Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

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judyclt
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von judyclt »

Rusty1 hat geschrieben: 09.12.2025 - 12:47 Bei der systematischen Benachteiligung von Familien mit Schulkindern gehe ich mit, das ist definitiv ein unschöner Nebeneffekt. Aber da sehe ich die Verantwortung genau wie @kauer_steel nicht bei den Skigebieten, die ja wie oben beschrieben den Andrang steuern müssen, der ja auch und eigentlich noch mehr darüber entscheidet, wie groß dem Jens seine Semmel ist. Meiner Meinung nach sollte es mindestens in der Grundschule noch sowas wie flexible Ferien geben. Damit meine ich in etwa eine von den Erziehungsberechtigten frei wählbare, zeitlich begrenzte Aussetzung der Schulpflicht zu Erholungszwecken. Meinetwegen zwei mal eine Woche pro Jahr, damit der ganze Wahnsinn mal entzerrt wird. (Mir ist bewusst, dass die chronisch überarbeiteten Lehrer das nicht nur toll finden würden.)
Die Verantwortung liegt zwar nicht nur, aber auch bei den Skigebieten. Sie müssten die Familien ja nicht melken, denn das mit der Besuchersteuerung trifft auf die ja gar nicht zu. Die können eben nicht sagen: "Na gut, dann kommen wir halt vom 17.-24.Januar." Daher bleibt es für mich Abzocke.

Die andere Verantwortung liegt in der Politik und nicht bei den Lehrern. Die Idee mit den Flextagen finde ich gut. Meine Kinder würden 5 Werktage Schulstoff ganz bestimmt so fleißig und ordentlich wie noch nie eigenständig erarbeiten, wenn es dafür abseits der Ferien auf die Piste gehen würde. :lach: Klar, da gibt's noch mehr zu bedenken wie Klassenarbeiten usw., aber umbringen würde das niemand und dafür viel entzerren.

kauer_steel
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von kauer_steel »

GMD hat geschrieben: 09.12.2025 - 13:36 Die Schulferien sind ja gestaffelt. Aber da für die Winterferien nur gerade etwa 3 Monate zur Verfügung stehen, geht es sich halt nicht aus, und irgendwo sind während der ganzen Saison immer Ferien. Und das wissen die Skigebiete natürlich!
Afaik sind winterferien im März oder Januar in D die Ausnahme. Konzentriert sich eigentlich alles auf den Februar. Wenn ich im Freundeskreis für Januar oder März eine Unterkunft suche, findet sich immer was anständiges, aber für die Familie im Februar ist es fast das doppelte...
Saison 24/25:
14.-21.12. Livigno, 02.-09.02. Oberstdorf/Kleinwalsertal, 15.-22.03. Val d'Anniviers

Saison 25/26:
17.-20.12. Tux, 18.-23.02. Pitztal, 01.-06.02.Fieberbrunn,??.-??.03.??
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von judyclt »

kauer_steel hat geschrieben: 09.12.2025 - 21:11 ...für die Familie im Februar ist es fast das doppelte...
Sei froh. Andere Bundesländer haben gar keine Winterferien und dürfen die Schnäppchenwoche mit der staufreien Anreise und ohne Liftwartezeiten über Silvester genießen. :roll:
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher »

Rusty1 hat geschrieben: 09.12.2025 - 12:47 Du kannst ja in der Halle fahren, wenn Du mehr Planbarkeit brauchst. Da ist es immer mau, das aber planbar. ;-)
Man merkt, Du bist noch nicht so oft in einer Halle gefahren :wink: Ich habe dort schon alles erlebt, einschließlich dem, was selbst im Skigebiet nicht vorkommt. Morgens eine völlig zugedieselte Halle, weil man bis kurz vor Öffnung noch irgendwelche Arbeiten an der Beleuchtung durchgeführt hat. Ein Drittel der Pistenbreite gesperrt für Skitraining, ein anderes Drittel für den Funpark. Ein Lift, der wegen irgendwelcher Anfänger und einem seit Jahren defektem Förderband fast 4 Minuten für die knapp 230 Meter braucht. Eine völlig überfüllte Piste, bei der man Mühe hat, niemanden umzufahren.

