Die große Klima-Diskussion

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NeusserGletscher
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Keine Ahnung, ob das hier schon mal erwähnt wurde, daher in Stichworten:

Norwegen cancelt die geplante Wasserstoff Pipeline nach Deutschland. Rahmenbedingungen und Abnehmer würden fehlen.

Thyssen Krupp stellt Umbaupläne für "grünen" Stahl in Frage. Zu teuer.

Eine norwegische Studie beziffert die Kosten für den Ausstieg aus der Kernenegrie in Deutschland auf bis zu 600 Milliarden Euro. Naja, vielleicht nicht grad die unvoreigenommenste Quelle, aber siehe weiter unten.

Die Union möchte im Fall eines Wahlsieges wieder alte AKW in Betrieb nehmen und neue bauen. Blöd ist nur, dass Habecks Ministerium nichts eiligeres zu tun hatte, als rasch mit dem Rückbau der kürzlich abgeschalteten AKW zu beginnen. Ganz abgesehen von "Detail"-Fragen wie technischem Zustand, Betriebsgenehmigung etc. wäre auch die Frage, mit welchem Koalitionspartner die Union denn den Wieder-Einstieg in die Kernenergie politisch umsetzen möchte? Selbst in der eigenen Partei gibt es genügend Merkelianer, die sich damit schwer tun würden. Mit deren Liebling-Koalitionspartner, den Grünen, wäre es auch nicht zu machen. Und bei der SPD halte ich dies auch nicht für ausgemacht, die hat ja die Abschaltung trotz explodierender Strompreise und den Folgen für ihre Stammwähler (Industriearbeitsplätze, Malocher, Rentner, kleine Leute) auch nicht verhindert. Aber versprechen kann man ja viel, so lange man nicht liefern muss.

Auf absehbare Zeit wird Energie in Deutschland daher weiter teurer und dreckiger bleiben als in den Ländern, die einen anderen Weg gegangen sind. Hier kann jeder live und in Farbe den Erfolg von 25 Jahre Energiewende und einer Billion Kugeln Eis verfolgen.

Wer an den Kosten der Energiewende zweifelt, der kann sich das Interview in der Welt mit dem Klimökonomen Joachim Weimann durchlesen (leider hinter Paywall).
Doch die Kosten summieren sich nun auf 500 bis 1000 Milliarden Euro und werden sich Experten zufolge noch vervielfachen - dabei verpufft der Klimaschutz-Effekt.
Teuer und wirkungslos, wie Kritiker schon immer bemängelt haben. Aber die wurden vom Mainstream regelmässig diskreditiert.

Dort erfährt man dann auch, wieso sich "die Wissenschaft" in Sachen Klima angeblich immer so einig ist:
Weil die angebotenen Lösungen das grüne Energiewende-Narrativ bedrohen, das längst zu kulturellem Kapital wurde. Die Energiewende ist ein Kulturphänomen, unterstützt von angeblich so kritischen Geistern der Kulturschaffenden und Kabarettisten. Sie folgen dem beifallssicheren Narrativ. Experten, die Kritik üben, geraten unter Beschuss, weshalb sich kaum noch jemand öffentlich äußert.
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Martin_D
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

Angenommen, wir entschließen uns in Deutschland dazu, neue Kernkraftwerke zu bauen.

Wie lange werden Standortsuche, Genehmignugnsverfahren und Bau von neuen Kernkraftwerken denn dauern ?

Jedenfalls so lange, dass sie nichts zu den Klimazielen, zu denen sich Deutschland verpflichtet hat, beitragen können.

Die Forderung der Union nach neuen Kernkraftwerken ist ein schlechter PR-Gag und sonst nichts.
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NeusserGletscher
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Martin_D hat geschrieben: 13.10.2024 - 11:50 Wie lange werden Standortsuche, Genehmignugnsverfahren und Bau von neuen Kernkraftwerken denn dauern ?
Zu lange? Man kann, wie bei der Bildungspolitik, nicht in wenigen Monaten reparieren, was in Jahrzehnten versäumt wurde. Vor 25 Jahren hat man die Energiewende vielleicht etwas blauäugig, naiv aber mit den besten Absichten begonnen. Und dabei leider vergessen, die technischen Voraussetzungen zu schaffen.

