Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

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Tyrolens
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Tyrolens »

Mich verwundert das auch, dass der Ort das zulässt, nachdem er sehr viel Geld für den Aufbau eines familienfreundlichen Images investiert hat.

Verhindern lässt sich sowas einfach: Jede Bar braucht eine Betriebsanlagengenehmigung, eine entsprechende Flächenwidmung, und und und.

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Wooly
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Wooly »

Tyrolens hat geschrieben: 19.01.2025 - 17:42 ... nachdem er sehr viel Geld für den Aufbau eines familienfreundlichen Images investiert hat ....
Die Kids sind halt älter geworden ... ;-)
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Seilbahnjunkie
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Das Problem am Fokus auf Familien sind die Schulferien. Sobald das erste Kind in die Schule kommt, ist man an die gebunden. Dummerweise verteilen die sich aber nicht schön über die Saison, sondern konzentrieren sich zum Großteil um international gleiche Ereignisse, hauptsächlich Weihnachten und Ostern. Dazu noch je nach Land Winter- oder Faschingsferien, in der Regel im Februar. Damit hat man für den größten Teil seiner Zielgruppe vielleicht 5-6 Wochen in der Saison. Und auch das nur in guten Jahren, denn wenn Ostern spät liegt, dann gehen da nur noch wenige Skifahren.
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jo26861
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von jo26861 »

die Taschen sind ziemlich tief geworden.
Ich wüsste nicht daß Cancun die springbreaker vergrault.
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Seilbahnjunkie
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Keine Ahnung, aber auf Mallorca haben sie auch keine Lust mehr auf die Saufgelage in der Öffentlichkeit.
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sir_ben
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von sir_ben »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 20.01.2025 - 20:37 Keine Ahnung, aber auf Mallorca haben sie auch keine Lust mehr auf die Saufgelage in der Öffentlichkeit.
Wer kennt nicht die Party-Hotspots Mallorca und Fiss 🤣
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GMD
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von GMD »

Mit Sauftourismus lässt sich eben schon sehr viel verdienen. Wenn man dieses aber will, muss man auch bereit sein, die Kehrseite zu akzeptieren. Zuerst jahrelang Kasse machen und sich dann über die Auswüchse zu beklagen, ist für mich Doppelmoral. Das Geld der trinkfreudigen Touristen aber keine Betrunkenen, das geht nun mal nicht! Man kann nicht beides haben!
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Seilbahnjunkie
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Ist das so schwer zu verstehen, dass den Reibach nur wenige machen?
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ThomasZ
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von ThomasZ »

Ist das so schwer zu verstehen. dass auch der Reibach weniger Geld in die Gemeindekassen spült? Auch wenn es wenige sind die verdienen, das Geld wurde gerne genommen und alle in den Gemeinden haben zumindest indirekt partizipiert.

valdebagnes
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von valdebagnes »

sir_ben hat geschrieben: 20.01.2025 - 22:27
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 20.01.2025 - 20:37 Keine Ahnung, aber auf Mallorca haben sie auch keine Lust mehr auf die Saufgelage in der Öffentlichkeit.
Wer kennt nicht die Party-Hotspots Mallorca und Fiss 🤣
und gleich das neue Lied von Tommy Tellerlift:

'Mia hom wieder Fisser-Fieber
Uns is alles scheißegal
Immer wieder Fisser-Fieber
Saufen und dan Spei mer mal'
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GMD
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von GMD »

Zudem profitieren andere mit. Falls das Lokal nicht dem Wirt gehört, ist ein Pachtzins an den Besitzer geschuldet. Zudem, auch diese Touristen brauchen eine Unterkunft, verpflegen sich und im Falle von Apres-Ski kaufen sie sich auch Fahrkarten der Bergbahnen. Es sind nicht nur die Lokalbetreiber, die Kohle machen. Man muss sich einfach bewusst sein, dass ein Vergraulen dieser Gäste zwar die Probleme, aber auch die damit verbundenen Einnahmen zum Verschwinden bringt. Ich will auf jeden Fall kein Gejammere von den Fissern von wegen das es nun geschäftlich viel schlechter läuft hören!

Um es klar zu machen: Ich bin auch kein Fan vom Sauftourismus und dessen Auswirkungen. Aber da muss ein Standort von Anfang an Gegensteuer geben, falls man das nicht möchte. Zuerst dulden oder gar selber Kasse machen, aber wenn es zu viel wird auf die Barrikaden steigen, ist scheinheilig! Mallorca gehört übrigens für mich ins gleiche Kapitel.
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Mt. Cervino
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Mt. Cervino »

Da Fiss ja alles andere als eine Party-Hochburg (à la Ischgl, Sölden etc.) mit bewusst gefördertem Sauftourimus ist, wird man es verschmerzen können, wenn ein paar wenige Sauftouristen im nächsten Jahr nicht wiederkommen.
Man hat dort eher ein Problem wenn zukünftig weniger Familien kommen würden, weil sich die wenigen Saufgäste daneben benehmen und z. B. den Kinderrn der Prio 1 Zielgruppe (Familien!) auf oder vor die Skischuhe kotzen...

