Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

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gfm49
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von gfm49 »

snowflat hat geschrieben: 10.01.2026 - 15:37
Wie der Schweizer öffentlich-rechtliche Sender "RTS" berichtet, hat Jacques Moretti zugegeben, dass der Notausgang der "Le Constellation" zum Zeitpunkt des Unglücks verschlossen war. Ebenfalls gab er im Rahmen der Ermittlungen zu, dass er die Deckenverkleidung aus Schaumstoff, die dem Brand als Zunder dienten, eigenhändig ersetzt habe.
Quelle: https://www.focus.de/panorama/welt/expl ... a9634.html
Warum eine Zweithandquelle zitieren, wenn die ursprüngliche Quelle frei verfügbar ist: https://www.rts.ch/info/regions/valais/ ... 14171.html - google übersetzt das ganz brauchbar. Und dort steht inzwischen etwas ganz anderes, nämlich daß es sich bei der verschlossenen Tür um eine Servicetür im Erdgeschoß handelt und nicht um den Notausgang unten. Der ursprüngliche Beitrag wurde korrigiert.

kaldini
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von kaldini »

GMD hat geschrieben: 10.01.2026 - 11:45
br403 hat geschrieben: 07.01.2026 - 18:23 Das ist zu pauschal GMD. Siehe Luftfahrt, da wird alles aufgearbeitet und alles unternommen, dass Fehler nicht mehr passieren.
Weil das in der Regel die Gesellschaft als Ganzes nicht direkt betrifft bzw. man sein eigenes Verhalten nicht hinterfragen und allenfalls ändern muss. Wobei: Wer hat sich am Flughafen nicht schon über die nach 9/11 massiv verschärften Sicherheitskontrollen geärgert? QED!
ich war letzte Woche in Basel zum Arbeiten - und wie es der Zufall so wollte, ließ jemand in der Mikrowelle eine nicht passende Plastikschüssel zu warm werden. Feueralarm ging los, alle Mitarbeiter der Firma, für die ich arbeite, gingen raus. Aber in den 2 Stockwerken über uns waren andere Firmen, deren Mitarbeiter blieben drinnen und schauten uns im Schneefall/Regen Stehende groß an... und einige meiner Kollegen standen auf der Straße und filmten die anfahrende Feuerwehr (da müssen wir nochmal reden...). Klar, es gab keinen großen Qualm und auch kein offenes Feuer, aber wenn man so lange wartet, ist es dann meist zu spät.
Und wie Arlbergfan schrieb, in den Apres Ski Läden gehts weiter wie immer...
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von valdebagnes »

F. Feser hat geschrieben: 10.01.2026 - 11:21 Ein Notausgang der mit einem Zahlenschloss oder PIN Feld gesichert ist, ist verschlossen und damit kein Notausgang.
Ein Notausgang der mit einem Griff oder Riegel zu betätigen ist, ist ein Notausgang.
Punkt aus fertig.
Ich hatte selbst mal den Fall dass ich im Schwimmbad beobachtet hatte dass Kinder eine Notausgangstür die in einen Vorraum in dem oft Eltern zum Abholen oder andere Kinder warten, immer wieder geöffnet haben um zu kucken oder zu quatschten.
Im Bad war dann der Bademeister so genervt, dass er den Schlüssel holte und die Tür absperrte.
Da hat mich doch etwas Überwindung gekostet ihn anzusprechen und ihn darauf hinzuweisen das man einen Notausgang nicht verriegeln darf.
Aufgrund seines genervten Zustands war er dann zunächst etwas pampig was mich aber dazu gebracht hat nicht nachzugeben.
Nach Androhung einer Meldung an seinen Vorgesetzten hat er dann widerwillig wieder aufgesperrt.
Freunde wurden wir an dem Tag zumindest mal nicht mehr.
Nein es gab keinen Notfall an dem Tag ind men es Wissens auch sonst noch keinen.