Kürzlich habe ich das Bonmont gelesen, dass die CD nicht erfunden wurde, weil jemand die Schallplatte verboten hat. Die Zeit und der technische Fortschritt waren einfach dafür reif, diese Technik zu entwickeln.

Bei der Energiepolitik sitzt die Politik seit Jahrzehnten immer wieder dem selben Irrtum auf. Man glaubt, in dem man AKW, fossile Heizungen, Verbrenner etc. verbietet, würden sich alle technischen Probleme rund um die Nutzung von Sonne und Wind wie von Geisterhand von selber lösen. Den Gefallen tun sie uns leider nicht.

Und während sich die bisherigen Konzepte gesamtwirtschaftlich betrachtet immer mehr als teure Rohrkrepierer erweisen, läuft uns bei den Klimazielen die Zeit und bei der wirtschaftlichen Stärke die Industrie davon.

Ich gehe immer mehr davon aus, dass für Deutschland der Zug längst abgefahren ist. Die innovations- und wirtschaftsfeindliche Politik der letzten Jahrzehnte, die systematische Plünderung der Mitte der Gesellschaft haben Wirtschafts- und Innovationskraft der Deutschen irreparabel geschädigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland seine Klimaziele durch Wohlstandverlust erreichen wird, schätze ich signifikant höher ein als die Wahrscheinlichkeit, dass wir es mit Innovationen, Fleiß und Ausdauer schaffen.
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Petz
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Petz »

NeusserGletscher hat geschrieben: 13.10.2024 - 10:37Auf absehbare Zeit wird Energie in Deutschland daher weiter teurer und dreckiger bleiben als in den Ländern, die einen anderen Weg gegangen sind. Hier kann jeder live und in Farbe den Erfolg von 25 Jahre Energiewende und einer Billion Kugeln Eis verfolgen.
Du scheinst aber zu übersehen das es eine europäische Strombörse gibt wo die Energieunternehmen anbieten als auch kaufen, deshalb spielten die paar lausigen MW Verlust durch die deutsche Kernkraftwerkestillegung beim Erzeugerpreis nur eine kaum merkbare Rolle.
Und hätte man richtigerweise die Kosten für die Endlagerung für die angebliche nötige eine Million Jahre in denen der Atommüll noch beaufsichtigt gelagert werden muß, auf die erzeugten Kilowattstunden umgerechnet und sie den Energieerzeugern und nicht dem Staat aufgelastet, bewegte sich deren Preis sicher im Euro-, und nicht im Centbereich.
Abgesehen davon darf man nicht vergessen, das für das vergangene Energiepreishoch ausschließlich die Neosovietunion verantwortlich zeichnete und alle dadurch volkswirtschaftlich verursachten Kosten inkl. Verzinsung gehörten unter Ausnutzung aller nur denkbaren Möglichkeiten durch Beschlagnahmen, Importzwangsabgaben etc. auf russische und russischer Wertschöpfung beeinhaltende Produkte bis auf den allerletzten Cent als Reparationsleistung rückgeführt. Damit nutzte man legale Möglichkeiten Rußland als Möchtegerngroßmacht wirtschaftlich auf Entwicklungslandniveau zu drücken und setzt dadurch Ressourcen frei, um die neue Großmacht China in Grenzen zu halten denn diese bereits absehbaren Auseinandersetzungen werden in Zukunft über das Wohl und Wehe der westlichen Volkswirtschaften entscheiden.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Petz hat geschrieben: 13.10.2024 - 15:22 deshalb spielten die paar lausigen MW Verlust durch die deutsche Kernkraftwerkestillegung beim Erzeugerpreis nur eine kaum merkbare Rolle
Wir reden grad über die Energiepolitik der letzten 25+x Jahre, nicht nur über die letzten 2 Jahre. Da lag das Maximum beim Anteil an Strom aus AKW bei 30%, nicht bei ein paar lausigen MW.
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kaldini
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von kaldini »

NeusserGletscher hat geschrieben: 13.10.2024 - 10:37 Thyssen Krupp stellt Umbaupläne für "grünen" Stahl in Frage. Zu teuer.