Planbar war da zu meiner Zeit gar nix und die mangelnde Kommunikation auch ein Grund, weshalb ich die Halle trotz der im Sommer guten Trainingsmöglichkeiten meide. Sorry für OT :wink:
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Rusty1 »

NeusserGletscher hat geschrieben: 09.12.2025 - 22:53
Rusty1 hat geschrieben: 09.12.2025 - 12:47 Du kannst ja in der Halle fahren, wenn Du mehr Planbarkeit brauchst. Da ist es immer mau, das aber planbar. ;-)
Man merkt, Du bist noch nicht so oft in einer Halle gefahren :wink:
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von GMD »

Dazu kommt: Die Abfahrten in den Hallen sind für fortgeschrittene und passionierte Skifahrer sterbenslangweilig. Für mich ist zudem das Umfeld auch sehr wichtig. Mitten in den Bergen zu sein, auch mal den Blick schweifen zu lassen (Während dem Fahren natürlich nur, wenn es die Bedingungen erlauben, ansonsten am Pistenrand anhalten!), das gehört ebenso dazu wie das reine Skifahren. Da können noch so grossformatige Fotografien mit Bergpanorama an den Hallenwänden hängen und mit rustikaler Inneneinrichtung in den Restaurants auf Hüttenstimmung gemacht werden, es ist und bleibt eine klar erkennbare Illusion!
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von woscsnh »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 07.12.2025 - 07:36 Nö, das ist ein völlig normales Element der Preisgestaltung in sehr vielen Bereichen. In der Wirtschaftstheorie nent man das Preisdifferenzierung 2. Ordnung, man bietet dem Kunden das Produkt zu verschiedenen Konditionen zu unterschiedlichen Preisen an und er sucht sich aus zu welchen Konditionen er es kaufen möchte. In diesem Fall sind die attraktiven Konditionen, für die ein Teil der Kunden bereit ist mehr zu bezahlen, Ferien, gutes Wetter u d Spontanität. Ferien stehen lange vorher fest und wurden daher schon lange einbezogen. Vorverkaufsrabatte gab es auch schon teilweise, neu ist jetzt halt eine noch feinere und aktuellere Ausdifferenzierung.

In anderen Bereichen regt sich auch keiner über sowas auf. Wenn ich jetzt Lebkuchen, Plätzchen und Co. kaufe, dann zahle ich auch das Doppelte wie in einem Monat. Bei Flügen schießen die Preise regelmäßig zu Ferienbeginn hoch und bei Hotels auch.
Andere Bereiche vermarkten es geschickter. Was glaubst du, was eine Happy Hour ist? Nichts anderes. Zu Zeiten zu denen weniger Leute Lust haben was trinken zu gehen lockt man sie mit günstigeren Preisen. In Wahrheit verdient man daran noch immer gut und schöpft in den attraktiven Zeiten die Zahlungsbereitschaft ab.

Toll finde ich das auch nicht, aber da kommen wir jetzt tief in die Kapitalismuskritik rein. In unserem Wirtschaftssystem funktioniert das nunmal so. Und es hat auch eine gewisse Lenkungswirkung, damit sich nicht die ganze Nachfrage auf die gleiche Zeit konzentriert. Sonst wären die Hotels in der Spitzenzeit noch stärker ausgebucht und dazwischen leer. Natürlich wäre es mor lieber man würde sowas nicht über den Preis steuern, was natürlich grundsätzlich asozial und familienfeindlich ist. Aber mach mal einen Alternativvorschlag, jenseits von es soll einfach immer das selbe kosten, ohne weiter Einschränkungen.
Nur weil man das irgendwelchen wirtschaftstheoretischen Modellen zuordnen kann, muss das Konzept insgesamt ja nicht sinnvoll sein.
Das ist dann doch der schwierigere Teil der Aufgabe....
M.E. nutzt man hier irgendwelche Algorithmen von irgendwelchen Anbietern, deren Entwickler sich insgeheim wundern, wohin man ihr Produkt verkauft hat.
Und nein, unser Wirtschaftssystem funktioniert nun mal so nicht: gute Ideen setzen sich durch.

Beispiel Montafon, Abruf der Preise heute:
- 2 Tagesticket am 9.1.2026: 138€
- jeweils ein Tagesticket für den 9.1. und den 10.1.: 68€ + 67€ = 135€

Das kann man auch mit Skipässen mit längerer Dauer so machen: Stückelung kann günstiger sein.
Letztes Jahr gab es sogar Konstellationen, in denen ein Ticket für n-Tage teurer war als eins für n+1 Tage bei demselben Startpunkt.