Es ist oft halt nicht einfach für uns Menschen die Dinge gesetzeskonform einzuhalten. Bestes Beispiel: Unfälle in Folge von überhöhter Geschwindigkeit bei Geschwindigkeitsbegrenzung.
In will in keinster Weise das Verhalten des Betreibers gutheißen, ich will lediglich daran erinnern wie oft man selbst Regeln mit der Argumentation, was soll schon passieren großzügig auslegt und jetzt nicht nachvollziehen kann oder sich darüber empört wenn es ein anderer auch nicht getan hat.
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Theo
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Theo »

Zu den Ausgängen aus dem Lokal und zu den Hauseingängen gibt es mittlerweile zu viele Versionen und einige Aussgagen dazu ergeben schlicht keinen Sinn. Kann man also nicht beurteilen, da ja nicht einmal zur Anzahl der Ausgänge eine verlässliche Zahl besteht.
Dass der Betreiber jetzt hier verhaftet wurde hat auch Gründe im Ausland. Den Absprung nach Frankreich hat er verpasst oder er ist wieder zurück weil im dort das Pflaster zu heiss wurde weil ja dort eine Untersuchung gegen ihn läuft und Italien kam ja aus dem gleichen Grund auch nicht in Frage.
Dem sind schlichtweg die Alternativen ausgegangen und wenn man die Gefängnisse drei Länder nimmt sind die hier doch denen der anderen beiden Länder vorzuziehen da unsere hier dem Wellnesshotel am nächsten kommen.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von schneesucher »

Notausgang und Seitenausgang sind glaube ich verschiedene Sachen.
Kakadu hat geschrieben: 10.01.2026 - 10:55
schneesucher hat geschrieben: 09.01.2026 - 17:45 Bemerkenswert finde ich auch, dass der Notausgang veriegelt war und eine Person des Personals direkt vor dem Notausgang verstorben ist. Angesichts dessen finde ich es verwunderlich, dass die Staatsanwaltschaft nicht auch den Eventualvorsatz als Anklagepunkt mitaufgenommen hat. Wer einen Notausgang handelt im Bewusstsein dessen, das im Fall eines Unglücks ein fehlender Fluchtweg zum Tod von Menschen führen kann. Möglicherweise war dieser Aspekt aber bis vor kurzem noch nicht bekannt und hat jetzt auch zur Inhaftierung geführt. Aber das ist natürlich jetzt Spekulation.
Jedenfalls ist das noch etwas anderes, als einfach eine brennbare Deckenverkleidung zu installieren. Das setzt nämlich ein gewisses Bewusstsein voraus. Auch tritt ja ein Brand nicht automatisch ein. Da waren ja noch andere Menschen beteiligt.
Der Notausgang sei nur "bedingt geschlossen" gewesen: mit einem PIN hätte man da öffnen können – und der PIN geistere in Kreisen herum, die diesen PIN gar nicht wissen sollten Zudem War das ein Zugang in den Rest des Hauses, der von der anderen Seite zugänglich sei o.ä.; insgesamt ziemlich undurchsichtig. Das wird sicher noch zu reden geben – aber ob daraus Eventualvorsatz abzuleiten sei, ist dann nochmal eine andere Frage. Hier spielt dann auch die (nicht erfolgte) Kontrolle mit hinein.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von markus »

Ein Notausgang (Fluchtweg) muss immer und jederzeit ohne irgendwelche Riegel oder Schlösser, etc.. zu öffnen sein. Da gibts keine Ausnahmen.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von gfm49 »

Theo hat geschrieben: 10.01.2026 - 17:39Den Absprung nach Frankreich hat er verpasst oder er ist wieder zurück weil im dort das Pflaster zu heiss wurde weil ja dort eine Untersuchung gegen ihn läuft und Italien kam ja aus dem gleichen Grund auch nicht in Frage.
was letztlich das Argument "Fluchtgefahr" zweifelhaft erscheinen lässt.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Endmoräne »

Die Tür mit dem PIN ist die Haustür des Appartmenthauses und liegt im Parterre. Die idR abgeschlossene Notausgangstür führt in dasselbe Treppenhaus, aber auf Kellerniveau.
Machen wir uns nichts vor, diese Konstruktion ist mit einem Discobetrieb in der Praxis unvereinbar, weil dir sofort die Mieter von oben aufs Dach steigen. Fragt sich halt, welche Schlüsse man daraus zieht. Die Morettis haben abgeschlossen.