Eine norwegische Studie beziffert die Kosten für den Ausstieg aus der Kernenegrie in Deutschland auf bis zu 600 Milliarden Euro. Naja, vielleicht nicht grad die unvoreigenommenste Quelle, aber siehe weiter unten.

Die Union möchte im Fall eines Wahlsieges wieder alte AKW in Betrieb nehmen und neue bauen. Blöd ist nur, dass Habecks Ministerium nichts eiligeres zu tun hatte, als rasch mit dem Rückbau der kürzlich abgeschalteten AKW zu beginnen. Ganz abgesehen von "Detail"-Fragen wie technischem Zustand, Betriebsgenehmigung etc. wäre auch die Frage, mit welchem Koalitionspartner die Union denn den Wieder-Einstieg in die Kernenergie politisch umsetzen möchte? Selbst in der eigenen Partei gibt es genügend Merkelianer, die sich damit schwer tun würden. Mit deren Liebling-Koalitionspartner, den Grünen, wäre es auch nicht zu machen. Und bei der SPD halte ich dies auch nicht für ausgemacht, die hat ja die Abschaltung trotz explodierender Strompreise und den Folgen für ihre Stammwähler (Industriearbeitsplätze, Malocher, Rentner, kleine Leute) auch nicht verhindert. Aber versprechen kann man ja viel, so lange man nicht liefern muss.

Auf absehbare Zeit wird Energie in Deutschland daher weiter teurer und dreckiger bleiben als in den Ländern, die einen anderen Weg gegangen sind. Hier kann jeder live und in Farbe den Erfolg von 25 Jahre Energiewende und einer Billion Kugeln Eis verfolgen.

Wer an den Kosten der Energiewende zweifelt, der kann sich das Interview in der Welt mit dem Klimökonomen Joachim Weimann durchlesen (leider hinter Paywall).
Doch die Kosten summieren sich nun auf 500 bis 1000 Milliarden Euro und werden sich Experten zufolge noch vervielfachen - dabei verpufft der Klimaschutz-Effekt.
Teuer und wirkungslos, wie Kritiker schon immer bemängelt haben. Aber die wurden vom Mainstream regelmässig diskreditiert.

Dort erfährt man dann auch, wieso sich "die Wissenschaft" in Sachen Klima angeblich immer so einig ist:
Weil die angebotenen Lösungen das grüne Energiewende-Narrativ bedrohen, das längst zu kulturellem Kapital wurde. Die Energiewende ist ein Kulturphänomen, unterstützt von angeblich so kritischen Geistern der Kulturschaffenden und Kabarettisten. Sie folgen dem beifallssicheren Narrativ. Experten, die Kritik üben, geraten unter Beschuss, weshalb sich kaum noch jemand öffentlich äußert.
Die Korrektheit der Zitate kann man auch ohne Abo über die Google-Suche verifizieren. Google zeigt zwar in der Vorschau immer nur einen Schnipsel aus dem Artikel, aber man kann durch Änderung der Suchanfrage satzweise weiter scrollen.

Anstatt "follow the science" müsste es treffender heissen: "Folge denen, welche die Wissenschaft zu ihrem willfährigen Werkzeug und Stichwortgeber degradiert haben".
Thyssen Krupp: können sie gerne machen, sind ja ein Unternehmen. Aber diesem Unternehmen sollten die zukünftigen Vorgaben zur CO2 Abgabe dann auch nun schon bewusst sein. Nicht dass es in ein paar Jahren dann heisst, dass hat man nicht gesehen und nun muss jemand helfen.

Wegen Atomkraft: Der eigentliche Ausstieg wurde von CDU-CSU-SPD beschlossen (sogar vom aktuellen bayrischen Ministerpräsidenten). Diese dann kurzfristig aufgrund der Energiekrise doch noch zu verlängern, wäre meines Wissens nach nur mit einem gewissen zeitlichen Vorlauf und mit hohen Kosten für die Betreiber möglich gewesen. Und wenn CDU-CSU die Kernenergie wieder nutzen wollen, sollen sie dann auch bitte parallel dazu ein Endlager definieren.