Bei meinem Besuch in Fiss vor 2 Wochen sind mir lediglich 2 Party-Hotpots aufgefallen:
1.) Weiberkessel an der Piste nach Ladis, wo ab Nachmittag der ein oder andere zum Apres Ski einkehrt, wo es aber meiner Meinung nach noch immer recht dezent vorgeht und die Lokalität weit vom Ort entfernt liegt
2.) Hexenalm an der Möser und Schönjoch Talstation. Dort ging es am Rodelabend nach 19:00 Uhr z. B. schon sehr laut zu und das Gegröle der Gäste dort ließen auf einen hohen Alkoholpegel schließen.
Ich denke die Hexenalm ist das größere Problem, da die Lokalität direkt am Ende der Pisten, den EUB Talstationen sowie den ganzen Geschäften und Kassen liegt, wo alle (auch Familien mit Kindern) durch müssen.
Wenn man nun versucht diese Exzesse dort einzuschränken ist das sicherlich der Positionierung und der Zielgruppe des Skigebietes zuträglich.
Gegen Aprés Ski light hat aber auch sicherlich dort niemand etwas, auch wenn ich das persönlich überhaupt nicht brauche.
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Tyrolens »

Selbst in Familienskigebieten wird's einen Markt dafür geben, spätestens dann, wenn befreundete Familien zusammen in den Urlaub fahren und die Väter nach dem Skitag noch ihren Spaß haben wollen. Bzw. kann man dort die Kinder eh in die Ganztagsbetreuung geben und dann gemeinsam abstürzen.
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Mt. Cervino
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Mt. Cervino »

Also wenn ich mit meinen Kindern in die Ferien fahre, möchte ich gerne mit denen was gemeinsam unternehmen. Z. B. Skifahren... und bestimmt nicht kotzend über einer Theke oder einem Kanaldeckel hängen.
Aber ja, du hast recht, es gibt (leider) bestimmt genug Leute die das wollen.
In Fiss wollen das sicherlich die meisten Gäste nicht, aber auch dort wird es dieses Klientel geben.
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Klenkes »

Ich fasse mal zusammen - zu den Schulferienzeiten ist also brechend voll und in der übrigen Saisonzeit sind alle brechend voll :lol:
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von TiPi »

Der Willi soll in Bertas Kinderland auch nur die Hälfte kosten. So werden die Kleinen langsam dem Apres nahe gebracht :mrgreen:
Glück Auf!
CrystalMountain
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von CrystalMountain »

Der Merkur ist wohl etwas langsam und berichtet erst heute über Fiss - da dachte ich etwas zu vorschnell, das wären taufrische Neuigkeiten... :oops:
https://www.merkur.de/welt/strafen-bis- ... 18014.html

Auch in Italien (u.a. im Fassatal und in Pampeago) wird gegen feiernde Ski-Touristen durchgegriffen - hier sind aber Drogen wie Ketamin und MDMA im Spiel...
https://www.merkur.de/welt/touristen-wi ... 26409.html
Zuletzt geändert von CrystalMountain am 21.01.2025 - 18:45, insgesamt 2-mal geändert.

Klenkes
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Klenkes »

Was glaubst Du, über was und warum hier geschrieben wird? Das kennen alle seit mehreren Tagen.
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gReXi
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von gReXi »

Après Ski gab es wohl immer schon, nur fiel es damals nicht so auf, weil es einst keine beheizten Sesselbahnen etc. gab, die jeden sicher von A nach B bringen. Mit ein paar Promille einen steilen SL zu fahren war sicher keine so gute Idee. Somit sehe ich Après Ski primär als eine Konsequenz der ganzen Lift-Modernisierung, wodurch es deutlich in den Vordergrund rückte. Die Auffahrt sei ja entschärft, hinunter werde ich schon irgendwie kommen - das dürfte so das typische Mindset eines Après Ski Läufers (*eigentlich Säufers) sein.