Und jetzt was Spannendes: Neben ein bisschen Gossip hat der Daily Mail ausgegraben, dass die Morettis bis zum Kauf der Bar über sieben Jahre 40k SFr. Miete dafür gezahlt haben. Dann hatten sie genug Geld, die Bar bar zu kaufen. :ja: Keine Grundschuld, nix. Später haben sie dann noch weitere Immobilien erworben, ebenfalls ohne Kredit. Und jetzt die Pointe: Die 40k verstehen sich monatlich! :lol: :lol: :lol: :lol:

https://www.dailymail.co.uk/news/articl ... -Alps.html
zonk
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von zonk »

valdebagnes hat geschrieben: 10.01.2026 - 17:25
F. Feser hat geschrieben: 10.01.2026 - 11:21 Ein Notausgang der mit einem Zahlenschloss oder PIN Feld gesichert ist, ist verschlossen und damit kein Notausgang.
Ein Notausgang der mit einem Griff oder Riegel zu betätigen ist, ist ein Notausgang.
Punkt aus fertig.
Ich hatte selbst mal den Fall dass ich im Schwimmbad beobachtet hatte dass Kinder eine Notausgangstür die in einen Vorraum in dem oft Eltern zum Abholen oder andere Kinder warten, immer wieder geöffnet haben um zu kucken oder zu quatschten.
Im Bad war dann der Bademeister so genervt, dass er den Schlüssel holte und die Tür absperrte.
Da hat mich doch etwas Überwindung gekostet ihn anzusprechen und ihn darauf hinzuweisen das man einen Notausgang nicht verriegeln darf.
Aufgrund seines genervten Zustands war er dann zunächst etwas pampig was mich aber dazu gebracht hat nicht nachzugeben.
Nach Androhung einer Meldung an seinen Vorgesetzten hat er dann widerwillig wieder aufgesperrt.
Freunde wurden wir an dem Tag zumindest mal nicht mehr.
Nein es gab keinen Notfall an dem Tag ind men es Wissens auch sonst noch keinen.

Es ist oft halt nicht einfach für uns Menschen die Dinge gesetzeskonform einzuhalten. Bestes Beispiel: Unfälle in Folge von überhöhter Geschwindigkeit bei Geschwindigkeitsbegrenzung.
In will in keinster Weise das Verhalten des Betreibers gutheißen, ich will lediglich daran erinnern wie oft man selbst Regeln mit der Argumentation, was soll schon passieren großzügig auslegt und jetzt nicht nachvollziehen kann oder sich darüber empört wenn es ein anderer auch nicht getan hat.
Wie ich schon vorher schrieb: das ist sogar ein fast nachvollziehbar es,menschliches Verhalten. Der worst Case wird ausgeblendet. Gang und gäbe auf dem Land,wo sich jeder kennt und einen Ruf zu verlieren hat.Man will ja nicht als Korinthenkacker und Querulant dastehen. Man kann ja mal fünfe grad sein lassen.
Da wird mal ein Ausstellungsstück in einem Museum einfach vor einen Notausgang gestellt,Kommentar auf meine Reaktion bzgl Brandschutz: Man solle sich nicht so anstellen.wad soll schon passieren in den paar Monaten,solange die Ausstellt geht. Das ging hoch bis zum Chef,der auch über meine Einstellung lachte..selbst die Abnehmer haben gemeint:ach,zur muss man den halt beiseite schieben(den Ausstellungsschrank).
Die Quittung haben sie bekommen,als ein Besucher darauf hinwies.Die Ausstellung musste dann erst mal geschlossen werden und komplett neu überprüft..Fahrlässige Idiotie

NeusserGletscher
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von NeusserGletscher »

Chlosterdörfler hat geschrieben: 08.01.2026 - 20:05 Rekonstruktion des Katastrophenbrands gemäss Journalisten.

