Eröffnung der neuen Seilbahn und des Restaurants bereits um ein Jahr verschoben. Doch auch eine Inbetriebnahme Ende 2026 scheint überaus sportlich.
Hallorxphl hat geschrieben: 22.02.2024 - 14:22 Das könnte durchaus ein plausibler Grund sein. Ich hätte noch eine zweite Theorie:
Das Gebiet rund um dem Aletsch Gletscher ist ja bekanntlich von starken Geländebewegungen betroffen, weshalb man ja unter anderem im Sommer Talegga verkürzen muss und die zweite Sektion der Moosfluhbahn auf einer hydraulisch anpassbar ist. Am Eggishorn hat man daher die gleichen Probleme, was unter anderem zur Schliessung der wunderschönen Gratpiste für mehrere Jahre geführt hat. Daher könnte ich mir vorstellen (und ich meine auch, das bereits irgendwo gelesen zu haben), dass oben auf dem Eggishorn ähnliche Massnahmen wie auf der Moosfluh getroffen werden müssen, um einen langfristigen Betrieb der Pendelbahn und der Hütte zu gewährleisten, was Möglicherweise ein gemeinsames Fundament oder sonstige fordert, weshalb ein Baustart der PB ohne fertige Pläne für das Restaurant nicht möglich ist.
Siehe auchChlosterdörfler hat geschrieben: 30.06.2024 - 18:34 Ein Teil des westlichen Parkplatzes der Aletschbahn Talstation wurde vom Hochwasser der Rhone weggespült. Hätten dort Autos gestanden, wären auch diese weggespült worden.
Nein, leider habe ich da keine weiteren Informationen. Deine Ausführungen machen aber durchaus Sinn, nimmt mich dann auch Wunder, mit welcher Kapazität sie in Zukunft fahren werden. Ich denke, dass der nach wie vor bediente Teil der Piste schon eine höhere Kapazität aushält.rxphl hat geschrieben: 04.08.2024 - 15:30 Weisst du (oder auch jemand anderes), ob die Kapazität der Sesselbahn jetzt erhöht wird? Durch die kürzere Strecke müsste die Förderleistung eh gleichbleibender Anzahl an FBM eigentlich um etwa 1/3 steigen. Ich meine, dass die Bahn bisher noch im Anfangsausbau mit 1800 p/H unterwegs war und eine Anschaffung zusätzlicher Sessel bis zu 2200p/h ermöglichen könnte. Aber selbst für diese Förderleistung hat man jetzt zu viele Sessel. Muss man den Rest der Sessel jetzt verkaufen/einlagern oder kann man ggf. doch 2400 oder 2600 Leute pro Stunde den Berg mit der bestehenden Bausubstanz befördern. Zumindest der Ziehweg als Nadelöhr von der alten Bergstation ist jetzt kein Problem mehr.