Zwei komplett unterschiedliche Tage am vergangenen Wochenende an der „Crête des Vosges“.
Am Sonntag: Ganztags deutlich unter dem Gefrierpunkt. Ohne Schneeketten keine Chance, den Vogesenhauptkamm zu erreichen. Wer es dennoch versuchte, strandete spätestens unterhalb des „Lac de la Lauch“ - Gendarmerie und Bußgelder inklusive.
Oben auf den Pisten dagegen „volles Haus“ bei nahezu perfekten Bedingungen an den in die Jahre gekommenen, aber grundehrlich-herzlichen POMA-Schleppern aus den 1960er-Jahren. Vormittags neblig-eisig, spätnachmittags dann „über den Wolken“ mit einem einmaligen Sundowner bei Pistenschluss.
Einmalig? Ja, das Wort ist gerechtfertigt. Sowohl das Liftpersonal („so viel Schnee gab es hier in den letzten fünf Jahren nie“) als auch die rasche Milderung ab Montagmorgen mit (Schnee-) Regen, leichten Plusgraden und früh nachmittags bereits komplett gebrochener Piste zeigen, wie rar solche Momente im Mittelgebirge um 1000 m üNN geworden sind. Und künftig wohl noch rarer werden.