Um 1.26 Uhr entzündet sich der Schaumstoff – 68 Sekunden später steht die "Decke in Vollbrand".
Unsere visuelle Analyse zeigt, wie die Bar Le Constellation in der Silvesternacht zur tödlichen Falle wurde. Was die Flucht der Gäste behinderte. Und wo sich der zweite Notausgang befand.
Rest steht hier: https://www.bernerzeitung.ch/crans-mont ... 0287723390
Das ist die bislang beste Zusammenfassung der Ursachen, die ich zu dem Thema gesehen habe.

Vermutlich war zu dieser Zeit der Platz vor der Bar noch mit Menschen gefüllt. Das könnte die Evakuierung erschwert haben, weil die Menschen nach dem passieren der Ausgangstüre keine Möglichkeit hatten, den Nachrückenden Platz zu machen.

Bei der Analyse und der Überarbeitung der Brandschutzvorschriften muss dies unbedingt eine Rolle spielen. Der beste Fluchtweg nutzt nichts, wenn der Sammelplatz bereits wegen Party überfüllt ist. Die Gemeinde hätte die Sammelplätze mit Absperrgittern frei halten müssen und dann wäre möglicherweise auch aufgefallen, dass der zweite Notausgang versperrt war.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Kakadu »

snowflat hat geschrieben: 10.01.2026 - 15:37
Wie der Schweizer öffentlich-rechtliche Sender "RTS" berichtet, hat Jacques Moretti zugegeben, dass der Notausgang der "Le Constellation" zum Zeitpunkt des Unglücks verschlossen war. Ebenfalls gab er im Rahmen der Ermittlungen zu, dass er die Deckenverkleidung aus Schaumstoff, die dem Brand als Zunder dienten, eigenhändig ersetzt habe.
Quelle: https://www.focus.de/panorama/welt/expl ... a9634.html
Aufpassen: das war kein Notausgang, sondern ein Servicezugang – wie RTS explizit berichtigt hat. Ob dieser Zugang während des Betriebs verschlossen war, ist nur eine Seite der Medaille; die andere – viel wichtigere – ist, weshalb er verschlossen war, wer ihn öffnen könnte resp. darf, und v.a. wer angeordnet hat, daß er verschlossen zu sein hat etc.

Ebenso ist der Umstand, daß leicht brennbarer Schaumstoff verbaut wurde, nicht die Antwort auf die relevanten Fragen – sondern viel mehr: weshalb wurde damals nicht brandschutzkonformes Schallisolationsmaterial genommen; wer hat den Entscheid gefällt, brennbares Material einzusetzen, mit welcher Begründung (offenbar der Besitzer – und wohl sicher mal aus Kostengründen); des weiteren aber auch: wurde der Chef entsprechend korrekt beraten, was die Anforderungen an das Material sind, und was für Material infrage kommt und wo dies zu beziehen wäre etc. – und natürlich auch: wieso wurde das bei den Kontrollen nicht erkannt und beanstandet ...
Zuletzt geändert von Kakadu am 11.01.2026 - 11:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von GMD »