Wo ich dir recht gebe ist, dass die ursprüngliche Idee für die Energiewende etwas blauäugig erstellt wurde (ich meine durch SPD-Grüne). Man hätte schon damals die Subventionen aus allgemeinen Steuermitteln nehmen sollen und nicht über den Strompreis gewissermassen von unten nach oben finanzieren lassen. Aber: in den 16 Jahren "Merkel" hätte man das Gesetz auch locker mal anpassen können! Die hohen Kosten sind sicher nicht durch die paar kleinen Anlagen aus den frühen 2000er Jahren entstanden. Den Boom der 10er Jahre, den hätte man anders finanzieren müssen - und vielleicht auch eine EU-first Formel mit einbauen.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

kaldini hat geschrieben: 13.10.2024 - 17:29 Wo ich dir recht gebe ist, dass die ursprüngliche Idee für die Energiewende etwas blauäugig erstellt wurde (ich meine durch SPD-Grüne). Man hätte schon damals die Subventionen aus allgemeinen Steuermitteln nehmen sollen und nicht über den Strompreis gewissermassen von unten nach oben finanzieren lassen.
Und wer zahlt am Ende die Steuern?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Petz »

NeusserGletscher hat geschrieben: 13.10.2024 - 17:20Wir reden grad über die Energiepolitik der letzten 25+x Jahre, nicht nur über die letzten 2 Jahre. Da lag das Maximum beim Anteil an Strom aus AKW bei 30%, nicht bei ein paar lausigen MW.
Klar nur wäre dieser Anteil aufgrund mangelnder Konkurrenzfähigkeit auch niemals erreicht worden wenn man die tatsächlichen Gesamtkosten inkl. der Endlagerung von Beginn an dem Erzeugerpreis zugerechnet hätte.
Was die aktuelle Regierung schlicht komplett vernachlässigt hatte und sich deshalb mit ihren Maßnahmen die geharnischte Kritik einhandelte ist, das man nie einen wissenschaftlich fundierten konkreten Energiekostenfahrplan auf Basis der Co2 - Zertifikate errechnen ließ. Wenn jeder nachlesen und für sich konkret berechnen könnte, wieviel ihn beispielsweise seine Heiz-, oder Treibstoffkosten in Fünfjahresschritten bei Beibehaltung seiner aktuell genutzten Systeme zunehmend belasten werden, wäre die Motivation etwas zu ändern eine ganz andere.

Für mich liegt der politische Hauptentscheidungsfehler schon viel länger zurück denn man hätte bereits nach der Ölkrise der Siebzigerjahre alles Mögliche unternehmen und fördern müssen was die Energieabhängigkeit vom Ausland irgendwie verringert hätte; mal ganz abgesehen davon das zur damaligen Zeit Genehmigungsprozesse noch viel einfacher und rascher möglich waren.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von spinne08 »

Langfristiges Denken funktioniert aber nicht im System der Gewinnmaximierung. Unternehmen sind nun mal ihren Geldgebern verpflichtet. Und wenn der Staat eingreift und Vorgaben macht, haben wir die Situation von heute.
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kaldini
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von kaldini »

NeusserGletscher hat geschrieben: 13.10.2024 - 18:36
kaldini hat geschrieben: 13.10.2024 - 17:29 Wo ich dir recht gebe ist, dass die ursprüngliche Idee für die Energiewende etwas blauäugig erstellt wurde (ich meine durch SPD-Grüne). Man hätte schon damals die Subventionen aus allgemeinen Steuermitteln nehmen sollen und nicht über den Strompreis gewissermassen von unten nach oben finanzieren lassen.
Und wer zahlt am Ende die Steuern?
alle entsprechend ihres Steuersatzes.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