Wo ist denn hier eine Lenkungswirkung? Das ist einfach nur (euphemistisch) Unfug.
Am Schalter einer Kasse ohnehin nicht vermittelbar. Aber vielleicht verkauft man dort lediglich Tickets für den aktuellen Tag.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von judyclt »

Ist nicht nur dort so. Ich hatte neulich ja auch schon andere Beispieltage benannt, die die ganze Abzocke bzw. den Unsinn verdeutlichen.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von phifue »

Im Brandnertal haben sich offenbar genügend beschwert.
Letzten Sonntag hat das Ticket noch 68€ gekostet.
Heute war es zu meinem erstaunen nur 63€ mit komplett gefüllten Parkplätzen und etwas mehr Liften und Pisten.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von judyclt »

Hätte letzten Sonntag denn der heutige Tag wohl 63€ gekostet? :wink:
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Gut, in der Umsetzung kann man sowas natürlich versauen. Aber auch solche Beispiele gibt es in anderen Bereichen auch. Manchmal ist es im Laden auch günstiger die kleinere Menge mehrmals zu nehmen, ob wohl man eigentlich von Mengenrabatt ausgeht.

Bei Flügen oder Bahnfahrten gibt's ähnliche Phänomene, wird günstiger, wenn man noch eine andere Strecke dran hängt. Die Fluggesellschaften gehen dabei so weit, dass sie dich zwingen alle Segmente auch wirklich zu fliegen. Wenn du das erste nicht antrittst, nehmen sie dich beim zweiten auch nicht mit. Umgekehrt geht das natürlich nicht, aber da hat die Lufthansa schon erfolgreich Kunden verklagt die einfach nicht weiter geflogen sind.

Man darf auch nicht vergessen, dass das für die Skigebiete noch relativ neu ist. Die werden auch noch dazulernen und das verbessern. Das heißt nicht, dass mir die Entwicklung gefällt, aber sie ist jetzt halt nicht so speziell wie manche tun. Ich kaufe mich davon halt mit einer Saisonkarte frei, und da würde ich denen auch was husten, wenn sie mir die Nutzung einschränken würden.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher »

Ich bezweifle, dass die Betreiber die mathematischen Modelle hinter ihrem Dynamic Pricing wirklich durchschauen. Als das aufkam, hatte ich schon mal Fälle, wo durch das Zubuchen eines Wochentags vor meinem geplanten Urlaub der Gesamtpreis günstiger war als wenn ich So-Sa gebucht hätte.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von woscsnh »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 29.12.2025 - 02:35 Gut, in der Umsetzung kann man sowas natürlich versauen. Aber auch solche Beispiele gibt es in anderen Bereichen auch. Manchmal ist es im Laden auch günstiger die kleinere Menge mehrmals zu nehmen, ob wohl man eigentlich von Mengenrabatt ausgeht.

Bei Flügen oder Bahnfahrten gibt's ähnliche Phänomene, wird günstiger, wenn man noch eine andere Strecke dran hängt. Die Fluggesellschaften gehen dabei so weit, dass sie dich zwingen alle Segmente auch wirklich zu fliegen. Wenn du das erste nicht antrittst, nehmen sie dich beim zweiten auch nicht mit. Umgekehrt geht das natürlich nicht, aber da hat die Lufthansa schon erfolgreich Kunden verklagt die einfach nicht weiter geflogen sind.

Man darf auch nicht vergessen, dass das für die Skigebiete noch relativ neu ist. Die werden auch noch dazulernen und das verbessern. Das heißt nicht, dass mir die Entwicklung gefällt, aber sie ist jetzt halt nicht so speziell wie manche tun. Ich kaufe mich davon halt mit einer Saisonkarte frei, und da würde ich denen auch was husten, wenn sie mir die Nutzung einschränken würden.
Das kann man so sehen. Einfache und offensichtliche handwerkliche Fehler kann man jedoch auch bei 'neuen' Dingen vermeiden.

Und ja, es ist speziell, denn Skifahren ist u.a. sehr wetterabhängig.

U.a. wird doch ein Druck auf die planenden Urlauber ausgeübt, den Skipass frühzeitig verbindlich zu kaufen.
Nach Sölden, Ischgl, St. Gallenkirch, ... fährt man ja in erster Linie zum Skifahren.
Ist das Seilbahnunternehmen nun weitgehend unabhängig von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, dann 'bepreist' man natürlich anders als Unternehmen mit einer hohen Rate an einheimischen Besitzern (mit eigenen Hotels, Pensionen und Gaststätten).