Wir diskutieren gerade um ein Grundsatzproblem: Was, wenn der Brandschutz nicht mit dem Betrieb einer Einrichtung vereinbar ist? Zum Beispiel die erwähnten Absperrgitter für Sammelzonen. Was, wenn diese Gitter nun dafür sorgen, dass dann auf der Oberfläche die Fluchtwege zu schmal sind? Gerade in bestehenden Ortsstrukturen ist man da sehr schnell am Limit. Kommt dann noch der Denkmalschutz ins Spiel, welcher jegliche äussere bauliche Veränderungen verbietet, dann gute Nacht! Ich bin ja auch nicht für totalen Liberalismus, vor allem bei der Sicherheit. Aber es kann eben auch zur Überregulierung kommen. Ganz mühsam wird es dann, wenn unterschiedliche Regelungen miteinander kollidieren. Dann kann das Ganze für die Betroffenen kafkaeske Züge annehmen. Der Brandschutz sagt: "Du musst da was machen!" und der Denkmalschutz sagt: "Da darfst du nichts machen!". Und ja, solche Fälle kommen vor!
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Richtig, aber die Konsequenz muss dann sein, dass es die gewünschte Nutzung halt nicht gibt. Es kann auch nicht sein, dass es das oberste Ziel ist jegliches Business zu ermöglichen und dem alles unterzuordnen. Über Sinn und Zweck des Denkmalschutzes kann man vielleicht noch diskutieren, aber nicht über die Sicherheit. Bestandsschutz ist in dem Bereich eh schon kritisch, aber bei Umbauten kann man dann keine Kompromisse eingehen. Wirtschaftlich kann man immer gegen den Brandschutz argumentieren, denn der ist ja auf jeden Fall mit Mehrkosten und oft mit Nutzungseinschränkungen und damit Einnahmeverlusten verbunden. Sprühkerzen auf Champagnerflaschen durch die Bar zu tragen macht sich gut im Werbevideo, korrekt angelegte und funktionstüchtige Notausgänge oder Feuerfeste Materialien halt nicht.

Bei der Überregulierung aufzuräumen kann man noch an genug anderen, völlig sinnlosen Stellen. Als mein Vater in den 90ern unser Haus gebaut hat wurde ihm in einem stinknomalen Wohngebiet ohne jeglichen Ensembleschutz die Dachausrichtung vorgeschrieben, die nicht zur geplanten Thermosolaranlage gepasst hätte. Sowas ist Schwachsinn, nicht Sicherheitsvorschriften.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von GMD »

Das sehe ich auch so. Wenn der Denkmalschutz dafür sorgt, dass das Gewerbe das Handtuch wirft, gibt es nur Verlierer! Aber das ist ein anderes Thema.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von stefan1893 »

Die Treppe war wohl der verhängnisvolle Flaschenhals:

https://www.krone.at/4011350?fbclid=Iwd ... MK4RULeDOg
gfm49
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von gfm49 »

Wenn der Ausgangswert stimmen sollte: "Statt zuvor drei Meter war der Stiegenabgang nach dem Umbau nur mehr 1,37 Meter breit. " ... 8O
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von 3303 »

Neue Erkenntnisse zur Grundrissstruktur. Es gab noch eine weitere „verborgene, heimliche“ Bar «Le Clandestin» und einen Raucherraum. Nun lichtet sich auch die Lage des zweiten Rettungsweges aus dem UG.
Die genaue Ausgestaltung der Beschilderung, Details und ob etwas verschlossen war, wird ermittelt.
https://www.srf.ch/news/schweiz/le-cons ... rgenen-bar
Die Baupläne sind unter Verschluss.
“Wir sind gewohnt, daß die Menschen verhöhnen, was sie nicht versteh'n, Dass sie vor dem Guten und Schönen, das ihnen oft beschwerlich ist, murren.“
[Johann Wolfgang von Goethe]

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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Kakadu »

3303 hat geschrieben: 12.01.2026 - 07:19 Neue Erkenntnisse zur Grundrissstruktur. Es gab noch eine weitere „verborgene, heimliche“ Bar «Le Clandestin» und einen Raucherraum.
Das war bekannt, aber gewisse Details dazu noch nicht.
Nun lichtet sich auch die Lage des zweiten Rettungsweges aus dem UG.
Die genaue Ausgestaltung der Beschilderung, Details und ob etwas verschlossen war, wird ermittelt.
https://www.srf.ch/news/schweiz/le-cons ... rgenen-bar
Die Details hierzu werden Teil der eigentlichen Hauptsache sein, in welchem Grad die Besitzer belangt werden.
Die Baupläne sind unter Verschluss.
... aufgrund des Verfahrens – damit nicht wild drauflosspekuliert wird ...
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Seilbahnjunkie »

gfm49 hat geschrieben: 11.01.2026 - 23:15 Wenn der Ausgangswert stimmen sollte: "Statt zuvor drei Meter war der Stiegenabgang nach dem Umbau nur mehr 1,37 Meter breit. " ... 8O
2 Meter, 3 glaub ich nicht.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von br403 »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 10.01.2026 - 16:00 Diesen Artikel finde ich noch sehr interessant: Neue Zürcher Zeitung
Wow, der hat es aber in sich. 8O
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Jay »