kaldini hat geschrieben: 13.10.2024 - 21:47
NeusserGletscher hat geschrieben: 13.10.2024 - 18:36
kaldini hat geschrieben: 13.10.2024 - 17:29 Wo ich dir recht gebe ist, dass die ursprüngliche Idee für die Energiewende etwas blauäugig erstellt wurde (ich meine durch SPD-Grüne). Man hätte schon damals die Subventionen aus allgemeinen Steuermitteln nehmen sollen und nicht über den Strompreis gewissermassen von unten nach oben finanzieren lassen.
Und wer zahlt am Ende die Steuern?
alle entsprechend ihres Steuersatzes.
Also am Ende die selben, die heute unter den hohen Strompreisen leiden. Denn international agierende Konzerne verlagern ihre Gewinne in Steueroasen. Superreiche leisten sich ein professionelles, steueroptimiertes Vermögensmanagement. Dein Vorschlag würde ggf. ein wenig die Last der Energiewende innerhalb der "unteren" 99% verschieben. Aber die wirklichen Spitzenverdiener kämen nach wie vor ungeschoren davon.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Petz hat geschrieben: 13.10.2024 - 20:15 Für mich liegt der politische Hauptentscheidungsfehler schon viel länger zurück denn man hätte bereits nach der Ölkrise der Siebzigerjahre alles Mögliche unternehmen und fördern müssen was die Energieabhängigkeit vom Ausland irgendwie verringert hätte; mal ganz abgesehen davon das zur damaligen Zeit Genehmigungsprozesse noch viel einfacher und rascher möglich waren.
Als Antwort auf die Ölkrise hat man seinerzeit auf Erdgas und Kernenergie gesetzt. Das waren die Technologien, die seinerzeit einem Land mit den geografischen Bedingungen wie in Deutschland zur Verfügung standen. Eine Industrienation nördlich des Wendekreises und mit einem ungünstigen Verhältnis von Küstenlinie zu Fläche alleine mit Strom aus Sonne und Wind zu versorgen, funktioniert technisch wie wirtschaftlich bis heute nicht.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Martin_D hat geschrieben: 13.10.2024 - 11:50 Angenommen, wir entschließen uns in Deutschland dazu, neue Kernkraftwerke zu bauen.
Mir ist dazu noch was ganz anderes eingefallen.

Vor Jahrzehnten hatte Deutschland noch das Potential, die Lehrstühle, die Absolventen, die Firmen, das Know-How und die Fachkräfte, um Reaktoren für die Zukunft zu entwickeln, die auch nach heutigen Maßstäben "Idiotensicher" wären, deren Abfälle weniger gefährlich wären und deren Halbwertszeit auch deutlich reduziert wäre. Hätte Deutschland vor 30+x Jahren begonnen, solche Reaktoren zu bauen, dann hätten wir heute einen ähnlichen CO2-Footprint wie Frankreich, wir könnten im Winter die Wärmepumpen heiß laufen lassen und unsere Industrie wäre weiter wettbewerbsfähig. Wir würden ohne Wohlstandsverlust und explodierende Kosten bereits heute die Klimaziele erreichen, die wir vermutlich auch in 10 Jahren trotz Wohlstandsverlust noch reissen werden.

Leider ist es anders gekommen und die Atomindustrie ist mit ihrem fahrlässigen Umgang nicht ganz schuldlos daran (Asse, Sellafield). Dennoch gab es bis heute keinen einzigen Supergau, bei dem Materialermüdung eine Rolle gespielt hätte. Tschernobyl, Fukushima und Harrisburg waren die Folge fundamentaler Fehler beim Design, Bedienfehlern und mangelnder Kenntnis des Bedienpersonals über die Reaktortechnik und elementarste Sicherheitseinrichtungen. Einfachste Konzepte zu "fail safe" etwa bei Stromausfall wurden beim Design missachtet. Profitgier spielte vermutlich auch eine Rolle, wie etwa bei Fukushima, bei dessen Bau extra die Steilküste abgetragen wurde, mutmaßlich, um Pumpenleistung zu sparen.


Die oft verspottete deutsche Gründlichkeit und der Hang zu Perfektion fehlten hier. Sie sind meiner Ansicht nach aber unbedingte Voraussetzungen, um eine solche Hochrisiko-Technologie überhaupt betreiben zu können.