Man stelle sich vor, es gäbe ab "jetzt" keinen Alkohol mehr auf der Welt. Die Gastro würde zusammenbrechen, weil halt sehr viel Umsatz durch alkoholische Getränke generiert wird. Das hat mit Après Ski als solches nichts zu tun. Ersteres bringt es nur noch stärker zum Ausdruck. Dann wären Nachtclubs, Schirmbars etc. sofort Geschichte. Zudem ist es für Österreich nicht gerade ein tolles Aushängeschild, wenn man von der (ehemaligen) Skisport-Nation zur Après Ski-Nation degradiert wird.
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Entschuldigung, aber das ist doch absoluter Blödsinn. Es heißt Après Ski, weil es nach dem Skifahren stattfindet. Ich weiß schon, dass das bei manchen schon am frühen Nachmittag und oben auf dem Berg stattfindet, aber die Überlegung ob ich danach noch einen steilen SL fahren muss, spielt da garantiert keine Rolle.
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von GMD »

Doch, durchaus. Hat es dich früher nach dem Saufen aus dem Schlepper gehauen, da hast du dir gesagt: "OK, das nächste Mal weniger!". Heute denken diese Leute: "Dies be****ten Bergbahnen, warum bauen die da nix besseres hin?". Verletzte sich Don Promillo dabei, hat man ihm danach eine saftige Rechnung präsentiert und er hat dies mehr oder weniger zähneknirschend akzeptiert, denn er war sich ja bewusst, dass er Mist gebaut hatte. Die Rechnung kommt auch heute noch, aber die Egogesellschaft will ja maximale Freiheit bei minimalster Verantwortung. Also wird dann kurzerhand die Bergbahn verklagt, weil das geht ja gar nicht, dass genau an so einer Stelle so ein "extrem gefährlicher" Skilift steht.
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von skifuzziWi »

GMD hat geschrieben: 23.01.2025 - 12:41 Doch, durchaus. Hat es dich früher nach dem Saufen aus dem Schlepper gehauen, da hast du dir gesagt: "OK, das nächste Mal weniger!". Heute denken diese Leute: "Dies be****ten Bergbahnen, warum bauen die da nix besseres hin?". Verletzte sich Don Promillo dabei, hat man ihm danach eine saftige Rechnung präsentiert und er hat dies mehr oder weniger zähneknirschend akzeptiert, denn er war sich ja bewusst, dass er Mist gebaut hatte. Die Rechnung kommt auch heute noch, aber die Egogesellschaft will ja maximale Freiheit bei minimalster Verantwortung. Also wird dann kurzerhand die Bergbahn verklagt, weil das geht ja gar nicht, dass genau an so einer Stelle so ein "extrem gefährlicher" Skilift steht.

Irgendwie denke ich gerade an den ziemlich steilen SL an der Taya in Ischgl :lol: :oops:
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von Schurlrocks »

GMD hat geschrieben: 23.01.2025 - 12:41 Doch, durchaus. Hat es dich früher nach dem Saufen aus dem Schlepper gehauen, da hast du dir gesagt: "OK, das nächste Mal weniger!". Heute denken diese Leute: "Dies be****ten Bergbahnen, warum bauen die da nix besseres hin?". Verletzte sich Don Promillo dabei, hat man ihm danach eine saftige Rechnung präsentiert und er hat dies mehr oder weniger zähneknirschend akzeptiert, denn er war sich ja bewusst, dass er Mist gebaut hatte. Die Rechnung kommt auch heute noch, aber die Egogesellschaft will ja maximale Freiheit bei minimalster Verantwortung. Also wird dann kurzerhand die Bergbahn verklagt, weil das geht ja gar nicht, dass genau an so einer Stelle so ein "extrem gefährlicher" Skilift steht.
Wer kenns nicht...
Also wirklich, wenn man solche steilen Thesen aufstellt, sollte man zumindest auch nur ein einziges Beispiel mit Quelle nennen können. Die Geschichte würd ich nur zu gerne lesen!
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GMD
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von GMD »

Die Bereitschaft Eigenverantwortung zu übernehmen hat abgenommen. Das sieht man auch an den immer zahlreicher werdenden Warnhinweisen an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Aber auch an baulichen Massnahmen. So dürfen bspw. in der Schweiz keine Haltestellen und Bahnhöfe mit Zugang über ein oder mehrere Gleise gebaut werden. Da muss eine Unterführung hin! Selbst wenn nur alle Stunde ein dort haltender Regionalzug fährt, also zwei Züge pro Stunde insgesamt. Früher gab's da einen Übergang und eine Warntafel. Es funktionierte 150 Jahre lang gut, aber heute reicht das offenbar nicht mehr. Ins gleiche Kapitel fällt der Ersatz von Schleppern durch Gondelbahnen und Sessellifte. Apropos: Die älteren mögen sich erinnern, dass man früher fürs Schliessen und Öffnen der Bügel selber verantwortlich war. Nicht mehr heute! Zwangsschliessung und Verriegelung sind heute Standart. Manchmal frage ich mich, ob wir als Gesellschaft gerade dabei sind, das Denken an andere zu delegieren.

Edit: Rechtschreibung
Zuletzt geändert von GMD am 23.01.2025 - 21:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fiss kämpft gegen die Folgen des Après-Ski

Beitrag von skifuzziWi »

, das Denken an andere zu delegieren.
[/quote]




Das Denken übernimmt das Handy oder KI

Ohne google Maps kommt ja keiner mehr ans Ziel

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