Ich bin froh dass es solchen Journalismus gibt!
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TONI_B
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von TONI_B »

Und der "Standard" in Ö hat den Artikel 1:1 übernommen.
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Ram-Brand
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Ram-Brand »

Heutzutage kann man auch Fluchtwege mit technischen Maßnahmen sichern.
Also die Ausrede nur Abschließen hilft, gilt nicht.
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von Theo »

br403 hat geschrieben: 12.01.2026 - 14:04
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 10.01.2026 - 16:00 Diesen Artikel finde ich noch sehr interessant: Neue Zürcher Zeitung
Wow, der hat es aber in sich. 8O
Dieser Artikel ist leider eine totale Scheisse und soll wohl von den Problemen in Zürich ablenken.
Der Mattmark ist im Wallis und das ist auch schon alles, Bauherr waren die Vorgänger von der heutigen Axpo und damit ist auch klar dass die Entscheidungen nicht im Wallis getroffen wurden.
Blatten: Ja es war der Matthias und keine Maschine wo in Weissenried gemerkt hat dass auf der anderen Talseite was nicht stimmt und erst daraufhin wurden dann auf sein ausdrückliches Verlangen die Messsysteme angebracht. Ohne den Faktor Mensch hätte es vor Abend des 19.5. keine Evakuierung gegeben.
Beim Unglück von der Tete Blanche wurde gar niemand ab abgekanzelt wo die Gruppe kritisierte und Wetterwarnung hätte es auch keine gebraucht, die rannten ja gerade hinein und sahen schon ein paar Stunden vorher dass das nicht gut gehen kann.
Hochwasser Sierre: Der grösste Teil der betroffenen Hausmieter wehrte sich vor Gericht gegen die Kündigungen der soganennten Alusuisse-Villen, der Abbruch der Häuser war beschlossene Sache.
Blatter / Infantino: Sind Walliser und ich schreibe jetzt mal lieber nicht was ich von den beiden halte und wo zumindest einer der beiden hin gehört. Die Gerichte wo sie freisprechen sind aber in Zürich.
Fehlte nur noch, dass der Autobahnbau thematisiert wurde. Ist zwar auch im Wallis, aber 98% von dem was falsch läuft wird in Bern entschieden.

Das einzige wo mit der Katastrophe von Crans-Montana zu tun hat ist der zweitletzte Punkt vom Vernissage hier in Zermatt. Da waren aber sämtliche Auflagen erfüllt und es ging rein um persönliche Befindlichkeiten. Ob die Auflagen in Crans-Montana jemals erfüllt waren wird sich dann noch zeigen, dass es bei Ausländern lascher gehandhabt wird als bei Einheimischen ist allseits bekannt.
Genau diese Tatsache, dass ein Ausländer kein Einheimischer der Betreiber war und man somit keinen Filz-Vorwurf machen konnte hat das Medienhaus wohl bewogen beim Rest grösstenteils so einen absoluten Quatsch zu schreiben.

Es ist eine Risenfrechheit und die Arroganz dieses Medienunternehmens ist fast nicht mehr zu überbieten und ist angesichts dessen was geschehen ist einfach nur eine Schweinerei gegenüber den hart geprüften Angehörigen und bringt uns der Wahrheit und der Gerechtigkeit keinen Schritt näher.
Klar soll es kritischen Journalismus geben, aber die Wahrheit zu respektieren ist trotzdem Grundvoraussetzung.
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br403
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Re: Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

Beitrag von br403 »

Ich kann das nicht bewerten, ich fand die Vorwürfe nur interessant.

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