Und jetzt sehen wir uns die Gegenwart an. Ich sehe nicht, dass eine durch Bologna geprägte Generation von Hochschulabsolventen dazu noch in der Lage wäre, ein fail-safes AKW zu planen, zu bauen oder zu betreiben. Die Deutsche Gründlichkeit wurde dem "time to market" geopfert. Der Betrug mit den Abschaltevorrichtungen bei großen Automobilkonzernen liefert ein Zeugnis darüber, wie unsere Industrie heute arbeitet. Ein großer amerikanischer Hersteller von Flugzeugen, der vor Jahrzehnten noch für die Qualität und Robustheit seiner Produkte berühmt war, hat unlängst ein Beipiel dafür abgeliefert, mit welchem Ausmaß an grober Fahrlässigkeit und Dummheit heute selbst in sicherheitskritischen Bereichen gearbeitet wird.

Da wird auf der Basis einer völlig in die Jahre gekommenen Konstruktion ein Redesign vorgenommen. Um Kosten für Neuzertifizierung und Schulungen zu vermeiden, wird eine völlig unzureichend dokumentierte Regelung in die Fluglagensteuerung "geklebt", deren Funktion den meisten Piloten unbekannt ist und die sich zu allem Überdruss auch noch durch einen einzigen defekten Sensor aus dem Takt bringen lässt. Und mit geradezu krimineller Energie verschweigt man die massiven Eingriffe in die Steuerung vor den Zulassungsbehörden, nur um Kosten zu sparen.

Die Konzerne, die heute noch AKW bauen, haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert. Termine für die Fertigstellung werden immer wieder verschoben, die Kosten explodieren.

Angesichts dieser veränderten Rahmenbedingungen kann ich mir nur schwer vorstellen, welche Techniker und Ingenieuere heute AKW planen und bauen sollen, die unseren heutigen Anforderungen an die Betriebssicherheit Rechnung tragen würden. Oder welche Manager sich dem Druck von Investoren und Shareholdern widersetzen sollten, um Sicherheit über deren Profite stellen.

Daher sehe ich den Vorstoß der Union zur Wiederbelebung der Kernenergie als Luftnummer an. Wo war denn ein Friedrich Merz, als Frau Merkel vor 14 Jahren ohne Debatte alle vorherigen Beschlüsse zum weiteren Betrieb der Kernkraftwerke aus rein populistischen und wahltaktischen Erwägungen kippte?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Petz »

NeusserGletscher hat geschrieben: 13.10.2024 - 23:36Eine Industrienation nördlich des Wendekreises und mit einem ungünstigen Verhältnis von Küstenlinie zu Fläche alleine mit Strom aus Sonne und Wind zu versorgen, funktioniert technisch wie wirtschaftlich bis heute nicht.
Ich halte dies nach wie vor für möglich aber unter den Voraussetzung das man jeden Bach der "mühlentauglich" ist/war mit Kleinwasserkraftwerken versieht, größere bestehende Anlagen zu Pumpspeicherwerken ertüchtigt und Solar/Windkraftwerke unter deutscher Regie/Eigentum auch im Ausland errichtet und betreibt.
Und wenn ich daran denke das nur geschlagene zwei Tiroler Gemeinden in ihre Quellfassungsleitungen vor dem Sammelbehälter Turbinen zur Stromerzeugung eingebaut hatten, kann man in gebirgigen Regionen ermessen welches Potential allein in diesem Bereich noch schlummerte; von sonstigen größeren Bächen etc. red ich noch gar nicht. Aber leider hat man Kleinkraftwerksbetreibern immer schon durch Anhäufung von unnötigen Vorgaben Prügel vor die Füße geschmissen, vermutlich weil man ihnen die Nutzung ihres weissen Goldes nicht gönnte.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