So erkläre ich mir den (konkurrenzlos) günstigen Skipass von Ischgl: sind die Gäste erst einmal da, kaufen Sie ohnehin. Das ist im Montafon anders.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von woscsnh »

NeusserGletscher hat geschrieben: 29.12.2025 - 08:37 Ich bezweifle, dass die Betreiber die mathematischen Modelle hinter ihrem Dynamic Pricing wirklich durchschauen. Als das aufkam, hatte ich schon mal Fälle, wo durch das Zubuchen eines Wochentags vor meinem geplanten Urlaub der Gesamtpreis günstiger war als wenn ich So-Sa gebucht hätte.
Volle Zustimmung.
Bei einigen Betrieben habe ich den Eindruck, dass Sie einfach deshalb dabei sind, um den neuen Trend nicht zu verpassen.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Sind wir doch mal ehrlich, was wollen wir alle für uns selbst? Leere Pisten, Traumbedingungen, Kaiserwetter und das am Besten dann, wenn wir Zeit haben. Funktioniert halt nicht, zumindest nicht, wenn man sich bei der verfügbaren Zeit an der Masse orientiert. Die Gebiete können darauf auf mehrere Arten reagieren:

1. Nichts tun und hohe Wartezeiten in Kauf nehmen.
2. Bahnkapazitäten hochschrauben und volle Pisten akzeptieren.
3. Begrenenzungen der verfügbaren Karten, dann schaut mancher der gerne fahren will halt komplett in die Röhre.
4. Steuerung über den Preis.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von judyclt »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 29.12.2025 - 12:25 4. Steuerung über den Preis.
Was davon ist euch jetzt am liebsten? Ich wüsste nicht, was ich am besten finde, aber ich wüsste was ich als Betreiber am besten fände
Ich formuliere um:
4. Abkassieren über den Preis
(wenn die Massen sowieso kommen und Familien ferienbedingt nicht ausweichen können)

Und ja, da weiß ich auch genau, was die Betreiber am besten finden.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von F. Feser »

Also sorry - das heute an der Silvretta Montafon KANN ja nur unter Abschreckung verstanden werden. 88€ - die spinnen, die Schrunser.

Bin mal gespannt, wie morgen am Golm und an der Simo die Preise sein werden. Am Golm ist eine der vier Sesselbahnen ausgefallen - und wird auch nicht so schnell repariert sein - und an der SiMo hatten sie heute „nur“ 19.000 Ersteintritte. Der Rekord liegt wohl bei 25.000 - ergo entweder funktioniert die Lenkung oder wir werden morgen n günstigeren Tarif sehen…

Morgen Golm stand jetzt (und der Vierersessel war heute schon den ganzen Tag kaputt…) 75,50,
Morgen SiMo kostet stand jetzt 86,00€
Preise 29.12
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4ksb Matschwitz defekt
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Preise SiMo morgen
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Preise Golm morgen
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von GMD »

Nun ja, ist ein redundanter Sessellift. Da keine Pisten verloren gehen, kann man ja trotzdem entsprechende Preise aufrufen.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von F. Feser »

Wenn man in der Höchstsaison 2880 Personen / h auf die eh schon ausgelasteten anderen Anlagen verteilt? Joa. Kann man mal machen…
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von GMD »

Wenn's geht, dann geht's! Wenn die Leute trotzdem zahlen, ist es dem Betreiber doch egal.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von judyclt »

So schaut's aus. Es sind doch eh nahezu alle Unterkünfte ausgebucht und die Leute vor Ort. Skischulen gebucht, Bretter ausgeliehen. Was soll den Betreibern schon passieren? Dann kommen halt 10% weniger. Ist doch egal, wenn man 88 statt 66€ kassiert.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Könnte es im Montafon vielleicht auch an der Nähe zur Schweiz liegen, dass man solche Preise nimmt? Wenn die Konkurrenz die teuren Frankenpreise sind, dann hat man vielleicht genug Kundschaft die das gar nicht so teuer findet.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von F. Feser »

Die Schweizer Gebiete sind inzwischen günstiger als das Montafon. Vergleicht mal die Tageskartenpreise!
IMG_5508.png
IMG_5509.png
IMG_5510.png
Alle für morgen, 31.12.

Arosa Lenzerheide 76 Euro
Pizol 72 eur
Silvretta Montafon 86
Golm 75,50
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von judyclt »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 30.12.2025 - 01:37 Könnte es im Montafon vielleicht auch an der Nähe zur Schweiz liegen, dass man solche Preise nimmt? Wenn die Konkurrenz die teuren Frankenpreise sind, dann hat man vielleicht genug Kundschaft die das gar nicht so teuer findet.
Das denke ich auch. Selbst wenn der Pass in der Schweiz ein paar Euro günstiger ist. Dort ist man die Preise gewöhnt und spart sich nebenbei noch etwas Geld beim Einkauf im Supermarkt etc, wenn man eh gerade im Euroland ist.

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