DÖF hat sich 1983 in der Musikszene bewährt und nun mehr auch bei LSAP-Ausflügen.
Ich sollte diesmal wenigstens nicht der einzige Piefke in der Gruppe sein wie sonst immer, denn ich nahm meinen Sohn mit. Dafür nahm becks7 seine Tochter mit und wie schon beim Alpl-Ausflug seinen Hund, der so brav ist, dass er mir Katzenmensch sogar behagt.
Trotz der frühen Anreise zog es sich lange hin, denn bereits die A 8 war voll mit anderen Urlaubern. Noch nie musste ich beim Vignettenkauf so lange warten. An der Kasse stand weiter vorne wieder der typische Spießerdeutsche („Klaus-Dieter“), der meckerte und alles aufhielt. Nach einer Weile rief hinter mir schon einer aus dem Norden: Waas, der is immer noch daaaa? Wir mussten lachen, indes Klaus-Dieter weiter motzte und den Geschäftsführer sprechen wollte. Leider wussten wir Wartenden hinter ihm nicht, wo sein Auto steht.
Dann Stau vor der Grenze und nach der Grenze. Vorm ersten Parkplatzklo nach der Grenze wieder ewiges Anstehen inmitten diverser Landsleute. Vor mir wartete ein dicker Mann – offenbar aus Norddeutschland - und meinte zu mir, der Teeeee müsse raus. Wenigstens musste er sich dann nicht mehr lange quälen, denn schon kam wieder einer aus dem Häusl.
Vorm Tauerntunnel ging es wieder, aber im Katschbergtunnel raste einer völlig bescheuert an und wechselte ständig die Spuren, um mit Lichthupe die Vorderleute zu nötigen. Ich hoffe, die österreichische Polizei hat ihm den Urlaub gehörig vermiest. Der hat es bestimmt nicht unbehelligt an die Adria geschafft
Das dumme Navi schickt einen nicht in Rennweg raus, sondern eine Ausfahrt weiter südlich und man muss dann nach Innerkrems wieder zurückfahren. Innerkrems selbst verfügt über keine Abfahrt an der Tauernautobahn und das mag vielleicht auch so ein Mosaikstein sein, weswegen der Skibetrieb dort nicht mehr existiert. Abgelegen liegt es ohnehin schon.
Im Katschbergtunnel war der rechte Scheinwerfer auch noch ausgefallen und ich hielt nach dem Verlassen der Autobahn erst mal an, um jemand von den anderen aus der Gruppe zurückzurufen. Die hatten unterdessen spontan beschlossen, vor Innerkrems noch mit der 3KSB am Katschberg zu fahren. Damals sollte die ja im Sommer 2023 ihre letzten Runden drehen. Ich kannte sie zwar schon von einem Skiausflug, aber so kamen wir wenigstens auf eine Liftfahrt, was sich in Innerkrems nicht ergeben würde. Für meinen Sohn dazu die 3KSB-Premiere.
Weil die anderen warteten, unterließ ich einen Zwischenhalt in Rennweg, um nachzusehen, ob vom örtlichen Schlepplift noch etwas zu sehen ist. So kurvte ich die Passstrasse hinauf und recht bald erreichten wir den Parkplatz. Dort sollte ich zwar meine Wandersocken im Kofferraum vergessen, aber danach lief es wieder glatt
Die anderen warteten an der Talstation der 3KSB und wir begrüßten uns. Die beiden Kinder in der Gruppe verstanden sich auch und so ging es nach einer Besichtigung des Maschinenraums zur Bergfahrt.
Es herrschte ein heißer Augusttag und so war die Auffahrt sehr angenehm. Im Februar 2022 hatte es bei meinem Besuch hier zwar auch schönes Wetter, aber es blies ein recht kalter Wind.
Blick Richtung Süden – man sieht in der Ferne die Tauernautobahn.
Blick über die Schulter aufs gegenüberliegende Skigebiet.
Blick nach Norden.
Unter Liftgesprächen erst mal noch Brotzeitessen am Speichersee...
Dazu genossen wir dann bei einem Rundgang noch den Ausblick. Hier wieder die Tauernautobahn gen Süden. Irgendwo geht es dann links hinein Richtung Innerkrems.
Wieder in der Bahn
Mit dem Schlepper ganz links (Name fällt mir gerade nicht ein) habe ich noch eine Rechnung offen – der lief bei meinem Besuch 2022 nicht. Aber der weiter rechts wenigstens – wie auch der lange am Aineck, die frühere 2. Sektion, als es noch eine Kette von 4 Schleppern von St. Margarethen aus auf den Berg hinauf gab. Der Ainecklift war aber auch aus – das schreit alles nach einem Zweitbesuch.
Der Schlepper dort neben der KSB war bei meinem Besuch auch nicht an... aber der Hang von ganz oben aus ist wirklich allererste Sahne. Damals hatte es beste Schneebedingungen.
Ich frage mich immer, wie man so etwas kreieren kann und darüber hinaus das auch noch wer genehmigt.
Niemals würde ich in so was Urlaub machen – da ist jede 80er-Jahre-Pensionsabsteige in idyllischer Lage schöner.
Hinten dürfte noch das Talstationsgebäude der ursprünglichen DSB sein, die 1987 auf eine 3KSB umgebaut wurde?
Hier sieht man den Übergang vom vermutlich ursprünglichen Talastionsgebäude zum Anbau.
Die anderen ratschten noch mit dem Liftler und ich erwarb mir ein Buch über die Historie des Skigebiets Katschberg. Danach folgte nach der Abfahrt von der Katschberghöhe endloses Landstraßengezockel in ein enges Tal hinein. Im Winter sicher umständlich und mit ein Grund für Besucherprobleme des Skigebiets. Von der Bundschuhseite aus ist die Anfahrt im Sommer recht reizvoll, im Winter sicher nicht.
Wir parkten gegenüber der Talstation der DSB Blutige Alm, die steil hinaufzieht.
Leider nicht mal mehr im Sommer an – das wäre noch ein Trost gewesen.
Neben dem Parkplatz haben sie dieses Betonmonster hingeklotzt. Vielleicht ist keiner mehr gekommen, weil sie alle Angst vor diesem Horrorbau hatten
Es war nichts abgesperrt. Wir gingen mal hinein und knipsten ein paar Bilder.
Endlich wieder draußen aus dem feuchten, dunklen Betonmonster. Hier zieht der ultrasteile Slalomlift hinauf. Wir liefen einfach mal zu und die Kinder hielten tapfer mit – oben sah man bald schon Pferde und die Talstation des Kurvenlifts – das motivierte.
Schade – der war wirklich nicht zu flach.
Die Siedlung rings herum machte irgendwie einen angeranzten, etwas tristen Eindruck.
Die Tür stand offen und wir knipsten von der Schwelle aus...
Da kommen doch bei keinem Urlaubsgefühle auf?
Da finde ich die Talstation fast noch ansehnlicher
Ist der Gebäudekomplex ggf. noch vom ESL-Vorgänger der KSB?
Hier sieht man, wie steil der Hang ist. Wir ließen uns Zeit und schweißgebadet erreichten wir die Talstation des Kurvenlifts Strasseralm 2.
Blick hinüber zur DSB Blutigen Alm.
Wir setzten uns erst einmal in den Schatten – passenderweise gab es hier auch Pferde als Entschädigung für die Kinder nach dem steilen Aufstieg. Wir Erwachsenen hatten indessen viel zu knipsen.
Fortsetzung folgt...