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Wie hoch waren die staatlichen Subventionen in den letzten 70 Jahren für die AKWs?
Wie hoch sind die staatlichen Subventionen im Moment in GB und F für die geplanten bzw. in Bau befindlichen AKWs?
Wie hoch waren die Kosten für Tschernobyl, Fukushima usw?
Wer hat das bezahlt?
Wo gibt es funktionierende Endlager?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Petz hat geschrieben: 14.10.2024 - 05:27
NeusserGletscher hat geschrieben: 13.10.2024 - 23:36Eine Industrienation nördlich des Wendekreises und mit einem ungünstigen Verhältnis von Küstenlinie zu Fläche alleine mit Strom aus Sonne und Wind zu versorgen, funktioniert technisch wie wirtschaftlich bis heute nicht.
Ich halte dies nach wie vor für möglich aber unter den Voraussetzung das man jeden Bach der "mühlentauglich" ist/war mit Kleinwasserkraftwerken versieht, größere bestehende Anlagen zu Pumpspeicherwerken ertüchtigt und Solar/Windkraftwerke unter deutscher Regie/Eigentum auch im Ausland errichtet und betreibt.
Möglich? Vielleicht. Aber auch bezahlbar? Den Deutschen kann man vielleicht noch jeden Preis für eine Kilowattstunde Strom aus der Tasche ziehen. Die Industrie hat da gar keine Chance. Wenn deren Energiekosten nicht wettbewerbsfähig sind, dann müssen wir die entweder massiv subventionieren, oder aber sie wandern ab.

Prof. Züttel von der ETH Lousanne hat für die Schweiz durchgerechnet, wie viele Speicherkraftwerke der Größenordnung Grand Dixence die Schweiz bauen müsste, um komplett aus der fossilen Energiewirtschaft auszusteigen. Er kam auf 13 zusätzliche Stauseen. Er hat aber mit keinem Wort erwähnt, ob die Schweiz dafür überhaupt genügend Standorte hat. Überschlägig müsste Deutschland demnach 130 Stauseen dieser Größenordnung bauen.

Grand Dixence hat eine Leistung von 2 GW und eine mittlere Jahresproduktion von 2 TWh.

Das größte Pumpspeicherkraftwerk Deutschland hat eine Leistung von 1 GW und ebenfalls eine mittlere Jahresproduktion von 2 TWh.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Jan Tenner »

NeusserGletscher hat geschrieben: 13.10.2024 - 23:56 [...] Reaktoren für die Zukunft zu entwickeln, die auch nach heutigen Maßstäben "Idiotensicher" wären, deren Abfälle weniger gefährlich wären und deren Halbwertszeit auch deutlich reduziert wäre. Hätte Deutschland vor 30+x Jahren begonnen, solche Reaktoren zu bauen, dann hätten wir heute einen ähnlichen CO2-Footprint wie Frankreich, wir könnten im Winter die Wärmepumpen heiß laufen lassen und unsere Industrie wäre weiter wettbewerbsfähig
Du meinst solche zukunftsweisenden Vorzeigeprojekte die mit viel Know-how neue sicherheitstechnische und wirtschaftliche Maßstäbe gesetzt haben?
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_THTR-300

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Petz
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Petz »

NeusserGletscher hat geschrieben: 14.10.2024 - 10:01Prof. Züttel von der ETH Lousanne hat für die Schweiz durchgerechnet, wie viele Speicherkraftwerke der Größenordnung Grand Dixence die Schweiz bauen müsste, um komplett aus der fossilen Energiewirtschaft auszusteigen. Er kam auf 13 zusätzliche Stauseen. Er hat aber mit keinem Wort erwähnt, ob die Schweiz dafür überhaupt genügend Standorte hat. Überschlägig müsste Deutschland demnach 130 Stauseen dieser Größenordnung bauen.
So kann natürlich kein Schuh draus werden sondern nur in der Kombination. Einerseits jede Menge Kleinwasserkraftwerke welche dann in hügelig/bergigen Gebieten die lokale Versorgung abdecken und dort wo es topografisch Sinn macht, noch zusätzliche Pumpspeicherwerke bauen und bestehende Speicherkraftwerke zu PSW´s upgraden die die Speicherung des überschüssigen Solar-, und Windstroms übernehmen.
Dazu noch paar Wasserstoffgaskraftwerke als Puffer die mit jenem importierten H2 betrieben werden den man in deutschen Solarkraftwerken in den Äquatorregionen erzeugt. Zusätzlich natürlich auch z. B. die bereits bestehende Möglichkeit nutzen, aus Altfrittierfett/Pflanzenöl Co2 - neutrale Flüssigkraftstoffe z. B. für Flugzeuge herzustellen.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
gfm49
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gfm49 »

Petz hat geschrieben: 14.10.2024 - 05:27Ich halte dies nach wie vor für möglich aber unter den Voraussetzung das man jeden Bach der "mühlentauglich" ist/war mit Kleinwasserkraftwerken versieht,
Viel Spaß bei der Diskussion mit den Naturschützern vor Ort
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Petz
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Petz »

Die würde gar nicht großartig stattfinden denn wer meint sich gegen im öffentlichen Interesse erfolgende grüne Energieerzeugung stellen zu müssen die baurechtlich genehmigt ist verlöre bei mir sein Strombezugsrecht.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Auch, wenn uns das Klimawandel reichlich Winterniederschläge bringt, kann uns die Wasserkraft im Winter nicht ausreichend mit Strom versorgen.
Das ist auch der Grund, warum die TIWAG das Wasser aus zb dem Ötztal in einen Speicher umleiten und nicht direkt im Ötztal mit einem Laufkraftwerk abarbeiten.
Wie lukrativ die erste Variante ist, sieht man auch im Kühtai, wo das Wasser per 20 km langem Stollen aus dem Stubaital abgeleitet wird.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Jan Tenner hat geschrieben: 14.10.2024 - 11:34
NeusserGletscher hat geschrieben: 13.10.2024 - 23:56 [...] Reaktoren für die Zukunft zu entwickeln, die auch nach heutigen Maßstäben "Idiotensicher" wären, deren Abfälle weniger gefährlich wären und deren Halbwertszeit auch deutlich reduziert wäre. Hätte Deutschland vor 30+x Jahren begonnen, solche Reaktoren zu bauen, dann hätten wir heute einen ähnlichen CO2-Footprint wie Frankreich, wir könnten im Winter die Wärmepumpen heiß laufen lassen und unsere Industrie wäre weiter wettbewerbsfähig
Du meinst solche zukunftsweisenden Vorzeigeprojekte die mit viel Know-how neue sicherheitstechnische und wirtschaftliche Maßstäbe gesetzt haben?
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_THTR-300
50 Jahre alte Konzepte habe ich bestimmt nicht gemeint, oder? Mit ein wenig Mühe hättest Du Informationen über AKW der vierten Generation auch finden können.

Aber noch mal: ich halte das Thema AKW in Deutschland für nicht realisierbar. Das Thema Pumpspeicherkraftwerke allerdings auch nicht.
TONI_B hat geschrieben: 14.10.2024 - 07:50 Ad AKW:
Wie hoch waren ...
Egal, was Dir da noch einfällt. Zu Zeiten der AKW war der Strom bezahlbar, die Versorgung gesichert. Seit dem die AKW abgeschaltet wurden, Sonne und Wind Strom nach Lust und Laune liefern, hat sich der Strompreis ebenso wie die Zahl der Netzeingriffe vervielfacht.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von ralleycorse »

gfm49
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von gfm49 »

Petz hat geschrieben: 14.10.2024 - 14:10 Die würde gar nicht großartig stattfinden denn wer meint sich gegen im öffentlichen Interesse erfolgende grüne Energieerzeugung stellen zu müssen die baurechtlich genehmigt ist verlöre bei mir sein Strombezugsrecht.
Zum einen hast Du den Streit mit den Naturschützern vor der Baugenehmigung im Genehmigungsverfahren und anschließend vor den Verwaltungsgerichten, anderen stehen die Naturschützer auf dem Standpunkt dass der Naturschutz mindestens ebenso stark im öffentlichen Interesse liegt, und zum dritten hast Du einen gesetzlich garantierten Anspruch auf Grundversorgung.
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TONI_B
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von TONI_B »

NeusserGletscher hat geschrieben: 14.10.2024 - 15:30 Egal, was Dir da noch einfällt. Zu Zeiten der AKW war der Strom bezahlbar, die Versorgung gesichert. Seit dem die AKW abgeschaltet wurden, Sonne und Wind Strom nach Lust und Laune liefern, hat sich der Strompreis ebenso wie die Zahl der Netzeingriffe vervielfacht.
Warum war der Atomstrom bezahlbar? Genau aus dem Grund, der in meinen Fragen steckt! Massive Förderungen (viel mehr als die jetzigen!), keine Einpreisung der Folgekosten (Katastrophen und Endlagerung). Immer das selbe Lied vom "billigen" Atomstrom... :roll:

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